Lehrplan PLUS

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Kunst 6

gültig ab Schuljahr 2019/20

Ku6 Entwicklungsbezogene Kompetenzen
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Die aufgeführten Kompetenzen beschreiben das Ergebnis eines fünfjährigen Lernprozesses. Die Auswahl der angestrebten Kompetenzen trifft die Lehrkraft in pädagogischer Verantwortung auf der Basis der ermittelten Lernausgangslage sowie des individuellen Förderbedarfs der einzelnen Schülerin bzw. des einzelnen Schülers. Die Kompetenzen werden anhand der Inhalte aus den Lernbereichen im Unterricht angebahnt.

Ku6 Motorik und Wahrnehmung
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • nehmen die Beschaffenheit von Strukturen und Materialien differenziert wahr, indem sie unterschiedliche Sinneskanäle nutzen und vergleichen. Sie richten ihre visuelle Aufmerksamkeit gezielt auf Details, indem sie bewusst Bildausschnitte betrachten.
  • setzen sich mit Bildern ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler konstruktiv auseinander und äußern sich mithilfe der Modellsprache der Lehrkraft (z. B. wiederkehrende Sprachmuster) sowie Formulierungshilfen (z. B. „Dein Bild ist gelungen, weil ...“) zur gestalterischen Qualität und Wirkung der Kunstwerke.
  • gestalten sowohl angeleitet als auch experimentell eigene Kunstwerke und nutzen dabei individuell angepasste Werkzeuge und Gestaltungshilfen.

Ku6 Denken und Lernstrategien
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • entwickeln weitgehend selbständig innere Bilder und Gestaltungsideen und erproben auf der Basis ihrer eigenen Wahrnehmung und Vorstellung unterschiedliche Gestaltungstechniken, die sie reflektieren und anhand von Strukturierungs- und Formulierungshilfen bewerten.
  • fragen gezielt nach Intention und Wirkung ausgewählter Kunstwerke und nutzen dabei ritualisierte Sprachmuster.
  • benennen und unterscheiden ausgewählte Künstlerinnen und Künstler anhand spezifischer Gestaltungsmerkmale und beschreiben mithilfe angelegter Wortschatzsammlungen und Formulierungshilfen (z. B. Satzstarter, Modellsätze) deren Kunstwerke treffend.

Ku6 Kommunikation und Sprache
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • äußern sich in komplexen Sätzen (z. B. Relativsätzen) zu ausgewählten Kunstwerken. Dabei orientieren sie sich an ritualisierten Sprachmustervorgaben der Lehrkraft (z. B. verbal oder in Schriftform) und setzen angebahnte grammatikalische Zielstrukturen richtig um.
  • präsentieren ihre Kunstwerke im Plenum und beschreiben differenziert mithilfe von Formulierungshilfen (z. B. Satzstarter) ihre Gestaltungsabsicht sowie die Bildwirkung. Sie orientieren sich an der Modellsprache der Lehrkraft und achten weitgehend selbständig auf zuvor erarbeitete parasprachliche Gestaltungsmittel.
  • erweitern ihren aktiven und passiven Wortschatz hinsichtlich komplexerer Fachbegriffe mithilfe multimodaler Markenmixe und beschreiben eigene und fremde Kunstwerke differenziert.
  • äußern sich in komplexen und grammatikalisch richtigen Sätzen zu Bildern sowie Kunstwerken und achten auf die Verbfinalstellung in subordinierten Nebensätzen (z. B. „Das Bild wirkt auf mich erheiternd, obwohl ...“). Dabei orientieren sie sich an der Modellsprache der Lehrkraft.

