Lehrplan PLUS

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Deutsch 12

gültig ab Schuljahr 2018/19

D12 1.1 Verstehend zuhören
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • hören in Gesprächen, auch zu fachspezifischen Themen, aufmerksam zu, um Aussage, Intention und ggf. Argumentation zu erfassen und Wertschätzung auszudrücken. Sie geben mithilfe von strukturierten Mitschriften differenziertes Feedback und bewerten ihr eigenes Gesprächsverhalten.
  • erfassen wesentliche Aussagen aus komplexen gesprochenen literarischen und pragmatischen Texten, indem sie Inhalte in eigenen Worten zusammenfassen, Intentionen darlegen bzw. Strittiges erörtern.

D12 1.2 Zu und vor anderen sprechen
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • lesen bzw. tragen literarische und pragmatische Texte sinn- und formgerecht vor und verdeutlichen damit Inhalt sowie Aussageabsicht. Sie nutzen Möglichkeiten des interpretierenden Vortrags für das Erschließen von literarischen Texten.
  • sprechen, referieren und präsentieren frei, strukturiert, adressatenorientiert sowie themengerecht und wählen bzw. kombinieren je nach Situation sicher erzählende, informierende bzw. argumentierende Formen. Dabei setzen sie Fachwortschatz zielgerichtet ein.
  • informieren souverän über komplexe Themen und Texte und unterstützen ihre Beiträge mit passenden Materialien und Medien.
  • verwenden rhetorische Mittel sicher und setzen nonverbale Mittel gezielt ein, um Zuhörer von ihrer Position zu überzeugen.

D12 1.3 Mit anderen sprechen
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • analysieren, auch mithilfe von Kommunikationsmodellen, eigenes und fremdes Gesprächsverhalten im Hinblick auf erfolgreiche und misslingende Kommunikation (z. B. durch die Analyse aufgezeichneter Gespräche oder von Dramendialogen) und unterscheiden dabei zwischen Sach- und Beziehungsebene. Ferner hinterfragen sie Kommunikationssituationen im Hinblick auf gruppendynamische Prozesse kritisch, um z. B. die Herausbildung von Meinungsführern sowie Lagerdiskussionen zu erkennen.
  • handeln in der jeweiligen Gesprächssituation (z. B. Fachreferat, Diskussion, Simulation eines Gesprächs mit dem Vorgesetzten) verbal und nonverbal gewandt und sicher, z. B. indem sie die Argumente anderer gezielt aufgreifen und die eigene Meinung und den persönlichen Standpunkt differenziert, überzeugend und ggf. unter Berücksichtigung von Einräumungen darstellen. Sie bereiten Diskussionen selbständig vor, auch im Team, und agieren bei der Durchführung partner-, situations- und sachgerecht und fassen Gesprächsergebnisse zusammen.

D12 1.4 Szenisch spielen
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • wenden szenische Verfahren (z. B. Rezitationstechniken, Standbild, Standbildfolgen, szenische Präsentation) zur Interpretation literarischer Texte an. Dabei reflektieren sie die Wirkung der eingenommenen Rolle auf Spieler und Zuschauer.
  • setzen verschiedene szenische Verfahren (z. B. „Heißer Stuhl“, Rollenbiografie, Gerichtsverhandlung, Figurengasse) zur eigenständigen szenischen Gestaltung ein.

D12 2.1 Lesetechniken und -strategien anwenden
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • erschließen komplexe literarische und pragmatische Texte selbständig, erweitern ihr Repertoire an Texten sowie Themen und stellen auf dieser Basis zielgerichtet Zusammenhänge zwischen Texten unterschiedlicher Art her.
  • entwickeln und überprüfen im Leseprozess Verstehensentwürfe und Deutungshypothesen zu literarischen und pragmatischen Texten, reflektieren Mehrdeutigkeit und nutzen Kontextualisierungen für ein differenziertes Textverständnis.
  • setzen dem Leseziel entsprechend gezielt unterschiedliche Lesestrategien (z. B. punktuelles, diagonales, kursorisches oder analytisches Lesen) zur systematischen Erarbeitung und Diskussion zentraler Aussagen in komplexen Texten ein. Sie dokumentieren ihr Textverständnis zielgerichtet in unterschiedlichen Formen, z. B. durch Exzerpte oder Portfolios.

