Lehrplan PLUS

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Werken und Gestalten 4-9

Die entwicklungsbezogenen Kompetenzen sowie die individuellen kompetenzorientierten Lernaktivitäten des Faches bilden einen fünfjährigen Lernprozess ab. Sie erfahren eine Erweiterung durch die individuellen kompetenzorientierten Lernaktivitäten des Faches Grundlegender entwicklungsbezogener Unterricht. Die Auswahl und Verknüpfung der angestrebten Kompetenzen trifft die Lehrkraft in pädagogischer Verantwortung auf der Basis des individuellen Förderbedarfs der Schülerinnen und Schüler. Es ist nicht erforderlich, dass sich die einzelne Schülerin bzw. der einzelne Schüler mit jeder der individuellen kompetenzorientierten Lernaktivitäten oder entwicklungsbezogenen Kompetenzen dieses Faches auseinandersetzt.

WG Motorik und Wahrnehmung
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Individuelle kompetenzorientierte Lernaktivitäten

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • nehmen ausgewählte Materialien und Werkzeuge mit verschiedenen Sinnen wahr und beschreiben deren spezifische Eigenschaften.
  • nehmen beim Werken und Gestalten unter Anleitung und zunehmend selbständig eine ergonomische Körper- und Sitzhaltung ein.
  • strukturieren den eigenen Arbeitsplatz angeleitet und zunehmend selbständig sinnvoll und übersichtlich und nutzen hierfür Orientierungshilfen.
  • setzen die eigene Händigkeit (Lateralität) gezielt ein und entwickeln sie weiter.
  • üben Einzelbewegungen in Trockenübungen (z. B. mit einprägsamen Sprechversen wie „Vor, zurück und vor zurück“) vor und erlernen Bewegungsformen vor der Begegnung mit dem eigentlichen Material mit einem einfacher zu handhabenden Alternativmaterial (z. B. Kneten mit kinetischem Sand anstatt mit Ton).
  • zeigen beim Werken und Gestalten Erfahrung in der Koordination von Einzelbewegungen und wenden ggf. angepasste Hilfsmittel an, um einen verbesserten Fertigkeitsgrad zu erlangen.
  • zeigen zunehmend Ausdauer und eine maßvolle Krafteinteilung, um ein Werkstück in angemessener Zeit fertigzustellen.

WG Denken und Lernstrategien
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Individuelle kompetenzorientierte Lernaktivitäten

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • stellen sich auf einen Raumwechsel anhand eines angebotenen Bezugsgegenstands (z. B. Wollknäul, Feile) ein.
  • erkennen Fachräume anhand spezifischer Merkmale (z. B. Gerüche, Geräusche, Materialien) wieder.
  • zeigen Handlungsbereitschaft bei der Bearbeitung und Fertigstellung eines Werkstücks.
  • fokussieren ihre Aufmerksamkeit für die Dauer eines Arbeitsprojekts.
  • nutzen Orientierungs- und Strukturierungshilfen (z. B. Arbeitsmodelle, Handlungspläne, bebilderte Anleitungen) zur Gliederung ihres Arbeitsprozesses und zur Erinnerung des Arbeitsauftrags.
  • entwickeln Handlungsroutinen im Laufe des Arbeitsprozesses und halten den Handlungsablauf einfacher und zunehmend komplexer Arbeitsprozesse ein.
  • bewerten Arbeitsergebnisse anhand von vorgegebenen Kriterien und ordnen Arbeitsergebnisse realistisch in ein Beurteilungsraster ein.
  • bewerten die Notwendigkeit zur individuellen Unterstützung und fordern aktiv Hilfe ein.

WG Kommunikation und Sprache
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Individuelle kompetenzorientierte Lernaktivitäten

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • hören aktiv zu und fragen bei Unklarheiten höflich und gezielt nach.
  • halten für das Fach Werken und Gestalten erarbeitete und vereinbarte Gesprächsregeln ein.
  • entnehmen aus Bild- oder Textanleitungen die für die Erstellung des Werkstücks wesentlichen Inhalte.
  • verstehen und verwenden zunehmend Fachbegriffe, um sich fachspezifisch und präzise auszudrücken.
  • nutzen angeleitet und zunehmend selbständig Hilfsmittel der Unterstützten Kommunikation zum Austausch im Arbeitsprozess und zur Präsentation von eigenen Werkstücken.
  • tauschen sich angeleitet und zunehmend individuell über ihre Erfahrungen im Arbeitsprozess mit anderen aus.
  • stellen ihre Werkstücke in der Klassengemeinschaft vor und gehen dabei auf ausgewählte Aspekte ein.

WG Emotionen und soziales Handeln
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Individuelle kompetenzorientierte Lernaktivitäten

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • äußern sich in angemessener Weise zu beängstigenden oder unangenehm empfundenen Situationen, die durch Geräusche, Gerüche oder eine besondere Raumordnung in den Fachräumen hervorgerufen werden können.
  • akzeptieren körpernahe Assistenz und Hilfestellung (z. B. Handführung, Blockade von unwillkürlichen Bewegungen), um gefahrlos werken und gestalten zu können.
  • organisieren ihren Arbeitsplatz so, dass sie andere nicht in ihrer Arbeit einschränken und ungestört von anderen arbeiten können.
  • bewerten eigene Stärken und Schwächen realistisch und übernehmen dementsprechend unterschiedliche Aufgaben in kooperativen Arbeitsgruppen.
  • übernehmen wiederkehrende Dienste in den Fachräumen und erledigen diese zuverlässig und verantwortungsvoll.
  • geben auf wertschätzende Weise Rückmeldung zu den Werkstücken anderer und äußern dabei sowohl Anerkennung als auch sachliche Kritik.
  • zeigen Kritikfähigkeit bei der Bewertung der eigenen Arbeiten durch die Mitschülerinnen und Mitschüler.