Ku6 Emotionen und soziales Handeln
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • drücken eigene Gedanken und Gefühle durch unterschiedliche Gestaltungsmittel aus und nutzen wiederkehrende Sprachmuster sowie Formulierungshilfen zum Verbalisieren der Werkabsicht.
  • erweitern und stärken ihr Selbstbild, indem sie eigene bildnerische Fähigkeiten einschätzen und ihre Werke mithilfe der Modellsprache der Lehrkraft kritisch beurteilen.
  • akzeptieren andere Sichtweisen auch zu eigenen Werken und drücken ihre Empfindungen mithilfe von wiederkehrenden Sprachmustern und Formulierungshilfen adäquat aus. Durch Rollenspiele bauen sie zunehmend Empathie auf.
  • tauschen sich mithilfe ritualisierter Sprachmuster mit anderen über Wirkung und Technik ausgewählter Kunstwerke aus und setzen Ideen sowie Vorstellungen in gemeinsamen Projekten um.

Ku6 Lernbereich 1: Bildende Kunst
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • unterscheiden romanische und gotische Architektur am Beispiel von Kirchen und Burgen durch den Vergleich von Gestaltung und jeweiliger religiöser bzw. weltlicher Aufgabe (Funktion, Stilmerkmale und technische Lösungen).
  • untersuchen und beschreiben die Entstehungsgeschichte repräsentativer mittelalterlicher Bauwerke (Kirchen, Burgen), auch im Hinblick auf die Arbeitsorganisation bei der Entstehung (z. B. Bauhütte).
  • entwerfen ein am Mittelalter orientiertes Bauwerk (z. B. eine Burg) zeichnerisch in verschiedenen Ansichten oder als Modell (z. B. aus Papier, Karton, Ton), um den Zusammenhang von Form und Funktion zu erarbeiten.
Inhalte zu den Kompetenzen:
  • Gegenstand: Bauwerke aus dem Mittelalter (Romanik und Gotik): Burg, Kirche; Funktion und Aspekte der Werkentstehung: Anlass, Auftraggeber, Arbeitsorganisation
  • wichtige Begriffe: Romanik, Gotik; Kirche, Dom, Kathedrale; Mittel-, Seiten-, Querschiff, Fresko, Glasmalerei, Rosette, Kapitell, Wasserspeier, Bauhütte; Burg: Wall, Zugbrücke, Bergfried, Wehrgang
  • Gestaltungselemente und ‑prinzipien: Romanik: schwerer, blockhafter Massivbau mit wenigen, kleinen Fenstern und Flachdecken bzw. einfachen Gewölben; Gotik: gegliederter Baukörper, Durchgitterung der Wand, Strebewerk, Maßwerk, farbige Glasfenster
  • Verfahren und Techniken: Ideenskizze, Zeichnung, Modellbau, auch in Gruppenarbeit
  • Werkzeuge und Materialien: Zeichenwerkzeuge; Modellbaumaterialien (z. B. Papier, Karton, Ton); Modellierwerkzeug, Cutter, Scheren, Klebstoff

Ku6 Lernbereich 2: Gestaltete Umwelt
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • stellen Zusammenhänge zwischen Form und Funktion am Beispiel aktueller und historischer Objekte (auch Architekturelemente) her, indem sie diese analysieren (z. B. nach Größe, Material, Form, Verarbeitung und Handhabung).
  • entwerfen zeichnerisch einen einfach aufgebauten Gebrauchsgegenstand, um das Zusammenspiel von funktionalen, dekorativen und repräsentativen Aspekten zu erproben.
  • wählen ein Objekt aus ihrer Umgebung (z. B. Sitzmöbel, Tisch, Lampe) aus, entscheiden sich für einen für den Betrachter informativen Standpunkt und erfassen dieses Objekt in Parallelperspektive unter Berücksichtigung von Licht und Schatten.
Inhalte zu den Kompetenzen:
  • Gegenstand: heutige und historische Objekte oder Architekturelemente
  • wichtige Begriffe: Betrachterstandpunkt, Blickwinkel, Funktion, Proportion, Dekor
  • Gestaltungselemente und ‑prinzipien: Darstellung von Licht und Schatten (Schraffuren), Parallelperspektive, Anordnung im Blatt
  • Verfahren und Techniken: Zeichnung oder Modellbau
  • Werkzeuge und Materialien (z. B. Bleistifte, Buntstifte, Papiere, Scheren, Pappen, Leim/Kleister, Modelliermasse)

