Lehrplan PLUS

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Deutsch R9

gültig ab Schuljahr 2021/22

D9 Entwicklungsbezogene Kompetenzen
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Die aufgeführten Kompetenzen beschreiben das Ergebnis eines fünfjährigen Lernprozesses. Die Auswahl der angestrebten Kompetenzen trifft die Lehrkraft in pädagogischer Verantwortung auf der Basis der ermittelten Lernausgangslage sowie des individuellen Förderbedarfs der einzelnen Schülerin bzw. des einzelnen Schülers. Die Kompetenzen werden anhand der Inhalte aus den Lernbereichen des Fachs Deutsch im Unterricht angebahnt.

D9 Motorik und Wahrnehmung
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • nutzen individuelle visuelle/taktile Wahrnehmungsfähigkeiten sowie die akustische Wahrnehmung, um gezielt Informationen aus alltäglichen visuellen/akustischen Phänomenen (z .B. Schildern, Zeichen, Töne, Tier- und Umweltgeräusche) zu entnehmen.
  • wenden ihre Vorstellung vom eigenen Körperschema zur Strukturierung und Erfassung kontinuierlicher und diskontinuierlicher Texte an, indem sie Positionsbegriffe wie oben, unten, rechts, links, vorne, hinten handelnd und in der Vorstellung nutzen.
  • setzen ihre Kenntnisse von Lagebeziehungen im Raum und auf einer Fläche ein, um ihren eigenen Arbeitsplatz den Anforderungen der Erstellung und Bearbeitung von Texten anzupassen sowie Ordnungssysteme im Klassenzimmer einzurichten und zu nutzen.
  • , die Punktschrift verwenden, setzen die Tastfähigkeiten beider Hände sowie Taststrategien (z. B. Abtasten des rechten Blattrandes, Auffinden des Beginns einer neuen Zeile, eines neuen Absatzes), z. B. beim Lesen der Punktschrift, zur Orientierung innerhalb von Texten sowie bei der Erfassung von taktilen Tabellen und Schaubildern automatisiert ein.

D9 Denken und Lernstrategien
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • überprüfen immer wieder, inwieweit sie für konkrete und abstrakte Dinge, Handlungen und Bildzeichen verbale Beschreibungen und Begriffe korrekt verwenden, und klären Missverständnisse, die sich aufgrund von Wahrnehmungsunterschieden ergeben, aktiv auf.
  • setzen selbständig in Abhängigkeit von ihren individuellen Wahrnehmungsfähigkeiten und je nach Art der medialen Darstellung von Texten oder Schreibanforderung das individuell passende Hilfsmittel (z. B. Lineaturen, Schreibgeräte, Diktiergerät, Lupen, Bildschirmlesegeräte, Vergrößerungssoftware, Sprachausgabe) ein und korrigieren bei Bedarf Art, Einsatz und Umfang der Hilfs- und Arbeitsmittel.
  • nutzen bei Bedarf Taststrategien (z. B. Lesen mit beiden Händen) oder visuelle Strategien (überfliegendes Lesen) und setzt ihre erworbenen Lesefertigkeiten ein, um z. B. beim Erfassen diskontinuierlicher Texte und beim Ausfüllen von Formularen die Orientierung zu bewahren und visuellen oder taktilen Tabellen, Grafiken und Schaubildern Informationen zu entnehmen. Sie wenden dabei ein strukturiertes System aus farbigen, akustischen und/oder grafischen Symbolen zur Kennzeichnung sprachlicher Strukturen an.
  • reflektieren und bewerten im Austausch mit ihren Mitschülerinnen und Mitschülern ihre Erfahrungen aus dem individuellen Lese- und Schreibprozess (z. B. Ausdauer, Orientierung, Übersicht, sukzessives Erfassen, Informationsentnahme aus verschiedenen medialen Darstellungsformen). Sie erläutern, welche Strategien und Unterstützungsangebote hilfreich sind, setzen diese selbständig ein oder erbitten sie in angemessener Form.
  • wählen und begründen ihre individuelle Form der Überarbeitung und Korrektur, indem sie Stelle und Umfang (z. B. Einfügungen am Ende eines Wortes, eines Satzes oder am Textende) mit farbigen oder taktilen Markierungen (z. B. durch die Prägezange), so gestalten, dass die Lesbarkeit des Schriftstücks erhalten bleibt.
  • wählen analoge oder digitale Nachschlagewerke zur Überarbeitung von Texten oder zur Recherche von Informationen aus.
  • nutzen das Angebot von Punktdruck- oder Hörbuchbüchereien, um Zugang zu verschiedenen medialen Darstellungsformen von Kinder- und Jugendliteratur zu haben, und wenden dabei Recherchestrategien selbständig an.
  • , die Punktschrift verwenden, schreiben sicher und flüssig unter Einhaltung des korrekten Fingersatzes auf der Punktschriftmaschine und wenden Gestaltungskriterien innerhalb des Systems der Punktschrift (z. B. Unterstreichen der Überschrift) der Art des Schreibanlasses entsprechend aus.
  • , die Punktschrift verwenden, setzen ihr Wissen um den Einsatz- und die Funktionsweise z. B. verschiedener Punktschriftmaschinen, der Nutzung von mobilen Braillezeilen und der Sprachausgabe ein, um Texte möglichst fehlerfrei zu schreiben.
  • , die Punktschrift schreiben, wenden Überarbeitungs- und Gestaltungsmöglichkeiten innerhalb des Systems der Punktschrift (z. B. Verwendung des Vollschriftzeichens als Korrekturzeichen, Schlusslinie am Ende eines Textes, Muster) selbständig an und nutzen Strategien wie (z. B. den Einsatz der Tastfähigkeiten beider Hände), um beim notwendigen ständigen Wechsel zwischen Lese- und Schreibstück die Orientierung zu bewahren.

