Lehrplan PLUS

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Latein 11 (1./2. Fremdsprache)

gültig ab Schuljahr 2023/24

Hinweis: In der Wissenschaftswoche erarbeiten die Schülerinnen und Schüler im zeitlichen Umfang einer Woche fachspezifische Zugänge zu einem fächerübergreifenden Rahmenthema, insbesondere in Vorbereitung auf das Wissenschaftspropädeutische Seminar.

L11 1.1 Politik in Krisenzeiten
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Kompetenzerwartungen und Inhalte

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • übersetzen Originaltexte zum Thema des Lernbereichs aus
    Sallust, Catilina und
    Cicero, Orationes Philippicae
    in angemessenes Deutsch.
  • arbeiten Gliederung, Gedankenführung und zentrale Aussagen von Originaltexten aus Sallusts Catilina und Ciceros Orationes Philippicae unter Berücksichtigung von Gattung und Zeitbezug heraus und belegen ihre Ergebnisse am lateinischen Text.
  • erkennen sprachliche und stilistische Gestaltungsmerkmale von Originaltexten aus Sallusts Catilina und Ciceros Orationes Philippicae, weisen die Verwendung rhetorischer Stilmittel nach und erklären die Funktion der Stilisierungen für die Aussage des jeweiligen Textes.
  • ordnen aufbauend auf ihren Kenntnissen zu zentralen Persönlichkeiten der späten römischen Republik Sallusts Catilina und Ciceros Orationes Philippicae sowie die in diesen Werken beschriebenen wichtigsten Ereignisse in einen historisch-politischen, sozial- und literaturgeschichtlichen Überblick ein und erkennen in der politischen Krise des 1. Jahrhunderts v. Chr. in Rom diejenigen Entwicklungen, die zum Ende der res publica libera führten.
  • erläutern römische Wertbegriffe sowie deren Stellenwert in der römischen Gesellschaft und Politik, insbesondere im Zusammenhang mit der Darstellung von Personen und menschlichen Verhaltensweisen in Sallusts Catilina und Ciceros Orationes Philippicae, und vergleichen diese mit heutigen in der Politik anzutreffenden Wertmaßstäben.
  • erkennen bei der Lektüre von Texten aus Sallusts Catilina und Ciceros Orationes Philippicae politische, soziale und ethische Problemstellungen, die ihnen aus ihrem eigenen Erfahrungshorizont bekannt sein können, und erörtern Aspekte des Verhältnisses von Individuum und Gesellschaft.
  • vergleichen Rezeptionsdokumente u. a. aus der Literatur und der Kunst mit den in Originaltexten aus Sallusts Catilina und Ciceros Orationes Philippicae vorgestellten Persönlichkeiten und Stoffen.
  • tragen Originaltexte aus Sallusts Catilina und Ciceros Orationes Philippicae verständnisgeleitet vor.
  • vergleichen Originaltexte aus Sallusts Catilina und Ciceros Orationes Philippicae mit aktuellen Formen politischer Meinungsbildung in einer zunehmend von Digitalisierung geprägten Welt und erörtern Möglichkeiten, durch sprachliche Mittel politische Willensbildung zu beeinflussen, sowie damit verbundene Gefahren politischer Manipulation.
  • untersuchen anhand ausgewählter Texte aus Sallusts Catilina die Darstellung der Krisenzeit der spätrömischen Republik, auch unter Berücksichtigung des Geschichtsbilds des Autors.
  • erörtern ausgehend von Sallusts Catilina die Objektivitätsproblematik in historischen Darstellungen aus Antike und Gegenwart.
  • vergleichen ggf. geeignete Passagen aus Ciceros Reden gegen Catilina mit Sallusts Darstellung.
  • begründen Ciceros zentrale politische Rolle in der Krisenzeit der ausgehenden Republik und erläutern an seinem Beispiel, auch mit Blick auf die Gegenwart, Möglichkeiten und Grenzen politischen Wirkens.
  • vergleichen ggf. geeignete Passagen aus Ciceros Briefen mit seinen Ausführungen in den Orationes Philippicae.

