Lehrplan PLUS

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Mathematik 3/4

Hinweis: Die aufgeführten Kompetenzen beschreiben das Ergebnis eines zweijährigen Lernprozesses.

M3/4 Entwicklungsbezogene Kompetenzen
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Die aufgeführten Kompetenzen beschreiben das Ergebnis eines fünfjährigen Lernprozesses. Die Auswahl der angestrebten Kompetenzen trifft die Lehrkraft in pädagogischer Verantwortung auf der Basis der ermittelten Lernausgangslage sowie des individuellen Förderbedarfs der einzelnen Schülerin bzw. des einzelnen Schülers. Die Kompetenzen werden anhand der Inhalte aus den Lernbereichen im Unterricht angebahnt.

M3/4 Motorik und Wahrnehmung
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • sind sich des Vorhandenseins von Zahlen in ihrer alltäglichen Umwelt bewusst (z. B. Preisangaben, Nummerierungen etc.) und weisen von ihnen ausgehend zahlreichen taktilen, akustischen und visuellen Wahrnehmungseindrücken situationsangemessen Bedeutung zu.
  • interpretieren durch das Zusammenspiel aller Sinne komplexe Eindrücke aus mathematischen Darstellungen (z. B. Sachaufgaben in akustischer, visueller und/oder taktiler Form), um sie in einen für ihre Lebenswelt bedeutsamen Kontext zu stellen.
  • verknüpfen mathematische Zusammenhänge mit motorischen Erfahrungen, um visuelle Vorstellungen zu komplettieren oder zu kompensieren.
  • benennen Lagebeziehungen im Raum und auf einer Fläche, indem sie visuell oder taktil zwischen dem eigenen Körper und der Umgebung unterscheiden und wenden diese Kenntnisse zur Beschreibung der Lagebeziehung von Gegenständen zueinander an.
  • bilden erprobte Wege der unmittelbaren Umgebung mit Anleitung handelnd in Form von Skizzen oder Modellen (z. B. Zeichenfolie, Bausteine, Sandkasten) ab, um Orientierungsmuster zu erwerben. Sie interpretieren und nutzen zur Orientierung im Raum visuell klar strukturierte bzw. taktile Pläne des Klassenzimmers, des Schulganges oder des Schulgeländes (z. B. Schwellkopien, Typhlographien, Modelle).
  • schätzen und bestimmen Anzahlen unter Einbezug taktiler Erfahrungen (z. B. Gewicht, Materialbeschaffenheit), um eine realistische Vorstellung von Mengen zu bekommen.
  • die Punktschrift verwenden, erfassen feine taktile Unterschiede in Texturen und auf Oberflächen unter Einsatz der Tastfähigkeit beider Hände und nutzen diese Fähigkeit, um mathematische Punktschriftzeichen zu diskriminieren und Verwechslungen (z. B. spiegelbildlicher Zeichen) zu vermeiden.
  • sind sich aufgrund vielfältiger taktiler und visueller Erfahrungen der Größe von tastbaren Gegenständen in der Wirklichkeit bewusst und entnehmen anhand von Tastbildern oder adaptierten Darstellungen Informationen zu Größen in der Wirklichkeit, die nicht real oder als Modell darstellbar sind.
  • nutzen gezielt Erfahrungen aus dem Umgang mit Materialien aus ihrem schulischen und häuslichen Umfeld, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Körper- und Flächenformen zu erkennen und benennen.

