Lehrplan PLUS

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Deutsch M7 (SpLG 2)

gültig ab Schuljahr 2019/20

D 1.1 Verstehend wahrnehmen
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • entnehmen längeren mündlichen Beiträgen (in Standard- oder Bildungssprache, ggf. durch lautsprachbegleitende Gebärden unterstützt) mit vorgeschalteter Themenangabe die wesentlichen Informationen, indem sie Schlüsselwörter und Zusammenhänge übersichtlich notieren und unbekannte Wörter und Strukturen aus dem Zusammenhang erschließen bzw. für sich und andere klären.
  • stellen vertiefende Nachfragen und steuern eigene, passende Aussagen zum Thema bei, indem sie vorab ihre Aufmerksamkeit in Zuhör- und Gesprächssituationen (z. B. Kreisgespräche, Diskussionen, Referate) bewusst auf das Gesagte wenden.
  • arbeiten aus umfangreichen, dem sprachlichen Niveau angemessenen gesprochenen Texten und Hörmedien (z. B. längere Hörspiele, Nachrichten, Diskussionen, aufbereitete Informationsbausteine zu Unterrichtsthemen) wesentliche Aspekte heraus, geben diese wieder und stellen kritische Verständnisfragen.
  • folgen Inhalten aus Hörmedien und audiovisuellen Medien, z. B. Nachrichten, Download-Angebote zu einem Unterrichtsbaustein, Diskussionen zu berufsrelevanten Themen. Sie beschreiben die verschiedenen Positionen der Sprecherinnen und Sprecher, werten bei verbalen und para- sowie nonverbalen Äußerungen (z. B. Sprechpausen, unterschiedliche Betonung, Stimmhöhe, Mimik und Gestik) aus, wie diese das Verständnis der Inhalte unterstützen, und nutzen die gewonnenen Einsichten zunehmend bei der Gestaltung eigener Gesprächsbeiträge.
  • benennen Inhaltselemente und spezifische Bauelemente wie Licht- und Farbstimmungen, Geräusche oder Musik von audiovisuellen und Hörmedien (z. B. Filme, Schulinformationssendungen, ggf. mit Untertitel) und beschreiben deren Wirkung auf den Mediennutzer.
D 1.2.1 Sich funktionsangemessen ausdrücken
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • handeln in formellen Gesprächssituationen routiniert (z. B. Auskunft einholen und geben, Begrüßung und Anrede vor Publikum, Wünsche äußern) und berücksichtigen zuverlässig allgemeine Sprachkonventionen, z. B. durch das Einhalten der Höflichkeitsformen und das Wählen der partnerbezogenen und situationsangemessenen Sprachebene.
  • suchen bei Konflikten argumentierend nach Lösungsmöglichkeiten, senden dabei Ich-Botschaften, finden geeignete Kompromisse zur Umsetzung und vermeiden Diskriminierungen.
  • geben auch anhand von Reflexionswerkzeugen, bei Bedarf durch sprachstrukturelle Hilfen gefördert, Rückmeldung zu ihren Lernstrategien und ihrem Lernstand, beurteilen ihr Lernen im Vergleich mit anderen und ihr persönliches Weiterkommen und setzen sich stimmige und motivierende Ziele für den weiteren Lernprozess.
  • bewältigen schulische und außerschulische Gesprächssituationen selbständig (z. B. Fachgespräche, Mediationsgespräche, Arbeitsplatzerkundungen), treffen ggf. entsprechende sprachliche Vorbereitungen, lassen den erlernten Fachwortschatz dabei bewusst einfließen und berücksichtigen in ihren Redebeiträgen einen logischen Aufbau.
  • leisten erarbeiteten Regeln zur Gesprächs- und Diskussionsgestaltung eigenständig Folge, indem sie Themen abgrenzen, ihre Wortmeldungen nach vorgegebener Reihenfolge beitragen und sich fall- und situationsangemessen äußern.
  • wenden Grundtechniken für die Diskussionsteilnahme an, indem sie komplexere Stellungnahmen abgeben, Aussagen und Meinungen nachvollziehbar und stichhaltig begründen und differenzierte Standpunkte annehmen, kritisch überdenken sowie ggf. empathisch darauf reagieren.
  • planen und leiten kurze Diskussionsrunden, indem sie Themen festlegen und den Themenbezug verteidigen, das Wort regelgemäß und gerecht verteilen, Monologe verhindern und gleiche oder ähnliche Standpunkte zusammenfassen.
D 1.2.2 Gestaltungsmittel verbaler und nonverbaler Art einsetzen
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • erzählen Persönliches und Literarisches zunehmend routiniert, indem sie adressatenorientiert Spannung aufbauen und sich weiterer eingeführter sprachlicher Mittel des lebendigen Erzählens bedienen.
  • bringen körpersprachliche Ausdrucksmittel (z. B. ein stabiles Gleichgewicht im Stand, aufrechte Körperhaltung, gehaltenen Blickkontakt, unterstreichende Mimik und Gestik) selbständig und bewusst zur Anwendung, um die Aufmerksamkeit der Zuhörer gezielt zu lenken und Gesagtes zu unterstreichen.
  • veranschaulichen ihre Vorträge durch den Einsatz erläuternder Elemente, z. B. durch Bilder, Plakate, Audiodateien, Skizzen, Filme.
  • bereiten für einen flüssigen Redebeitrag eigenständig Stichworte vor, welche ihnen den wesentlichen Vortragsverlauf abbilden und als Vortragshilfe dienen.
  • strukturieren und rhythmisieren ihren Vortrag zu einem selbst gewählten Thema (Sachthema oder aus der Literatur), auch Gedichte, indem sie sinnvolle Pausen einlegen und Betonungen und sowie Tempowechsel einsetzen.
D 1.2.3 Über Redebeiträge und Vorträge reflektieren
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • reflektieren Gesprächsbeiträge und Vorträge selbständig im Hinblick auf Inhalt und Aufbau, verbale Vortragsweise und Körpersprache, indem sie sich im Vorfeld zuhörerbezogene Kriterien für einen Redebeitrag erarbeiten.
  • geben kriteriengeleitet, fundiert und wertschätzend Rückmeldung zu Redebeiträgen, indem sie zu Körperhaltung, zu Sprechweise und dem Einsatz von Mimik und Gestik sowie zu den veranschaulichenden Maßnahmen im Sinne der Verständnissicherung konkretes Lob oder umsetzbare Verbesserungsvorschläge formulieren.
  • leiten aus dem erhaltenen Feedback zur Verbesserung ihrer Vorträge im sprachlichen und körpersprachlichen Ausdruck Umsetzungsmöglichkeiten ab, wie z. B. bewusst integrierte Wiederholungen und Fragestellungen an die Zuhörer sowie gezielt eingesetzte Mimik und Gestik.

