Lehrplan PLUS

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Technik R8

gültig ab Schuljahr 2020/21

T8 Entwicklungsbezogene Kompetenzen
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Die aufgeführten Kompetenzen beschreiben das Ergebnis eines dreijährigen Lernprozesses. Die Auswahl der angestrebten Kompetenzen trifft die Lehrkraft in pädagogischer Verantwortung auf der Basis der ermittelten Lernausgangslage sowie des individuellen Förderbedarfs der einzelnen Schülerin bzw. des einzelnen Schülers. Die Kompetenzen werden anhand der Inhalte aus den Lernbereichen im Unterricht angebahnt.

T8 Motorik und Wahrnehmung
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • setzen ihre individuelle hörtechnische Versorgung situationsangemessen ein, um ihre Wahrnehmungsfähigkeit über den auditiven Kanal optimal auszuschöpfen.
  • orientieren sich bewusst ergänzend über die visuelle Reizaufnahme, um mit Werkzeugen, Gerätschaft und Material sachgerecht und unfallvermeidend umzugehen.
  • sichern ihre Arbeitsqualität durch den kompensierenden Einsatz des visuellen und taktilen Sinnes.

T8 Denken und Lernstrategien
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • nutzen unterschiedliche Möglichkeiten, um am Arbeitsplatz ihren Körper fachgerecht zu schützen, dabei treffen sie in besonderem Maße Vorkehrungen zum Schutz ihres Gehörs bzw. zur Berücksichtigung ihrer individuellen Hörsituation (z. B. durch Tragen eines Gehörschutzes in Kombination mit ihren individuellen Hörhilfen) sowie zum Schutz ihrer Augen im Hinblick auf die kompensatorische Funktion ihres Sehsinns.
  • treffen situationsbedingt für sich die Entscheidung, ob und auf welche Weise ihre individuelle hörtechnische Versorgung optimal zum Einsatz kommt.
  • werten sprachliche und weitere visuelle Informationen in ihrer Bedeutung für Arbeitssicherheit und ‑qualität aus und handeln anweisungsentsprechend.
  • reflektieren die Anforderungen und Belastungen ausgewählter Berufsbilder unter dem Aspekt ihres ndividuellen Hör- und Kommunikationsvermögens und bringen ihre Erkenntnisse in den eigenen Berufsorientierungsprozess ein.

T8 Kommunikation und Sprache
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • kommunizieren mithilfe ihres jeweiligen Hauptkommunikationsmittels.
  • fordern die Berücksichtigung ihrer individuellen Bedürfnisse in kooperativen Phasen und gehen ihrerseits kommunikationsunterstützend auf ihre Mitschülerinnen und Mitschüler ein.
  • wenden Fachsprache zunehmend aktiv an, indem sie ihren Wortschatz durch grundlegende und fachbezogene Begriffe in Schrift-, Laut- und ggf. Gebärdensprache erweitern.
  • bedienen sich visualisierender und medialer Möglichkeiten, um die Weitergabe von Informationen (z. B. im Rahmen der technischen Kommunikation) zu optimieren.
  • nehmen notwendige Absprachen vor, indem sie unter Berücksichtigung der geltenden Sicherheitsvorkehrungen bewusst ihren Arbeitsablauf unterbrechen und damit für optimale akustische Bedingungen sorgen und ggf. ihre Hände zur manuellen Kommunikation nutzen können.
  • setzen gezielt die ihnen bekannten und an die räumlichen und situationsbedingten Gegebenheiten angepassten hörtaktischen und kommunikationsstrategischen Maßnahmen ein.

T8 Emotionen und soziales Handeln
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • nehmen während kooperativer Phasen die Bedürfnisse anderer wahr, berücksichtigen diese und reagieren angemessen darauf.
  • erleben sich als selbstwirksam in Situationen, welche nicht ausschließlich sprachlich, sondern durch Eigenkreativität, durch das Ausführen konkreter Abläufe und an Plänen orientierten Vorgehensweisen geprägt sind.
  • reflektieren das Gelingen sowie ihr Verhalten in Kommunikationssituationen und kooperativen Phasen kritisch und optimieren diese bei Bedarf, indem sie Erkenntnisse zur Arbeit im Team und im Austausch mit anderen Menschen sammeln.

