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Ethik Vorklasse

gültig ab Schuljahr 2017/18

Eth10 Lernbereich 1: Einführung in die Grundbegriffe der Ethik
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • unterscheiden grundlegende ethische Fachbegriffe sicher und wenden sie im mündlichen und schriftlichen Gebrauch sinnvoll und korrekt an.
  • setzen sich mit der konstituierenden Bedeutung von Werten und Normen für das Gelingen des Zusammenlebens auseinander und hinterfragen deren vergangene und bestehende Ausprägungen kritisch im Hinblick auf Status und Verbindlichkeit.
  • setzen den Tugendbegriff in Zusammenhang mit der eigenen Lebenswirklichkeit sowie dem Umgang mit anderen Menschen in einer sich stetig verändernden Welt.
Inhalte zu den Kompetenzen:
  • Begriffe „Moral“ und „Ethik“; „Handlung“
  • Werte: Begriffsdefinition; z. B. materielle und ideelle Werte, kulturspezifische Aspekte, Wertewandel, Wertekonflikt, Pluralismus der Werte
  • Norm: Begriffsdefinition; z. B. Arten von Normen (Kann-/Soll-/Muss-Normen, Begründung, Funktionen)
  • Tugend: Begriffsdefinition; z. B. Kardinaltugenden (Platon), Mesoteslehre (Aristoteles), Vorstellungen von Tugend in Religionen, Sekundärtugenden, aktuelle Diskussionen (z. B. M. C. Nussbaum)

Eth10 Lernbereich 2: Verantwortung und Gewissen
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • setzen sich mit unterschiedlichen Vorstellungen und Deutungen des Gewissens auseinander und sind sich des Zusammenhangs zwischen Verantwortung und Gewissen bewusst.
  • zeigen in Auseinandersetzung mit Beispielen für vorbildhaftes Handeln Bereitschaft, mündige und verantwortungsbewusste Gewissensentscheidungen zu treffen und auch die ihrer Mitmenschen zu respektieren.
  • nehmen die Herausforderung an, Verantwortung für den eigenen Lebensentwurf sowie das individuelle Entscheiden und Handeln zu übernehmen.
  • verstehen sich selbst im Rahmen der Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Konfliktfeldern als eigenverantwortliches und rücksichtsvolles Mitglied einer funktionierenden, sinnorientierten Gemeinschaft.
  • sehen sich als Teil der globalisierten Welt und sind sich der Möglichkeiten und Grenzen ihres Beitrags zur Lösung globaler Herausforderungen und Probleme bewusst. Sie ziehen daraus Konsequenzen für ihr eigenes Urteilen und Handeln.
Inhalte zu den Kompetenzen:
  • unterschiedliche Deutungen des Gewissens und Faktoren der Gewissensbildung, z. B. Römerbrief (Paulus), Instanzenmodell (S. Freud), „irrendes Gewissen“ (Th. v. Aquin), Sozialisationsinstanzen
  • mindestens ein Beispiel für Menschen mit „wachem Gewissen“ (z. B. Geschwister Scholl, A. Schweitzer, aktuelle oder literarische Beispiele) und ihre Beweggründe für verantwortliches Handeln, z. B. Mitleid, Pflichtbewusstsein, Gerechtigkeitsempfinden
  • Verantwortung für die sinnvolle Gestaltung des eigenen Lebensbereichs, z. B. Lebensentwurf, Selbstverwirklichung, Gesundheit
  • Verantwortung für die Gesellschaft, z. B. Minderheitenschutz, Zivilcourage, Toleranz
  • Verantwortung innerhalb einer globalen Welt, z. B. Nachhaltigkeit, Friedenssicherung

Eth10 Lernbereich 3: Angewandte Ethik
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3.1 oder 3.2 ist zu behandeln.

Eth10 3.1 Medienethik
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • setzen sich kritisch mit ihrer eigenen Mediennutzung auseinander und übertragen die dabei gewonnenen Erkenntnisse eigenverantwortlich auf ihren Alltag.
  • sind sich der Konstruktion von Realität durch die Medien bewusst und durchschauen Mechanismen der Manipulation.
  • setzen sich unter Berücksichtigung des Rechts auf Meinungsfreiheit und der Persönlichkeitsrechte mit journalistischer Berichterstattung oder anderen Beispielen für Aussagen in den Medien auseinander.
  • identifizieren neue Entwicklungstendenzen in den Medien und reflektieren mögliche Chancen und Gefahren.
  • sind sich der Notwendigkeit ethischer Richtlinien im Bereich des Journalismus und der Medien im Allgemeinen bewusst und diskutieren die Frage, ob und wie weit Medien kontrolliert werden sollen.
Inhalte zu den Kompetenzen:
  • eigene Mediennutzung, konkrete Medienformate aus der Lebenswelt der Schüler nach Inhalt, Absicht, Wirkung
  • Konstruktion von Realität (z. B. durch Selektivität, Deutung, Manipulation) und Meinungsbildung, z. B. Werbestrategien, Kriegsberichtserstattung
  • Grenzen der Meinungsfreiheit (z. B. Verletzung der Persönlichkeitsrechte und Menschenwürde, Ehrverletzung, Extremismus, Gewaltverherrlichung) in Journalismus und Kunst, z. B. Musik, Fotografie und Literatur
  • Chancen und Gefahren des technischen Fortschritts und neuer Entwicklungstendenzen, z. B. Ausweitung von Wirkungsbereich und Verbreitungsgeschwindigkeit, Schaffung virtueller Realitäten, Kommerzialisierung, Visualisierungszwang
  • ethische Richtlinien, z. B. Pressekodex, Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien, Landesmedienanstalten

Eth10 3.2 Wirtschaftsethik
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • prüfen die Vorstellung vom homo oeconomicus, um sich ein eigenes Bild der anthropologischen Voraussetzungen wirtschaftlichen Denkens und Handelns zu machen.
  • grenzen Soziale Marktwirtschaft von Liberalismus ab und wägen Stärken und Schwächen beider Wirtschaftsprinzipien aus ethischer Perspektive ab.
  • prüfen Vorstellungen aus K. Marx‘ Wirtschaftstheorie und stellen einen Bezug zu unserer heutigen Wirtschaftswelt her.
  • bilden sich in Auseinandersetzung mit aktuellen Problemen der Wirtschaftsethik eine fundierte Meinung und entwickeln eigene Lösungsansätze für verantwortliches ökonomisches Handeln.
  • reflektieren Möglichkeiten und Grenzen verantwortlichen wirtschaftlichen Handelns und ethischer Standards in der globalisierten Welt.
Inhalte zu den Kompetenzen:
  • homo oeconomicus
  • Liberalismus, Soziale Marktwirtschaft
  • K. Marx, z. B. Vorstellung von entfremdeter Arbeit, Waren- und Geldfetisch
  • aktuelle Themenfelder, z. B. Schattenwirtschaft, Korruption, Lohngerechtigkeit, Zwangsarbeit und Sklaverei
  • Modelle verantwortlichen wirtschaftlichen Handelns, z. B. Global Compact, Fair Trade, Corporate Social Responsibility