Lehrplan PLUS

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Deutsch M7 (SpLG 3)

gültig ab Schuljahr 2019/20

D Lernbereich 1: Auditiv und/oder visuell Wahrnehmen und Kommunizieren
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Die folgenden Kompetenzen sind nach dem individuellen Hör- und Kommunikationsvermögen der Schülerinnen und Schüler anzustreben.
Inklusion Inklusion

D 1.1 Verstehend wahrnehmen
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • entnehmen längeren mündlichen Beiträgen (in Standard- oder Bildungssprache, durch lautsprachbegleitende Gebärden unterstützt) mit vorgeschalteter Themenangabe die wesentlichen Informationen, indem sie Schlüsselwörter und Zusammenhänge übersichtlich notieren und unbekannte Wörter und Strukturen aus dem Zusammenhang erschließen bzw. für sich und andere klären.
  • stellen vertiefende Nachfragen und steuern eigene, passende Aussagen zum Thema bei, indem sie vorab ihre Aufmerksamkeit in Zuhör- und Gesprächssituationen (z. B. Kreisgespräche, Diskussionen, Referate) bewusst auf das Gesagte wenden.
  • arbeiten aus umfangreichen, dem sprachlichen Niveau angemessenen, gesprochenen Texten und audiovisuellen Medien (z. B. Nachrichten mit Untertiteln, Diskussionen, aufbereitete Informationsbausteine zu Unterrichtsthemen) wesentliche Aspekte heraus, geben diese wieder und stellen kritische Verständnisfragen.
  • folgen Inhalten aus audiovisuellen Medien (z. B. Nachrichten, Download-Angebote zu einem Unterrichtsbaustein, Diskussionen zu berufsrelevanten Themen). Sie beschreiben die verschiedenen Positionen der Sprecherinnen und Sprecher, werten, je nach ihrem individuellen Hörvermögen, die verbalen und para- sowie nonverbalen Äußerungen (z. B. Sprechpausen, unterschiedliche Betonung, Stimmhöhe, Mimik und Gestik) aus, wie diese das Verständnis der Inhalte unterstützen, und nutzen die gewonnenen Einsichten zunehmend bei der Gestaltung eigener Gesprächsbeiträge.
  • benennen Inhaltselemente und spezifische Bauelemente wie Licht- und Farbstimmungen, Geräusche oder Musik von audiovisuellen Medien (z. B. Filme, Schulinformationssendungen mit Untertitel) und beschreiben deren Wirkung auf den Mediennutzer.
D 1.2.1 Sich funktionsangemessen ausdrücken
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • handeln in formellen Gesprächssituationen routiniert (z. B. Auskunft einholen und geben, Begrüßung und Anrede vor Publikum, Wünsche äußern) und berücksichtigen zuverlässig allgemeine Sprachkonventionen, z. B. durch das Einhalten der Höflichkeitsformen und das Wählen der partnerbezogenen und situationsangemessenen Sprachebene.
  • suchen bei Konflikten argumentierend nach Lösungsmöglichkeiten, senden dabei Ich-Botschaften, finden geeignete Kompromisse zur Umsetzung und vermeiden Diskriminierungen.
  • geben auch anhand von Reflexionswerkzeugen, bei Bedarf durch sprachstrukturelle Hilfen gefördert, Rückmeldung zu ihren Lernstrategien und ihrem Lernstand, beurteilen ihr Lernen im Vergleich mit anderen und ihr persönliches Weiterkommen und setzen sich stimmige und motivierende Ziele für den weiteren Lernprozess.
  • bewältigen schulische und außerschulische Gesprächssituationen selbständig (z. B. Fachgespräche, Mediationsgespräche, Arbeitsplatzerkundungen), treffen ggf. entsprechende sprachliche Vorbereitungen, lassen den erlernten Fachwortschatz dabei bewusst einfließen und berücksichtigen in ihren Redebeiträgen einen logischen Aufbau.
  • leisten erarbeiteten Regeln zur Gesprächs- und Diskussionsgestaltung eigenständig Folge, indem sie Themen abgrenzen, ihre Wortmeldungen nach vorgegebener Reihenfolge beitragen und sich fall- und situationsangemessen äußern.
  • wenden Grundtechniken für die Diskussionsteilnahme an, indem sie komplexere Stellungnahmen abgeben, Aussagen und Meinungen nachvollziehbar und stichhaltig begründen und differenzierte Standpunkte annehmen, kritisch überdenken sowie ggf. empathisch darauf reagieren.
  • planen und leiten kurze Diskussionsrunden, indem sie Themen festlegen und den Themenbezug verteidigen, das Wort regelgemäß und gerecht verteilen, Monologe verhindern und gleiche oder ähnliche Standpunkte zusammenfassen.
D 1.2.2 Gestaltungsmittel verbaler, nonverbaler und/oder gebärdensprachlicher Art einsetzen
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • erzählen Persönliches und Literarisches zunehmend routiniert, indem sie adressatenorientiert Spannung aufbauen und sich weiterer eingeführter sprachlicher Mittel des lebendigen Erzählens bedienen.
  • bringen körpersprachliche Ausdrucksmittel (z. B. ein stabiles Gleichgewicht im Stand, aufrechte Körperhaltung, gehaltenen Blickkontakt, unterstreichende Mimik und Gestik) selbständig und bewusst zur Anwendung, um die Aufmerksamkeit der Zuhörer gezielt zu lenken und Gesagtes zu unterstreichen.
  • veranschaulichen ihre Vorträge durch den Einsatz erläuternder Elemente, z. B. durch Bilder, Plakate, audiovisuelle Dateien, Skizzen, Filme.
  • bereiten für einen flüssigen Redebeitrag eigenständig Stichworte vor, welche ihnen den wesentlichen Vortragsverlauf abbilden und als Vortragshilfe dienen.
  • strukturieren und rhythmisieren ihren Vortrag zu einem selbst gewählten Thema (Sachthema oder aus der Literatur), auch Gedichte, indem sie sinnvolle Pausen einlegen und Betonungen sowie Tempowechsel einsetzen.
D 1.2.3 Über Beiträge und Vorträge reflektieren
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • reflektieren Gesprächsbeiträge und Vorträge selbständig im Hinblick auf Inhalt und Aufbau, laut- bzw. gebärdensprachliche Vortragsweise und Körpersprache, indem sie sich im Vorfeld zuhörerbezogene Kriterien für einen Redebeitrag erarbeiten.
  • geben kriteriengeleitet, fundiert und wertschätzend Rückmeldung zu Redebeiträgen, indem sie zu Körperhaltung, zu Sprechweise bzw. Gebärdeneinsatz und dem Einsatz von Mimik und Gestik sowie zu den veranschaulichenden Maßnahmen im Sinne der Verständnissicherung konkretes Lob oder umsetzbare Verbesserungsvorschläge formulieren.
  • leiten aus dem erhaltenen Feedback zur Verbesserung ihrer Vorträge im sprachlichen und körpersprachlichen Ausdruck Umsetzungsmöglichkeiten ab, wie z. B. bewusst integrierte Wiederholungen und Fragestellungen an die Zuhörer sowie gezielt eingesetzte Mimik und Gestik.

