Lehrplan PLUS

Direkt zur Hauptnavigation springen, zur Servicenavigation springen, zur Seitennavigation springen, zu den Serviceboxen springen, zum Inhalt springen

Neugriechisch 11 (spätbeginnende Fremdsprache)

gültig ab Schuljahr 2018/19

NGr11 Hör- und Hörsehverstehen
Abschnitt zur PDF-Sammlung hinzufügen
Kompetenzerwartungen und Inhalte

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • verstehen deutlich gesprochene Äußerungen (auch von Muttersprachlern) in gemäßigtem Sprechtempo zu weitgehend bekannten Themenbereichen (z. B. Hobbys, Kleidung, Wetter, Stadt-/Landleben, Verkehrsmittel) global und in wichtigen Details unter annähernd realistischen Bedingungen (z. B. auch mit leichten Hintergrundgeräuschen).
  • erfassen den Informationsgehalt klar gegliederter, auch authentischer Hör- und Hörseh­texte zu einem breiteren Themenspektrum, auch wenn nicht sämtliches Sprachmaterial bekannt oder erschließbar ist (vgl. Lernbereich 5, z. B. Szenen aus Familie und Freundeskreis, beim Einkaufen, im Urlaub; Interviews, Werbespots; informative / dokumentarische Audio-/Video-Sequenzen mittlerer Länge über Regionen Griechenlands, über geschichtliche Themen; kurze Ausschnitte aus Filmen und Nachrichtensendungen, Musikstücke und Video-Clips).
  • nutzen visuelle Zusatzinformationen gezielt zur Ergänzung des Hörverständnisses.
NGr11 Leseverstehen
Abschnitt zur PDF-Sammlung hinzufügen
Kompetenzerwartungen und Inhalte

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • lesen und verstehen auf der Basis eines reichhaltigeren Wortschatzes und differenzierterer Kenntnisse der grammatikalischen Strukturen unter Einbeziehung ihrer Kenntnisse der Prinzipien der Wortbildungslehre und ggf. unter Zuhilfenahme eines ein- oder zweisprachigen Wörterbuches die Inhalte auch längerer, komplexerer, bevorzugt authentischer literarischer und nichtliterarischer Texte (z. B. Markaris, Kavafis; Artikel aus Zeitungen und Zeitschriften) zu einem über den Alltag hinausgehenden Themenspektrum (vergleiche die in Lernbereich 5 aufgeführten Themen).
  • erfassen sowohl literarische als auch nichtliterarische Texte nach bestimmten Fragestellungen und entnehmen ihnen wichtige Informationen.
NGr11 Sprechen
Abschnitt zur PDF-Sammlung hinzufügen
Kompetenzerwartungen und Inhalte

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • äußern und beantworten in zusammenhängenden Sätzen Fragen und Bitten bzw. Aufforderungen zu einem weiter gefassten Themenspektrum (z. B. Zeitangaben, Wegbeschreibungen, Verkehrsmittel).
  • führen zusammenhängende Gespräche in alltäglichen Situationen und Diskussionen zu bekannten Themen (z. B. Situation der Jugend, Tourismus, Griechen in Deutschland), wobei sie Äußerungen der Gesprächspartner aufgreifen und darauf reagieren. Sie teilen in verknüpften Sätzen begründet ihre Meinungen oder Gefühle zu konkreten Situationen, Einzelproblemen und grundsätzlicheren Fragestellungen mit. Sie nutzen dabei Gesprächsstrategien und umschreiben wichtige Vokabeln für spontane Formulierungen.
  • erzählen und informieren kurz und zusammenhängend über ihnen bekannte, den Zuhörern aber unbekannte Ereignisse und Sachverhalte.
  • halten kurze, medial visualisierte Präsentationen in weitgehend freier Rede zu den in Lernbereich 5 aufgeführten Themenbereichen. Sie beantworten in spontaner Formulierung sachliche Nachfragen.
NGr11 Schreiben
Abschnitt zur PDF-Sammlung hinzufügen
Kompetenzerwartungen und Inhalte

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • verfassen auf der Basis eines umfangreicheren Vokabulars und erweiterter Kenntnisse der Morphologie und Syntax längere, komplexere Texte zu in Lernbereich 5 genannten Themengebieten.
  • schreiben einen umfangreicheren Wortschatz erfordernde, syntaktisch anspruchsvollere Briefe und E-Mails, in denen sie über ihre persönliche Lebenssituation, Interessen, Aktivitäten und Zukunftspläne (z. B. zwischenmenschliche Beziehungen, familiäre Ereignisse, Urlaubserlebnisse, Familien- und Lebensplanung) Auskunft geben und entsprechende Informationen vom Adressaten erbitten.
NGr11 Sprachmittlung
Abschnitt zur PDF-Sammlung hinzufügen
Kompetenzerwartungen und Inhalte

