Lehrplan PLUS

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Mathematik 1/1A/2

Die aufgeführten Kompetenzen beschreiben das Ergebnis eines dreijährigen Lernprozesses.

M Entwicklungsbezogene Kompetenzen
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Die aufgeführten Kompetenzen beschreiben das Ergebnis eines fünfjährigen Lernprozesses. Die Auswahl der angestrebten Kompetenzen trifft die Lehrkraft in pädagogischer Verantwortung auf der Basis der ermittelten Lernausgangslage sowie des individuellen Förderbedarfs der einzelnen Schülerin bzw. des einzelnen Schülers. Die Kompetenzen werden anhand der Inhalte aus den Lernbereichen im Unterricht angebahnt.

M Motorik und Wahrnehmung
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • sind sich des Vorhandenseins von Zahlen in ihrer alltäglichen Umwelt bewusst (z. B. Preisangaben, Nummerierungen etc.) und weisen von ihnen ausgehend zahlreichen taktilen, akustischen und visuellen Wahrnehmungseindrücken situationsangemessen Bedeutung zu.
  • interpretieren durch das Zusammenspiel aller Sinne komplexe Eindrücke aus mathematischen Darstellungen (z. B. Sachaufgaben in akustischer, visueller und/oder taktiler Form), um sie in einen für ihre Lebenswelt bedeutsamen Kontext zu stellen.
  • verknüpfen mathematische Zusammenhänge mit motorischen Erfahrungen, um visuelle Vorstellungen zu komplettieren oder zu kompensieren.
  • benennen Lagebeziehungen im Raum und auf einer Fläche, indem sie visuell oder taktil zwischen dem eigenen Körper und der Umgebung unterscheiden und wenden diese Kenntnisse zur Beschreibung der Lagebeziehung von Gegenständen zueinander an.
  • bilden erprobte Wege der unmittelbaren Umgebung mit Anleitung handelnd in Form von Skizzen oder Modellen (z. B. Zeichenfolie, Bausteine, Sandkasten) ab, um Orientierungsmuster zu erwerben. Sie interpretieren und nutzen zur Orientierung im Raum visuell klar strukturierte bzw. taktile Pläne des Klassenzimmers, des Schulgangs oder des Schulgeländes (z. B. Schwellkopien, Typhlographien, Modelle).
  • schätzen und bestimmen Anzahlen unter Einbezug taktiler Erfahrungen (z. B. Gewicht, Materialbeschaffenheit), um eine realistische Vorstellung von Mengen zu bekommen.
  • die Punktschrift verwenden, erfassen feine taktile Unterschiede in Texturen und auf Oberflächen unter Einsatz der Tastfähigkeit beider Hände und nutzen diese Fähigkeit, um mathematische Punktschriftzeichen zu diskriminieren und Verwechslungen (z. B. spiegelbildlicher Zeichen) zu vermeiden.
  • sind sich aufgrund vielfältiger taktiler und visueller Erfahrungen der Größe von tastbaren Gegenständen in der Wirklichkeit bewusst und entnehmen anhand von Tastbildern oder adaptierten Darstellungen Informationen zu Größen in der Wirklichkeit, die nicht real oder als Modell darstellbar sind.
  • nutzen gezielt Erfahrungen aus dem Umgang mit Materialien aus ihrem schulischen und häuslichen Umfeld, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Körper- und Flächenformen zu erkennen und benennen.