D 1.3 Gespräche auf dem individuellen Sprachstand führen
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • teilen sich (z. B. im Erfahrungsaustausch mit Gleichaltrigen) in der individuellen Sprachvarietät (z. B. im Dialekt, Soziolekt, in der Jugendsprache) mit, präsentieren zunehmend bewusst in der Hochsprache, indem sie ihren aktiven Wortschatz ausschöpfen und die eigene Rede vornehmlich im Fluss halten.
  • berücksichtigen in Gesprächssituationen (z. B. partnerbezogen, in Gruppen, bei Vorträgen und Diskussionen) selbständig und bewusst Strategien für die Kommunikation von Menschen mit Hörbeeinträchtigungen, indem sie die Antlitzgerichtetheit wahren, ungehinderte Sicht auf ihr Mundbild gewähren, den eigenen Standort unter Berücksichtigung der vorherrschenden Lichtverhältnisse wählen, Störlärm wahrnehmen, sich die Aufmerksamkeit der Zuhörer sichern und ggf. Gesagtes wiederholen.
  • verhalten sich verantwortungsbewusst entsprechend der schulischen Gesprächsregeln. Zusätzlich senden sie Ich-Botschaften und untermauern ihre Meinung durch geeignete Argumente.
  • bewältigen auftauchende Wortfindungsschwierigkeiten und andere sprachliche Probleme, beispielsweise auf der morphologisch-syntaktischen Ebene, indem sie selbständig bekannte Strategien (z. B. Einsatz von aussagekräftigen, körpersprachlichen Mitteln zur Umschreibung, Nutzen von verbalen Umschreibungen, konkretes Nachfragen, Setzen von Pausen mit gleichzeitiger Demonstration natürlicher Gesten, welche die sprachliche Problematik für das Gegenüber erkennbar werden lassen) situationsangemessen gebrauchen.