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • geben mündlich und schriftlich in komplexeren, das engere und weitere Lebensumfeld betreffenden Kommunikationssituationen die wesentlichen Inhalte neugriechischer bzw. deutscher mündlicher Äußerungen und Hör-/Hörsehtexte adressatengerecht und situationsangemessen in der jeweils anderen Sprache wieder (z. B. Stadtführung, einfache Gespräche und Diskussionen), gehen bei der Vermittlung von Informationen auch auf Nachfragen ein und fügen ggf. selbständig für das Verständnis erforderliche Erläuterungen hinzu.
  • fassen mündlich und schriftlich die wesentlichen Inhalte aus längeren und komplexeren situativ eingebetteten schriftlichen neugriechischen bzw. deutschen Äußerungen und Texten adressatengerecht und situationsangemessen in der jeweils anderen Sprache zusammen (z. B. einfache literarische Texte, wie Märchen oder Sagen, und Artikel aus Zeitungen und Internet).
  • nutzen bei ihrer sinngemäßen Übertragung der Texte entsprechend der jeweiligen Kommunikationssituation auch Hilfsmittel und Kompensationsstrategien wie z. B. Paraphrasieren.
  • übersetzen ggf. kurze, komplexere deutsche Textvorgaben, die gezielt auf kontrastive Sprachbetrachtung angelegt sind (z. B. Wiedergabe des deutschen Präteritums), punktuell ins Neugriechische.
  • übersetzen ggf. kurze, komplexere neugriechische Textvorgaben, die für die kontrastive Sprachbetrachtung geeignet sind, punktuell ins Deutsche, um die Besonderheiten der Ziel- und Ausgangssprache zu erfassen (z. B. Partizip Präsens Aktiv, konditionale Perioden und im Rahmen der Aspekte- und Diathesenlehre).
  • drücken sich mündlich und schriftlich gemäß den jeweiligen kulturellen und sprachlichen Konventionen weitgehend angemessen, korrekt und gedanklich strukturiert aus.
NGr11 Grammatik
Abschnitt zur PDF-Sammlung hinzufügen
Kompetenzerwartungen und Inhalte

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • beschreiben und vergleichen Personen, Objekte/Gegenstände, Zustände und Situationen/Orte und Sachverhalte sowohl ihres persönlichen als auch eines erweiterten Lebensumfeldes anschaulich:
    • Deklination der Adjektive auf –ύς, -ιά, -ύ und –ής, -ής, -ές
    • dazugehörige Adverbien
    • Sonderformen der Adverbien
  • bewältigen unter Anwendung erweiterter Kenntnisse der Morphologie und Syntax komplexere Gesprächssituationen aus dem Bereich des Alltagslebens und diskutieren unter Nutzung erweiterter Ausdrucksmöglichkeiten eloquent über Themenbereiche ihres alltäglichen Umfelds und der neugriechischen Kultur:
    • Diminutivbildungen
    • verallgemeinernde Relativpronomina (όσος, όποιος, ό,τι)
      Demonstrativprono-mina (τέτοιος, τόσος)
      Indefinitpronomina κάποιος, ο καθένας)
    • Partizip Präsens Aktiv
    • weitere Präpositionen mit Akkusativ
    • alle Cardinalia
    • weitere Deklinationen der gleichsilbigen und ungleichsilbigen Substantive: Feminina auf -ση, Maskulina/Feminina auf -έας, Neutra auf –ος
  • formulieren in Diskussionen oder schriftlichen Stellungnahmen exakt zeitliche Abfolgen, Voraussetzungen, Bedingungen, Ziele und Folgen eigener und fremder Handlungen:
    • weitere Gliedsätze, Konditionalperioden (Konditional I), Finalsätze (για να), Konsekutivsätze (ώστε, που), Präpositionen mit να kombiniert (z. B. χωρίς να), weitere Temporalsätze (z. B. μόλις, πριν)
  • referieren und schildern in Gesprächen und schriftlichen Darstellungen unter genauer Differenzierung zwischen einmaligen Ereignissen einerseits sowie fortdauernden und wiederholten Tätigkeiten und Zuständen andererseits vergangene aktive und medio-passive Handlungen sowohl aus ihrem persönlichen Lebensbereich als auch aus Kontexten der neugriechischen Kultur:
    • Imperfekt; weitere unregelmäßige Aoristformen
    • Medio-Passiv
NGr11 Wortschatz
Abschnitt zur PDF-Sammlung hinzufügen
Kompetenzerwartungen und Inhalte

