Lehrplan PLUS

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Deutsch M8 (SpLG 3)

gültig ab Schuljahr 2020/21

D Lernbereich 1: Auditiv und/oder visuell Wahrnehmen und Kommunizieren
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Die folgenden Kompetenzen sind nach dem individuellen Hör- und Kommunikationsvermögen der Schülerinnen und Schüler anzustreben.
Inklusion Inklusion

D 1.1 Verstehend wahrnehmen
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • entnehmen umfangreichen, dem sprachlichen Niveau angemessenen mündlichen Beiträgen (in Standard- oder Bildungssprache, durch lautsprachbegleitende Gebärden unterstützt) mit vorgeschalteter Themenangabe die zentralen Inhalte, indem sie sich nachvollziehbare Notizen zu Schlüsselwörtern, Fachbegriffen und Zusammenhängen machen, unbekannte Wörter und Strukturen aus dem Zusammenhang erschließen bzw. für sich und andere klären und somit wesentliche Aussagen herausarbeiten.
  • stellen kritische Nachfragen und steuern eigene, weiterführende Aussagen zum Thema bei, indem sie sich vorab Wesentliches notieren.
  • erfassen den Inhalt von dem sprachlichen Niveau angemessenen gesprochenen Texten und umfangreichen audiovisuellen Medien (z. B. Nachrichtensendungen, Hintergrundreportagen, Diskussionen, Informationsbausteine zu Unterrichtsthemen), indem sie ihn, auch mithilfe von Aufzeichnungen, zusammenfassen, strukturieren, kommentieren oder ergänzen und Verständnisfragen beantworten.
  • folgen Inhalten aus audiovisuellen Medien, z. B. Nachrichten, Download-Angebote zu einem Unterrichtsbaustein, Diskussionen zu berufsrelevanten Themen. Sie beschreiben die verschiedenen Positionen der Sprecherinnen und Sprecher, werten, je nach ihrem individuellen Hörvermögen, aus, wie die verbalen und nonverbalen Äußerungen (z. B. Sprechpausen, unterschiedliche Betonung, Stimmhöhe, Mimik und Gestik) das Verstehen der Inhalte unterstützen und Aussagen unterstreichen, und nutzen die gewonnenen Einsichten reflektiert und zunehmend zielgerichtet bei der Gestaltung eigener Gesprächsbeiträge.
  • legen die Funktionen verschiedener audiovisueller Medien fest, indem sie deren unterschiedliche Sendeformate und Darstellungsformen gegenüberstellen, z. B. Vergleich von Nachrichtensendungen und Hintergrundreportagen zu einem Thema.
D 1.2.1 Sich funktionsangemessen ausdrücken
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • bewältigen Sprechhandlungen in formellen Situationen zielführend und souverän (z. B. Informationen einholen, Fragen und Einwände vortragen) und bringen umsichtig und routiniert geltende Sprachkonventionen zur Anwendung.
  • lösen Konflikte in der Rolle des Vermittlers oder des Betroffenen, indem sie erarbeitete Gesprächsstrategien deeskalierend zum Einsatz bringen, auf sachlicher Ebene bleiben und Chancen der Vermeidung sowie der Zusammenarbeit aufzeigen und zur Umsetzung bringen.
  • reflektieren, je nach Situation durch den Einsatz von Reflexionsmethoden, eigenes und fremdes Lernverhalten, schildern konkret den aktuellen Lernstatus und die sich abzeichnende Lernentwicklung und strukturieren sinnvoll weiterführende Lernvorhaben im Entwicklungsprozess.
  • beteiligen sich nach inhaltlicher und sprachlicher Vorbereitung situations- und zielorientiert an Gesprächen, indem sie einer Argumentationslinie folgen und sich fächerübergreifend des erlernten Fachwortschatzes bedienen.
  • setzen Regeln zur Diskussionsteilnahme zunehmend versiert um, z. B. themenbezogen und nach der Reihenfolge der Wortmeldungen sprechen sowie Techniken des Nachfragens anwenden und Aussagen untereinander vernetzen.
  • vertreten in Diskussionen, Debatten oder Konfliktgesprächen eigene Standpunkte, argumentieren dabei sachlogisch und veranschaulichen ihre Begründungen durch Beispiele. Sie beziehen sich auf Gesprächsbeiträge der Diskussionsteilnehmer/innen, indem sie Wesentliches zusammenfassen oder hinzufügen, gehen auf Gegenargumente in angemessener Form ein und tragen zur Kompromissfindung bei.
  • bereiten Gespräche (z. B. Diskussion, Konfliktgespräch) vor und moderieren sie, indem sie sich inhaltlich einarbeiten, die Unterscheidung zwischen sachlicher und persönlicher Argumentation treffen, kommunikationsunterstützend ggf. Hinweise darauf geben und somit eine angenehme Diskussionsatmosphäre wahren. Sie fassen Zwischenergebnisse zusammen und führen durch erarbeitete Satzmuster oder Strategien Entscheidungen oder Kompromisse herbei.
D 1.2.2 Gestaltungsmittel verbaler, nonverbaler und/oder gebärdensprachlicher Art einsetzen
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • gebrauchen beim Erzählen situations- und adressatenbezogen sprachliche Mittel und Stilelemente, berichten aus unterschiedlichen Perspektiven und erzielen bewusst Wirkungen bei den Zuhörenden.
  • wenden bei Referaten über ein selbstgewähltes Thema (z. B. aus dem Betriebspraktikum oder einem Übungsprojekt) eigenständig und bewusst förderschwerpunktspezifische Kommunikationsstrategien an.
  • tragen Referate, auch Gedichte, gezielt strukturiert und rhythmisiert vor.
  • bereichern ihre Ausführungen zu einem Thema gezielt durch Beispiele und Vergleiche.
  • legen sich individuelle und klar strukturierte Notizen an, um flüssig und zuhörerorientiert zu sprechen.
  • illustrieren ihre Referate durch informierende, analoge und digitale Medien, z.  B. Bilder, Plakate, audiovisuelle Dateien, Skizzen, Mindmaps, Clusters, Filme, digitale Präsentationen.
D 1.2.3 Über Beiträge und Vorträge reflektieren
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • reflektieren Vorträge und Präsentationen nach selbst erarbeiteten Kriterien (z. B. in Bezug auf Sprechweise bzw. Gebärden, Körpersprache, Präsenz), um fundiert Feedback zu geben. Dabei achten sie besonders auf Maßnahmen, die dem Zuhören und Verstehen verbalsprachlicher Beiträge für Menschen mit Hörbeeinträchtigung optimalere Grundbedingungen liefern.
  • verbessern auf der Basis des erhaltenen Feedbacks ihre Vorträge im sprachlichen und körpersprachlichen Ausdruck adressatenfreundlich und integrieren zunehmend mediale Anschauungsmittel sowie entsprechende Fachsprache.