D 1.4 Szenisch spielen
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • setzen geeignete Sequenzen (z. B. aus Jugendbüchern, Filmen oder Computerspielen) szenisch um und interpretieren literarische Rollen. Dabei verdeutlichen sie Gefühle und Charakter einer Figur durch die Variation im Sprech- bzw. Gebärdensprachausdruck (auch durch Setzen von Pausen, Lautstärken- und Tempowechsel) und, je nach individuellem Hörvermögen, rollengerechter Stimmmodulation, auch hinsichtlich bewusst verständlich eingesetzter Artikulation und Sprechmelodie.
  • setzen gezielt passende akustische Gestaltungsmittel und Requisiten ein, unterstützen ihre Darstellung durch wirkungsvolle Gestik, Mimik und Körperhaltung und bringen damit die Aussage der Szene deutlich zum Ausdruck.
  • zeigen ein differenziertes Darstellungsrepertoire sowie umfangreiche gestalterische Möglichkeiten beim Entwerfen und Spielen von Rollen hinsichtlich des mimischen Ausdrucks oder der Kulissengestaltung und gelangen so zu einem tieferen Textverständnis.
  • reflektieren szenische Umsetzungen (ggf. mithilfe medialer Aufzeichnung) hinsichtlich des mimischen Ausdrucks, des Blickkontakts, der Körperhaltung und des räumlichen Verhaltens. Sie zeigen anschließend Handlungsalternativen auf und bringen konstruktive Kritik ein.
  • leiten vom szenischen Spiel und der Reflexion darüber Handlungsweisen für ihr eigenes Gesprächsverhalten ab.

D 2.1 Lesetechniken und -strategien anwenden
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • lesen flüssig und genau, ggf. mit Gebärden, auch anspruchsvollere, dem Sprachverständnis angepasste Texte, beachten inhaltliche Abschnitte, erkennen die Gliederung und erfassen dabei den Text als Ganzes.
  • bearbeiten mit individuellen Hilfestellungen Texte zum Vorlesen durch Benennung der Pausenzeichen, Kennzeichnung der betonten Stellen und der Satzmelodie.
  • tragen Texte selbständig rhythmisch gestaltend und sinnentsprechend, ggf. mit Gebärden, vor, achten dabei auf Betonung, Sprechtempo und Stimmführung.
  • erschließen mit individuellen Hilfestellungen kontinuierliche und diskontinuierliche, dem Sprachverständnis angepasste Texte durch Strategien (z. B. Belegen zentraler Aussagen, selbständige Nutzung von Lexika) und fassen Kernaussagen zusammen.
  • nutzen zur Erschließung unbekannter Wortinhalte Nachschlagwerke.

D 2.2 Literarische Texte verstehen und nutzen
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • erschließen literarische, dem Sprachverständnis angepasste Texte, indem sie angeleitet Inhalte antizipieren, Kernsätze zu Textabschnitten formulieren, Überschriften bilden, Figurencharakterisierungen erstellen (z. B. Widerspruch von Verhalten und Aussagen einer Figur), Beziehungen grafisch darstellen und Deutungen am Text mit Zitaten belegen.
  • unterscheiden mit individuellen Hilfestellungen epische, lyrische und dramatische, dem Sprachverständnis angepasste Texte anhand von textsortenspezifischen Merkmalen und nutzen zur angeleiteten Reflexion auch Angaben zu Autorin bzw. Autor und Entstehung.
  • erfassen Handlungsstränge und Handlungsräume in literarischen, dem Sprachverständnis angepassten Texten, stellen ggf. Zusammenhänge zwischen verschiedenen Texten her und nutzen grafische Darstellungen zur Visualisierung.
  • erschließen mit individuellen Hilfestellungen ein modernes oder klassisches, dem Sprachverständnis angepasstes Jugendbuch, indem sie eine Auswahl produktiver und analytischer Methoden anwenden, z. B. Beweggründe der Protagonistinnen und Protagonisten erkennen.
  • wenden im Rahmen der Erschließung und der Analyse literarischer, dem Sprachverständnis angepasster Texte angeleitet weitgehend selbständig Fachbegriffe an, z. B. Erzählweise, Wortspiel.

