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Internationale Betriebswirtschaftslehre und Volkswirtschaftslehre 13 (IW)

gültig ab Schuljahr 2019/20

IBV13 Lernbereich 1: Den Jahresabschluss analysieren und Verfahren der dynamischen Investitionsrechnung nutzen (ca. 32 Std.)
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • ermitteln Kennzahlen zur Beurteilung eines Unternehmens aus den Interessenslagen relevanter Anspruchsgruppen. Dazu bereiten sie den Jahresabschluss des Unternehmens in einer analysegerechten Form auf.
  • führen Bilanz-, Liquiditäts- und Erfolgsanalysen durch, indem sie auf die dazu notwendigen Informationen gezielt zugreifen. Dabei bewerten sie die Kennzahlen kritisch im Hinblick auf Planung, Steuerung und Kontrolle des unternehmerischen Finanzwesens und beurteilen deren Aussagefähigkeit unter Zuhilfenahme geeigneter Vergleichswerte.
  • leiten aus den Ergebnissen der Jahresabschlussanalyse und den finanzwirtschaftlichen Zielen unternehmenspolitische Handlungsempfehlungen ab und bewerten diese kritisch hinsichtlich ihrer Wirksamkeit.
  • berücksichtigen bei Investitions‑ und Finanzierungsentscheidungen den Faktor Zeit.
Inhalte zu den Kompetenzen:
  • Strukturbilanz
  • Bilanzkennzahlen (Anlage‑ und Umlaufquote, Eigen‑ und Fremdkapitalquote, statischer Verschuldungsgrad, Anlagedeckungsgrad I und II, Working Capital);
    Liquiditätskennzahlen (Liquiditätsgrade 1 bis 3);
    Kennzahlen der Finanz‑ und Ertragskraft (Eigen‑ und Gesamtkapitalrentabilität, Leverage‑Effekt, Umsatzrentabilität, Kapitalumschlag, ROI, Cashflow, dynamischer Verschuldungsgrad, EBIT); Kennzahlenvergleich
  • Maßnahmen zur Erreichung finanzwirtschaftlicher Ziele
  • dynamische Investitionsrechenverfahren: Kapitalwertmethode

IBV13 Lernbereich 2: Mithilfe der flexiblen Plankostenrechnung Abweichungen analysieren und die optimale Anpassungsform bei Änderung der Beschäftigung ermitteln (ca. 48 Std.)
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • ermitteln und analysieren auf der Grundlage von Planwerten Abweichungen im Rahmen der flexiblen Plankostenrechnung auf Vollkostenbasis. Zur Veranschaulichung und Auswertung stellen sie die Ergebnisse in Stück‑ und Gesamtbetrachtung grafisch dar. Hierbei decken sie unwirtschaftliches Handeln auf und benennen die Verantwortlichkeiten.
  • unterscheiden im industriellen Fertigungsprozess zwischen leistungsabhängigen und nicht leistungsabhängigen Produktionsfaktoren, erstellen Verbrauchsfunktionen und leiten daraus die Kostenfunktion ab.
  • schätzen ab, wie sich die Kosten bei Veränderung der Kosteneinflussgrößen ändern.
  • unterscheiden bei Änderung der Beschäftigung zwischen konstanter und variabler Betriebsgröße und wählen die für die jeweilige Situation relevanten Anpassungsformen aus. Dabei berücksichtigen sie den Einfluss der fixen Kosten auf die Anpassungsentscheidung.
  • berechnen für die relevanten Anpassungsformen die Kosten und Erlöse, ermitteln hierzu auch die Funktionsterme und ermitteln so den Anpassungsvorschlag, der zur Optimierung des betrieblichen Ergebnisses führt. Dazu stellen sie die Situation auch grafisch dar.
  • berücksichtigen für die Anpassungsentscheidung auch nicht betriebsergebnisrelevante Entscheidungsgrößen und treffen schließlich eine begründete Anpassungsentscheidung.
Inhalte zu den Kompetenzen:
  • Beschäftigungsabweichung, Verbrauchsabweichung, Gesamtabweichung
  • limitationaler Einsatz der Produktionsfaktoren und Produktionsfunktion vom Typ B, linearer Gesamtkostenverlauf
  • Kosteneinflussgrößen: Faktorqualität, Faktorpreise, Fertigungsprogramm, Betriebsgröße und Beschäftigung
  • Anpassungsformen bei konstanter Betriebsgröße: zeitlich, intensitätsmäßig, quantitativ, selektiv;
    Anpassungsformen bei Betriebsgrößenvariation: quantitativ, qualitativ (selektiv und mutativ)
  • Nutzkosten, Leerkosten und Kostenremanenz; grafische Darstellung (Gesamt‑ und Stückbetrachtung), lineare Kostenfunktion
  • nicht betriebsergebnisrelevante Entscheidungsgrößen, z. B. gesellschaftliche Kosten