L11 1.2 Mythos – Verwandlung und Spiel
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Kompetenzerwartungen und Inhalte

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • übersetzen Originaltexte zum Thema des Lernbereichs in einer Auswahl aus Ovids Metamorphosen in angemessenes Deutsch.
  • arbeiten Gliederung, Gedankenführung und zentrale Aussagen von Originaltexten aus Ovids Metamorphosen unter Berücksichtigung von Gattung und Zeitbezug heraus und belegen ihre Ergebnisse am lateinischen Text.
  • erkennen sprachliche, stilistische und dichterische Gestaltungsmerkmale in Originaltexten aus Ovids Metamorphosen, weisen die Verwendung rhetorischer Stilmittel nach und erklären die Funktion der Stilisierungen für die Aussage des jeweiligen Textes.
  • analysieren auf der Grundlage ihrer Kenntnisse in Metrik und Prosodie selbständig daktylische Hexameter und beschreiben in Grundzügen die Bedeutung des Versbaus und ggf. besonderer metrischer Erscheinungen für die Textaussage.
  • tragen lateinische Verse in korrekter Prosodie und Metrik verständnisgeleitet vor.
  • vergleichen verschiedene Übersetzungen eines Originaltextes aus Ovids Metamorphosen nach vorgegebenen Kriterien untereinander und mit dem Original und überprüfen kritisch die jeweiligen Übersetzungen.
  • beschreiben Ovids Metamorphosen hinsichtlich Gesamtanlage, Themenvielfalt und Kompositionstechniken.
  • nennen Vertreter und Merkmale der Gattung Epos, weisen Originaltexte aus Ovids Metamorphosen dieser Gattung zu und begründen ihre Entscheidung mithilfe des Originaltextes.
  • erkennen in Ovids Metamorphosen ein dichterisches Werk der Weltliteratur, dessen Autor sich auch spielerisch-ironisch über Gattungstraditionen in der lateinischen Literatur hinwegsetzt.
  • erläutern zentrale historische Ereignisse und Entwicklungen im Übergang von der Republik zur Kaiserzeit und stellen Bezüge zu Ovids Leben und Werk her.
  • erkennen bei der Lektüre von Originaltexten aus Ovids Metamorphosen wichtige mythologische Gestalten und deren Schicksale wieder, erfassen den Mythos als Ausdruck menschlicher Grunderfahrungen und erörtern die dargestellten Verhaltensmuster vor dem Hintergrund ihrer eigenen Überzeugungen.
  • beschreiben an Rezeptionsdokumenten aus Literatur, Kunst und Musik den nachhaltigen Einfluss von Ovids Metamorphosen auf die europäische Kulturtradition bis in die Gegenwart.

L11 1.3 Denken – ein Schlüssel zur Welt
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Kompetenzerwartungen und Inhalte

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • übersetzen Originaltexte zur Philosophie sowie zu bedeutenden Philosophen der Antike und ihren Lehren (u. a. zu Vorsokratikern, Sokrates, Diogenes) aus für das Thema des Lernbereichs geeigneten Werken (u. a. von Cicero, Erasmus von Rotterdam) in angemessenes Deutsch.
  • arbeiten Gliederung, Gedankenführung und zentrale Aussagen von Originaltexten zur Philosophie sowie zu bedeutenden Philosophen der Antike und ihren Lehren heraus.
  • erkennen sprachliche und stilistische Gestaltungsmerkmale von Originaltexten zur Philosophie und zu bedeutenden Philosophen der Antike, weisen die Verwendung rhetorischer Stilmittel nach und erklären die Funktion der Stilisierungen für die Aussage des jeweiligen Textes.
  • ordnen Verfasser von Texten mit philosophiegeschichtlichen Themen, deren Werke sowie die zentralen Persönlichkeiten, Autoren und Schulen der griechisch-römischen Philosophie in einen geistesgeschichtlichen Überblick ein.
  • stellen Informationen zu Leben und Wirken einiger bedeutender antiker Philosophen zusammen und erfassen die Bedeutung der griechischen Philosophie in der antiken Welt und für das europäische Denken.
  • erkennen in Cicero den entscheidenden Vermittler griechischer Philosophie in Rom und erfassen die Bedeutung der lateinischen Sprache bei der Vermittlung griechischen Gedankenguts.
  • erläutern zentrale Wertbegriffe im Zusammenhang mit der Darstellung von Leben und Denken einiger antiker Philosophen.
  • erkennen bei der Lektüre von Texten zur Philosophie sowie zu bedeutenden Philosophen der Antike und deren Lehren Denkweisen und Lebenshaltungen, die sie mit denen ihres Erfahrungsbereichs vergleichen und kritisch überprüfen.
  • erkennen in Rezeptionsdokumenten, u. a. aus Literatur und Kunst, die in den Originaltexten zu bedeutenden Philosophen der Antike vorgestellten Persönlichkeiten wieder und analysieren die Darstellungen.

