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Evangelische Religionslehre 5

gültig ab Schuljahr 2017/18

ER5 Lernbereich 1: Ich und die anderen (ca. 10 Std.)
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • denken darüber nach, welche Auswirkungen Veränderungen wie ein Schulwechsel auf ihr Leben und ihre Person haben, und tauschen sich mit anderen darüber aus.
  • nehmen in ihrer neuen Schulsituation Rollenerwartungen sowie eigene und fremde Ansprüche bewusst wahr und fassen diese in Worte.
  • entdecken in biblischen Geschichten grundlegende Aussagen von der liebenden Zuwendung Gottes zum Menschen und beziehen diese auf die eigene Person.
  • erläutern die Zehn Gebote und das Doppelgebot der Liebe als Wegweiser für gutes Leben; sie begründen diese aus Gottes liebender und befreiender Begleitung des Menschen und geben die beiden Texte im Wortlaut wieder.
  • leiten aus den biblischen Impulsen passende Haltungen im Umgang mit anderen und mit sich selbst ab und zeigen Möglichkeiten auf, diese zum Ausdruck zu bringen.
Inhalte zu den Kompetenzen:
  • Veränderungen angesichts des Schulwechsels, z. B. neues Beziehungsgefüge, Schulweg, Schulgebäude, Tagesablauf
  • fremde und eigene Ansprüche und damit zusammenhängende positive und negative Gefühle
  • Geschichten von der liebenden Zuwendung Gottes, z. B. Mk 10,13-16, Lk 15,11-32, Lk 19,1-10
  • Zehn Gebote als Hilfe für ein gutes Leben in Freiheit und als Zusage der Begleitung Gottes
  • das Doppelgebot der Liebe als höchstes Gebot
  • Memoriertexte: Zehn Gebote, Doppelgebot der Liebe
  • zu den biblischen Impulsen passende Haltungen, z. B. Zuverlässigkeit, Fairness, Mitgefühl; dazu Anforderungssituationen, z. B. aus Klassengemeinschaft, Familie, Sport

ER5 Lernbereich 2: Die Bibel und ihre Geschichten (ca. 12 Std.)
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • beschreiben vielfältige Begegnungsmöglichkeiten mit der Bibel und ihren Inhalten und tauschen sich über eigene Erfahrungen aus.
  • erklären in Grundzügen den Aufbau der Bibel und finden sich sicher in ihr zurecht.
  • nehmen die Vielfalt und Vielstimmigkeit biblischer Texte wahr und zeigen im Überblick, dass die Bibel eine lange Geschichte hat.
  • erklären an Beispielen den Einfluss der Bibel auf unsere Kultur und unterscheiden davon ihren Gebrauch als Glaubensbuch.
  • erläutern an einem Beispiel, inwiefern die Bibel beim Lesen oder Übersetzen immer auch interpretiert wird; sie gestalten eigene Auslegungs- und Deutungsversuche.
Inhalte zu den Kompetenzen:
  • Begegnungsmöglichkeiten und eigene Erfahrungen, z. B. Kinderbibel, verschiedene Bibelausgaben, Hören biblischer Erzählungen, biblische Texte und Geschichten als mögliche Lebensbegleiter (Taufspruch), Gebrauch der Bibel in Andacht und Gottesdienst
  • Grundzüge des Aufbaus der Bibel: Altes Testament (AT) und Neues Testament (NT) und ihre Unterteilungen
  • Hilfen, um sich in der Bibel zurechtzufinden: Einteilung in Bücher, Kapitel, Verse; Inhaltsverzeichnis und Anhänge
  • einfacher Überblick über die Geschichte der Bibel
  • Beispiele für die kulturelle Bedeutung der Bibel, z. B. biblische Bezüge in Werbung, Musik, Jugendliteratur oder im Film, Bibel als Quelle von Sprachbildern und Redewendungen
  • Bibel als Glaubensbuch in der Spannung von Menschenwort und Gotteswort
  • Beispiel für Interpretation und Gestaltung, z. B. eine biblische Geschichte oder ein Psalm (ggf. in verschiedenen Bibelausgaben, Darstellungsformen, Bildern, Filmsequenzen)

ER5 Lernbereich 3: Lebenswege mit Gott (ca. 14 Std.)
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • deuten das Symbol des Wegs, beziehen es auf Veränderungen, Entwicklungen und Umbruchsituationen im eigenen Leben; sie artikulieren dabei eigene Glaubensfragen und Gottesvorstellungen und deren mögliche Veränderung.
  • erproben mit Hilfe der Sprache der Psalmen Möglichkeiten, Freude und Leid, Glaubensgewissheit und ‑zweifel auszudrücken.
  • geben eine Geschichtstradition aus dem Alten Testament im Überblick wieder und deuten ausgewählte Erzählungen als Nachdenken über Gottes Wegbegleitung.
  • beschreiben wichtige Merkmale des Gottesglaubens in der gewählten Geschichtstradition und diskutieren seine Bedeutung im Blick auf das eigene und das gemeinschaftliche Leben.
  • benennen Spannungen im Gottesbild der Bibel, setzen sich damit auch im Blick auf eigenes Nachdenken über Gott auseinander und gehen mit Fragen, die offenbleiben müssen, konstruktiv um.
Inhalte zu den Kompetenzen:
  • symbolische Bedeutung von „Weg“
  • Veränderungen, Entwicklungen und Umbruchsituationen im eigenen Leben und veränderte Vorstellungen und Redeweisen von Gott
  • ein Psalm, z. B. Ps 23, Ps 84, Ps 121, Ps 139
  • Gottesbilder in einer ausgewählten Geschichtstradition des Alten Testaments: aus Abrahamserzählungen, Exodustradition oder Königsgeschichten
  • grundlegende Aussagen über Gott in den behandelten Erzählungen, z. B. Gott als Befreier, Begleiter, Wegweiser, Gott sucht die Beziehung zu den Menschen (Offenbarung, Bund), Gott schützt den Menschen gegenüber fremden Machtansprüchen
  • Schwierigkeiten, Probleme, Anfragen in Bezug auf Gott, z. B. aufgrund von Erfahrungen mit Leid und Bösem, aufgrund der Unsichtbarkeit Gottes