D 1.3 Gespräche auf dem individuellen Sprachstand führen
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • unterscheiden zielsicher zwischen persönlicher Sprachvarietät (z. B. Regiolekt, Dialekt, Soziolekt, Jugendsprache) und Bildungssprache und setzen bewusst die situationsangemessene Form adressatenbezogen ein. Dabei integrieren sie in ihren sprachlichen Ausdruck differenzierten Wortschatz, erarbeiten sich neues aktives Vokabular und sprechen möglichst redegewandt.
  • setzen in Gesprächssituationen (z. B. bei Vorträgen und in Diskussionen, partnerbezogen oder in Gruppen, mit Gleichaltrigen und mit Erwachsenen) zunehmend routiniert und zielführend Strategien für die Kommunikation von Menschen mit Hörbeeinträchtigungen ein, z. B. Störlärm wahrnehmen, abwarten und ggf. Gesagtes wiederholen, Fragen zur Verständnissicherung stellen bzw. den Kommunikationspartnern Raum für das Stellen von Fragen geben sowie Inhalte durch Bild und Schrift zusätzlich veranschaulichen.
  • führen situations- und zielorientiert Gespräche, verbleiben mit ihren Aussagen themenbezogen, erkennen die Kommunikationspartner/innen und ihre Meinung an, greifen Beigetragenes auf, führen dies kritisch reflektiert weiter und pflegen einen respektvollen Umgang mit den Gesprächspartnern/innen, z. B. indem sie Persönliches von anderen für sich behalten sowie auch körpersprachliche Konventionen berücksichtigen.
  • kommen auftauchenden Wortschatzdefiziten (Fachwortschatz, allgemein im aktiven Lexikon) und Unsicherheiten im sprachstrukturellen Bereich bei, indem sie selbständig, zunehmend routiniert und zielgerichtet bekannte Strategien situationsangemessen und partnerbezogen verwenden.

