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Geschichte/Sozialkunde Vorklasse

gültig ab Schuljahr 2017/18

Bei den Lernbereichen 2 bis 5 handelt es sich um Wahlmodule. Diese sind mit dem Begriff „optional“ gekennzeichnet. Davon müssen zwei gewählt werden.

GSk10 Lernbereich 1: Methodenkompetenzen
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Die Methodenkompetenzen werden im Zusammenhang mit den anderen Lernbereichen erworben und hierzu von der jeweiligen Lehrkraft in eigenem pädagogisch-didaktischen Ermessen in alle anderen Lernbereiche integriert.
Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • erfassen Textquellen selbständig und ordnen diese in den jeweiligen historischen und gesellschaftspolitischen Hintergrund ein.
  • analysieren visuelle Quellen (z. B. Bilder, Fotografien, Schaubilder, Statistiken und Wahlplakate), um sie zielgerichtet in den historischen und gesellschaftspolitischen Kontext einzuordnen.
  • analysieren und interpretieren historische und aktuelle Karikaturen und setzen diese in Bezug zu den jeweiligen Ereignissen, Personen und Prozessen.
  • entnehmen selbständig Informationen aus Geschichtskarten, interpretieren diese und ordnen sie in den jeweiligen historischen Hintergrund ein.
  • nutzen Ton- und Filmdokumente, um vorgegebene Geschichts- und Gesellschaftsbilder zu reflektieren.
  • erkennen die Bedeutung der historischen und soziopolitischen Fachsprache und verwenden sie.
  • recherchieren angeleitet in Medien (z. B. Fachliteratur, Lexika, Internet) nach Informationen zu historischen und gesellschaftlichen Fragestellungen, um historische und soziale Prozesse zu erfassen und zu bewerten.

GSk10 Lernbereich 2: Teilhabe: Gestaltung der eigenen Lebenswirklichkeit (optional) (ca. 28 Std.)
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • erkennen Formen der Teilhabe als Grundmuster gesellschaftlichen Zusammenlebens und bewerten vor diesem Hintergrund ihre Gestaltungsmöglichkeiten innerhalb einer Gemeinschaft.
  • erfassen Staaten als Organisationsformen menschlichen Zusammenlebens und nutzen ihre Grundkenntnisse hinsichtlich unterschiedlicher Staatsformen, um deren Fähigkeiten zur Lösung politischer und gesellschaftlicher Probleme anhand aktueller und historischer Beispiele zu beurteilen.
  • nutzen ihre erweiterten Kenntnisse hinsichtlich der Möglichkeiten der politischen Partizipation der Bürgerinnen und Bürger in einer Demokratie, um deren Mitwirkungsmöglichkeiten zu beurteilen.
Inhalte zu den Kompetenzen:
  • soziale Rollen, z. B. Rolle in der Familie, in der Peergroup, in der Schule
  • Formen der Teilhabe und Partizipation, z. B. „Sharing“ und soziale Netzwerke
  • Merkmale und Aufgaben eines Staates
  • Staatsformen, z. B. repräsentative und direkte Demokratie, Diktatur, Monarchie
  • Mitwirkungsmöglichkeiten, z. B. mittels (Volks-)Abstimmungen, Wahlen, in Verbänden, Parteien etc.

GSk10 Lernbereich 3: Freiheitlich demokratische Rechte und Werte als Fundament der Lebenswirklichkeit in Deutschland (optional) (ca. 28 Std.)
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • wenden ihr Wissen über die Entstehung und Verbreitung der Grund- und Menschenrechte an, um die unterschiedlichen Auslegungen dieser Rechte und die Schwierigkeiten ihrer Durchsetzung auch an aktuellen Beispielen zu diskutieren.
  • erkennen aufgrund der Analyse zentraler Grund- und Menschenrechte deren Wesenskern, um ihre Bedeutung für die heutige Lebenswirklichkeit einzuordnen.
  • analysieren aktuelle und historische Fallbeispiele, um Spannungsverhältnisse zwischen einzelnen Grund- und Menschenrechten zu beurteilen.
  • erfassen wichtige Grundzüge der Werteordnung des Grundgesetzes und der Bayerischen Verfassung, um vor diesem Hintergrund aktuelle politische Entscheidungen zu diskutieren und zu beurteilen.
  • analysieren aktuelle Herausforderungen für den deutschen Rechts- und Sozialstaat und bewerten anhand normativer und pragmatischer Kriterien politische Lösungsansätze.
Inhalte zu den Kompetenzen:
  • Grund- und Menschenrechte und ihre Entstehung, z. B. Aufklärung, Französische Revolution, Vormärz, Verfassung der USA
  • Vergleich der Menschenrechtssituation in verschiedenen Staaten
  • Spannungsverhältnisse zwischen einzelnen Grund- und Menschenrechten, z. B. Freiheit vs. Sicherheit
  • Staatsprinzipien der BRD (Republik, Demokratie, Rechts-, Sozialstaat, Bundesstaat)
  • Herausforderungen für den deutschen Rechts- und Sozialstaat, z. B. demografischer Wandel, Migration

