Lehrplan PLUS

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Neugriechisch 10 (spätbeginnende Fremdsprache)

gültig ab Schuljahr 2017/18

NGr10 Hör- und Hörsehverstehen
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Kompetenzerwartungen und Inhalte

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • verstehen einfache, langsam und deutlich gesprochene Äußerungen in Standardsprache mit lexikalisch und grammatikalisch weitgehend bekanntem Sprachmaterial, die ihre Erfahrungswelt und möglichst alltagsnahe Situationen (z. B. beim Einkaufen, im Restaurant) betreffen und ggf. auch spezifische Merkmale von gesprochener Sprache (z. B. unvollständige Sätze, Interjektionen) aufweisen.
  • verstehen kurze, einfache Hör- und Hörsehtexte zu vertrauten, alltäglichen Lebensbereichen mit weitgehend bekanntem bzw. erschließbarem Sprachmaterial global und in wichtigen Details (z. B. kurze Audio-/Video-Sequenzen, Musikstücke, einfache Interviews, Durchsagen, Telefongespräche).
  • entnehmen akustischen und visuellen Signalen (Intonation und ggf. unterstützenden Hintergrundgeräuschen; Gestik und Mimik) zusätzliche Informationen, z. B. auch über die Gefühlslage des jeweiligen Sprechers.
NGr10 Leseverstehen
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Kompetenzerwartungen und Inhalte

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • lesen und verstehen, ggf. unter Zuhilfenahme eines zweisprachigen Wörterbuches, kurze, in Bezug auf Wortschatz, Morphologie und Syntax einfache, u. a. auch authentische Texte literarischer (z. B. Märchen, Lieder) und nichtliterarischer Art (z. B. E-Mails, Briefe, Sachtexte, Dialoge, Plakate, Schilder, Speisekarten), die sich auf die in Lernbereich 5 aufgeführten Themen beziehen.
  • erfassen die gelesenen Texte je nach Leseintention und Aufgabenstellung global oder detailgenau und entnehmen ihnen relevante Informationen.
NGr10 Sprechen
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Kompetenzerwartungen und Inhalte

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • äußern und beantworten in einfachen Worten und mit bekanntem Sprachmaterial Fragen, Bitten, Wünsche und Aufforderungen in den unter Lernbereich 5 aufgeführten Alltagssituationen, wobei sie Formulierungen und Hilfestellungen des Gesprächspartners gezielt aufgreifen.
  • führen mit eingeübtem Sprachmaterial zusammenhängende Gespräche in alltäglichen Situationen und drücken in einfachen Wendungen Vermutungen und Meinungen, Zustimmung und Ablehnung, Gefühle und Vorlieben aus. Sie nutzen dabei die Hilfe sprachlich fortgeschrittener oder muttersprachlicher Gesprächspartner und erfragen oder umschreiben unbekannte Vokabeln.
  • erzählen und informieren knapp, ggf. mit Unterstützung gezielter Nachfragen, über alltägliche Sachverhalte in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.
  • halten kurze Referate über einfache Sachthemen (vgl. Lernbereich 5) auf der Grundlage stichpunktartiger Notizen, u. U. mit visualisierenden Medien.
NGr10 Schreiben
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Kompetenzerwartungen und Inhalte

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • verfassen kurze, einfach strukturierte und hinsichtlich des Vokabulars begrenzte Texte zu im Lernbereich 5 genannten Themengebieten.
  • formulieren kurze, schlicht strukturierte Briefe und E-Mails, in denen sie auf der Basis des gelernten Wortschatzes unter Beachtung des Situations- und Adressatenbezuges über ihre Person, in der Vergangenheit liegende persönliche Erlebnisse (z. B. Wochenendaktivitäten, Ferienerlebnisse) und auf die Zukunft bezogene Pläne (z. B. Berufswahl, Studium) berichten sowie Auskünfte über den Adressaten, sein Umfeld und seine Interessen einholen.
NGr10 Sprachmittlung
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Kompetenzerwartungen und Inhalte