M3/4 Denken und Lernstrategien
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • nutzen zur Orientierung im Zahlenraum bis zur Million visuelle und taktile Darstellungen (z. B. Zahlenstrahl im Großformat, taktiler Zahlenstrahl) und wählen das für sie individuell geeignete Anschauungsmittel aus und begründen ihre Wahl.
  • vergleichen und bewerten mit Anleitung in Abhängigkeit von ihren individuellen visuellen Wahrnehmungsvoraussetzungen verschiedene visuelle, taktile oder elektronische Hilfs- und Arbeitsmittel (z. B. Lineaturen, Schreibgeräte, Lupen, Bildschirmlesegeräte) und wählen je nach mathematischer Darstellung oder Aufgabe das individuell passende aus.
  • wählen nach einer Erprobungsphase und in Abhängigkeit von ihren individuellen visuellen Wahrnehmungsfähigkeiten Arbeitsgeräte (z. B. tastbare Meterstäbe, Lineale, Maßbänder, Messbecher, Waagen und Uhren) zum Messen von Länge, Hohlmaß, Gewicht und Zeit aus und setzen sie mit Anleitung im Unterricht ein.
  • nutzen und vergleichen verschiedene Arbeitsmittel für die Darstellung von Formen und Zeichnungen (z. B. Steck- oder Zeichenbrett, Zirkel) und wenden diese unter Anleitung sachgerecht an, um Figuren darzustellen oder zu zeichnen.
  • schreiben Zahlen, Ziffern und Rechenzeichen in der Punkt- oder Schwarzschrift eindeutig und lesbar, indem sie z. B. individuelle Schreibgeräte verwenden, die Größe der Lineaturen nach dem individuellen Vergrößerungsbedarf auswählen sowie in Punktschrift den Gliederungspunkt bei der Schreibung großer Zahlen beachten.
  • wählen ein ihren visuellen oder taktilen Wahrnehmungsmöglichkeiten entsprechendes System aus farbigen, akustischen und/oder grafischen Symbolen zur Orientierung innerhalb einer Aufgabe und zur Kennzeichnung von mathematischen Strukturen oder Merkmalen von geometrischen Körpern an.
  • die mit Punktschrift arbeiten, verwenden die Zeichen der Mathematikschrift, die in der Marburger Systematik festgelegt sind. Schreibweise von Zahlen, Brüchen und Größen, Maßzahl und Maßeinheit mit Betonungszeichen, Bruchschreibweise mit tiefgestelltem Nenner, ggf. Eurobraille bei Einsatz des Computers, sicher.
  • wählen nach einer Erprobungsphase für sie individuell geeignete Materialien, wie Plättchen, logische Blöcke zum Erstellen von Parkettierungen, aus und erklären Gesetzmäßigkeiten anhand von Arbeitsmaterialien, Tastbildern und Punktschriftdarstellungen.
  • stellen die einzelnen Rechenschritte der schriftlichen Rechenverfahren aus Gründen der Übersichtlichkeit und der Korrekturmöglichkeiten mit blinden- und sehbehindertenspezifischen Anschauungs- und Hilfsmitteln, z. B. Wiener Rechenkasten, dar.
  • sind sich der Bedeutung von Bezugsgrößen (z. B. bekannte Strecken, Zeitspannen, Gewichte) bei der Lösung von Sachsituationen bewusst und setzen sie richtig ein, um plausible Ergebnisse zu erzielen.
  • schätzen ein, welche Menge an Daten für sie überschaubar ist und reduzieren diese ggf., um den Überblick bei der Strukturierung derselben zu ermöglichen, achten aber darauf, dass die Aufgabe sinnvoll und lösbar bleibt.
  • schätzen den zeitlichen Aufwand mathematischer Aufgaben ein, um ihr Arbeitstempo den Anforderungen anzupassen.
  • beschreiben den Vorteil, den das Memorieren von Zahlen im Vergleich zur Notation von Zwischenergebnissen bietet und erproben diese Arbeitsform in vielfältigen Situationen.
  • ordnen und unterscheiden Münzen und Geldscheine auch anhand ihrer tastbaren Merkmale bzw. mithilfe des Geldscheinmessers und bewahren diese strukturiert, z. B. in Münzboxen oder Geldbeuteln mit vielen Fächern, auf.

M3/4 Kommunikation und Sprache
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • sind sich des hohen Anteils visueller Informationen bei der Darstellung von Sachaufgaben z. B. in Form von Bildern, Tabellen und Grafiken, bewusst und nutzen optische Hilfsmittel, taktile Darstellungen und/oder Erklärungshilfen und Verbalisierungen der Lehrkraft, um visuell dargebotene Informationen zu erfassen und in die Lösung von Sachaufgaben einzubeziehen.
  • komplettieren visuelle und/oder taktile Eindrücke, indem sie unter Verwendung von Fachbegriffen Fragen stellen oder konkrete Hilfestellung, z. B. im Umgang mit Flächenformen oder Körpern, erbitten.

