Lehrplan PLUS

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Geschichte/Politik/Geographie R8

gültig ab Schuljahr 2020/21

GPG8 Entwicklungsbezogene Kompetenzen
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Die aufgeführten Kompetenzen beschreiben das Ergebnis eines fünfjährigen Lernprozesses. Die Auswahl der angestrebten Kompetenzen trifft die Lehrkraft in pädagogischer Verantwortung auf der Basis der ermittelten Lernausgangslage sowie des individuellen Förderbedarfs der einzelnen Schülerin bzw. des einzelnen Schülers. Die Kompetenzen werden vernetzt mit den Kompetenzerwartungen aus dem LehrplanPLUS der Mittelschule im Unterricht angebahnt.

GPG8 Motorik und Wahrnehmung
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • analysieren Bildmaterial, Karten, Grafiken (Diagramme, Schaubilder), Tabellen, Statistiken und Modelle, indem sie Hilfen zur visuellen Differenzierung (z. B. Präsentation von Ausschnitten und Details, Vergrößerungen, Markierungen) nutzen.
  • beschreiben ihren eigenen Standort und setzen diesen in räumliche Beziehung zu anderen Orten durch die Erarbeitung von Begriffen zur Beschreibung räumlicher Zusammenhänge.
  • erschließen sich Unterrichtsinhalte aus historischer, sozialwissenschaftlicher und geographischer Perspektive, indem sie visuelle Hilfen (z. B. Bilder, Piktogramme) nutzen.
  • statten ihren Arbeitsplatz aus und halten Strukturen ein, die ihnen die Orientierung und die Durchführung von Recherchearbeit erleichtern.

GPG8 Denken und Lernstrategien
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • bewerten Sachverhalte und betrachten diese aus unterschiedlichen Perspektiven, erkennen Probleme und entwickeln angemessene Lösungsstrategien.
  • integrieren historische, politische und geographische Inhalte und Zusammenhänge in ihr Wissen.
  • entnehmen wesentliche Kernaussagen aus einem Text, indem sie Lesestrategien (z. B. 5-Schritt-Lesemethode) zur gezielten Informationsentnahme von Sachtexten oder historischen Quellentexten anwenden.
  • formulieren Vermutungen, stellen Wenn-dann-Beziehungen her und reflektieren ihre Ergebnisse unter Verwendung von Satzanfängen, Satzmustern, themenbezogenen Wortsammlungen sowie mit individueller Unterstützung.

GPG8 Kommunikation und Sprache
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • fragen bei Verständnisproblemen bezüglich der Sachverhalte und Zusammenhänge von sich aus gezielt nach, entwickeln eigene „W-Fragen“ und beantworten die Fragen von Mitschülerinnen und Mitschülern.
  • versprachlichen und verschriften Informationen und eigene Gedanken bewusst und reflektiert, indem sie den erarbeiteten Fachwortschatz verwenden und individuelle Unterstützung annehmen.
  • sprechen beim Präsentieren ihrer Ergebnisse sicher und selbstbewusst vor der Klasse, setzen sprachliche Mittel (Mimik, Gestik, Intonation) gezielt ein und treten in Interaktion mit den Mitschülerinnen und Mitschülern. Dabei nutzen sie Merk- und Strukturierungshilfen wie Stichwortkarten und geeignete Medien, z. B. Präsentationen, Bilder.
  • argumentieren fachlich korrekt, indem sie aufgebaute Haltungen und Einstellungen sowohl in schriftlicher als auch in mündlicher Form sachlich vertreten.