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • geben mündlich und schriftlich in einfachen, alltäglichen und vertrauten Kommunikationssituationen die wesentlichen Inhalte neugriechischer bzw. deutscher mündlicher Äußerungen sowie Hör- und Hörsehtexte adressaten- und situationsbezogen in der jeweils anderen Sprache wieder (z. B. Vorstellung von Personen, Bestellung von Essen, Durchsagen im Kaufhaus oder in öffentlichen Verkehrsmitteln) und gehen bei der Vermittlung von Informationen auch auf Nachfragen ein.
  • fassen mündlich und schriftlich die wesentlichen Inhalte aus kurzen, situativ eingebetteten neugriechischen bzw. deutschen schriftlichen Äußerungen und Texten adressaten- und situationsbezogen in der jeweils anderen Sprache zusammen (z. B. Prospekte zu Sehenswürdigkeiten, Kinoprogramm, einfache Liedertexte).
  • nutzen bei ihrer sinngemäßen Übertragung der Texte entsprechend der jeweiligen Kommunikationssituation auch Hilfsmittel und erste Umschreibungsmöglichkeiten (z. B. Synonyme).
  • übersetzen ggf. kurze deutsche Textvorgaben, die gezielt auf kontrastive Sprachbetrachtung angelegt sind (z. B. Wiedergabe des deutschen Infinitivs), punktuell ins Neugriechische, wobei sie auch die Problematik von Wortgleichungen und Wort-für-Wort-Übersetzungen erkennen.
  • drücken sich mündlich und schriftlich gemäß den jeweiligen kulturellen und sprachlichen Konventionen weitgehend angemessen und korrekt aus.
NGr10 Grammatik
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Kompetenzerwartungen und Inhalte

