Lehrplan PLUS

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Geschichte/Politik/Geographie 5

gültig ab Schuljahr 2019/20

GPG5 Entwicklungsbezogene Kompetenzen
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Die aufgeführten Kompetenzen beschreiben das Ergebnis eines fünfjährigen Lernprozesses. Die Auswahl der angestrebten Kompetenzen trifft die Lehrkraft in pädagogischer Verantwortung auf der Basis der ermittelten Lernausgangslage sowie des individuellen Förderbedarfs der einzelnen Schülerin bzw. des einzelnen Schülers. Die Kompetenzen werden anhand der Inhalte aus den Lernbereichen im Unterricht angebahnt.

GPG5 Motorik und Wahrnehmung
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • wenden spezifische visuelle oder taktile Techniken systematisch an, um Inhalte aus dem gesellschaftswissenschaftlichen Bereich zu erfassen.
  • nutzen ihre individuellen visuellen Wahrnehmungsfähigkeiten gezielt zur Informationsentnahme bei Realbegegnungen und beim Einsatz adaptierter Medien.
  • nutzen Taststrategien zur Erfassung von einfachen gestalterischen Materialien, die geographische Phänomene abbilden.
  • setzen taktile und auditive Differenzierungsfähigkeiten zur Erkundung von Realobjekten, Skizzen und Modellen aus dem gesellschaftswissenschaftlichen Bereich gezielt ein.
  • unterscheiden und ordnen Objekte aus dem gesellschaftswissenschaftlichen Kontext anhand visueller, taktiler und auditiver Eigenschaften und Merkmale.
  • wählen zum Aufstellen und Überprüfen von Hypothesen Materialien, Verfahren und Methoden aus, die ihren grob- und feinmotorischen sowie ihren individuellen visuellen und taktilen Wahrnehmungsfähigkeiten entsprechen.
  • statten ihren Arbeitsplatzes aus und halten Strukturen ein, die ihnen die Orientierung und die Durchführung von Recherchearbeit erleichtern.
  • benutzen vereinfachte Karten, Tabellen, Skizzen und Pläne, die sehbehinderten- und blindenspezifisch aufbereitet sind.

GPG5 Denken und Lernstrategien
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • nutzen Ablagen und visuelle oder taktile Ordnungssysteme, um ihre Rechercheergebnisse zur Überprüfung von Hypothesen und zum Erwerb von Sachwissen systematisch zu sammeln.
  • finden Ordnungsmerkmale sowie Oberbegriffe und strukturieren Ordnungskategorien aus gesellschaftswissenschaftlichem Kontext, um mit Materialien aufgabenangemessen umzugehen.
  • analysieren das Zusammenleben der Menschen in ihrem jeweiligen Lebensraum, in Geschichte und Gegenwart unter besonderer Berücksichtigung des Themas Sehbehinderung und Blindheit.
  • beschreiben die wechselseitigen Beziehungen zwischen individuellen, gesellschaftlich-sozialen, politischen, kulturellen, wirtschaftlichen und räumlichen Bedingungen unter Berücksichtigung ihrer individuellen visuellen Wahrnehmungsfähigkeiten.
  • erkunden und beschreiben ihr schulisches Umfeld auch unter geographischen Aspekten und festigen dadurch ihre Fähigkeiten im Bereich der Orientierung.
  • informieren anhand von adaptierten Zeichnungen und Diagrammen über räumliche Beziehungen und geographische Zusammenhänge.
  • verwenden individuelle visuelle und taktile Hilfsmittel sowie geographische taktile Hilfsmittel (z. B. Reliefkarten und Reliefgloben) aufgabenspezifisch und zielgerichtet.
  • diskutieren Hintergründe für die Stellung von sehbehinderten und blinden Menschen in historischen Zusammenhängen
  • beurteilen wichtige Sozialgesetze für Menschen mit Behinderung im Hinblick auf ihre eigene Situation.