GPG8 Emotionen und soziales Handeln
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • setzen sich im Austausch mit ihren Mitschülerinnen und Mitschülern mit unterschiedlichen Perspektiven, Wertvorstellungen und Lösungsansätzen auseinander. Dabei halten sie sich an Gesprächsregeln und argumentieren im Anschluss an regelmäßiges Üben von Diskussionen und Argumentationstechniken sachlich.
  • kommunizieren bei Partner- und Gruppenarbeiten und in außerschulischen Situationen (z. B. bei Zeitzeugengesprächen, Unterrichtsgängen) respektvoll mit anderen Menschen. Dabei orientieren sie sich an erarbeiteten Gesprächsregeln und vorbereiteten Fragen.
  • entwickeln Wertvorstellungen für die eigene Lebensgestaltung sowie gegenseitiges Verständnis und erleben, dass sie so akzeptiert werden wie sie sind.
  • übernehmen Verantwortung für die Entscheidungsprozesse in ihrem Umfeld und für die Erhaltung der Umwelt.
  • reflektieren gemeinschaftstragende Werte und zeigen in Diskussionen und Stellungnahmen ein politisch-demokratisches Bewusstsein.
  • arbeiten mit Partnern und in Gruppen zusammen, übernehmen Verantwortung in Partner- oder Gruppenarbeit und erkennen Gefühle anderer.

GPG8 Lernbereich 1: Lebensraum Erde
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • orientieren sich topographisch und naturräumlich mit verschiedenen geographischen Hilfsmitteln (z. B. Globus, Karte) in Nordamerika.
  • stellen den aktuellen Entwicklungsstand der USA hinsichtlich ausgewählter ökonomischer und gesellschaftlicher Kriterien dar und vergleichen ihn mit einem weiteren Industrieland.
  • beschreiben ihr eigenes Alltagsleben (z. B. Schule, Freizeit) und vergleichen die Lebensbedingungen Gleichaltriger im städtischen und ländlichen Raum verschiedener Industrieländer.
  • vergleichen primäre und erneuerbare Energieträger (z. B. fossile Energieträger, Windkraft) hinsichtlich ihrer Effizienz und diskutieren ein Beispiel staatenübergreifender Energieversorgung im Rahmen nachhaltiger Energiepolitik.
  • recherchieren ausgehend von ihrem privaten Energieverbrauch Möglichkeiten eines nachhaltigen Umgangs mit natürlichen Ressourcen und reflektieren ihr eigenes ökologisches Verhalten und bewerten dies.
Inhalte zu den Kompetenzen:
  • Kontinent Nordamerika: Topographie, Naturraum, Naturgefahren, Klimazonen
  • Industriestaaten: USA und ein weiteres Land
  • Industrieländer: Leben in der Großstadt und auf dem Land
  • Energie (z. B. Energieträger, erneuerbare Energien)
  • Energieverbrauch (z. B. Effizienz, sparsamer Umgang)
Alltagskompetenzen Alltagskompetenzen

GPG8 Lernbereich 2: Zeit und Wandel
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • stellen die Geschichte der Weimarer Republik mit der ersten demokratischen Verfassung dar.
  • beschreiben den Aufstieg der NSDAP bis zur Machtübertragung in Grundzügen und erklären die wesentlichen Ursachen (z. B. Unzufriedenheit großer Teile der Bevölkerung mit der Weimarer Republik, Weltwirtschaftskrise).
  • gliedern die Ursachen, den Verlauf (z. B. Wendepunkte) und das Ende des Zweiten Weltkrieges mithilfe von Ereignissen und Daten und erklären die Folgen der nationalsozialistischen Expansionspolitik für Deutschland sowie für seine Nachbarländer.
  • recherchieren Lebensgeschichten von Menschen, die unter bzw. nach Ende der NS-Gewaltherrschaft verfolgt, ermordet oder vertrieben wurden. Dabei unterscheiden sie rassische und politische Motive.
  • beschreiben die Alltagsituation in den Nachkriegsjahren (z. B. Wohnungsnot, Nahrungsmittelknappheit, Kriegsheimkehrer, Integration der Vertriebenen) und erläutern unmittelbare Folgen des Zweiten Weltkrieges für Menschen in den verschiedensten Lebenssituationen.
  • diskutieren unmittelbare und langfristige Konsequenzen für Opfer von Kriegen und Kriegsverbrechern bis heute.
Inhalte zu den Kompetenzen:
  • Entstehung der Weimarer Republik, Grundzüge der Weimarer Reichsverfassung als erste demokratische Verfassung in Deutschland
  • Aufstieg und Machtübertragung der NSDAP
  • NS-Diktatur und Zweiter Weltkrieg: Überfall auf Polen, Feldzüge im Westen, „totaler Krieg“, Vernichtungskrieg im Osten, Kapitulation
  • Verfolgung und Vernichtung von Menschen bzw. Menschengruppen als Opfer nationalsozialistischer Ideologie und Politik; Flucht, Vertreibung und Migration als Folge des Zweiten Weltkrieges
  • Nürnberger Prozesse
  • Situation in der Nachkriegszeit, Wiederaufbau
  • langfristige Folgen von Krieg und Vertreibung bis heute anhand persönlicher Schicksale

