Lehrplan PLUS

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Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung München

Wirtschaft und Beruf M10

WiB10 Entwicklungsbezogene Kompetenzen
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Die Auswahl der angestrebten Kompetenzen trifft die Lehrkraft in pädagogischer Verantwortung auf der Basis der ermittelten Lernausgangslage sowie des individuellen Förderbedarfs der einzelnen Schülerin bzw. des einzelnen Schülers. Die Kompetenzen werden vernetzt mit den Kompetenzerwartungen aus dem LehrplanPLUS der Mittelschule im Unterricht angebahnt.

WiB10 Motorik und Wahrnehmung
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • organisieren ihre Wege, u. a. zum Praktikum und zu Beratungsstellen, und nehmen bei Bedarf Hilfen wie Mobilitätstraining oder Fahrdienste in Anspruch.
  • orientieren sich am Praktikumsplatz und innerhalb des Betriebs, indem sie individuelle, erprobte Ordnungsstrategien systematisch und situationsbezogen anwenden (z. B. Arbeitsplatz vorbereiten und aufräumen).
  • setzen die eigene Unterschrift in Schwarzschrift an die richtige Stelle des jeweiligen Schriftstücks.
  • setzen Kompetenzen im Umgang mit technischen Hilfen zur Orientierung und Mobilität und zum Bewältigen von Aufgaben in berufsbezogenen Kontexten selbständig ein.

WiB10 Denken und Lernstrategien
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • schätzen ihre persönliche Leistungsfähigkeit unter Berücksichtigung ihrer individuellen visuellen Wahrnehmungsfähigkeiten ein und setzten diese mit den Anforderungen ihres Praktikums- oder Ausbildungsplatzes in realistischer Weise in Bezug.
  • nutzen individuelle visuelle oder taktile Methoden, um Ergebnisse von Betriebserkundungen sowie eigene Erfahrungen im Praktikum zu sammeln, zu dokumentieren und zu präsentieren.
  • beurteilen vor dem Hintergrund ihrer individuellen visuellen Wahrnehmungsfähigkeiten ihre berufsbezogenen Erfahrungen, setzten diese mit ihren persönlichen Berufsvorstellungen in Beziehung und berücksichtigen sie im Berufswahlprozess.
  • nutzen bewusst Strategien (Tast-, Hör-, Gedächtnisstrategien) zur Erfassung komplexer visueller Angebote in berufsbezogenen Kontexten.
  • wenden Kenntnisse in den Bereichen persönliches Budget und unterstützte Beschäftigung an.
  • nutzen die Erweiterung ihrer Schriftkenntnisse (u. a. Computerbraille, Kurzschrift, Mathematikschrift) für arbeitsplatzbezogene Prozesse.
  • übertragen grundlegende Strategien aus dem Bereich Orientierung und Mobilität und lebenspraktische Fertigkeiten auf die beruflichen Aufgaben.
  • begegnen Schwierigkeiten im Bereich Beruf, die sich im Zusammenhang mit ihren individuellen visuellen Wahrnehmungsfähigkeiten ergeben, konstruktiv, indem sie Problemlösestrategien erproben und bewerten.
  • wählen aufgabenbezogen spezifische visuelle oder taktile Arbeitstechniken sowie individuelle visuelle oder taktile Hilfsmittel und Medien aus. Sie schätzen die Möglichkeiten und die Grenzen des Einsatzes der spezifischen visuellen und taktilen Arbeitstechniken sowie individueller Hilfsmittel und Medien ein und beschreiben diese.

WiB10 Kommunikation und Sprache
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • sprechen in angemessener Form mit Praktikumsbegleitern und Kollegen und informieren diese bei Bedarf über ihre individuellen Schwierigkeiten und visuellen Bedürfnisse.
  • informieren sich und andere über mögliche Einschränkungen in der Berufswahl, die sich aus der visuellen Wahrnehmungsfähigkeit ergeben.
  • schätzen ein, wann und in welcher Form sie Informationen über ihren Status als Mensch mit Behinderung geben.
  • geben situationsangemessen über benötigte Hilfsmittel, deren Finanzierungsmöglichkeiten sowie gggf. über den eigenen Assistenzbedarf Auskunft.
  • analysieren Kommunikationsprozesse, beschreiben potenzielle Barrieren und sammeln Erfahrungen bezüglich verschiedener Kommunikationsprozesse (z. B. in Rollenspielen).
  • begründen ihre Entscheidung für die Nutzung spezifischer Schriftsysteme (z. B. Punktschrift, Computerbraille, Schwarzschrift etc.) und wenden entsprechende Arbeitstechniken an.