D 1.4 Szenisch spielen
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • adaptieren Texte und setzen im Spiel auch verschiedene nonverbale Ausdrucksformen, u. a. im Hinblick auf Blickaustausch, räumliches Verhalten oder Körperberührung, ein.
  • legen den Charakter einer Figur fest, indem sie sich mit der Rollenbiografie auseinandersetzen. Sie verwenden bewusst prosodische Mittel und verschiedene Ausdrucksformen in Gestik, Mimik und Körperhaltung, um den festgelegten Charakter der Figur deutlich zum Ausdruck zu bringen.
  • reflektieren szenische Umsetzungen im Unterricht oder z. B. nach einem Theaterbesuch (ggf. mithilfe medialer Aufzeichnung), indem sie konstruktive Kritik in Bezug auf Ausdruck, passende Sprachebene, stimmliche Variation, Mimik, Gestik sowie Körperhaltung einbringen und verständnisfördernde Handlungsalternativen aufzeigen.
  • führen Dialoge in Rollenspielen (z. B. zu Bewerbungsgesprächen), indem sie deutlich artikulieren, sich wohlüberlegt verbal ausdrücken und rhetorische Mittel sowie partnerbezogene Gesprächsführung anwenden. Anschließend reflektieren sie die Wirkung von Auftreten und Sprache in der Kommunikationssituation.

D 2.1 Lesetechniken und -strategien anwenden
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • lesen auch komplexere pragmatische, dem Sprachverständnis angepasste Texte informationsentnehmend, sinnkonstruierend, zügig und exakt, ggf. mit Gebärden.
  • tragen Texte rhythmisch und sinngestaltend unter Verwendung von Gestik, Gebärden auch einer größeren Öffentlichkeit vor und kennzeichnen sich hierfür Pausenzeichen, betonte Stellen und Satzmelodie, z. B. Vorleseprojekt.
  • verwenden zunehmend selbständig verschiedene Lesetechniken und -strategien zur Erschließung von Inhalt und Intention kontinuierlicher und diskontinuierlicher, dem Sprachverständnis angepasste Texte sowie zum Textvergleich.
  • nutzen zur Textanalyse angeleitet selbst recherchierte Zusatzinformationen aus unterschiedlichen Medien, z. B. historischer, biografischer oder thematischer Hintergrund.
  • nutzen zur Erschließung unbekannter Wortinhalte Nachschlagwerke, Bild-/Gebärdenwörterbücher und nutzen Orientierungshilfen, z. B. Inhaltsverzeichnisse, Zusammenfassungen.
  • kennen und benennen häufig verwendete Abkürzungen und Zeichen in Lexika und verwenden Lexika mit individueller Hilfestellung zur Bearbeitung und Ausführung von Rechercheaufträgen, z. B. Hintergrundinformationen zu Autoren.