M Denken und Lernstrategien
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • nutzen zur Orientierung im Zahlenraum bis zur Million visuelle und taktile Darstellungen (z. B. Zahlenstrahl im Großformat, taktiler Zahlenstrahl) und wählen das für sie individuell geeignete Anschauungsmittel aus und begründen ihre Wahl.
  • vergleichen und bewerten mit Anleitung in Abhängigkeit von ihren individuellen visuellen Wahrnehmungsvoraussetzungen verschiedene visuelle, taktile oder elektronische Hilfs- und Arbeitsmittel (z. B. Lineaturen, Schreibgeräte, Lupen, Bildschirmlesegeräte) und wählen je nach mathematischer Darstellung oder Aufgabe das individuell passende aus.
  • wählen nach einer Erprobungsphase und in Abhängigkeit von ihren individuellen visuellen Wahrnehmungsfähigkeiten Arbeitsgeräte (z. B. tastbare Meterstäbe, Lineale, Maßbänder, Messbecher, Waagen und Uhren) zum Messen von Länge, Hohlmaß, Gewicht und Zeit aus und setzen sie mit Anleitung im Unterricht ein.
  • nutzen und vergleichen verschiedene Arbeitsmittel für die Darstellung von Formen und Zeichnungen (z. B. Steck- oder Zeichenbrett, Zirkel) und wenden diese unter Anleitung sachgerecht an, um Figuren darzustellen oder zu zeichnen.
  • schreiben Zahlen, Ziffern und Rechenzeichen in der Punkt- oder Schwarzschrift eindeutig und lesbar, indem sie z. B. individuelle Schreibgeräte verwenden, die Größe der Lineaturen nach dem individuellen Vergrößerungsbedarf auswählen sowie in Punktschrift den Gliederungspunkt bei der Schreibung großer Zahlen beachten.
  • wählen ein ihren visuellen oder taktilen Wahrnehmungsmöglichkeiten entsprechendes System aus farbigen, akustischen und/oder grafischen Symbolen zur Orientierung innerhalb einer Aufgabe und zur Kennzeichnung von mathematischen Strukturen oder Merkmalen von geometrischen Körpern an.
  • die mit Punktschrift arbeiten, verwenden die Zeichen der Mathematikschrift, die in der Marburger Systematik festgelegt sind. Schreibweise von Zahlen, Brüchen und Größen, Maßzahl und Maßeinheit mit Betonungszeichen, Bruchschreibweise mit tiefgestelltem Nenner, ggf. Eurobraille bei Einsatz des Computers, sicher.
  • wählen nach einer Erprobungsphase für sie individuell geeignete Materialien, wie Plättchen, logische Blöcke zum Erstellen von Parkettierungen, aus und erklären Gesetzmäßigkeiten anhand von Arbeitsmaterialien, Tastbildern und Punktschriftdarstellungen.
  • stellen die einzelnen Rechenschritte der schriftlichen Rechenverfahren aus Gründen der Übersichtlichkeit und der Korrekturmöglichkeiten mit blinden- und sehbehindertenspezifischen Anschauungs- und Hilfsmitteln, z. B. Wiener Rechenkasten, dar.
  • sind sich der Bedeutung von Bezugsgrößen (z. B. bekannte Strecken, Zeitspannen, Gewichte) bei der Lösung von Sachsituationen bewusst und setzen sie richtig ein, um plausible Ergebnisse zu erzielen.
  • schätzen ein, welche Menge an Daten für sie überschaubar ist und reduzieren diese ggf., um den Überblick bei der Strukturierung derselben zu ermöglichen, achten aber darauf, dass die Aufgabe sinnvoll und lösbar bleibt.
  • schätzen den zeitlichen Aufwand mathematischer Aufgaben ein, um ihr Arbeitstempo den Anforderungen anzupassen.
  • beschreiben den Vorteil, den das Memorieren von Zahlen im Vergleich zur Notation von Zwischenergebnissen bietet und erproben diese Arbeitsform in vielfältigen Situationen.
  • ordnen und unterscheiden Münzen und Geldscheine auch anhand ihrer tastbaren Merkmale bzw. mithilfe des Geldscheinmessers und bewahren diese strukturiert, z. B. in Münzboxen oder Geldbeuteln mit vielen Fächern, auf.

M Kommunikation und Sprache
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • sind sich des hohen Anteils visueller Informationen bei der Darstellung von Sachaufgaben, z. B. in Form von Bildern, Tabellen und Grafiken, bewusst und nutzen optische Hilfsmittel, taktile Darstellungen und / oder Erklärungshilfen und Verbalisierungen der Lehrkraft, um visuell dargebotene Informationen zu erfassen und in die Lösung von Sachaufgaben einzubeziehen.
  • komplettieren visuelle und/oder taktile Eindrücke, indem sie unter Verwendung von Fachbegriffen Fragen stellen oder konkrete Hilfestellung, z. B. im Umgang mit Flächenformen oder Körpern, erbitten.

M Emotionen und soziales Handeln
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • nutzen die Erfahrung, komplexe Aufgaben zu lösen, um ein positives Selbstkonzept aufzubauen und um weitere mathematische Herausforderungen erfolgreich zu bewältigen.
  • wenden die Erkenntnisse aus der Einteilung des Ziffernblatts auch im Alltag an, z. B. bei der Organisation des Arbeitsplatzes/Essplatzes.
  • handeln in ihrem sozialen Umfeld kompetent mithilfe mathematischer Hilfsmittel.

