Lehrplan PLUS

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Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung München

Wirtschaft und Beruf M10

WiB10 Entwicklungsbezogene Kompetenzen
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Die Auswahl der angestrebten Kompetenzen trifft die Lehrkraft in pädagogischer Verantwortung auf der Basis der ermittelten Lernausgangslage sowie des individuellen Förderbedarfs der einzelnen Schülerin bzw. des einzelnen Schülers. Die Kompetenzen werden vernetzt mit den Kompetenzerwartungen aus dem LehrplanPLUS der Mittelschule im Unterricht angebahnt.

WiB10 Motorik und Wahrnehmung
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • verstehen Sachverhalte und Zusammenhänge in den Bereichen Arbeit, Wirtschaft, Technik, Berufsorientierung und Recht, indem sie visuelle Hilfen (z. B. Bilder, Piktogramme) zur Entlastung des auditiven Kanals nutzen. Das Hörverstehen wird durch eine langsame und deutlich artikulierte Lehrersprache und klare, prägnante Formulierungen unterstützt.
  • wenden die Leittextmethode zunehmend selbständig an, indem sie Hilfen zur visuellen Differenzierung (z. B. Fettdruck, Vergrößerungen, Markierungen) nutzen.
  • dokumentieren ihre Erkenntnisse, Handlungsschritte und Ergebnisse auch mithilfe von Strukturierungshilfen und Formatvorlagen am Computer.
  • gehen sachgerecht mit Werkzeugen, Maschinen und Arbeitsgeräten um und erkennen Fähigkeiten sowie Einschränkungen im motorischen Bereich und im räumlichen Vorstellungsvermögen. Unterstützt durch berufsberatende Angebote und individuelle Gespräche reflektieren sie ihre bisherige Berufswahl kritisch.

WiB10 Denken und Lernstrategien
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • wenden selbständig Lesestrategien an, um Texten (z. B. Gesetzestexte, Sachtexte, Zeitungsartikel, Leittexte) Informationen zu entnehmen und Daten zu recherchieren. Die Texte werden ggf. strukturell vereinfacht und sprachlich angepasst.
  • lösen Verständnisschwierigkeiten und auftretende Probleme weitgehend selbständig, indem sie geeignete Strategien und Hilfsmittel (z. B. erneutes Nachlesen im Text, Internetrecherche, Alternativen ausprobieren) anwenden. Sie verbalisieren Unklarheiten und fragen selbständig nach.
  • reflektieren ihre Arbeitsprozesse, Handlungsschritte und Ergebnisse kritisch, indem sie vorstrukturierte Reflexions- und Beobachtungsbögen (z. B. mit vorgegebenen Satzanfängen, Einschätzskalen sowie Ankreuzaufgaben) nutzen und diese immer wieder zur Selbst- und Fremdeinschätzung einsetzen.
  • vergleichen, analysieren und reflektieren ihre Beobachtungen und gewonnenen Erkenntnisse bei Betriebserkundungen, Praktika, Befragungen und Interviews, indem sie auf Formulierungshilfen (z. B. Satzstarter, Modellsätze) und themenbezogene Wortsammlungen zurückgreifen.