GPG5 Kommunikation und Sprache
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • sind sich der Bedeutung von präzisen Aussagen zu Sachverhalten im gesellschaftswissenschaftlichen Kontext bewusst, achten auf die korrekte Verwendung von Begriffen und fragen bei Unsicherheiten gezielt nach.
  • beschreiben je nach individuellem Sehvermögen auch ihre Schwierigkeiten, visuelle gesellschaftswissenschaftliche Phänomene zu erfassen. Sie entwerfen, erproben und beurteilen Lösungen.
  • entscheiden, welche Informationen sie in der aktuellen Situation aufgrund ihrer Seheinschränkung zusätzlich benötigen, um Aufgaben im gesellschaftswissenschaftlichen Bereich zu lösen.
  • beurteilen, welche Medien für sie im Hinblick auf ihre visuellen Möglichkeiten sinnvoll einsetzbar sind, um Zusammenhänge von gesellschaftlichen Strukturen zu reflektieren.

GPG5 Emotionen und soziales Handeln
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • gestalten soziale Beziehungen aktiv in Alltags- und Schulsituationen, indem sie bei Bedarf Hilfsmittel nutzen.
  • äußern eigene Gefühle im Zusammenhang mit ihren individuellen visuellen und taktilen Wahrnehmungsfähigkeiten und reagieren auf Kritik angemessen.
  • arbeiten mit Partnern und in Gruppen zusammen, übernehmen Verantwortung in Partner- oder Gruppenarbeit und erkennen Gefühle anderer.
  • nutzen z. B. zur Recherche gemeinsam Material in einer Gruppe und beachten dabei verschiedene Unterstützungsbedürfnisse.
  • informieren sich und andere über die individuelle Sehschädigung und leiten daraus ihren Unterstützungsbedarf im gesellschaftswissenschaftlichen Unterricht ab.
  • zeigen Bewusstsein für eigene Stärken und Schwächen im gesellschaftswissenschaftlichen Bereich und setzen Strategien (u. a. Seh- und Taststrategien) zur Bewältigung des Alltags im gesellschaftswissenschaftlichen Kontext.

GPG5 Lernbereich 1: Lebensraum Erde
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • benennen und ordnen die Planeten im Sonnensystem und beschreiben Entstehung und Sonderstellung der Erde.
  • lokalisieren und beschreiben Kontinente, Weltmeere und Klimazonen mit verschiedenen geographischen Hilfsmitteln (z. B. Globus, Karte) und orientieren sich auf der Erde.
  • orientieren sich unter Anleitung mithilfe fachspezifischer Arbeitsweisen topographisch und naturräumlich in Deutschland sowie in ihrem Lebensraum in Bayern.
  • vergleichen ihren regionalen Natur- und Kulturraum in Bayern mit einem ausgewählten Beispiel in Deutschland (z. B. Alpen, Küste), um Unterschiede und Gemeinsamkeiten darzustellen.
  • stellen unterschiedliche Maßnahmen des Umweltschutzes in ihrem unmittelbaren Umfeld dar und überprüfen ihr eigenes Verhalten in Bezug auf umweltbewusstes Handeln in ihrem Alltag.
Inhalte zu den Kompetenzen:
  • Stellung der Erde im Sonnensystem
  • Erde: Topographie, Naturräume, Klimazonen
  • Natur- und Kulturraum Bayern und Deutschland (z. B. topographische Gliederung, regionale Besonderheiten)
  • Maßnahmen und Handlungsfelder nachhaltigen Umweltschutzes (z. B. Energieeinsparung, regionale Ressourcennutzung)
Alltagskompetenzen Alltagskompetenzen
Für den Förderschwerpunkt Sehen

Kompetenzerwartungen:

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • nutzen zum Lokalisieren und Beschreiben von Kontinenten, Weltmeeren und Klimazonen sowie zur Orientierung auf der Erde taktile Darstellungsformen, z. B. Reliefglobus, Reliefkarte.