D9 Kommunikation und Sprache
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • schätzen ihre räumliche Distanz zum Sprecher ausgehend von individuellen Rückmeldungen und unter Berücksichtigung der jeweiligen Situation als passend oder unpassend ein und korrigierten diese bei Bedarf selbständig.
  • nutzen unterschiedliche auditive Eindrücke (z. B. Aspekte einer sprachlichen Äußerung oder eines Geräusch: Lautstärke, Tonlage, Klangfarbe, Umweltgeräusche, Gesprächspausen) als Informationsquellen in Bezug auf verschiedene Sprecher und die Gesprächssituation. Sie schildern ihre Vorstellung, vergleichen diese mit ihren eigenen visuellen Eindrücken oder mit der ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler und der Lehrkraft.
  • verwenden in automatisierter Form Gesprächsrituale, die auf akustische Wahrnehmung zielen, wie z. B. sich gegenseitig namentlich begrüßen, verabschieden, mit Namen aufrufen, die Sprecherrolle mit entsprechender Verbalisierung weitergeben, um alle Schülerinnen und Schüler in Gesprächen und Diskussionen einzubinden.
  • wenden körpersprachliche Mittel wie z. B. Kopfnicken, Kopfschütteln, Schulterzucken, sowie Mimik und Gestik bewusst und situationsangemessen an. Sie beachten dabei, dass z. B. eine nachlässige Körperhaltung und Abwenden des Kopfes von Mitmenschen als Desinteresse, Müdigkeit oder Traurigkeit gedeutet werden kann. Sie vermeiden Missverständnisse oder Irritationen, die sich aus nonkonventionellen Gesten oder Köperhaltungen ergeben können.

D9 Emotionen und soziales Handeln
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • informieren sich und andere fundiert und mithilfe von Medien über blinden- und sehbehindertenspezifische Inhalte, wie z. B. Auswirkung ihrer individuellen Seheinschränkung, Unterstützungsbedarf, rechtliche Regelungen, Umgang mit Hilfsmitteln, Verhalten im Straßenverkehr.
  • erfragen zielgerichtet und situationsangemessen lebensbedeutsame Informationen (z. B. Busfahrpläne, Formularinhalte).
  • wenden Formulierungen, um um Hilfe zu bitten, selbständig in schulischen Situationen und im Praktikum an und formulierten ihren Unterstützungsbedarf genau. Sie nutzen gemeinsam erarbeitete Formulierungen, um unangemessene oder übertriebene Hilfsangebote abzulehnen.
  • reflektieren und diskutieren ihre Erfahrungen in Bezug auf Mitleidsbekundungen und Unterstellung von Hilflosigkeit und erproben Reaktionsmöglichkeiten darauf im Rollenspiel.