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • benennen Personen, Gegenstände, Orte und bekannte Sachverhalte, beschreiben sie mit einfachen Mitteln und setzen sie zueinander in Beziehung:
    • Aussagesätze, Relativsätze mit που
    • Negierung und Negationen (z. B. δε[ν], μη[ν], όχι, ούτε), Sonderkonstruktionen wie φοβάμαι μήπως
    • Prinzipien der Wortstellung
    • Konjugation der regelmäßigen und wichtiger unregelmäßiger Verben im Aktiv (stammbetont, endbetont)
    • Genera (Diathesen) des Verbs; einige wichtige medio-passive Verben im Indikativ Präsens (z. B. αισθάνομαι, γίνομαι, έρχομαι, κάθομαι, χρειάζομαι, θυμάμαι, κοιμάμαι, λυπάμαι, φοβάμαι)
    • Hilfsverb είμαι, Verben mit intervokalischem γ in bestimmten Formen (ακούω, καίω, κλαίω, λέω, τρώω, φταίω, πάω)
    • Deklination der Substantive:
      gleichsilbige Maskulina auf -ος, -ός, -ης, -ής, -ας
      ungleichsilbige Maskulina auf -άς,-ης,-ής,-ές,-ούς
      gleichsilbige Feminina auf -η, -ή, -α, -ά
      ungleichsilbige Feminina auf –ά, -ού
      gleichsilbige Neutra auf -ο, -ό, -ι, -ί
      ungleichsilbige Neutra auf –μα
      wichtige indeklinable Substantive (v. a. Fremdwörter)
    • Einführung in die Kasuslehre; Ersatz des Dativs, Funktionen des Genitivs und weitere Besonderheiten wie temporaler Akkusativ
    • bestimmter und unbestimmter Artikel, Verschmelzung des bestimmten Artikels mit der Präposition σε
    • Formen, Stellung und Gebrauch der wichtigsten Pronomina:
      Demonstrativpronomina: αυτός, τούτος, εκείνος
      starke und schwache Personal- und Possessivpronomina
      indeklinables Relativpronomen που
      Definitpronomina: μόνος, ο ίδιος
      wichtige Indefinitpronomina und -adverbien (z. B. μερικοί, κάθε, άλλος, κάτι, κανένας/κανείς, τίποτε/τίποτα, καθόλου)
    • Deklination der Adjektive auf -ος, -η/-α, -ο und -ός, -ή/-ά/-ιά, -ό
    • Stellung und Gebrauch der Adjektive (attributiv, prädikativ)
    • periphrastische und monolektische Steigerung (Komparativ, relativer Superlativ und absoluter Superlativ [Elativ])
    • πολύς, πολλή, πολύ
    • Bildung und Verwendung des Adverbs: regelmäßige Ableitung aus Adjektiven; periphrastische und monolektische Steigerung; wichtige ursprüngliche Adverbien und Sonderformen (z. B. ίσως, λίγο, πολύ)
    • Grundzahlen bis 100, Ordnungszahlen bis 10, Angabe der Uhrzeit
  • treten in verbalen Kontakt mit anderen Menschen, referieren die Rede anderer, stellen Fragen und geben Antworten in alltäglichen Situationen, äußern schlichte Ausrufe, Bitten, Aufforderungen, Befehle und Wünsche und reagieren auf diese:
    • indirekte Rede bzw. Frage
    • Fragesätze (auch: Deliberativ der Gegenwart), Ausrufe-, Aufforderungs- und Befehlssätze, Begehr- und Wunschsätze (erfüllbarer Wunsch der Gegenwart)
    • Interrogativpronomina (substantivische und adjektivische Verwendung) und Interrogativadverbien: z. B. ποιος, -α, -ο; πόσος, -η, -ο; πού; πώς; πότε; τι; γιατί;
    • Einführung in die Modi des Verbs
    • να + Konjunktiv
    • Imperativ Präsens und Aorist Aktiv, regelmäßige und wichtige unregelmäßige Bildungen, Gebrauch und Wortstellung
    • Modalverben πρέπει, θέλω und μπορώ
    • θα ήθελα
  • stellen zeitliche, örtliche und logische Bezüge her und führen einfache Gespräche und Diskussionen zu vertrauten Themen:
    • einfache Nebensätze mit temporaler, kausaler, finaler, konditionaler (Realis, Eventualis) Sinnrichtung
    • wichtige Hauptsatz- und Nebensatz-Konjunktionen (z. B. και, ή, αλλά, όταν, γιατί, επειδή, να, αν, ότι, πως)
    • wichtige Präpositionen (z. B. από, για, με, μέχρι, παρά, σε, χωρίς), auch in Verbindung mit Adverbien (z. B. κοντά σε)
    • s. Lernbereich 1.2 Wortschatz: einfache Wendungen der Meinungsäußerung
  • beschreiben unkomplizierte Handlungen, Abläufe und Gewohnheiten in der Gegenwart, schildern knapp und einsträngig Ereignisse und persönliche Erlebnisse der Vergangenheit und formulieren einfache Vorhaben und Zukunftspläne:
    • Einführung in die Tempora, Unterscheidung des Aspektes von Präsens- und Aoriststamm
    • Indikativ und Konjunktiv Präsens Aktiv
    • Indikativ und Konjunktiv Aorist Aktiv (sigmatische und asigmatische Bildung)
    • wichtige unregelmäßige Aoristbildungen
    • Futur der Dauer und einmaliges Futur im Aktiv
NGr10 Wortschatz
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Kompetenzerwartungen und Inhalte