WiB10 Kommunikation und Sprache
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • verwenden den angebotenen multimodalen Markenmix für den Begriffsaufbau, sammeln Wortmaterial (z. B. in Form von Plakaten und Themenwörterbüchern) und benutzen selbständig Medien (z. B. Wörterbuch, Internet), um ihren fachspezifischen Wortschatz zu erweitern.
  • nutzen angebotene Abruf- und eigene Merkhilfen, um sich an Fachbegriffe zu erinnern und diese in fachrelevanten Situationen sachgerecht und adressatenbezogen anzuwenden.
  • sprechen beim Präsentieren ihrer Ergebnisse und beim Vorstellen von Berufen und Praktikumsbetrieben sicher und selbstbewusst vor der Klasse, setzen sprachliche Mittel (Mimik, Gestik, Intonation) gezielt ein und treten in Interaktion mit den Mitschülerinnen und Mitschülern. Dabei nutzen sie Merk- und Strukturierungshilfen (z. B. Stichwortkarten) und geeignete Medien (z. B. Powerpoint, Bilder).
  • suchen auch mit Unterstützung einen geeigneten Praktikumsplatz und wenden die dazu notwendigen fachlichen Strategien dabei an (z. B. Formulierungshilfen für Telefongespräche).
  • schätzen ihre Berufswünsche hinsichtlich ihrer sprachlichen Fähigkeiten realistisch ein, unter Einbezug von Gesprächen mit beteiligten Personen (z. B. Praktikumsbetreuerinnen und -betreuern, Berufsberatung, Lehrkraft). Informationen über Unterstützungsangebote vor und während der Ausbildungszeit beziehen sie in ihren Berufsorientierungsprozess und in ihren Berufswahlprozess mit ein.

WiB10 Emotionen und soziales Handeln
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • kooperieren und kommunizieren bei Projekten miteinander. Soziale Lernaufgaben bewältigen sie durch klar strukturierte, angepasste Aufgabenstellungen, erarbeitete Diskussionsregeln, die bewusste Teamzusammensetzung und im Team festgelegte Aufgaben für jedes Gruppenmitglied.
  • kommunizieren bei kooperativen Lernformen und in außerschulischen Situationen (z. B. bei Betriebserkundungen, Betriebspraktika, Interviews) respektvoll mit anderen Menschen. Dabei orientieren sie sich an erarbeiteten Gesprächsregeln und vorbereiteten Fragen.
  • beachten bei Betriebserkundungen, Betriebspraktika und Projekten klar formulierte Verhaltensregeln und Maßnahmen zum Arbeitsschutz und zur Arbeitssicherheit.

WiB10 Lernbereich 1: Projekt
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • wenden im Projekt die Leittextmethode selbständig an (z. B. in einer Schülerfirma, in einem Planspiel). Sie bringen eigene Themenvorschläge ein und formulieren ggf. eigene Leittexte hierzu.

Inhalte zu den Kompetenzen:

  • projektspezifische Arbeitsweisen
  • Projekt nach dem Prinzip einer vollständigen Handlung: Projektinitiative, ‑planung, ‑durchführung, ‑präsentation, ‑reflexion
  • Leittextmethode

WiB10 Lernbereich 2: Berufsorientierung
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • dokumentieren, reflektieren und verwalten aktuell, selbständig und abschließend den eigenen Berufswahlprozess, auch im Hinblick auf den eigenen Lebensplanentwurf.
  • verschaffen sich einen Überblick über das erweiterte berufliche Spektrum nach dem mittleren Schulabschluss, den regionalen und überregionalen Arbeitsmarkt sowie über weitere schulische Wege mithilfe selbständig genutzter berufswahlunterstützender Beratungsangebote.
  • vergegenwärtigen sich Existenzgründung und unternehmerische Selbständigkeit als mögliches Langzeitziel.
  • überarbeiten ggf. ihre sach- und formgerecht erstellte und inhaltlich vollständige Bewerbungsmappe für einen Ausbildungsplatz und erproben Vorstellungsgespräche. Dabei überprüfen sie ihre inhaltliche und organisatorische Vorbereitung sowie ihre persönliche Wirkung durch Kleidung, Gestik, Mimik und Sprache.