D 2.2 Literarische Texte verstehen und nutzen
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • deuten altersgemäße, dem Sprachverständnis angepasste Texte, indem sie mit individuellen Hilfestellungen die zentralen Aussagen und Intentionen der Texte mithilfe analytischer und produktiver Methoden erschließen, z. B. die Charakteristik der Figuren und ihrer Beziehungen herausarbeiten, grafisch darstellen, Deutungen mit Zitaten belegen.
  • unterscheiden weitgehend eigenständig spezifische Merkmale epischer, lyrischer und dramatischer, dem Sprachverständnis angepasste Texte (z. B. Kommentar) und nutzen diese sowie Zusammenhänge zwischen Werk, Autorenbiografie und Entstehungszeit zur Interpretation.
  • vergleichen mit individuellen Hilfestellungen unterschiedliche Darstellungsformen literarischer Werke wie Buch, Film oder Theater, erkennen medienspezifische Besonderheiten und reflektieren deren Wirkung.
  • erfassen zunehmend selbständig Handlungsstränge und Handlungsräume in literarischen, dem Sprachverständnis angepassten Texten, belegen ihre Deutungen mit Zitaten, stellen ggf. Zusammenhänge zwischen verschiedenen Texten her und nutzen grafische Darstellungen zur Visualisierung.
  • präsentieren ein auf der Basis von Leseempfehlungen (z. B. aus einem abgegrenzten Themenbereich) ausgewähltes, dem Sprachverständnis angepasstes Jugendbuch, das sie zunehmend eigenständig mithilfe produktiver und analytischer Methoden anhand von Leitfragen erschließen und angeleitet werten, z. B. Handlungsstränge, Motive, Charaktereigenschaften, menschliche Grundstimmungen wie Trauer und Glück.
  • wenden im Rahmen der Erschließung und Interpretation von literarischen, dem Sprachverständnis angepassten Texten Fachbegriffe selbstständig sachgerecht an, z. B. Erzählperspektive, Raum- und Zeitgestaltung.

D 2.3 Pragmatische Texte verstehen und nutzen
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • verwenden lebensrelevante und berufsbezogene Informationen aus selbst recherchierten kontinuierlichen und diskontinuierlichen, dem Sprachverständnis angepassten Texten unterschiedlicher Medien zur Betrachtung von Themen aus verschiedenen Blickwinkeln.
  • unterscheiden zunehmend selbständig journalistische Textsorten (z. B. Leserbrief, Nachricht, Kommentar, Reportage) unter Einbeziehung ihrer Funktionen (z. B. Information, Wertung) und belegen ihre Deutung mit Zitaten.
  • vergleichen themengleiche, dem Sprachverständnis angepasste Texte und arbeiten zunehmend selbständig mithilfe von Lesestrategien (z. B. selektives, antizipierendes und hypothesenüberprüfendes Lesen) wesentliche Textaussagen aus anspruchsvollen Texten heraus.
  • erkennen und beurteilen zunehmend selbständig kritisch Inhalt, Form und Intention von Texten aus unterschiedlichen Medien, z. B. Kommentare in Fernsehen, Zeitung, Internet.

D 2.4 Weitere Medien verstehen und nutzen
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • erkennen die Wirkungsabsichten unterschiedlicher Medien (z. B. Unterhaltung, Information, Propaganda, Manipulation) durch die Auseinandersetzung mit den jeweils eingesetzten Gestaltungsmitteln, z. B. Bildauswahl und -abfolge.
  • beurteilen zunehmend selbständig die Vermischung von Realität und Fiktion in medialen Darstellungen anhand erarbeiteter Kriterien, z. B. Infotainment, Computerspiele.
  • reflektieren und werten zunehmend selbständig komplexe Darstellungsmittel sowie ausgewählte spezifische sprachliche Mittel in unterschiedlichen medialen Darstellungsformen (z. B. Vergleich von Textvorlage mit verschiedenen auditiven oder filmischen Umsetzungen) und nutzen dies zur eigenen Produktion.
  • nutzen geeignete Medien (z. B. aus Bücherei, Mediathek) zur Freizeitgestaltung sowie zum Mediengenuss.
  • planen ihren Medienkonsum auf der Basis von eigenen Medienprotokollen mithilfe von Programmvorschauen (z. B. Programmzeitschriften, Kino- und Theaterprogramme) und bewussten Zeitfenstern für Internet und soziale Netzwerke und reflektieren die Einhaltung der Planung.
  • erarbeiten, erproben und reflektieren Kriterien einer verantwortungsbewussten Nutzung aktueller digitaler Medien und sozialer Netzwerke und beachten dabei zunehmend selbständig wesentliche rechtliche und soziale Grundlagen im Umgang mit Medien.
  • nutzen für Präsentationen und zur kreativen Produktion zunehmend selbständig und zielorientiert technische Hilfsmittel und Programme.
  • nutzen bewusst Untertitel, Videotext, Internetseiten in Einfacher Sprache und weitere Angebote für Menschen mit einer Hörschädigung beim Medienkonsum.