WG 1.1 Den Fachraum nutzen
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Individuelle kompetenzorientierte Lernaktivitäten

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • orientieren sich in verschiedenen Fachräumen, indem sie
    • sich an die Ausstattung, die Geräusche und Gerüche der verschiedenen Räume gewöhnen.
    • wesentliche Merkmale der Fachräume auch im Vergleich zum Klassenzimmer (z. B. die Werkbank, Nähmaschinentisch, Materiallager) unterscheiden.
    • die verschiedenen Fachräume unterscheiden und benennen.
  • bereiten sich auf das Arbeiten im Fachraum vor, indem sie
    • auf einem Werkhocker oder Stuhl eine sitzende oder an einer Werkbank eine stehende Arbeitshaltung einnehmen.
    • den Arbeitsplatz vorbereiten und in Ordnung halten (z. B. mithilfe von Markierungen).
    • Arbeitskleidung zum Schutz vor Verschmutzung der eigenen Kleidung oder zur Aufbewahrung von Hilfswerkzeugen tragen.
Alltagskompetenzen Alltagskompetenzen

WG 1.2 Werkzeuge und Maschinen nutzen
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Individuelle kompetenzorientierte Lernaktivitäten

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • führen Werkaufgaben mit den Händen aus, indem sie
    • die Hände als Werkzeuge, die greifen, knüllen, reißen, schlagen, drücken, fädeln können, erleben.
    • eine Handführung zur Unterstützung zulassen.
  • führen verschiedene Werkzeuge, indem sie
    • Halte- und Aktionshand koordinieren.
    • Kraft maßvoll dosieren und diese ohne Druck führen.
    • eine zweckmäßige Körperhaltung einnehmen und die Arbeitshöhe beachten.
  • nutzen Werkzeuge und Maschinen verantwortungsbewusst, indem sie
    • deren Fachbezeichnungen verstehen und anwenden.
    • scharfe und spitze Werkzeuge stets nach unten halten, diese gesichert ablegen oder weitergeben und vom Körper weg arbeiten.
    • bei der Adaption von Werkzeugen an ihre individuellen Fähigkeiten kooperieren (z. B. Anziehen eines Schleifhandschuhs, Ausprobieren einer Zugvorrichtung für die Ständerbohrmaschine).
    • an Einführungen zum Umgang mit Werkzeugen und Maschinen teilnehmen und bei Eignung ein Zertifikat für deren Nutzung erwerben.
    • mithilfe eines Ansteuerungsgeräts den Stromkreislauf schließen und so elektrische Geräte oder Maschinen aktivieren.
    • bei elektrischen Geräten oder Maschinen auf beschädigte Kabel oder Stecker achten, eine Verbrennungs- und Brandgefahr einschätzen und für eine sichere Ablage der Geräte sorgen.
    • besondere Sicherheitsvorschriften einhalten.
    • das für einen Arbeitsvorgang passende Werkzeug oder eine solche Maschine auswählen.
    • diese nach Gebrauch säubern.
  • nehmen Maß,
    • indem sie Messwerkzeuge sachgerecht verwenden und Markierungen anbringen.
Alltagskompetenzen Alltagskompetenzen

WG 1.3 Selbständig arbeiten
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Individuelle kompetenzorientierte Lernaktivitäten

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • planen die Erstellung eines Werkstücks, indem sie
    • ein vorbereitetes Ansichtsexemplar eines Werkstücks mit verschiedenen Sinnen wahrnehmen.
    • ein Ziel ins Auge fassen (z. B. ein Verkaufsobjekt für den Weihnachtsbasar, ein Geburtstagsgeschenk, ein Accessoires für den eigenen Wohnbereich).
    • sich für eine Werkaufgabe entscheiden und persönliche Vorstellungen von einem Werkstück entwickeln.
    • eigene Gestaltungsideen unter Berücksichtigung der Funktion des Werkstücks (z. B. Kissen als Dekorations- oder Nutzgegenstand) entwickeln.
    • dazu eine Skizze erstellen, eine Abbildung oder eine Anleitung recherchieren.
    • den Arbeitsablauf ausgehend von einem fertigen Werkstück in notwendige Teilschritte gliedern.
    • Arbeitsanleitungen und Pläne (z. B. Handlungsbilder oder Textanweisungen) lesen und notwendige Arbeitsschritte antizipieren.
    • den Werkzeugeinsatz planen und die geeigneten Werkzeuge bereitlegen.
    • den notwenigen Zeit- und Hilfebedarf abschätzen.
  • stellen notwendiges Material zur Erstellung eines Werkstücks bereit, indem sie
    • den Materialbedarf für das Werkobjekt feststellen, vorhandene Werkstoffe sichten, geeignete und erforderliche Materialien auswählen, einen Einkaufszettel bzw. eine Stückliste schreiben oder einen Bestellschein ausfüllen.
    • in Begleitung einer Lehrkraft Material in einem Fachgeschäft oder Baumarkt einkaufen.
    • Material ökonomisch verwenden.
  • setzen Arbeitsschritte zur Erstellung eines Werkstücks um, indem sie
    • Bezeichnungen und Fachausdrücke verstehen und situationsangemessen verwenden.
    • einzelne Arbeitsschritte und mehrere der Reihe nach sorgfältig ausführen.
    • mündliche, bildliche und schriftliche Arbeitsanleitungen nutzen.
    • bei der Ausführung der Arbeiten auf Genauigkeit achten, Fehler erkennen und sie beheben.
  • beachten Unfallverhütungsmaßnahmen und vermeiden Verletzungen, indem sie
    • bei Bedarf Schutzkleidung (z. B. eine Schutzbrille, ein Haarnetz oder einen Gehörschutz) tragen.
    • Werkzeuge und Maschinen sachgerecht nutzen.
  • arbeiten zielstrebig und ausdauernd an der Erstellung ihres Werkstücks, indem sie
    • vielzählige Wiederholungen einer Bewegung akzeptieren und sich auf diese einstellen, um eine Veränderung des Werkstücks zu bewirken.
    • über einen wachsenden Zeitraum am Platz bleiben oder Werkarbeiten über die Dauer einer oder mehrerer Unterrichtseinheiten ausführen.
    • die Arbeit nach Pausen fortsetzen oder einen Zeitrahmen einhalten.
    • den Zweck einer Arbeit erkennen, sich dafür engagieren oder die Anfertigung eines Werkstücks als verbindlichen Auftrag betrachten.
    • Situationen, in denen sie Hilfe benötigen, erkennen und um Hilfe bitten.
  • arbeiten beim Werken und Gestalten kooperativ und verantwortungsvoll im Team, indem sie
    • in angemessener Weise warten bis z. B. ein Werkzeug frei wird oder eine benötigte Hilfe gegeben wird.
    • eigene Stärken und Schwächen einschätzen und sich dementsprechend in die gemeinsame Arbeit einbringen.
    • Arbeitsschritte nach gemeinsamer Absprache untereinander aufteilen und dabei Kompromissbereitschaft zeigen.
    • angemessene Gesprächsformen nutzen und Techniken der Konfliktvermeidung und -bewältigung anwenden.
    • in Serie arbeiten und sich dem geforderten Arbeitstempo anpassen.
  • reflektieren Arbeitsergebnisse kritisch, indem sie
    • die Funktionstüchtigkeit des Werkstücks kontrollieren oder das Werkstück mit den Vorgaben vergleichen.
    • die Gestaltung des Werkstücks und deren Wirkung auf die Betrachterin oder den Betrachter beschreiben.
    • die Arbeitsergebnisse anderer respektvoll bewerten und Kritikfähigkeit bei der Bewertung eigener Arbeiten zeigen.
  • bringen fertigen Werkstücken Wertschätzung entgegen, indem sie
    • diese in geeigneter Umgebung oder vor Publikum präsentieren.
    • diese verschenken, verkaufen oder für sich selbst behalten und nutzen.
Alltagskompetenzen Alltagskompetenzen