D 1.3 Gespräche auf dem individuellen Sprachstand führen
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • teilen sich (z. B. im Erfahrungsaustausch mit Gleichaltrigen) in der individuellen Sprachvarietät (z. B. im Dialekt, Soziolekt, in der Jugendsprache) mit, präsentieren zunehmend bewusst in der Hochsprache, indem sie ihren aktiven Wortschatz ausschöpfen und die eigene Rede vornehmlich im Fluss halten.
  • berücksichtigen in Gesprächssituationen (z. B. partnerbezogen, in Gruppen, bei Vorträgen und Diskussionen) selbständig und bewusst Strategien für die Kommunikation von Menschen mit Hörbeeinträchtigungen, indem sie die Antlitzgerichtetheit wahren, ungehinderte Sicht auf ihr Mundbild gewähren, den eigenen Standort unter Berücksichtigung der vorherrschenden Lichtverhältnisse wählen, Störlärm wahrnehmen, abwarten und ggf. Gesagtes wiederholen.
  • verhalten sich verantwortungsbewusst entsprechend der schulischen Gesprächsregeln. Zusätzlich senden sie Ich-Botschaften und untermauern ihre Meinung durch geeignete Argumente.
  • bewältigen auftauchende Wortfindungsschwierigkeiten und andere sprachliche Probleme, beispielsweise auf der morphologisch-syntaktischen Ebene, indem sie selbständig bekannte Strategien (z. B. Einsatz von aussagekräftigen, körpersprachlichen Mitteln zur Umschreibung, Nutzen von verbalen Umschreibungen, konkretes Nachfragen, Setzen von Pausen mit gleichzeitiger Demonstration natürlicher Gesten, welche die sprachliche Problematik für das Gegenüber erkennbar werden lassen) situationsangemessen gebrauchen.