GPG5 Lernbereich 2: Zeit und Wandel
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • erklären die sich verändernden Lebensweisen des Menschen in Alt- und Jungsteinzeit, indem sie die Entwicklung vom Jäger und Sammler zum Ackerbauern und Viehzüchter vergleichen und darstellen.
  • erklären die Besonderheiten des Nils und begründen seine Bedeutung für die Infrastruktur und Kultur Ägyptens in Vergangenheit und Gegenwart.
  • stellen die Ausdehnung des Römischen Weltreiches vereinfacht dar.
  • lokalisieren und deuten unter Anleitung Überreste der römischen Kultur und Lebensweise in Süddeutschland.
Inhalte zu den Kompetenzen:
  • Vor- und Frühgeschichte: Lebensweise der Menschen, Sesshaftigkeit
  • Bedeutung des Nils früher und heute: Transportweg, wissenschaftliche Leistungen
  • Imperium Romanum
  • historische Orte in der Region und Spuren römischen Lebens in Süddeutschland (z. B. Limes, Sprache)
Alltagskompetenzen Alltagskompetenzen

GPG5 Lernbereich 3: Politik und Gesellschaft
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • stellen die unterschiedlichen Lebens- und Arbeitsbedingungen der Menschen im alten Ägypten dar und erklären anhand der hierarchisch aufgebauten Gesellschaftspyramide deren unterschiedliche Stellung und Macht in der Hochkultur.
  • beschreiben Zusammensetzung und Befugnisse der Volksversammlung im antiken Griechenland und beurteilen diese Form der Mitsprache für die Bürgerinnen und Bürger als ersten Ansatz von Demokratie.
Inhalte zu den Kompetenzen:
  • ägyptische Hochkultur: Alltagsleben, hierarchische Gesellschaft
  • politisches und kulturelles Erbe der Griechen
Für den Förderschwerpunkt Sehen

Kompetenzerwartungen:

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • analysieren Hintergründe für die Stellung von sehbehinderten und blinden Menschen in historischen Zusammenhängen und ausgewählten Kulturen.

GPG5 Lernbereich 4: Lebenswelt
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • beschreiben Konfliktsituationen aus ihrem Alltag (z. B. Peergroup, Familie, Schule) und formulieren Regeln für ein friedliches und gewaltfreies Zusammenleben in ihrem sozialen Umfeld.
  • wenden demokratische Verhaltensweisen (z. B. bei Klassensprecherwahl, Klassenrat) an, und gestalten ein friedliches und respektvolles Zusammenleben in Familie, Schule und Gesellschaft mit, indem sie z. B. aktiv zuhören, ihre Standpunkte artikulieren, Gesprächsregeln einhalten, argumentieren und verhandeln, Kompromisse finden, Entscheidungen treffen, Beschlüsse fassen und diese in sozialer Verantwortung umsetzen.
  • stellen Ursachen für den aktuellen familiären Wandel in der Gesellschaft dar, indem sie die Entwicklung unterschiedlicher Formen des Zusammenlebens (z. B. Partnerschaft bzw. Ehe mit und ohne Kinder, Patchworkfamilie, gleichgeschlechtliche Partnerschaften) beschreiben und diskutieren.
  • gehen wertschätzend mit Menschen mit Behinderung um und kooperieren bei gemeinsamen Vorhaben.
Inhalte zu den Kompetenzen:
  • Grundregeln für ein friedliches Zusammenleben
  • Konflikte: Prävention, Intervention
  • Gemeinschaft: gemeinsam leben in Familie und Schule, in verschiedenen Lebensgemeinschaften, nach Trennung und Scheidung, in der Peergroup, mit Menschen mit Behinderung (Inklusion)
Alltagskompetenzen Alltagskompetenzen
Für den Förderschwerpunkt Sehen

Kompetenzerwartungen:

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • benennen Ursachen und Erscheinungsformen von Behinderungen und die sich daraus ergebenden Möglichkeiten für Aktivität und Teilhabe.

Inhalte zu den Kompetenzen:

  • Zusammenleben in Wohn- und Internatsgruppen
  • Menschen mit Behinderung: Alltag, Hilfe, Stellung in der Gesellschaft