Lehrplan PLUS

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Sach- und lebensbezogener Unterricht 1-9

Die entwicklungsbezogenen Kompetenzen sowie die individuellen kompetenzorientierten Lernaktivitäten des Faches bilden einen neunjährigen Lernprozess ab. Sie erfahren eine Erweiterung durch die individuellen kompetenzorientierten Lernaktivitäten des Faches Grundlegender entwicklungsbezogener Unterricht. Die Auswahl und Verknüpfung der angestrebten Kompetenzen trifft die Lehrkraft in pädagogischer Verantwortung auf der Basis des individuellen Förderbedarfs der Schülerinnen und Schüler. Es ist nicht erforderlich, dass sich die einzelne Schülerin bzw. der einzelne Schüler mit jeder der individuellen kompetenzorientierten Lernaktivitäten oder entwicklungsbezogenen Kompetenzen dieses Faches auseinandersetzt.

SlU Motorik und Wahrnehmung
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Individuelle kompetenzorientierte Lernaktivitäten

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • gestalten ihren Arbeitsplatz vor allem bei der Durchführung von Gruppenarbeiten oder Experimenten übersichtlich und nutzen hierfür z. B. optische Markierungen.
  • nutzen eine übersichtliche und ansprechende Präsentation von Unterrichtsmedien (z. B. Tafelanschriften, historische Quellen), um einen leichten Zugang zu deren Informationsgehalt zu erreichen.
  • nutzen eine klar strukturierte und ggf. in Abschnitte untergliederte Aufgabenstellung, um mit Motivation und Erfolg Arbeitsaufträge zu bewältigen.
  • erschließen über vielfältige Sinneskanäle Materialien (z. B. Katze, Faustkeil) und Medien (z. B. Mobiltelefon), um einen individuellen und ihren persönlichen Ressourcen entsprechenden Zugang zu den einzelnen Inhalten der Lernbereiche zu finden.

SlU Denken und Lernstrategien
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Individuelle kompetenzorientierte Lernaktivitäten

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • nutzen Lerngegenstände, die ihren individuellen Interessen und Möglichkeiten entsprechen und so einen hohen Aufforderungscharakter für sie besitzen.
  • nutzen Lernmedien, die mit einem abgestuften und zunehmenden Abstraktionsgrad angeboten werden (z. B. Schaukasten mit Landschaftsmodell, dreidimensionale Landkarte, zweidimensionale Landkarte, digitale Landkarte).
  • nutzen adaptierte Arbeitsmittel z. B. mit vergrößerter Schrift, farblichen Markierungen oder reduziertem Umfang, um den Lernprozess zu unterstützen.
  • folgen dem handlungsbegleiteten Sprechen des Lehrers z. B. beim Umtopfen einer Pflanze aufmerksam und nutzen es selbst, um eine enge Verknüpfung zwischen Handlung, Sprache und Sachgegenstand zu erreichen.
  • planen Handlungsabläufe z. B. bei der Durchführung von Experimenten, indem sie vorgegebene Teilschritte in eine sinnvolle Reihenfolge bringen, bzw. folgen Handlungsanleitungen und setzen die einzelnen Handlungsschritte um.
  • durchlaufen nach der Erschließung des Lerngegenstands eine intensive Übungsphase (z. B. Legekarten mit den Fachbegriffen zur Beschreibung des Auges), um den Erkenntnisstand zu vertiefen und die erworbenen Kompetenzen zu festigen.
  • erkennen selbständig einen eigenen Unterstützungsbedarf und fragen um Hilfe.

SlU Kommunikation und Sprache
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Individuelle kompetenzorientierte Lernaktivitäten

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • nutzen körpereigene Kommunikationsmittel wie Atemfrequenz, Mimik, Gestik, Stimme oder Körperhaltung, um sich zu Fragestellungen das Sach- und lebensbezogenen Unterrichts zu äußern (z. B. Zustimmung oder Ablehnung bei der Auswahl verschiedener Obstsorten).
  • nutzen Symbolkarten oder elektronischen Hilfsmittel der Unterstützten Kommunikation zur fachbezogenen Kommunikation (z. B. Fachbegriffe für die äußeren Geschlechtsmerkmale).
  • folgen den sprachbegleitenden Gebärden der Lehrkraft und setzen diese selbst zur Kommunikation ein.
  • äußern sich zu Fragestellungen themenbezogen und präzise, indem sie angebotene Satzstrukturen oder Satzeinstiegshilfen verwenden.

SlU Emotionen und soziales Handeln
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Individuelle kompetenzorientierte Lernaktivitäten

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • reflektieren eigene körperliche oder intellektuelle Beeinträchtigungen, schätzen diese zunehmend realistisch ein und nutzen Möglichkeiten, diese zu kompensieren.
  • berücksichtigen ihre eigenen Möglichkeiten und Grenzen bei der Auswahl von Aufgabenstellungen (z. B. bei Gruppenarbeiten) oder Arbeitsformen (z. B. Bevorzugung eines separaten Arbeitsplatzes zur Bearbeitung einer Aufgabe der Gruppenarbeit).
  • reflektieren und verbalisieren Folgen des eigenen Tuns und beziehen ihre Schlussfolgerungen (z. B. die gegebene Hilfestellung erleichterte die Lösung einer Fragestellung, also ist das Anbieten von Hilfestellungen sinnvoll) in zukünftige Handlungsplanungen ein.

SlU 1.1 Beziehungsaufnahme
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Individuelle kompetenzorientierte Lernaktivitäten

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • treten zu anderen Personen in Beziehung, indem sie
    • es ertragen, sich mit anderen Personen in einem Raum aufzuhalten.
    • die Anwesenheit von anderen Personen wahrnehmen.
    • in individueller Weise, z. B. durch Stillwerden, Lächeln oder Lautieren, zu anderen Kontakt aufnehmen.
    • zu einem Gegenüber Blickkontakt aufnehmen und diesen halten.
    • die gemeinsame Aufmerksamkeit auf ein Objekt oder Thema ausrichten (z. B. Zeigen auf einen Gegenstand im Raum, gemeinsames Gesprächsthema).
    • einem Gegenüber von sich erzählen und wahrnehmen, dass ihnen zugehört wird.
    • sich auf die Erzählungen anderer einlassen, zuhören und Fragen stellen.
    • konventionelle Regeln einer wechselseitigen Gesprächsführung beachten.
    • ritualisierte und offene Gesprächssituationen in der Schule (z. B. Morgenkreis, Abschlusskreis, Pausensituation) kennen und nutzen.
    • unterscheiden, welchen Personen sie Informationen geben möchten (z. B. Geheimnisse nur vertrauten Menschen, Persönliches nicht in sozialen Medien).
  • versetzen sich in andere Personen, um unterschiedliche Interessen und Bedürfnisse im sozialen Miteinander zu berücksichtigen und Kompromisse zu finden, indem sie
    • eigene Interessen und Bedürfnisse reflektieren.
    • Interessen, Bedürfnisse, Absichten und Motive anderer Personen z. B. aus deren Mimik, Gestik oder Sprache erschließen.
    • eine Situation aus unterschiedlichen Blickwinkeln wahrnehmen und sich z. B. überlegen, welches Geschenk einem anderen eine Freude machen könnte oder welche unterschiedlichen Interessen zu einem Streit in der Pause geführt haben könnten.
  • orientieren sich an sozialen Handlungsmustern und wenden diese an, um mit anderen angemessen zusammenzuleben, indem sie
    • sich auf ein soziales Miteinander (z. B. sich mit anderen in einem Raum befinden, einen Gegenstand erhalten und weitergeben, das soziale Wechselspiel „erst ich, dann du“ beherrschen) einlassen.
    • sich angemessen begrüßen und z. B. das Gegenüber anschauen, den Namen sagen und passende Grußformeln verwenden.
    • sich unbekannten Personen gegenüber angemessen verhalten und diese z. B. anschauen, mit „Sie“ anreden und eine angemessene Distanz wahren.
    • Höflichkeitsformen anwenden und z. B. „bitte“ oder „danke“ sagen oder jemandem die Tür aufhalten.
    • auf Ja und Nein als Signal für Gebot und Verbot reagieren.
    • vereinbarte Gesprächsregeln einhalten.
  • gestalten das Zusammenleben in Familie, Schule und Gemeinschaft, indem sie
    • Rituale erleben, schrittweise übernehmen und möglicherweise gestalten.
    • die Bedeutung von Regeln für das Zusammenleben in der Gemeinschaft beschreiben, sie mitgestalten und beachten.
    • Konflikte und Missstimmungen wahrnehmen und diese benennen.
    • Möglichkeiten zur Konfliktvermeidung anwenden und z. B. auf Provokationen nicht reagieren, sich rechtzeitig zurückziehen oder kompromissbereit sein.
    • Strategien anwenden, wie sie angemessen mit Konflikten umgehen können (z. B. Emotionen steuern, körperliche und verbale Aggressionen vermeiden, sich an Streitschlichter wenden).
    • Möglichkeiten erarbeiten, wie sie Konflikte für alle Beteiligten gut lösen können (z. B. Kompromisse finden, Wiedergutmachung leisten, sich gegenseitig verzeihen).
    • sich über Ursachen aktueller gesellschaftlicher Konflikte und deren Auswirkungen informieren.
  • zeigen sich in einer vielschichtigen Gemeinschaft tolerant, indem sie
    • kulturelle Gemeinsamkeiten und Unterschiede in Alltagsgewohnheiten und Gebräuchen von Menschen vergleichen und Interesse daran zeigen.
    • reflektieren, wie Menschen z. B. durch ihre Hautfarbe, ein ungewohntes Verhalten oder Hilfsbedürftigkeit Außenseiter werden können.
    • Toleranz gegenüber Menschen mit besonderen Eigenschaften zeigen und niemanden ausgrenzen.

SlU 1.2 Verantwortung in der Gemeinschaft
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Individuelle kompetenzorientierte Lernaktivitäten

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • erfahren sich als ein Mitglied ihrer Familie und der Gemeinschaft und reflektieren damit verbundene Rollen, indem sie
    • ihre Familie und ihren eigenen Platz in der Familie beschreiben und hierzu z. B. die Familie und sich selbst malen oder auf dem Kommunikationsgerät eine Familienseite nutzen.
    • erfahren, dass Menschen in unterschiedlichen Familienformen leben.
    • sich in verschiedenen Rollen als Schülerin oder Schüler, als Jugendliche oder Jugendlicher, als Mensch mit Beeinträchtigung erleben.
    • Rollenklischees von Jungen und Mädchen hinterfragen.
    • die Vielfalt an Interessen, Stärken und Handlungsmöglichkeiten aller Menschen akzeptieren.
  • reflektieren ihre Rechte und Pflichten innerhalb der Gemeinschaft und beschreiben die Bedeutung der Kinderrechte und weiterer für sie relevanter Rechte und Gesetze, indem sie
    • sich bewusstmachen, welche Bedürfnisse Kinder haben und wie diese geschützt werden.
    • sich in Grundzügen über Rechte (z. B. UN-Behindertenrechtskonvention, Recht auf Bildung, Hilfe, Teilhabe) und deren Bedeutsamkeit für ihr Leben informieren.
    • wesentliche Bestimmungen des Jugendschutzgesetzes und des Jugendstrafrechtes diskutieren, indem sie an altersentsprechenden Fallbeispielen die Rechtsgrundlage (z. B. beim Alkoholkonsum) darlegen und Konsequenzen bei deren Missachtung aufzeigen.
  • übernehmen Verantwortung und Aufgaben in der Gemeinschaft (z. B. in der Klasse und der Schule), indem sie
    • ihre Mitschülerinnen und Mitschüler z. B. im Morgenkreis mit Hilfsmitteln der Unterstützten Kommunikation begrüßen.
    • verantwortungsbewusst mit eigenen oder bereitgestellten Materialien umgehen.
    • Situationen erkennen, in denen jemand Hilfe benötigt, und Hilfe leisten.
    • gemeinsam mit einem Partner spielen, lernen oder arbeiten.
    • eine Aufgabe in einer Gruppe arbeitsteilig lösen und sich hierzu z. B. über Teilaufgaben und deren Bewältigung einigen.
    • reflektieren, wie man sich selbst mit den eigenen Stärken und Vorlieben in eine Gruppe einbringen kann.
    • den Nutzen von Zusammenarbeit (z. B. Zeitersparnis, alternative Lösungen oder mehr Spaß) reflektieren.
    • die in einer Gemeinschaft anfallenden Aufgaben (z. B. Klassenämter oder Patenschaften) beschreiben und für diese Verantwortung übernehmen bzw. diese ausführen.
    • spontane Hilfsbereitschaft in der Gemeinschaft zeigen und so z. B. Abfall aufheben oder einem Mitschüler den Weg zeigen.
  • reflektieren Verantwortungen und Aufgaben von gesetzlichen Vertretern in ihrem Umfeld (z. B. Bürgermeisterin, Bürgermeister, Gemeinde- oder Stadtrat), indem sie
    • Organisationsformen und Regeln des schulischen Zusammenlebens auf die Gemeinde übertragen.
    • diese vor Ort besuchen und zu ihren Verantwortungen und Aufgaben interviewen.
    • sich bei Bedarf an sie wenden.
  • wenden bei Entscheidungsprozessen in ihrem Umfeld (z. B. Klassensprecherwahl) demokratische Prinzipien an, indem sie
    • im Rahmen ihrer Möglichkeiten über persönliche Belange (z. B. Essensauswahl, Freizeitmöglichkeiten) entscheiden und mitbestimmen.
    • erleben, dass sich jemand für sie einsetzt, und sie sich selbst für die Interessen anderer stark machen.
    • sich an demokratischen Entscheidungsprozessen (z. B. Ziel des Wandertags) aktiv beteiligen und einen Mehrheitsbeschluss akzeptieren.
    • die Aufgaben von Vertretern (z. B. Klassensprecher, Klassensprecherin, Schülermitverantwortung) reflektieren und sich an der Wahl eines Vertreters beteiligen.
  • setzen sich mit der demokratischen Gesellschaftsordnung auf politischer Ebene auseinander, indem sie
    • die Merkmale einer demokratischen Wahl (frei, allgemein, geheim, gleich und direkt) beschreiben.
    • die Voraussetzungen für die Teilnahme an einer Wahl (z. B. Volljährigkeit, Wahlbenachrichtigung) benennen.
    • den Ablauf einer Stimmabgabe reflektieren und nachspielen (Wahllokal finden, Wahlbenachrichtigung und Ausweis zeigen, Stimmzettel korrekt ausfüllen).
    • die Bedeutung der eigenen Stimmabgabe für ein mögliches Wahlergebnis reflektieren.
    • aktuelle öffentliche Wahlen in Medien verfolgen und sich z. B. über Parteien, deren Programme und Kandidaten informieren und diese vergleichen.
    • sich über das politische Leben in ihrer Heimatgemeinde informieren und daran teilnehmen.
    • sich über die Aufgaben und die Zusammensetzung der Parlamente auf verschiedenen Ebenen informieren.
    • den Aufbau des politischen Systems der Bundesrepublik Deutschland und die Prinzipien einer demokratischen Gesellschaftsordnung (z. B. Grundgesetz, Volkssouveränität, Gewaltenteilung) in Grundzügen nachvollziehen.
  • vergleichen demokratische Gesellschaftsformen und andere Regierungsformen, indem sie
    • Unterschiede zwischen absoluter Monarchie und Demokratie benennen.
    • die Grundzüge und Auswirkungen einer Diktatur (z. B. öffentliche Gewalt in der Hand einzelner Menschen ohne zeitliche Begrenzung, Einschränkung oder Abschaffung von Bürgerrechten, keine freie Meinungsäußerung) benennen.
    • sich mit Propagandaparolen kritisch auseinandersetzen.
    • Informationen über aktuelle und vergangene Beispiele von Diktaturen sammeln und reflektieren.
  • setzen sich mit Migration und Integration auseinander, indem sie
    • sich über Fluchtursachen informieren, Fluchtwege auf dem Globus verfolgen und das Schicksal von Geflohenen nachvollziehen.
    • Faktoren für eine gelingende Integration beschreiben.
    • eine wechselseitige Achtung zeigen und einfordern.

SlU 1.3 Teilnahme am öffentlichen Leben
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Individuelle kompetenzorientierte Lernaktivitäten

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • bereiten sich auf die Teilnahme am öffentlichen Leben vor, indem sie
    • Veränderungen im gewohnten Tagesablauf akzeptieren.
    • Raumwechsel z. B. in Fachräume innerhalb des Schulhauses akzeptieren.
    • die Pause auf dem Schulhof verbringen.
    • an schulischen Veranstaltungen in der Aula teilnehmen.
  • besuchen Geschäfte in ihrer Umgebung und kaufen dort ein, indem sie
    • den Weg dorthin in Begleitung und mit individueller Unterstützung wiederholt zurücklegen und mit dem Weg vertraut werden.
    • den Weg dorthin planen, auf Barrieren und Gefahrenstellen prüfen und schließlich sicher zurücklegen.
    • in unterschiedlichen Geschäften deren spezielle Atmosphäre mit Geräuschen, Gerüchen oder Temperaturen erleben.
    • sich über das Warenangebot des Geschäftes informieren und das Geschäft gemäß seines Angebots auswählen (z. B. Bäcker für Brotkauf).
    • sich im Geschäft (z. B. Eingang, Regalreihen, Kasse) orientieren.
    • konventionelle Handlungsabläufe (z. B. Zahlvorgang) und Verhaltensformen (z. B. Grüßen, Begutachten von Ware) mit Unterstützung oder selbständig einhalten.
  • nutzen öffentliche Dienstleister in ihrer Umgebung, indem sie
    • öffentliche Büchereien in ihrer Nähe aufsuchen, sich dort orientieren, einen Nutzerausweis beantragen und Medien ausleihen.
    • sich über die Dienstleistungen von Poststellen und Banken informieren und häufig wiederkehrende Handlungsabläufe (z. B. beim Briefversand, am Bankautomat) beschreiben und einüben.
    • über die Dienstleistungen von Gemeinden oder Ämtern informieren, sich dort am Informationsschalter erkundigen, sich im Gebäude orientieren (z. B. Zimmernummern) und Wartezonen nutzen.
  • nutzen bei Bedarf Rettungsdienste und Einrichtungen der Gesundheitsfürsorge (z. B. Ärzte, Krankenhaus, Rettungsdienst, Feuerwehr), indem sie
    • Einrichtungen erkunden, die in Notfällen Hilfe leisten (z. B. Polizei, Feuerwehr oder Notarzt), und deren Zuständigkeiten benennen.
    • sich über die Arbeit von Ärztinnen und Ärzten z. B. durch einen Besuch einer Arztpraxis oder eines Krankenhauses informieren.
    • eine Vorstellung davon entwickeln, was ein Notfall ist, und das Absetzen eines Notrufes einüben.
    • erkennen, wann sie einen Arzt aufsuchen müssen.
    • einen Arztbesuch planen und durchführen (z. B. Termin vereinbaren, sich anmelden, warten, Beschwerden beschreiben).
    • sich auf einen möglichen Krankenhausaufenthalt vorbereiten (z. B. Packliste, Beschäftigungsmöglichkeiten).
  • nutzen Freizeitangebote in ihrer Umgebung, indem sie
    • unterschiedliche Freizeitangebote durch wiederholte Besuche mit Begleiterinnen und Begleitern kennenlernen.
    • sich einen Überblick über das Angebot an Einrichtungen (z. B. Spielplatz, Kino, Schwimmbad, Zoo, Museum) in ihrer näheren Umgebung verschaffen.
    • nähere Informationen zu Veranstaltungen und Veranstaltungsorten (z. B. Öffnungszeiten, Eintrittspreise, Programm, Anfahrt) einholen.
    • den Weg zum Veranstaltungsort auf Gefahrenquellen und Barrieren prüfen und ggf. Begleitpersonen oder einen Fahrdienst organisieren.
    • sich mit Freunden oder Freundinnen für den Besuch einer Freizeiteinrichtung verabreden.
    • sich in der Anlage oder dem Gebäude sicher orientieren (z. B. Toiletten, Aufzug, Notausgang, Kasse, Kiosk).
    • sich beim Besuch der Freizeiteinrichtung angemessen verhalten.
  • nutzen Angebote von Vereinen in ihrer Umgebung, indem sie
    • an Veranstaltungen der Vereine (z. B. Musikfest, Umzüge) als Gast teilnehmen.
    • sich über Angebote der Vereine informieren und diese mit ihren eigenen Interessen abgleichen.
    • sich über Beitrittsvoraussetzungen (z. B. Mitgliedsbeitrag, Ausrüstung), Termine und Veranstaltungsort informieren.
    • einen Beitrittswunsch mit Eltern oder Erziehungsberechtigten besprechen und ggf. notwendige Unterstützungen (z. B. Bringen und Abholen) organisieren.
    • bereit sind, regelmäßig am Vereinsleben teilzunehmen und dieses z. B. bei Veranstaltungen mitzugestalten.
Alltagskompetenzen Alltagskompetenzen

SlU 2.1 Der eigene Körper, die eigenen Gefühle
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Individuelle kompetenzorientierte Lernaktivitäten

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • entwickeln eine Vorstellung ihres eigenen Körpers und ein körperliches Selbstwertgefühl, indem sie
    • den Körper in seiner Gesamtheit erfahren, wobei sie z. B. den ganzen Körper in Bewegung erleben, die eigene Körperkraft ausprobieren oder angenehme Aufenthaltsorte und Lagerungspositionen kennenlernen.
    • durch spielerisches Ausprobieren und sensorische Angebote immer differenziertere Vorstellungen über Funktion, Gestalt, Aussehen und Lage ihrer Körperteile entwickeln.
    • ihren Körper in der Begegnung mit anderen erfahren und z. B. eine angenehme Atmosphäre erleben, angemessene Körperkontakte genießen oder sich ggf. auch gegen unangenehme Körperkontakte wehren.
    • Möglichkeiten erproben, den eigenen Körper z. B. durch Abdrücke in Schnee und Sand, Schattenumrisse oder Selbstbildnisse in verschiedenen Gestaltungstechniken abzubilden.
    • sich über Möglichkeiten informieren, den Körper zu schmücken (z. B. Schminke, Nagellack, Schmuck) und diese bei Gefallen anwenden.
    • verantwortungsbewusst mit dem eigenen Körper umgehen und z. B. sich gesund ernähren, sich fit halten und sich vor Gefahren wie Sonnenbrand schützen.
    • sich mit der eigenen geistigen oder auch körperlichen Beeinträchtigung auseinandersetzen, Pflege und Unterstützung erfahren und Hilfsmittel akzeptieren.
    • wertschätzende Bezeichnungen für den Körper verwenden und einfordern.
  • nehmen die eigenen Gefühle differenziert wahr und benennen diese, indem sie
    • den Zusammenhang von Ereignis und Gefühl herstellen und sich an gefühlsauslösende Momente im eigenen Leben erinnern.
    • angemessen mit den eigenen Gefühlen umgehen und z. B. adäquate Ausdrucksformen für unangenehme Gefühle finden, sich zunehmend selbst steuern und gegebenenfalls Hilfe bei der Bewältigung starker Emotionen in Anspruch nehmen.
    • den Einfluss von schönen oder schlechten Träumen auf das Befinden wahrnehmen.
    • ausreichende Begrifflichkeiten kennen, um die eigenen Gefühle angemessen zu beschreiben.