T8 Lernbereich 1: Technische Kommunikation: Technisches Zeichnen auf der Zeichenplatte
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • klären zur Vorbereitung einer technischen Zeichnung Konstruktionsdetails (z. B. Grundkörper, Formänderungen) mithilfe einer technischen Freihandzeichnung.
  • konstruieren Ansichten und Raumbilder in Kabinettprojektion einfacher Werkstücke mit rechteckigen Formänderungen (z. B. Quader mit Stufe, Rechteck mit Nut) unter fachgerechtem Einsatz der Zeichenplatte.
  • bemaßen regelgerecht, um die Form flacher Werkstücke eindeutig zu beschreiben.
  • lesen einfache Konstruktionszeichnungen und übertragen die Maße sowie die technischen Informationen auf ein herzustellendes Produkt.
  • kommunizieren funktionale Details (z. B. Berücksichtigung der Materialstärke, Drehpunkte) durch Erstellen technischer Zeichnungen und verwenden dabei die Kommunikationsregeln sowie die Fachsprache.
Inhalte zu den Kompetenzen:
  • Zeichengeräte (z. B. Zeichenplatte, Zeichenschiene)
  • Formmaß, Lagemaß, Grundmaß
  • Kommunikationsregeln: Maßlinien, Maßhilfslinien, Maßpfeil, verdeckte Körperkanten, sichtbare Körperkanten
  • geometrische Grundformen und Formänderungen
  • Projektionsarten (z. B. Kabinettprojektion, Zweitafelprojektion)

T8 Lernbereich 2: Konstruktion und Produktion: Holztechnik – Metalltechnik – Kunststofftechnik
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • erstellen ausgehend von einer technischen Zeichnung oder einem Modell Planungsunterlagen (z. B. Stücklisten, Arbeitsschrittfolgen) und kommunizieren ihre Ideen unter Verwendung der Fachsprache.
  • stellen Hilfskonstruktionen (z. B. Anschlag zum gleichmäßigen Ablängen, Biegehilfe), Modelle oder Schablonen her, um den Herstellungsprozess vorzubereiten.
  • führen unterschiedliche Fertigungsverfahren sicher und fachgerecht aus, um zusammengesetzte Werkstücke herzustellen und beachten dabei die zentralen Bestimmungen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes.
  • bearbeiten Holzoberflächen und ‑kanten teilselbständig mit elektrischen Handschleifmaschinen unter Verwendung geeigneter Absaugvorrichtungen.
  • prüfen die Maßhaltigkeit ihrer Werkstücke mit geeigneten Messwerkzeugen, um Abweichungen von der Vorgabe festzustellen.
Inhalte zu den Kompetenzen:
  • Massivholz und Holzwerkstoffe: Messen, Anreißen, Trennen (z. B. sägen, feilen), Fügen (z. B. Überblattung, Schlitz- und Zapfenverbindungen), Beschichten (z. B. wachsen, beizen), Prüfen
  • metallische Halbzeuge: Messen, Anreißen, Trennen (z. B. scheren, Gewinde schneiden), Fügen (z. B. nieten, falzen), Umformen (z. B. abkanten, bördeln), Prüfen
  • Halbzeuge aus Kunststoff: Messen, Anreißen, Trennen (z. B. ritzbrechen, feilen), Fügen (z. B. schrauben und kleben), Umformen (z. B. biegen), Prüfen
  • Schleifen von Holzwerkstoffen mit elektrischen Schleifmaschinen: Bedienelemente, vollständiger Schleifvorgang (Vorbereitung, Durchführung, Abschluss)
  • Sicherheitsbestimmungen für das Arbeiten mit Holz, Metall und Kunststoff, Arbeitsplatzorganisation
  • Planungselemente: Stückliste, Arbeitsplan, technische Zeichnung, Schaltplan, Schablone, Hilfsmittel, Vorrichtungen, Modell