D 2.3 Pragmatische Texte verstehen und nutzen
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • entnehmen weitgehend selbständig Informationen aus sachorientierten und berufsorientierenden, dem Sprachverständnis angepassten Texten unterschiedlicher Medien, dabei entwickeln sie weiterführende Interessen an Sachthemen.
  • werten weitgehend selbständig anhand von Leitfragen kontinuierliche und diskontinuierliche, dem Sprachverständnis angepasste Texte (z. B. Diagramme, Tabellen) aus, unterscheiden und nutzen angeleitet Informations-, Instruktions-, Appell- und Obligationstexte unter Einbeziehung ihrer Funktion, z. B. Rezension, Gesetz.
  • ziehen Vergleiche zwischen komplexeren themengleichen, dem Sprachverständnis angepassten Texten und nutzen zur Texterschließung kriterienorientiert Inhaltsverzeichnisse, Glossare und Zusammenfassungen mit individuellen Hilfestellungen.
  • erkennen und beurteilen angeleitet und kriterienorientiert die Intention und den Adressatenbezug von Texten aus verschiedenen Print- und Onlinemedien, z. B. Jugendzeitschriften, Blogs, Lexika.

D 2.4 Weitere Medien verstehen und nutzen
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • beurteilen weitgehend selbständig anhand von Leitfragen die Verständlichkeit, den Aufbau sowie den Informationsgehalt unterschiedlicher medialer Darbietungsformen.
  • erkennen weitgehend selbständig in verschiedenen medialen Darstellungsformen anhand eines Kriterienkatalogs Möglichkeiten der Verfälschung sowie der Vermischung von Realität und Fiktion und reflektieren die Wirkungsabsicht.
  • wählen zur genussvollen Freizeitgestaltung situationsangemessen unterschiedliche Print- und geeignete Hörmedien, ggf. mit Untertiteln (z. B. Buch, Film, Musikvideos, Computerspiele) aus.
  • reflektieren ihren Medienkonsum (z. B. anhand eines Computer- und Internetprotokolls) und entwickeln ein Bewusstsein für den verantwortungsbewussten Umgang.
  • nutzen digitale Medien mit ihren spezifischen Sprachcodes adressatenbezogen und verantwortungsbewusst, indem sie angeleitet wesentliche rechtliche Grundlagen und soziale Umgangsformen beachten.
  • verwenden angeleitet bei der Präsentation von Arbeitsergebnissen zu literarischen Texten oder Sachthemen mithilfe von Leittexten geeignete grafische Darstellungsmittel (z. B. Zwischenüberschriften, Tabellen) und zur kreativen Produktion (z. B. Kurznachrichten) geeignete einfache technische Hilfsmittel und Programme.
  • nutzen bewusst Untertitel, Videotext, Internetseiten in Einfacher Sprache und weitere Angebote für Menschen mit einer Hörschädigung beim Medienkonsum.

D 3.1 Über Schreibfertigkeiten bzw. -fähigkeiten verfügen
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • schreiben in einer individuell ausgeprägten, gut lesbaren Handschrift und berücksichtigen bei Form und Tempo den jeweiligen Verwendungszusammenhang, z. B. Mitschriften, Reinschriften.
  • strukturieren und gestalten altersgemäße Sachverhalte in Form von kontinuierlichen oder diskontinuierlichen Texten (z. B. Blattaufteilung) und entscheiden sich bei der Textproduktion situations- und adressatenbezogen für das entsprechende Medium (digital versus nichtdigital).
  • füllen gängige Formulare des Alltags aus, z. B. Antrags-, Anmeldeformulare.
  • integrieren angeleitet Übernahmen aus fremden Texten (Zitate, indirekte Rede) formgerecht in eigene Texte.