SlU 2.2 Der Körper und seine Funktionen
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Individuelle kompetenzorientierte Lernaktivitäten

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • erforschen den Stütz- und Bewegungsapparat, indem sie
    • Bewegungen bewusst erleben und z. B. bewegt werden oder sich selbst bewegen.
    • Bewegungen (gehen, stehen bleiben, etwas festhalten und loslassen) gezielt durchführen.
    • z. B. durch das bewusste Anspannen und Entspannen von Muskelgruppen oder durch deren Ertasten erkennen, dass der Körper über Muskeln verfügt, die durch Anspannung oder Entspannung Körperteile bewegen.
    • anhand von Modellen oder Bildmaterial den Aufbau und die Lage der Muskeln sowie deren Anbindung an den Knochen nachvollziehen.
    • Skelettabschnitte wie Kopf, Rumpf, Wirbelsäule und Gliedmaßen ertasten und benennen.
    • an Modellen die Funktion des Skeletts als Gerüst des Körpers und als Voraussetzung für aufrechten Gang nachvollziehen.
    • Knochen am eigenen Körper ertasten und beobachtbare Unterschiede der verschiedenen Knochen beschreiben.
    • ausgewählte Knochen (z. B. Schienbein, Armknochen, Schädel) benennen und deren Aufbau und Funktion beschreiben.
    • Gelenke am eigenen Körper ertasten und beobachtbare Unterschiede der verschiedenen Gelenke beschreiben.
    • verschiedene Gelenke (z. B. Kugelgelenk, Scharniergelenk) benennen und deren Aufbau und Funktion beschreiben.
    • Haltungsschäden beschreiben und präventive Maßnahmen für einen gesunden Stütz- und Bewegungsapparat formulieren.
  • erforschen das Auge, indem sie
    • vielfältige visuelle Reizangebote ausprobieren (z. B. Lichterschlauch, Schwarzlichtraum, reflektierende Materialien).
    • in Versuchen (z. B. bei Seherfahrungen in hellen oder dunklen Räumen, mit einem abgedeckten Auge oder durch Verbinden der Augen und gleichzeitigen Gehversuchen) die Wichtigkeit des Sehsinns erleben.
    • das eigene Auge im Spiegel oder das eines Gegenübers beobachten und mit eigenen Worten dessen sichtbare Bestandteile beschreiben.
    • die sichtbaren Teile des Auges wie Brauen, Wimpern, Lid und Augapfel mit Fachbegriffen benennen und deren Funktion beschreiben.
    • die nicht sichtbaren Teile des Auges wie Iris, Linse, Hornhaut, Bindehaut, Glaskörper, Augenmuskel und Sehnerv mithilfe von Modellen unterscheiden, benennen und deren Funktion beschreiben.
    • in groben Zügen beschreiben, wie ein Bild auf der Netzhaut erscheint.
    • Gefahren für die Augen und Maßnahmen für deren Schutz reflektieren und im Alltag berücksichtigen.
  • erforschen das Ohr, indem sie
    • vielfältige akustische Reize erleben (z. B. Tiergeräusche, Naturgeräusche).
    • in Versuchen (z. B. beim Hören von Geräuschen aus verschiedenen Richtungen oder beim Orientieren mit aufgesetzten Ohrschützern) die Wichtigkeit des Hörsinns erleben.
    • die Teile des Außenohrs wie Ohrmuschel, äußerer Gehörgang und Trommelfell benennen und deren Funktion beschreiben.
    • die Teile des Mittelohrs wie Mittelohrhöhle mit Gehörknöchelchen und Eustachische Röhre benennen und deren Funktion beschreiben.
    • die Teile des Innenohrs wie Hörschnecke, Gleichgewichtsorgan und Hörnerv benennen und deren Funktion beschreiben.
    • die Ausbreitung des Schalls von seiner Entstehung bis zur Wahrnehmung beschreiben und die Funktion des Ohrs als Empfänger von Schallschwingungen erläutern.
    • Gefahren für die Ohren und Maßnahmen zu deren Schutz reflektieren und im Alltag berücksichtigen.
  • erforschen die Nase, indem sie
    • Gerüche z. B. von Obstsorten, Blumen oder Speisen wahrnehmen und unterscheiden.
    • die sichtbaren Teile der Nase wie Nasenflügel und Nasenbein benennen und deren Funktion beschreiben.
    • den Zusammenhang von Geruch und Geschmack z. B. durch das Essen von Obst bei zugehaltener Nase erfahren.
  • erforschen die Zunge, indem sie
    • gezielte Bewegungen der Zunge im Spiegel beobachten und die Zunge als Teil des Sprechapparats beschreiben.
    • die Zunge als Geschmacksorgan erleben (z. B. süße, salzige, bittere oder scharfe Geschmackserlebnisse) und die Verarbeitung von Geschmacksreizen über die Geschmackszellen und Nervenbahnen bis zum Gehirn nachvollziehen.
  • erforschen die Haut, indem sie
    • die Temperatur-, Druck- und Schmerzempfindlichkeit der Haut anhand kalter oder warmer Kompressen und durch Streicheln über die Haut bewusst spüren.
    • in Grundzügen den Aufbau der Haut und die Funktion der einzelnen Hautschichten beschreiben.
    • die Schutzfunktion der Haut (z. B. Aufstellen der Härchen bei Kälte, Bildung von Schweiß bei Hitze oder Krustenbildung bei Verletzungen) beschreiben.
    • Gefahren für die Haut und Maßnahmen zu deren Schutz reflektieren und im Alltag berücksichtigen.
  • erforschen die Atmung, indem sie
    • die Atmung bewusst wahrnehmen (z. B. Aus- und Einatmen durch den Mund oder durch die Nase und dabei Beobachtung des Hebens und Senkens der Brust).
    • die Lebensnotwendigkeit der Atmung nachvollziehen (z. B. kurzzeitiges Anhalten der Luft bei gleichzeitigem Verspüren des Drangs zum Luftholen).
    • die Lunge als Atmungsorgan benennen und ihre Funktion bei der Aufnahme von Sauerstoff und der Abgabe von Kohlenstoffdioxid in Grundzügen beschreiben.
    • Vorgänge beim Rauchen und deren negative Einflüsse auf die Atemwege nachvollziehen.
  • erforschen den Blutkreislauf, indem sie
    • von Erfahrungen mit blutenden Wunden berichten und das Aussehen und die Konsistenz des Blutes beschreiben.
    • Adern und deren Verläufe am eigenen Körper z. B. in der Armbeuge oder am Handrücken beobachten.
    • den Herzschlag bei sich spüren oder ihn mit einem Stethoskop hören und z. B. den Puls in Ruhe und Bewegung messen.
    • die am Blutkreislauf beteiligten Organe (Herz, Arterien, Venen) und deren Zusammenspiel in Grundzügen beschreiben.
  • erforschen die Verdauung, indem sie
    • Hunger-, Durst- und Sättigungsgefühl reflektieren.
    • Kau- und Schluckbewegungen beobachten und diese beschreiben.
    • den Weg der Nahrung im Körper beschreiben und dabei wichtige Verdauungsorgane wie Speiseröhre, Magen, Dünndarm und Dickdarm und deren Funktionen für die Verdauung benennen.
    • die Versorgung des Körpers mit Energie aus Nährstoffen erläutern.
    • Zusammenhänge zwischen Ernährung und Gesundheit reflektieren und daraus Konsequenzen für den Alltag ziehen.

SlU 2.3 Erste Hilfe leisten
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Individuelle kompetenzorientierte Lernaktivitäten

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • leisten Erste Hilfe, indem sie
    • die Notwendigkeit, Wunden oder Verletzungen zu versorgen, erkennen und Hilfe organisieren.
    • leichte Wunden mit Pflastern oder Verbänden versorgen.
    • eine Notsituation erkennen, in der eine ernsthafte Gefährdung vorliegt, und Hilfe organisieren ohne sich selbst zu gefährden.
    • Situationen beschreiben, in denen eine Schocklagerung oder eine stabile Seitanlage notwendig sind, und diese anwenden.
    • sachgerecht einen Notruf absetzen.

SlU 2.4 Pubertät, Sexualität und Schwangerschaft
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Individuelle kompetenzorientierte Lernaktivitäten

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • nehmen körperliche Veränderungen und Gefühlsschwankungen bei sich selbst wahr, auch wenn sie diese nicht auf die Phase der Pubertät zurückführen können, und akzeptieren diese zunehmend.
  • reflektieren und beschreiben Veränderungen des weiblichen und männlichen Körpers (z. B. Körperbehaarung, Bartwuchs, Veränderungen der Haut, Vergrößerung der Brüste, Vergrößerung des Penis oder Auftreten des Stimmbruchs) und von Gefühlen während der Pubertät, indem sie
    • die Zunahme der Körperlänge in einem bestimmten Zeitintervall beobachten und dokumentieren.
    • Veränderungen des eigenen Körpers beobachten und akzeptieren.
    • die zunehmende Bedeutung der täglichen Körperhygiene nachvollziehen und im Alltag umsetzen.
    • Veränderungen von Vorlieben und Gefühlen (z. B. Stimmungsschwankungen, Konflikte mit Erwachsenen, Suche nach Gleichaltrigen, Interesse an der eigenen Sexualität oder Selbstbefriedigung) diskutieren.
    • beim Finden von Antworten auf persönliche Fragestellungen Hilfe in Anspruch nehmen (z. B. Sprechen mit vertrauten Personen, Lesen von Informationsbroschüren).
  • beschreiben Aussehen und Funktion der äußeren und inneren Geschlechtsorgane, indem sie
    • die weiblichen und männlichen äußeren und inneren Geschlechtsmerkmale anhand von Modellen oder Abbildungen mit angemessenen Begriffen benennen und sich gegen unangemessene Begriffe abgrenzen.
    • den körperlichen Vorgang des Samenerguss beschreiben, ihn vom Einnässen unterscheiden und ihn als etwas Natürliches anerkennen.
    • den körperlichen Vorgang der Monatsblutung beschreiben, ihn vom Einnässen unterscheiden und als etwas Natürliches anerkennen.
    • Möglichkeiten der Monatshygiene wie Binden und Tampons unterscheiden und deren sachgemäße Anwendung nachvollziehen.
    • während der Monatsblutung besonders auf Hygiene (z. B. regelmäßiges Duschen, Wechseln der Wäsche) achten.
    • über die psychische und körperliche Befindlichkeit vor und während der Monatsblutung sprechen.
    • Möglichkeiten nutzen, sich bei Schmerzen Linderung zu verschaffen (z. B. Wärmflasche, Bewegung).
    • nutzen Wissen über sexuell übertragbare Erkrankungen und deren Übertragungswege, um sich und andere vor einer Infektion zu schützen.
    • sich zum Thema „Beschneidung“ informieren und deren Auswirkung beschreiben.
  • informieren sich über die Möglichkeit eines Besuchs bei einer Frauenärztin oder einem Frauenarzt, indem sie
    • sich über die Aufgaben und Leistungen einer Frauenarztpraxis informieren.
    • an einer Mädchensprechstunde teilnehmen.
    • eine geeignete Praxis in ihrer Umgebung ausfindig machen.
  • beschreiben Vorgänge in der Schwangerschaft und bei der Geburt in Grundzügen, indem sie
    • die Voraussetzungen für eine Schwangerschaft wie Geschlechtsreife, Zyklusverlauf und Zeugung beschreiben.
    • alters- und sachgemäß ausgewählte Methoden der Empfängnisverhütung beschreiben und bewerten, um sich vor ungewollten Schwangerschaften zu schützen.
    • die Entwicklung des Babys im Mutterleib anhand von Filmen, Fotoreihen oder Broschüren beschreiben.
    • Verhaltensweisen werdender Mütter in Bezug auf schädliche Einflüsse und Gefährdungen für das ungeborene Kind während der Schwangerschaft beurteilen.
    • altersgemäß den Geburtsvorgang und verschiedene Möglichkeiten der Geburt erörtern.
    • eigene Wünsche, Ängste und Fantasien in Bezug auf Schwangerschaft, Geburt oder Elternschaft diskutieren.
  • reflektieren ihren eigenen Wunsch nach Nähe und Distanz, erkennen sexuell unangemessene Verhaltensweisen und schützen sich vor solchen, indem sie
    • Nähe und Distanz bewusst wahrnehmen und sie in Bezug auf das eigene Wohlbefinden reflektieren.
    • Bedürfnisse und Grenzen in Bezug auf Körperkontakt äußern und auf die eigene Intimsphäre achten.
    • Formen von sexuellen Übergriffen (z. B. verbale Angriffe, exhibitionistisches Verhalten, unerwünschte Beobachtung, unerwünschte Berührung oder Vergewaltigung) unterscheiden.
    • Techniken der Selbstbehauptung und Selbstverteidigung z. B. im Rahmen eines Selbstverteidigungskurses oder eines Kurses der Polizei anwenden.
    • in persönlichen Notsituationen Hilfe suchen und sich z. B. Vertrauenspersonen zuwenden oder öffentliche Stellen kontaktieren.
SlU 3.1.1 Tiere und Pflanzen in Haus und Garten erkunden
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Individuelle kompetenzorientierte Lernaktivitäten

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • erkunden verschiedene Haustiere, indem sie
    • sich diesen nähern, Kontakt zulassen, ihr Fell streicheln und ihre Lautäußerungen (z. B. Miauen, Bellen) wahrnehmen.
    • diese in ihrem Lebensraum beobachten, benennen und ihre Verhaltensweisen und Eigenheiten beschreiben.
    • die Entwicklungsstadien und die Fortpflanzung einer ausgewählten Tierart (z. B. Katze) beschreiben.
    • die Nützlichkeit der Tiere für den Mensch und das Haus beschreiben.
    • Informationen über eine artgerechte Haltung (z. B. Platz, Zeit, Kosten, Verantwortung) einholen.
    • den Tieren mit Achtung begegnen.
  • entdecken und erkunden verschiedene Tier im Garten, indem sie
    • diese in ihrem Lebensraum beobachten, benennen und ihre Verhaltensweisen und Eigenheiten beschreiben.
    • Spuren der Tiere (z. B. Maulwurfshügel, Vogelspuren im Schnee) im Garten finden.
    • die Entwicklungsstadien und die Fortpflanzung einer ausgewählten Tierart (z. B. Schmetterling) beschreiben.
    • die Nützlichkeit der Tiere für den Menschen und die Natur beschreiben.
    • den Tieren mit Achtung begegnen.
  • pflegen, benennen und beschreiben ausgewählte Zimmerpflanzen und Kräuter, indem sie
    • diese berühren, die Oberfläche von Blättern spüren und den Geruch der Erde oder von Blüten wahrnehmen.
    • diese in ihrer Umgebung (z. B. Klassenzimmer) wahrnehmen, ggf. ihren Namen erfragen und sie benennen.
    • diese regelmäßig gießen, ggf. umtopfen und auf einen passenden Standort (z. B. angemessene Licht- und Temperaturverhältnisse) achten.
    • die Bedeutung von Wasser und Erde für die Entwicklung der Pflanze nachvollziehen.
    • diese vermehren und z. B. Samen stecken oder Ableger und Stecklinge ziehen.
  • benennen und beschreiben einheimische Obst- und Gemüsearten, indem sie
    • die Früchte mit allen Sinnen wahrnehmen (z. B. riechen, essen), beschreiben und benennen.
    • die Früchte und Pflanzen einander zuordnen (z. B. Apfel – Apfelbaum, Tomate – Tomatenstrauch).
    • die Entwicklung der Früchte bis zur Reife und deren Erntemethode beschreiben.
    • Möglichkeiten der Verwertung der Früchte (z. B. Pressen von Apfelsaft) beschreiben und ausprobieren.
    • den Umgang mit diesen in praktischer Gartenarbeit ausprobieren (z. B. säen, pflanzen, düngen, jäten, gießen, ernten).
SlU 3.1.2 Tiere und Pflanzen auf Hof und Feld erkunden
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Individuelle kompetenzorientierte Lernaktivitäten

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • erkunden Nutztiere und ihre Lebensräume, indem sie
    • sich diesen nähern, Kontakt zulassen, ihr Fell streicheln und ihre Lautäußerungen (z. B. Muhen, Wiehern) wahrnehmen.
    • die Tiere wahrnehmen, ihr Erscheinungsbild beschreiben und sie mit Namen benennen.
    • den Körperbau (z. B. Fell, Euter) und die Verhaltensweisen (z. B. Fressgewohnheiten) der Tiere beobachten und beschreiben.
    • die Fortpflanzung und Entwicklung von Nutztieren auch in Bezug auf ihre Nutzungsweise beschreiben (z. B. Milchlieferung nur bei Geburt von Jungtieren).
    • die Nutzungsweise der Tiere erkennen (z. B. Kuh als Milch- und Fleischlieferant), die Weiterverarbeitung der tierischen Produkte verfolgen und diese kosten.
    • sich trauen, sich den Tieren in angemessener Weise zu nähern, und ihnen mit Achtung und Vorsicht begegnen.
  • beschreiben die Grundlagen des Acker- und Getreideanbaus, indem sie
    • Ackerboden riechen, über Getreidestoppeln laufen, durch stehende Getreidehalme streichen und Getreidekörner durch die Hände rieseln lassen.
    • die Größe eines Ackers erleben und die Beschaffenheit des Ackerbodens spüren.
    • den Ackerboden auf Erdqualität und Kleintiere untersuchen.
    • den Acker im Jahresverlauf beobachten.
    • Ackerpflanzen und Getreidearten sammeln, vergleichen und bestimmen.
    • verschiedene Erntetechniken beobachten und beschreiben.
    • die Verwendungsmöglichkeiten von Getreide und Hackfrüchten erkunden und ausprobieren.
  • erkunden Herkunft und Produktion regionaler und überregionaler Lebensmittel, indem sie
    • sich über die landwirtschaftlichen Arbeitsweisen auf einem Bauernhof der Umgebung informieren.
    • den Weg der Vermarktung und die Entstehung des Verkaufspreises an regionalen Beispielen (z. B. Hühnerei, Getreide) nachvollziehen.
    • reflektieren, dass ein landwirtschaftliches Produkt (z. B. Apfel) aus verschiedenen Anbaugebieten der Welt kommen kann.
    • überlegen, welche Gründe für oder gegen den Kauf eines regionalen und überregionalen Produkts sprechen.
SlU 3.1.3 Tiere und Pflanzen der Wiese erkunden
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Individuelle kompetenzorientierte Lernaktivitäten

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • beobachten die Wiese im Jahreslauf, indem sie…
    • die Farben- und Artenvielfalt einer Blumenwiese auf sich wirken lassen.
    • den unterschiedlichen Untergrund (z. B. Sumpfwiese, Magerwiese) spüren.
    • die verschiedenen Geräusche auf einer Wiese (z. B. Rauschen von hohem Gras, Summen von Insekten) hören.
    • Nektar von essbaren Wiesenpflanzen schmecken oder einen Wiesenblumensalat essen.
    • die jahreszeitlichen Veränderungen (z. B. Höhe des Grases, Anzahl und Sorten der Wiesenblumen, Spuren im Schnee) dokumentieren und beschreiben.
    • die Bedeutung der Wiese für den Menschen (z. B. Erholungsraum) beschreiben.
  • erkunden und beschreiben die Lebensweisen von Wiesentieren, indem sie
    • verschiedene Tierarten wahrnehmen (z. B. Hören des Summens einer Fliege), benennen und untersuchen.
    • Tierspuren auf der Wiese (z. B. Spinnennetz) entdecken und zuordnen.
    • den Körperbau (z. B. Anzahl der Beine bei Insekten) und die Verhaltensweisen (z. B. Flugweisen) der Tiere beobachten und beschreiben.
    • die Fortpflanzung und Entwicklung von Wiesentieren (z. B. Schmetterling) beschreiben.
    • sich im Umgang mit Tieren verantwortungsvoll verhalten und sie nicht mutwillig zertreten.
    • Gefahren, die von Wiesentieren ausgehen (z. B. Bisse oder Stiche), richtig einschätzen und sich angemessen verhalten.
  • erkunden und beschreiben den Aufbau und Schutz von Wiesenpflanzen, indem sie
    • verschiedene Pflanzen einer Wiese untersuchen, benennen und dokumentieren.
    • den Aufbau einer Pflanze (z. B. Wurzel, Stängel, Blüte, Blatt) beschreiben.
    • Blatt- und Blütenform, Wuchshöhe, Farbe, Blatt- und Stängelstruktur als Unterscheidungskriterien nutzen.
    • den Grundbauplan einer Zelle erkunden und wichtige Begriffe (z. B. Zellkern, Zellplasma, Zellmembran) sachgemäß benennen.
    • Voraussetzungen für das Pflanzenwachstum (z. B. Wasseraufnahme, Sonnenstrahlung, Fotosynthese) und deren zusammenwirken in Grundzügen beschreiben.
    • sich im Umgang mit Pflanzen verantwortungsvoll verhalten, geschützte Arten erkennen, Pflanzen nicht mutwillig zerstören und die Schonzeit von Wiesen beachten.
    • Gefahren, die von Pflanzen ausgehen können, richtig einschätzen und sich dementsprechend verhalten.
    • Verwendungsmöglichkeiten von Wiesenpflanzen für den Menschen (z. B. Kräuteröl) und die Bedeutung der Wiese als Futterquelle für Tiere erkennen.
    • die landwirtschaftliche Produktion von Tierfutter vom Mähen einer Wiese, vom Trocknen und Einführen des Heus oder vom Lagern von Silage bis zum Ausbringen des Futters verfolgen.
SlU 3.1.4 Tiere und Pflanzen des Waldes erkunden
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Individuelle kompetenzorientierte Lernaktivitäten

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • beobachten den Wald im Jahreslauf, indem sie
    • sich angemessen, auch spielend im Wald bewegen.
    • den Waldboden spüren, Blätter und Nadeln ertasten und Rindenstrukturen unterscheiden.
    • auf unterschiedliche Geräusche im Wald hören und den Geruch von feuchtem oder trockenen Waldboden wahrnehmen.
    • die jahreszeitlichen Veränderungen (z. B. Wachstum der Blätter im Frühling, Abfallen der Blätter im Herbst) beobachten und dokumentieren.
    • keinen Abfall wegwerfen und aufgeforstete Schutzräume meiden.
  • erkunden und beschreiben verschiedene Tiere des Waldes und ihre speziellen Lebensräume, indem sie
    • verschiedene Tierarten wahrnehmen und benennen.
    • Tierspuren im Wald (z. B. Höhlen vom Specht, Hufabdrücke vom Reh) entdecken und zuordnen.
    • den Körperbau (z. B. Farbe des Fells) und die Verhaltensweisen (z. B. Fluchtverhalten) der Tiere beobachten und beschreiben.
    • die Fortpflanzung und Entwicklung ausgewählter Waldtiere (z. B. Reh) beschreiben.
    • sich im Umgang mit Tieren verantwortungsvoll verhalten und sie nicht mutwillig stören.
  • erkunden und beschreiben verschiedene Pflanzen im Wald, indem sie
    • ausgewählte Nadelbäume anhand von Rinde, Nadeln, Zapfen erkennen und ggf. unterscheiden.
    • ausgewählte Laubbäume anhand von Wuchs, Rinde, Knospenform, Blattform- und größe sowie Früchten erkennen und ggf. unterscheiden.
    • die Stockwerke des Waldes wie Boden-, Moos-, Kraut-, Strauch-, und Baumschicht unterscheiden und ihnen Pflanzen zuordnen.
    • den Aufbau des Waldes im Modell darstellen.
    • giftige Pflanzen meiden und keine geschützten Pflanzen pflücken.
    • die Bedeutung des Waldes als Sauerstoff- und Holzlieferant sowie als Erholungsraum für den Menschen beschreiben.
    • den Produktionsweg von Holz von der Anpflanzung, über die Pflege des Waldes und das Fällen von Bäumen bis zum Sägewerk verfolgen.
SlU 3.1.5 Tiere und Pflanzen am und im Wasser erkunden
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Individuelle kompetenzorientierte Lernaktivitäten