D 1.4 Szenisch spielen
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • setzen geeignete Sequenzen (z. B. aus Jugendbüchern, Filmen oder Computerspielen) szenisch um und interpretieren literarische Rollen, indem sie Gefühle und Charakter einer Figur durch die Variation im Sprechausdruck (auch durch Setzen von Pausen, Lautstärken- und Tempowechsel) und rollengerechter Stimmmodulation, auch hinsichtlich bewusst verständlich eingesetzter Artikulation und Sprechmelodie, verdeutlichen.
  • setzen gezielt passende akustische Gestaltungsmittel und Requisiten ein, unterstützen ihre Darstellung durch wirkungsvolle Gestik, Mimik und Körperhaltung und bringen damit die Aussage der Szene deutlich zum Ausdruck.
  • zeigen ein differenziertes Darstellungsrepertoire sowie umfangreiche gestalterische Möglichkeiten beim Entwerfen und Spielen von Rollen hinsichtlich des mimischen Ausdrucks oder der Kulissengestaltung und gelangen so zu einem tieferen Textverständnis.
  • reflektieren szenische Umsetzungen (ggf. mithilfe medialer Aufzeichnung) hinsichtlich des mimischen Ausdrucks, des Blickkontakts, der Körperhaltung und des räumlichen Verhaltens. Sie zeigen anschließend Handlungsalternativen auf und bringen konstruktive Kritik ein.
  • leiten vom szenischen Spiel und der Reflexion darüber Handlungsweisen für ihr eigenes Gesprächsverhalten ab.

D 2.1 Lesetechniken und -strategien anwenden
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • lesen flüssig und genau auch anspruchsvollere, dem Sprachverständnis angepasste Texte, beachten inhaltliche Abschnitte, erkennen die Gliederung und erfassen dabei den Text als Ganzes.
  • bearbeiten Texte zum Vorlesen durch Benennung der Pausenzeichen, Kennzeichnung der betonten Stellen und der Satzmelodie.
  • tragen Texte selbständig rhythmisch gestaltend und sinnentsprechend vor, achten dabei auf Lautstärke, Betonung, Sprechtempo und Stimmführung.
  • erschließen mit individuellen Hilfestellungen kontinuierliche und diskontinuierliche, dem Sprachverständnis angepasste Texte durch Strategien (z. B. Belegen zentraler Aussagen, selbständige Nutzung von Lexika) und fassen Kernaussagen zusammen.
  • nutzen zur Erschließung unbekannter Wortinhalte Nachschlagwerke.