WG 2.1 Papier und Pappe erkunden
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Individuelle kompetenzorientierte Lernaktivitäten

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • erproben die Nutzung von Papier und Pappe, indem sie
    • diese in ihrer Alltagswelt (z. B. als Schreibpapier oder als Verpackung) entdecken.
    • mit diesen experimentieren (z. B. knüllen, reißen, werfen, knicken, falten).
    • darauf malen oder schreiben und damit etwas konstruieren.
  • charakterisieren Papier und Pappe, indem sie
    • diese nach der Verwendung (z. B. Toilettenpapier, Schreibpapier, Verpackung) und nach der Papierart (z. B. Seidenpapier, Krepppapier, Tonpapier) ordnen und benennen.
    • typische Eigenschaften von Papier wie Saugfähigkeit, Lichtdurchlässigkeit, Löslichkeit oder Flexibilität beschreiben.
    • sich über die industrielle Papierherstellung anhand verschiedener Medien oder einer Werksbesichtigung informieren.
Alltagskompetenzen Alltagskompetenzen

WG 2.2 Mit Papier und Pappe arbeiten
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Individuelle kompetenzorientierte Lernaktivitäten

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • trennen Papier und Pappe, indem sie
    • verschiedene Papiere reißen und die Stücke zur Gestaltung von flächigen oder plastischen Werkgegenständen (z. B. Muster aus Papierstreifen) verwenden.
    • Blätter oder Karten lochen.
    • Papier mit Papier- oder Spezialscheren zu einfachen geometrischen Formen, in Wellenlinien oder Zickzackmustern schneiden oder aus Ausschneidebögen ausschneiden.
    • diese mit dem Cutter schneiden, um bewegliche Formen auszuschneiden oder z. B. ökonomisch mehrere Papierlagen auf einmal zu schneiden.
  • verbinden Papiere oder Pappen, indem sie
    • Papierbögen in Punkt-, Linien- oder Flächenklebung verkleben und hierfür geeignete Klebstoffe (z. B. Klebefilm, Alleskleber, Kleister oder Kaltleim) verwenden.
    • Werkgegenstände (z. B. Mappe, Schachtel) mit Schmuckpapier beziehen und gestalten.
  • falten Papier und gestalten Faltobjekte, indem sie
    • beliebige Faltungen vornehmen, dazu Hilfsmittel wie ein Lineal oder Falzbein verwenden und die Faltungen wieder entfalten.
    • beim Falten Veränderungen am Papier (z. B. Faltkanten, Form und Größe) feststellen.
    • sich auf einem Blatt räumlich (z. B. oben, unten, Mitte, Ecken, Kanten) orientieren.
    • Grundfaltungen (z. B. zum Buch, Kopftuch, Briefumschlag) vornehmen, verschiedene Faltungen verbinden und Faltungen in Serie wiederholen, um z. B. Servietten dekorativ zu falten, Origami oder eine Schachtel herzustellen.
    • z. B. Zierfächer bemalen oder Bogensegmente zu Sternen schneiden.
  • verformen Papier, indem sie
    • Papierstreifen rollen und ringeln und plastische Werkgegenstände (z. B. Schnecken, Spiralen oder Papierperlen) formen.
  • bauen mit Papier und Pappe, indem sie
    • Objekte (z. B. Türme, Autos oder Adventskalender) aus Pappschachteln und -rohren konstruieren.
    • Objekte (z. B. Kugelbahnen oder Brücken) aus gefalteten Papieren gestalten.
  • gestalten mit Pappmaché, indem sie
    • Pappmaché-Masse aus zerkleinertem Papier und Tapetenkleister herstellen.
    • Papierbrei in Formen (z. B. Herzen oder Broschen) gießen oder diesen mit den Händen formen (z. B. kleine Tiere oder Schalen).
    • Papierstreifen schichtweise mit Kleister bestreichen und um Objekte (z. B. Luftballon, Drahtgeflecht oder geknülltes Papier) wickeln.
    • Pappmaché-Objekte nach dem Trocknen bemalen oder lackieren.
    • Papier mit einem Schöpfrahmen von Hand schöpfen und mit Blüten oder einem Wasserzeichen verzieren.
  • gestalten Papier, indem sie
    • dies mit Kordel- oder Linoldruck bedrucken oder Pflanzenteile abdrucken.
    • dies z. B. mit Ölfarben färben oder marmorieren.
Alltagskompetenzen Alltagskompetenzen