M3/4 Emotionen und soziales Handeln
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • nutzen die Erfahrung, komplexe Aufgaben zu lösen, um ein positives Selbstkonzept aufzubauen und um weitere mathematische Herausforderungen erfolgreich zu bewältigen.
  • wenden die Erkenntnisse aus der Einteilung des Ziffernblatts auch im Alltag an, z. B. bei der Organisation des Arbeitsplatzes/Essplatzes.
  • handeln in ihrem sozialen Umfeld kompetent mithilfe mathematischer Hilfsmittel.

M3/4 1.1 Zahlen strukturiert darstellen und Zahlbeziehungen formulieren
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Kompetenzerwartungen und Inhalte

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • orientieren sich im Zahlenraum bis zur Million durch flexibles Zählen (vorwärts, rückwärts, in Schritten); sie ordnen und vergleichen Zahlen (auch anhand des Zahlenstrahls) und begründen Beziehungen zwischen Zahlen (z. B. Teiler, Vielfache).
  • erkennen und nutzen Strukturen bei der Zahlerfassung (z. B. 1000 als 10 H oder als 100 Z) und begründen ihre Vorgehensweise.
  • nutzen planvoll und systematisch die Struktur des Zehnersystems (Bündelung, Stellenwert) und begründen Beziehungen zwischen verschiedenen Zahldarstellungen (z. B. Stellenwertschreibweise, Stufenschrift: 734 → 7H 3Z 4E, Zahlwort, Einerwürfel/Zehnerstangen/Hunderterplatten), um sicher über das dekadische Stellenwertsystem zu verfügen.
  • schätzen und bestimmen Anzahlen (z. B. Reiskörner) und vergleichen Zahlen im Zahlenraum bis zur Million unter Verwendung von Fachbegriffen; sie begründen und bewerten dabei verschiedene Vorgehensweisen (z. B. bei Fermi-Aufgaben).
  • zerlegen Zahlen im Zahlenraum bis zur Million (z. B. 1000 = 100 + 900; 10000 = 1000 + 9000; 100000 = 10000 + 90000; 100000 = 10 ∙ 10000) und erläutern dabei Zusammenhänge und Strukturen.
Für den Förderschwerpunkt Sehen

Kompetenzerwartungen und Inhalte:

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • nutzen zur Orientierung im Zahlenraum bis zur Million in Abhängigkeit von ihren individuellen visuellen und/oder taktilen Wahrnehmungsfähigkeiten konkrete Anschauungsmaterialien (z. B. 100er-Platten, Tausenderwürfel) und schätzen Anzahlen unter Einbezug der visuellen und haptischen Wahrnehmung.
  • wenden Erfahrungen aus dem Umgang mit visuellen und taktilen Strukturierungshilfen (z. B. Stellenwerttafeln mit großen Kästchen und gutem Kontrast bzw. mit taktilen Abgrenzungen) zur Erfassung des Dezimalsystems an, um die Struktur des Zehnersystems (Bündelung, Stellenwert) planvoll und systematisch zu nutzen. Sie begründen Beziehungen zwischen verschiedenen Zahldarstellungen (z. B. Stellenwertschreibweise, Stufenschrift: 734 → 7H 3Z 4E, Zahlwort, Einerwürfel/Zehnerstangen/Hunderterplatten) und verfügen sicher über das dekadische Stellenwertsystem.

M3/4 1.2 Im Zahlenraum bis zur Million rechnen und Strukturen nutzen
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Kompetenzerwartungen und Inhalte