WiB10 Emotionen und soziales Handeln
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • pflegen einen höflichen Umgang im täglichen Leben und achten auf die den Anforderungen gemäße Kleidung. Dazu nehmen sie Rückmeldungen in Bezug auf ihr Erscheinungsbild und Auftreten an.
  • gehen achtsam mit individuellen Arbeits- und Hilfsmitteln in berufsbezogenen Kontexten um.
  • beachten und berücksichtigen die Bedürfnisse anderer am Arbeitsplatz und finden Lösungen, wenn diese im Konflikt mit ihren individuellen Unterstützungsbedürfnissen stehen.
  • reflektieren ihre berufsbezogenen Zusammenarbeit sowie Arbeitsergebnisse und entwickeln mögliche Handlungsalternativen für Situationen, in denen sie sich aufgrund ihrer Einschränkungen unsicher fühlen.
  • nehmen Hilfe und Rückmeldungen bei der Auswahl eines geeigneten Bewerbungsfotos und des optischen Erscheinungsbildes ihrer Bewerbungsmappe in Anspruch (Schülerinnen und Schüler mit Blindheit).
  • wirken bei der Anpassung von Arbeitsbedingungen durch individuelle Hilfsmittel und Arbeitstechniken aktiv mit, indem sie ihren individuellen Unterstützungsbedarf formulieren.
  • beschreiben die positiven Aspekte für das Selbstkonzept, die sich aus einer realistischen Einschätzung ihrer beruflichen Möglichkeiten ergeben.

WiB10 Lernbereich 1: Projekt
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • wenden im Projekt die Leittextmethode selbständig an (z. B. in einer Schülerfirma, in einem Planspiel). Sie bringen eigene Themenvorschläge ein und formulieren ggf. eigene Leittexte hierzu.

Inhalte zu den Kompetenzen:

  • projektspezifische Arbeitsweisen
  • Projekt nach dem Prinzip einer vollständigen Handlung: Projektinitiative, ‑planung, ‑durchführung, ‑präsentation, ‑reflexion
  • Leittextmethode

WiB10 Lernbereich 2: Berufsorientierung
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • dokumentieren, reflektieren und verwalten aktuell, selbständig und abschließend den eigenen Berufswahlprozess, auch im Hinblick auf den eigenen Lebensplanentwurf.
  • verschaffen sich einen Überblick über das erweiterte berufliche Spektrum nach dem mittleren Schulabschluss, den regionalen und überregionalen Arbeitsmarkt sowie über weitere schulische Wege mithilfe selbständig genutzter berufswahlunterstützender Beratungsangebote.
  • vergegenwärtigen sich Existenzgründung und unternehmerische Selbständigkeit als mögliches Langzeitziel.
  • überarbeiten ggf. ihre sach- und formgerecht erstellte und inhaltlich vollständige Bewerbungsmappe für einen Ausbildungsplatz und erproben Vorstellungsgespräche. Dabei überprüfen sie ihre inhaltliche und organisatorische Vorbereitung sowie ihre persönliche Wirkung durch Kleidung, Gestik, Mimik und Sprache.