Ku6 Lernbereich 3: Visuelle Medien
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • unterscheiden den Charakter verschiedener Schriftarten und Textanordnungen in Druckerzeugnissen (z. B. Comics) und bewerten diese im Hinblick auf ihre Eignung für bestimmte Botschaften.
  • gestalten analog oder digital Texte (z. B. Initialen, Namen, Begriffe, Slogans, lyrische Texte) mit einer geeigneten Schriftart, um einen bestimmten Inhalt visuell zu vermitteln.
Inhalte zu den Kompetenzen:
  • Gegenstand: Schrift als Mittel der Kommunikation
  • wichtige Begriffe: Handschrift, Druckbuchstaben, Satzspiegel, Layoutraster, Ausrichtung, typografischer Punkt bzw. Schriftgröße, fett-normal-kursiv
  • Gestaltungselemente und ‑prinzipien (z. B. Erscheinungsbild; Charakter der Schrift – etwa verspielt, sachlich, nüchtern; Anordnung (Layout); Größe; Strichbreite; Proportion; Abstände)
  • Verfahren und Techniken: analoge Schrift, digitale Textverarbeitung, Drucken, Kopieren, Montieren
  • Werkzeuge und Materialien (z. B. Bleistift, Federn und Tusche, Computer, Drucker, Kopierer, Montagematerial)

Ku6 Lernbereich 4: Erfahrungswelten
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • analysieren Sachzeichnungen unter dem Aspekt der erscheinungsgetreuen, illusionistischen Wiedergabe, um einen ersten Zugang zu den dafür notwendigen Gestaltungsmitteln (Hell-Dunkel-Modellierung, Schattenwiedergabe) herzustellen.
  • geben in der Zeichnung einen Gegenstand aus der Natur (z. B. Muscheln, Schnecken, Wurzeln) oder ihrem Lebensumfeld (z. B. Spitzer, Schere, Werkzeug) mit grafischen Mitteln erscheinungsnah und plastisch wieder (z. B. durch Schraffuren oder Schattenwiedergabe), begründen ihre Wahl der Gestaltungsmittel (z. B. Technik, Größe) und Aspekte der bildnerischen Lösung (z. B. Motivwahl, Bildausschnitt).
Inhalte zu den Kompetenzen:
  • Gegenstand: Objekte aus der alltäglichen Umgebung bzw. Sachzeichnungen
  • wichtige Begriffe: Oberflächen- und Materialbeschaffenheit, Schlagschatten, Körperschatten, Struktur, Textur, Lichtreflex
  • Gestaltungselemente und ‑prinzipien: Licht und Schatten, Hell-Dunkel-Übergänge, Parallelperspektive
  • Verfahren und Techniken: Zeichnung
  • Werkzeuge und Materialien: Stifte und Papier

Ku6 Lernbereich 5: Fantasiewelten
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • analysieren fantastische Bilder, Objekte in der mittelalterlichen Kunst (z. B. Monster in der Bauplastik, Buchmalerei) oder in außereuropäischen Kulturen im Hinblick auf ihre Gestaltung und ihre Bedeutung.
  • wenden grundlegende handwerkliche Verfahren (z. B. Modellieren, Skulptieren, Montieren) auf verschiedene Materialien (auch unkonventionelle wie z. B. Schnee, Watte, Seife) an, um fantasievolle Objekte zu gestalten.
Inhalte zu den Kompetenzen:
  • Gegenstand: Bilder, Objekte, Skulpturen und Plastiken des Mittelalters oder aus anderen Kulturkreisen mit Motiven aus ihrer Fantastie
  • Gestaltungselemente und ‑prinzipien: Kombination und Verbindung von Elementen, Motiven, Oberflächen, Materialien; Inszenierung (Raum, Lichtführung)
  • Verfahren und Techniken: Plastik, Montage oder Skulptur
  • Werkzeuge und Materialien (z. B. Mal- und Zeichenwerkzeuge, Ton, Modelliermasse, Schnee, Seife, Alufolie, Pappen, Werkzeuge, Alltagsgegenstände)