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • verfügen über einen grundlegenden allgemeinen und einen an den Themenbereichen der Jahrgangsstufe 10 orientierten thematischen neugriechischen Wortschatz und wenden ihn zur Bewältigung einfacher Alltagssituationen adressatengerecht an:
    • Wörter und Wendungen im Rahmen der im Lernbereich 5 aufgeführten Themen (z. B. einfache Beschreibung von Gegenständen, Orten und Personen)
    • kommunikativ wichtige idiomatische und phraseologische Wendungen sowie Kollokationen
    • einfache Ausdrücke der Meinungsäußerung (z. B. λέω τη γνώμη [την άποψή] μου, πιστεύω πως, νομίζω ότι, έχω την εντύπωση, έχω δίκιο, κατά τη γνώμη/την άποψή μου, από τη μια – από την άλλη)
      und der Emotionsäußerung (z. B. χαίρομαι, λυπάμαι, μπράβο, κρίμα, τα συγχαρητήριά μου, τα συλλυπητήριά μου, Interjektionen wie z. B. πω πω)
  • verstehen einfache neugriechische Arbeitsanweisungen und wenden grundlegende grammatikalische Fachbegriffe auf Griechisch im Unterrichtsgespräch und bei der Textarbeit korrekt an:
    • Wortarten (μέρη του λόγου)
    • Kasus, Numeri, Genera (πτώσεις, αριθμοί, γένη)
    • Tempora (χρόνοι)
    • Diathesen und Verbalgenera (διαθέσεις και φωνές)
    • Flexionen (κλίσεις)
    • Termini zu einigen Textarten sowie für eine sehr schlichte Analyse und Erschließung von Texten; einfache Mittel der Texteinleitung und ‑Verknüpfung (z. B. στην αρχή, πρώτα, έπειτα, εξάλλου)
  • erschließen in begrenztem Umfang – unter Anleitung, aber auch bereits eigenständig – die Bedeutung unbekannter Wörter aus einfachen, situativen Kontexten, mithilfe des Transfers aus anderen, bereits bekannten Sprachen und durch die Kenntnis der wichtigsten neugriechischen Wortbildungsregeln und nutzen bei Wortschatzerschließung und Wortschatzerwerb grundlegende, zum Teil von bereits gelernten Fremdsprachen bekannte Techniken und Methoden des Wörterlernens, der Wortschatzerweiterung und ‑festigung:
    • Wortschatz, der aus anderen, bereits bekannten Fremdsprachen (ggf. auch aus dem Altgriechischen), der Muttersprache sowie aus Fremdwörtern ableitbar ist
    • Interferenzphänomene
    • einfache Regeln der Wortbildung (z. B. Prä- und Suffixe wie απο-, κατα-, συν-, -της/­-τής, -ικος/-ικός, -μα) und ggf. Etymologie
    • zweisprachige Wörterbücher
    • Grundprinzipien der Wortschatzstrukturierung (nach Wortfamilien, Wortfeldern/Sachgruppen, Synonymen, Antonymen)
NGr10 Aussprache und Intonation
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Kompetenzerwartungen und Inhalte

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • sprechen vertrautes neugriechisches Sprachmaterial phonetisch korrekt und weitgehend flüssig aus und achten dabei auf angemessene Intonation:
    • Aussprache der Buchstaben und Buchstabenkombinationen unter Beachtung der Besonderheiten des neugriechischen Phonemsystems, z. B. Aussprache des γ als /j/ und /ɣ/, Abgrenzung vom deutschen /g/
    • wichtige Unterschiede zwischen der neugriechischen und der altgriechischen („erasmischen“) Aussprache des griechischen Alphabets, wie sie z. B. im Altgriechisch-Unterricht verwendet wird und vielen aus dem Griechischen stammenden Fremdwörtern (z. B. Theologie, Ökonomie [vgl. hierzu: griechisch οι > lateinisch oe > deutsch ö]) zugrunde liegt
    • Interferenzen mit der Muttersprache und anderen Sprachen, z. B. stellungsbedingte Unterschiede zwischen deutschem ch und griechischem χ
    • Analogien mit der Muttersprache und anderen Sprachen, z. B. im bayerischen Sprachraum verwendetes rollendes r (stimmhafter alveolarer Vibrant [sog. „Zungenspitzen-r“]), englisches th
    • stimmhafte und stimmlose Laute
    • Akzentsystem
    • wichtige Intonationsmuster in alltäglichen Sätzen, z. B. Aussagesätze, Fragen und Aufforderungen
    • Bindungen (z. B. bewegliches Schluss-ν, u. a. beim bestimmten und unbestimmten Artikel sowie bei δε[ν] und μη[ν]) und Verschleifungen (z. B. Apokope [πάρ’ το] und Synkope [κάτσε, καθίστε] in Zusammenhang mit dem Imperativ), Kontaktassimilationen [Sandhis] in nasalen Konsonantenverbindungen (z. B. την ξέρω, δεν πειράζει)
  • ordnen wichtige Symbole der internationalen Lautschrift den entsprechenden Lauten zu und nutzen die Lautschrift - unter Anleitung, aber auch bereits eigenständig - zur Klärung von Ausspracheproblemen.
NGr10 Orthographie
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Kompetenzerwartungen und Inhalte