Inhalte zu den Kompetenzen:

  • Berufswahlportfolio
  • Bewerbungsmappe für einen Ausbildungsplatz (auch online)
  • Vorstellungsgespräch
  • unternehmerische Selbständigkeit
  • weiterführende Schulen
  • regionaler und überregionaler Ausbildungsmarkt

WiB10 Lernbereich 3: Wirtschaft
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • analysieren die regionale Wirtschafts- und Infrastruktur, indem sie die charakteristischen Merkmale von bedeutsamen Unternehmen der Region in einer Zusammenschau darstellen.
  • vergleichen wichtige wirtschaftliche Standortfaktoren miteinander und ermitteln die Gründe für regionalen wirtschaftlichen Strukturwandel.
  • recherchieren und bewerten mögliche und bereits getroffene Maßnahmen zur Standortsicherung und Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur (z. B. Förderung der Existenzgründung, Schaffen und Sichern von Arbeitsplätzen, Optimierung weicher Standortfaktoren).
  • recherchieren und beurteilen die Verflechtungen des regionalen Wirtschaftsraums mit dem globalen Markt.
  • stellen an Beispielen aus der Region Innovation als Voraussetzung für Wettbewerbsfähigkeit dar.
  • gewinnen ein Verständnis für die Aktie als Geldanlagemöglichkeit, indem sie sich über Rechtsformen von Unternehmen, insbesondere der Kapitalgesellschaften GmbH und AG sowie über die Börse als marktwirtschaftliche Einrichtung informieren.
  • schätzen Chancen und Risiken von Aktien als eine Möglichkeit der Geldanlage und der Kapitalbeschaffung ein und treffen eine begründete Entscheidung für oder gegen Aktien als Form der Geldanlage.

Inhalte zu den Kompetenzen:

  • regionale Wirtschafts- und Infrastruktur
  • Betriebe im Strukturwandel
  • Standortfaktoren
  • Maßnahmen zur Standortsicherung und Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur
  • Auswirkungen globaler Wirtschaftsverflechtungen
  • Unternehmen der Region im globalen Markt
  • Wirkungen des Auslands auf den Wirtschaftskreislauf der Bundesrepublik Deutschland
  • Innovation und Wettbewerbsfähigkeit
  • verschiedene Rechtsformen von Unternehmen: GmbH, AG
  • Börse als marktwirtschaftliche Einrichtung
  • langfristiges Beobachten von Börsenkursen
  • Aktie als mögliche Form der Kapitalbeschaffung für Unternehmen
  • Aktie als mögliche Form der Geldanlage für private Haushalte
  • Chancen und Risiken von Aktien als eine Möglichkeit der Geldanlage und der Kapitalbeschaffung

WiB10 Lernbereich 4: Recht
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • verschaffen sich einen Überblick über die Rechtsbereiche des bürgerlichen und des öffentlichen Rechts und unterscheiden diese voneinander.
  • stellen den Grundsatz der allgemeinen Handlungsfreiheit den Einschränkungen gegenüber, die sich aus den Rechten anderer, aus der verfassungsmäßigen Ordnung sowie aus dem Sittengesetz ergeben, und leiten daraus Schlussfolgerungen für das eigene Verhalten ab.
  • bewerten die Rolle des Staates bei der Durchsetzung der Rechte und Ansprüche von Bürgerinnen und Bürgern untereinander, denen dazu der Gang zu den Gerichten ermöglicht wird.
  • leiten aus der allgemeinen Handlungsfreiheit ab, dass die Vertragsfreiheit sich auf nahezu alle Gebiete des bürgerlichen Rechts erstreckt.

Inhalte zu den Kompetenzen:

  • wesentliche Rechtsgrundsätze: Gleichheit, Billigkeit, Rechtssicherheit
  • bürgerliches Recht und öffentliches Recht
  • gesetzeskonformes Verhalten
  • Wesen eines Vertrags und Vertragsfreiheit
  • Durchsetzung des Rechts und Anrufung der Gerichte bei Zivilstreitigkeiten

WiB10 Lernbereich 5: Technik
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • stellen den Zusammenhang von technischer Innovation und wirtschaftlicher Entwicklung an ausgewählten aktuellen Beispielen her und reflektieren perspektivisch deren Auswirkungen auf die nationale und internationale Wirtschaft.

Inhalte zu den Kompetenzen:

  • technischer Fortschritt als Wirtschaftsfaktor
  • Perspektiven technischer Machbarkeit
  • Volkswirtschaft und Globalisierung