WG 3.1 Holz erkunden
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Individuelle kompetenzorientierte Lernaktivitäten

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • erfahren Holz, indem sie
    • Gegenstände aus Holz (z. B. Brotzeitbrettchen, Musikinstrumente oder Möbel) in ihrer Alltagswelt entdecken.
    • Holzvorkommen in der Natur (z. B. lebende Bäume, Schnittholz, vermoderndes Holz) erleben.
    • z. B. mit Hölzern einen Klang erzeugen, ein raues Holzstück ertasten, an frisch geschnittenem Holz riechen oder einen schweren Holzklotz tragen.
    • Holzstücke sammeln, nach verschiedenen Kriterien (z. B. glatt, rau, weich, hart) sortieren und beschreiben.
    • Holzstücke kreativ arrangieren, in Sägemehl schreiben oder mit Spänen dekorieren.
  • charakterisieren Holz, indem sie
    • Hölzer nach ihrer Härte unterscheiden (z. B. Fichte ist ein Weichholz, Eiche ist ein Hartholz).
    • verschiedene Verarbeitungsformen von Holz, wie Bretter, Balken, Rundhölzer, Massivholz, Sperrholz oder Spanplatten, unterscheiden.
    • den Weg vom Samen über den erntereifen Baum zum Holzbrett nachvollziehen und es als nachwachsenden Rohstoff erkennen.
    • typische Eigenschaften von Holz, wie Schwimmfähigkeit, Klangfähigkeit, Brennbarkeit, erkunden und beschreiben.
    • sich über die Holzverarbeitung anhand verschiedener Medien oder einer Betriebsbesichtigung informieren.
Alltagskompetenzen Alltagskompetenzen

WG 3.2 Mit Holz arbeiten
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Individuelle kompetenzorientierte Lernaktivitäten

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • längen Leisten, Rundhölzer und Bretter mit der Säge ab oder sägen Holzformen aus, indem sie
    • verschiedene Sägen, ihre Eignung und ihre Verwendung (z. B. eine Japanische Handsäge für Leisten, eine Bügelsäge für Balken, eine Laubsäge für Sperrholz) unterscheiden.
    • Einspannvorrichtungen wie Schraubstock, Schraubzwinge und Hebelspanner nutzen.
    • ein Stück des Holzes sachgerecht und exakt mit dem Lineal, dem Gliedermaßstab oder dem Maßband abmessen und beim Sägevorgang angezeichnete Grenzen und Markierungen einhalten.
    • das Werkstück einspannen und mit der Säge oder Dreikantfeile eine Sägerille vorbereiten, um ein Abrutschen der Säge zu vermeiden.
    • Sägebewegungen durch gerichtetes und gleichmäßiges Schieben mit Druck oder einholendes Ziehen ausführen.
    • mit Sägeblättern sachgerecht umgehen und sie bei Bedarf auswechseln.
    • mit der Dekupiersäge vorgezeichnete Formen aussägen.
  • feilen und raspeln Holz, indem sie
    • verschiedene Raspeln und Feilen (z. B. Flach-, Halbrund-, Rund-, Dreikantfeilen und –raspeln) unterscheiden und benennen.
    • eine adäquate Feile oder Raspel auswählen, eine günstige Arbeitshaltung einnehmen und so verschiedene Vertiefungen im Holz gestalten.
    • Feilen und Raspeln sachgerecht mit einer Feilenbürste entlang der Maserung reinigen.
  • behandeln die Oberfläche von Holz, indem sie
    • diese mit Raspel oder Feile spanabhebend umformen.
    • diese mit angemessenem Druck und in Faserrichtung mit Fachgeräten (z. B. Schleifblock, Schleifpapier oder Exzenterschleifmaschine) schleifen, wobei sie zuerst grobes, dann feines Schleifpapier benutzen.
    • nach dem Sägen die Kanten brechen.
    • diese wachsen oder ölen und anschließend polieren.
    • diese mit umweltfreundlichen Lacken lackieren, wobei sie sie zuerst grundieren, zwischenschleifen und dann ein zweites Mal lackieren.
    • fertige Holzarbeiten durch Tauchen oder Pinselauftrag beizen.
    • Werkstücke mit dem Brandmalkolben verzieren.
  • verbinden verschiedene Holzteile durch Leimen, indem sie
    • passgerechte Teile vorbereiten, Klebeflächen säubern, Leim auftragen und die verleimten Teile fixieren.
    • beim Leimen eine Unterlage nutzen und Pinsel und Arbeitsplatz nach dem Leimen säubern.
  • verbinden verschiedene Holzteile durch Nageln, indem sie
    • verschiedene Arten von Nägeln (z. B. lange – kurze, Stahlnägel) unterscheiden.
    • einen geeigneten Nagel auswählen und die notwendige Länge des Nagels kontrollieren.
    • sich in einer günstigen Körperhaltung aufstellen, den Nagel zwischen Zeigefinger und Daumen halten und ihn mit dosierten Hammerschlägen einschlagen.
  • bohren Vertiefungen oder Löcher in Holzteile, indem sie
    • verschiedene Bohrer (z. B. Handbohrer, Akkubohrer, Ständerbohrmaschine) unterscheiden und den jeweils geeigneten Bohrer auswählen.
    • verschiedene Bohrwerkzeuge(z. B. für Holz oder Metall) und deren Größen unterscheiden und das jeweils geeignete auswählen.
    • das Bohrwerkzeug sachgerecht in das Bohrfutter einspannen.
    • das Holzstück einspannen und den Bohrer in einer senkrechten Position über dem Holzstück halten oder bewegen.
  • verbinden verschiedene Holzteile durch Verschrauben, indem sie
    • verschiedene Schrauben wie Schlitz-, Kreuzschlitz- oder Torxschraube unterscheiden und dazu passende Schraubendreher oder Aufsätze für den Akkuschrauber finden.
    • Holzteile durch Vorbohrungen vorbereiten.
    • die Schraube in einer Drehbewegung mit dem Schraubendreher eindrehen.
    • das Holzstück einspannen und den Akkubohrer senkrecht und ruhig über der Schraube halten.
    • Flachdübel, Lamello oder Holzdübel in vorgefertigte Vertiefungen einschlagen.
  • stemmen oder schnitzen Holz, indem sie
    • an einer Einführung in das Stemmen und Schnitzen mit verschiedenen Schnitzwerkzeugen (z. B. Stechbeitel, Hohlbeitel oder Schnitzmesser) teilnehmen.
    • die Form und Struktur des Holzes berücksichtigen.
    • eine Holzplatte entsprechend der Vorzeichnungen ausstemmen.
Alltagskompetenzen Alltagskompetenzen