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • wenden die Zahlensätze des kleinen Einmaleins sowie deren Umkehrungen (z. B. 42 : 7 = 6 oder 42 : 6 = 7 als Umkehrungen von 6 ∙ 7 = 42) automatisiert und flexibel an.
  • übertragen, auch beim Kopfrechnen, ihre Kenntnisse zu den Zahlensätzen des kleinen Einmaleins sowie des Einspluseins bis 20 in größere Zahlenräume (z. B. 6 ∙ 4 = 24 → 60 ∙ 4 = 240, 12 + 3 = 15 → 120 + 30 = 150) und verwenden dabei die Fachbegriffe addieren, subtrahieren, multiplizieren, dividieren, Summe und Differenz.
  • lösen Aufgaben im Zahlenraum bis zur Million zu allen vier Grundrechenarten.
  • nutzen und erklären Rechenstrategien und entwickeln vorteilhafte Lösungswege; sie vergleichen und bewerten Rechenwege und begründen ihre Ergebnisse.
  • entscheiden passend zu einer gegebenen Aufgabe, welche Art der Berechnung zur Lösung angemessen ist (im Kopf, halbschriftlich, schriftlich) und erstellen sinnvolle und nachvollziehbare Notizen (z. B. Rechenstrich, Zwischenergebnisse, Teilrechnungen).
  • wenden automatisiert die schriftlichen Verfahren der Addition, der Subtraktion (Abziehverfahren), der Multiplikation (ein- und zweistellige Multiplikatoren) und der Division (Divisoren bis einschließlich 10, auch mit Rest) an.
  • begründen, ob Ergebnisse plausibel und richtig sind, indem sie Rechenfehler finden, erklären und korrigieren sowie Ergebnisse durch Überschlag oder Rückbezug auf den Sachzusammenhang überprüfen.
  • beschreiben arithmetische Muster und deren Gesetzmäßigkeit (z. B. beim Rechnen mit ANNA-Zahlen).
  • entwickeln arithmetische Muster, setzen diese fort und verändern sie systematisch (z. B. Zahlenfolgen, Aufgabenfolgen mit strukturierten Päckchen).
Für den Förderschwerpunkt Sehen

Kompetenzerwartungen und Inhalte:

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • wenden automatisiert die für ihre individuellen visuellen und/oder taktilen Wahrnehmungsfähigkeiten geeigneten Rechenverfahren an.

M3/4 1.3 Sachsituationen und Mathematik in Beziehung setzen
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Kompetenzerwartungen und Inhalte

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • entnehmen relevante Informationen aus verschiedenen Quellen (z. B. aus Texten oder Tabellen) und formulieren dazu mathematische Fragestellungen.
  • zeigen bei mehrschrittigen Sachaufgaben Zusammenhänge zwischen den einzelnen Lösungsschritten und der Sachsituation auf und begründen diese auch im Austausch mit anderen.
  • entwickeln, nutzen und bewerten geeignete Darstellungsformen (z. B. Skizzen, Begriffstripel, Texte, Tabellen, Diagramme) für das Bearbeiten mathematischer Probleme.
  • erweitern und verkürzen Sachsituationen, um Zusammenhänge zu erfassen und zu erklären, und beschaffen sich ggf. geeignete, noch fehlende Informationen (z. B. bei Fermi-Aufgaben).
  • entwickeln und nutzen Strategien zur Problemlösung (z. B. Vorwärts- oder Rückwärtsarbeiten) und übertragen diese Strategien auf analoge Aufgaben.
  • finden mathematische Lösungen zu Sachsituationen, vergleichen und wertschätzen ihre Lösungswege und begründen auch im Austausch mit anderen, ob ein genaues Ergebnis notwendig ist oder eine Überschlagsrechnung ausreicht (z. B. in Rechenkonferenzen).
  • bestimmen die Anzahl der verschiedenen Möglichkeiten bei einfachen kombinatorischen Aufgabenstellungen (z. B. mögliche Kombinationen von 3 T-Shirts, 3 Hosen und 2 Paar Socken) durch probierendes und systematisches Vorgehen und stellen Ergebnisse strukturiert dar (z. B. in Baumdiagrammen, in Zeichnungen oder in Tabellen).
Für den Förderschwerpunkt Sehen

Kompetenzerwartungen und Inhalte:

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • setzen Mathematik und Sachsituationen gemäß ihrer individuellen visuellen und taktilen Wahrnehmungsfähigkeiten mithilfe geeigneter Anschauungsmaterialien in Zusammenhang und nutzen geeignete Darstellungsformen, z. B. Verbalisierungen.