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • beobachten Gewässer im Jahreslauf, indem sie
    • unterschiedliche Gewässer (z. B. stehende oder fließende Gewässer) und deren Umgebungen wahrnehmen.
    • Wassertemperaturen an verschiedenen Stellen eines Gewässers oder zu unterschiedlichen Jahreszeiten fühlen.
    • Geräusche unterschiedlicher Gewässer hören und unterscheiden.
    • Gewässer hinsichtlich Umgebung, Bepflanzung, Tierwelt unterscheiden.
    • ein ausgewähltes Gewässer im Jahreslauf beobachten und dokumentieren.
    • Gewässer als Erholungsgebiet erleben, wobei sie sich vor Gefahren (z. B. Sonnenbrand, Insektenstiche, Ertrinken, Einbrechen ins Eis) schützen.
    • Tiere nicht absichtlich stören oder Pflanzen abreißen, Futterverbote einhalten und keinen Abfall hinterlassen.
  • erkunden und beschreiben verschiedene Tiere in, an und auf dem Wasser, indem sie
    • Körperbau und Verhaltensweisen ausgewählter Tiere beschreiben.
    • unterschiedliche Fortbewegungsarten der Tiere beschreiben.
    • die Angepasstheit von Fischen an ihren Lebensraum (z. B. Körperbau, Fortbewegung, Kiemenatmung) beschreiben.
    • die Entwicklung einer ausgewählten Tierart im Gewässer über verschiedene Stadien hinweg erkunden (z. B. Froschlaich – Kaulquappe – Frosch).
    • die Tiere eines Gewässers den verschiedenen Gattungen und Arten zuordnen.
    • die Zusammenhänge einer Nahrungskette im Gewässer beschreiben.
  • erkunden und beschreiben verschiedene Pflanzen im und am Wasser, indem sie
    • ausgewählte Pflanzen im und am Gewässer wahrnehmen, beschreiben und giftige, nicht giftige und geschützte unterscheiden.
    • die Pflanzen nicht absichtlich pflücken und sich vor giftigen Pflanzen schützen.
  • beschreiben ökologische Kreisläufe im Lebensraum Gewässer, indem sie
    • Nahrungsketten (z. B. Pflanze – Insekt – Kleintier – Raubvogel) erkennen.
    • Gewässer als Wasserreservoir verstehen.
    • sichtbare Verschmutzung beobachten und dokumentieren und zu nicht sichtbarer Verschmutzung Informationen einholen.
    • Folgen von Eingriffen in das Ökosystem für Pflanzen und Tiere beschreiben.
    • Maßnahmen zum Schutz der Gewässer beschreiben und daraus konkrete Verhaltensweisen für sich ableiten.
SlU 3.1.6 Den Lebensraum Boden erkunden
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Individuelle kompetenzorientierte Lernaktivitäten

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • erkunden und beschreiben die Beschaffenheit von Böden, indem sie
    • unterschiedliche Farbgebungen von Böden wahrnehmen.
    • unterschiedliche Beschaffenheiten, Temperaturen und Strukturen von Böden erspüren.
    • Tiere und Pflanzen in und auf dem Boden entdecken, beschreiben und benennen.
    • verschiedene Bodenproben (z. B. Sand, Lehm, Ton, Kies, Artenvielfalt) entnehmen und vergleichen.
  • erkunden und beschreiben den Nutzen und die Funktion von Böden, indem sie
    • Böden als Lebensgrundlage für Tiere (z. B. Insekten) und Pflanzen (z. B. Gras, Getreide) erkennen.
    • Funktionen verschiedener Böden (z. B. Filter, Puffer, Speicher für Wasser) unterscheiden.
    • Böden als Teil der Stoffkreisläufe verstehen.
    • schädliche Auswirkungen chemischer Stoffe auf die Fruchtbarkeit des Bodens beschreiben.
    • Überbauung von Böden und deren Folgen (z. B. Versiegelung, Erosion) reflektieren.
SlU 3.2.1 Wasser erkunden
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Individuelle kompetenzorientierte Lernaktivitäten

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • erleben Wasser, indem sie
    • ihre Hände in Wasser eintauchen und durch das Wasser bewegen und so die Feuchtigkeit, Kühle und den Wasserwiderstand spüren.
    • Wasser leicht erwärmen, die Hände eintauchen und die unterschiedlichen Temperaturen von Wasser spüren.
    • Wasser schütten und den Wasserstrahl und das Abtropfen einzelner Tropfen beobachten.
    • Wasser im Sonnenschein beobachten und das Glitzern und die Durchsichtigkeit von Wasser erleben.
  • führen Experimente zu den optischen Eigenschaften und zur Auftriebsfähigkeit von Wasser durch, indem sie
    • Gegenstände in Wasser legen, beobachten, dass diese durch das durchsichtige Wasser zu sehen sind, und die Durchsichtigkeit als Eigenschaft von Wasser beschreiben.
    • einen langen Gegenstand so in ein Wasser gefülltes Behältnis stellen, dass er noch herausragt, die optische Brechung des Gegenstands beobachten und diese als Eigenschaft von Wasser beschreiben.
    • sie verschiedene Gegenstände ins Wasser legen, beobachten, ob diese schwimmen oder sinken, und erkennen, dass Gegenstände mit Lufteinschlüssen vom Wasser durch dessen Auftriebskraft getragen werden.
  • führen Experimente zu den Aggregatszuständen von Wasser durch und beschreiben die Aggregatszustände und deren Veränderungen, indem sie
    • Wasser zu Eis gefrieren lassen, Eis schmelzen lassen, Wasser verdampfen lassen und Wasserdampf kondensieren lassen.
    • die Eigenschaften „fest“, „flüssig“ und „gasförmig“ den einzelnen Aggregatszuständen zuordnen.
    • die Wechsel der Aggregatszustände mit den Begriffen „schmelzen“, „verdampfen“, „kondensieren“ und „erstarren“ beschreiben.
    • Wasser mit einem Teilchenmodell (z. B. Stecksystem aus Kugeln und Stäben) beschreiben.
  • übertragen ihre Erkenntnisse zum Wechsel der Aggregatszustände von Wasser auf den Kreislauf des Wassers in der Natur, indem sie
    • den Weg des Wassers vom Regen über das Versickern im Boden, das Entspringen in einer Quelle bis zur Mündung eines Flusses ins Meer beschreiben und hierfür korrekte Bezeichnungen verwenden.
    • die Entstehung von Wolken und Niederschlag als Prozess der Verdunstung von Oberflächenwasser nachvollziehen.
    • den Kreislauf des Wassers z. B. anhand von Schaubildern beschreiben.
  • beschreiben Wasser als natürliche und schützenswerte Lebensgrundlage, indem sie
    • nachvollziehen, wie Trinkwasser ins Haus gelangt und als Brauch- oder Schmutzwasser wieder entsorgt wird.
    • die Wiederaufbereitung von Wasser in einer Kläranlage nachvollziehen.
    • sich über die Begrenztheit von weltweiten Wasserressourcen und über mögliche Wasserverschmutzungen informieren und die Folgen daraus für den Menschen und die Natur nachvollziehen.
    • Möglichkeiten beschreiben, Wasser sparsam zu verwenden und die Qualität von Wasser zu schützen.
    • Wasser als Möglichkeit zur Energieerzeugung in einem Wasserkraftwerk kennenlernen.
  • schützen sich vor möglichen Gefahren des Wassers, indem sie
    • heißes Wasser nur vorsichtig verwenden.
    • sich der Ertrinkungsgefahr bewusst sind und Sicherheitsmaßnahmen bei zugefrorenen Gewässern einhalten.
SlU 3.2.2 Luft erkunden
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Individuelle kompetenzorientierte Lernaktivitäten

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • erleben Luft, indem sie
    • sich die eigene Atmung bewusstmachen und hierzu z. B. eine Hand auf die eigene Brust legen und das Anheben und Senken des Brustkorbs spüren, den Atem kurz anhalten oder einen Wattebausch pusten.
    • Luftbewegungen, z. B. durch das Stehen im Wind, das Benutzen eines Fächers, spüren.
    • die Tragfähigkeit von Luft z. B. beim Drachensteigen erkennen.
    • die Erwärmung und Abkühlung von Luft spüren.
  • untersuchen und bestimmen verschiedene Eigenschaften von Luft, indem sie
    • feuchte, trockene, warme oder kühle Luft auf der Haut spüren.
    • z. B. beim Trocknen der Wäsche erkunden, dass Luft Feuchtigkeit enthält und aufnehmen kann.
    • erkunden, dass Luft komprimiert werden kann (z. B. Reifendruck).
  • beschreiben Luft als natürliche und schützenswerte Lebensgrundlage, indem sie
    • sich bewusstmachen, dass der Mensch Luft zum Atmen und Leben benötigt.
    • erfahren, dass verunreinigte Luft Menschen, Tiere, Pflanzen und Sachgüter belastet.
    • erkennen, dass Energiesparmaßnahmen zur Reinhaltung der Luft beitragen.
    • schädigende Folgen des Ozonlochs benennen und daraus Konsequenzen für ihr eigenes Handeln ableiten.
SlU 3.2.3 Sonne in ihrer Bedeutung für Mensch und Natur erkunden
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Individuelle kompetenzorientierte Lernaktivitäten

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • erleben und erkunden das Sonnenlicht und seine Eigenschaften, indem sie
    • die Wärme der Sonne auf der Haut spüren und deren Helligkeit bei geschlossenen Augen auf sich wirken lassen.
    • erkennen, dass durch das Sonnenlicht ein Schattenwurf entsteht.
    • das Sonnenlicht z. B. mithilfe von Linsen und Spiegeln bündeln und dadurch Strahlungsenergie in Wärmeenergie umwandeln.
    • mithilfe verschiedener Sonnenstände die Himmelsrichtungen bestimmen und die Begriffe Norden, Süden, Osten, Westen und deren Abkürzungen sachgerecht anwenden.
  • setzen sich mit der Entstehung von Tag und Nacht sowie den Jahreszeiten auseinander, indem sie
    • Dunkelheit und Helligkeit bewusst wahrnehmen.
    • die Bewegungen der Erde erkunden und mit der Entstehung von Tag und Nacht in Verbindung bringen.
    • die Bewegung der Erde um die Sonne sowie die Schrägstellung der Erdachse mit der Entstehung von Jahreszeiten in Verbindung bringen.
    • sich die Vorgänge in Modellen veranschaulichen.
  • erkunden die Sonne als Energielieferant , indem sie
    • mit Solarzellen Energie erzeugen.
    • Möglichkeiten der solaren Energiegewinnung in ihrer Umwelt entdecken und sich zu gewerblichen Formen der Stromgewinnung informieren.
  • erkennen und vermeiden durch die Sonne ausgehende Gefahren, indem sie
    • von Erfahrungen mit Sonnenbränden oder Sonnenstichen durch zu hohe Sonneneinstrahlung berichten.
    • geeignete Schutzmaßnahmen (z. B. Sonnencremes, Sonnenhut) beschreiben und anwenden.
SlU 3.2.4 Wetter erkunden
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Individuelle kompetenzorientierte Lernaktivitäten

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • erleben, beobachten und bestimmen verschiedene Temperaturen, indem sie
    • Temperaturunterschiede und Temperaturgleichheit (z. B. Kälte im Winter oder Auswirkungen des Schattens) erfühlen.
    • sachgerechte Bezeichnungen wie „wärmer“ oder „kälter“ anwenden.
    • verschiedene Formen der Temperaturmessung ausprobieren und Temperaturen auf verschiedenen Messgeräten ablesen.
    • die Einheit „Grad Celsius“ und °C als verkürzte Schreibweise bei der Temperaturmessung und für Temperaturangaben sachgerecht anwenden.
    • die Grenze zu erhöhter Temperatur und Fieber beim Menschen kennen.
  • erleben, beobachten und bestimmen verschiedene Erscheinungsformen des Wetters, indem sie
    • unterschiedliche Wolkenarten (z. B. Kumulus-, Schleier- oder Regenwolken) beobachten.
    • verschiedene Formen von Niederschlägen (z. B. Regen, Hagel, Schnee, Tau) unterscheiden und benennen.
    • Niederschlagsmengen durch Aufzeichnen des Wasserstands bestimmen und vergleichen.
    • einen Regenbogen in seiner Farbgebung erkennen und seine Entstehung beschreiben.
    • Windrichtungen und Windstärken (z. B. Windstille, Brise, Sturm) wahrnehmen und unterscheiden.
    • verschiedene Phänomene eines Gewitters (z. B. Donner, Blitz) beobachten.
    • Wetterveränderungen über einen längeren Zeitraum beobachten und z. B. in einer Wetterkarte dokumentieren.
  • nutzen ihr Wissen über Wettererscheinungen, um sich angemessen zu verhalten, indem sie
    • sich gemäß den Wetterverhältnissen kleiden.
    • sich bei bestimmten Wetterverhältnissen (z. B. Gewitter, Eisglätte) gefahrenbewusst verhalten.
    • Fachbegriffe bei Wettervorhersagen verstehen und Wetterberichte z. B. in der Zeitung, im Radio, im Fernsehen, im Internet nutzen, um sich auf das Wetter einstellen zu können.
SlU 3.3.1 Naturwissenschaftlich arbeiten
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Individuelle kompetenzorientierte Lernaktivitäten

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • arbeiten nach naturwissenschaftlichen Kriterien, indem sie
    • ihre Aufmerksamkeit gezielt auf eine Handlung, ein Alltagsphänomen oder ein Experiment richten.
    • einfache Fragestellungen formulieren und Vermutungen anstellen.
    • Alltagsphänomene unter naturwissenschaftlichen Fragestellungen beobachten, untersuchen und vergleichen.
    • einfache Versuche nach konkreter Anleitung durchführen.
    • Ergebnisse von Versuchen auswerten und wiedergeben.
    • aus einfachen Texten Informationen zu bestimmten Fragestellungen entnehmen.
    • Antworten auf gezielte Fragestellungen formulieren.
    • das Prinzip eines Modells verstehen und Modelle zur Veranschaulichung naturwissenschaftlicher Sachverhalte nutzen.
  • schützen sich bei naturwissenschaftlichen Arbeiten, indem sie
    • einfache und anspruchsvolle Geräte (z. B. Becherlupe, Mikroskop) und Materialien (z. B. Wasser, Zwiebelhaut) für Versuche nach Anleitung verwenden und mit diesen sachgerecht umgehen.
    • sich über Gefahrstoffkennzeichnungen informieren.
    • Laborregeln und Sicherheitshinweise einhalten.
SlU 3.3.2 Stoffe erkunden
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Individuelle kompetenzorientierte Lernaktivitäten

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • erfahren, erkunden und dokumentieren unterschiedliche Zustandsformen von Materie, indem sie
    • z. B eine Kugel drücken und mit dem Begriff „fest“ verbinden, Wasser schütten und mit dem Begriff „flüssig“ verbinden oder Nebel auf der Haut spüren und mit dem Begriff „gasförmig“ verbinden.
    • feste, flüssige und gasförmige Stoffe suchen, klassifizieren und untersuchen.
    • mit den verschiedenen Aggregatzuständen von Wasser experimentieren (z. B. feste Eiswürfel in die Hand nehmen, sie in der Hand oder einem Schälchen schmelzen und zu Wasserdampf verdampfen).
    • die Aggregatzustände von Wasser benennen und beschreiben.
    • Prozesse beim Wechsel von einem Aggregatzustand in den anderen mit einfachen Worten oder Fachbegriffen („schmelzen“, „verdunsten“, „kondensieren“, „erstarren“) beschreiben.
    • mithilfe eines Teilchenmodells die charakteristischen Aggregatzustände ausgewählter Stoffe bei Zimmertemperatur darstellen und sich z. B. selbst als Teilchen darstellen, sich als solche an den Händen halten und entweder starr stehen, sich bewegen oder voneinander abreißen.
  • experimentieren mit ausgewählten Stoffen, indem sie
    • Stoffe hinsichtlich allgemeiner Eigenschaften (z. B. Oberflächenbeschaffenheit, Konsistenz, Temperatur) untersuchen.
    • Stoffe hinsichtlich physikalischer Eigenschaften (z. B. Metalle hinsichtlich Aussehen, Biegsamkeit, Magnetismus, Wärmeleitfähigkeit) untersuchen.
    • Ergebnisse ihrer Untersuchungen in verschiedenen Formen (z. B. Fotos, Steckbrief) festhalten und mit eigenen Worten oder Fachbegriffen beschreiben.
    • Stoffe zu Stoffgemischen mischen (z. B. Wasser und Sand zu eine Suspension oder Wasser und Salz zu einer Lösung).
    • ausgewählte Stoffgemische experimentell trennen (z. B. durch Auslesen: Kiesel aus Sand, durch Filtrieren: Sand aus Wasser, durch Verdampfen: Salz aus Wasser, Magnettrennen: Magnetspäne aus Sand).
    • Müll als Stoffgemisch beschreiben und erklären, wie man mit Trennverfahren Wertstoffe isolieren kann, um sie anschließend wiederzuverwerten.
  • untersuchen, unterscheiden und sortieren Müll, indem sie
    • beobachten, was Menschen wegwerfen, und Orte entdecken, an welchen Menschen Dinge wegwerfen.
    • Müll in Materialgruppen (z. B. Papier, Kartonagen, Glas, Kunststoffe, Alu/Weißblech, Verbundstoffe, organischer Abfall, chemischer Abfall) gliedern.
  • informieren sich über eine fachgerechte Müllentsorgung und entsorgen Müll fachgerecht, indem sie
    • beschreiben, in welchen Situationen Müll umweltschädigend sein kann.
    • Müll in dafür vorgesehene Behälter sortieren und an Containerinseln oder am Wertstoffhof sachgerecht entsorgen.
    • den Prozess der Verrottung von Biomüll nachvollziehen.
    • den Weg des Restmülls (z. B. Müllabfuhr, Mülldeponie, Müllheizkraftwerk) nachvollziehen.
    • die Notwendigkeit für spezielle Annahmestellen für Sondermüll nachvollziehen.
  • suchen Möglichkeiten der Müllvermeidung und des Recyclings und wenden diese an, indem sie
    • Funktionen von Verpackungen unterscheiden und Verpackungen vergleichen.
    • Abfallmengen aus verpackungsreichem und verpackungsarmem Einkauf vergleichen.
    • beim Einkauf abfallsparende Verpackungen bevorzugen und wiederverwendbare Taschen verwenden.
    • die Einsicht gewinnen, Gegenstände und Geräte instand zu halten und zu reparieren sowie nicht mehr benötigte Dinge zu verschenken, anstatt sie wegzuwerfen.
    • ein Bewusstsein dafür entwickeln, auch gebrauchte Dinge erwerben zu können.
    • Abfälle als Rohstoffe für neue Produkte erkennen und den Weg eines Recyclingprodukts nachvollziehen.
Alltagskompetenzen Alltagskompetenzen
SlU 3.3.3 Wärme erkunden
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Individuelle kompetenzorientierte Lernaktivitäten

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • erkunden Voraussetzungen für den Verbrennungsvorgang und begründen daraus Löschmethoden, indem sie
    • Kerzen- oder Feuerschein wahrnehmen.
    • die Verbrennung von Stoffen z. B. bei Kerzen- oder Lagerfeuer miterleben.
    • frei werdende Wärme bei der Verbrennung wahrnehmen.
    • brennbare und nicht brennbare Materialien unterscheiden.
    • Voraussetzung für die Entstehung und Aufrechterhaltung von Feuer (Brennstoff, Sauerstoff, Zündtemperatur) erkunden, beschreiben und daraus Löschmethoden ableiten.
    • Wärmeleitfähigkeit (z. B. Kochplatte) und Ausdehnung verschiedener Stoffe bei Wärme (z. B. das Springen von Glas) vergleichen und daraus Handlungsweisen für den Alltag ableiten (z. B. kein Einfüllen von kochendem Wasser in ein Glas).
  • erkennen und vermeiden Gefahren des Feuers, indem sie
    • verschiedene Gefahrensituationen einschätzen und beschreiben.
    • im Umgang mit Feuer Erwachsene zu Hilfe holen.
    • sich im Brandfall gefahrenbewusst verhalten und z. B. Erwachsene zu Hilfe holen, Feuermelder bedienen, Feuerwehr benachrichtigen, ein Gebäude auf dem Fluchtweg verlassen.
SlU 3.3.4 Elektrizität und Magnetismus
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Individuelle kompetenzorientierte Lernaktivitäten

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • beobachten, untersuchen und benennen verschiedene Formen von Elektrizität, indem sie
    • durch An- und Ausschalten elektrischer Geräte Strom als Energiequelle erfahren.
    • die Wirkung von statischer Elektrizität (z. B. aufgeladene Haare nach dem Ausziehen eines synthetischen Pullovers) erleben und damit experimentieren.
    • einfache Stromkreise bauen, die einzelnen Teile mit Fachbegriffen (z. B. „Kabel“, „Lämpchen“, „Schalter“, „Leiter“) benennen und das Fließen bzw. Nicht-Fließen von Strom mithilfe eines Lämpchens beobachten.
    • mithilfe eines Modells (z. B. Kügelchen, die durch ein Rohr rollen) beschreiben, welche Vorgänge in einem Stromkreis ablaufen.
    • Schaltpläne für Stromkreise zeichnen und einfache Stromkreise nach Schaltplänen bauen.
    • Stoffe auf ihre elektrische Leitfähigkeit untersuchen.
    • Strom mit Solarzellen erzeugen.
  • erkennen und vermeiden Gefahren im Umgang mit Elektrizität, indem sie
    • Gefahren elektrischer Ladungen (z. B. Stromschlag) einschätzen.
    • Sicherheitsregeln für den Umgang mit Elektrizität und elektronischen Geräten im Alltag einhalten.
  • beschreiben verschiedene Möglichkeiten der Stromerzeugung, indem sie
    • ein Müllheizkraftwerk besuchen und die Abläufe nachvollziehen.
    • Vorgänge in Kohle- oder Gaskraftwerken in groben Zügen nachvollziehen.
    • Vorgänge bei der Energiegewinnung durch Wind und Sonne in groben Zügen nachvollziehen.
    • zwischen fossiler und regenerativer Stromerzeugung unterscheiden und Vor- und Nachteile reflektieren.
  • beobachten, untersuchen und benennen verschiedene Funktionen von Magnetismus, indem sie
    • Eigenschaften wie Anziehungskraft und Abstoßung von Dauermagneten erleben.
    • untersuchen, welche Materialien von Magneten angezogen werden.
    • magnetische Wirkweisen im Alltag nutzen (z. B. Aufheben einer Nadel mit einem Magneten).
SlU 3.3.5 Mechanische Erscheinungen erkunden
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Individuelle kompetenzorientierte Lernaktivitäten

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • erkunden und beschreiben Veränderungen durch Kräfte, indem sie
    • z. B. Formveränderungen durch eigene Kraft hervorrufen (z. B. Verformen von Knete) und erkennen, dass hierbei Kräfte wirken.
    • z. B. Lageveränderungen hervorrufen (z. B. Buch über den Tisch schieben) und erkennen, dass hierbei Kräfte wirken.
  • erkunden und beschreiben Auftriebskräfte des Wassers, indem sie
    • die Auftriebsfähigkeit verschiedener Materialien in Experimenten untersuchen und ihre Ergebnisse dokumentieren.
    • das Verhalten von Gasen im Wasser beobachten und beschreiben.
  • erkunden und beschreiben die Eigenschaften der Trägheit, indem sie
    • die Trägheit in verschiedenen Alltagssituationen (z. B. Abbremsen des Busses) wahrnehmen und als Krafteinwirkung verstehen.
    • Versuche zur Trägheit von Körpern ausführen, beobachten und dokumentieren.
    • ihr Wissen im Alltag nutzen (z. B. Festhalten bei Bremsvorgängen).
  • erkunden und beschreiben die Wirkung von Reibungskräften, indem sie
    • Reibung als Krafteinwirkung verstehen (z. B. Schieben der Handfläche über einen rauen Teppich).
    • die Wärmeentwicklung bei Reibung wahrnehmen.
    • Einflussfaktoren und Wirkungen von Reibung (z. B. Bremsvorgang) beschreiben.
    • die gewonnen Erkenntnisse im Alltag nutzen (z. B. frühzeitiges Bremsen mit dem Fahrrad auf nassem Untergrund).
  • erkunden und beschreiben Hebelwirkung, indem sie
    • mit Hebelwirkung experimentieren und den Kraftaufwand bei unterschiedlichen Hebeln (z. B. langer und kurzer Flaschenöffner) vergleichen.
SlU 3.3.6 Optische Erscheinungen erkunden
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Individuelle kompetenzorientierte Lernaktivitäten

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • beobachten, erkunden und beschreiben verschiedene Erscheinungsformen von Licht, indem sie
    • Licht verschiedener Lichtquellen (z. B. Kerze, Sonne, LED-Leuchten, Glühbirne) wahrnehmen.
    • natürliche und künstliche Lichtquellen unterscheiden.
    • Streuung und Reflexion des Lichts erkunden und sich mit der Entstehung von Schatten auseinandersetzen.
    • Bedeutung der Reflexion von Licht für den Alltag (z. B. im Straßenverkehr) erkunden.
    • Lichtbrechungen (z. B. im Wasser) beobachten und diese mit eigenen Worten beschreiben.
    • weißes Licht z. B. mithilfe eines Prismas in seine Spektralfarben zerlegen und diese benennen.
    • die Entstehung von Farbe durch Absorption und Reflexion der Spektralfarben in groben Zügen und mithilfe einfacher Darstellungen beschreiben.
SlU 3.3.7 Akustische Erscheinungen erkunden
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Individuelle kompetenzorientierte Lernaktivitäten

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • erkunden Schall, indem sie
    • Schwingungen spüren und Schall z. B. am Kehlkopf, auf der Sitztrommel, oder im Klangwasserbett wahrnehmen.
    • Töne erzeugen, die verschiedene Materialien zum Schwingen bringen.
    • die Ausbreitung von Schall von seiner Entstehung bis zum Geräusch erkunden.
    • das Ohr als Empfänger von Schallwellen verstehen.