D 3.2 Texte planen und schreiben
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • entwickeln Schreibpläne, indem sie Informationen mithilfe unterschiedlicher Strategien ordnen (z. B. Mindmap, Skizzen) und reflektieren angeleitet die Funktionalität genutzter Planungsübersichten.
  • erzählen anschaulich von Erlebnissen und Erfahrungen und achten auf die Erzähllogik. Sie wählen erlernte sprachliche Gestaltungsmittel nach ihrer Funktion aus und setzen Erzählmittel bewusst ein, z. B. direkte Rede als Dialog, differenzierte Darstellung von Gedanken und Gefühlen.
  • nutzen kreative und produktive Schreibformen für eigene Texte, z. B. Verfassen und Umschreiben von Gedichten, Spielszenen, Textparodien.
  • beschreiben Sachverhalte in ihren funktionalen Zusammenhängen (z. B. Arbeitsabläufe schildern, über Erkundungen berichten, Exkursionen auswerten) und erstellen kurze informierende Texte aus geführten Interviews, z. B. im Rahmen der Berufsorientierung.
  • setzen grammatikalische Formen zielgerichtet in eigenen Texten ein, z. B. Aktiv bzw. Passiv, Nominal- oder Verbalstil.
  • erstellen einfache diskontinuierliche Texte, z. B. Schaubild.
  • setzen sich argumentativ mit altersgemäßen Sachverhalten auseinander, auch mit appellativen Texten, z. B. Aufruf, Leserbrief. Dabei achten sie auf die Erfordernisse des jeweils gewählten Mediums, z. B. Internetauftritt der Schule, Jugendzeitschrift, Zeitung.
  • setzen sprachliche Mittel des argumentierenden Schreibens zur Verdeutlichung der Gedankenführung und des Argumentationszusammenhangs ein, z. B. syntaktische Verknüpfungen, schulische Fachsprache und Fachbegriffe, Stützen der Argumente durch aussagekräftige Beispiele.
  • verfassen formalisierte Texte mit Bezug zu Alltag und Schule, z. B. Antrag, Beschwerde.
  • stellen die Ergebnisse einer Textuntersuchung aufgabenbezogen dar, z. B. als Kurzzusammenfassung. Dabei wenden sie bei literarischen Texten auch Schreibformen des gestaltenden Interpretierens an, z. B. Tagebucheintrag einer literarischen Figur verfassen.