D 2.2 Literarische Texte verstehen und nutzen
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • erschließen literarische, dem Sprachverständnis angepasste Texte, indem sie angeleitet Inhalte antizipieren, Kernsätze zu Textabschnitten formulieren, Überschriften bilden, Figurencharakterisierungen erstellen (z. B. Widerspruch von Verhalten und Aussagen einer Figur), Beziehungen grafisch darstellen und Deutungen am Text mit Zitaten belegen.
  • unterscheiden mit individuellen Hilfestellungen epische, lyrische und dramatische, dem Sprachverständnis angepasste Texte anhand von textsortenspezifischen Merkmalen und nutzen zur angeleiteten Reflexion auch Angaben zu Autorin bzw. Autor und Entstehung.
  • erfassen Handlungsstränge und Handlungsräume in literarischen, dem Sprachverständnis angepassten Texten, belegen ihre Deutungen mit Zitaten, stellen ggf. Zusammenhänge zwischen verschiedenen Texten her und nutzen grafische Darstellungen zur Visualisierung.
  • erschließen selbständig ein modernes oder klassisches, dem Sprachverständnis angepasstes Jugendbuch, indem sie weitgehend selbständig eine Auswahl produktiver und analytischer Methoden anwenden, z. B. Umschreiben in andere Textsorte, Beweggründe der Protagonistinnen und Protagonisten erkennen.
  • wenden im Rahmen der Erschließung und der Analyse literarischer, dem Sprachverständnis angepasster Texte weitgehend selbständig Fachbegriffe an, z. B. Erzählweise, Wortspiel.

D 2.3 Pragmatische Texte verstehen und nutzen
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • entnehmen Informationen aus sachorientierten und berufsorientierenden, dem Sprachverständnis angepassten Texten unterschiedlicher Medien, dabei entwickeln sie weiterführende Interessen an Sachthemen.
  • werten anhand von Leitfragen kontinuierliche und diskontinuierliche, dem Sprachverständnis angepasste Texte (z. B. Diagramme, Tabellen) aus, unterscheiden und nutzen Informations-, Instruktions-, Appell- und Obligationstexte unter Einbeziehung ihrer Funktion, z. B. Rezension, Gesetz.
  • ziehen Vergleiche zwischen komplexeren themengleichen, dem Sprachverständnis angepassten Texten und nutzen zur Texterschließung kriterienorientiert Inhaltsverzeichnisse, Glossare und Zusammenfassungen.
  • erkennen und beurteilen angeleitet und kriterienorientiert die Intention und den Adressatenbezug von Texten aus verschiedenen Print- und Onlinemedien (z. B. Jugendzeitschriften, Blogs, Lexika), je nach individuellem Sprachvermögen, auch anhand der verwendeten Sprachebene.

D 2.4 Weitere Medien verstehen und nutzen
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • beurteilen die Verständlichkeit, den Aufbau sowie den Informationsgehalt unterschiedlicher medialer Darbietungsformen.
  • erkennen in verschiedenen medialen Darstellungsformen anhand eines Kriterienkatalogs Möglichkeiten der Verfälschung sowie der Vermischung von Realität und Fiktion und reflektieren zunehmend selbständig die Wirkungsabsicht.
  • wählen zur genussvollen Freizeitgestaltung situationsangemessen unterschiedliche Print- und geeignete Hörmedien (z. B. Buch, Film, Musikvideos, Computerspiele) aus.
  • reflektieren ihren Medienkonsum (z. B. anhand eines Computer- und Internetprotokolls) und entwickeln ein Bewusstsein für den verantwortungsbewussten Umgang.
  • nutzen digitale Medien mit ihren spezifischen Sprachcodes adressatenbezogen und verantwortungsbewusst, indem sie wesentliche rechtliche Grundlagen und soziale Umgangsformen beachten.
  • verwenden bei der Präsentation von Arbeitsergebnissen zu literarischen Texten oder Sachthemen mithilfe von Leittexten geeignete grafische Darstellungsmittel (z. B. Zwischenüberschriften, Tabellen) und zur kreativen Produktion (z. B. Hörspiel, Kurznachrichten) geeignete einfache technische Hilfsmittel und Programme mit individuellen Hilfestellungen.
  • nutzen bewusst Untertitel, Videotext, Internetseiten in Einfacher Sprache und weitere Angebote für Menschen mit einer Hörschädigung beim Medienkonsum.