M 1.1 Zahlen strukturiert darstellen und Zahlbeziehungen formulieren
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Kompetenzerwartungen und Inhalte

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • unterscheiden die Bedeutungen von Zahlen aus ihrer Umwelt (Zahlen als Mächtigkeiten von Mengen, als Zählzahlen, Platznummern, Maßzahlen und Kodierungen, z. B. Telefonnummern).
  • orientieren sich im Zahlenraum bis Hundert durch flexibles Zählen (vorwärts, rückwärts, in Schritten); sie ordnen und vergleichen Zahlen und begründen Beziehungen zwischen Zahlen (z. B. gerade – ungerade, Nachbarzahlen) auch anhand des Zahlenstrahls und der Hundertertafel.
  • erkennen und nutzen die 5er- und 10er-Struktur, um Mengen schnell zu erfassen (z. B. am Zwanzigerfeld und am Hunderterfeld).
  • nutzen planvoll und systematisch die Struktur des Zehnersystems (Bündelung, Stellenwert) und führen Zahldarstellungen (z. B. Stellenwertschreibweise, Stufenschrift: 34 → 3Z 4E, Zahlwort, Einerwürfel/Zehnerstangen) ineinander über, um sicher über das dekadische Stellenwertsystem zu verfügen.
  • schätzen und bestimmen Anzahlen und vergleichen Zahlen im Zahlenraum bis Hundert unter Verwendung der Begriffe ist größer als, ist kleiner als, ist gleich, mehr und weniger sowie der Rechenzeichen >, < und =, um eine Vorstellung von Größenordnungen zu bekommen.
  • zerlegen Zahlen im Zahlenraum bis Hundert additiv (z. B. 10 = 1 + 9; 10 = 9 + 1; 32 = 30 + 2) und erläutern dabei Zusammenhänge mithilfe von strukturierten Darstellungen (z. B. Zwanzigerfeld, Hunderterfeld, Hundertertafel und Einerwürfel/Zehnerstangen).
  • schreiben Ziffern und Zahlen deutlich und achten bei Rechnungen und anderen Notizen (z. B. in Skizzen, Tabellen) auf eine übersichtliche Schreibweise, um Rechenfehlern vorzubeugen.
Für den Förderschwerpunkt Sehen

Kompetenzerwartungen und Inhalte:

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • nutzen zur Orientierung im Zahlenraum bis Hundert konkrete Anschauungsmaterialien (z. B. Hunderterfeld, Steckbrett, Zählmaschine).
  • schätzen und bestimmen Anzahlen anhand konkreter Materialien, stellen Zusammenhänge von Zahlen mithilfe strukturierter visueller oder taktiler Darstellungen (z. B. Zählmaschine, Fächerplatte) dar und schreiben Zahlen und Ziffern in Schwarzschrift oder in Punktschrift deutlich.
  • wenden Erfahrungen aus dem Umgang mit visuellen und taktilen Strukturierungshilfen zur Erfassung des Dezimalsystems an, um die Struktur des Zehnersystems (Bündelung, Stellenwert) planvoll und systematisch zu nutzen, führen Zahldarstellungen (z. B. Stellenwertschreibweise, Stufenschrift: 34 → 3Z 4E, Zahlwort, Einerwürfel/Zehnerstangen) ineinander über und verfügen sicher über das dekadische Stellenwertsystem.

M 1.2 Im Zahlenraum bis Hundert rechnen und Strukturen nutzen
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Kompetenzerwartungen und Inhalte