D9 1.1 Verstehend zuhören
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Kompetenzerwartungen und Inhalte

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • verfolgen Gesprächsbeiträge anderer und nehmen diese reflektierend auf. Dabei verstehen sie wesentliche Informationen, geben diese wieder und hinterfragen sie.
  • verstehen auch komplexe gesprochene Texte vollständig und stellen gezielte Nachfragen in angemessener Form.
  • analysieren verbale und nonverbale Äußerungen (z. B. Stimmführung, Körpersprache).
  • untersuchen bei Hörmedien (z. B. literarisches Hörspiel) Inhaltselemente, stilistische Mittel, symbolische Ausdrucksmittel und Strukturelemente.
Für den Förderschwerpunkt Sehen

Kompetenzerwartungen und Inhalte

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • analysieren verbale Äußerungen (z. B. Stimmführung) und in Abhängigkeit von ihren individuellen visuellen Wahrnehmungsfähigkeiten nonverbale Äußerungen (z. B. Körpersprache).

D9 1.2 Zu und vor anderen sprechen
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Kompetenzerwartungen und Inhalte

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • leisten freie Redebeiträge, indem sie auch anekdotisch bzw. humorvoll erzählen, sachlogisch und prägnant berichten und in darstellenden und appellativen Sprechsituationen adressatengerecht argumentieren.
  • gestalten umfassend recherchierte und sachlogisch strukturierte Vorträge und Präsentationen (z. B. für die Projektprüfung) und berücksichtigen bei Planung und Gestaltung adressaten- sowie situationsbezogene Körpersprache, Rhythmisierung, differenziertes Sprechverhalten und strukturierende sowie veranschaulichende Medien (z. B. Präsentationsprogramm, Mindmap).
  • reflektieren eigenes und fremdes Gesprächsverhalten nach selbst erarbeiteten Kriterien und geben fundiert Feedback.

D9 1.3 Mit anderen sprechen
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Kompetenzerwartungen und Inhalte

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • beteiligen sich konstruktiv an Gesprächen und führen schulische und außerschulische Gespräche versiert. Sie verhalten sich auch nonverbal der Situation angemessen.
  • reflektieren ihr eigenes und das Gesprächsverhalten ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler kriterienorientiert, indem sie beobachten, werten und Rückmeldung geben.
  • vertreten begründet ihre eigene Meinung, indem sie z. B. auf Gesprächsbeiträge eingehen, sie zusammenfassen, ergänzen und gegeneinander abwägen, verschiedene Standpunkte akzeptieren, geeignete Lösungsstrategien finden und Kompromisse schließen. Sie wählen die passende Sprachebene versiert und berücksichtigen Inhalts- und Beziehungsebene (z. B. durch Arbeit mit dem Vier-Ohren-Modell).
  • leiten und moderieren versiert Gespräche, fassen Zwischenergebnisse zusammen, stellen Argumente gegenüber, führen Entscheidungen oder Kompromisse herbei und reflektieren im Anschluss die Gespräche.
  • reflektieren kritisch ihr Lernverhalten sowie das ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler, führen Lerngespräche und bewerten ihren Lernerfolg. Davon ausgehend setzen sie sich angemessene Ziele, um Lernstrategien zu verbessern.

D9 1.4 Szenisch spielen
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Kompetenzerwartungen und Inhalte

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • setzen nach der Auseinandersetzung mit medial unterschiedlich vermittelten Texten sprechgestaltende Mittel und verschiedene Ausdrucksformen bewusst ein und praktizieren unterschiedliche Formen szenischen Darstellens.
  • reflektieren szenische Darstellungen (z. B. Theaterbesuch), beschreiben die Wirkung der einzelnen Aspekte hinsichtlich der stimmlichen Variation, des Ausdruck in Mimik, Gestik sowie Körperhaltung und diskutieren Handlungsalternativen.
  • stellen eigene Erlebnisse, Haltungen und Situationen szenisch dar, unterstützen Aussagen durch ein angemessenes Repertoire an sprachlichen, nonverbalen sowie stimmlichen Mitteln, sind sich deren Wirkung bewusst und setzen diese auch im Alltag ein (z. B. telefonisches oder direktes Bewerbungsgespräch).
Für den Förderschwerpunkt Sehen

Kompetenzerwartungen und Inhalte

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • reflektieren in Abhängigkeit von ihren individuellen visuellen Wahrnehmungsfähigkeiten szenische Darstellungen (z. B. Theaterbesuch), beschreiben die Wirkung der beobachtbaren Aspekte hinsichtlich der stimmlichen Variation, des Ausdruck in Mimik, Gestik sowie Körperhaltung und diskutieren Handlungsalternativen.

