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Kunst 11

wird überarbeitet

Ku11 Lernbereich 1: Körper / Figur
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • erfassen Proportion, Aufbau, Form und räumliche Aspekte der menschlichen Figur sicher in zeichnerischen sowie in malerischen oder plastischen Skizzen und Studien.
  • stellen sich selbständig eine Aufgabe im Bereich der Darstellung der menschlichen Figur (z. B. Gestaltung eines figürlichen Denkmals, Auseinandersetzung mit Giacometti, performative, situationsbezogene Intervention), um die spezifische Aufgabenkultur des Fachs im Vergleich mit anderen Schulfächern zu erfassen.
  • lösen, um einen gelingenden Gestaltungsprozess positiv zu erleben, eine von ihnen selbst entworfene Aufgabe. Sie entwickeln dabei einen mehrschrittigen Lösungsweg (z. B. vorbereitende Skizzen, Studien, Ausführung) und wählen geeignete bildnerische Mittel bewusst aus. Sie begründen ihre Entscheidungen im Hinblick auf ihre Intention, z. B. zwischen naturalistischer Darstellung und Interpretation (Expression, Abstraktion, Symbolisierung).
  • entwickeln und realisieren – arbeitsteilig im Team – eine Ausstellung ihrer eigenen Arbeiten. Sie wählen dafür gezielt Ort, Inszenierung und Präsentationsform aus und begründen ihre Auswahl im Hinblick auf die Wirkung der präsentierten Werke auf den Betrachter, auch um die Rolle der jeweiligen Präsentationsform für die Wirkung zu verstehen.
  • analysieren und vergleichen ausgewählte Darstellungen der menschlichen Figur in der Kunst des 19., 20. und 21. Jahrhunderts in verschiedenen Medien. Sie nutzen dafür geeignete inhaltliche Polaritäten zur Interpretation (z. B. Expression – Innerlichkeit, Abstraktion – Figuration, Obsession – Neutralität, Nähe – Distanz) und erklären die jeweilige gestalterische Position im historischen Kontext. Dabei entwickeln sie ein Verständnis für die Besonderheit des ästhetischen Zugangs zur Welt sowie für die Gestaltung der Welt in Bildern.
  • unterscheiden Merkmale wesentlicher Stilrichtungen des 19. und 20. Jahrhunderts und wenden dabei das methodische Repertoire zur systematischen deutenden Werkerschließung in Malerei und Plastik sicher und selbständig an. Sie nutzen sinnvolle Polaritäten für die Interpretation und prüfen mithilfe der Werkanalyse ihr Geschmacksurteil, um zu verstehen, wie dieses zustande kommt. Dabei erörtern sie auch die Diffamierung der Moderne durch die Nationalsozialisten, um den Einfluss weltanschaulicher Haltungen auf ästhetische Urteile zu begreifen.
  • vergleichen die Entwicklungen von Erwartungshaltungen und Sehgewohnheiten des Publikums bei der Rezeption innovativer, insbesondere zeitgenössischer Kunst. Dabei analysieren sie die Wirkung von Interpretationen durch Fachleute wie Kunsthistoriker und Kunstvermittler sowie von Bewertungen durch den Kunstmarkt auf die eigene Wahrnehmung und auf die Veränderung des Verständnisses für Kunst in der Öffentlichkeit.
Inhalte zu den Kompetenzen:
  • Darstellung der menschlichen Figur in eigenen Arbeiten (z. B. Darstellung vertrauter Menschen)
  • spezifische Struktur gestalterischer Prozesse (z. B. Findungsskizzen, Detailstudien, große und kleine Weichenstellungen, Ausarbeitung)
  • Figur in der Kunst und in den Bildwelten des 19., 20. und 21. Jahrhunderts im jeweiligen Kontext als kunstgeschichtlicher Längsschnitt an einer Vielzahl geeigneter Beispiele
  • signifikante Merkmale des Naturalismus, Expressionismus, der Neuen Sachlichkeit, Abstraktion, Pop Art; Diffamierung der Moderne als „Entartete Kunst“ im Nationalsozialismus
  • ästhetische Leitbilder in realistischen, expressiven und abstrahierenden Strategien der Gestaltung; inhaltliche Polaritäten (z. B. Expression – Innerlichkeit, Abstraktion – Figuration, Obsession – Neutralität, Nähe – Distanz)
  • Entwicklung der Erwartungshaltungen des Publikums bei der Rezeption innovativer Kunstformen und Bildsprachen

Ku11 Lernbereich 2: Objekt
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • entwerfen und gestalten ein komplexes bildnerisches Projekt, bei dem sie sich mit Gebrauchsgegenständen oder Fundstücken auseinandersetzen. Sie planen und organisieren den Prozess, wählen dafür bewusst die geeigneten bildnerischen Mittel und begründen ihre Gestaltungsentscheidungen auf nachvollziehbare Weise (z. B. in Form eines Studienblattes oder schriftlich). Sie stellen ihre Überlegungen in der Gruppe vor, auch um Kriterien für die Beurteilung der Ergebnisse zu entwickeln.
  • experimentieren gezielt mit verschiedenen Formen des Ausstellens gefundener oder selbst hergestellter Objekte, um den Einfluss unterschiedlicher Inszenierungen auf die Wirkung der Objekte zu erproben. Sie dokumentieren die (Zwischen-)Ergebnisse auf geeignete Weise (z. B. fotografisch), um sie zu vergleichen.
  • entwickeln eigene Frage- und Themenstellungen im Gebiet des Produktdesigns und erstellen mehrere mögliche Aufgaben mit unterschiedlichen methodischen Ansätzen. Sie entwickeln für eine dieser Aufgaben sinnvolle Lösungsstrategien (z. B. Entscheidung für Materialien und Werkzeuge, bildnerische Mittel, Arbeitsschritte). Sie setzen bei der Lösung eine Strategie flexibel ein und beschreiben nach Abschluss der Arbeit den Gestaltungsprozess.
  • analysieren und interpretieren Designobjekte systematisch, sicher und selbständig unter Nutzung bildnerischer Studien, um diese Objekte im Hinblick auf Form, Funktion und symbolische Aspekte zu bewerten.
  • analysieren wesentliche Strömungen der Designentwicklung im 20. und frühen 21. Jahrhundert, auch vor dem Hintergrund gesellschaftlicher, ökologischer und ökonomischer Entwicklungen.
  • analysieren künstlerische Strategien im Umgang mit Gebrauchsgegenständen und Objekten seit dem 20. Jahrhundert, die zur Herausbildung des Erweiterten Kunstbegriffs führen.
Inhalte zu den Kompetenzen:
  • Gestaltungstendenzen in der Designentwicklung: Handwerk vs. industrielle Produktion, Ornament vs. Reduktion, organisch/floral vs. geometrisch
  • form follows ... function/fantasy/emotion
  • Designgeschichte des 20. und 21. Jahrhunderts (z. B. Jugendstil, Funktionalismus, Bauhaus, HfG Ulm, Pop, Memphis, Redesign) als Längsschnitt
  • Entwurfszeichnung und Modellbau, Inszenierung von Objekten (z. B. Umgebung, Beleuchtung, Kontext)
  • Darstellung, Verwendung und Umdeutung von Gegenständen in der Bildenden Kunst;
    Readymade, object trouvé, multiple; Erweiterter Kunstbegriff
Alltagskompetenzen Alltagskompetenzen