T8 Lernbereich 3: Konstruktion und Produktion: Elektrotechnik
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • erklären unter Verwendung der Fachsprache die Wirkung einzelner elektromechanischer Bauteile (z. B. Spule, Elektromagnet).
  • lesen selbständig Schaltpläne (z. B. Schaltungen mit einem Elektromagneten) und ordnen Symbole des Schaltplans den realen Bauteilen und ihren Funktionen zu.
  • fertigen leitende Verbindungen, um die fehlerfreie Funktion eines technischen Systems (z. B. mit Elektromagneten) sicherzustellen. Dabei beachten sie die zentralen Bestimmungen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes.
  • überprüfen die Funktion des hergestellten technischen Systems mit dem Multimeter, um eine systematische Fehlersuche durchzuführen und den Fehler zu korrigieren.
Inhalte zu den Kompetenzen:
  • Funktionen der Bauteile (z. B. Elektromagnet, Spule)
  • Schaltplan (z. B. Symbole, Anordnung)
  • Löten: Messen (z. B. Leitungslänge, Abstände), Anreißen (z. B. Leitungsverlauf, ‑länge, Position der Bauteile), Trennen (z. B. Abisolierzange, Seitenschneider), Umformen (z. B. verdrillen, Ösen biegen), Fügen (z. B. verzinnen, verlöten)
  • Messgeräte (z. B. Messpunkte bestimmen, Messergebnisse ablesen und auswerten)
  • Sicherheitsbestimmungen für das Weichlöten, Arbeitsplatzorganisation

T8 Lernbereich 4: Berufsorientierung
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • vergleichen Fertigungsverfahren, Arbeitsmittel sowie Anforderungen verschiedener gewerblich-technischer Berufe, die sie in Betriebserkundung bzw. ‑praktikum kennengelernt haben, mit ihren persönlichen Fähigkeiten, Fertigkeiten und Interessen, um damit ihre Berufswahlentscheidung vorzubereiten bzw. zu überprüfen.
  • setzen im Rahmen eines Projekts in Kooperation mit dem Fach Wirtschaft und Beruf verschiedene praktische Tätigkeiten aus gewerblich-technischen Berufen um.
  • ergänzen ihre erstellten Bewerbungsunterlagen mit fachspezifischen Inhalten und Nachweisen über fachliche Qualifikationen (z. B. Zertifikate, Tests) und verwalten relevante Dokumente systematisch in ihrem Berufswahlportfolio.
  • informieren sich im lokalen Ausbildungsmarkt über Berufe im gewerblich-technischen Bereich.
Inhalte zu den Kompetenzen:
  • betriebliche Arbeitsprozesse bzw. Fertigungsverfahren
  • Anforderungsprofile für gewerblich-technische Berufe
  • projektspezifische Arbeitsweisen
  • Projekt nach dem Prinzip einer vollständigen Handlung (Projektinitiative, ‑planung, ‑durchführung, ‑präsentation, ‑reflexion)
  • fachspezifische Ergänzungen der Bewerbungsunterlagen
  • Angebote des lokalen Ausbildungsmarktes

T8 Lernbereich 5: Mediale Grundbildung
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • erstellen mit geeigneten Textverarbeitungs-, Tabellenkalkulations- und Präsentationsprogrammen verschiedene Dokumente (z. B. Deckblatt, Stückliste) sowie Präsentationen und wählen das Layout zweckdienlich aus (z. B. Information, Dokumentation).
  • berücksichtigen bei der Verarbeitung von Informationen sicherheitsrelevante und rechtliche Aspekte (z. B. Quellenangaben, Urheberrecht).
Inhalte zu den Kompetenzen:
  • ausgewählte Funktionen der eingesetzten Programme (z. B. Grafik einfügen und formatieren, Zellbezüge und Formeln verwenden, Tabelle formatieren)
  • sicherheitsrelevante und rechtliche Aspekte (z. B. Quellenangaben und Urheberrecht)
  • Datenschutz und ‑sicherheit (z. B. Passwörter und konsequentes Abspeichern)
  • erweiterte Druckfunktionen (z. B. Handzettel, 2 Seiten pro Blatt)