WG 4.1 Metall erkunden
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Individuelle kompetenzorientierte Lernaktivitäten

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • erfahren Metall, indem sie
    • metallische Gegenstände (z. B. Schmuck, Dosen oder Besteck) in ihrer Alltagswelt entdecken.
    • z. B. die Kühle des Materials fühlen oder den typischen Metallgeruch wahrnehmen.
  • charakterisieren Metalle, indem sie
    • verschiedene Metalle wie Gold, Kupfer, Messing, Zinn, Aluminium und Eisen unterscheiden.
    • typische Eigenschaften einzelner Metalle (z. B. Formbarkeit nach Erwärmung, Ansetzen von Rost oder Grünspan bei Feuchtigkeit) beschreiben.
    • verschiedene vorgefertigte Teile aus Metall (z. B. Bänder, Bleche, Rohre oder Drähte) unterscheiden und benennen.
    • überlegen, wo Metall als grundlegender Werkstoff verarbeitet wird (z. B. Automobilindustrie).
    • sich über die Metallgewinnung und -verarbeitung anhand verschiedener Medien oder einer Betriebsbesichtigung informieren.
Alltagskompetenzen Alltagskompetenzen

WG 4.2 Mit Metall arbeiten
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Individuelle kompetenzorientierte Lernaktivitäten

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • bearbeiten und gestalten Metalloberflächen, indem sie
    • Weißblechdosen oder -formen mit Metallstiften verzieren.
    • in diese mit Drückwerkzeugen (z. B. Stift oder Stricknadel) Muster prägen.
    • fertige Werkgegenstände mit unterschiedlichen Werkzeugen und Materialien (z. B. Schleifpapier, Schlämmkreide) schleifen und polieren (z. B. mit Stahlwolle oder Leder).
    • diese zur Vermeidung von Rost mit Öl einreiben und als Schutz vor Verwitterung oder Abnutzung mit Lack lackieren.
    • Schmuckemail auftragen und Plaketten oder Broschen mit einer figürlichen oder ornamentalen Verzierung gestalten.
  • biegen Metall, indem sie
    • Objekte aus Drähten von Hand frei formen, um sie anschließend z. B. mit Strumpfgewebe oder Pappmaché zu umhüllen.
    • Drähte über Stäbe wickeln, um Federspiralen oder Schlangen zu formen, oder sie um Nagelbretter winden, um z. B. Namensschilder zu gestalten.
    • Drähte mithilfe einer Flach- oder Rundzange z. B. zu Kleiderbügeln oder Fonduegabeln drehen.
    • Drahtenden sichern, um Stich- und Rissverletzungen zu vermeiden.
    • Blechbänder frei oder mit Biegeschablonen und -vorrichtungen formen, um z. B. Gießformen herzustellen.
  • treiben Metall, indem sie
    • dieses mit einem Treibhammer über einem Treibholz aufziehen und mithilfe von Polierhammer, Richtplatten, Polierfaust oder Ambos polieren.
    • geschnittene Blechstücke falzen, bördeln und schweifen, um z. B. Stiftehalter oder Blumenvasen herzustellen.
    • Metallobjekte mit Hammer, Körner oder Metallstäben punzieren, um sie zu verzieren.
  • schneiden und sägen Metall, indem sie
    • Drähte und Leisten mit Beißzange, Seitenschneider oder Flachzange ablängen.
    • Metallrohre einspannen und mit dem Rohrabschneider oder der Metallsäge ablängen, wobei sie beim Sägen auf Stoß arbeiten und das Sägeblatt regelmäßig säubern.
    • benötigte Maße an einem Metallteil sachgerecht mit einem Musterstück, einem Stahllineal oder einem Rollmaßband abmessen und die Markierungen mit einer Reißnadel anreißen oder einem Markierungsstift anzeichnen.
    • Blechteile mit einer Blech-, Figuren- oder Lochschere aus einer großen Tafel heraustrennen.
    • Schnittkanten mit einer Feile sichern und entgraten und Blechkanten falzen.
  • lochen und bohren Metalle, indem sie
    • auf Weißblechdosen, Alufolie oder Kupferfolie mit Nägeln verschiedene Muster aufbringen.
    • für Handbohrer und Ständerbohrmaschine Metallbohrwerkzeuge auswählen.
    • den Handbohrer ruhig führen und die Ständerbohrmaschine sachgerecht bedienen.
    • den Bohrmittelpunkt ankörnen, große Löcher vorbohren, Bohremulsion verwenden und Bohrlöcher versäubern.
  • verbinden Metallteile, indem sie
    • diese verkleben, um z. B. Collagen oder Reliefs zu gestalten.
    • verschiedene Metallteile mit Bohrungen auf Drähte oder Äste fädeln, um so eine Plastik zu gestalten.
    • Lochblechstreifen mit verschieden großen Schrauben und Muttern verbinden, wobei sie mit dem Schraubendreher drehen und mit dem Schraubenschlüssel gegenhalten.
    • Nieten in gelochte Werkstücke einsetzen und sie mit Hammer oder Nietzange stauchen.
    • zu verlötende Teile in einem Lötständer fixieren, mit dem Lötkolben sachgerecht verlöten und das Erkalten der Teile abwarten.
Alltagskompetenzen Alltagskompetenzen