GPG8 Lernbereich 3: Politik und Gesellschaft
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • beschreiben Methoden und Ziele der NS-Propaganda und vergleichen die Rolle der Medien in Demokratie und Diktatur.
  • erläutern Motive und Formen des Widerstands einzelner Gruppen unter dem Nationalsozialismus, diskutieren Möglichkeiten und Grenzen, Menschenrechte auch in einer Demokratie einzufordern und erkennen dabei Zivilcourage) als eine zum Erhalt und zur Stabilisierung demokratischer Gesellschaftsstrukturen unverzichtbare Voraussetzung.
  • stellen die Beschlüsse der Potsdamer Konferenz sowie die unterschiedliche Umsetzung durch die Siegermächte in Grundzügen dar, um die wesentlichen Gründe für die Teilung Deutschlands zu erklären.
  • beschreiben die Aufgaben wichtiger parlamentarischer Institutionen bei der Gesetzgebung anhand eines aktuellen Fallbeispiels und diskutieren den Sinn dieser Regelungen für die Zielsetzungen von Legitimität, Effizienz und Allgemeinwohl.
Inhalte zu den Kompetenzen:
  • Wesen und Bedeutung von Grund- und Menschenrechten, Minderheitenschutz
  • Propaganda und Rolle der Medien im „Dritten Reich“
  • Widerstand im „Dritten Reich“ (z. B. Weiße Rose, Attentat vom 20. Juli 1944, Dietrich Bonhoeffer, Pater Rupert Mayer)
  • Potsdamer Konferenz, Teilung Deutschlands, Leben in den Besatzungszonen der Alliierten
  • Verfassungsorgane und Gesetzgebungsprozess in der Bundesrepublik Deutschland (z. B. Bundestag, Bundesregierung, Bundesrat), freiheitliche demokratische Grundordnung

GPG8 Lernbereich 4: Lebenswelt
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • beschreiben die Möglichkeiten der politischen Teilhabe der Bürgerinnen und Bürger in der Demokratie, beurteilen deren Mitwirkungsmöglichkeiten und diskutieren sie als eigene zukünftige Handlungsmöglichkeiten.
  • analysieren die Wahlbeteiligung einer aktuellen Bundes- oder Landtagswahl und diskutieren Gründe für die geringe Wahlbeteiligung von Erstwählerinnen und Erstwählern.
  • stellen Aufgaben und Funktion einer gemeinnützigen Einrichtung in ihrem Umfeld (z. B. Tafeln) dar und bewerten deren Notwendigkeit in unserem Sozialstaat.
  • erläutern die Funktion des Generationenvertrags und begründen anhand des demographischen Wandels die Bedeutung privater Altersvorsorge für die jetzige und zukünftige Generation.
  • zeigen die Vorteile einer nachhaltigen und ökologischen Produktion auf, indem sie unterschiedliche landwirtschaftliche Nutzungen in der Region darstellen und deren gesellschaftliche sowie ökologische Auswirkungen diskutieren.
Inhalte zu den Kompetenzen:
  • politische Teilhabe: Wahlen, Parteien, Bürgerinitiativen
  • Sozialstaat: soziale Sicherung, Generationenvertrag, neue Armut
  • gemeinnützige Organisationen
  • Vergleich von ökologischem und konventionellem Landbau
Alltagskompetenzen Alltagskompetenzen