D 3.1 Über Schreibfertigkeiten bzw. -fähigkeiten verfügen
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • schreiben in einer individuell ausgeprägten, gut lesbaren Handschrift und berücksichtigen bei Form und Tempo den jeweiligen Verwendungszusammenhang, z. B. Mitschriften, Reinschriften.
  • strukturieren und gestalten altersgemäße Sachverhalte in Form von kontinuierlichen oder diskontinuierlichen Texten (z. B. Blattaufteilung) und entscheiden sich bei der Textproduktion situations- und adressatenbezogen für das entsprechende Medium (digital versus nichtdigital).
  • füllen gängige Formulare des Alltags aus, z. B. Antrags-, Anmeldeformulare.
  • integrieren angeleitet Übernahmen aus fremden Texten (Zitate, indirekte Rede) formgerecht in eigene Texte.

D 3.2 Texte planen und schreiben
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • entwickeln Schreibpläne, indem sie Informationen mithilfe unterschiedlicher Strategien ordnen (z. B. Mindmap, Skizzen) und reflektieren angeleitet die Funktionalität genutzter Planungsübersichten.
  • erzählen anschaulich von Erlebnissen und Erfahrungen und achten auf die Erzähllogik. Sie wählen sprachliche Gestaltungsmittel nach ihrer Funktion aus und setzen Erzählmittel bewusst ein, z. B. direkte Rede als Dialog, differenzierte Darstellung von Gedanken und Gefühlen.
  • nutzen kreative und produktive Schreibformen für eigene Texte, z. B. Verfassen und Umschreiben von Gedichten, Spielszenen, Textparodien.
  • beschreiben Sachverhalte in ihren funktionalen Zusammenhängen (z. B. Arbeitsabläufe schildern, über Erkundungen berichten, Exkursionen auswerten) und erstellen informierende Texte aus geführten Interviews, z. B. im Rahmen der Berufsorientierung.
  • setzen grammatikalische Formen zielgerichtet in eigenen Texten ein, z. B. Aktiv bzw. Passiv, Nominal- oder Verbalstil.
  • erstellen einfache diskontinuierliche Texte, z. B. Schaubild.
  • setzen sich argumentativ mit altersgemäßen Sachverhalten auseinander, auch mit appellativen Texten, z. B. Aufruf, Leserbrief. Dabei achten sie auf die Erfordernisse des jeweils gewählten Mediums, z. B. Internetauftritt der Schule, Jugendzeitschrift, Zeitung.
  • setzen sprachliche Mittel des argumentierenden Schreibens zur Verdeutlichung der Gedankenführung und des Argumentationszusammenhangs ein, z. B. syntaktische Verknüpfungen, schulische Fachsprache und Fachbegriffe, Stützung der Argumente durch aussagekräftige Beispiele.
  • verfassen formalisierte Texte mit Bezug zu Alltag und Schule, z. B. Antrag, Beschwerde.
  • stellen die Ergebnisse einer Textuntersuchung aufgabenbezogen dar, z. B. als Kurzzusammenfassung. Dabei wenden sie bei literarischen Texten auch Schreibformen des gestaltenden Interpretierens an, z. B. Tagebucheintrag einer literarischen Figur verfassen.

D 3.3 Texte überarbeiten
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • überprüfen fremde und eigene Texte nach formalen, inhaltlichen und sprachlichen Gesichtspunkten mithilfe von Checklisten (z. B. Erfüllen der Schreibaufgabe, Beachten des Leserinteresse) und nutzen hierbei auch Verfahren der Textüberarbeitung, z. B. das Autoreninterview. Bei Rückmeldungen an Mitschülerinnen und Mitschüler achten sie auf einen respektvollen Umgang miteinander.
  • überarbeiten eigene Texte mithilfe von Kriterienkatalogen nach formalen Aspekten, Struktur, Inhalt sowie Sprache und nutzen Hinweise aus Feedbackmethoden, z. B. Schreibkonferenz, Expertenteam.
  • nutzen neben Nachschlagewerken auch Rechtschreibhilfen und Synonymwörtersammlungen aus Textverarbeitungsprogrammen zur fehlerfreien Gestaltung von Texten.
  • dokumentieren und reflektieren den eigenen Schreib- und Lernprozess, indem sie Lernerfahrungen und alternative Vorgehensweisen benennen.