WG 5.1 Ton erkunden
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Individuelle kompetenzorientierte Lernaktivitäten

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • erfahren Ton, indem sie
    • Tonobjekte (z. B. Blumentöpfe, Fliesen, Obstschalen) in ihrer Alltagswelt entdecken.
    • die Kühle und Festigkeit von festem Ton und die Schmierigkeit und Weichheit von mit Wasser angereichertem Ton spüren und diesen auf den Händen zulassen.
    • Ton am Bach abbauen, von Gräsern oder Steinen befreien, trocknen, zerstampfen und mit Wasser zu einer elastischen Masse verkneten.
  • charakterisieren Ton, indem sie
    • verschiedene Eigenschaften von Ton (z. B. zerbrechlich, schwer, tönerner Klang) und Erscheinungsformen von Ton (z. B. glasiert, roh) unterscheiden und benennen.
    • verschiedene Keramikarten wie Irdenware, Terrakotta, Steingut oder Porzellan unterscheiden und benennen.
    • sich über die industrielle Tongewinnung und die Tonverarbeitung anhand verschiedener Medien oder einer Betriebsbesichtigung informieren.
Alltagskompetenzen Alltagskompetenzen

WG 5.2 Mit Ton arbeiten
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Individuelle kompetenzorientierte Lernaktivitäten

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • gehen fachgerecht mit Ton um und bereiten ihn für die Verarbeitung vor, indem sie
    • Tonklumpen mit der Faust oder dem Klopfholz schlagen und kneten, um eingeschlossene Luftblasen zu entfernen.
    • Ton sachgerecht mit einem Schneidedraht oder Messer abschneiden.
    • nicht benötigten Ton luftdicht in Folie verpacken und unfertige Werkstücke in feuchte Tücher und Folie wickeln, um sie für die Weiterbearbeitung aufzubewahren.
  • wenden Grundtechniken der Tonbearbeitung an, indem sie
    • ihn mit einer Teigrolle zu einer Tonplatte walzen.
    • ihn zu Wülsten oder Kugeln rollen.
    • ihn mit Modellierinstrumenten bearbeiten und gestalten.
    • Risse und Bruchstellen in Tonobjekten mit Pinsel und Schlicker ausbessern.
    • Tonteile mit Stäbchen aufrauen, mit Schlicker bestreichen, zusammenfügen, andrücken und verstreichen.
  • fertigen Hohlkörper aus Ton in Aufbautechnik an, indem sie
    • Tonplatten um Stützen (z. B. Papprollen) legen und zusammenfügen, um einfache Röhrengefäße (z. B. Stiftehalter oder Vasen) herzustellen.
    • Tonwülste ohne Stütze übereinanderlegen oder um eine Stütze (z. B. sich verjüngende Gefäße oder einen aufgeblasenen Luftballon) legen und zusammenfügen, um z. B. einen Kerzenständer oder eine Vase herzustellen.
    • z. B. Henkel, Schnaupe oder Tülle an Tongefäße ansetzen oder einen Deckel anpassen.
    • mit der Töpferscheibe einfache sich verjüngende Tongefäße (z. B. Krüge) töpfern.
  • gestalten Tonoberflächen, indem sie
    • aus verschiedenfarbigen Tonblöcken oder gefladerten Tonplatten marmorierten Ton herstellen.
    • farbige Dekore wie Braunstein, Engoben oder Glasur auftragen.
    • durch Ritztechnik, Kerbschnitt, Rollsiegel, Durchbrucharbeiten oder Eindrücken von strukturierten Materialien plastische Dekore herstellen.
  • brennen Ton in einem Brennofen z. B. einer Töpferei, indem sie
    • ihn als Vorbereitung auf das Brennen an der Luft trocknen lassen.
    • die Objekte vorsichtig einfüllen, nach dem Brennen das Abkühlen abwarten und die Objekte schließlich vorsichtig entnehmen.
    • die veränderte Beschaffenheit und farbige Gestaltung von Tonobjekten nach dem Brennen beobachten.
Alltagskompetenzen Alltagskompetenzen

WG 6.1 Leder erkunden
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Individuelle kompetenzorientierte Lernaktivitäten

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • erfahren Leder, indem sie
    • Gegenstände aus Leder (z. B. Gürtel, Geldbeutel, Schuhe) in ihrer Alltagswelt entdecken.
    • z. B. den typischen Geruch von Leder wahrnehmen und Rauleder und Glattleder erspüren.
  • charakterisieren Leder, indem sie
    • verschiedene Arten von Leder (z. B. naturbelassenes, gefärbtes, raues, glattes, weiches, hartes) unterscheiden.
    • sich über die Lederherstellung und –verarbeitung anhand verschiedener Medien oder einer Betriebserkundung informieren.
Alltagskompetenzen Alltagskompetenzen

WG 6.2 Mit Leder arbeiten
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Individuelle kompetenzorientierte Lernaktivitäten

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • schneiden Lederteile mit Schere oder Rollschneider nach Schablonen oder Schnittmustern zu.
  • lochen Leder, indem sie
    • die Lochabstände markieren und die Lochzange oder das Locheisen nutzen.
  • verbinden Lederteile miteinander,
    • indem sie die Kanten zusammenkleben oder mit einem Sattlerstich, einem Kreuzstich oder einfachen Schnürungen vernähen.
  • dekorieren Lederoberflächen,
    • indem sie Lederstücke färben, bemalen oder mit Schlagstempeln Muster einprägen.
  • kombinieren verschiedene Techniken, um z. B. ein Lederetui, ein Lesezeichen oder einen Schlüsselanhänger herzustellen.
Alltagskompetenzen Alltagskompetenzen