M3/4 2.1 Sich im Raum orientieren
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Kompetenzerwartungen und Inhalte

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • erstellen Skizzen und Lagepläne und nutzen diese zur Orientierung im Raum sowohl handelnd als auch in ihrer Vorstellung.
  • beschreiben den Zusammenhang zwischen Längen in der Realität und entsprechenden Längen in Skizzen, Lageplänen oder Grundrisszeichnungen. Dabei nutzen sie grundlegende Vorstellungen von maßstäblichem Verkleinern, um sich in der Wirklichkeit zu orientieren.
  • stellen zwischen zwei- und dreidimensionalen Darstellungen von räumlichen Gebilden (z. B. Würfelgebäude) Beziehungen her, indem sie nach Vorlage bauen oder zu räumlichen Gebilden einfache Baupläne erstellen.
  • operieren mit ebenen Figuren und Körpern handelnd und in der Vorstellung (z. B. Kippbewegungen, Wege am Kantenmodell, gedankliches Falten von Netzen) und beschreiben dabei Vorgehensweisen und Ergebnisse.
Für den Förderschwerpunkt Sehen

Kompetenzerwartungen und Inhalte:

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • beschreiben ausgehend von vielfältigen visuellen und taktilen Erfahrungen den Zusammenhang zwischen Längen in der Realität und entsprechenden Längen in Skizzen, Lageplänen oder Grundrisszeichnungen. Dabei nutzen sie grundlegende Vorstellungen vom maßstäblichen Verkleinern, um sich in der Wirklichkeit zu orientieren.
  • wenden ihre Fähigkeiten aus dem Bereich der Orientierung und Mobilität sowie Vorstellungen vom Raum an, um Skizzen und Lagepläne mit Material zu erstellen.
  • nutzen adaptierte Bauvorlagen.

M3/4 2.2 Geometrische Figuren benennen und darstellen
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Kompetenzerwartungen und Inhalte

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • verwenden zutreffend den Begriff rechter Winkel bei der Beschreibung bestimmter Flächen- und Körperformen (z. B. bei Rechteck und Quader).
  • beschreiben Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Würfeln und anderen Quadern und vergleichen deren Kanten- und Flächenmodelle.
  • erstellen und strukturieren verschiedene Netze von Würfeln und Netze von Quadern, die keine Würfel sind; sie verwenden den Fachbegriff deckungsgleich bei der Beschreibung von Netzen (z. B. bei der Suche nach deckungsgleichen Würfelnetzen).
  • überprüfen und beschreiben begründet den Zusammenhang zwischen Netzen und Körpern.
  • zeichnen Strecken und Flächenformen frei sowie mit Hilfsmitteln (Lineal, Geodreieck, Zirkel) und berücksichtigen dabei die Eigenschaften der Flächenformen.
Für den Förderschwerpunkt Sehen

Kompetenzerwartungen und Inhalte:

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • nutzen und erstellen visuell eindeutig erkennbare oder tastbare Netze, z. B. durch den Einsatz von Materialien (Verpackungen, Bierdeckel), und zeichnen Strecken und Flächenformen unter Einsatz individueller taktiler oder visueller Hilfsmittel.

M3/4 2.3 Geometrische Abbildungen beschreiben und darstellen
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Kompetenzerwartungen und Inhalte

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • verkleinern und vergrößern ebene Figuren (z. B. mithilfe des Geobretts oder in Gitternetzen) und nutzen dabei grundlegende Vorstellungen zum Maßstab (z. B. 2 : 1 bedeutet: Die Länge 1 cm ist in der Vergrößerung 2 cm / doppelt so lang.).
  • beschreiben Merkmale achsensymmetrischer Figuren mit den Fachbegriffen Symmetrieachse, deckungsgleich und achsensymmetrisch sowie die Beziehung zwischen einer Figur und deren Spiegelbild; sie zeichnen Symmetrieachsen ein und prüfen nach.
  • erzeugen achsensymmetrische Figuren sowie Figuren und deren Spiegelbilder (z. B. durch Zeichnen oder mithilfe eines Spiegels) und beschreiben ihre Vorgehensweise.
Für den Förderschwerpunkt Sehen

Kompetenzerwartungen und Inhalte:

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • nutzen taktile Materialien (z. B. das Koordinatensteckbrett, den Wiener Rechenkasten, Messgeräte, Punktschriftmaschine), um Figuren zu erzeugen, zu verkleinern oder zu vergrößern.