D 3.3 Texte überarbeiten
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • überprüfen fremde und eigene Texte nach formalen, inhaltlichen und sprachlichen Gesichtspunkten mithilfe von Checklisten (z. B. Erfüllen der Schreibaufgabe, Beachten des Leserinteresses) und nutzen hierbei auch Verfahren der Textüberarbeitung, z. B. das Autoreninterview. Bei Rückmeldungen an Mitschülerinnen und Mitschüler achten sie auf einen respektvollen Umgang miteinander.
  • überarbeiten eigene Texte mithilfe von Kriterienkatalogen nach formalen Aspekten, Struktur, Inhalt sowie Sprache und nutzen Hinweise aus Feedbackmethoden, z. B. Schreibkonferenz, Expertenteam.
  • nutzen neben Nachschlagewerken auch Rechtschreibhilfen und Synonymwörtersammlungen aus Textverarbeitungsprogrammen zur fehlerfreien Gestaltung von Texten.
  • dokumentieren und reflektieren den eigenen Schreib- und Lernprozess, indem sie Lernerfahrungen und alternative Vorgehensweisen benennen.
D 4.1.1 Über einen sprachstandesgemäßen passiven und aktiven Wortschatz verfügen
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • verstehen Formen sprachlicher Aufforderung (z. B. Sei brav! – Bitte Türe schließen! – Eine Limo bitte! – Greifen Sie zu! – Taschen sind abzugeben!) und wenden diese in verschiedenen Situationen kontextbezogen an.
  • ordnen ihren Wortschatz nach selbst gewählten erlernten Strukturen (z. B. Wortfamilien, Wortarten) für ein besseres Verständnis der Sprachstrukturen.
  • beherrschen im Unterricht erlernten Wortschatz in Rechtschreibung und ggf. Gebärde und Aussprache auf dem jeweiligen individuellen Sprachstand.
D 4.1.2 Fach- und bildungssprachlichen Wortschatz verstehen und situationsgerecht anwenden
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • erschließen sich selbständig mit individuell gewählten Strategien (z. B. Beachten des Kontextes, Wörterbücher) Wortbedeutungen in der Fachsprache und verwenden fachspezifischen Wortschatz situationsgerecht.
  • nutzen angeleitet erarbeitete Begriffe der Bildungs- und Fachsprache zur Informationsentnahme und -weitergabe, z. B. bei einer Abfrage, einem Referat, einer Rede.
  • beschreiben selbständig und angemessen fachspezifische Prozesse unter Verwendung des erworbenen Fachwortschatzes, z. B. Versuchsbeschreibung, Arbeitsabläufe.
D 4.1.3 Komposita und Ableitungen verstehen und verwenden
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • nutzen die Wortbildungspräfixe ver- und be-, um Verben zu bilden.
  • bilden unterschiedliche Wortarten durch Konversion und Ableitung, insbesondere Nomen durch die Wortbildungssuffixe ‑heit, ‑keit, ‑ung, ‑nis, ‑schaft und ‑tum.
  • bilden unterschiedliche Wortarten durch Transponieren hinsichtlich Person, Tätigkeit und Ergebnis, z. B. springen: der Springer, das Springen, der Sprung.
D 4.1.4 Methoden zur Wortschatzerweiterung kennen und nutzen
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • wenden bekannte Strategien (z. B. Wortbildungsverfahren, Nachschlagetechniken) an, um sich selbständig die Bedeutung neuer Wörter zu erschließen und so ihren Wortschatz zu erweitern.
  • strukturieren bekannten und neuen Wortschatz weitgehend selbständig und themenzentriert, z. B. Gemeinschaft, Atmung.
  • nutzen angeleitet fachspezifische Informationsquellen zum individuellen Ausbau von Fachwortschatz in Sachzusammenhängen, z. B. Lexika, Bild-/Gebärdenlexika, Sachbücher, Internet.
D 4.2.1 Sprachstrukturen entwickeln
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • drücken Gleichzeitigkeit und Dauer von Ereignissen in der Gegenwart durch den Temporalsatz mit während und in der Vergangenheit durch den Temporalsatz mit als aus.
  • wenden die Konjunktionen bevor und nachdem an, um Vor- bzw. Nachzeitigkeit auszudrücken.
  • bilden Konsekutivsätze mit so … dass, um Folgebeziehungen darzustellen.
  • bilden Proportionalsätze mit je … desto, um Verhältnismäßigkeiten bzw. Abhängigkeiten auszudrücken.
  • bilden Konditionalsätze mit sonst, um Bedingungen auszudrücken, z. B. Du musst lernen, sonst schreibst du schlechte Noten.
  • verbinden Verben mit Präpositionen zu feststehenden Wendungen und beachten die korrekte Objektvalenz, um sich angemessen auszudrücken, z. B. berichten über, diskutieren über.
  • verwenden das Dativobjekt bei Verben (z. B. wünschen, vertrauen), Adjektiven (z. B. bekannt, fremd) und Zugehörigkeitsadjektiven (z. B. Der Frisör hat mir die Haare geschnitten.) mit entsprechender Valenz.
  • verwenden erweiterte Artergänzungen (z. B. müde sein von …, neidisch sein auf …), um komplexe und informative Sätze zu formulieren.
D 4.2.2 Sprachstrukturen untersuchen
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • unterscheiden die Funktion bekannter und weiterer Wortarten (z. B. Relativ-, Demonstrativ- und Reflexivpronomen) und nutzen ihr Wissen etwa bei der Rechtschreibung oder sprachlichen Gestaltung von Texten.
  • flektieren Wörter der ihnen bekannten Wortarten sicher und konjugieren die Verbformen im Aktiv und Passiv und in den bekannten Zeiten.
  • beschreiben die unterschiedliche Wirkung verschiedener Satzkonstruktionen (z. B. Satzreihe, komplexe Satzgefüge) und nutzen dies bei der eigenen Textproduktion.
  • wechseln bewusst die Position von Satzgliedern bzw. Haupt- und Nebensatz, um Akzentuierungen im Satzgefüge zu setzen und Texte abwechslungsreich zu gestalten.
  • bestimmen bekannte und weitere Satzglieder (z. B. Kausaladverbiale, Gliedsatz), um vollständige und abwechslungsreiche Texte zu formulieren sowie Fehler zu vermeiden, anhand ihrer Führungsfragen:
    • Fragen nach den Satzgliedern (wer – was/wem/wen – was)
    • Fragen nach der Klassifikation (was ist – wie ist)
    • Fragen nach der Richtungs-, Orts-, Zeit- und Artergänzung (wohin – woher/wo /wann – seit wann – wie lange – an welchem Tag – in welchem Monat/Jahr/wie)
    • Fragen nach dem Präpositionalobjekt als Sache (worauf – worüber) und Person (auf wen – mit wem)
    • Fragen nach Zahl, Maß, Gewicht (wie viele – wie oft – wie lang – wie breit – wie schwer)
    • Fragen nach Werkzeugen, Mittel, Materialien und der Materialbeschaffenheit (womit/woraus)
    • Fragen nach attributiven Fügungen (was für ein – welcher – welche – welches)
    • Fragen nach Vorgängen oder Tätigkeiten (was macht – was geschieht) und nach Modi (wie – auf welche Weise)
    • Fragen nach kausalen und finalen Verhältnissen (warum – weshalb – wieso – wozu)