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • lesen und schreiben die griechischen Buchstaben, Buchstabenverbindungen, Akzente, Interpunktion und weitere Besonderheiten des griechischen Zeichensystems regelgerecht:
    • griechisches Alphabet
    • Zuordnung von Buchstaben und Buchstabenkombinationen zu Lauten
    • Akzentregeln, Enklise, Satzzeichen, Trema, Apostroph
    • Interferenzen mit dem muttersprachlichen Zeichensystem (z. B. Buchstaben B, H, P, X, Y und Z im Deutschen und Neugriechischen, Diphthonge AI, EI und OI im Deutschen und im Neugriechischen, Semikolon [;] im Deutschen und Neugriechischen)
  • erkennen in griechischer Schrift geschriebene deutsche und ausländische Wörter (insbesondere Eigennamen) und transkribieren diese phonetisch korrekt ins griechische Zeichensystem:
    • Zuordnung von Buchstaben und Buchstabenkombinationen zu Lauten
    • Zuordnung von Lauten zu Buchstaben und Buchstabenkombinationen
    • Wiedergabe von im Neugriechischen nicht existierenden Phonemen durch das griechische Graphemsystem (z. B. Ersatz des im Neugriechischen weitgehend fehlenden Lauts /ʃ/ durch /s/ und /z/ [vgl. Σνίτσελ, τζιν, γκαράζ], Weglassen des deutschen /h/ (vgl. Hamburg – Αμβούργο) bzw. Ausdruck durch /x/ oder /ç/ (vgl. Hans - Χανς, Hobby – χόμπι, Hit - χιτ)
    • Wiedergabe von im Deutschen nicht existierenden neugriechischen Phonemen durch das deutsche Graphemsystem (z. B. Schreibung des griechischen θ als deutsches <th>)
    • unterschiedliche Darstellung gleicher bzw. vergleichbarer Phoneme im griechischen und deutschen Graphemsystem, z. B. Wiedergabe des /x/ durch griechisches <ξ> und deutsches <x>, des /ps/ durch griechisches <ψ> und deutsches <ps> sowie der Lenislaute /b/, /d/, /g/ durch <μβ>, <ντ>, <γκ> im Griechischen und <b>, <d>, <g> im Deutschen
  • verwenden ihren aktiven Wortschatz in schriftlichen Kommunikationssituationen entsprechend den Regeln der Rechtschreibung und Zeichensetzung:
    • Groß- und Kleinschreibung
    • z. B. Wiedergabe der Laute /i/, /ε/ und /ɔ/ in geschriebener Form
    • Silbentrennung
    • Besonderheiten der neugriechischen Zeichensetzung im Vergleich zur deutschen Interpunktion (z. B. Unterbleiben des Kommas in notwendigen Relativsätzen, abhängigen Aussagesätzen mit πως oder ότι, indirekten Fragesätzen, mit να eingeleiteten Finalsätzen, bei φοβάμαι μήπως)

NGr10 2 Interkulturelle Kompetenzen
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Kompetenzerwartungen und Inhalte

