Kompetenzerwartungen
Die Schülerinnen und Schüler ...
- diskutieren Ansätze zur Definition des Begriffs Künstliche Intelligenz (KI) und identifizieren Anwendungsbereiche in ihrem Alltag und der Wirtschaft.
- untersuchen verschiedene Ansätze des maschinellen Lernens.
- beschreiben die Funktionsweise eines künstlichen Neurons (Perzeptron) und erläutern den grundsätzlichen Aufbau eines künstlichen neuronalen Netzes.
- erkennen, wie die Menge, die Auswahl und die Qualität von Daten die Zuverlässigkeit und die Ergebnisse von KI-Systemen maßgeblich beeinflussen.
- setzen sich exemplarisch mit weiteren Ansätzen Künstlicher Intelligenz auseinander.
- hinterfragen die Ergebnisse des Einsatzes von KI-Systemen kritisch.
- durchlaufen eigenständig Prozessschritte des maschinellen Lernens unter Verwendung eines geeigneten Werkzeugs.
- bewerten das resultierende Modell und wenden ggf. Strategien zur Optimierung des Modells an.
- setzen sich mit aktuellen Einsatzmöglichkeiten von KI-Systemen auseinander und reflektieren sowohl deren sichtbare als auch unbemerkte Nutzung. Sie diskutieren Chancen und Risiken und bewerten diese in Bezug auf individuelle, betriebliche und gesellschaftliche Verantwortung. Dabei erkennen sie Zielbeziehungen und wägen verschiedene Handlungsoptionen ab.
Inhalte zu den Kompetenzen:
- Unterscheidung menschliche vs. künstliche Intelligenz (z. B. Turing-Test, chinesisches Zimmer, starke vs. schwache KI), aktuelle KI-Anwendungsbereiche (z. B. Robotik, Sprach-, Bildverarbeitung)
- maschinelles Lernen: überwachtes Lernen (supervised learning), unüberwachtes Lernen (unsupervised learning), verstärkendes Lernen (reinforcement learning)
- neuronales Netz: Ein-, Ausgabeschicht, verdeckte Schichten, Gewichte
- Big Data, Datenauswahl, Trainings- und Testdaten
- wissensbasierte (z. B. Entscheidungsbaum) bzw. aktuelle Ansätze von KI (z. B. explainable AI)
- Fehlkonzepte (z. B. Scheinpräzision), Halluzinationen (falsche KI-Aussagen) und Verzerrungen (Bias) in KI-Systemen, z. B. bei Large Language Models oder adaptiven Lernumgebungen
- Vorbereitungs-, Trainings-, Testphase (z. B. neuronale Netze, Clusteranalyse, Klassifikation)
- Qualitätsaspekte eines KI-Modells (z. B. Konfusionsmatrix interpretieren, Over- bzw. Underfitting)
- aktuelle Chancen und Herausforderungen für die Schülerinnen und Schüler (z. B. Einsatz von KI für den eigenen Lernprozess), Wirtschaft (z. B. Automatisierung und Arbeitswelt) und Gesellschaft (z. B. demokratische Prozesse und Datenschutz)