Inhalte zu den Kompetenzen:

  • Berufswahlportfolio
  • Bewerbungsmappe für einen Ausbildungsplatz (auch online)
  • Vorstellungsgespräch
  • unternehmerische Selbständigkeit
  • weiterführende Schulen
  • regionaler und überregionaler Ausbildungsmarkt

WiB10 Lernbereich 3: Wirtschaft
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • analysieren die regionale Wirtschafts- und Infrastruktur, indem sie die charakteristischen Merkmale von bedeutsamen Unternehmen der Region in einer Zusammenschau darstellen.
  • vergleichen wichtige wirtschaftliche Standortfaktoren miteinander und ermitteln die Gründe für regionalen wirtschaftlichen Strukturwandel.
  • recherchieren und bewerten mögliche und bereits getroffene Maßnahmen zur Standortsicherung und Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur (z. B. Förderung der Existenzgründung, Schaffen und Sichern von Arbeitsplätzen, Optimierung weicher Standortfaktoren).
  • recherchieren und beurteilen die Verflechtungen des regionalen Wirtschaftsraums mit dem globalen Markt.
  • stellen an Beispielen aus der Region Innovation als Voraussetzung für Wettbewerbsfähigkeit dar.
  • gewinnen ein Verständnis für die Aktie als Geldanlagemöglichkeit, indem sie sich über Rechtsformen von Unternehmen, insbesondere der Kapitalgesellschaften GmbH und AG sowie über die Börse als marktwirtschaftliche Einrichtung informieren.
  • schätzen Chancen und Risiken von Aktien als eine Möglichkeit der Geldanlage und der Kapitalbeschaffung ein und treffen eine begründete Entscheidung für oder gegen Aktien als Form der Geldanlage.

Inhalte zu den Kompetenzen:

  • regionale Wirtschafts- und Infrastruktur
  • Betriebe im Strukturwandel
  • Standortfaktoren
  • Maßnahmen zur Standortsicherung und Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur
  • Auswirkungen globaler Wirtschaftsverflechtungen
  • Unternehmen der Region im globalen Markt
  • Wirkungen des Auslands auf den Wirtschaftskreislauf der Bundesrepublik Deutschland
  • Innovation und Wettbewerbsfähigkeit
  • verschiedene Rechtsformen von Unternehmen: GmbH, AG
  • Börse als marktwirtschaftliche Einrichtung
  • langfristiges Beobachten von Börsenkursen
  • Aktie als mögliche Form der Kapitalbeschaffung für Unternehmen
  • Aktie als mögliche Form der Geldanlage für private Haushalte
  • Chancen und Risiken von Aktien als eine Möglichkeit der Geldanlage und der Kapitalbeschaffung

WiB10 Lernbereich 4: Recht
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • verschaffen sich einen Überblick über die Rechtsbereiche des bürgerlichen und des öffentlichen Rechts und unterscheiden diese voneinander.
  • stellen den Grundsatz der allgemeinen Handlungsfreiheit den Einschränkungen gegenüber, die sich aus den Rechten anderer, aus der verfassungsmäßigen Ordnung sowie aus dem Sittengesetz ergeben, und leiten daraus Schlussfolgerungen für das eigene Verhalten ab.
  • bewerten die Rolle des Staates bei der Durchsetzung der Rechte und Ansprüche von Bürgerinnen und Bürgern untereinander, denen dazu der Gang zu den Gerichten ermöglicht wird.
  • leiten aus der allgemeinen Handlungsfreiheit ab, dass die Vertragsfreiheit sich auf nahezu alle Gebiete des bürgerlichen Rechts erstreckt.

Inhalte zu den Kompetenzen:

  • wesentliche Rechtsgrundsätze: Gleichheit, Billigkeit, Rechtssicherheit
  • bürgerliches Recht und öffentliches Recht
  • gesetzeskonformes Verhalten
  • Wesen eines Vertrags und Vertragsfreiheit
  • Durchsetzung des Rechts und Anrufung der Gerichte bei Zivilstreitigkeiten

WiB10 Lernbereich 5: Technik
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • stellen den Zusammenhang von technischer Innovation und wirtschaftlicher Entwicklung an ausgewählten aktuellen Beispielen her und reflektieren perspektivisch deren Auswirkungen auf die nationale und internationale Wirtschaft.

Inhalte zu den Kompetenzen:

  • technischer Fortschritt als Wirtschaftsfaktor
  • Perspektiven technischer Machbarkeit
  • Volkswirtschaft und Globalisierung