Lehrplan PLUS

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Geographie 11

Der angegebene Fachlehrplan wird derzeit überarbeitet; die überarbeitete Fassung wird nach Abschluss der Anpassung des LehrplanPLUS an das neunjährige Gymnasium veröffentlicht.

Geo11 Lernbereich 1: Geographische Arbeitstechniken für Jahrgangstufe 11 und 12
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Dieser Lernbereich stellt wichtige Kompetenzen dar, die mittels geographischer Arbeitstechniken über das ganze Schuljahr hinweg erworben werden. Die Inhalte, an denen sie erworben werden, sind von der Lehrkraft frei wählbar.
Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • interpretieren differenziert komplexe physisch-geographische und thematische Karten, Diagramme sowie Bilder- und Satellitenbilder.
  • fertigen selbständig Strukturskizzen zu vernetzten Inhalten an und stellen Wirkungszusammenhänge grafisch dar.
  • interpretieren und bewerten Strukturdaten, Daten aus Statistiken und Indices.
  • transferieren Informationen aus verschiedenen Quellen in eigene grafische Darstellungen, z. B. in Kausalprofile, Blockbilder, Wirkungsgefüge, Modelle.
  • wenden gezielt Strategien an, um komplexe Fragestellungen lösen zu können.
  • interpretieren vielschichtige Modelle und bewerten deren Aussagekraft.
  • recherchieren zu ausgewählten aktuellen Fragestellungen mithilfe von Fachliteratur und ggf. GIS.
  • entwickeln anhand von Experimenten oder Materialien geogrpahische Hypothesen und überprüfen diese.
  • präsentieren aus verschiedenen Materialien oder Experimenten gewonnene geographische Erkenntnisse unter Einbeziehung unterschiedlicher Medien.
  • planen und gestalten Teile mindestens eines Unterrichtsganges, ggf. erst in der 12. Jahrgangstufe, und führen dabei ggf. Befragungen oder Kartierungen durch.

Geo11 Lernbereich 2: Die Klima- und Landschaftszonen der Erde und ihre atmosphärischen und ozeanischen Grundlagen
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • beschreiben den Strahlungshaushalt der Erde in seinen Grundzügen, um auf dessen Grundlage die Gliederung der Erde in Klima- und Landschaftszonen zu erläutern.
  • erläutern ausgehend von der Auswertung von Satellitenbildern und komplexen Diagrammen das Modell der atmosphärischen Zirkulation und deren Bedeutung für den globalen Energiehaushalt.
  • erklären das Modell der globalen ozeanischen Zirkulation und beschreiben Auswirkungen von kalten und warmen Meeresströmungen auf benachbarte Küstenregionen.
  • stellen die Wechselwirkung von atmosphärischen und ozeanischen Vorgängen und Auswirkungen auf den Menschen dar.
  • verbalisieren komplexe Diagramme und Modelle, um geographische Zusammenhänge systemisch darzustellen.
Inhalte zu den Kompetenzen:
  • Überblick über den globalen Strahlungshaushalt als Grundlage für die Herausbildung von Klima- und Landschaftszonen: zonale Anordnung und räumliche Differenzierung
  • Grundlagen der atmosphärischen Zirkulation: Drei-Zellen-Modell
  • Grundlagen der globalen ozeanischen Zirkulation: Ursachen und Wirkungen an geeigneten Raumbeispielen, z. B. Nordatlantikdrift
  • Die Ozean-Atmosphäre-Wechselwirkung und ihre Auswirkungen: das ENSO-Phänomen

Geo11 Lernbereich 3: Mensch-Umwelt-Beziehungen in den Tropen
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • erläutern, z. B. anhand einer selbst erstellten (Karten-)Skizze oder eines Wirkungsgefüges, die innere Differenzierung der tropischen Landschaftszonen.
  • beschreiben die Wechselwirkungen zwischen menschlichem Handeln und Naturpotenzial in den Tropen.
  • erläutern die besondere Sensibilität der tropischen Ökosysteme und beurteilen deren Vulnerabilität gegenüber anthropogener Nutzung.
  • stellen beispielhafte nachhaltige Nutzungsformen in den Tropen vor.
  • entwickeln das Bewusstsein, dass ihre Kaufentscheidungen Auswirkungen auf Mensch und Natur, v. a. in den Herkunftsländern tropischer Produkte, haben.
Inhalte zu den Kompetenzen:
  • Klimatische Besonderheiten der immerfeuchten, wechselfeuchten und trockenen Tropen: Beleuchtungsverhältnisse, Tageszeitenklima, hygrische Jahreszeiten
  • Das Ökosystem der immerfeuchten Tropen: Merkmale, anthropogene Eingriffe zwischen Subsistenzwirtschaft und Marktorientierung, Folgen
  • Störung des Ökosystems der wechselfeuchten Tropen am Beispiel des Zusammenspiels natur- und humangeographischer Faktoren bei der Desertifikation
  • Möglichkeiten nachhaltiger Wirtschaftsweisen, z. B. Agroforstwirtschaft, Ecofarming
  • Konsum tropischer Produkte in Deutschland und dessen ökonomische, soziale und ökologischen Folgen für die Herkunftsländer