SlU 4.1 Erleben von Zeit
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Individuelle kompetenzorientierte Lernaktivitäten

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • erleben und gestalten Zeitabläufe, indem sie
    • Zeitabschnitte durch den Wechsel unterschiedlicher Erlebnisqualitäten (z. B. Rhythmisierung von Zeit durch Veränderung der Körperlage, Veränderung von Sinneseindrücken oder verschiedene Sozialformen) erfahren.
    • den Tagesrhythmus durch immer wiederkehrende Situationen (z. B. Aufstehen, Mahlzeiten, Hygienemaßnahmen) erleben.
    • Phasen von Ruhe und Aktivität (z. B. Fantasiereise und Bewegungsspiel) im Wechsel erfahren.
    • zeitlich begrenzte Ereignisse (z. B. eine Spieluhr aufziehen, eine Toilettenspülung betätigen) auslösen.
    • zeitlich vorgegebene Reihenfolgen (z. B. erst Hände waschen und dann essen) einhalten.
    • Handlungsschritte planen und diese z. B. beim Händewaschen, im Werkunterricht oder beim Kochen sprachlich begleiten.
    • eine Reihenfolge selbst festlegen und diese ausführen (z. B. zuerst ein Wurst- und dann ein Käsebrot essen, zuerst die Mathematik- und dann die Deutschaufgabe erledigen).
    • die Bilder einer Bildergeschichte in eine sachlogische Reihenfolge bringen.
    • über vergangene Erlebnisse berichten und dabei die zeitliche Reihenfolge berücksichtigen.
  • erleben und gestalten Zeiträume, indem sie
    • den Ablauf in sich geschlossener Tätigkeiten und Situationen (z. B. das Glas ganz austrinken oder ein Musikstück bis zum Ende anhören) erleben.
    • Zeitspannen der Aktivität (z. B. Bewegungspause, Fußballspiel) und des Wartens (z. B. bis alle am Tisch sitzen, bis alle angezogen sind) erfahren.
    • auf Signale für Anfang und Ende einer Zeitspanne (z. B. Pausenklingel, Aufräumsignal) reagieren.
    • die Zeitbegriffe „lang“ und „kurz“ langen und kurzen Ereignissen zuordnen und sie sachgerecht verwenden.
    • Aktivitäten (z. B. Pausenspiele, Ausflüge) planen, durchführen und dabei Zeiträume (z. B. für den Weg zum Bus) berücksichtigen.
    • akzeptieren, dass zukünftige Ereignisse häufig unvorhersehbar sind (z. B. durch Wetterwechsel, Krankheiten).
  • erleben und gestalten Geschwindigkeit, indem sie
    • unterschiedliche Geschwindigkeiten bzw. Beschleunigungen wahrnehmen (z. B. beim durchs Wasser bewegt werden, auf einem Karussell drehen).
    • auf langsame oder schnelle Rhythmen oder Musik reagieren, sich dazu bewegen oder malen.
    • eigenes und fremdes Tempo z. B. beim gemeinsamen Essen, bei Unterrichtsgängen, beim Mannschaftssport und im Straßenverkehr reflektieren.
    • die eigene Geschwindigkeit den äußeren Gegebenheiten anpassen und z. B. vor dem Fußgängerüberweg langsam Rad fahren oder mit einer vollen Tasse in der Hand langsam gehen.
    • den Zusammenhang von Geschwindigkeit und Zeit berücksichtigen und so z. B. schneller arbeiten, um länger spielen zu können.
    • die Notwendigkeit eines gemeinsamen Tempos z. B. beim gemeinsamen Musizieren erleben.
    • die Zeitbegriffe „schnell“ und „langsam“ schnellen und langsamen Ereignissen zuordnen und sie sachgerecht verwenden.

SlU 4.2 Orientierung in der Zeit
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Individuelle kompetenzorientierte Lernaktivitäten

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • orientieren sich im Tagesablauf, indem sie
    • Tag und Nacht anhand von Aktivitäten, Ruhephasen, Helligkeit und Gestirnen unterscheiden.
    • die Struktur des Tagesablaufes wahrnehmen und sich an gleichbleibenden Ereignissen im Tagesablauf (z. B. Frühstück zu Hause, Busfahrt in die Schule, Schulzeit) orientieren.
    • die Struktur des Schultages durch Ortswechsel (z. B. Morgenkreis im Stuhlkreis, Sportunterricht in der Turnhalle, Werkunterricht im Werkraum) wahrnehmen.
    • den Tagesablauf antizipieren (z. B. Tagesregal mit Bezugsobjekten, Stundenplan mit Bildern oder Symbolen).
    • feststehende und variable Faktoren des Tagesablaufs unterscheiden.
    • die Begriffe „zuerst – später“, „vorher – nachher“, „zuerst – dann – danach“ einer Abfolge von Ereignissen (z. B. zuerst ist der Teller voll, dann esse ich, danach ist der Teller leer) zuordnen und sie sachgerecht verwenden.
    • Zeitbegriffe wie „Morgen“, „Vormittag“, „Mittag“, „Nachmittag“, „Abend“ und „Nacht“ zutreffend verwenden.
    • den Zeitbegriffen typische Tätigkeiten und umgekehrt den Tätigkeiten entsprechende Zeitbegriffe zu ordnen (z. B. Aufstehen am Morgen, Schule am Vormittag, Essen am Mittag, Schlafen in der Nacht).
  • orientieren sich im Wochenverlauf, indem sie
    • den Wochenverlauf mit spezifischen Aktivitäten bewusst erleben (z. B. Montag – Schwimmunterricht, Samstag und Sonntag – Wochenende).
    • Werktage und Wochenende anhand von Tagesabläufen, Freizeitaktivitäten oder Ladenöffnungszeiten unterscheiden.
    • die zyklische Struktur der Woche durch einen Rückblick auf die letzte Woche oder einen Ausblick auf die nächste erkennen.
    • den aktuellen Wochentag mithilfe von Objekten, Symbolen, Namen oder Gebärden benennen.
    • die Wochentage der Reihe nach aufzählen und den vorherigen und nachfolgenden Tag benennen.
    • Zeitbegriffe im Zusammenhang mit den Wochentagen (z. B. „Heute ist Montag. Übermorgen ist Mittwoch.“) verwenden.
    • den Wochenablauf antizipieren und sich so z. B. auf den morgigen Wandertag freuen oder am Freitag das Schwimmzeug mitbringen.
    • Zeitbegriffe wie „bald“ und „morgen“ sachgerecht verwenden.
    • wöchentlich wiederkehrende Aufgaben (z. B. den Gießdienst für die Pflanzen) durchführen.
    • selbständig nach einem Wochenplan arbeiten (z. B. sich vorgegebene Aufgaben einteilen und ausführen).
  • orientieren sich im Jahreslauf, indem sie
    • Jahreszeiten bewusst erleben (z. B. an Frühlingsblumen riechen, die Kälte im Winter wahrnehmen).
    • wiederkehrende Abläufe des Jahres (z. B. Feste, Naturphänomene) wahrnehmen und benennen.
    • die Jahreszeiten einzeln und in ihrer Abfolge z. B. anhand einer Jahresuhr benennen.
    • ein Kalenderjahr oder Schuljahr in einem Jahresbuch mit Bildern, Berichten, Andenken dokumentieren.
    • Ereignisse im Jahreslauf antizipieren (z. B. sich auf die nächste Klassenfahrt oder Ferien freuen).
    • den Monaten jahreszeitliche Besonderheiten zuordnen.
    • die Anzahl der Monate, ihre Namen und die Reihenfolge benennen.
    • im Kalender Monate, Wochen, Tage finden und zum Jahreswechsel einen neuen Kalender beginnen.
    • den Kalender zum Überblicken von Zeiträumen nutzen und z. B. die Tage bis zu den Ferien oder zum Geburtstag zählen.
    • einen Kalender selbst herstellen und dort Feiertag, Geburtstage, schulische Veranstaltungen und Ferien eintragen.
    • verschiedene Kalender (z. B. Tages-, Wochen-, Monats-, Jahres- und Mondkalender) benennen.
  • orientieren sich in größeren Zeiträumen, indem sie
    • Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft auf einer Zeitleiste darstellen.
    • Jahrzehnte oder Jahrhunderte auf einer Zeitleiste darstellen.
    • Gebrauchsgegenstände und Bilder den Jahrzehnten oder Jahrhunderten (z. B. Speichenrad aus Holz – Autoreifen aus Alu und Gummi, Bügeleisen aus Eisen – elektronisches Bügeleisen, Gemälde einer mittelalterlichen Marktszene – Foto des Mauerfalls) zuordnen.
  • orientieren sich in individuellen Lebensgeschichten, indem sie
    • Fotos und Erinnerungsstücke aus ihrer eigenen Lebensgeschichte oder anderen Lebensgeschichten betrachten und sie in die richtige Reihenfolge bringen (z. B. zuerst ich als Baby, dann im Kindergarten, dann in der Schule).
    • verschiedenen Zeiträumen des eigenen Lebens Jahreszahlen oder Zeitspannen zuordnen (z. B. „Drei Jahre war ich im Kindergarten.“, „Seit 2016 bin ich in der Schule.“).
    • die Gegenwart als Orientierungspunkt für Vergangenes und Zukünftiges nutzen (z. B. „Heute gehe ich in die Schule.“, „Vor acht Jahren war ich im Kindergarten.“, „Im nächsten Jahr komme ich in die Berufsschulstufe.“).
    • verschiedene Begriffe (z. B. „früher“, „jetzt“, „heute“, „dieses Jahr“, „demnächst“, „bald“, „nächsten Monat“) benutzen, um Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft sachgerecht auszudrücken.
    • persönliche Zukunftserwartungen z. B. bezüglich der Berufswahl oder der Partnerschaft formulieren.
SlU 4.3.1 Sich mit der Erdgeschichte auseinandersetzen
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Individuelle kompetenzorientierte Lernaktivitäten

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • vollziehen die Entstehung der Erde im Laufe vieler Millionen Jahre nach, indem sie
    • Überlegungen anstellen, wie die Erde entstanden sein könnte und wie alt sie ist.
    • sich in Anlehnung an die Erdentstehung z. B. zuerst im dunklen Zimmer befinden, einen heller Blitz wahrnehmen, sich dynamisch durch den Raum bewegen, aneinander festhalten, Wassertropfen spüren und schließlich starr stehen.
    • Modelle und Bilder, die die Entwicklung der Erde von einer Gas- und Staubwolke bis zu einem Planeten mit fester Erdkruste darstellen, betrachten.
    • anhand einer Zeitleiste, die z. B. abgeschritten werden kann, nachvollziehen, wie lange die Zeit der Erdentstehung schon her ist.
    • in groben Zügen die Entwicklung vom Einzeller bis zum Menschen (z. B. Gestaltung eines Schaukastens mit aus Ton geformten Tieren und Menschen) nachvollziehen.
    • Orte aufsuchen, an denen Erdgeschichte sichtbar wird (z. B. Höhlen, Berge, Gletschermoränen, Meteoreinschläge).
    • Zeugnisse der Erdgeschichte (z. B. Versteinerungen, Dinosaurierfunde) benennen und auf Fotos, in Steinbrüchen und im Museum betrachten.
SlU 4.3.2 Sich mit der Alt- und Jungsteinzeit auseinandersetzen
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Individuelle kompetenzorientierte Lernaktivitäten

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • vollziehen die Lebensbedingungen der Menschen in der Alt- und Jungsteinzeit nach und beschreiben sie in Grundzügen, indem sie
    • die Lebensbedingungen (z. B. Bedeutung von Feuer) von Menschen in der Altsteinzeit als nomadisierende Jäger und Sammler nachvollziehen (z. B. Beeren sammeln, Kälte und Hitze erleben, Tierfelle riechen und spüren, Tiergeräusche wahrnehmen).
    • die Lebensbedingungen von Menschen in der Jungsteinzeit nachvollziehen und das sesshafte Leben als Ackerbauern und Viehzüchter in Rollenspielen nachspielen.
    • erklären die Entwicklung des Menschen vom Jäger und Sammler zum Ackerbauern und Viehzüchter, indem sie die Lebensbedingungen vergleichen.
    • stellen Gebrauchsgegenstände der Alt- und Jungsteinzeit selbst her (z. B. Kleidung, Schmuck, Steinzeitfeuerzeug, Steinaxt).
    • betrachten Kunst der Alt- und Jungsteinzeit und gestalten sie nach (z. B. Malen mit Kreisen wie bei Höhlenmalereien).
SlU 4.3.3 Sich mit der ägyptischen Hochkultur auseinandersetzen
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Individuelle kompetenzorientierte Lernaktivitäten

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • vollziehen die Lebensbedingungen der Menschen zur Zeit der ägyptischen Hochkultur nach und beschreiben sie in Grundzügen, indem sie
    • Gegenstände, die mit der ägyptischen Hochkultur in Verbindung gebracht werden können, mit verschiedenen Sinnen wahrnehmen (z. B. Papyrus spüren, frischen Ton riechen, glänzende Metalle oder blaue Steine betrachten).
    • das Leben und die Aufgaben des Pharaos als König und Göttersohn beschreiben und ihre Erkenntnisse in Rollenspielen umsetzen.
    • die altägyptische Gesellschaftsstruktur aus Pharao, Priestern, Beamten, Arbeitern beschreiben, die Lebensbedingungen der verschiedenen Gesellschaftsschichten vergleichen und Szenen aus deren Leben in Rollenspielen nachspielen.
    • den Totenkult, den Bau von Pyramiden und die Götterverehrung nachvollziehen und beschreiben.
    • die Bedeutung des Nils für das Leben in der ägyptischen Hochkultur beschreiben.
    • ägyptische Keilschrift und Hieroglyphen betrachten und sie nachgestalten.
    • Kunst und Musik der ägyptischen Hochkultur analysieren und sie nach gestalten.
SlU 4.3.4 Sich mit der griechischen Antike auseinandersetzen
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Individuelle kompetenzorientierte Lernaktivitäten

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • vollziehen die Lebensbedingungen der Menschen zur Zeit der griechischen Antike nach und beschreiben sie in Grundzügen, indem sie
    • z. B. erleben, wie sie in eine Tunika gewickelt werden oder diese selber anlegen und sich damit bewegen.
    • das Alltagsleben als Bürger, Frau, Kind, Sklave oder Fremder in der griechischen Antike nachvollziehen und ihre Erkenntnisse in Rollenspielen umsetzen.
    • die Kleidung von Bürgern, reichen Frauen, Sklaven und Sklavinnen beschreiben und sich wie die Menschen in der griechischen Antike kleiden.
    • sich über die griechische Schrift und ihre Rolle bei der Entstehung unserer heutigen Schrift informieren und sie nachschreiben.
    • sich über die Olympischen Spiele in der griechischen Antike informieren und sie Sportspiele daran angelehnt nachgestalten.
    • Kunst und Musik der griechischen Antike analysieren und sie nachgestalten (z. B. Herstellen von Masken und Spielen eines griechisches Theaterstücks).
    • griechische Sagen von Helden und Göttern hören und zwischen den Sagen und dem tatsächlichen Leben in der griechischen Antike unterscheiden.
    • die Anfänge der Demokratie beschreiben und sie mit anderen Herrschaftsformen und heutigen Demokratien vergleichen, wobei sie z. B. ein antikes Scherbengericht nachspielen und reflektieren.
SlU 4.3.5 Sich mit dem Römischen Reich auseinandersetzen
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Individuelle kompetenzorientierte Lernaktivitäten

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • vollziehen die Lebensbedingungen der Menschen zur Zeit des Römischen Reichs nach und beschreiben sie in Grundzügen, indem sie
    • Geschichten zuhören, die das Leben von Kindern zur Zeit des Römischen Reichs beschreiben.
    • Gegenstände, die im Alltag üblich waren, mit verschiedenen Sinnen wahrnehmen (z. B. Tonschale spüren, Ollämpchen sehen und riechen).
    • das Alltagsleben von Sklaven und Freien wie Bauern, Händlern, Handwerkern und Adligen z. B. zur Zeit des Kaiser Augustus mit Forum, Thermen, Theater und Wagenrennen beschreiben und ihre Erkenntnisse in Rollenspielen umsetzen.
    • das Schreiben mit Griffeln auf Wachstafeln oder mit Schreibfedern aus Schilfrohr auf Pergament erproben.
    • verschiedene römische Wohn- und Bauformen wie Insula, Villa, Collosseum und Forum Romanum beschreiben.
    • bedeutende Erfindungen und bauliche Leistungen aus der Zeit des Römischen Reichs wie Aquädukte, Thermen, Heizungen, Latrinen, Viadukte und Heerführung beschreiben.
    • Kunst und Musik des Römischen Reichs betrachten und sie ggf. nachgestalten (z. B. Mosaike).
    • die Rolle des Senats in der Römischen Republik mit der Herrschaftsform des Kaiser Augustus vergleichen und in Rollenspielen Entscheidungsfindungen nachspielen und reflektieren.
  • beschreiben die Entstehung, Ausbreitung und den Zerfall des Römischen Reichs, indem sie
    • die Sage von Romulus und Remus und der Entstehung Roms hören und zwischen der Sage und der tatsächlichen Entstehung Roms unterscheiden.
    • die geographische Ausdehnung nachvollziehen und die Begriffe „Stadtstaat“, „Landmacht“, „Seemacht“ und „Weltmacht“ fachgerecht verwenden.
    • die Bedeutung des Straßenbaus für die Ausbreitung des Römischen Reichs (z. B. zügige Truppenbewegungen, erstes Postwesen, florierender Handel) beschreiben und z. B. den Aufbau einer Straße nachbauen.
    • Spuren römischen Lebens in ihrer näheren Umgebung (z. B. Limes, Porta praetoria in Regensburg, Archäologischer Park Cambodunum in Kempten, Reste von Straßen, Kirchen, die auf römischen Mauern erbaut wurden) erkunden.
    • sich anhand von Karten die Größe des Herrschaftsgebiets bewusstmachen, damit einhergehende Probleme reflektieren und den Zerfall des römischen Weltreichs in Ost- und Westreich nachvollziehen.
    • die Völkerwanderungen und ihre Konsequenzen für Europa und den Mittelmeerraum nachvollziehen (z. B. mit Figuren, die über eine Weltkarte laufen und ggf. kämpfen).
  • beschreiben die Entwicklung des Christentums und des Islams aus historischer Sicht, indem sie
    • das Leben Jesu von Nazareth unter Berücksichtigung der römischen Besatzung und die Entwicklung des Christentums von einer verfolgten Religion zur Staatsreligion im Römischen Reich nachvollziehen.
    • sich über das Leben von Mohammed und die Entwicklung des Islam informieren.
SlU 4.3.6 Sich mit dem Mittelalter auseinandersetzen
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Individuelle kompetenzorientierte Lernaktivitäten

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • vollziehen die Lebensbedingungen der Menschen im Mittelalter nach und beschreiben sie in Grundzügen, indem sie
    • den Übergang von der Völkerwanderung zur Herrschaft von Karl dem Großen (z. B. Sesshaftwerden der Gruppierungen, Entstehung erster Dörfer und Städte, Zusammenschluss neuer Herrschaftsgebiete) nachvollziehen.
    • alltägliche Arbeit im Mittelalter mit verschiedenen Sinnen nachvollziehen (z. B. das Schmieden von Eisen hören und riechen; feuchten Lehm für das Auskleiden von Fachwerk spüren und riechen, gebratenes Fleisch riechen).
    • das Alltagsleben von Menschen z. B. im Hochmittelalter auf dem Land und in der Stadt als unfreie und freie Bauern, Handwerker oder Kaufleute nachvollziehen und ihre Erkenntnisse in Rollenspielen umsetzen.
    • den Aufbau des Ständesystems in Klerus, Adel, Bürger und Bauern nachvollziehen und deren jeweilige Aufgaben beschreiben.
    • die Abhängigkeiten zwischen Lehnsherren und Lehnsnehmern im mittelalterlichen Feudalsystem beschreiben.
    • sich über das Leben auf einer mittelalterlichen Burg informieren und ihre Erkenntnisse in Rollenspielen (z. B. Ritterturnier mit Festessen) umsetzen.
    • sich über das Leben im mittelalterlichen Kloster informieren und ihre Erkenntnisse in Rollenspielen umsetzen.
    • mittelalterliche Kunst betrachten und z. B. Schmuckbuchstaben gestalten.
    • mittelalterliche Musik (z. B. Minnegesänge, Carmina Burana) anhören und mittelalterliche Instrumente betrachten und ausprobieren.
    • mittelalterliche Architektur von Stadtmauern, Bürgerhäusern, romanischen und gotischen Kirchen betrachten, beschreiben oder zeichnen.
    • den Aufbau einer Stadt und deren Bedeutung für das Leben im Mittelalter beschreiben.
    • Spuren des Mittelalters in ihrer näheren Umgebung (z. B. Stadtmauern oder Burgen) erkunden.
    • sich über die Pest, ihre Auswirkungen und die medizinische Versorgung im Mittelalter informieren.
    • sich über Motivationen für die Kreuzzüge und deren Auswirkungen auf das Leben der Menschen in Europa und im Nahen Osten informieren.
    • medizinische, technische und kulturelle Errungenschaften der arabischen Kultur (z. B. medizinische Heilbücher, Sternkunde) benennen.
    • die Erfindung des Buchdrucks durch Gutenberg nachvollziehen und z. B. einen Text in einer Druckwerkstatt gestalten.
SlU 4.3.7 Sich mit der Neuzeit auseinandersetzen
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Individuelle kompetenzorientierte Lernaktivitäten