WG 7.1 Textilien erkunden
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Individuelle kompetenzorientierte Lernaktivitäten

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • erfahren Textilien, indem sie
    • Textilien (z. B. Kleidung, Stofftiere, Wohnaccessoires) in ihrer Alltagswelt entdecken.
    • unterschiedliche textile Materialien auf der Haut spüren (z. B. weich, rau, steif, glatt).
    • Veränderungen von Räumen durch textile Wohnaccessoires (z. B. Teppiche, Vorhänge oder Kissen) wahrnehmen.
  • charakterisieren Textilien, indem sie
    • verschiedene Verarbeitungsformen von textilen Fasern (z. B. Stoff, Wolle, Garn, Faden, Kordel) unterscheiden und benennen.
    • textile Eigenschaften (z. B. reißfest, dehnfähig, elektrostatisch aufladbar, saugfähig, luftdurchlässig, isolierfähig) unterscheiden und beschreiben.
    • verschiedene Funktionen von Textilien (z. B. der Schutz vor Kälte, Regen, Sonne, Schmutz) unterscheiden und beschreiben.
  • unterscheiden textile Rohstoffe und ihre Verarbeitung, indem sie
    • die haptische Wahrnehmung und die Eigenschaften von pflanzlichen (z. B. Baumwolle oder Leinen), tierischen (z. B. Wolle oder Seide) und synthetischen Fasern (z. B. Acryl oder Elasthan) unterscheiden und beschreiben.
    • sich anhand verschiedener Medien über die Pflanzen Baumwolle und Flachs, über die Schaf- und Raupenzucht und über Erdöl als Rohstoff für synthetische Fasern informieren.
    • sich über die Herstellung der unterschiedlichen Fasern und deren Weiterverarbeitung zu Stoffen oder Kleidungsstücken informieren.
Alltagskompetenzen Alltagskompetenzen

WG 7.2 Grundtechniken im Umgang mit Textilien anwenden
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Individuelle kompetenzorientierte Lernaktivitäten

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • wickeln Schnüre, Garne und Fäden, indem sie
    • einen Wollfaden zu einem Knäuel oder aus Wolle und Garn z. B. Pompons, Traumfänger oder Sorgenpüppchen wickeln.
    • aus verschiedenen Fäden Kordeln oder Bändchen als Haarschmuck oder Armband drehen oder flechten.
  • schneiden verschiedene Textilien, indem sie
    • verschiedene Textilscheren (z. B. Fadenschere, Stickschere, Schneiderschere, Zackenschere) unterscheiden und benennen.
    • Fäden ablängen.
    • Stoffe auf dem Tisch auslegen, festhalten, spannen und mit ausreichend Druck schneiden.
  • fädeln Schnüre, Garne und Fäden, indem sie
    • verschiedene Nadeln (z. B. stumpfe – spitze, Sticknadel mit großem Öhr – Nähnadel mit kleinem Öhr, Maschinennadeln) unterscheiden und benennen.
    • Gefahrenquellen im Umgang mit Nadeln (z. B. Laufen mit Nadel in der Hand) vermeiden.
    • Gegenstände (z. B. Perlen, Moosgummischeiben) auf Stäbe ziehen.
    • Perlen oder Knöpfe ohne und mit Hilfsmittel (z. B. Nadel) auf Schnürsenkel oder Lederriemen ziehen.
    • einen Faden mithilfe eines Nadeleinfädlers durch ein Nadelöhr schieben.
    • einen Faden um die Nadel legen, ihn an der Knickstelle zusammenpressen und die Knickstelle durch das Öhr schieben.
  • knoten Fäden, indem sie
    • mithilfe spezieller Übungsvorrichtungen (z. B. Montessori-Rahmen) einfache und doppelte Knoten schlingen.
    • Seile oder dicke Schnüre für einfache und doppelte Knoten verwenden.
    • Abschlussknoten z. B. bei Webarbeiten oder am Fadenende fertigen oder Freundschaftsbändchen knüpfen.
  • messen Textilien ab, indem sie
    • Fäden mithilfe von Hilfsfadenlängen, Tischlängen, Lineallängen oder mit dem Maßband abmessen.
    • Stoffstücke mithilfe von Schablonen, Papierschnitten, Meterstab und Maßband abmessen.
  • nehmen Maß, indem sie
    • Gegenstände (z. B. Fenster, Tisch, Schachtel) für geplante Näharbeiten abmessen.
Alltagskompetenzen Alltagskompetenzen

WG 7.3 Textile Flächen schmücken
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Individuelle kompetenzorientierte Lernaktivitäten