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • ordnen den vier Grundrechenarten jeweils verschiedene Handlungen und Sachsituationen zu und umgekehrt (Addition als Vereinigen oder Hinzufügen; Subtraktion als Wegnehmen, Ergänzen oder Bestimmen des Unterschieds; Multiplikation als zeitlich-sukzessives Vervielfachen oder räumlich-simultane Gegebenheit; Division – auch mit Rest – als Aufteilen oder Verteilen); sie begründen damit Zusammenhänge zwischen den Grundrechenarten.
  • wenden die Zahlensätze des Einspluseins bis Zwanzig sowie deren Umkehrungen (z. B. 9 – 7 = 2 als Umkehrung von 2 + 7 = 9) automatisiert und flexibel an, wobei sie ihre Kenntnisse auf analoge Plus- und Minusaufgaben übertragen.
  • wenden Kernaufgaben des kleinen Einmaleins (Einmaleinssätze mit 1, 2, 5, 10 und die Quadratsätze), deren Umkehrungen (z. B. 14 : 7 = 2 oder 14 : 2 = 7 als Umkehrungen von 2 ∙ 7 = 14) sowie Malaufgaben mit 0 automatisiert und flexibel an.
  • nutzen die Kernaufgaben des kleinen Einmaleins (Einmaleinssätze mit 1, 2, 5, 10 und die Quadratsätze) zur Lösung weiterer Aufgaben (z. B. 9 ∙ 8 → 9 ∙ 8 = 10  ∙ 8 – 1 ∙ 8 → 9 ∙ 8 = 80 - 8 = 72).
  • nutzen Rechenstrategien (Rechnen in Schritten, Umkehr- und Tauschaufgaben, analoge Aufgaben, Nachbaraufgaben) sowohl im Zahlenraum bis 20 als auch im Zahlenraum bis 100, vergleichen sowie bewerten Rechenwege und begründen ihre Vorgehensweisen.
  • überprüfen, ob Ergebnisse plausibel und richtig sind; sie finden, erklären und korrigieren Rechenfehler.
  • erkennen, beschreiben und entwickeln arithmetische Muster (z. B. fortgesetzte Addition einer Zahl, gleich- und gegensinniges Verändern) und setzen diese folgerichtig fort.
Für den Förderschwerpunkt Sehen

Kompetenzerwartungen und Inhalte:

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • veranschaulichen die vier Grundrechenarten anhand von konkretem Anschauungsmaterialien (z. B. Perlen, Muggelsteine, Steckwürfel).

M 1.3 Sachsituationen und Mathematik in Beziehung setzen
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Kompetenzerwartungen und Inhalte

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • entnehmen relevante Informationen aus alltagsnahen Quellen (z. B. aus Bildern, Erzählungen, Handlungen, einfachen Texten) und formulieren dazu mathematische Fragestellungen.
  • zeigen Zusammenhänge zwischen einfachen Sachsituationen und den entsprechenden Rechenoperationen auf und beschreiben diese auch im Austausch mit anderen.
  • entwickeln, wählen und nutzen einfache Darstellungsformen (z. B. Skizzen, Tabellen, geeignetes Material zum Veranschaulichen und Handeln wie Plättchen oder Einerwürfel/Zehnerstangen) für das Bearbeiten mathematischer Probleme.
  • entwickeln und nutzen einfache Strategien zur Problemlösung (z. B. systematisches Probieren).
  • finden mathematische Lösungen zu Sachsituationen, vergleichen und begründen ihre Lösungswege auch im Austausch mit anderen (z. B. in Rechenkonferenzen) und wertschätzen deren Lösungswege.
  • bestimmen die Anzahl der verschiedenen Möglichkeiten bei einfachen kombinatorischen Aufgabenstellungen durch Probieren (z. B. mögliche Kombinationen von 2 T-Shirts und 3 Hosen) und stellen Ergebnisse strukturiert dar (z. B. in Skizzen oder in Tabellen).
Für den Förderschwerpunkt Sehen

Kompetenzerwartungen und Inhalte:

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • entnehmen relevante Informationen aus tastbaren oder vergrößerten Darstellungen.
  • nutzen bei kombinatorischen Aufgabenstellungen konkrete visuelle und taktil differenzierbare Materialien sowie zur Ergebnisdarstellung geeignete Materialien, z. B. das Steckbrett.

M 2.1 Sich im Raum orientieren
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Kompetenzerwartungen und Inhalte

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • verwenden die Lagebegriffe links/rechts, neben, zwischen, oben/unten, vor/hinter, über/unter, auf/unter und hinten/vorne, um die Lage von Gegenständen bezüglich des eigenen Körpers und Lagebeziehungen von Gegenständen im Raum treffend zu beschreiben.
  • beschreiben nachvollziehbar den Verlauf von Wegen in der unmittelbaren räumlichen Umgebung und verfolgen Wege nach Anweisung sowohl handelnd als auch in ihrer Vorstellung.
  • nehmen praktisch und in der Vorstellung verschiedene Perspektiven ein, um Ansichten und Lagebeziehungen (von vorne, von hinten, von links, von rechts, von oben, von unten) zu beschreiben.
  • beschreiben Ergebnisse von Handlungen (z. B. Falten, Zerlegen, Drehen, Zusammenfügen), die an Flächenformen praktisch und in der Vorstellung durchgeführt werden.
Für den Förderschwerpunkt Sehen