D 4.1 Wortschatz erarbeiten und situationsgemäß verwenden
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • verfügen über einen gebräuchlichen Fachwortschatz sicher und verwenden diesen weitgehend eigenständig und situationsgerecht, z. B. bei Referaten, im Unterrichtsgespräch.
  • bestimmen ihnen unbekannte Wörter mithilfe von Strategien, z. B. durch Beachtung des Satz- oder Textzusammenhangs, Zuhilfenahme von Thesaurus, Internetrecherche, Nutzen von Online-Wörterbüchern.
  • pflegen angeleitet die Artikulation von im Unterricht erlerntem Wortschatz und die Segmentierung von Fachbegriffen nach individueller Sprechfertigkeit.
  • schlüsseln Wortmaterial mit Unterstützung unter Berücksichtigung unterschiedlicher Aspekte auf (z. B. Bildung von Synonymen, Antonymen, Wortfeldern, Wortfamilien, Oberbegriffen), nehmen Wortschatzarbeit vor (z. B. Segmentierung, Konjugationen und Deklinationen, Lernkartei) und fügen diesen zunehmend eigenverantwortlich in Kontexte (z. B. im allgemeinen Sprachgebrauch) ein, um den der Jahrgangsstufe angemessenen Wortschatz zu memorieren.
  • beurteilen die Anwendung einzelner Wörter aus Wortfeldern (z. B. für zu verfassende Texte und Referate) und treffen eine angemessene Auswahl.
  • grenzen wörtliche und übertragene Bedeutungen von gängigen Redensarten und Sprichwörtern (z. B. tief in die Tasche fassen; die Weisheit mit dem Löffel gefressen haben; Wenn sich eine Tür schließt, öffnet sich eine andere.) ab und klären ihre Entstehung, um ihren Sprachschatz zu erweitern und wenden dieses Wissen im eigenen Sprachgebrauch an.
  • erklären die Herkunft und Bedeutung gängiger Fremdwörter (z. B. aus dem Englischen), um ihren Wortschatz zu erweitern.
  • verwenden Sprachformulierungen, um Auskünfte zu erteilen, Informationen zu erfragen und eigene Meinungen zu äußern.
  • wenden Höflichkeitsformen an, z. B. um Kontakt aufzunehmen, sich und andere vorzustellen und sich zu erkundigen.
  • zeigen Verständnis, indem sie z. B. auf Äußerungen anderer eingehen.
  • führen Unterhaltungen und sachorientierte Gespräche sowie Diskussionen auf ihrem individuellen Sprachstand.
  • beschreiben ihren Lernstand mithilfe von Reflexionsinstrumenten und angemessenen Formulierungen zunehmend sicher und setzen ihr weiteres Lernvorgehen in Absprache mit der Lehrkraft fest.

D 4.2 Sprachstrukturen entwickeln und untersuchen
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • benennen bekannte Wortarten und ihre Merkmale sicher, bestimmen die Funktion von Relativ-, Demonstrativ- und Reflexivpronomen und verwenden diese bei der sprachlichen Gestaltung von Texten.
  • analysieren Möglichkeiten der Wortbildung (z. B. Ableitung, Neuschöpfung) auch in Fachsprachen und verwenden diese Erkenntnisse im mündlichen und schriftlichen Sprachgebrauch.
  • flektieren Wörter der ihnen bekannten Wortarten korrekt und konjugieren die Verbformen im Konjunktiv, im Aktiv und Passiv in den bekannten Zeiten.
  • verbinden Verben mit deren fest zugehörigen Präpositionen (z. B. abhängen von, sich abfinden mit, sich bemühen um) und ordnen weiteren Verben verschiedene mögliche Präpositionen zu, z. B. schreiben für/an/auf/ …
  • formulieren Begründungen auf die Führungsfragen Warum? und Wozu?, indem sie begründende Präpositionen mit deren geforderten Fällen verwenden und erschließen sich zudem die Bedeutung weniger gebräuchlicher Präpositionen, z. B. abseits, längs, binnen.
  • unterscheiden bekannte Satzglieder eigenständig und erarbeiten weitere Satzglieder (Kausaladverbiale, Objektsatz, Subjektsatz).
  • erweitern eigene Aussagen durch Beifügungen, indem sie Genitiv (z. B. Die Aufgaben des Stadtrats sind vielfältig.), Komparativ und Superlativ, Partizip Präsens (z. B. das weinende Kind) und Partizip Perfekt (z. B. das gestohlene Auto) verwenden, um genauer zu beschreiben.