D 4.3 Sprachgebrauch untersuchen und reflektieren
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • verstehen gebräuchliche Begriffe aus Fachsprachen (z. B. aus Kunst und Sport) und verwenden diese situationsgerecht.
  • erkennen Unterschiede zwischen gesprochener bzw. gebärdeter und geschriebener Sprache (z. B. Ellipsen versus vollständige Sätze) und wenden beide Sprachvarianten sachgerecht an.
  • unterscheiden zwischen Standardsprache, Jugendsprache und ggf. Dialekt in Laut- und ggf. Gebärdensprache, benennen ihre Funktion und verwenden sie situationsangemessen.
  • zeigen im Vergleich unterschiedlicher Medien (z. B. Internet, TV) im Hinblick auf die verwendeten Wort- und Satzarten deren Wirkung auf die Rezipientin bzw. den Rezipienten, z. B. Nominalstil, Satzverknüpfungen, Fachbegriffe.
  • analysieren die Sprache in digitalen Formaten (z. B. Sprachverkürzung in Kurznachrichten, sozialen Netzwerken), um Unterschiede zur Standardsprache festzustellen und sich sach-, situations- und adressatengemäß auszudrücken.

D 4.4 Richtig schreiben und Rechtschreibstrategien anwenden
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • wenden bekannte und neu erworbene Strategien und Regelhaftigkeiten der Rechtschreibung zunehmend sicher an: Groß- und Kleinschreibung, z. B. Begleitwörter beachten, Nominalisierungen von Verben, Adjektiven, Eigennamen, Farbbezeichnungen, Zahlen- und Zeitangaben.
  • setzen bekannte Proben und Regelhaftigkeiten (z. B. pro Silbe ein Vokal/Diphtong) ein, um Wörter aus dem Kernbereich der Getrennt- und Zusammenschreibung richtig zu schreiben.
  • schreiben häufig vorkommende Wörter mit nichtregelhaften rechtschriftlichen Besonderheiten sowie geläufige Fremdwörter und Fachbegriffe richtig.
  • erkennen Fehler in selbst verfassten und fremden Texten und beheben diese gezielt durch den Einsatz von Rechtschreibstrategien und Hilfsmitteln, wobei sie auch Vorschläge der Rechtschreibprüfung von Textverarbeitungsprogrammen begründet annehmen oder verwerfen.
  • ermitteln selbständig Fehlerschwerpunkte und arbeiten zunehmend eigenverantwortlich an individuellen Fehlerschwerpunkten, z. B. mit Lernprogrammen.
  • wenden bekannte und weitere Regeln der Zeichensetzung eigenständig an, z. B. in Satzgefügen, Satzreihen, bei Aufzählungen, Einschüben, Infinitivgruppen.