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • vollziehen die „Entdeckung“ Amerikas durch Christoph Kolumbus 1492 nach und beschreiben deren Auswirkung auf das bestehende Menschen- und Weltbild, indem sie
    • Weltkarten von vor und nach der Entdeckung des amerikanischen Kontinents vergleichen.
    • das Leben der süd- und nordamerikanischen Kulturen vor der Ankunft der Europäer beschreiben.
    • die Eroberungen des amerikanischen Kontinents aus Sicht der amerikanischen Ureinwohner und aus Sicht der Europäer betrachten und diese Perspektiven vergleichen.
  • beschreiben die aus den Thesen Luthers resultierende Kirchenspaltung und Entstehung der zwei christlichen Konfessionen und bringen sie mit ihrem eigenen Leben in Verbindung (z. B. der eigenen Konfessionszugehörigkeit oder der Konfessionslosigkeit), indem sie
    • sich über das Leben Martin Luthers informieren.
    • beschreiben, welche Kritikpunkte Luther an der christlichen Kirche hatte und welche Veränderungen er vorschlug.
    • in groben Zügen den Dreißigjährigen Krieg als Religionskrieg und in altersangemessenen Auszügen dessen Auswirkungen auf das Leben der Menschen in Europa zu dieser Zeit nachvollziehen.
    • barocke Kunst und Musik betrachten, barocke Baudenkmäler erkunden und die Stilrichtung als Ausdruck der Gegenreformation verstehen.
  • beschreiben die Ursachen und politischen Auswirkungen der Französischen Revolution, indem sie
    • das Leben am Hof Ludwigs XIV. beschreiben und dies mit den Lebensverhältnissen der einfachen Bürger vergleichen.
    • in Rollenspielen beide Lebensformen nachspielen und die entstandenen Emotionen vergleichen.
    • die Ereignisse des Sturms auf die Bastille von 1789 und deren politische Auswirkungen in groben Grundzügen nachvollziehen.
  • vollziehen die Lebensbedingungen der Menschen zur Zeit der industriellen Revolution nach und beschreiben sie in Grundzügen, indem sie
    • die Funktionsweise einer Dampfmaschine mit verschiedenen Sinnen wahrnehmen (z. B. die Wärme spüren, den Dampf hören, das Arbeiten der Kolben sehen).
    • sich über die Funktionsweise einer Dampfmaschine informieren und deren Bedeutung für die industrielle Revolution nachvollziehen.
    • Tätigkeiten (z. B. Nähen) in Handarbeit und mit einer Maschine im Vergleich ausführen und eine mögliche Zeitersparnis erkennen.
    • die gewonnenen Erkenntnisse mit der Entwicklung der Arbeitslosenzahlen zur Zeit der industriellen Revolution in Zusammenhang bringen.
    • sich über die problematischen Lebenssituationen der Arbeiterschaft informieren und ihre Erkenntnisse in Rollenspielen umsetzen.
    • sich über die Gründung des Deutschen Kaiserreichs von 1871 und das Leben von Kaiser Wilhelm I. informieren.
SlU 4.3.8 Sich mit dem Imperialismus und dem Ersten Weltkrieg auseinandersetzen
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Individuelle kompetenzorientierte Lernaktivitäten

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • beschreiben die Ursachen (europäische Mächterivalitäten und imperialistischer Wettlauf) und den Auslöser (Attentat von Sarajevo) für den Beginn des Ersten Weltkriegs in groben Zügen, indem sie
    • sich über die Kolonialisierungsbestrebungen der europäischen Staaten und über das Leben in den Kolonien (z. B. in Afrika) informieren.
    • Gründe und Folgen eines gegenseitigen Wettrüstens nachvollziehen (z. B. Identifikation mit verschiedenen europäischen Mächten und Nachstellung verschiedener Bündnissituationen in einem Rollenspiel) und ihre Erkenntnisse auf heutige politische Situationen übertragen.
    • erschließen, welche Konsequenzen einzelne europäische Staaten nach dem Attentat von Sarajevo zogen (z. B. Kriegserklärung, Bündnisgarantien).
  • beschreiben Merkmale des Ersten Weltkriegs, indem sie
    • Gründe für die Kriegsbegeisterung vieler Menschen in Europa kritisch reflektieren.
    • sich anhand von Bildern, Berichten und Filmausschnitten zum Stellungskrieg und zur zunehmenden Technisierung (z. B. Einsatz von Panzern, chemischen Waffen) informieren.
    • über das Leben von Soldaten in Kriegsgefangenschaft informieren.
    • das Leben und Leiden der Soldaten reflektieren.
  • setzten sich mit den Auswirkungen des Ersten Weltkriegs auf den Alltag der Zivilbevölkerung in Europa auseinander, indem sie
    • den durch die Kriegshandlungen entstandenen Mangel an Gütern des täglichen Bedarfs nachvollziehen.
    • das Leben der Kinder in Auszügen (z. B. Kinderspiele, Schulsituation) nachvollziehen.
    • sich über Verbrechen an der Zivilbevölkerung, die an der Kriegsfront begangen wurden, in altersangemessener Weise informieren.
    • Zeitzeugnisse in ihrer Heimatstadt oder –gemeinde aufgrund des Ersten Weltkriegs (z. B. Denkmäler für Gefallene) erkunden.
SlU 4.3.9 Sich mit der Weimarer Republik, dem Nationalsozialismus und dem Zweiten Weltkrieg auseinandersetzen
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Individuelle kompetenzorientierte Lernaktivitäten

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • vollziehen die Lebensbedingungen der Menschen zur Zeit der Weimarer Republik nach und beschreiben sie in Grundzügen, indem sie
    • die Lebensbedingungen von kriegsversehrten oder arbeitslosen Männern und deren Folgen für deren Familie nachvollziehen.
    • die Auswirkungen der Nahrungsmittelknappheit auf die Bevölkerung nachvollziehen.
    • den Aufbruch in die kulturelle Moderne und die Zunahme der Motorisierung nachvollziehen.
  • beschreiben den Aufstieg der NSDAP bis zur Machtübertragung, indem sie
    • die zerrissene Parteienlandschaft der Weimarer Republik in Grundzügen nachvollziehen (z. B. Rollenspiel einer Parlamentssitzung).
    • die Auswirkungen des Versailler Vertrags und der Weltwirtschaftskrise auf die deutsche Bevölkerung nachvollziehen.
    • die politische Unzufriedenheit von Bevölkerungsgruppen mit der Weimarer Republik nachvollziehen.
    • die Empfänglichkeit einzelner Bevölkerungsgruppen für politische Propaganda der extremen Parteien nachvollziehen.
    • die zunehmende Gewaltbereitschaft von Parteimitgliedern und Bürgern kritisch reflektieren.
    • die Ernennung Hitlers zum Reichskanzler als Ende der Weimarer Republik und als Beginn der NS-Diktatur beschreiben.
    • die politischen Veränderungen des NS-Regimes (z. B. NS-Rassenideal, Notverordnung, NS-Organisationen wie HJ, Pogrome) und deren Auswirkungen für die Bevölkerung kritisch reflektieren.
  • beschreiben den Beginn, den Verlauf und das Ende des Zweiten Weltkriegs und dessen Auswirkungen auf die Menschen in Grundzügen, indem sie
    • das Ereignis des Überfalls auf Polen mit dem Beginn des Zweiten Weltkriegs in Verbindung setzen.
    • die Auswirkungen des deutschen Eroberungsfeldzugs auf die Bevölkerung der eroberten Gebiete in altersangemessener Weise nachvollziehen.
    • sich über den Völkermord an jüdischen Menschen in altersangemessener Weise informieren.
    • die Kriegswende und die Auswirkungen der Luftangriffe der alliierten Mächte auf die deutsche Zivilbevölkerung in altersangemessener Weise nachvollziehen.
    • das Ende des Zweiten Weltkriegs mit der Landung der alliierten Truppen in der Normandie und den Eroberungen der Roten Armee bis zur Kapitulation Deutschlands nachvollziehen.
    • die Bestrebungen der Siegermächte zur Entnazifizierung Deutschlands nachvollziehen.
    • die Alltagsituation der Menschen in den Nachkriegsjahren (z. B. Wohnungsnot, Nahrungsmittelknappheit, Kriegsheimkehrer, Integration der Vertriebenen) nachvollziehen.
SlU 4.3.10 Sich mit Deutschland nach 1945 auseinandersetzen
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Individuelle kompetenzorientierte Lernaktivitäten

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • vollziehen die doppelte Staatsgründung der BRD und der DDR und den Alltag der Menschen in beiden Staaten nach, indem sie
    • die unterschiedliche Entwicklung der Besatzungszonen und den Bau der Berliner Mauer nachvollziehen.
    • die durch den Mauerbau entstandene Zergliederung gewachsener Strukturen (z. B. Dörfer, Landschaften) und das Auseinanderreißen von Familien nachvollziehen.
    • die Lebenssituationen der Menschen in beiden Staaten, z. B. hinsichtlich der Kriterien der Verfügbarkeit von Konsumgütern, der Bewegungsfreiheit, der Bürger- oder der Sozialversorgung, vergleichen.
    • sich über Fluchtversuche von Bürgerinnen und Bürgern der DDR informieren.
  • informieren sich über den Mauerfall und die Wiedervereinigung Deutschlands am 3. Oktober 1990, indem sie
    • den Wunsch Bürger der DDR nach Einhaltung von Menschenrechten und Reise- und Informationsfreiheit nachvollziehen.
    • die Ereignisse der Montagsdemonstrationen und des Mauerfalls und deren emotionaler Bedeutsamkeit (z. B. Zeitzeugenberichte, Filmdokumente) nachvollziehen.
    • die Bedeutung der Öffnung der Grenze für die Wiedervereinigung der beiden Staaten nachvollziehen.
    • den Prozess der Wiedervereinigung vom Einigungsvertrag bis in die heutige Zeit nachvollziehen.
SlU 5.1.1 Den Körperraum erkunden
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Individuelle kompetenzorientierte Lernaktivitäten

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • nehmen den Körperraum wahr, indem sie
    • den eigenen Körper als Zugang zur Welt z. B. durch Massiertwerden oder das Spüren von Gegenständen auf dem Körper erleben.
    • sich aus verschiedenen Lagen interessanten Objekten zuwenden.
    • Ausdehnung und Begrenzung des eigenen Körpers erleben und z. B. im Arm gehalten, im Spiel mit Materialsäckchen, Bausteinen, Sand umbaut oder in eine Decke gehüllt werden oder durch einen Kriechtunnel kriechen.
    • Personen und Dinge (z. B. Bezugspersonen, Spielsachen, aufgehängte Objekte) im Greifraum bemerken.
    • verschiedene Haltungen (z. B. ausgestrecktes oder zusammengerolltes Liegen) zulassen und diese einnehmen.
    • die Ausdehnung des eigenen Körpers einschätzen und hierzu z. B. Durchgänge ausprobieren.
  • orientieren sich im Körperraum, indem sie
    • die Lage von Gegenständen im Verhältnis zum Körper feststellen (z. B. „Das Kissen liegt unten bei den Füßen.“, „Der Ball liegt auf dem Bauch.“).
    • Personen und Gegenstände in Bezug zur eigenen Person erfassen (z. B. „Mein Freund ist neben mir.“ „Ich sitze auf dem Stuhl / unter der Lampe / im Kugelbad.“)
Alltagskompetenzen Alltagskompetenzen
SlU 5.1.2 Den Nahraum erkunden
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Individuelle kompetenzorientierte Lernaktivitäten

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • nehmen den Nahraum wahr, indem sie
    • die Verschiedenartigkeit von Räumen erfassen (z. B. die Spielecke ertasten, eine Wiese riechen oder eine Kirche betreten).
    • Räume durch Bewegtwerden im Arm, im Rollstuhl, auf dem Rollbrett oder auf der Matte erleben.
    • unterschiedliche Raumqualitäten erkunden. Hierzu erleben sie z. B. über die Stimme und Geräusche die Akustik in verschieden großen Räumen, verändern die Lichtverhältnisse durch Kerzen-, Neonlicht oder Jalousien oder variieren die Temperatur durch Öffnen und Schließen von Fenstern und Türen.
    • Raumbegrenzungen erfahren und sich hierzu z. B. in eine Kiste setzen oder Höhlen bauen.
    • Räume als voll oder leer erleben.
    • Räume (z. B. eine Kiste) mit Gegenständen füllen.
    • verschiedene Zonen im Klassenzimmer (z. B. Spielecke, Ruhezone, Freiarbeitsregale) erkunden.
    • Entfernungen abschätzen und hierzu z. B. ein Mäppchen weiterreichen, sich einen Ball zuwerfen oder mit Schritten den Weg zur Tür abmessen.
    • die Atmosphäre in einem Raum reflektieren und sie als angenehm oder unangenehm einschätzen.
    • bestimmte Plätze in Räumen (z. B. Kuschelecke, Lieblingsstuhl, Gartenbank) bevorzugen.
  • orientieren sich im Nahraum, indem sie
    • z. B. im Rollstuhl oder auf dem Rollbrett durch den Raum bewegt werden.
    • den Raum robbend, kriechend, laufend, einem Lichtstrahl folgend erkunden.
    • Sprache mit Raumwahrnehmung verbinden (z. B. „Da schau, da ist …“, „Wo ist …?“).
    • Beziehungen von Gegenständen zum eigenen Körper erfassen (z. B. „Was liegt vor mir?“, „Was liegt hinter mir?“).
    • Beziehungen von Gegenständen zueinander erfassen (z. B. „Was liegt unter dem Tisch?“, „Was steht neben dem Papierkorb?“).
    • sich bewegende Personen und Gegenstände (z. B. rollende Bälle, Radfahrer) verfolgen.
    • vertraute Geräuschquellen als Orientierungshilfe nutzen und z. B. einer vertrauten Stimme nachgehen oder durch die Lieblingsspieluhr den Ruheplatz finden.
    • sich in Richtung von Geräuschquellen orientieren, sich mit einer Kopfbewegung bzw. Bewegung des ganzen Körpers dorthin wenden, mit der Hand darauf zeigen, versteckte Geräuschquellen finden und mit verbundenen Augen einem Geräusch oder Klang folgen.
  • stellen Lagebeziehungen her, indem sie
    • sich auf den Tisch setzen, das Spielzeugauto zwischen die Stühle legen, und die jeweiligen Lagebeziehungen benennen.
    • im vielfältigen Umgang mit Dingen Raum-Lage-Beziehungen erkunden und benennen (z. B. oben – unten, drinnen – draußen, vorne – hinten, rechts –links).
    • im Raum Wege begehen und z. B. den eigenen Platz oder das Waschbecken finden.
    • Begrenzungen unterschiedlich großer Räume erkunden und dabei z. B. an Tunnel- oder Zimmerwände stoßen, sich mit geschlossenen Augen in einem Raum bewegen und Türen entdecken.
    • Begrenzungen z. B. am Arbeits- und Essplatz oder auf dem Arbeitsblatt wahrnehmen und einhalten.
    • besondere Plätze im Klassenzimmer (z. B. den Arbeitsplatz, den Haken für die Schultasche, den Raum für den Stuhlkreis) mithilfe von Markierungen identifizieren.
    • sich mithilfe von Begriffen orientieren (z. B. Tafelseite, Türseite, rechts, links).
    • unter Beachtung markanter Punkte einfache Pläne von vertrauten Räumen (z. B. Skizzen und Grundrisse des Klassenzimmers) lesen.
  • nutzen den Nahraum, indem sie
    • Dinge mit Armen und Händen zufällig in Bewegung setzen (z. B. ein Mobile anstoßen, ins Wasser patschen, eine Dose schütteln).
    • Gegenstände im Raum zu sich holen, Tücher oder Luftballons von der Decke herabziehen oder ein Spielzeug aus dem Regal nehmen.
    • Personen und Gegenstände „verschwinden“ lassen, Guck-Guck-Spiele oder Verstecken spielen oder einen Ball unter den Schrank rollen lassen.
    • Gegenstände und Funktionsbereiche im Klassenzimmer (z. B. Tafel, Spielzeugschrank, Kuschelecke) gemäß ihrer Funktion nutzen.
    • das Klassenzimmer mitgestalten, Funktionsecken einrichten und sie in Anspruch nehmen.
    • Dienste und Aufgaben übernehmen, Ordnung im Zimmer erfahren und sich selbst dafür verantwortlich fühlen.
Alltagskompetenzen Alltagskompetenzen
SlU 5.1.3 Die Schule erkunden
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Individuelle kompetenzorientierte Lernaktivitäten

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • nehmen die Schule als Lebensraum wahr, indem sie
    • den Weg zur Schule zu Fuß, im Schulbus oder im Taxi wahrnehmen und ihn als vertraut erleben.
    • Übergänge, Treppen oder einen Aufzug im Schulgebäude erkunden und so Raumwege erproben.
    • die Pausensituation im Hof und auf dem Gang erleben, Lautstärke, Unruhe und Witterung wahrnehmen und sich an gemeinsamen Spielen beteiligen.
    • das Schulgelände (z. B. die Gliederung und Funktionen der Bereiche, Flora und Fauna, Veränderungen in den Jahreszeiten) erkunden.
    • das Verkehrsgeschehen außerhalb des Schulgebäudes hörend, sehend und riechend wahrnehmen.
  • bewegen sich im Lebensraum Schule, indem sie
    • Greifhilfen (z. B. Handlauf, Geländer, Seile) beim Gehen nutzen.
    • auf Begrenzungen und Übergänge am Boden (z. B. Wegkanten, Bordstein, Wechsel von Bodenbeschaffenheit) achten.
    • visuelle Begrenzungen (z. B. farbige Markierungen an Kanten und Ecken, Spielfeldbegrenzungen) einhalten.
  • orientieren sich im Lebensraum Schule, indem sie
    • die unmittelbare Umgebung der Schule erkunden und sich orientieren (z. B. Spielmöglichkeiten, Straßennamen, gefährliche Straßen).
    • den Schulweg mit Hilfe, allein oder mit verschiedenen Verkehrsmitteln bewältigen.
    • sich gezielt in Räumen bewegen und z. B. vom Sitzplatz zur Tafel gehen.
    • bekannte Wege im Schulhaus wiedererkennen und darauf reagieren (z. B. auf dem Weg zum Schwimmbad Freude zeigen).
    • selber Wege im Schulhaus (z. B. zum Klassenzimmer, zur Toilette, zu Fachräumen) finden.
    • im Schulalltag visuellen Hinweisen (z. B. Farbkarten, Bildern, Symbolen für unterschiedliche Räume) folgen.
    • Symbol- und Signalinformationen z. B. für den Fluchtweg entschlüsseln und demgemäß handeln.
  • nutzen und schützen den Lebensraum Schule, indem sie
    • sich im Schulgelände aufhalten, lernen und spielen, Ruhe genießen und Spaziergänge machen.
    • Freizeit von Unterrichtszeit unterscheiden und strukturierende optische und akustische Signale beachten.
    • schulischen Materialien, Medien und Räumen (z. B. CD-Player, Tafel, Turnhalle) nutzen.
    • verschiedene Klassen- und Funktionsräume nutzen, pfleglich mit den Räumen der Schule umgehen und Ordnung halten.
    • das Schulgelände gestalten und pflegen (z. B. Pflege der Außenanlagen, Wandgestaltung, Pausenhofgestaltung).
Alltagskompetenzen Alltagskompetenzen
SlU 5.1.4 Das Zuhause erkunden
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Individuelle kompetenzorientierte Lernaktivitäten

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • nehmen das Zuhause als Lebensraum wahr, indem sie
    • Wohnräume in der eigenen Wohnung entdecken und diese benennen, wobei sie z. B. in der Schule Fotos oder Videoaufnahmen zeigen und über ihre Wohnräume sprechen.
    • z. B. durch Erzählungen oder Besuche etwas über die Wohnverhältnisse von Mitschülerinnen und Mitschülern erfahren.
  • orientieren sich zu Hause, indem sie
    • ihren Wohnort, ihre Straße, ihre Hausnummer nennen, ihre Adresse aufschreiben und um die Bedeutung dieser Angaben wissen.
    • unterschiedliche Wohnhausformen (z. B. Einfamilienhaus, Wohnblock, Hochhaus) unterscheiden.
    • einfache Modelle der Wohnung z. B. aus Bausteinen, Schachteln oder Lego gestalten oder von ihr Pläne und Zeichnungen anfertigen.
Alltagskompetenzen Alltagskompetenzen
SlU 5.1.5 Den Wohn- oder Schulort erkunden
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Individuelle kompetenzorientierte Lernaktivitäten

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • nehmen den Wohn- oder Schulort als Lebensraum wahr, indem sie
    • verschiedene Stadteile (z. B. Altstadt, Wohngebiete, Geschäftsviertel) des Wohn- oder Schulorts beschreiben.
    • sich über Sehenswürdigkeiten, landschaftliche Besonderheiten oder Wahrzeichen des Wohn- oder Schulorts informieren.
    • sich z. B. durch regionale Fernseh- oder Radiosender, Presse, Wahlwerbung oder Internetrecherche über wichtige Personen des Wohn- oder Schulorts informieren.
    • Unterschiede zwischen Wohnort und Schulort feststellen (z. B. Anzahl der Geschäfte, Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln).
  • orientieren sich im Wohn- oder Schulort, indem sie
    • am Wohn- oder Schulort bewusst Gebäude, Kreuzungen und Schilder wahrnehmen.
    • selbst erstellte Modelle, Fotos, Bilder und Landkarten zu Hilfe nehmen.
    • Wege, z. B. zum nächsten Spielplatz, zum Laden oder zur Kirche, finden.
    • Wegweisern, Hinweisschildern oder Piktogrammen Informationen entnehmen und danach handeln.
    • sich über den Weg vom Wohnort zum Schulort (z. B. Entfernung, Fahrzeit mit dem Schulbus oder öffentlichen Verkehrsmitteln, Gefahrenstellen) informieren.
    • zur Wegeplanung adäquate Hilfen (z. B. Stadtpläne, digitale Medien, Navigationssysteme) nutzen.
  • nutzen und schützen den Wohn- oder Schulort, indem sie
    • Versorgungsmöglichkeiten am Ort (z. B. Lebensmittelladen, Supermarkt, Apotheke) nutzen und sich dort angemessen verhalten.
    • Sitten und Gebräuche miterleben (z. B. kirchliche Feste, Trachtenumzüge, Viehscheide) oder Fotos und Filme von örtlichen Festen ansehen.
    • an Veranstaltungen im Wohnort (z. B. Volksfeste, Musikfestivals, Sportveranstaltungen) teilnehmen.
    • eine Freizeitaktivität im Ort auswählen und die Teilnahme daran z. B. mithilfe von Prospekten, Informationen aus dem Internet planen und organisieren.
    • einen Sport- oder Musikverein am Ort besuchen.
    • auf Müllvermeidung, Mülltrennung und sachgemäße Müllentsorgung achten.
Alltagskompetenzen Alltagskompetenzen
SlU 5.1.6 Bayern und Deutschland erkunden
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Individuelle kompetenzorientierte Lernaktivitäten