D9 2.1 Lesetechniken und -strategien anwenden
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Kompetenzerwartungen und Inhalte

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • wenden erworbene Lese- und Texterschließungstechniken (z. B. diagonales und reflektierendes Lesen) eigenständig in kontinuierlichen und diskontinuierlichen Texten an, visualisieren Gelesenes grafisch und strukturiert, um die Wirkung verschiedener Darstellungsweisen zu beschreiben.
  • recherchieren zu Texten zusätzliches Hintergrundwissen aus unterschiedlichen Medien und nutzen die Zusatzinformationen (z. B. biografischer oder historischer Kontext) für die Textinterpretation.
Für den Förderschwerpunkt Sehen

Kompetenzerwartungen und Inhalte

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • wenden erworbene Lese- und Texterschließungstechniken (z. B. und reflektierendes Lesen) eigenständig in kontinuierlichen und diskontinuierlichen Texten, deren Komplexität der grafischen Darstellungen sich an den individuellen visuellen Wahrnehmungsfähigkeiten der Schülerinnen und Schüler orientiert, an. Sie stellen Gelesenes in visueller oder taktiler Form und strukturiert dar, um die Wirkung verschiedener Darstellungsweisen zu beschreiben.

D9 2.2 Literarische Texte verstehen und nutzen
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Kompetenzerwartungen und Inhalte

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • deuten komplexe Texte, indem sie Erwartungen formulieren, ihre Interpretation mit Zitaten belegen, literarische Grundmuster und Figuren als Repräsentanten für Werthaltungen erkennen sowie sich mit anderen darüber austauschen.
  • unterscheiden literarische Formen, diskutieren ihre spezifische Wirkung und stellen Bezüge zwischen Werk, Autorenbiografie und Entstehungszeit her.
  • nutzen Leseempfehlungen (z. B. Rezensionen, Bestsellerlisten) zur Auswahl eines Jugendbuchs und erschließen dessen Inhalt, indem sie produktive und analytische Methoden anwenden.
  • wenden im Rahmen der Erschließung und Analyse von anspruchsvollen literarischen Texten Fachbegriffe (z. B. zu sprachlichen Phänomenen wie rhetorischen Mitteln) sicher an.

D9 2.3 Pragmatische Texte verstehen und nutzen
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Kompetenzerwartungen und Inhalte

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • entnehmen aus anspruchsvollen Texten unterschiedlicher Medien gezielt Informationen zur Entwicklung von Standpunkten und zur interessengeleiteten Ausweitung von Kenntnissen (z. B. zu lebensbedeutsamen, auch berufsorientierenden Themen).
  • werten zu einem vorgegebenen Thema kontinuierliche und diskontinuierliche Texte aus unterschiedlichen Medien aus, indem sie die Textfunktion analysieren, wesentliche Textaussagen unter der Verwendung von Zitaten herausarbeiten und begründet Schlussfolgerungen ziehen.
  • erkennen und beurteilen die Intention von Texten aus unterschiedlichen Medien (z. B. Information, Kritik, Appell) und deuten sie unter Einbeziehung der Sprachcodes hinsichtlich ihres Informationsgehalts.
Alltagskompetenzen Alltagskompetenzen
Für den Förderschwerpunkt Sehen

Kompetenzerwartungen und Inhalte

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • nutzen bei Bedarf Texte, deren Komplexität der grafischen Darstellungen sich an ihren individuellen visuellen oder taktilen Wahrnehmungsfähigkeiten orientiert.

D9 2.4 Weitere Medien verstehen und nutzen
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Kompetenzerwartungen und Inhalte

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • prüfen und bewerten die Wirkung von ausgewählten Gestaltungsmitteln sowie die Vermischung von Realität und Fiktion in unterschiedlichen medialen Darstellungen (z. B. Reality-TV).
  • unterscheiden und werten komplexe Darstellungsmittel sowie spezifische sprachliche Mittel unterschiedlicher medialer Darbietungsformen eines Stoffs (z. B. Vergleich von Computerspiel mit Film, Hörbuch, Graphic Novel oder Buch) und nutzen dies zur eigenen Produktion medialer Produkte.
  • nutzen geeignete Medien, die sie sich selbständig beschaffen (z. B. aus Bücherei, Mediathek), zur Freizeitgestaltung sowie zum alltäglichen Mediengenuss und reflektieren ihren Medienkonsum sowie seine Folgen kritisch. Dabei beziehen sie die Erfahrungen ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler sowie empirisches Material aus verschiedenen Medien ein.
  • nutzen aktuelle digitale Medien und soziale Netzwerke eigenständig, kritisch sowie verantwortungsbewusst und beachten dabei wesentliche rechtliche und soziale Grundlagen.
  • verwenden für Präsentationen und zur kreativen Produktion selbständig technische Hilfsmittel und Programme.
Alltagskompetenzen Alltagskompetenzen
Für den Förderschwerpunkt Sehen