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • nehmen grundlegende kulturelle Gemeinsamkeiten und Unterschiede (z. B. bei Essensgewohnheiten, Öffnungszeiten, Kleidung an religiösen Stätten) bewusst wahr, indem sie den Alltag und die Lebenswelt gleichaltriger Jugendlicher in Deutschland und Griechenland vergleichen (s. die in Lernbereich 5 aufgeführten Themen) und reflektieren die andere Lebensart (z. B. Stellenwert der Religion, Bedeutung von Fastenzeit und Ostern in Griechenland).
  • haben Empathie und Verständnis für griechische Verhaltensmuster, Einstellungen und Werte (z. B. Zusammenhalt der [Groß-]Familie, Bedeutung der Gastfreundschaft) und begegnen ihnen mit Respekt und Offenheit, um klischeehaftes Denken zu vermeiden.
  • bewegen sich in interkulturellen Begegnungssituationen, vor allem im Kontakt mit Gleichaltrigen, weitgehend sicher, indem sie mit den von ihnen ventilierten Unterschieden zwischen der griechischen und deutschen Kultur (z. B. Pünktlichkeit bei Einladungen und Verabredungen, Angemessenheit der Kleidung) sensibel umgehen und so Missverständnisse vermeiden.

NGr10 3 Text- und Medienkompetenzen
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Kompetenzerwartungen und Inhalte

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • verstehen kurze, einfache literarische und nicht-literarische neugriechische Texte zu vertrauten Themen (vgl. Lernbereich 5) und fassen deren Inhalt (Hauptaussage und einige wichtige Detailinformationen) – ggf. auch mithilfe lenkender Fragen – mündlich und schriftlich weitgehend strukturiert zusammen, z. B.:
    • Lehrbuchtexte (auch in Form von Hör- und Hörsehtexten);
    • kurze, einfache Brief- und Postkartentexte
    • sehr einfache – ggf. mit Anmerkungen versehene - literarische Kleinformen (z. B. kurze, schlichte Erzählungen, Märchen, Fabeln, Sagen/Mythen, Aphorismen, Gedichte und Lieder, Dialoge und szenische Texte, Bildergeschichten und Foto-Stories)
    • einfache, übersichtliche - ggf. bildgestützte - Gebrauchs- und Sachtexte (z. B. Plakate, Hinweisschilder, Kino- und Veranstaltungsprogramme, Prospekte, Speisekarten, Rezepte)
    • kurze, leicht verständliche Filmsequenzen bzw. ‑ausschnitte (z. B. Werbespots), einfache Bilder, Fotos, Internetseiten
  • erschließen bzw. analysieren mithilfe grundlegender sprachlicher, inhaltlicher sowie ggf. textsortenspezifischer und stilistisch-rhetorischer Kenntnisse (z. B. einfache Stilmittel wie Alliteration und Antithese) mündlich und schriftlich in groben Zügen kurze, einfache literarische und nicht-literarische neugriechische Texte zu vertrauten Themen (vgl. Lernbereich 5), indem sie z. B. einfache, das Verständnis sichernde Fragen (z. B. zu Schauplatz, Handlungsverlauf, Figuren) beantworten und stellen, Kernaussagen und zentrale Begriffe herausarbeiten, mit den ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln Objekte, Figuren und Charaktere beschreiben sowie Wirkung und Intention der Texte darstellen.
  • beherrschen schlichte neugriechische Fachbegriffe (z. B. zu Wortarten und einigen Textarten), verfügen über ein grundlegendes, z. T. aus bereits gelernten Fremdsprachen, dem Deutschunterricht und ggf. weiteren Fächern (z. B. Kunst, Religionslehre, Geschichte) bekanntes, Repertoire an Techniken zu Textarbeit und Textdeutung sowie über elementare Kenntnisse der kulturspezifischen, historischen, sozialen und biografischen Kontexte und wenden dieses bei ihrer Beschäftigung mit den neugriechischen Texten angemessen an (→ Wortschatz).
  • formulieren bei der Textarbeit eigene Eindrücke, artikulieren den eigenen Standpunkt und stellen dies mündlich und schriftlich in sehr einfacher, knapper Form sprachlich und inhaltlich korrekt dar.
  • gehen mit sehr einfachen sprachlichen Mitteln gestaltend mit ihnen vertrauten neugriechischen Texten um (z. B. gestaltendes Vortragen von Gedichten, szenisches Spiel) und erstellen in schlichter, knapper Form eigene, auch kreative neu-griechische Texte, die sich auf alltägliche Kommunikationssituationen beziehen oder auch an bereits bekanntes Textmaterial anknüpfen und zu dessen Erschließung, Interpretation und ggf. Weiterführung beitragen (z. B. kurze persönliche Mitteilungen in Brief- oder E-Mail-Form; Telefaxschreiben mit Hotelanfragen, Buchbestellungen oder Tischreservierungen; sehr einfache Kurzreferate; Statements; schlichte Beschreibung eines Bildes; Verfassen einer kurzen Bildergeschichte; einfache Nacherzählung einer Textvorlage in eigenen Worten; Umwandlung eines kurzen Erzähltextes in einen Dialog; Veränderung des Erzählausgangs; Erzählen aus einer anderen Perspektive). Sie berücksichtigen bei der mündlichen und schriftlichen Produktion eigener Texte in begrenztem Umfang Situation, Adressatenkreis und Merkmale der Textgattung.