Geo11 Lernbereich 4: Mensch-Umwelt-Beziehungen in der subpolaren und polaren Zone
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • erläutern die naturgeographischen Besonderheiten der subpolaren und polaren Zone und stellen Schwierigkeiten bei der Erschließung dar.
  • erörtern Chancen und Probleme, die sich aus der menschlichen Nutzung dieser Räume auf verschiedenen Maßstabsebenen ergeben.
  • erklären die zunehmende geopolitische Bedeutung der subpolaren und polaren Regionen vor dem Hintergrund des Klimawandels und der Rohstoffgewinnung.
  • vertreten einen eigenen Standpunkt zur Nutzung und zum Schutz der subpolaren und polaren Gebiete.
Inhalte zu den Kompetenzen:
  • Einfluss des Klimas auf Landbedeckung, Boden und Vegetation
  • Bedeutung der (Sub-)Polargebiete für das Weltklima: Permafrostböden als Kohlenstoffsenke, Auswirkungen von Permafrost- und Meereisrückzug
  • Geopolitische Bedeutung, insbesondere unter dem Aspekt der Rohstoffgewinnung, Probleme der Raumerschließung
  • Möglichkeiten des Schutzes der subpolaren und polaren Zone auf unterschiedlichen Maßstabsebenen, z. B. Antarktisvertrag, eigener Carbon Footprint
Alltagskompetenzen Alltagskompetenzen

Geo11 Lernbereich 5: Mensch-Umwelt-Beziehungen in den mittleren Breiten und Subtropen in Europa
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • erläutern die Bedeutung der Mittelbreiten und Subtropen im Modell der atmosphärischen Zirkulation.
  • erörtern Möglichkeiten und Grenzen der landwirtschaftlichen Produktion in den Mittelbreiten und Subtropen für die Nahrungsmittelproduktion und leiten Rückschlüsse für das eigene Verbraucherverhalten ab.
  • diskutieren anhand der Subtropen die Bedeutung und Nutzung der Ressource Wasser und leiten daraus die Notwendigkeit nachhaltigen Wassermanagements ab.
  • erörtern die Wechselwirkungen zwischen naturgeographischen Rahmenbedingungen und anthropogenen Eingriffen an aktuellen Fallbeispielen.
  • stellen, z. B. mithilfe eines GIS-Projekts, raumplanerische Maßnahmen und Ansätze des Risikomanagements an einem Raumbeispiel aus Deutschland vor.
Inhalte zu den Kompetenzen:
  • Klimatische Differenzierung der Mittelbreiten und Subtropen: Einfluss dynamischer Hoch- und Tiefdruckgebiete der Westwindzone, Winterregenklima, Meeresströmungen, maritim-kontinentale und orografische Überprägung
  • Landwirtschaft im Spannungsfeld zwischen Ökonomie und Ökologie an je einem Beispiel aus den Mittelbreiten und Subtropen
  • Ressource Wasser in den Subtropen mit Winterregenklima: Wasserverfügbarkeit, Nutzung und Wassermanagement
  • Hochwasser in Deutschland: Ursachen, Folgen, Risikomanagement

Geo11 Lernbereich 6: Mensch-Umwelt-Beziehungen in Hochgebirgsräumen
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • erklären die Entstehung von Gebirgen als Ergebnis endogener und exogener Prozesse.
  • vergleichen exemplarisch die Ausbildungen von Höhenstufen in Gebirgsräumen der Tropen und Mittelbreiten und diskutieren deren Bedeutung für die anthropogene Nutzung.
  • beurteilen unter Berücksichtigung der Vulnerabilität der Hochgebirgsökosysteme deren Nutzbarkeit.
  • erörtern Möglichkeiten zum Schutz von Hochgebirgsökosystemen.
Inhalte zu den Kompetenzen:
  • Gebirgsbildung als Ergebnis endogener und exogener Prozesse
  • Hochgebirge in unterschiedlichen Klima- und Landschaftszonen: Höhenstufen, Nutzungspotenzial, anthropogene Nutzung, Rolle im Wasserhaushalt
  • Massenbewegungen und Lawinen: reliefbedingte Naturgefahren in Gebirgsräumen
  • Vulnerabilität der Hochgebirgsökosysteme gegenüber menschlichen Eingriffen: Hydroenergie, Transitverkehr, touristische Nutzung

Geo11 Lernbereich 7: Plattentektonik im Fokus der geographischen Risikoforschung und des Risikomanagements
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • analysieren ein tektonisch bedingtes Ereignis unter Zuhilfenahme der relevanten Aspekte der Theorie der Plattentektonik.
  • bewerten das Gefährdungspotenzial eines Raumes und erörtern Möglichkeiten und Grenzen von Risikoforschung und Risikomanagement.
  • präsentieren Erkenntnisse der geographischen Risikoforschung und ihre Auswirkungen auf das Mensch-Umwelt-System unter Einbeziehung relevanter Medien.
Inhalte zu den Kompetenzen:
  • Theorie der Plattentektonik im Überblick
  • Entstehung von tektonisch bedingten Naturgefahren an einem Beispiel: Gefährdungspotenzial, Möglichkeiten und Grenzen von Risikoforschung und Risikomanagement