Kompetenzerwartungen und Inhalte

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • nutzen zur Unterscheidung und Bewertung komplexer Darstellungsmittel mediale Darbietungsformen (z. B. filmische Umsetzungen) in Abhängigkeit von ihren individuellen visuellen Wahrnehmungsfähigkeiten bzw. mit Unterstützung oder alternativ auditive Formate (z. B. Hörbuch- oder Hörspielfassungen).

D9 3.1 Über Schreibfertigkeiten bzw. ‑fähigkeiten verfügen
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Kompetenzerwartungen und Inhalte

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • strukturieren und gestalten kontinuierliche und diskontinuierliche Texte dem Zweck entsprechend sowie adressatengerecht und nutzen die Möglichkeiten der elektronischen Datenverarbeitung (z. B. Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Präsentationsprogramme).
  • füllen häufig benutzte Formulare selbständig aus, auch digital.
  • integrieren direkte und indirekte Zitate zweckentsprechend und formgerecht in eigene Texte und geben auch Quellen richtig und vollständig an.
Alltagskompetenzen Alltagskompetenzen
Für den Förderschwerpunkt Sehen

Kompetenzerwartungen und Inhalte

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • füllen häufig benutzte Formulare selbständig aus (auch digital) und nutzen ggf. Unterstützungsangebote in Bezug auf die korrekte optische Form (z. B. Einhalten des Kästchens, Schreiben auf einer Linie in Abhängigkeit von ihren individuellen visuellen Wahrnehmungsvoraussetzungen).

D9 3.2 Texte planen und schreiben
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Kompetenzerwartungen und Inhalte

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • entwickeln selbständig einen geordneten und auf das Schreibziel funktional ausgerichteten Schreibplan (z. B. Fragen und Arbeitshypothesen formulieren, Gliederung erstellen) und reflektieren die Funktionalität des Schreibplans.
  • nutzen beim Schreiben eigener Texte (z. B. produktives und kreatives Schreiben) bewusst gestalterische und sprachliche Mittel des Erzählens (z. B. Metaphern, Wiederholungen).
  • informieren über Sachverhalte, Gegebenheiten und Vorgänge (z. B. aus Dokumentationen, Features) und halten Arbeitsergebnisse zusammenfassend in Form von sachlogisch aufgebauten kontinuierlichen und diskontinuierlichen Texten fest.
  • wenden angeleitet Formen zur Informationsverdichtung an (z. B. Inhaltszusammenfassung, Exzerpt).
  • erörtern aktuelle Themen, indem sie Argumente beschreiben, unterschiedliche Standpunkte gewichten und entkräften sowie Schlussfolgerungen ziehen (Stellungnahme) und nutzen zur Darstellung von Sachverhalten und Problemen auch journalistische Textformen (z. B. Kritik, Reportage).
  • setzen sprachliche Mittel des argumentierenden Schreibens zielgerichtet in eigenen Texten ein (z. B. Verstärkung von Wertungen durch Indikativ, Konjunktiv).
  • stellen die Ergebnisse einer Textuntersuchung auch im Vergleich mehrerer Texte aufgabenbezogen dar und achten auf die formal und stilistisch unterschiedlichen Gestaltungsweisen der Textsorten.
  • erstellen in Kooperation mit dem Fach Wirtschaft und Beruf und den berufsorientierenden Zweigen formalisierte Texte (z. B. Projektmappe, Annonce), auch für das Berufswahlportfolio, und beachten dabei sowohl die Intention als auch das passende Medium (z. B. Onlinebewerbung).