D12 2.2 Literarische Texte verstehen und nutzen
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • erfahren Literatur als Simulationsraum bzw. Gegenentwurf zur Wirklichkeit und damit als Möglichkeit der individuellen und kulturellen Identitätsfindung, indem sie eigene Einstellungen, Verhaltensweisen und Wertvorstellungen diskutieren und sich mit Grundfragen menschlicher Existenz auseinandersetzen.
  • erschließen auf der Basis von Kategorien und Gestaltungsmitteln (u. a. Textgattung, Thema/Konflikt, Figurenrede, Gesprächsverhalten, Handlungsstruktur, Raum- und Zeitgestaltung, sprachliche Besonderheiten, Figurengestaltung) epische, dramatische sowie ggf. lyrische Texte und nutzen ihre Ergebnisse für eine schlüssige Deutung. Sie vergleichen zentrale Themen und Motive.
  • erarbeiten differenziert und zielgerichtet unterschiedliche Kriterien für die Bewertung von Texten (z. B. subjektive Relevanz, zeitgenössische Bedeutsamkeit und ästhetische Qualität) und wenden diese reflektiert an.
  • erschließen und verstehen literarische Texte, indem sie vielfältige handlungs- und produktionsorientierte Verfahren nutzen, z. B. szenisches Interpretieren, Rollenspiel, kreative Schreibformen.
  • begreifen, wie sich u. a. politische und soziale Bedingungen, die Rolle des Individuums oder ggf. der Einfluss divergierender gesellschaftlicher Entwicklungen sowie damit im Zusammenhang stehende Strömungen des 19. und 20. Jahrhunderts (z. B. Realismus, Naturalismus, Moderne, Expressionismus) sowie des 21. Jahrhunderts in exemplarischen Texten niederschlagen. Sie berücksichtigen ggf. Leitideen und Motivik, um ihr Textverständnis zu vertiefen sowie ihre Deutungshypothesen weiterzuentwickeln.
  • erweitern ihr Verständnis von Literatur durch die Auseinandersetzung mit mindestens einer epischen oder dramatischen Ganzschrift aus dem 19., 20. oder 21. Jahrhundert, die durch Bezüge zu bereits gelesenen Texten thematische bzw. motivgeschichtliche Zusammenhänge herstellen. Die Analyse eines Films wird zudem empfohlen.

D12 2.3 Pragmatische Texte verstehen und nutzen
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • werten pragmatische Texte zielgerichtet und differenziert aus und machen die Ergebnisse der Lektüre für den eigenen Erkenntnisprozess und für die Produktion eigener Texte nutzbar.
  • analysieren unterschiedliche pragmatische (informierende und argumentierende) Texte, indem sie ihre Kenntnisse über Textsorten nutzen und den Zusammenhang von Intention, Adressat, Argumentationsweise und sprachlicher Gestaltung verdeutlichen.
  • beurteilen die sprachliche, inhaltliche und gedankliche Qualität von Texten, auch indem sie kriteriengeleitet themengleiche Texte kritisch vergleichen. Sie entwickeln sicher einen eigenen Standpunkt und überprüfen Werthaltungen.
Alltagskompetenzen Alltagskompetenzen