Kompetenzerwartungen und Inhalte:

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • setzen zum Beschreiben von Wegen sowie bei der Umsetzung von Anweisungen Erfahrungen aus dem Bereich Orientierung und Mobilität ein (z. B. Leitlinien, markante Punkte, Aufbau von Gebäuden und Klassenzimmern).
  • nutzen zur Perspektivübernahme bewusst ihre visuellen und taktilen Wahrnehmungsfähigkeiten und beschreiben Lagebeziehungen in Abhängigkeit von denselben.
  • ziehen zur Beschreibung von Handlungsergebnissen Unterstützungsangebote heran, um ihre visuellen und taktilen Eindrücke zu komplettieren.

M 2.2 Geometrische Figuren benennen und darstellen
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Kompetenzerwartungen und Inhalte

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • vergleichen, beschreiben und sortieren Flächen- und Körperformen nach selbst gefundenen und vorgegebenen Kriterien (z. B. … kann rollen oder … kann kippen, Anzahl der Ecken und Kanten, Art der Begrenzungsflächen).
  • vergleichen und beschreiben die Eigenschaften von Flächenformen mithilfe der Fachbegriffe Ecke und Seite sowie die Eigenschaften von Körperformen mithilfe der Fachbegriffe Ecke, Kante und Seitenfläche und stellen entsprechende Beziehungen her.
  • ordnen die Begriffe Dreieck, Kreis und Viereck – hier insbesondere Quadrat und Rechteck – den jeweiligen Flächenformen korrekt und routiniert zu.
  • beschreiben Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Vierecken und bestimmen Rechtecke als besondere Vierecke sowie Quadrate als besondere Rechtecke.
  • ordnen die Begriffe Zylinder, Prisma, Quader, Würfel, Kegel, Pyramide und Kugel den jeweiligen Körperformen korrekt und routiniert zu.
  • beschreiben wesentliche Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Quadern und bestimmen Würfel als besondere Quader.
  • erzeugen ebene Figuren (z. B. durch Legen, Falten, Spannen am Geobrett) sowie Körperformen (z. B. durch Kneten) und beschreiben sie.
Für den Förderschwerpunkt Sehen

Kompetenzerwartungen und Inhalte:

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • verwenden zur Unterscheidung und zum Sortieren von Flächen- und Körperformen taktil differenzierbares Material.

M 2.3 Geometrische Abbildungen erkennen und darstellen
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Kompetenzerwartungen und Inhalte

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • zeichnen ebene Figuren frei und mit Lineal in Gitternetzen, aber auch ohne strukturelle Hilfe nach und vergleichen die jeweilige Zeichnung mit der Vorlage, um die Eigenschaften der Figuren bewusst wahrzunehmen und wiederzugeben.
  • beschreiben Merkmale achsensymmetrischer Figuren (z. B. zwei „gleiche“ Hälften) und überprüfen die Achsensymmetrie sowohl durch Falten als auch durch Kontrolle mit dem Spiegel.
  • erzeugen einfache achsensymmetrische Figuren (z. B. durch Spannen am Geobrett, Falten oder Klecksen) und beschreiben diese mithilfe der Fachbegriffe achsensymmetrisch und Symmetrieachse.
Für den Förderschwerpunkt Sehen

Kompetenzerwartungen und Inhalte:

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • zeichnen und vergleichen ebene Figuren in Abhängigkeit von ihren individuellen visuellen und taktilen Wahrnehmungsfähigkeiten und wenden bei Bedarf Hilfsmittel (z. B. adaptierte Lineale) an. Sie beschreiben Merkmale achsensymmetrischer Figuren unter Einbezug taktiler Erfahrungen (z. B. Symmetrie am Körper, Symmetrie in Punktschriftzeichen) und nutzen zur Überprüfung von Achsensymmetrie Hilfsmittel (z. B. Messinstrumente) sowie zur Erzeugung einfacher achsensymmetrischer Figuren (z. B. Wiener Rechenkasten, Punktschriftmaschine).