D 3.1 Über Schreibfertigkeiten bzw. -fähigkeiten verfügen
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • strukturieren und gestalten komplexe Sachverhalte in Form von kontinuierlichen und diskontinuierlichen Texten und nutzen dabei begründet die Möglichkeiten der elektronischen Datenverarbeitung, z. B. Textverarbeitungs- und Präsentationsprogramme.
  • füllen komplexe Formulare selbständig aus, auch digital.
  • integrieren weitgehend selbständig passende Zitate formgerecht und zweckentsprechend in eigene Texte.

D 3.2 Texte planen und schreiben
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • erstellen Planungsübersichten auch zu komplexeren inhaltlichen Zusammenhängen (z. B. in Form von Mindmaps oder einer numerisch differenzierten Gliederung) und reflektieren über deren Funktionalität.
  • erzählen anschaulich von Erfahrungen, Gedanken, Gefühlen und Sachverhalten (z. B. Schildern von Wahrnehmungen, Monolog einer literarischen Figur), achten auf die Erzähllogik und setzen dabei ausgewählte stilistische sowie sprachlich gestalterische Mittel bewusst ein, z. B. indirekte Rede, Vergleiche.
  • nutzen kreative und produktive Schreibformen für eigene Erzähltexte, z. B. Wechsel der Erzählperspektive, des historischen Hintergrunds.
  • informieren mit eigenen Texten über komplexere Sachverhalte oder aktuelle Ereignisse und protokollieren Unterrichtsabläufe, Projekte oder Exkursionen, z. B. als Präsentationsportfolio.
  • fassen Inhalte zu kontinuierlichen und diskontinuierlichen Texten zusammen (z. B. als Schaubild, Fließtext mit grafischer Veranschaulichung) und reflektieren dabei die Funktionalität.
  • formulieren und gewichten Argumente zu Sachverhalten, die über den eigenen Erfahrungsbereich hinausgehen, ziehen Schlüsse und verfassen adressatengerechte Texte in Form einer sachlich plausiblen und nachvollziehbaren Stellungnahme, z. B. Kommentar, Kritik.
  • setzen sprachliche Mittel des argumentierenden Schreibens zielgerichtet in eigenen Texten ein (z. B. Adverbialsätze, syntaktische Verknüpfung) und stützen ihre Argumente durch Beispiele und Vergleiche.
  • stellen die Ergebnisse einer Textuntersuchung aufgabenbezogen dar, z. B. Gestaltungsmittel sowie Kernaussagen darlegen, Stellung beziehen. Dabei wenden sie bei literarischen Texten auch Schreibformen des gestaltenden Interpretierens an, z. B. inneren Monolog verfassen.
  • verfassen in Kooperation mit dem Fach Wirtschaft und Beruf und den berufsorientierenden Wahlpflichtfächern formalisierte, berufsorientierende Texte unter Berücksichtigung zeitgemäßer Medien, auch für das Berufswahlportfolio, z. B. Bewerbungsanschreiben, Praktikumsmappe.
  • erstellen prägnante Inhaltsangaben von fremden und eigenen Texten, indem sie diese auf das Wesentliche reduzieren, z. B. durch Unterstreichen von Haupt- und Nebensache, stilistische Merkmale erkennen und weglassen.