D 4.3 Sprachgebrauch untersuchen und reflektieren
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • unterscheiden zwischen Standardsprache, Jugendsprache und ggf. Dialekt, benennen ihre Funktion und verwenden sie situationsangemessen.
  • untersuchen den Bedeutungswandel von Wörtern und erkennen Gemeinsamkeiten und Unterschiede im gegenwärtigen und vergangenen Sprachgebrauch des Deutschen.
  • beschreiben die unterschiedliche Wirkung verschiedener Satzkonstruktionen (z. B. Satzreihe, komplexe Satzgefüge) und nutzen dies bei der eigenen Textproduktion.
  • sind sich der Unterschiede von gesprochener und geschriebener Sprache bewusst (z. B. Ellipsen versus vollständige Sätze) und wenden beide Sprachvarianten sachgerecht an.
  • zeigen im Vergleich unterschiedlicher Medien (z. B. Internet, TV) im Hinblick auf die verwendeten Wort- und Satzarten deren Wirkung auf die Rezipientin bzw. den Rezipienten, z. B. Nominalstil, Satzverknüpfungen, Fachbegriffe.
  • analysieren die Sprache in digitalen Formaten (z. B. Sprachverkürzung in Kurznachrichten, sozialen Netzwerken), um Unterschiede zur Standardsprache festzustellen und sich sach-, situations- und adressatengemäß auszudrücken.

D 4.4 Richtig schreiben und Rechtschreibstrategien anwenden
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • nutzen die Prinzipien der deutschen Rechtschreibung (phonologisches, silbisches, morphologisches und grammatikalisches Prinzip) sicher.
  • wenden bekannte und neu erworbene Strategien und Regelhaftigkeiten der Rechtschreibung zunehmend sicher an: Groß- und Kleinschreibung (z. B. Begleitwörter beachten, Nominalisierungen von Verben, Adjektiven, Eigennamen, Farbbezeichnungen, Zahlen- und Zeitangaben).
  • setzen bekannte und neue Proben (z. B. Betonungsprobe) ein, um Wörter aus dem Kernbereich der Getrennt- und Zusammenschreibung richtig zu schreiben.
  • schreiben häufig vorkommende Wörter mit nichtregelhaften rechtschriftlichen Besonderheiten sowie geläufige Fremdwörter und Fachbegriffe richtig.
  • trennen Wörter, auch Fremdwörter, richtig.
  • wenden bekannte und weitere Regeln der Zeichensetzung eigenständig an, z. B. in Satzgefügen, Satzreihen, bei Aufzählungen, Einschüben, Infinitivgruppen.
  • erkennen Fehler in selbst verfassten und fremden Texten und beheben diese gezielt durch den Einsatz von Rechtschreibstrategien und Hilfsmitteln, wobei sie auch Vorschläge der Rechtschreibprüfung von Textverarbeitungsprogrammen begründet annehmen oder verwerfen.
  • ermitteln selbständig Fehlerschwerpunkte und arbeiten zunehmend eigenverantwortlich an individuellen Fehlerschwerpunkten, z. B. mit Lernprogrammen.