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • bedrucken oder bemalen textile Flächen, indem sie
    • Methoden des Action-Painting anwenden (z. B. Spritzen von Farbe, Malen mit eingefärbten Eiswürfeln, Rollen von vollgesogenen Schaumstoffbällen).
    • diese z. B. mit Fingern, Händen oder selbst hergestellten Stempeln bedrucken.
    • am Computer erstellte Druckvorlagen auf Kleidungsstücke aufbügeln.
    • Baumwollstoffe mit Stoffmalfarbe, Stoffmalstiften oder Stoffmalkreide bemalen.
    • Seide mit der Salztechnik, der Knülltechnik, der Nass-in-Nass-Technik, der Konturen-Technik oder der Enkaustik bemalen.
    • die bemalte Seide mit Föhn oder Bügeleisen oder in der Mikrowelle fixieren.
  • färben textile Flächen, indem sie
    • das Gewebe als Vorbereitung auf das Färben waschen, trocknen und bügeln.
    • die Reservetechnik anwenden und helle Stoffe durch Knoten oder Wickeln abbinden und dann in den Farbsud geben.
    • auf die Umweltverträglichkeit der natürlichen (z. B. Rote Beete oder Tee) oder chemischen Farben achten.
  • besticken textile Flächen, indem sie
    • die rechte und die linke Seite des Stickstoffs unterscheiden und ihn so zurechtlegen, dass sie die rechte Seite besticken können.
    • ein Stickbild entwerfen und es frei auf einen Stickstoff oder auf ein Kleidungsstück (z. B. eine Jeans) übertragen.
    • fadengebunden auf gut zählbarem Stoff Vorderstich, Stehstich oder Kreuzstich anwenden und dabei vorgegebene Muster einhalten.
    • den Anfangs- und Schlussfaden nach dem Sticken auf die Rückseite ziehen und dort vernähen.
  • applizieren verschiedene Materialien auf Textilien, indem sie
    • z. B. Filzplatten, Stoffreste oder Fäden aufkleben oder aufsticken.
    • vorgefertigte Motive aufbügeln.
Alltagskompetenzen Alltagskompetenzen

WG 7.4 Textile Flächen herstellen
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Individuelle kompetenzorientierte Lernaktivitäten

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • verfilzen Wollflächen, indem sie
    • als Vorbereitung den Arbeitsplatz mit einer Noppenfolie oder mit einer Gummiunterlage auslegen, Rohwolle zupfen und sie in Schichten übereinanderlegen.
    • sie mit Schmierseife befeuchten und durch reibende, rollende oder drückende Bewegungen verdichten.
  • weben, indem sie
    • Stoffstreifen mit der Hand durch ein Drahtgitter oder durch Holzstäbchen führen, die als Kettfäden dienen.
    • den Schussfaden mit einer Nadel oder einem Schiffchen durch die Kettfäden eines Webrahmens oder Rundwebrahmens führen und die Webarbeit mit dem Kamm anschlagen.
    • mit verschiedenen Fäden Bilder nach eigenen Entwürfen oder Vorlagen gestalten.
    • Schmuckteile (z. B. Perlen) als Verzierungen einweben.
    • Fehler in der Webarbeit erkennen und ausbessern.
    • Webrahmen aus Karton oder Ästen herstellen.
  • häkeln, indem sie
    • Häkelnadeln verschiedener Größen unterscheiden und Nadelstärke und Garn in sinnvoller Weise kombinieren.
    • die Häkelnadel fachgerecht in der Hand halten.
    • den Arbeitsfaden mit angemessener Spannung auf die Haltehand legen.
    • Ketten aus Luftmaschen herstellen.
    • Reihen aus festen Maschen und Stäbchen herstellen, wobei sie die Einstichmaschen erkennen, eine Masche nach der anderen aufnehmen und am Reihenende wenden.
    • verschiedene Maschenbilder unterscheiden, mögliche Fehler erkennen und beheben.
  • stricken, indem sie
    • auf Strickgabel, Strickring oder Strickbrett Wolle vorlegen und mit der Hand oder einer Nadel darüberheben.
    • Stricknadeln verschiedener Größen unterscheiden und Nadelstärke und Wolle in sinnvoller Weise kombinieren.
    • die Stricknadeln fachgerecht in den Händen halten.
    • rechte und linke Maschen stricken und die Maschenbilder im Strickmuster unterscheiden.
    • Maschen anschlagen und Randmaschen stricken.
    • mit einer Strickmühle, einem Strickring, einer Rundnadel oder mit fünf Nadeln rundstricken.
    • einzelne Strickteile zusammennähen, um z. B. ein Stirnband herzustellen.
    • mit Filzwolle gestrickte Teile verfilzen, um z. B. eine Tasche herzustellen.
Alltagskompetenzen Alltagskompetenzen

WG 7.5 Textile Flächen verarbeiten
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Individuelle kompetenzorientierte Lernaktivitäten

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • nähen von Hand, indem sie
    • die richtige Nadel und den richtigen Faden zum Nähen auswählen.
    • die linke und rechte Stoffseite unterscheiden und entscheiden, ob sie die Teile auf links oder rechts zusammennähen wollen.
    • Vorstiche auf einem gut zählbaren Stoff nähen oder damit zwei Stoffteile zusammennähen.
    • Steppstiche auf einem gut zählbaren Stoff nähen, damit zwei Stoffteile oder eine aufgetrennte Naht zusammennähen.
    • mit Überwendlingsstichen zwei Stoffteile zusammennähen oder eine ausgefranste Stoffkante versäumen.
    • Knöpfe (z. B. Zweiloch- oder Vierlochknöpfe, Ösenknöpfe oder Druckknöpfe) auf Stoffe nähen.
  • nähen mit der elektrischen Nähmaschine, indem sie
    • wichtige Teile einer Nähmaschine (z. B. Handrad, Nähfuß, Nadel, Spule, Spulenkapsel, Garnrollenhalter) und deren Funktionen unterscheiden und kennen.
    • eine elektrische Nähmaschine vorschriftsmäßig aufbauen und den Arbeitsplatz vorbereiten.
    • das Fußpedal bedienen und so den Transporteur und die Nadel in Bewegung setzen.
    • ohne Faden an einer auf Papier vorgezeichneten Linie entlangnähen und Kurven und Ecken nähen.
    • die Nähmaschine einfädeln, wobei sie den Weg des Ober- und Unterfadens mithilfe von Markierungspunkten und Pfeilen nachvollziehen.
    • mit Faden auf einer auf Vlies, Filz oder Stoff vorgezeichneten Linie nähen oder mit verschiedenen Stichen experimentieren.
    • mit dem Zickzackstich Kanten versäubern.
    • zwei Stoffteile mit einer einfachen Naht zusammennähen.
    • einen Saum nähen.
    • mit der Nähmaschine ein Muster oder einen Schriftzug aufsticken.
Alltagskompetenzen Alltagskompetenzen