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • nehmen Bayern und Deutschland als kulturellen Lebensraum wahr, indem sie
    • bayerische Dialekte und andere deutsche Dialekte z. B. in Gesprächen, Mundartgedichten oder Liedtexten hören und den Heimatdialekt erkennen.
    • typische weltliche und kirchliche Feste in Bayern, wie Kirchweih, Oktoberfest oder Viehscheid, besuchen und deren Bedeutung beschreiben.
    • sich über Trachten und landestypische Kleidung z. B. auf Trachtenumzügen oder im Heimatmuseum informieren.
    • landestypische Speisen und Getränke, Musik und Tänze bei Umzügen und Dorffesten erleben und sich daran beteiligen.
    • die Fahnen der Heimatgemeinde, Bayerns und der Bundesrepublik Deutschland als Identifikationssymbole beschreiben und sie wiedererkennen.
    • die Bayernhymne und die Nationalhymne als Identifikationssymbole erkennen und sie singen.
    • typische Merkmale (z. B. Baumaterialien, Baustile, Ausstattung) von Gebäuden und Baudenkmälern (z. B. Rathäuser, Schlösser, Kirchen) betrachten und beschreiben.
    • Kunstgegenstände aus unterschiedlichen Epochen beschreiben und mit Informationen zur Künstlerin oder dem Künstler, der Entstehungsepoche und den Herstellungstechniken verknüpfen.
    • historische Stätten in der Umgebung (z. B. Burgruinen, Schlösser, die ehemalige innerdeutsche Grenze, Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus) besuchen.
    • einen Schullandheimaufenthalt vorbereiten und dafür einen interessanten geographischen Ort auswählen, sich über die dortigen Sehenswürdigkeiten informieren und die Anfahrt planen oder mitverfolgen.
  • orientieren sich naturräumlich in Bayern und Deutschland, indem sie
    • geographische Gegebenheiten (z. B. Gewässer, Berge, Täler) besuchen und sie vergleichend beschreiben.
    • geographische Gegebenheiten in verschiedenen Darstellungen (z. B. Landschaftsmodelle, drei- und zweidimensionale Karten) wiederfinden.
    • verschiedene geographische und thematische Karten lesen und auswerten und die Darstellungsweisen für unterschiedliche geographische Gegebenheiten (z. B. blaue Linien für Flüsse, weiße, gelbe und rote Linien für Straßen, rote Flächen für Städte) entschlüsseln.
    • zur Orientierung im Gelände geeignete Hilfsmittel (z. B. Beobachtung des Sonnenstands, Kompass in Kombination mit Wegskizzen oder Landkarten, digitale Navigationssysteme) nutzen.
    • große naturräumliche Gliederungen in Bayern (z. B. Alpen, Alpenvorland, Mittelgebirge) und in Deutschland (z. B. Mittelgebirge, Tiefland, Küste) beschreiben, vergleichen und benennen.
    • wichtige Flüsse und Städte in Bayern und in Deutschland benennen, ihre Lage beschreiben und sie auf Karten finden.
  • erarbeiten die politische und wirtschaftliche Gliederung Bayerns und Deutschlands, indem sie
    • sich über Bundesländer und deren Hauptstädte informieren und hierzu z. B. typische Landschaften als Modelle oder Sehenswürdigkeiten basteln und diese auf begehbare Karten aufstellen.
    • markante Besonderheiten der bayerischen Hauptstadt München und der Bundeshauptstadt Berlin beschreiben und deren Bedeutsamkeiten (z. B. Sitz des Landtags oder des Bundestags) analysieren.
    • sich über Größe und Einwohnerzahl von Bayern und Deutschland informieren und diese zu anderen Größen in Beziehung setzen.
    • sich über Nachbarländer Deutschlands informieren und sie beschreiben.
    • agrarischen Produktionsraum (z. B. Allgäu) von industriell geprägtem Wirtschaftsraum (z. B. Großraum Nürnberg-Fürth-Erlangen) und von Zentren des Dienstleistungssektors (z. B. München als Hightech-Standort) unterscheiden.
SlU 5.1.7 Europa und die Welt erkunden
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Individuelle kompetenzorientierte Lernaktivitäten

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • nehmen Europa und die Welt als kulturellen Lebensraum wahr, indem sie
    • Erfahrungen mit anderen Länder austauschen und z. B. von ehemaligen Heimatländern ihrer Eltern, von Urlaubsfahrten oder von Besuchen in Restaurants mit verschiedenen landestypischen Speisen berichten.
    • Merkmale verschiedener Länder (z. B. Sprache, Kultur) und Identifikationssymbole (z. B. Hymne und Flagge) beschreiben und vergleichen.
    • Vorstellungen vom Leben in anderen Ländern entwickeln und unterschiedliche Lebensweisen achten.
  • orientieren sich in Europa und der Welt, indem sie
    • ausgewählte europäische Staaten benennen, deren Lage in Europa und deren geographische Gegebenheiten wie Topografie oder Klima beschreiben und vergleichen.
    • sich mit Jugendlichen aus anderen Ländern austauschen und z. B. Fotos zeigen, über soziale Medien Kontakt halten oder an einem Schüleraustausch teilnehmen, um ein gegenseitiges Verständnis zu entwickeln.
    • sich in Grundzügen über die politische und wirtschaftliche Gliederung der EU, deren politische Zusammenschlüsse, die Währungsunion und deren Bedeutsamkeit für das eigene Leben informieren.
    • die Kontinente benennen und deren Lage z. B. auf einem Globus, einer Weltkarte oder mithilfe digitaler Medien beschreiben.
    • Merkmale der einzelnen Kontinente in Grundzügen beschreiben und diese nach geographischen, wirtschaftlichen und sozialen Aspekten vergleichen.
  • vollziehen globale Zusammenhänge in Grundzügen nach, indem sie
    • sich über unterschiedliche Entwicklungsstadien von Kontinenten oder Ländern informieren und die wesentlichen Merkmale und Probleme von Entwicklungsländern beschreiben.
    • Globalisierung als Zunahme internationaler Beziehungen in den Bereichen Wirtschaft, Politik, Kultur, Umwelt und Kommunikation beschreiben.
    • die Bedeutsamkeit der Globalisierung für das eigene Leben reflektieren. Hierzu reflektieren sie z. B. anhand einer Banane aus dem eigenen Haushalt, in welchem Land diese produziert wurde, welche Arbeitsbedingungen dort herrschen, auf welchen Wegen die Banane in den Heimatort gelangte und welche Absprachen hierfür notwendig waren.
    • z. B. durch den Kauf von Faire-Trade-Produkten oder Reduzierung des persönlichen Konsums bewusstes Konsumverhalten zeigen, um die Umwelt zu schützen und sich für gesunde Lebensbedingungen weltweit einzusetzen.
SlU 5.2.1 Sich auf die Verkehrsteilnahme vorbereiten
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Individuelle kompetenzorientierte Lernaktivitäten

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • erleben Verkehrssituationen im Alltag, indem sie
    • im Auto, im Rollstuhl oder im Rollfiets am Verkehr teilnehmen.
    • Verkehrssituationen mit dem Schulbus (z. B. beim Einsteigen, Gurtanlegen, Warten an der Ampel, Fahren) erleben.
    • akustische und optische Verkehrseindrücke (z. B. eine befahrene Kreuzung, einen Zug, einen Hubschrauber, Kondensstreifen eines Flugzeugs) bewusst wahrnehmen.
    • z. B. beim Beschleunigen, beim Bremsen oder in Kurven Fliehkräfte spüren, die bei der Fahrt auf den Körper wirken.
    • unterschiedliche Geschwindigkeiten z. B. in Spielstraßen, in der Stadt oder auf Autobahnen als Mitfahrerin oder Mitfahrer erleben.
    • unterschiedliche Verkehrsdichten (z. B. verkehrsarme Zeit, Feierabendverkehr, Stau auf der Autobahn) wahrnehmen.
    • verschiedene Transportmöglichkeiten (z. B. Auto, Zug, Schiff, Flugzeug) erfahren.
  • bewegen sich eigenaktiv, indem sie
    • zu Fuß verschiedenartige Untergründe (z. B. Asphalt, Kies, Wiese) begehen.
    • die eigene Geschwindigkeit kontrollieren und sich z. B. sich in verschiedenen Fortbewegungsarten und Geschwindigkeiten durch die Turnhalle bewegen.
    • Bewegungen kontrollieren und koordinieren (z. B. Anheben der Beine beim Treppensteigen).
    • das statische Gleichgewicht halten und auf einem Bein stehen, während das andere auf und ab geführt wird.
    • das dynamische Gleichgewicht halten und auf einer Linie oder einer Langbank balancieren.
    • Hindernissen z. B. im Pausenhof oder auf dem Spielplatz ausweichen.
  • , die einen Rollstuhl nutzen, bewegen sich mit dem Rollstuhl fort, indem sie
    • mit dem Rollstuhl z. B. im Klassenzimmer, in der Aula, im Pausenhof sicher geradeaus fahren.
    • mit dem Rollstuhl sicher bremsen.
    • mit dem Rollstuhl Dreh- und Wendebewegungen durchführen.
    • Hindernisse wie Schläuche, Stricke und Kanthölzer mit dem Rollstuhl überwinden.
    • Höhenunterschiede wie Treppen und Absätze mit dem Rollstuhl überwinden und sich mit der Hebebühne in ein Fahrzeug heben lassen.
    • Steigungen wie schiefe Ebenen mit dem Rollstuhl überwinden und es zulassen, über eine Rampe in einen Bus geschoben zu werden.
  • bewegen sich mit dem Fahrrad fort, indem sie
    • verschiedene Fahrräder (z. B. Rollfiets, Laufrad, dreirädriges Fahrrad, zweirädriges Fahrrad) ausprobieren.
    • das Fahrrad bewegen und es ggf. kippen, hinlegen, aufheben und schieben.
    • mit dem Fahrrad rollen und mit beiden Händen sicher lenken.
    • Pedalbewegungen und Bremsbewegungen auf Fahrrädern mit und ohne Freilauf ausführen.
    • Lenk-, Pedal- und Bremsbewegungen koordinieren.
    • das Fahrrad sicher auf dem Ständer, im Fahrradhalter und angelehnt abstellen.
    • bei unterschiedlichen Geschwindigkeiten das Gleichgewicht halten und ohne Schwanken langsam fahren.
  • bewegen sich mit verschiedenen Sport- und Spielgeräten (z. B. Rollbrett, Roller, Inlineskates) fort, indem sie
    • diese spielerisch ausprobieren.
    • in der Turnhalle oder im Pausenhof damit sicher geradeaus fahren.
    • weite und enge Kurven an verschiedenen Kreisbahnen entlangfahren.
    • sicher bremsen und dabei alle Bremsmöglichkeiten des Sport- und Spielgerätes adäquat anwenden.
    • Sturztechniken wie Abspringen oder kontrolliertes Hinfallen als Bremsmöglichkeit im Notfall beherrschen.
  • nehmen optische Hinweise als bedeutsam wahr und schulen die Sinne und das Reaktionsvermögen als Vorbereitung auf die Verkehrsteilnahme, indem sie
    • die Signalfarben Rot, Gelb und Grün erkennen und benennen.
    • die Signalwirkung verschiedenfarbiger Verkehrsschilder erkennen: Rot bedeutet Verbot, Gelb bedeutet Hinweis, Blau bedeutet Gebot.
    • farbige Blinklichter unterscheiden (z. B. blaues Blinklicht von Polizei, Krankenwagen und Feuerwehr, gelbes Blinklicht bei Hilfsfahrzeugen, rotes Blinklicht an Bahnübergängen) und um deren Bedeutung wissen.
    • die Vorteile von heller Kleidung und Reflektoren im Straßenverkehr beobachten und beschreiben.
    • Veränderung der Lichtverhältnisse (z. B. aus dem Dunklen ins Helle treten, aus dem Hellen ins Dunkle treten) einschätzen und Gegenstände bei Blendung erkennen.
    • die Signalwirkung der verschiedenen Formen von Verkehrsschildern beschreiben (z. B. Dreieck bedeutet Achtung, roter Kreis bedeutet Verbot, blauer Kreis bedeutet Gebot, Achteck bedeutet Stopp).
    • Zeichen im öffentlichen Raum lesen (z. B. Bus, U-Bahn, Auskunft, Ausgang) und Signalwörter verstehen (z. B. „Wagen hält“ oder „Taxi“).
    • Lagebeziehungen (z. B. rechts – links, oben – unten, vorne – hinten) erkennen und unterscheiden und Richtungsangaben verstehen (z. B. „Gehe nach links.“, „Schau nach rechts.“).
    • die Stellung der Farben in der Verkehrsampel erkennen.
    • Begrenzungen wie Haltelinien, Fahrradwege oder Randsteine wahrnehmen und einhalten.
    • die Entfernung von Objekten und Personen im Bezug zum eigenen Standort erkennen (z. B. weit weg oder in der Nähe) und Entfernungen von Objekten zueinander einschätzen.
    • Veränderung der Größenverhältnisse bei Annäherung eines Objekts wahrnehmen (z. B. ein Auto wird größer, wenn es näherkommt.).
    • Veränderungen im Zusammenhang mit höheren Geschwindigkeiten wahrnehmen und z. B. erkennen, dass Auto, Motorrad oder Bus bei größerer Geschwindigkeit lauter werden.
  • nehmen akustische Hinweise als bedeutsam wahr und schulen die Sinne und das Reaktionsvermögen als Vorbereitung auf die Verkehrsteilnahme, indem sie
    • akustische Warnsignale (z. B. Martinshorn, Fahrradklingel, quietschende Reifen) erkennen und sie den jeweiligen Verursachern zuordnen.
    • Fahrgeräusche hören und sie entsprechenden Verkehrssituationen zuordnen.
    • Geräuschquellen (z. B. Stimmen, Glockenläuten, Hundegebell) lokalisieren und nahe von fernen Geräuschen unterscheiden.
    • näherkommende oder sich entfernende Geräusche im Klassenzimmer, in der Turnhalle und auf der Straße erkennen.
    • den raschen Wechsel zwischen Wahrnehmungsvorgängen und Bewegung einüben und Reaktionsspiele wie „Feuer, Wasser, Blitz“ spielen.
    • schnell auf akustische und visuelle Signale reagieren (z. B. einmal klatschen - aufstehen, zweimal klatschen – hinlegen; rotes Zeichen – stoppen, grünes Zeichen – laufen).
    • auch bei Ablenkung, z. B. durch laute Musik, auf ein vereinbartes Signal reagieren.
SlU 5.2.2 Als Fußgänger und Rollstuhlfahrer am Straßenverkehr teilnehmen
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Individuelle kompetenzorientierte Lernaktivitäten

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • benutzen als Fußgänger und Rollstuhlfahrer den Gehweg angemessen und sicher, indem sie
    • sich zu Fuß führen oder im Rollstuhl auf dem Gehweg schieben lassen.
    • an verschiedenen Straßen den Gehweg, Radweg und die Fahrbahn unterscheiden, die Abgrenzung der einzelnen Bereiche zeigen und benennen.
    • erfassen, wer den Gehweg benutzen darf: Fußgänger, Rollstuhlfahrer, Radfahrer unter acht Jahren, Fahrradfahrer, die ihr Fahrrad schieben, Inlineskater und Rollerfahrer.
    • Bordstein und Fahrbahnrand als Begrenzung beim Gehen oder beim Warten an der Ampel anerkennen.
    • an Gehwege grenzende Ein- und Ausfahrten erkennen und diese entsprechend vorsichtig und aufmerksam passieren.
    • Hindernisse auf dem Gehweg (z. B. Baustellen oder geparkte Autos) beachten und bei Bedarf den Gehweg auf der anderen Straßenseite aufsuchen.
    • weitere Passanten auf dem Gehweg nicht behindern.
    • Verkehrszeichen beachten, die Gehwege, Fußgängerbereiche und verkehrsberuhigte Bereiche ausweisen.
  • überqueren als Fußgänger und Rollstuhlfahrer sicher die Straße, indem sie
    • sich zügig über die Straße führen lassen.
    • Fußgängerübergänge mit Ampeln gezielt suchen und nutzen und ggf. dazu die Ampel durch Drücken aktivieren.
    • bei Ampeln auf die Grünphase warten und dabei am Bordstein einen Sicherheitsabstand zur Fahrbahn einhalten, die Straße zügig überqueren und die Überquerung fortsetzen, auch wenn die Ampel auf Rot wechselt.
    • Fußgängerübergänge mit Zebrastreifen gezielt suchen und nutzen.
    • beim Warten am Zebrastreifen den Sicherheitsabstand zur Fahrbahn einhalten, das Verhalten von Autos beobachten und die Straße überqueren, wenn sie frei ist oder die Autos angehalten haben.
    • ungesicherte Übergänge nutzen und dabei Sichtbeeinträchtigungen wie Kurven, Bäume oder parkende Autos berücksichtigen, vor der Bordsteinkante stehen bleiben, den Verkehr wahrnehmen und sich nach beiden Seiten orientieren, zügig auf kürzestem Weg die Straße überqueren und während der Fahrbahnüberquerung den Verkehr von beiden Seiten beobachten.
  • achten als Fußgänger und Rollstuhlfahrer im Straßenverkehr auf sicheres Verhalten, indem sie
    • realisieren, dass man als Fußgänger oder Rollstuhlfahrer bei der Fortbewegung auf der Straße ohne Gehweg von Autofahrern vor allem in der Dämmerung, bei Regen und bei Nebel schlecht erkannt wird.
    • sich als Fußgänger bei der Fortbewegung auf der Straße ohne Gehweg dem Verkehr anpassen und auf der linken Straßenseite und hintereinander gehen.
    • für Fußgänger relevante Verkehrszeichen wahrnehmen, deren Bedeutung kennen und sich danach orientieren.
    • verkehrswidriges Verhalten anderer Passanten (z. B. das Überqueren der Straße bei roter Fußgängerampel) auf der Straße nicht nachahmen.
    • die Perspektive anderer Verkehrsteilnehmer versuchsweise übernehmen (z. B. einmal in einem Lastwagen sitzen oder einen Motorradhelm aufsetzen) und so das Verkehrsgeschehen beobachten.
    • den Bremsweg eines Autos oder eines Lastwagens einschätzen und veranschaulichen.
    • mit den Fehlern anderer rechnen und diese antizipieren (z. B. „Der Laster, der rückwärts aus der Ausfahrt fährt, kann mich vielleicht nicht sehen.“).
    • Wesentliches von Unwesentlichem unterscheiden (z. B. die Ampel ist wichtiger als die Leuchtreklame, das Martinshorn ist wichtiger als die Musik aus der Boutique, die Verkehrszeichen sind wichtiger als der geparkte Sportwagen).
    • auf Signale anderer Verkehrsteilnehmer angemessen reagieren (z. B. Tonhupe, Lichthupe – aufmerksam werden, Blinker – Zeichen für Abbiegen).
    • nonverbale Zeichen von Auto- und Fahrradfahrern (z. B. Blickkontakt, Armbewegung) kennen und verstehen.
    • eigene Absichten in Zeichen umsetzen (z. B. beim Überqueren der Straße Handzeichen geben).
  • , die einen Elektro-Rollstuhl nutzen, sorgen für die Verkehrssicherheit des Elektro-Rollstuhles und halten sich bei der Benutzung an Sicherheitsvorschriften, indem sie
    • die Teile kennen, die zu einem verkehrssicheren Elektro-Rollstuhl gehören: zwei unabhängig voneinander arbeitende Bremsen, eine fest angebrachte weiße Dauerlampe nach vorn, eine fest angebrachte rote Leuchte nach hinten, zwei rote Rückstrahler nach hinten, ein weißer Reflektor nach vorn, mindestens ein gelber Speichenreflektor pro Rad.
    • die Verkehrssicherheit des Elektro-Rollstuhls (z. B. Bremsen, Beleuchtung, Reflektoren, Reifendruck, Profiltiefe) überprüfen.
    • beim Fahren mit dem Elektro-Rollstuhl auf der Straße die Verkehrsregeln beachten.
  • halten sich bei der Benutzung von Sportgeräten im Verkehr an Sicherheitsvorschriften, indem sie
    • z. B. Inlineskates nur mit kompletter Schutzkleidung (z. B. Helm, Knie-, Ellenbogen- und Handgelenkschützer) benutzen.
    • z. B. beim Inlineskaten die Voraussetzungen für das Benutzen von Gehwegen (sicheres Bremsen und Ausweichen) erfüllen.
    • z. B. beim Inlineskaten auf Fußgänger Rücksicht nehmen (z. B. langsames Fahren, Abstandhalten).
SlU 5.2.3 Als Fahrradfahrer am Straßenverkehr teilnehmen
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Individuelle kompetenzorientierte Lernaktivitäten

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • machen sich mit ihrem Fahrrad vertraut und sorgen für dessen Verkehrssicherheit, indem sie
    • Wirkweise und Funktionen von Teilen des Fahrrads (z. B. Bremse, Gangschaltung, Licht) ausprobieren.
    • das Fahrrad (z. B. Lenker, Sattel) an die Körpergröße anpassen und ein Fahrradschloss zur Sicherung gegen Diebstahl mitführen.
    • die Beleuchtungsanlage am Fahrrad bei Dunkelheit einschalten und die Klingel betätigen.
    • sich über Teile informieren, die zu einem verkehrssicheren Fahrrad gehören: Vorder- und Hinterradbremse, Scheinwerfer vorne, Schlussleuchte mit rotem Rückstrahler, weißer Reflektor vorne, zusätzliche rote Rückstrahler hinten, mindestens zwei Speichenreflektoren pro Rad, gelbe Rückstrahler an den Pedalseiten, Klingel, ausreichendes Reifenprofil.
    • das Fahrrad bei der Wartung regelmäßig auf seine Verkehrstüchtigkeit prüfen.
    • einen defekten Schlauch flicken, dazu eine bildliche oder schriftliche Handlungsanleitung lesen und die Reihenfolge der Handlungsschritte beachten.
  • trainieren motorische Grundlagen des Fahrradfahrens im Schonraum, indem sie
    • das Aufsteigen ohne Spurabweichung üben, beim Anfahren eine gerade Spur halten und die Füße während der Fahrt auf den Pedalen lassen.
    • aus verschiedenen Geschwindigkeiten heraus und auf unterschiedlichen Untergründen (z. B. nasser Asphalt, Schotter) bremsen, anhalten und absteigen.
    • durch eine markierte Gasse fahren, die Spur halten und dabei schnell und langsam fahren.
    • weite und enge Kurven an verschiedenen engen Kreisbahnen entlangfahren.
    • beim Fahren optische oder akustische Signale, die z. B. von Mitschülerinnen und Mitschülern gegeben werden, beachten.
    • umschauen und gleichzeitig die Spur halten.
    • einhändig fahren und dabei die Spur halten.
    • beim Fahren in der Gruppe einen Sicherheitsabstand einhalten.
  • trainieren verkehrsgerechtes Fahren mit dem Fahrrad, indem sie
    • langsamere Verkehrsteilnehmer sicher überholen.
    • sich über Verkehrsregelungen und Verkehrszeichen, die für das Radfahren bedeutsam sind, informieren, diese benennen, erklären und sich an ihnen orientieren.
    • sich informieren, welcher Teil der Straße für das Radfahren bestimmt ist.
    • Fahrbahnmarkierungen (z. B. Radwegmarkierung, Abbiegespuren) wahrnehmen und beachten.
    • vom Fahrbahnrand anfahren und in den Verkehr einfädeln.
    • Hindernissen ausweichen, dazu den Verkehr beobachten und nach links ausscheren.
    • auf Gefahrenquellen (z. B. spielende Kinder, unaufmerksame Fußgänger, freilaufende Tiere oder geöffnete Autotüren) reagieren.
    • Vorfahrtsregelungen für Kreuzungen und Einmündungen mit und ohne vorfahrtregelnde Verkehrszeichen beachten.
    • an Kreuzungen und Einmündungen Fahrtrichtungsänderungen durch Handzeichen anzeigen, an Kreuzungen und Einmündungen mit Spurwechsel oder über den Sicherheitsweg abbiegen.
    • an Kreuzungen auf rechtsabbiegende Autos achten.
    • bei Hindernissen, die den Radweg blockieren, absteigen und über den Gehsteig ausweichen.
    • besondere Gefahrenpunkte auf Radwegen (z. B. Ein- und Ausfahrten, Garagen, Haltestellen) erkennen und beachten.
SlU 5.2.4 Öffentliche Verkehrsmittel nutzen
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Individuelle kompetenzorientierte Lernaktivitäten