D12 2.4 Weitere Medien verstehen und nutzen
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • nutzen die modernen Informations- und Kommunikationsmedien effizient und verantwortungsbewusst, um geeignete Informationen zu komplexen Themengebieten oder Problemstellungen zu recherchieren, die sie auch zur Meinungsbildung nutzen, z. B. für eine Projektarbeit, eine Präsentation, eine Debatte. Dabei analysieren sie die Informationen im Hinblick auf Seriosität sowie Zitierwürdigkeit und überprüfen die Glaubwürdigkeit der Quellen, die sie korrekt belegen und zitieren.
  • analysieren den Einfluss der modernen Medien auf die Formen der Kommunikation und auf die Sprache (z. B. medienspezifische Schreibstile, Netzkommunikation, Vermischung von Mündlichkeit und Schriftlichkeit, Kombination von Text, Ton und Bild), um das eigene Kommunikationsverhalten zu reflektieren.
  • gestalten adressatengerecht und unter Berücksichtigung der Wesensmerkmale einer Medienart zweckbestimmte Medienprodukte (z. B. Plakat, Flyer, Präsentation, Radiofeature, Filmdokumentation, Audio- oder Video-Podcast, Multimedia-Präsentation) zur kreativen Umsetzung eigener Ideen.
  • analysieren (auch vergleichend) die medienspezifische Darstellung und deren Intention, um Zusammenhänge zwischen Inhalt, Adressat und Gestaltungsmittel zu erfassen. Sie erkennen dabei die mit der Mediennutzung verbundenen Chancen sowie Gefahren (z. B. Abhängigkeit von Algorithmen, Manipulationsversuche, Gewaltdarstellungen, Wirklichkeitsverlust) und entscheiden bewusst, wie ihr digitales Ich in bestimmten Medien in Erscheinung treten soll (auch in Bezug auf den Schutz der Privatsphäre).
  • wenden bei der Untersuchung von Filmen (auch von Literaturverfilmungen) sicher Grundbegriffe der Filmanalyse an, z. B. Kameraeinstellung, Farb-, Licht- sowie Toneinsatz.

D12 3.1 Über Schreibfertigkeiten und -fähigkeiten verfügen
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • wenden die Grundformen schriftlicher Darstellung (Erzählen, Informieren, Argumentieren) selbständig sowie sicher an und kombinieren sie der Schreibsituation und Textsorte angemessen für die individuelle Textproduktion, um auch komplexe Aufgabenstellungen zu bewältigen, z. B. bei der Auseinandersetzung mit vorgegebenen Materialien.
  • setzen adressaten- und situationsgerecht unterschiedliche sprachliche Mittel, auch im kreativen Umgang mit Sprache, zur Textgestaltung ein und bilden dabei ihren eigenen Stil weiter aus, indem sie sich an journalistischen und literarischen Vorbildern orientieren.
  • arbeiten methodisch korrekt, indem sie Aussagen belegen und unterschiedliche Formen der Redewiedergabe reflektiert sowie abwechslungsreich verwenden. Sie geben Quellen vollständig und den wissenschaftlichen Standards gemäß an.

D12 3.2 Texte planen und schreiben
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • nutzen geeignete Schreibstrategien (z. B. assoziatives oder prozessorientiertes Vorgehen), setzen diese eigenständig oder im Team ein und verwenden zielsicher geeignete Informationsquellen sowie kooperative Schreibformen (z. B. Schreibkonferenz) zur gelingenden Konzeption eigener Texte. Sie formulieren ggf. eine adäquate Untersuchungsfrage zu einem komplexen Sachverhalt und stellen den Untersuchungsgang schlüssig dar.
  • strukturieren und gliedern ihre Texte dem jeweiligen Schreibauftrag angemessen, um eine schlüssige Darstellung zu erreichen. Sie wählen geeignete thematische Entfaltungen, um die gedankliche Struktur des Textes der Textfunktion gemäß zu gestalten. Sie bilden die Struktur ihrer Texte ab, indem sie ein angemessenes formales Gliederungssystem verwenden.
  • informieren auf der Basis eigener Recherche bzw. auf der Grundlage unterschiedlicher pragmatischer Texte über fachspezifische Sachverhalte und Probleme.
  • informieren über Inhalt, Struktur, Argumentationsweise, sprachliche Gestaltung und Intention anspruchsvoller pragmatischer Texte, v. a. zu gesellschaftlichen und politischen Themen.
  • informieren über Inhalt, Struktur und besondere sprachlich-stilistische Mittel sowie die erzählerische und dramaturgische bzw. formale Gestaltung (Figuren-, Raum-, Zeitdarstellung, Symbolik, Sprechhandlungen) anspruchsvoller literarischer Texte der Gattungen Epik und Drama (sowie ggf. Lyrik) und vergleichen mithilfe von geeigneten Untersuchungskriterien literarische Texte miteinander. Sie nutzen dazu ggf. weitere Materialien und berücksichtigen den jeweiligen Entstehungskontext.
  • verfassen informierende und argumentierende Texte zu komplexen Fragestellungen in unterschiedlichen Formen (z. B. als Erörterung, Kommentar) mit Bezugnahme auf unterschiedliche Materialien sowie unter besonderer Berücksichtigung des Adressaten- und Situationsbezugs. Sie beleuchten beim Verfassen argumentierender Texte Sachverhalte differenziert, ziehen Schlussfolgerungen bzw. vertreten den eigenen Standpunkt.
  • setzen erzählende oder schildernde Passagen im Rahmen einer handlungs- und produktionsorientierten Auseinandersetzung mit literarischen Texten (z. B. Verfassen eines inneren Monologs) oder im Sinne einer adressatenorientierten thematischen Entfaltung (z. B. zur Veranschaulichung in einem Kommentar) ein.
  • legen ihre Deutungen aus literarischen und pragmatischen Texten differenziert und in der Gedankenführung stimmig dar, um ein tieferes Text- und Themenverständnis zu belegen. Sie berücksichtigen hierbei den jeweiligen kulturellen, historischen oder aktuellen Kontext.