M3/4 2.4 Geometrische Muster untersuchen und erstellen
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Kompetenzerwartungen und Inhalte

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • erstellen Parkettierungen und beschreiben deren Gesetzmäßigkeiten.
  • bestimmen und erklären Gesetzmäßigkeiten (z. B. achsensymmetrische Teilelemente) in Bandornamenten, verändern diese oder setzen sie fort.
Für den Förderschwerpunkt Sehen

Kompetenzerwartungen und Inhalte:

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • bestimmen und erklären in Abhängigkeit von ihren individuellen visuellen und taktilen Wahrnehmungsfähigkeiten Gesetzmäßigkeiten (z. B. achsensymmetrische Teilelemente) in Bandornamenten oder taktilen Mustern, verändern diese oder setzen sie fort.

M3/4 2.5 Rauminhalte bestimmen und vergleichen
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Kompetenzerwartungen und Inhalte

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • vergleichen Rauminhalte einfacher Körper durch Bauen mit Einheitswürfeln und durch Auszählen von Einheitswürfeln. Dabei greifen sie auf ihre Kenntnisse zur Messung von Flächeninhalten zurück.
Für den Förderschwerpunkt Sehen

Kompetenzerwartungen und Inhalte:

Die Schülerinnen und Schüler...

  • nutzen zum Bauen auch Steckwürfel.

M3/4 3.1 Messhandlungen durchführen
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Kompetenzerwartungen und Inhalte

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • messen Größen mit selbst gewählten und standardisierten Maßeinheiten (Kilometer und Millimeter, Sekunde, Kilogramm und Gramm, Liter und Milliliter) sowie mit geeigneten Messgeräten (z. B. Meterzähler, Messbecher, Stoppuhr).
  • verwenden Abkürzungen zu den standardisierten Maßeinheiten (km und mm, s, kg und g, l und ml) und notieren Messergebnisse bei Meter und Zentimeter sowie bei Euro und Cent auch mit dem im Alltagsgebrauch üblichen Komma.
  • zerlegen Einheiten innerhalb eines Größenbereichs, wandeln Einheiten um
    (z. B. 1 l Wasser umfüllen in zwei 500 ml fassende Messbecher oder in vier 250 ml fassende Gefäße) und wechseln Geldbeträge.
  • berechnen Zeitspannen sowie Anfangs- und Endzeitpunkte; sie berücksichtigen dabei die Besonderheit des Größenbereiches Zeitspannen (z. B 1 h hat 60 min, 1 min hat 60 s, 1 Tag hat 24 h) und notieren Ergebnisse auch in gemischter Schreibweise (z. B. 1 h 25 min).
Für den Förderschwerpunkt Sehen

Kompetenzerwartungen und Inhalte:

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • nutzen individuell adaptierte Messgeräte.

M3/4 3.2 Größen strukturieren und Größenvorstellungen nutzen
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Kompetenzerwartungen und Inhalte

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • schätzen Größen mithilfe von Bezugsgrößen aus der Erfahrungswelt (z. B. Bezugsgrößen für 500 ml, 1 l, 1 kg, 1 km) und begründen die Ergebnisse ihrer jeweiligen Schätzung.
  • vergleichen und ordnen Längen, Zeitspannen, Massen sowie Hohlmaße; sie überprüfen ihre Ergebnisse ggf. durch Messen und diskutieren diese im Hinblick auf Plausibilität.
  • nutzen im Alltag gebräuchliche einfache Bruchzahlen (Bruch Einhalb;Bruch Einviertel;Bruch Dreiviertel) im Zusammenhang mit Größen und stellen derartige Größen in anderen Schreibweisen dar (z. B. Bruch Einhalb l = 500 ml, eine Viertelstunde = 15 min).
Für den Förderschwerpunkt Sehen

Kompetenzerwartungen und Inhalte:

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • setzen zum Schätzen von Größen Erfahrungen aus verschiedenen Sinnesbereichen bewusst ein.