D9 3.3 Texte überarbeiten
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Kompetenzerwartungen und Inhalte

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • überprüfen fremde und eigene Texte hinsichtlich der konkret formulierten Überarbeitungsziele (z. B. Inhalt, sprachliche sowie stilistische Gestaltung) und wenden selbständig Strategien und Verfahren zur Überarbeitung an. Bei Rückmeldungen an Mitschülerinnen und Mitschüler achten sie auf einen respektvollen Umgang miteinander.
  • wenden zur Textrevision situationsabhängig bekannte Feedbackmethoden an.
  • nutzen zur fehlerfreien Gestaltung eigener Texte neben Nachschlagewerken auch die Möglichkeiten von Textverarbeitungsprogrammen.
  • reflektieren und bewerten den eigenen Schreibprozess und setzen sich Ziele für weitere Schreibaufgaben.

D9 4.1 Sprachliche Verständigung untersuchen und reflektieren
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Kompetenzerwartungen und Inhalte

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • erklären die Herkunft und Bedeutung ausgewählter Begriffe aus Fachsprachen und diskutieren die Merkmale einzelner Fachsprachen.
  • unterscheiden Sprachvarietäten (z. B. Soziolekt, Regiolekt) und beschreiben deren Eigenschaften, um über variable Sprachregister zu verfügen und um Zusammenhänge von Sprache und Umfeld zu erkennen.
  • erkennen Gemeinsamkeiten und Unterschiede im gegenwärtigen und vergangenen Sprachgebrauch des Deutschen (z. B. Schreibung von Anredepronomen, Weglassen von Artikeln).
  • reflektieren Unterschiede und Gemeinsamkeiten verschiedener Sprachen (z. B. Englisch, Herkunftssprachen der Schülerinnen und Schüler), um ihre Sprachbewusstheit zu erweitern.
  • beschreiben und diskutieren die Wirkung metaphorischer Formen des Sprachgebrauchs (z. B. Ironie und Personifikation), um Kommunikationsabsichten zu verstehen und sich selbst angemessen zu verständigen.
  • analysieren die Sprache in digitalen Formaten (z. B. Chat, soziale Netzwerke) und vergleichen sie mit der Standardsprache im Hinblick auf unterschiedliche sprachliche Mittel.

D9 4.2 Sprachliche Strukturen untersuchen und reflektieren
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Kompetenzerwartungen und Inhalte

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • setzen den erweiterten Fach- und Bildungswortschatz in allen Fächern ein, um sich situationsgemäß treffend auszudrücken.
  • verfügen über Wortbildungsmöglichkeiten (z. B. Reduktion) und setzen diese situations- und sachbezogen ein.
  • unterscheiden die bekannten Wortarten und setzen ihre Kenntnisse sach- und situationsgerecht ein.
  • flektieren Wörter der ihnen bekannten Wortarten sicher, um diese Kenntnis für das eigene Sprachhandeln zu nutzen.
  • verwenden zunehmend die indirekte Rede zur distanzierten, berichtenden Wiedergabe von Äußerungen.
  • setzen ihre Kenntnisse über Satzglieder und Satzgliedteile zum variantenreichen Sprachhandeln ein.

D9 4.3 Richtig schreiben
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Kompetenzerwartungen und Inhalte

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • setzen bekannte und weitere Regeln der deutschen Rechtschreibung richtig ein (z. B. Großschreibung nach Numeralien, von Namen, Titeln).
  • schreiben Zweifelsfälle der Getrennt- und Zusammenschreibung (z. B. Peripheriebereiche) richtig.
  • schreiben häufig vorkommende Wörter mit rechtschriftlichen Besonderheiten sowie Fremdwörter und Fachbegriffe richtig.
  • wenden gesicherte Rechtschreibstrategien zur individuellen Fehlervermeidung und Fehlerbehebung in selbst verfassten und fremden Texten an (z. B. in einem Gespräch über Rechtschreibung).
  • setzen grammatikalisches Wissen zur Rechtschreibung ein (z. B. adjektivisch gebrauchte Wörter mit sein oder werden) und nutzen morphematische Zusammenhänge (z. B. Vorsilben aus Fremdsprachen) für einen rechtschriftlich gesicherten Wortschatz.
  • erkennen eigene Fehlerschwerpunkte und bearbeiten diese mit ausgewählten Übungen zur Verbesserung der eigenen Rechtschreibleistung.
  • wenden bekannte und weitere Regeln der Zeichensetzung (z. B. Zeichensetzung von Gedankenstrich und Apostroph) an und verbessern Fehler in eigenen und fremden Texten.