NGr10 4 Methodische Kompetenzen
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Kompetenzerwartungen und Inhalte

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • nutzen beim Lernen und Wiederholen von Wortschatz, Grammatik und Inhalten individuelle Strategien, die sich bei den vorher gelernten Fremdsprachen bewährt haben, und adaptieren diese Strategien an die besonderen Anforderungen des Neugriechischen (z. B. griechische Schrift).
  • organisieren unter Anleitung der Lehrkraft und ggf. entsprechend dem Aufbau des Lehrwerks ihren Lernzuwachs kontinuierlich und bereiten sich auf Leistungserhebungen systematisch vor. Sie analysieren ihre eigenen Stärken und Defizite und optimieren – auch mit Methoden der Selbstkorrektur – ihr Lernverhalten und ihre Sprachproduktion.
  • arbeiten eigenverantwortlich am Aufbau eines individuellen, über das Lehrwerk bzw. die Unterrichtsmaterialien hinausgehenden Wortschatzes, um z. B. von sich selbst zu erzählen oder über spezielle Themen zu referieren.
  • nutzen ihre lexikalischen und grammatikalischen Kenntnisse in bisher gelernten Fremdsprachen bei Rezeption und Produktion neugriechischen Sprachmaterials und vermeiden dabei Interferenzen mit diesen Fremdsprachen sowie mit ihrer Muttersprache (z. B. „falsche Freunde“):
    Insofern sie Altgriechisch erlernt haben, binden sie das neu zu Lernende aufgrund der weitgehenden Kontinuität der griechischen Sprache in Wortschatz und Grammatik stets an das Bekannte an und nutzen dabei grundlegende Regeln der Sprachentwicklung, z. B. in Phonologie und Morphologie.
    Wenn sie Latein erlernt haben, wenden sie ihre Kenntnisse über sprachanalytische Fachbegriffe, morphologisches System und syntaktische Strukturen beim Erlernen des Neugriechischen (z. B. Kasuslehre, Pronominalsystem, Verbformen) an.
    Sie nutzen ihre Kenntnisse über Phonetik und Grammatik moderner Fremdsprachen beim Erlernen des Neugriechischen. Sie erkennen ggf. die Parallelität in den Entwicklungen von den antiken schriftlichen und mündlichen Sprachstufen bis zur Etablierung der mündlichen Volkssprache als offizieller Schriftsprache (Altgriechisch → Neugriechisch; Latein → romanische Sprachen).
  • verwenden im Unterricht und bei der häuslichen Arbeit gezielt ein zweisprachiges Wörterbuch (auch im Internet) und eine Systemgrammatik für Textarbeit und Textproduktion.
  • entnehmen bekannten, leicht verständlichen Quellen (z. B. Arbeitsblättern, Büchern, Video- und Audiostücken, Internetseiten) Informationen zu den im Lernbereich 5 ausgewiesenen Themen und werten diese gezielt aus. Sie nutzen den Computer zur Recherche und zum Sprachtraining im Internet sowie zur eigenen Sprachproduktion, wobei sie den Umgang mit verschiedenen Tastatursprachen (Schriftsätze) beherrschen.
  • stützen sich bei Kurzreferaten auf eigene stichpunktartige Notizen und veranschaulichen ggf. die Inhalte mit Präsentationsmedien.