GSk10 Lernbereich 4: Weimarer Republik: Lebenswirklichkeiten in der ersten deutschen Demokratie (optional) (ca. 28 Std.)
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • nutzen ihr Wissen über die demokratischen Neuerungen der Weimarer Republik, um deren Bedeutung für die Lebenswirklichkeit des Einzelnen zu bewerten.
  • analysieren Vorbelastungen des neuen Staates durch die Kriegsniederlage und ihre Folgen, um Schwierigkeiten bei der Gründung der Weimarer Republik einzuordnen.
  • nutzen ihr Wissen über den Staatsaufbau der Weimarer Republik, um die Notwendigkeit einer ausgewogenen Kräfteverteilung der verschiedenen Staatsorgane zu beurteilen.
  • analysieren innenpolitische und außenpolitische Probleme hinsichtlich ihrer Bedeutung für die gesellschaftliche und staatliche Ordnung. Sie beurteilen verschiedene Lösungsansätze im Hinblick auf ihre Wirksamkeit.
  • bewerten die unterschiedlichen Errungenschaften der „Goldenen Zwanziger“, um ihre Bedeutung für die heutige Lebenswirklichkeit zu verstehen.
  • analysieren die vielfältigen Gründe des Scheiterns der Weimarer Republik, um die Multikausalität als ein Grundprinzip historisch-politischer Zusammenhänge zu erfassen.
  • analysieren, inwiefern bestimmte Regelungen des Grundgesetzes Reaktionen auf die Erfahrungen des Scheiterns der Weimarer Republik sind. Sie bewerten, ob und wie diese Regelungen in der Gegenwart gerechtfertigt werden können.
Inhalte zu den Kompetenzen:
  • Ausrufen der Republik und demokratische Errungenschaften der Weimarer Republik: Grundrechte, Frauenwahlrecht, Freistaat Bayern
  • Vorbelastungen: Niederlage Deutschlands im Ersten Weltkrieg und ihre Bedeutung im öffentlichen Bewusstsein, z. B. Versailler Vertrag (im Besonderen Kriegsschuldartikel 231), Dolchstoßlegende, demokratiefeindliche Eliten
  • Weimarer Reichsverfassung
  • Mentalitäten und Parteienspektrum in der Weimarer Republik
  • soziale Probleme und Ansätze zu ihrer Lösung
  • Erfolge der Außenpolitik bei Revision des Versailler Vertrages
  • kulturelle Errungenschaften der „Goldenen Zwanziger“, z. B. Architektur, Design, Film, Mode, Musik
  • Scheitern der Republik: Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise, Präsidialkabinette, Aushöhlung der Verfassung, Radikalisierung etc.
  • Antworten auf Weimar im Grundgesetz

GSk10 Lernbereich 5: Lebenswirklichkeiten im Nationalsozialismus (optional) (ca. 28 Std.)
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • setzen sich mit Ideologie, Ausformung und Folgen des nationalsozialistischen Terrorregimes und dessen menschenverachtenden Charakter auseinander, um den Wert des Engagements für unsere freiheitliche demokratische Grundordnung zu erkennen.
  • bewerten sowohl auf Basis ihrer Kenntnisse über die Gründe des Scheiterns der Weimarer Republik als auch vor dem Hintergrund demokratischer Prinzipien die Maßnahmen der Nationalsozialisten zu Machtausbau und Systemstabilisierung.
  • leiten aus Quellen der Alltagsgeschichte Fragen zum Lebensalltag im totalitären Staat ab, um unterschiedliche Perspektiven und Narrative reflektiert im historischen Kontext einzuordnen.
  • analysieren die Funktion von Propaganda für die Herrschaftssicherung, um die Einflussnahme von Medien auf Meinungsbildung und Verhaltensorientierung zu beurteilen.
  • charakterisieren Ziele und Strategien der nationalsozialistischen Expansions- und Eroberungspolitik vor dem und im Zweiten Weltkrieg, um deren Dimension zu bewerten.
  • nutzen ihre Kenntnisse über Strategien gesellschaftlicher Integration und Exklusion, um gruppendynamische Prozesse und ihre Folgen zu erörtern. Dabei decken sie Stereotypisierung und Stigmatisierung als Methoden der Ausgrenzung und Vorbereitung der Entrechtung auf, um vor diesem Hintergrund aktuelle Gefährdungen von Menschenrechten zu erkennen.
  • erkennen den menschenverachtenden Charakter der nationalsozialistischen Ideologie und die Dimension der nationalsozialistischen Verbrechen anhand der Entrechtung, Verfolgung und Vernichtung der europäischen Juden sowie weiterer Bevölkerungsgruppen.
  • hinterfragen die unterschiedlichen Formen des Verhaltens von Menschen gegenüber dem nationalsozialistischen System, um Möglichkeiten und Grenzen selbstbestimmter Lebensgestaltung zu beurteilen.
Inhalte zu den Kompetenzen:
  • Ideologie des Nationalsozialismus
  • Machtausbau und Systemstabilisierung: Ausbau des „Führerstaates“, Kulturpolitik, Wirtschaftpolitik etc.
  • Ausprägung des Nationalsozialismus in Bayern (ggf. an einem regionalen Beispiel)
  • Leben im totalitären Staat
  • Herrschaftssicherung durch Propaganda, Inszenierung der „Machtergreifung“
  • Expansions- und Eroberungspolitik, Zweiter Weltkrieg
  • Strategien gesellschaftlicher Integration durch Erlebnis- und Identifikationsangebote (z. B. sog. „Volksstaat“) und Exklusion durch Repression
  • Vernichtungspolitik und Shoa
  • Anpassung, innere Emigration, Nonkonformismus, Zivilcourage, Widerstand, Exil