D12 3.3 Texte überarbeiten
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • beurteilen und überarbeiten eigene sowie fremde Texte selbständig und sicher, sie achten insbesondere auf die Geschlossenheit der Darstellung, den logischen Zusammenhang, den Stil und die sprachliche Richtigkeit.
  • wenden verschiedene Techniken und Methoden zur Überarbeitung von Texten selbständig und sicher an.

D12 4.1 Sprachliche Verständigung untersuchen und reflektieren
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • untersuchen und reflektieren Merkmale und Leistungen von Sprach- sowie Stilebenen sowie verschiedene Entwicklungen der Gegenwartssprache (z. B. Sprachwandel, aktuelle Entwicklungstendenzen des Deutschen, Einflüsse aus Fremdsprachen, Dialekte, Soziolekte, Einfluss digitaler Medien), um ihr Sprachbewusstsein zu vertiefen und sich der Wirkung von Sprachstilen bewusst zu werden.
  • analysieren eigenständig die Wirkung sprachlicher Mittel in unterschiedlichen kommunikativen Zusammenhängen, um rhetorische Strategien zu identifizieren und um die eigene Kommunikation wirkungsvoller zu gestalten.
  • untersuchen und reflektieren auf der Basis kommunikationstheoretischer Grundlagen (z. B. Schulz von Thun, Watzlawick) das Gelingen bzw. Misslingen von Kommunikation, auch um das eigene Sprachhandeln zu reflektieren und erfolgreicher zu gestalten.

D12 4.2 Sprachliche Strukturen untersuchen und reflektieren
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • beschreiben und reflektieren Sprache als Mittel der Darstellung sowie Verständigung und vertiefen so ihr Sprachbewusstsein.
  • analysieren Texte und Sprachhandlungen aus unterschiedlichen Kommunikationszusammenhängen auf der Basis eines gesicherten Grammatikwissens und der Kenntnis syntaktischer Merkmale sowie semantischer Kategorien (u. a. Konnotation und Denotation, Antonymie, Synonymie), um deren inhaltliche und sprachliche Qualität einzuschätzen.
  • erweitern ihren aktiven und passiven Wortschatz sowie ihr Ausdrucksvermögen, indem sie sich vertieft mit anspruchsvollen literarischen und pragmatischen Texten auseinandersetzen.

D12 4.3 Richtig schreiben
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • wenden ihr grammatikalisches und orthographisches Regelwissen, Rechtschreibstrategien bzw. Methoden der Fehleranalyse sicher und systematisch für die korrekte Gestaltung von Texten an und beheben individuelle orthographische Schwierigkeiten.
  • verfassen ihre Texte stilistisch angemessen und achten auf angemessene Wortwahl.