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • gewöhnen sich an die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel, indem sie
    • Fortbewegungsmittel ihres Alltages (Lifter, Aufzug, Schulbus) als notwendig und hilfreich erleben und sich an diese gewöhnen.
    • die Vielfalt an Reizen (z. B. Geräusche, Gerüche, Temperaturen, Bilder, Bewegungen) in öffentlichen Verkehrsmitteln zunächst über sehr kurze und zunehmend über längere Zeitspannen wahrnehmen und aushalten.
    • ein ausgewähltes öffentliches Verkehrsmittel wiederkehrend nutzen.
    • den Wechsel zwischen dem Aufenthalt in Räumen und im Freien trainieren.
  • planen die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel, indem sie
    • sich über Piktogramme für Haltestellen des ÖPNV (z. B. Bus, Straßenbahn, U-Bahn) informieren.
    • Informationen aus Fahrplänen (Einstiegsstelle, Ausstiegsstelle, Abfahrtszeiten) entnehmen.
    • die ausgewählte Haltestelle erreichen und die richtige Fahrtrichtung wählen.
    • beim Einsteigen die passende Bus-, Straßenbahn- oder U-Bahnnummer kontrollieren.
    • die Fahrtroute verfolgen (z. B. Orientierung an markanten Punkten) und Ansagen beachten.
  • nutzen öffentliche Verkehrsmittel adäquat, indem sie
    • Fahrgeld oder Schwerbehindertenausweis mitführen und einen Fahrausweis kaufen.
    • in angemessener Entfernung vom Bordstein auf den Bus oder die Straßenbahn warten.
    • den Bus- oder Zugfahrer um Hilfe, z. B. beim Ein- und Aussteigen oder Bezahlen, oder um Informationen über die Fahrtroute bitten.
    • einen sicheren Sitzplatz einnehmen oder sich an der Haltestange festhalten.
    • während der Fahrt das Zusammensein mit anderen auf engem Raum aushalten.
    • bei der Fahrt nicht die Aufmerksamkeit der Fahrerin oder des Fahrers beeinträchtigen.
    • sich höflich gegenüber anderen verhalten und sich von Mitfahrerrinnen und Mitfahrern nicht provozieren lassen.
    • sicher aussteigen und dazu rechtzeitig den Halteknopf drücken, warten bis das Fahrzeug hält, aufstehen und zur Tür gehen, den Türöffner betätigen, warten bis sich die Türen öffnen und sicher auf den Bahnsteig oder den Bordstein treten.
    • beim Aussteigen auf vorübergehende Fußgänger oder vorbeifahrende Fahrzeuge achten und die Straße nicht vor dem abfahrenden Bus überqueren.
    • eine Rolltreppe, z. B. bei U-Bahn oder S-Bahn, sicher benutzen. Dazu betreten sie diese, bleiben rechts stehen, halten sich am Handlauf fest und verlassen am Ende die Rolltreppe mit einem großen Schritt nach vorne.
SlU 5.2.5 Vielfältige Situationen im Straßenverkehr bewältigen
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Individuelle kompetenzorientierte Lernaktivitäten

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • planen das Zurücklegen von Wegen zu Fuß, mit dem Rollstuhl, mit dem Fahrrad oder öffentlichen Verkehrsmitteln, indem sie
    • eine Barriereanalyse für die zurückzulegende Strecke durchführen.
    • das günstigste Verkehrsmittel auswählen, um das gewünschte Ziel zu erreichen, die dazu benötigte Zeit bedenken und die Witterung berücksichtigen.
    • den Weg zum Ziel mithilfe von Stadtplan, Fahrplanheft oder digitalem Routenplaner planen.
  • treffen situationsangemessene Vorbereitungen z. B. für einen Besuch bei Freunden oder eines Kaufhauses, indem sie
    • ihren Besuch ankündigen, sich über Öffnungszeiten informieren, sich bei Eltern oder Lehrkräften abmelden.
    • wichtige Gegenstände wie Hausschlüssel, Einkaufszettel, Einkaufstasche, Geld, Uhr oder Mobiltelefon mitnehmen.
    • den rechtzeitigen Heimweg planen.
  • rechnen mit unvorhersehbaren Situationen und finden Lösungsmöglichkeiten in problematischen Situationen, indem sie
    • z. B. bei gesperrten Straßen die Baustellen-Umleitung erkennen und nutzen.
    • bei Busverspätungen die verspätete Ankunft mitteilen oder ein anderes Verkehrsmittel wählen.
    • sich nach einer verpassten Anschlussverbindung über die nächste Verbindung informieren.
    • vertrauenerweckende Personen (z. B. Schaffner oder Busfahrer) um Hilfe bitten oder in einem Geschäft nach dem Weg fragen.
    • wichtige Informationen zur eigenen Person in schriftlicher Form mit sich führen.
    • bei unvorhergesehenen Situationen ruhig und überlegt handeln.
    • zur Sicherheit Adressen, Telefonnummern oder Geld für ein Taxi bei sich haben.
SlU 6.1.1 Medien im Alltag begegnen
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Individuelle kompetenzorientierte Lernaktivitäten

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • nehmen analoge Medien (z. B. Bücher, Zeitungen, Zeitschriften, Bilder, Fotos, Musik über analoge Abspielgeräte) und digitale Medien (z. B. Bücher, Bilder, Fotos, Musik, Filme über CDs, mp3-Player, private Smartphones, private Laptops oder Computer) wahr, indem sie
    • Medien im persönlichen Umfeld erleben, Familienmitglieder bei deren Nutzung beobachten und von Medienerfahrungen aus dem häuslichen Umfeld berichten.
    • den Einsatz von Medien in der Schule (z. B. Tafel, Bilder, Bücher, Tonabspielgeräte, Lautsprecheranlage, Fernseher, Computer, Laptop, Smartphone, Dokumentenkamera, Beamer, interaktive Tafeln) erleben.
    • den Einsatz von Medien in der Öffentlichkeit (z. B. Musik im Kaufhaus, Großbildschirme im öffentlichen Raum, Anzeigetafeln auf Bahnhöfen) erleben.
    • Werbungen wie Postwurfsendungen, Plakatwände, Leuchtreklame oder personalisierte Werbung im Internet betrachten.
  • nehmen verschiedene Medien differenziert wahr, indem sie
    • die unterschiedlichen Funktionen von Medien erleben (z. B. können sie mit einem Smartphone spielen, fotografieren, recherchieren, Nachrichten schreiben oder telefonieren).
    • die verschiedenen Verwendungsweisen (z. B. die Nutzung eines Laptops in der Freizeit oder zum Arbeiten) unterscheiden.
    • den Unterschied zwischen real erlebten und aufgezeichneten Hör- und Seheindrücken erfahren (z. B. das Schulfest im Schulhaus und in der Videoaufzeichnung, das Fußballspiel auf dem Fußballplatz und im Fernsehen).
  • nutzen analoge und digitale Medien, indem sie
    • verschiedene Bilder, Fotos, Grafiken betrachten.
    • Bücher, Zeitungen und Zeitschriften betrachten und lesen.
    • Musik und Sprache mit verschiedenen Hörmedien hören.
    • verschiedene Radio- und Nachrichtensendungen (z. B. regionale Berichterstattungen, Nachrichtensendungen, Serien, Dokumentationen, Live-Übertragungen) im Radio, im Fernsehen und im Internet hören und sehen.
    • verschiedene Filme wie Zeichentrickfilm, Animationsfilm, Musikfilm, Spielfilm mit verschiedenen Medien anschauen.
    • Kinovorstellungen besuchen.
    • sich fotografieren lassen und selbst Fotos oder Videos erstellen.
    • altersangemessene und förderliche Computerspiele z. B. am Computer, Laptop oder Smartphone nutzen.
    • den Einsatz von Medien (z. B. Eingabe-, Sprech- und Schreibhilfen oder An-Aus-Button in der Unterstützten Kommunikation) erleben.
  • experimentieren mit Medientechnik und erforschen diese z. B. anhand ausrangierter Telefone, Fotoapparate, Laptops und Tastaturen und unter der Aufsicht eines Erwachsenen und der Berücksichtigung von Sicherheitsvorschriften.
SlU 6.1.2 Elektronische Medien ein- und ausschalten
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Individuelle kompetenzorientierte Lernaktivitäten

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • nutzen ein bereitgestelltes elektronisches Gerät, indem sie z. B. mit einem Taster ein Stromunterbrechungsgerät bedienen oder den Ein- und Ausschaltknopf betätigen.
  • stellen ein elektronisches Gerät bereit, indem sie
    • den Netzstecker einstecken, den Einschaltknopf betätigen und mithilfe einer Leuchtanzeige kontrollieren, ob das Gerät in Betrieb ist.
    • das Ladekabel am Gerät einstecken, das Ende mit dem Netzstecker in die Steckdose stecken und dadurch elektronische Geräte sachgemäß aufladen.
    • Kabel mit unterschiedlichen Steckern zur sachgerechten Verbindung mehrerer Geräte oder zur Verbindung des Geräts mit der Steckdose nutzen.
    • sich über die Bedienung eines Gerätes z. B. durch Beobachtung und Nachahmung, Austausch mit anderen Nutzern oder mithilfe der Bedienungsanleitung informieren.
    • Fernbedienungen für unterschiedliche Geräte (z. B. Fernseher, Stereoanlage, Beamer) sachgerecht nutzen.
  • schalten ein elektronisches Gerät nach dem Gebrauch aus, da sie um dessen Stromverbrauch wissen und es ökologisch sinnvoll nutzen, indem sie
    • den Ausschaltknopf betätigen oder der Anweisung zum Herunterfahren eines Gerätes folgen.
SlU 6.1.3 Technische Gefahren und Sicherheitsvorkehrungen beachten
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Individuelle kompetenzorientierte Lernaktivitäten

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • berücksichtigen Vorsichtsmaßnahmen im Umgang mit Stromquellen, indem sie
    • nicht in Steckdosen greifen oder elektrische Medien nicht mit Nässe in Berührung bringen.
    • auf defekte Geräte, Kabel oder Steckdosen achten und diese vom Fachmann reparieren lassen.
    • bei Gewitter die Stromversorgung ausschalten.
  • bedienen elektrische Medien sachgerecht und warten diese, indem sie
    • Beschreibungen zur Inbetriebnahme und Nutzung des Geräts und beachten und gemäß dieser handeln.
    • Geräte mit dem entsprechenden Kabel mit der Steckdose verbinden.
    • Geräte sachgerecht und pfleglich behandeln und sie bei Bedarf vom Fachbetrieb reparieren lassen.
SlU 6.1.4 Fotoapparat und Videokamera bedienen
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Individuelle kompetenzorientierte Lernaktivitäten

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • fotografieren fachgerecht, indem sie
    • Sucher, Display, Programmwahlrad oder Auslöser und Zubehör wie Objektiv und Stativ von Fotoapparaten ausprobieren.
    • einen Bildausschnitt auswählen und dabei Motiv, Bildaufteilung sowie den Vorder- und Hintergrund beachten.
    • verschiedene Funktionen und Bearbeitungsmöglichkeiten wie Zoom, Belichtung und Farbfilter erkunden und nutzen.
    • sich über Übertragungs- und Speichermöglichkeiten digitaler Fotos informieren.
    • verschiedene Möglichkeiten des Fotoausdrucks nutzen (z. B. Fotos auf den Computer übertragen, bearbeiten und ausdrucken oder in Fachgeschäften ausdrucken lassen).
  • filmen fachgerecht, indem sie
    • Sucher, Display, Programmwahlrad oder Auslöser und Zubehör wie ein Stativ von Videokameras ausprobieren.
    • mit Kameraführung, Geräuschkulisse und Sprache experimentieren.
    • sich über Übertragungs- und Speichermöglichkeiten digitaler Filme informieren.
    • digitale Videos mithilfe von Videobearbeitungsprogrammen schneiden und bearbeiten und so einen kurzen Film erstellen.
SlU 6.1.5 Radio, CD-Player, MP3-Player und Fernseher mit DVD-Player bedienen
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Individuelle kompetenzorientierte Lernaktivitäten

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • bedienen Radio, CD-Player, MP3-Player und Fernseher mit DVD-Player sachgerecht, indem sie
    • bereitgestellte Geräte mithilfe von adaptierten Ansteuerungselementen ein- und ausschalten.
    • um die Funktion der verschiedenen Tasten am Gerät oder auf der Fernbedienung wissen.
    • am Gerät verschiedene Programme einstellen und diese wiederfinden.
    • eine CD sachgerecht in den CD-Player einlegen, ein Angebot auswählen und dieses durch Drücken der Tasten am Gerät oder auf der Fernbedienung starten.
    • Musik auf dem MP3-Player speichern und einzelne Angebote auswählen, um sie anzuhören.
    • die Qualität der Wiedergabe wie Lautstärke, Helligkeit, Kontrast, Höhen und Tiefen regeln.
    • eine DVD zum Abspielen von Filmen sachgerecht in den DVD-Player einführen und das Programm mithilfe der Fernbedienung starten.
SlU 6.1.6 Telefon, Mobiltelefon und Smartphone bedienen
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Individuelle kompetenzorientierte Lernaktivitäten

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • unterscheiden verschiedene Telefone, indem sie
    • diese ausprobieren (z. B. „Dosentelefon“, feststehendes Telefon, schnurloses Telefon, Mobiltelefon, Smartphone).
    • Gemeinsamkeiten und Unterschiede wie Aussehen, Klingelzeichen, Tasten und Display beschreiben.
    • die Funktionen verschiedener Telefongeräte vergleichen. So können sie ein schnurloses Telefon nur zum Telefonieren nutzen, mit einem Smartphone aber auch fotografieren, spielen oder im Internet recherchieren.
  • bedienen ein Mobiltelefon sachgerecht, indem sie
    • die Stromversorgung sicherstellen, den Ein- und Ausschaltknopf betätigen und das Hochfahren eines Smartphones abwarten.
    • spezifische Bereitstellungsroutinen wie das Eingeben personaler Identitätsnummern oder Kennwörter sowie das Einsetzen der Chip-Karte beachten.
    • die Handhabung von Touchscreens erkunden.
    • sich anhand der Applikationssymbole orientieren und diese zum Telefonieren, Fotografieren, Abspielen von Musik, Spielen etc. verwenden.
    • situationsgerecht auf Klingelzeichen, Signaltöne und Symbole (z. B. für eingehende Anrufe, Sprachnachrichten oder zur Neige gehende Akkus) verschiedener Geräte reagieren.
    • sich über Möglichkeiten des digitalen Datenaustauschs anhand verschiedener Verbindungstechniken wie Kabel, WLAN, mobile Daten oder Bluetooth informieren und Kosten-Nutzen-Vergleiche anstellen.
  • nehmen ein Telefongespräch an, indem sie
    • auf das Klingelzeichen oder die Erkennungsmelodien reagieren, den Telefonhörer abheben oder die Annahmetaste drücken bzw. das Annahmezeichen über das Display wischen.
    • den Telefonhörer oder das Mobiltelefon sachgerecht an Mund und Ohr halten, sodass sie in das Mikrofon sprechen und über den Lautsprecher gehört werden können.
    • den Telefonhörer auflegen, die Beenden-Taste drücken oder das Beenden-Zeichen auf dem Display antippen.
    • Nachrichten von einem Anrufbeantworter oder einer Mailbox durch Betätigen der Wiedergabetaste abhören.
  • setzen einen Anruf ab, indem sie
    • den Hörer abnehmen, die Wählen-Taste drücken oder das Applikationssymbol für Telefonieren auf dem Touchscreen mobiler Endgeräte antippen.
    • die Rufnummer eingeben, eine programmierte Telefonnummer aus dem digitalen Telefonbuch auswählen oder die Wahlwiederholung nutzen.
    • einen Anrufbeantworter oder eine Mailbox sachgemäß besprechen und dabei z. B. die Notwendigkeit des Sprechens erkennen, deutlich sprechen und prägnant formulieren.
SlU 6.1.7 Computer, Laptop und Tablet bedienen
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Individuelle kompetenzorientierte Lernaktivitäten

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • unterscheiden und verbinden die Bestandteile einer EDV-Anlage, indem sie
    • Rechner, Bildschirm, Tastatur, Maus, verschiedene Laufwerke, Drucker und Beamer als Bestandteile einer EDV-Anlage wahrnehmen und deren Funktion beschreiben.
    • Hardwarekomponenten (Peripheriegeräte) zweckmäßig mit dem Computer verbinden und dabei Schnittstellen wie verschiedene Steckerformen oder Slots beachten.
    • sich über Möglichkeiten der Vernetzung mit dem Internet wie LAN, WLAN oder Mobile-Daten-Nutzung informieren.
    • ein Altgerät zur Erkundung der Bestandteile eines Computers, Laptops oder Tablets demontieren.
  • starten oder fahren einen Computer, ein Laptop oder ein Tablet sachgemäß herunter, indem sie
    • den Einschaltknopf betätigen, warten bis das Gerät hochgefahren ist und den Bereitstellungsroutinen des Gerätes, wie z. B. der Eingabe eines Passwortes folgen.
    • den Prozess des Herunterfahrens einleiten, warten bis dieser abgeschlossen ist und dann den separaten Bildschirm ausschalten, das Laptop zuklappen oder das Tablet in einer Schutzhülle sicher verwahren.
  • unterscheiden und nutzen verschiedene Eingabegeräte, indem sie
    • die Funktion der Tasten auf der Tastatur, wie z. B. Cursor-, Eingabe-, Leer-, Buchstaben- und Zahlen-Tasten, erproben.
    • einzelnen Tasten bestimmte Funktionen zuordnen und diese gezielt bedienen.
    • zügige Möglichkeiten der Tastaturbenutzung (z. B. 10-Finger-Tastschreiben) erproben und festigen.
    • die Funktionen der Maus (z. B. Tasten, Scrollrad) erkunden und die Bewegung der Maus auf dem Bildschirm verfolgen.
    • verschiedene Tätigkeiten mit der Maus ausprobieren (z. B. Cursor steuern, Elemente markieren und verschieben, malen).
    • weitere Eingabegeräte wie Touchscreen, Joystick, individuelle technische Adaptionen erproben.
    • Computer, Laptop oder Tablet und deren Anwendungen über Spracheingaben steuern.
    • interaktive Eingabemöglichkeiten an digitalen Tafeln mit Stift, Finger oder Marker erproben.
  • unterscheiden und nutzen verschiedene Speichermöglichkeiten, indem sie
    • sich in der Dateisystematik anhand unterschiedlicher Laufwerke, Ordner, Unterordner und Dateinamen orientieren.
    • selbst ein Ordnersystem aus Ordnern und Unterordnern anlegen und treffende, kurze Benennungen von Dateien und Ordnern wählen.
    • sich über verschiedene Speichermöglichkeiten (z. B. Festplatte, DVD, USB-Stick, Cloud) informieren und Vor- und Nachteile unterschiedlicher Speicherkapazitäten (z. B. Haltbarkeit, Möglichkeiten zum Löschen und Wiederbeschreiben, Sicherheit) vergleichen.
    • die Speicherfunktion über die Menüleiste ansteuern und den Ordner auswählen, in den gespeichert werden soll.
    • ein Speichermedium wie DVD, USB-Stick oder SD-Speicherkarte einlegen.
  • unterscheiden und nutzen verschiedene Ausgabegeräte, indem sie
    • Erfahrungen mit akustischer Ausgabe durch Lautsprecher, mit optischer Ausgabe durch Bildschirm, Drucker und Beamer machen.
    • die Druckfunktion eines Druckers ansteuern, Dokumente ausdrucken und das Blatt aus dem Drucker entnehmen.
  • bedienen die Software eines Computersystems sachgemäß, indem sie
    • allgemeine Bearbeitungsfunktionen nutzen, wie Dateien öffnen, bearbeiten und schließen, Abschnitte eines Dokuments markieren oder einen Befehl rückgängig machen.
    • verschiedene Programme für unterschiedliche Einsatzbereiche des Computers, Laptops oder Tablets (z. B. Spielen, Malen, Schreiben, Rechnen, Konstruieren, Kommunizieren, Informieren, Präsentieren) erkunden und unterscheiden.
    • für einen ausgewählten Einsatzbereich das passende Programm auswählen (z. B. Lernen – Unterrichtssoftware, Lernplattformen; Kommunikation – E-Mail-Programm, Chats, soziale Netzwerke; Information – digitales Lexikon, Internet-Browser; Malen – Malprogramm, Bildbearbeitungssoftware).
    • eine ausgewählte Software installieren und dabei den Installationsschritten folgen, bei Entscheidungsfragen sinnvoll abwägen und die richtigen Buttons betätigen.
    • sich über die Gefahren von Viren i nformieren und den Virenscanner in regelmäßigen Abständen aktualisieren.
  • bedienen ein Bildbearbeitungsprogramm, indem sie
    • dieses aufrufen, selbst Bilder malen oder vorhandene Bilder durch Zerschneiden, Verzerren oder neues Zusammenfügen verändern.
    • digitale Fotos archivieren und bearbeiten oder analoge Fotos z. B. durch digitales Abfotografieren oder Scannen digitalisieren.
  • bedienen ein Textverarbeitungsprogramm, indem sie
    • dieses aufrufen, Wörter, Sätze oder Texte schreiben und Funktionen wie Schriftart, Größe oder Rechtschreibprüfung benutzen.
    • erproben verschiedene Eingaben und Formatierungen wie die Gestaltung von Überschriften, die Herstellung von Textabschnitten oder das Einfügen von Bildern.
SlU 6.2.1 Grundlegende Fähigkeiten für die Informationsbeschaffung nutzen
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Individuelle kompetenzorientierte Lernaktivitäten