D 3.3 Texte überarbeiten
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • überprüfen fremde und eigene Texte kriterienorientiert nach Form, Inhalt und Sprache entsprechend den selbständig gewählten Überarbeitungszielen, z. B. Adressatenbezug, stilistische Stimmigkeit. Bei Rückmeldungen an Mitschülerinnen und Mitschüler achten sie auf einen respektvollen Umgang miteinander.
  • nutzen zur Überarbeitung eigener Texte situationsangemessene Überarbeitungsstrategien sowie Hinweise aus Feedbackmethoden selbstverantwortlich, z. B. Expertenteam.
  • gestalten Texte weitgehend fehlerfrei und nutzen neben Nachschlagewerken selbständig Rechtschreibhilfen aus Textverarbeitungsprogrammen sowie online gestellte Wörterbücher oder Grammatiken.
  • dokumentieren und reflektieren weitgehend selbständig den eigenen Schreibprozess (z. B. durch Kommentierungen im individuell angelegten Schreibportfolio) und setzen sich Ziele für weitere Schreibaufgaben.

D 4.1 Wortschatz erarbeiten und situationsgemäß verwenden
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • erklären die Herkunft, Bedeutung und Verwendung gängiger Fremdwörter und Internationalismen, um ihren aktiven und passiven Wortschatz zu erweitern.
  • nutzen zunehmend selbständig erarbeitete Begriffe der Bildungs- und Fachsprache zur Informationsentnahme und ‑weitergabe, z. B. bei einer Abfrage, einem Referat, einer Rede.
  • entschlüsseln komplexere Komposita (z. B. Ausbildungsvertrag, Teilnahmebescheid) und verwenden diese, um sich präzise und knapp auszudrücken.
  • nutzen unterschiedliche Wortbildungsverfahren (z. B. Konversion, Ableitung), um verschiedene Wortarten zu bilden.
  • nutzen unterschiedliche Medien zur eigenständigen Wortschatzerweiterung, z. B. Filme, Lehrvideos.
  • nutzen zunehmend selbständig fachspezifische Informationsquellen zum individuellen Ausbau von Fachwortschatz in Sachzusammenhängen, z. B. Lexika, Bild-/Gebärdenlexika, Sachbücher, Internet.
  • erklären Herkunft und Bedeutung ausgewählter fachsprachlicher Begriffe, erkennen Merkmale von Fachsprachen (z. B. aus der Arbeitswelt) und nutzen diese Erkenntnisse für das eigene Sprachhandeln.
  • ordnen den erweiterten Fach- und Bildungswortschatz auch mithilfe von Wörterbuch und Thesaurus nach Kategorien oder Begrifflichkeiten (z. B. Ober- und Unterbegiffe, Mehrdeutigkeit), um sich fachspezifisch treffend auszudrücken.
  • verwenden unterschiedliche Möglichkeiten zur Darstellung von Berufen, um sich im Themenfeld Berufe und Ausbildung adäquat auszudrücken (feste Berufsbezeichnungen; Zusammensetzungen mit ‑mann, ‑frau, ‑leute; Suffixe ‑er, ‑or, ‑eur, ‑ant, ‑ist).
D 4.2.1 Sprachstrukturen entwickeln
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • reduzieren Nebensätze durch Verwendung der passenden Konjunktionen (Konditionalsatz: bei; Temporalsatz: vor, beim, während, nach; Finalsatz: zum, zur), um Sachverhalte kurz und prägnant darzustellen.
  • bilden Sätze mit ohne zu …-en und anstatt zu …-en, um fehlende oder stellvertretende Umstände darzustellen.
  • verbinden Verben mit Präpositionen zu feststehenden Wendungen und beachten die korrekte Objektvalenz, um sich angemessen auszudrücken, z. B. hoffen auf, glauben an, verurteilen zu, spenden für, sich entscheiden für/gegen, abhängen von, sich vorstellen bei, arbeiten an, sich eignen für.
  • verwenden Artergänzungen in Verbindung mit Präpositionalobjekten zweiten Grades (z. B. beliebt sein bei, verliebt sein in, eifersüchtig sein auf, einverstanden sein mit, fähig sein zu, misstrauisch sein gegenüber), um komplexe und informative Sätze zu formulieren.
  • unterscheiden die unterschiedliche Objektvalenz von Präpositionen und wenden diese korrekt an (Akkusativ: durch, für, gegen, ohne; Dativ: aus, bei, mit, nach, seit, von, zu).
D 4.2.2 Sprachstrukturen untersuchen
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • unterscheiden die bekannten Wortarten (z. B. auch Modalformen des Verbs) sicher und nutzen dies, um sich situationsgerecht auszudrücken.
  • flektieren Wörter der ihnen bekannten Wortarten sicher und nutzen dies für das eigene Sprachhandeln.
  • wenden die indirekte Rede zur Wiedergabe von Äußerungen eines Dritten sicher an.
  • unterscheiden verschiedene Formen der Satzbildung (z. B. Satzgefüge, Schachtelsatz), erkennen deren unterschiedliche Verwendung und Wirkung und nutzen dies in ihrem Sprachgebrauch.
  • unterscheiden und verwenden bekannte Satzglieder sowie Satzgliedteile (z. B. Attributivsatz, Attribute) sicher, um variantenreichere Texte zu gestalten.