ER5 Lernbereich 4: Von Gott erschaffen (ca. 10 Std.)
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • nehmen wahr, dass sie ihr eigenes Leben und die Lebensbedingungen, auf die sie angewiesen sind, nicht selbst hervorgebracht haben, und beschreiben mögliche Konsequenzen für das eigene Lebensgefühl.
  • geben den 1. Glaubensartikel im Wortlaut wieder, setzen sich mit Luthers Auslegung auseinander und erklären die Bedeutung eines gemeinsamen Bekenntnisses für den christlichen Glauben in einfachen Worten.
  • erläutern mögliche Widersprüche zwischen den Aussagen des 1. Glaubensartikels und leidvollem Geschehen in der Welt; sie gehen damit um, dass sich manche Spannungen nicht einfach lösen lassen.
  • deuten zentrale Aussagen aus biblischen Schöpfungstexten und stellen Bezüge zum 1. Glaubensartikel her.
  • erläutern, wie der Glaube an Gott den Schöpfer Hoffnung machen kann, und diskutieren Konsequenzen für den Umgang mit sich selbst und mit anderen.
Inhalte zu den Kompetenzen:
  • Haltung des Empfangens und der Empfänglichkeit als Grundzug des Lebens: Angewiesensein auf andere Menschen und auf Voraussetzungen, die man nicht selbst hervorgebracht hat
  • mögliche Konsequenzen daraus wie Abhängigkeitsgefühl, Gleichgültigkeit, Freude oder Dankbarkeit; dazu ggf. passende Ausschnitte aus Psalmen (z. B. Ps 104,24f., Ps  111,2) oder Liedern
  • Memoriertext: 1. Artikel des Apostolischen Glaubensbekenntnisses
  • Luthers Auslegung des 1. Glaubensartikels im Kleinen Katechismus
  • mögliche Widersprüche im Bild von Gott als gütigem Vater und allmächtigem Schöpfer, z. B. die Frage nach dem Warum von Leid und Bösem, die Frage nach der Gerechtigkeit Gottes, die Frage, ob und wie Gott erkennbar ist
  • biblische Schöpfungstexte: Gen 1,1-2,4a, Gen 2,4b-3,24; ggf. andere Schöpfungs- und Verheißungstraditionen, wie z. B. Ps 136, Jes 65, Gen 8,22
  • Aspekte des Glaubens an Gott, den Schöpfer, z. B. Gott als Bewahrer und Vollender der Welt, der Mensch als Geschöpf und Teil der Schöpfung, Ebenbildlichkeit des Menschen, Auftrag zur Sorge für die Welt und zur Mitgestaltung
  • Konsequenzen des biblisch-christlichen Schöpfungsverständnisses, wie z. B. Würde jedes Menschen, Widerspruch gegen den Zustand der Welt und Hoffnung auf Veränderung, Mitgestaltung der Welt, Grenzen der Machbarkeit

ER5 Lernbereich 5: Spuren des Glaubens (ca. 10 Std.)
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • identifizieren in ihrem Umfeld Spuren von Glaube und Religion und erklären in Ansätzen die Bedeutung von religiösen Ausdrucksformen für das Leben vor Ort.
  • erläutern die Bedeutung ausgewählter Symbole und Zeichen im Kontext des christlichen Glaubens.
  • beschreiben Grundzüge einer Kirchengemeinde und erklären, wie durch ihre Gebäude, durch einzelne Personen oder im Gemeindeleben christlicher Glaube zum Ausdruck gebracht wird.
  • unterscheiden verschiedene Möglichkeiten christlichen Feierns und Innehaltens und erproben diese exemplarisch.
Inhalte zu den Kompetenzen:
  • Spuren und Ausdrucksformen von Glaube und Religion, z. B. in Architektur, im sozialen Leben (Einrichtungen, Beteiligung von Kirche und religiösen Gruppen an öffentlichen Veranstaltungen), im Leben und Wirken einer Person in der Umgebung
  • Symbole und Zeichen wie Kreuz, Taube, Weg, Licht; dazu ggf. Kennzeichen von Symbolsprache: Deutungsoffenheit u. a.
  • Grundzüge einer Kirchengemeinde: Gebäude, Personen, Aspekte von Gemeindeleben, z. B. Aktivitäten, Gottesdienste, Taufe, Abendmahl, Konfirmation, Kasualien; ggf. Kirchenexkursion
  • verschiedene Möglichkeiten christlichen Feierns und Innehaltens, z. B. Andachten zu bestimmten Anlässen, auch im Alltag