NGr10 5 Themengebiete
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • bewältigen Kommunikationssituationen innerhalb der angegebenen Themengebiete mithilfe der in den Lernbereichen 1 – 4 ausgewiesenen Kompetenzen.
  • setzen sich auf der Grundlage ihrer Kenntnisse bewusst mit der neugriechischen Sprache und dem mit ihr verbundenen Kulturraum auseinander.
Inhalte zu den Kompetenzen:
  • Alltagsleben: Begrüßung und Vorstellung (z. B. Befinden, Herkunft, Nationalität, Familienstand, Alter, Beruf); Familie, Verwandte und Freunde; σπίτι μου, σπιτάκι μου: Haus, Wohnung, Möbel, Haustiere, Garten; Schule: Lehrer und Klasse, Fächer, Unterricht, Stun­denplan; Orientierung in Zeit und Raum: einfache Zeit-, Orts- und Häufigkeitsangaben (z. B. Wochentage, Monate, Jahreszeiten, Uhrzeit, Wegbeschreibung); Einkaufen: Lebensmittel, Supermarkt, Geld, Preise; Bestellen, z. B. Restaurant, Hotel; Essen und Trinken; Hobbys und Freizeitbeschäftigungen, Ferien und Urlaub; Verkehrsmittel in der Stadt
  • Brauchtum, Feste, Religion: typische Bräuche und Feste im Jahresverlauf (z. B. Κάλαντα, Χριστούγεννα, Πρωτοχρονιά, Πάσχα); Geburts- und Namenstag
  • Gesellschaft: als Ausländer/Ausländerin in Griechenland (z. B. im Rahmen eines Schüleraustauschs, als Student/Studentin oder als Tourist/Touristin)
  • Geographie, Sehenswürdigkeiten: Überblick über wichtige Städte und Regionen Griechenlands und Zyperns; Athen und Attika: Topografie, bedeutende touristische Ziele
  • Wirtschaft, Tourismus, Umwelt: typische Produkte des griechischen Alltags (z. B. Oliven, Feta, Kaffee); Griechenland als Urlaubsland
  • Politik, Geschichte: Prägende Phasen und Persönlichkeiten der griechischen Geschichte von der Antike bis ins 19. Jh. und ihre Auswirkungen auf die Gegenwart (z. B. Alexander der Große und Makedonien, τουρκοκρατία und griechischer Freiheitskampf); Bayern und Griechenland
  • Wissenschaft, Kultur, Medien: Griechenland als Wiege der europäischen Kultur und Wissenschaft; griechische Musik: έντεχνο λαϊκό τραγούδι (z. B. Chatzidakis, Theodorakis), zeitgenössische griechische Musik verschiedener Bereiche; griechische Volkstänze (z. B. Chasapikos); Literatur: Einblick in Kleinformen der griechischen Literatur: z. B. Gedichte, Märchen, Aphorismen; digitale Welt
  • Sprachreflexion: Entstehung und wichtige Aspekte der Geschichte der griechischen Sprache; Altgriechisch – Neugriechisch; Wortbildung und Etymologie; Einflüsse anderer Sprachen
Alltagskompetenzen Alltagskompetenzen