D 4.3 Sprachgebrauch untersuchen und reflektieren
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • unterscheiden Merkmale von gesprochener und geschriebener Sprache (z. B. situative Kontextbindung und Häufigkeit von Ellipsen in der mündlichen Sprache versus Kontextunabhängigkeit und ‑bindung an vollständige Sätze der schriftlichen Sprache) und wenden beide Sprachvarianten mit individueller Hilfestellung sachgerecht an.
  • untersuchen die Sprache in digitalen Formaten (z. B. E-Mail, soziale Netzwerke) und prüfen sie auf ihre Angemessenheit in unterschiedlichen Situationen, z. B. Vergleich von Bewerbungs-E-Mail und persönlicher E-Mail.
  • verwenden Wortinhalte aus dem Bereich der Umgangsformen (Substantive, Adjektive, Formeln des Umgangs), um sich im beruflichen Umfeld angemessen auszudrücken.
  • verwenden gängige Abkürzungen (etc., usw., z. B.), um Texte und Notizen effektiv und prägnant zu formulieren, z. B. Protokolle, Stichpunktzettel für Vorträge.

D 4.4 Richtig schreiben und Rechtschreibstrategien anwenden
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • halten bekannte und weitere Regelhaftigkeiten der Rechtschreibung sicher ein: Groß- und Kleinschreibung (z. B. Nominalisierungen, Erweiterung des nominalen Kerns), Zusammensetzungen mit Bindestrich, Kurzformen, Abkürzungen, Schreibung mehrteiliger oder inoffizieller Eigennamen, Getrennt- und Zusammenschreibung, z. B. Verb + Verb, Partizip + Verb, Adjektiv + Verb, zusammengesetzte Wörter, nicht steigerungsfähige oder erweiterbare Ausdrücke oder Verbindungen wie mit so-, mit-, -einander, -wärts.
  • schreiben Wörter mit weiteren rechtschriftlichen Besonderheiten (z. B. Homonyme, Homographe, Homophone) sowie Fremd- und Fachwörter richtig.
  • wenden Rechtschreibstrategien und ‑prinzipien sicher und weitgehend selbständig bei der Überarbeitung von eigenen und fremden Texten an.
  • ermitteln selbständig individuelle Fehlerschwerpunkte, arbeiten bewusst daran und überprüfen den Lernerfolg, z. B. durch Finden eigener Wortbeispiele.
  • wenden bekannte Regeln der Zeichensetzung, insbesondere der Kommasetzung auch bei längeren Satzfolgen, Infinitivgruppen oder Appositionen an.
  • nutzen erweitertes Regelwissen zur Zeichensetzung (z. B. Ergänzungsstriche, Auslassungspunkte, Semikolon, Gedankenstrich) zur Strukturierung von Texten und Kennzeichnung von Zitaten.