M 2.4 Geometrische Muster untersuchen und erstellen
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Kompetenzerwartungen und Inhalte

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • erstellen Anordnungen aus Körpern und geometrische Muster aus ebenen Figuren, um ihre Kenntnisse (z. B. über Flächenformen) zu vertiefen. Dabei vergleichen und beschreiben sie ihre Vorgehensweise.
  • bestimmen und beschreiben Gesetzmäßigkeiten (z. B. Wiederholungen) in geometrischen Mustern und setzen diese fort.
Für den Förderschwerpunkt Sehen

Kompetenzerwartungen und Inhalte:

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • nutzen zur Erstellung und Untersuchung visuell adaptiertes oder taktil wahrnehmbares Material (z. B. tastbare Reihen, Punktschriftmaschine).

M 2.5 Flächeninhalte/Umfänge bestimmen und vergleichen
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Kompetenzerwartungen und Inhalte

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • ermitteln und vergleichen Flächeninhalte ebener Figuren durch das Auslegen mit Einheitsflächen oder durch das Zerlegen in Teilflächen und erklären ihre Vorgehensweise.
  • vergleichen den Umfang ebener Figuren entweder durch Nachlegen (z. B. mit Streichhölzern oder mit Wollfäden) und anschließendem Zerlegen in Teilstücke oder durch Nachzeichnen am Gitternetz.
Für den Förderschwerpunkt Sehen

Kompetenzerwartungen und Inhalte:

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • nutzen im Umgang mit Flächen und Figuren ggf. taktile Strategien (z. B. das Abzählen von fühlbaren Kästchen oder Löchern am Koordinatensteckbrett, das Umspannen tastbarer Schablonen mit Wachsfäden oder Blumendraht).

M 3.1 Messhandlungen durchführen
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Kompetenzerwartungen und Inhalte

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • messen Größen mit selbst gewählten Maßeinheiten, geben ihre Messergebnisse mit Maßzahl und der verwendeten Maßeinheit an (z. B. 2 Daumenbreiten, 5 Handspannen, 3 Fuß) und vergleichen Messergebnisse.
  • messen Längen und Zeitspannen mit geeigneten Messgeräten (z. B. Lineal, Maßband, Uhr, Kalender) und geben Messergebnisse mit Maßzahl und standardisierten Maßeinheiten an (Meter und Zentimeter, Stunde und Minute, Woche, Monat, Jahr).
  • benennen und unterscheiden Münzen und Geldscheine und sind damit in der Lage, Geldbeträge in Euro und Cent zu bestimmen und zu vergleichen.
  • verwenden Abkürzungen zu den standardisierten Maßeinheiten (m und cm, h und min, € und ct) und notieren Messergebnisse in ganzzahligen Maßzahlen, bei € und ct sowie m und cm auch in gemischter Schreibweise (z. B. 9 € 30 ct oder 2 m 15 cm).
  • vergleichen Messhandlungen und -ergebnisse beim Messen mit selbst gewählten und standardisierten Maßeinheiten und beurteilen deren Vor- und Nachteile.
  • lesen Uhrzeiten ab und bestimmen einfache Zeitspannen über Anfangs- und Endzeitpunkt (z. B. vor vier Stunden, drei Stunden später).
Für den Förderschwerpunkt Sehen

Kompetenzerwartungen und Inhalte:

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • verwenden im Umgang mit Längen, Zeitspannen sowie Münzen und Geldscheinen auch adaptierte Messgeräte und Hilfsmittel(z. B. adaptierte Lineale, Maßbänder, Uhren, Kalender, Geldscheinmesser, Münzbox).

M 3.2 Größen strukturieren und Größenvorstellungen nutzen
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Kompetenzerwartungen und Inhalte

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • schätzen Größen unter Verwendung von sicher abrufbaren Bezugsgrößen aus ihrer Erfahrungswelt und überprüfen – sofern möglich – ihre jeweilige Abschätzung durch Messen (z. B. Bezugsgröße Tafelhöhe: 1 m → Abschätzung Türhöhe: 2 m).
  • vergleichen und ordnen Geldbeträge, Längen und Zeitspannen unter Verwendung der Begriffe weniger/mehr, kleiner/größer und kürzer/länger.
  • ordnen Geldscheine und Münzen nach dem jeweiligen Wert, wechseln Geldbeträge und stellen sie auf unterschiedliche Weise dar (z. B. 10 € dargestellt als fünf 2 €-Münzen oder als ein 5 €-Schein, drei 1 €-Münzen und eine 2 €-Münze etc.).
Für den Förderschwerpunkt Sehen

Kompetenzerwartungen und Inhalte:

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • nutzen zum Vergleichen und Ordnen von Geldbeträgen und Längen konkretes Anschauungsmaterial.