IBV13 Lernbereich 3: Volkswirtschaftliche Modelle als Grundlage für die Angebotsentscheidung nutzen (ca. 25 Std.)
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • bestimmen den Monopolpreis und die Monopolmenge eines Angebotsmonopolisten, um den maximalen Gewinn zu ermitteln.
  • analysieren die Änderung der Preis‑Absatz‑Funktion im Monopol, um die Marktmacht des Angebotsmonopolisten abzuschätzen.
  • beurteilen Marktversorgung, Preis und Gesamtwohlfahrt mit ihren Teilkomponenten im Angebotsmonopol im Vergleich zum Polypol und ziehen daraus Schlüsse für die Wettbewerbspolitik.
  • analysieren mögliche Verhaltensweisen von Markteilnehmern im Angebotsoligopol und begründen ihre Entscheidungen unter Risikogesichtspunkten.
  • analysieren Maßnahmen der Wettbewerbspolitik, die geeignet sind, ökonomische Marktstrukturen national und international zu kontrollieren und entwickeln so ein Bewusstsein, dass Wettbewerb, bestmögliche Marktversorgung und individuelle Freiheit sich wechselseitig bedingen.
Inhalte zu den Kompetenzen:
  • Monopolarten, Preisbildung im Angebotsmonopol mit linearer und quadratischer Gesamtkostenfunktion (grafische und rechnerische Ermittlung des Cournotschen Punktes sowie der Gesamterlöse, der Gesamtkosten und des Gesamtgewinns)
  • Preiselastizität der Nachfrage
  • kooperatives und nicht‑kooperatives Verhalten im Angebotsoligopol unter Berücksichtigung des Gefangenendilemmas
  • Wettbewerbspolitik: Kartellverbot, Fusionskontrolle, Missbrauchsaufsicht über marktbeherrschende Unternehmen (national und europaweit)

IBV13 Lernbereich 4: Wirtschaftspolitische Instrumente und Maßnahmen beurteilen (ca. 35 Std.)
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • vergleichen wirtschaftspolitische Grundkonzeptionen in Bezug auf allgemeine Kennzeichen, Grundannahmen, Instrumenteneinsatz und Wirkungszusammenhänge und erkennen deren Grenzen.
  • diskutieren die Ansätze der neoklassischen und keynesianischen Arbeitsmarkttheorien und deren Maßnahmen zur Erreichung eines hohen Beschäftigungsstandes.
  • reflektieren absolute und komparative Kostenvorteile als Motiv des Außenhandels und zeigen ein Verständnis für das Ziel eines außenwirtschaftlichen Gleichgewichts.
  • beurteilen die Möglichkeiten der Geldschöpfung und gelangen so zu der Überzeugung, dass diese durch die Zentralbank kontrolliert werden muss, um die Stabilität des Preisniveaus zu gewährleisten. Sie berechnen dabei Geldwertschwankungen mithilfe des Preisindex.
  • analysieren die Einkommens- und Vermögensverteilung ausgewählter Volkswirtschaften unter Gerechtigkeitsgesichtspunkten und diskutieren offen Vorschläge zur Veränderung.
Inhalte zu den Kompetenzen:
  • angebotsorientierte und nachfrageorientierte Wirtschaftspolitik
  • Theorien der absoluten und komparativen Kostenvorteile (inkl. Terms of Trade)
  • Geldschöpfung durch die Zentralbank und durch die Geschäftsbanken (Geldschöpfungsmultiplikator mit Reservesatz und vollständigem Bargeldrückfluss); Inflationsrate, Kaufkraft
  • personelle Einkommens- und Vermögensverteilung national und international (Lorenzkurve, Gini‑Koeffizient); funktionelle Einkommens- und Vermögensverteilung (Lohn- und Gewinnquote); Ansatzpunkte staatlicher Verteilungs- und Sozialpolitik