L11 2.1 Wortschatz
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Kompetenzerwartungen und Inhalte

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • geben in systematischer Ergänzung ihres mithilfe der Techniken der Wortschatzarbeit gefestigten und nach wortkundlichen Prinzipien strukturierten Grundwortschatzes zu neu erworbenen Wörtern und Wendungen eines spezifischen Lektürevokabulars sowie zu weiteren Wörtern des Kulturwortschatzes die deutschen Bedeutungen an.
  • erschließen auch mithilfe des Wörterbuchs selbständig die kontextspezifische Bedeutung von (mehrdeutigen) Wörtern.
  • erläutern weitere lateinische Wendungen in ihrer wörtlichen und übertragenen Bedeutung und übersetzen sie in angemessenes Deutsch.

L11 2.2 Formen- und Satzlehre
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Kompetenzerwartungen und Inhalte

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • arbeiten aufbauend auf ihren bisherigen Grammatikkenntnissen, die sie durch systematische Wiederholung sichern und vertiefen, aus den Originaltexten lektüretypische Besonderheiten des Sprachgebrauchs in Laut-, Formen- und Satzlehre heraus und erläutern den Befund.
  • ordnen lektürerelevante Sprachphänomene auch in selbständiger Verwendung einer Grammatik in das grammatikalische Gesamtsystem ein.
  • analysieren die Struktur komplexer Sätze und längerer Satzperioden auch in anspruchsvolleren Originaltexten.
  • vergleichen den lateinischen und deutschen Sprachgebrauch, übersetzen im Bewusstsein der Unterschiede dieser beiden Sprachen komplexe Strukturen in angemessenes Deutsch und begründen ihre Entscheidungen.

L11 Lernbereich 3: Methodik
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Kompetenzerwartungen und Inhalte

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • wenden ihre sprachlichen Kompetenzen bei der Analyse syntaktischer Strukturen selbständig in neuen Zusammenhängen an, sodass sie Originaltexte zunehmend sicher lesen, verstehen und übersetzen.
  • nutzen selbständig bei der Arbeit mit Texten (z. B. zur Lösung von Übersetzungsproblemen) ein lateinisch-deutsches Schulwörterbuch sowie eine Grammatik und verwenden im kritischem Bewusstsein Online-Wörterbücher.
  • vergleichen eigene und fremde Übersetzungen literarischer Originaltexte untereinander und mit dem Original im Bewusstsein der Unterschiede von Ausgangs- und Zielsprache und nehmen zu den Befunden kritisch Stellung.
  • erfassen Inhalte von Originaltexten u. a. durch kursorisches Lesen.
  • nutzen zweisprachige Ausgaben und Übersetzungen u. a. zur Herstellung größerer inhaltlicher Zusammenhänge.
  • wenden Methoden zur Erschließung und Auswertung literarischer Werke selbständig an.
  • interpretieren Originaltexte u. a. durch altersgemäße Methoden der produktiven oder kreativen Rezeption, auch unter Nutzung geeigneter digitaler Medien.
  • ordnen und sichern ihre Wissensbestände im Zuge der Wiederholung ihrer Grundkenntnisse systematisch unter Nutzung geeigneter Hilfsmittel (u. a. Wortkunde, Grammatik) selbständig und eigenverantwortlich.
  • wählen für die Erschließung neuer Lerninhalte gezielt themenbezogene Informationen aus, nutzen dabei geeignete Arbeitsmittel und wenden Medien, auch digitale, sachgerecht an.
  • nutzen zum Bewältigen auch fächerübergreifender Aufgabenstellungen selbständig verschiedene, auch digitale Fachmedien und Möglichkeiten der Informationsbeschaffung und überprüfen die Rechercheergebnisse kritisch.
  • wenden erlernte Präsentationstechniken (u. a. Visualisierung unter Nutzung geeigneter digitaler Medien) auch unter Einsatz ihrer rhetorischen Kenntnisse adressatenbezogen, fachadäquat und überzeugend an.
  • wenden bei der Durchführung eines Projekts, allein oder im Team, sinnvolle Methoden des Projektmanagements an und nutzen geeignete digitale Medien.