M 3.3 Mit Größen in Sachsituationen umgehen
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Kompetenzerwartungen und Inhalte

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • entnehmen Informationen zu Größen aus verschiedenen Quellen (z. B. Bilder, Erzählungen, Handlungen, einfache Texte) und beschreiben diese im Austausch mit anderen.
  • lösen Sachsituationen mit Größen und nutzen dabei bekannte Bezugsgrößen aus ihrer Erfahrungswelt (z. B. bei Fermi-Aufgaben) und sinnvolle Bearbeitungshilfen (z. B. Rollenspiel, Zeichnungen, einfache Skizzen).
  • überprüfen nachvollziehbar die Plausibilität der Lösung von Sachproblemen mit Größen unter Rückbezug auf den Sachzusammenhang (z. B. Kann es sein, dass ein Eis 40 € kostet?).
Für den Förderschwerpunkt Sehen

Kompetenzerwartungen und Inhalte:

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • setzen verschiedene tastbare Materialen (z. B. Tastbilder) zur Informationsgewinnung und zum Erstellen von Lösungshilfen ein.

M 4.1 Daten erfassen und strukturiert darstellen
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Kompetenzerwartungen und Inhalte

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • sammeln und vergleichen Daten (z. B. Lebensalter der Mitschülerinnen und Mitschüler) aus ihrer unmittelbaren Lebenswirklichkeit (z. B. durch Befragung von Personen, durch Beobachtungen zum Wetter) und stellen sie in Strichlisten, einfachen Schaubildern und Tabellen strukturiert dar.
  • entnehmen relevante Daten und Informationen aus verschiedenen Quellen (z. B. Kalender, einfache Tabellen oder Schaubilder) und beschreiben deren Bedeutung.
  • formulieren zu einfachen Tabellen und Schaubildern, auch im Austausch mit anderen, mathematisch sinnvolle Fragen und ziehen Daten zur Beantwortung heran (z. B. zur Frage: Wie viele Kinder in unserer Klasse haben Haustiere?).
Für den Förderschwerpunkt Sehen

Kompetenzerwartungen und Inhalte:

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • nutzen zur Informationsentnahme aus Datenmaterial visuell adaptierte oder taktile Schaubilder und Tabellen, Graphen auf Steckbrettern, Schwellkopien und Typhlographien als Quellen.

M 4.2 Zufallsexperimente durchführen und Wahrscheinlichkeiten vergleichen
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Kompetenzerwartungen und Inhalte

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • führen einfache Zufallsexperimente (z. B. Ziehen von Kugeln aus verschiedenen Säckchen) durch, um sie gemeinsam zu vergleichen, und ziehen einfache Schlüsse (z. B. In einem weißen und einem schwarzen Säckchen sind gleich viele Kugeln; im weißen Säckchen ist die Anzahl der roten Kugeln größer. Also ist die Chance, eine rote Kugel zu ziehen, beim weißen Säckchen größer als beim schwarzen.).
  • verwenden zur Beschreibung einfacher Zufallsexperimente die Grundbegriffe sicher, möglich und unmöglich sowie die Begriffe wahrscheinlich und unwahrscheinlich in ihrer alltagssprachlichen Bedeutung.
Für den Förderschwerpunkt Sehen

Kompetenzerwartungen und Inhalte:

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • führen einfache Zufallsexperimente mit taktilen Materialien (z. B. Kugeln oder Plättchen in unterschiedlichen Tastqualitäten, gut tastbare Würfel, adaptierte Glücksräder) durch, die eindeutig voneinander zu unterscheiden sind, um sie gemeinsam zu vergleichen, und ziehen einfache Schlüsse (z. B. In einem Säckchen und in einer Kiste sind gleich viele Würfel, im Säckchen sind mehr Würfel aus Holz. Also ist die Chance, einen Würfel aus Holz zu ziehen beim Säckchen höher).