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • entwickeln Voraussetzungen für die Informationsbeschaffung, indem sie
    • Geräusche, Klänge und Sprache wahrnehmen und ihre Fähigkeit zum Zuhören trainieren.
    • verschiedene Lesestrategien und Leseerfahrungen (z. B. Informationsentnahme aus Bildern, Symbolen, Fotos, Videos, Signalwörtern, Wort und Text) anwenden, um Informationsbedarfe zu decken.
    • erkennen, in welchen Situationen (z. B. Planung einer Wegstrecke, Besuch von Veranstaltungen, Vorbereitung eines Referats) eine Informationsbeschaffung hilfreich ist.
  • erwerben und nutzen Suchstrategien, indem sie
    • erkennen, welche Informationsquellen sie für ihre Fragestellung oder Recherche heranziehen (z. B. Wetter – Radio, Fernsehen, Wetter-App; lokale Ereignisse –regionale Zeitung, Online-Nachrichten; Referat – Lexika in digitaler und gedruckter Form, Telefonate).
    • medienspezifische Strategien für die Informationsgewinnung anwenden (z. B. alphabetische Suche in Lexika, Lesen von Fernsehprogrammen in Spalten, Eingabe passender Suchbegriffe oder Schlagworte in Suchmaschinen im Internet).
    • bei der Suche nach Informationen das Wichtige von Unwichtigem unterscheiden.
    • Informationen hinsichtlich Echtzeit, Vollständigkeit und Qualität vergleichen und bewerten.
SlU 6.2.2 Verschiedene Medien für die Informationsbeschaffung auswählen und Inhalte entnehmen
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Individuelle kompetenzorientierte Lernaktivitäten

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • informieren sich gezielt mithilfe von gedruckten Medien, indem sie
    • Bilder einer Tageszeitung betrachten, Überschriften, Unterüberschriften und Artikel lesen und daraus Informationen entnehmen.
    • am Projekt „Zeitung in der Schule“ teilnehmen.
    • Zeitschriften (z. B. Modezeitschrift, Musikzeitschrift, Sportzeitung) zu verschiedenen Themen auswählen und aus Bildern und Texten Informationen entnehmen.
    • Bücher auswählen, anhand des Inhaltsverzeichnisses Abschnitte auswählen und aus Bildern und Texten Informationen entnehmen.
  • informieren sich über Hörfunk, Film und Fernsehen, indem sie
    • verschiedene Informationssendungen (z. B. Nachrichten, Dokumentationen, Magazine, Interviews) hören und betrachten.
    • informative Angebote (z. B. Nachrichten oder Dokumentationen) von anderen Unterhaltungsformaten (z. B. Spielfilm, Show oder Werbung) unterscheiden.
    • aus Programmzeitschriften inhaltliche Aspekte von Sendungen entnehmen und sich für Sendungen oder Filme, die dem eigenen Informationsbedarf gerecht werden, bewusst entscheiden.
  • informieren sich im Internet mithilfe von Computer oder mobilen Endgeräten, indem sie
    • eine Internetrecherche begleiten, dabei assistieren oder diese schrittweise selbständig durchführen.
    • eine Internetseite durch gezielte Eingabe einer Adresse aufrufen.
    • häufig besuchte Internetseiten als Lesezeichen anlegen und aufrufen.
    • Suchmaschinen als Methode der Recherche nutzen, diese im Browser aufrufen und einen Suchbegriff eingeben.
    • eine geeignete Informationsquelle aus den Angeboten auswählen und die Suche bis zum Erhalt der gewünschten Information fortsetzen.
    • sich optisch auf Internetseiten orientieren und Links z. B. anhand der Schriftfarbe oder der Veränderung des Mauszeigers beachten.
    • die Vorlesefunktion auf barrierefreien Internetplattformen nutzen.
    • filmische Gebrauchsanleitungen (z. B. Tutorials) oder Online-Foren zu bestimmten Fragestellungen nutzen.
    • Internetseiten speichern und sie offline aufrufen.
  • verwenden die Ergebnisse der Informationssuche, indem sie
    • Informationen von Werbung unterscheiden und sich nicht von Werbebannern ablenken lassen.
    • Inhalte einer Internetseite ausdrucken und Urheberrechte beachten.
    • Inhalte aus verschiedenen Medien kritisch hinsichtlich ihres Wahrheitsgehalts überprüfen und bewerten.
SlU 6.2.3 Bildungsmedien nutzen
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Individuelle kompetenzorientierte Lernaktivitäten

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • arbeiten mit digitalen Lernprogrammen (z. B. Leselernprogramme, Rechenprogramme, Open educational ressources/OER) und nutzen diese zum selbst gesteuerten Üben, indem sie
    • die zu analogen Büchern bereitgestellten Online-Trainingsprogramme nutzen.
    • E-Schoolbooks oder digitale Arbeitshefte mit interaktiven und multimedialen Inhalten nutzen.
    • sich auf einer Lernplattform anmelden und bereitgestellte Übungsaufgaben oder Hausaufgaben bearbeiten.
    • ihre eigenen digitalen Endgeräte (z. B. Notebook, Tablet, Smartphone) in die Schule mitbringen und diese für unterrichtliche Zwecke einsetzen.
    • sich in einem Online-Team organisieren und in gemeinsamer Kooperation bestimmte Inhalte erarbeiten oder spielerisch üben.
    • unmittelbare Rückmeldung über den Lernerfolg erhalten und Fehler selbständig verbessern.
    • selbst oder in Absprache mit der Lehrkraft das Anforderungsniveau und die Geschwindigkeit des Lernprogramms bestimmen.
    • das Expertenwissen von Mitschülerinnen und Mitschülern im Umgang mit Lernmedien nutzen.
SlU 6.3.1 Mithilfe von Medien situations- und adressatengerecht kommunizieren
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Individuelle kompetenzorientierte Lernaktivitäten

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • unterscheiden verschiedene Kommunikationssituationen, indem sie
    • sich von einem Telefonanruf, einem Brief, einer E-Mail oder einer Textnachricht angesprochen fühlen und angemessen darauf reagieren.
    • für die jeweilige Situation das jeweils angemessene Medium auswählen und z. B. im Internet etwas bestellen, Glückwünsche in einem Brief übermitteln, digitale Textnachrichten für schnelle Übermittlung nutzen oder ein persönliches Gespräch über das Telefon führen.
  • nutzen Hilfsmittel der Unterstützten Kommunikation, indem sie
    • verschiedene analoge (z. B. Ich-Buch, Bezugsobjekte, Bild- und Symbolkarten) und digitale (z. B. Sprachausgabecomputer) Medien unterscheiden, ausprobieren und ein für sie geeignetes Medium auswählen.
    • einen für ihr Lebensumfeld geeigneten Wortschatz zusammenstellen und dessen Anwendung trainieren.
    • Personen in ihrem Lebensumfeld in ihre Kommunikationsweise einführen und das Einsetzen der Kommunikationsmittel in der Gesellschaft trainieren.
  • nutzen ein Telefon zum Kommunizieren, indem sie
    • beim Telefonieren Gesprächsführung und Gesprächsregeln (z. B. sich begrüßen, zuhören, wechselseitige Frage-Antwort-Kommunikation, sich verabschieden) beachten.
    • Situationen, in denen das Telefonieren notwendig ist (z. B. Gefahr, Notruf, Notwendigkeit einer direkten, persönlichen Rückmeldung) von anderen Kommunikationssituationen unterscheiden.
    • gemeinsam mit Mitschülerinnen und Mitschülern sowie mit Lehrkräften Regeln zum Umgang mit privaten mobilen Endgeräten in der Schule (z. B. Ausschalten im Unterricht) erarbeiten.
    • dieses bei öffentlichen Veranstaltungen ausschalten.
    • ihre Nummer nicht an ihnen unbekannte Personen weitergeben oder keine unbekannten Nummern anwählen.
  • nutzen Kurzmitteilungen zum mobilen Nachrichtenaustausch, indem sie
    • einzelne Buchstaben eintippen oder die Worterkennungsfunktion der mobilen Endgeräten nutzen.
    • Sprachnachrichten mithilfe der Menüführung des Mobiltelefons verfassen und versenden.
    • eine Nachricht inhaltlich aussagekräftig verfassen (z. B. „Ich habe den Bus verpasst. Holst du mich ab?“).
    • durch das Teilen von Fotos, Bildern oder Videos miteinander kommunizieren.
    • reflektieren, in welchem Zeitumfang und zu welchen Tageszeiten sie Kurzmitteilungen empfangen und versenden möchten, und dabei einen angemessenen Sprachcodex verwenden.
  • nutzen E-Mail-Programme, indem sie
    • diese aufrufen und ein Passwort eingeben.
    • den entsprechenden Button auf der Symbolleiste oder der Menüleiste ansteuern und elektronische Post abholen.
    • den Aufbau einer E-Mail-Adresse beachten und ein Adressbuch im E-Mail-Programm anlegen.
    • beim Erstellen einer Nachricht den Aufbau einer E-Mail, wie Betreff, Anrede und Grußformeln, beachten.
    • einer Nachricht einen Anhang anfügen.
    • das Passwort für ihren E-Mail-Account geheimhalten und keine E-Mails oder Anhänge unbekannter Herkunft öffnen.
SlU 6.3.2 Medien zur Selbstversorgung nutzen
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Individuelle kompetenzorientierte Lernaktivitäten

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • setzen Medien bei Notfällen ein, indem sie
    • die Notruffunktion bei verschiedenen Telefongeräten (z. B. dem eigenen Mobiltelefon, dem Telefon im Klassenzimmer) oder bei Notrufknöpfen an Armbändern oder Ketten nutzen.
    • sich über wichtige Notrufnummern (z. B. Notruf, Feuerwehr, Beratungsstellen, Telefonseelsorge) informieren.
    • eine Hilfemeldung formulieren und Wer-, Wo-, Was-, Wann-, Wie-viele-Fragen beachten.
    • eine wichtige Betreuungsperson benachrichtigen und die ihren Fähigkeiten angemessenste Form der Kommunikation (z. B. Anruf, Sprachnachricht, Fotonachricht) wählen.
  • wenden analoge und digitale Medien zur Orientierung im Alltag an, indem sie
    • Hilfsmittel zur Unterstützten Kommunikation bedienen und sie situationsgerecht einsetzen.
    • technische Geräte des alltäglichen Lebens (z. B. Licht, Heizung, Haushaltsgeräte) direkt, per Fernsteuerung oder Sprachbefehl bedienen.
    • sich an digitalen Informations-Terminals (z. B. Fahrkartenautomat) orientieren und diese bedienen.
    • ihre Position und eine mögliche Route zu einem gewünschten Ort mithilfe von Navigationssystemen bestimmen.
  • informieren sich über die verantwortungsbewusste Nutzung digitaler Medien, um Einkäufe zu tätigen, indem sie
    • sich mithilfe von Medien (z. B. Fernsehen, Internet, Radio, Katalog, Wurfsendungen, Zeitung) über Warenangebote informieren.
    • den Bestellvorgang durch Datenübertragung per Telefon oder Internet nachvollziehen.
    • die Vorteile (z. B. bequemer Einkauf von zu Hause, Preisvergleich verschiedener Anbieter) und Nachteile (z. B. keine Möglichkeit zur Prüfung der Ware, kein Kontakt zu anderen Menschen) des elektronischen Einkaufs analysieren.
    • sich der Gefahren des bargeldlosen Einkaufs bewusst sind und Verschuldung vermeiden.
    • Versand- und Portokosten sowie Rücksendekosten berücksichtigen.
    • sich der Verbindlichkeiten des elektronischen Einkaufs hinsichtlich Garantie oder Rückgabe bewusst sind.
  • informieren sich über den verantwortungsbewussten Umgang mit elektronischen Zahlungsweisen, indem sie
    • sich über elektronische Zahlungsweisen (z. B. Girocard, Geldkarte, Kreditkarte, Ladeterminals) informieren.
    • sich über elektronische Bezahldienste im Internet (z. B. Online-Überweisung, Bezahlen per Mobiltelefon) informieren.
    • sich möglicher Gefahren bewusst sind und Sicherheitsaspekte beim elektronischen Bezahlen (z. B. Geheimhaltung der persönlichen Nummern, sichere Aufbewahrung der Karten, Schutz des Computersystems vor Missbrauch) beachten.
  • informieren sich über die Führung eines Bankkontos, indem sie
    • den Vorgang des Geldabhebens am Bankautomaten nachvollziehen und z. B. Distanz zu anderen Personen wahren, geforderte Daten wie die Geheimzahl eingeben und das Geld aus dem Ausgabefach entnehmen.
    • sich über das Abrufen des aktuellen Kontostands am Bankautomaten oder im Internet und über die Möglichkeit, Kontoauszüge selbständig auszudrucken, informieren.
    • sich über den Vorgang der Verwaltung eines elektronischen Bankkontos (z. B. Tätigen einer Überweisungen, Beobachtung von Zahlungsvorgängen) informieren.
SlU 6.3.3 Medien für die Freizeitgestaltung nutzen
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Individuelle kompetenzorientierte Lernaktivitäten

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • betrachten und lesen Zeitschriften, Bücher, Zeitungen oder E-Books und nutzen die Möglichkeit der direkten Beeinflussung von Geschehen bei interaktiven Bilderbüchern, indem sie
    • Interessen und Vorlieben für bestimmte Zeitschriften, Bücher oder Bücherhelden entwickeln.
    • eine Bücherei nutzen und z. B. einen Mitgliedsausweis besitzen und die Öffnungszeiten und Nutzungsbedingungen berücksichtigen.
  • wählen Musikangebote für ihre Freizeitgestaltung aus, indem sie
    • Lieblingsmusik von unterschiedlichen Speichermedien hören.
    • ausgewählte Musik oder Musikvideos von Musikportalen suchen, betrachten und speichern.
    • sich der Problematik illegaler Downloads von Musik und Videos bewusst sind und rechtliche Vorgaben einhalten.
  • wählen mediale Produkte aus Fernsehen, Radio und Internet für die Freizeitgestaltung aus, indem sie
    • sich in Programmzeitschriften über eine bestimmte Fernseh- oder Radiosendung bzw. deren Sendezeit informieren und sich den Tagesablauf entsprechend einteilen.
    • Sendungen mithilfe verschiedener Medien aufzeichnen oder Filmmaterial in Form von DVDs ausleihen.
    • Mediatheken sowie Streaming-Angebote von Fernseh- oder Radiosendern nutzen, um gezielt und zeitunabhängig ein Angebot auszuwählen.
    • reflektieren, in welchem zeitlichen Umfang diese für ihre Freizeitgestaltung förderlich sind.
  • reflektieren die angemessene Nutzung von Medien zum Zeitvertreib, indem sie
    • sich über verschiedene altersangemessene Medien informieren.
    • sich mit Freundinnen und Freunden, auch im kritischen Diskurs, über verschiedene digitale Medienangebote austauschen.
    • reflektieren, in welchem zeitlichen Umfang digitale Medienangebote für ihre Freizeitgestaltung förderlich sind.
  • kommunizieren und agieren in ihrer Freizeit mithilfe von Medien, indem sie
    • soziale Netzwerke, Instant-Messaging-Dienste und elektronische Kommunikationsplattformen wie Blogs oder Chats zum Austausch mit Freunden nutzen und dabei rechtliche Vorgaben wie ein erforderliches Mindestalter für eine Mitgliedschaft beachten.
    • Geo-Caching-Programme bei gemeinsamen Ausflügen mit Freunden, Schule oder Familie erkunden und nutzen.

SlU 6.4 Produzieren und Präsentieren
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Individuelle kompetenzorientierte Lernaktivitäten

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • präsentieren Ergebnisse mithilfe optischer Medien, indem sie
    • diese in selbst gemalten Bildern darstellen.
    • eine Plakatwand zu bestimmten Themen (z. B. Bericht über einen Schullandheimaufenthalt oder eine Sportveranstaltung, Ergebnisse einer Umfrage oder Recherche) gestalten.
    • eine Klassen- oder Schulzeitung mit Texten und Fotos produzieren.
  • präsentieren Ergebnisse mithilfe akustischer Medien, indem sie
    • selbst oder andere Personen Informationen auf elektronische Hilfsmittel der Unterstützten Kommunikation sprechen und sie diese abrufen.
    • ein Interview vorbereiten und durchführen.
    • ein Hörspiel zu verschiedenen Themen (z. B. „Geisterstunde“, „In der Stadt“) erstellen.
    • ein Konzert der Schulband oder Beiträge vom Schulfest aufnehmen.
    • ein Schulradio betreiben und dazu verschiedene Beiträge erstellen.
  • präsentieren Ergebnisse mithilfe audiovisueller Medien, indem sie
    • Situationen und Ereignisse wie Rollenspiele oder Schulfeste filmen.
    • Filme durch Ausschneiden oder Hinzufügen von Szenen, Sprache oder Musik verfremden.
    • bei der Herstellung eines Films Zielsetzung und Themen, Reihenfolge der Filmszenen, Rollengestaltung und Requisiten festlegen.
    • multimediale Präsentationen durch die Kombination von Text-, Foto-, Film- und Sounddateien z. B. zur Vorstellung der Schule gestalten.
    • die Klasse, die Schule oder ausgewählte Projekte auf der Schulhomepage präsentieren, dabei Rechtsgrundlagen für den Gebrauch von Daten im Internet berücksichtigen und z. B. das Einverständnis von abgebildeten Personen einholen, persönliche Daten nicht ins Internet stellen oder Urheberrechtsschutz von Datenträgern beachten.
SlU 6.5.1 Medienangebote und Medienerzeugnisse hinterfragen
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Individuelle kompetenzorientierte Lernaktivitäten

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • vollziehen die Produktion von Medienprodukten nach und reflektieren diese, indem sie
    • eine Druckerei besuchen.
    • eine Sendeanstalt besuchen und mit Journalisten in Kontakt treten.
    • mit Produzenten oder Schauspielern in Kontakt treten und diese als Urheber von Fiktionen erkennen.
  • beurteilen Medienerzeugnisse nach ausgewählten Kriterien, indem sie
    • verschiedene mediale Textformen (z. B. gesprochenes oder geschriebenes Wort) und mediale Textsorten (z. B. Dokumentation, Fiktion oder Werbung) unterscheiden.
    • die Qualität von Medienerzeugnissen z. B. nach Publikumswirksamkeit oder Wahrheitsgehalt bewerten.
  • analysieren die manipulative Wirkung von Medien, indem sie
    • Möglichkeiten der eigenen Manipulierbarkeit (z. B. Kippbilder, Vermischung von Fiktion und Realität) erkennen.
    • selbst Mechanismen zur Manipulation von Mediennutzern experimentell erproben (z. B. Bilder verändern, einen Film mit anderem Ton unterlegen) und diese reflektieren.
    • die Darstellung eines Ereignisses in unterschiedlichen Veröffentlichungen und Medien (z. B. Boulevardzeitung, seriöse Zeitung, Radio und soziale Medien) vergleichen.
    • fiktive und reale Welten voneinander trennen.
    • einen Zusammenhang zwischen der Häufigkeit, mit der ein Thema in den Medien erscheint, und dem öffentlichen Interesse erkennen.
  • analysieren die manipulative Wirkung von Werbung, indem sie
    • Orte von Werbung wahrnehmen (z. B. Plakate, Zeitschriften, Fernsehen) und allgemeine Werbung von personalisierter Werbung im Internet unterscheiden.
    • die Gestaltungsmittel von Werbung beschreiben (z. B. idealisierte Darstellung, Übertreibung, Vereinfachung, Wiederholung, Farbigkeit, Schrift) und sie von anderen Informationen unterscheiden.
    • die Attraktivität der Werbeträger und die Gefühle, Wünsche und Stimmungen, die sie erzeugen, kritisch reflektieren.
    • Werbung für eigene Zwecke (z. B. ein Werbeplakat für den Weihnachtsmarkt der Schule, einen Werbefilm fürs Schülercafé oder eine Homepage für die Schülerfirma) gestalten.
SlU 6.5.2 Chancen und Risiken des Konsums digitaler Medien beurteilen
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Individuelle kompetenzorientierte Lernaktivitäten

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • diskutieren die Chancen digitaler Medien und des Internets für ihr persönliches Lebensumfeld, indem sie
    • die Nutzung digitaler Medien als Zeit- und Arbeitsersparnis (z. B. schnelle Verfügbarkeit von Informationen, Kommunikationsmöglichkeit zu jeder Zeit) im Vergleich zum Gebrauch älterer Technologien erleben.
    • die Möglichkeiten von ansprechenden und leicht verständlichen Präsentationsweisen von Inhalten reflektieren.
    • die Erweiterung von Kommunikationsmöglichkeiten für nicht verbal kommunizierende Menschen nachvollziehen.
    • den Nutzen von Vorlesefunktionen auf barrierefreien Internetplattformen reflektieren.
  • diskutieren die Risiken digitaler Medien und des Internets für ihr persönliches Lebensumfeld, indem sie
    • das Risiko der Manipulation durch soziale Netzwerke, Internetnutzung und Nutzung von Sprachassistenten (z. B. Werbung, personalisierte Informationsangebote, Kettenbriefe, ungewolltes Abhören) reflektieren.
    • sich die Gefahr eines Realitätsverlusts (z. B. Verschwimmen der Trennung von Realität und Fiktion bei Realitysoaps, virtuellen Realitäten oder virtuellen Computerspielen) bewusstmachen.
    • sich über Risiken durch Ausspähen und Massenspeicherung von Daten durch Dritte (z. B. Veruntreuung von Geldern, Erpressung, Sexting) informieren.
    • nachvollziehen, dass sie als Nutzer gewalttätigen Einflüssen (z. B. Cybermobbing, Eindrücke von Gewalttaten durch altersunangemessene Bilder) ausgesetzt sein können.
    • sich der Gefahr der Abhängigkeit und Mediensucht bei übermäßigem Medienkonsum bewusstwerden.
    • Risiken der Verschuldung durch Kostenfallen wie Service- oder Sonderrufnummern, Lockanrufe, In-App-Käufe und WAP-Billing reflektieren.
    • reflektieren, dass sie durch die Verletzung von Persönlichkeits- und Urheberrechten anderer oder die Nutzung nicht altersangemessener Programme oder Internetseiten straffällig werden können.
    • Risiken der Umweltverschmutzung durch einen zunehmend steigenden Stromverbrauch für elektronische Medien (z. B. Endgeräte, Massenspeichergeräte) und durch einen umweltschädlichen Abbau von Ressourcen für die Herstellung von digitalen Endgeräten reflektieren.
    • Risiken der Ausbeutung und Gesundheitsgefährdung von Arbeitern bei der Herstellung von digitalen Endgeräten nachvollziehen.
  • entwickeln eine verantwortungsvolle Handlungs- und Nutzungsweise im Umgang mit digitalen Medien und dem Internet, indem sie
    • ihren eigenen Medien und Internetkonsum nach Dauer und Art analysieren, bewerten und daraus Konsequenzen für die weitere Nutzung ziehen und so z. B. Tageszeiten ohne Medienkonsum für sich festlegen.
    • Medien bewusst auswählen und für eine anregende und sinnvolle Freizeitgestaltung nutzen.
    • zwischen vertrauenswürdigen und zweifelhaften Informationen und Quellen unterscheiden.
    • mit eigenen und fremden Daten vorsichtig und verantwortungsvoll umgehen und z. B. persönliche Daten und Fotos nur an vertrauensvolle Personen weitergeben.
    • für die Kommunikation Regeln der Netiquette einhalten und für sich einfordern.
    • bei persönlichen Problemsituationen (z. B. Mediensucht, Sextingangriffe) Hilfe bei Vertrauenspersonen, Beratungsstellen oder Ärzten suchen.
    • elektronische Geräte, wenn sie für eine längere Zeitdauer nicht benutzt werden, ausschalten.
    • beschädigte Geräte reparieren lassen und defekte Geräte zum Recyceln bringen.