Lehrplan PLUS

Direkt zur Hauptnavigation springen, zur Servicenavigation springen, zur Seitennavigation springen, zu den Serviceboxen springen, zum Inhalt springen

Sozialwirtschaft und Recht 12 (S)

gültig ab Schuljahr 2018/19

SwR12 Lernbereich 1: Für ein soziales Unternehmen Kaufverträge abschließen (ca. 25 Std.)
Abschnitt zur PDF-Sammlung hinzufügen

Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • handeln im Bewusstsein, dass Vertragsfreiheit, Redlichkeit sowie Treu und Glauben das Fundament einer jeden auf Privatautonomie basierenden Rechtsordnung sind.
  • schließen einen Kaufvertrag ab und überwachen kontinuierlich den Stand der Vertragsabwicklung, indem sie die Wirksamkeitsvoraussetzungen unter Anwendung der Subsumtionstechnik mithilfe des BGB überprüfen. Sie wenden hierbei Rechtsnormen für eine sachliche Argumentation gegenüber dem Kaufvertragspartner an.
  • analysieren Störungen beim Abschluss eines Kaufvertrags, wägen die rechtlichen Konsequenzen ab und reagieren angemessen im Sinne eines Unternehmens.
  • wickeln den Sachmangel als Störung bei der Erfüllung des Kaufvertrages nach den gesetzlichen Bestimmungen ab. Dabei berücksichtigen sie Kundenzufriedenheit und Kundenbindung.
Inhalte zu den Kompetenzen:
  • Aufgaben des Rechts, Gesetz, Verordnung, Satzung
  • Wirksamkeitsvoraussetzungen: Vertretung, Willenserklärungen und Formvorschriften
  • Verpflichtungs- und Erfüllungsgeschäft
  • Eigentumsvorbehalt
  • Störung beim Abschluss des Kaufvertrages: Anfechtung und Nichtigkeit
  • Störung bei der Erfüllung des Kaufvertrages: Sachmangel

SwR12 Lernbereich 2: Für ein soziales Unternehmen Personal einstellen, führen und Arbeitsverträge beenden (ca. 29 Std.)
Abschnitt zur PDF-Sammlung hinzufügen

Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • ermitteln den aktuellen Personalbedarf einer Abteilung eines sozialen Unternehmens anhand ausgewählter Personalschlüssel.
  • bewerten Arbeitszeugnisse anhand ausgewählter Kriterien, um geeignetes Personal auszuwählen.
  • führen Vorstellungsgespräche unter Beachtung der gesetzlichen Vorschriften durch und reflektieren ihre Gesprächsführung, um diese zu verbessern.
  • prüfen Arbeitsverträge in Bezug auf die Einhaltung personalrechtlicher Regelungen aus Arbeits- und Sozialrecht, Tarifrecht und Betriebsvereinbarungen.
  • setzen sich unter Verwendung von Gesetzestexten umfassend und kritisch mit den Rechten und Pflichten von Arbeitnehmern und Arbeitgebern auseinander, um Konfliktsituationen zu bewältigen.
  • wenden Maßnahmen der Motivationstheorie an, um die ex- und intrinsische Motivation der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu steigern.
  • gestalten mithilfe von Job Rotation, Job Enlargement und Job Enrichment Arbeitsabläufe abwechslungsreich.
  • wählen passende Arbeitszeitmodelle unter Berücksichtigung der Lebensbedingungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus.
  • beenden Arbeitsverhältnisse, begründen die Notwendigkeit für diese Maßnahme, berücksichtigen situationsabhängig die jeweiligen gesetzlichen Bedingungen und sind sich dabei der sozialen Verantwortung bei einer Beendigung eines Arbeitsverhältnisses bewusst, um dies in einer Verhandlung vor dem Arbeitsgericht verteidigen zu können.
Inhalte zu den Kompetenzen:
  • Personalschlüssel, z. B. aufgrund der Pflegestufe, Migrationshintergrund, Alter der Kinder
  • Kriterien zur Bewertung eines Arbeitszeugnisses, z. B. Verhalten gegenüber Vorgesetzten, Arbeitshaltung
  • gesetzliche Vorschriften, z. B. Bundesurlaubsgesetz, Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz
  • Tarifrecht: Tarifverhandlungen, Abschluss von Tarifverträgen, Arten von Tarifverträgen, z. B. Entgelt-, Manteltarifvertrag
  • Konfliktsituationen, z. B. anfechtbare und nichtige Arbeitsverträge, Lohnausfall, Nichtbeschäftigung, Fehlverhalten des Arbeitnehmers
  • Motivationstheorien: Maslow, Herzberg, Deci & Ryan
  • Arbeitszeitmodelle, z. B. Vertrauensarbeitszeit, Teilzeit
  • Kündigungsarten, Kündigungsschutz, Kündigungsfristen

SwR12 Lernbereich 3: Soziale Dienstleistungen vermarkten (ca. 20 Std.)
Abschnitt zur PDF-Sammlung hinzufügen

Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • analysieren aktuelle Ergebnisse der Marktforschung, um entscheidungsrelevante Informationen für das Marketing abzuleiten.
  • konzipieren einen kreativen Marketingmix, um die sozialen Dienstleistungen erfolgreich auf dem Markt zu etablieren.
  • vertreten ihr Marketingkonzept im freien Vortrag mithilfe einer Präsentationssoftware anschaulich und überzeugend.
  • erstellen ein Portfolio der Dienstleistungen eines sozialen Unternehmens, um soziale Dienstleistungen zu klassifizieren und die richtigen strategischen Entscheidungen zu treffen.
  • wägen Vor- und Nachteile einer Kooperation mit anderen Dienstleistern ab und treffen eine begründete Entscheidung über das Ausmaß einer Zusammenarbeit.
Inhalte zu den Kompetenzen:
  • entscheidungsrelevante Informationen, z. B. Kundenwünsche, Entwicklung des Marktes
  • Marketing-Mix: Produktpolitik, Distributionspolitik, Kommunikationspolitik, Preispolitik
  • Portfolio und entsprechende Normstrategien, z. B. mit den Kriterien sozialer Mehrwert und Gewinn

SwR12 Lernbereich 4: Familien in besonderen Lebensumständen beraten (ca. 10 Std.)
Abschnitt zur PDF-Sammlung hinzufügen

Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • analysieren die Lebenssituation von Familienmitgliedern, die betreuungsbedürftige Personen im Haushalt umsorgen, um die geeignete Dokumentationsform für zukünftige Entscheidungen hinsichtlich der umsorgten Person auszuwählen.
  • erzeugen bei den Familienangehörigen Verständnis für die Notwendigkeit, einen Betreuer seitens des Gerichts zu bestellen, um eine qualifizierte Betreuung durch einen Außenstehenden oder ein Familienmitglied zu gewährleisten.
  • wählen die passenden Aufgabenbereiche eines Betreuers für die entsprechende Lebenssituation der zu betreuenden Person aus.
  • reflektieren ihre gegenwärtige Lebenssituation und entscheiden sich, ob sie eine Patientenverfügung, eine Vorsorgevollmacht und/oder eine Betreuungsverfügung verfassen.
Inhalte zu den Kompetenzen:
  • Dokumentationsformen: Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung
  • Aufgaben des Betreuers, z. B. Vermögenssorge, Gesundheitsfürsorge, Aufenthaltsbestimmung