M3/4 3.3 Mit Größen in Sachsituationen umgehen
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Kompetenzerwartungen und Inhalte

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • entnehmen Informationen zu Größen aus verschiedenen Quellen (z. B. Texte, Tabellen, Diagramme) und beschreiben diese im Austausch mit anderen.
  • lösen Sachsituationen mit Größen und nutzen dabei Bezugsgrößen aus ihrer Erfahrungswelt oder angemessene Näherungswerte für darin vorkommende Zahlen oder Größen (z. B. auch bei Fermi-Aufgaben) sowie sinnvolle Bearbeitungshilfen (z. B. Skizzen, Begriffstripel, Tabellen, Diagramme).
  • begründen (z. B. mithilfe ihrer Größenvorstellungen), ob bei einer Sachsituation ein exaktes Ergebnis notwendig ist oder ob eine Überschlagsrechnung ausreicht, und überprüfen die Plausibilität des jeweiligen Ergebnisses.
  • erkennen funktionale Beziehungen (z. B. je mehr – desto mehr, je mehr – desto weniger) in alltagsnahen Sachsituationen und nutzen diese zur Lösung entsprechender Aufgaben (z. B. Preis im Verhältnis zur Menge setzen).
Für den Förderschwerpunkt Sehen

Kompetenzerwartungen und Inhalte:

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • entnehmen aus komplexeren Tastbildern oder adaptierten Darstellungen Informationen zu Größen und beschreiben diese im Austausch mit anderen.
  • setzen das Zeichenbrett für Skizzen als Lösungshilfe ein.

M3/4 4.1 Daten erfassen und strukturiert darstellen
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Kompetenzerwartungen und Inhalte

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • sammeln und vergleichen Daten (z. B. Zuschauerzahlen bei Fußballvereinen) aus ihrer unmittelbaren Lebenswirklichkeit und anderen Quellen (z. B. Zeitungen, Schaubilder, Untersuchungen) und stellen sie auch in umfangreicheren Tabellen und Diagrammen (z. B. Balkendiagramm) strukturiert dar.
  • entnehmen relevante Daten und Informationen aus verschiedenen Quellen (z. B. Fahrpläne oder Preislisten) und beschreiben mathematische Zusammenhänge (z. B. … ist die Hälfte von …, funktionale Beziehungen wie … bei doppelter Menge ist der Preis doppelt so hoch …).
  • formulieren zu Tabellen und Diagrammen, auch im Austausch mit anderen, mathematisch sinnvolle Fragen und begründen ihre Antworten (z. B. In welchen Zeitabständen kommt der Bus zwischen 14 Uhr und 19 Uhr? – Insgesamt hat Emil 31 Schulstunden in der Woche, weil …).
  • erschließen und berechnen aus verschiedenen Quellen (z. B. Diagramme, Fahrpläne, Tabellen) auch Daten, die nicht direkt ablesbar sind (z. B. Fahrtzeiten von Bussen oder Zügen).
  • entnehmen relevante Daten aus verschiedenen Darstellungsformen (z. B. Schaubilder, Tabellen, Texte) und übertragen die Daten in geeignete andere Darstellungsformen.
Für den Förderschwerpunkt Sehen

Kompetenzerwartungen und Inhalte:

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • nutzen zum Sammeln und Vergleichen von Daten z. B. taktile Abbildungen, Typhlographien und vergrößertes Material. Sie setzen Hilfsmittel zum Erfassen von Quellen (z. B. Fahrplänen, Diagrammen, Tabellen) gezielt ein.

M3/4 4.2 Zufallsexperimente durchführen und Wahrscheinlichkeiten vergleichen
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Kompetenzerwartungen und Inhalte

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • schätzen zu einfachen Zufallsexperimenten Gewinnchancen ein (z. B. Drehen eines Glücksrads, Würfelexperimente), vergleichen ihre Ergebnisse und überprüfen handelnd ihre Vorhersagen.
  • variieren die Bedingungen für einfache Zufallsexperimente systematisch (z. B. Anzahl oder Farbe der Kugeln in einem Säckchen) und vergleichen und bewerten die Ergebnisse zu den Experimenten, die bei unterschiedlichen Bedingungen durchgeführt wurden.
Für den Förderschwerpunkt Sehen

Kompetenzerwartungen und Inhalte:

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • setzen zur Durchführung von einfachen Zufallsexperimenten visuell und/oder taktil eindeutig differenzierbares Material ein.