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • verfügen über einen erweiterten allgemeinen und einen an den Themenbereichen der Jahrgangsstufe 11 orientierten thematischen neugriechischen Wortschatz und wenden ihn zur Bewältigung komplexerer sprachlicher Situationen kontextorientiert und adressatengerecht an:
    • weitere Wörter und Wendungen im Rahmen der im Lernbereich 5 aufgeführten Themen
    • weitere wichtige idiomatische und phraseologische Wendungen sowie Kollokationen
    • komplexere Ausdrücke der Meinungs- und Emotionsäußerung, z. B. χαίρομαι, λυπάμαι, κρίμα, ευτυχώς, καλά in Verbindung mit der Konjunktion που
  • wenden einen entsprechend den sprachlichen und kommunikativen Anforderungen der Jahrgangsstufe 11 erweiterten Funktionswortschatz im Unterrichtsgespräch und bei der Textarbeit korrekt und weitgehend sicher an:
    • Termini für weitere Wortarten und Tempora
    • Modi (εγκλίσεις)
    • Fachbegriffe für eine komplexere Beschreibung von Objekten und Personen
    • Termini zu weiteren Textarten sowie zu einer einfachen Analyse und Erschließung von Texten entsprechend den Anforderungen des Lernbereichs „Text- und Medienkompetenzen“; Mittel der Textkohärenz: Verknüpfungen, Überleitungen, einführende und abschließende Wendungen
    • Anrede- und Grußformen im Briefstil
  • erschließen Sprachmaterial - nach Möglichkeit weitgehend selbständig - aus vertrauten, altersangemessenen Kontexten, mithilfe des Transfers aus anderen, bereits bekannten Sprachen und durch die Kenntnis wichtiger Regeln zu Wortbildung und Etymologie und nutzen bei Wortschatzerschließung und Wortschatzerwerb ein vertieftes und erweitertes Repertoire an Techniken und Methoden des Wörterlernens, der Wortschatzerweiterung und -festigung:
    • Wortschatz, der aus bekannten Fremdsprachen, dem Deutschen und aus Fremdwörtern ableitbar ist
    • Interferenzphänomene
    • weitere grundlegende Regeln der Wortbildung und Etymologie
    • zweisprachige (ggf. einsprachige) Wörterbücher
    • systematische Wortschatzstrukturierung (nach Wortfamilien, Wortfeldern/Sachgruppen, Synonymen, Antonymen)
  • erkennen in Grundzügen die diachronen und synchronen Dimensionen des Griechischen und verstehen und verwenden in begrenztem Maße dadurch bedingte unterschiedliche stilistische Ebenen und Nuancierungen des Wortschatzes:
    • sprachliche Epochen
    • Wortschatz aus anderen Sprachen (Lateinisch, Italienisch, Französisch, Türkisch, slawische Sprachen, Englisch)
    • „Sprachfrage“ (γλωσσικό ζήτημα: καθαρεύουσα – δημοτική)
    • Ausprägungen der griechischen Sprache: Umgangssprache, Elemente der Hochsprache in Texten anspruchsvollerer griechischer Zeitungen und Literatur, griechische Schimpfwörter und Vulgärsprache
NGr11 Aussprache und Intonation
Abschnitt zur PDF-Sammlung hinzufügen
Kompetenzerwartungen und Inhalte

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • sprechen auch weniger vertrautes neugriechisches Sprachmaterial phonetisch korrekt und flüssig aus, achten auf Bindungen und Verschleifungen, berücksichtigen Satzmelodie und –rhythmus, setzen bewusst Pausen und betonen sinngemäß:
    • Festigung der Aussprache der Buchstaben und Buchstabenkombinationen
    • Vermeidung von Interferenzen mit der Muttersprache und anderen Sprachen
    • Beachten von Satzmelodie und Satzrhythmus
    • internationale Lautschrift
    • weitere wichtige Intonationsmuster (z. B. in Diskussionen)
    • Bindungen und Verschleifungen, Lautveränderungen in der laufenden Rede, z. B. Apokope, Synkope, Kontaktassimilationen (Sandhis), Elisionen (z. B. τα άλλα > τ‘ άλλα), Aphäresen (z. B. σου είπα > σου ‘πα)
  • ordnen die Symbole der internationalen Lautschrift den entsprechenden Lauten zu und nutzen die Lautschrift selbständig zur Klärung von Ausspracheproblemen.
NGr11 Orthographie
Abschnitt zur PDF-Sammlung hinzufügen
Kompetenzerwartungen und Inhalte

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • lesen griechische Texte in verschiedenen Ausprägungen griechischer Druck- und Computerschriften.
  • verstehen neugriechische Abkürzungskonventionen (z. B. Αφοι = αφοι = ΑΦΟΙ = αδελφοί, παν/μιο = πανεπιστήμιο).
  • verwenden ihren aktiven Wortschatz aufgrund ihrer Kenntnisse der Regelmäßigkeiten der Rechtschreibung und Zeichensetzung (z. B. Wiedergabe der Laute /i/, /ε/ und /ɔ/ in geschriebener Form, Silbentrennung) in schriftlichen Kommunikationssituationen regelkonform und sicher.

NGr11 2 Interkulturelle Kompetenzen
Abschnitt zur PDF-Sammlung hinzufügen

Kompetenzerwartungen und Inhalte

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • kontrastieren soziale, politische und kulturelle Gegebenheiten (vgl. die in Lernbereich 5 aufgeführten Themen), die das Leben gleichaltriger Jugendlicher in Griechenland prägen, kritisch mit ihrer eigenen Lebenswelt und nutzen ihre Kenntnisse zentraler geschichtlicher Ereignisse (z. B. Türkenherrschaft, deutsche Besetzung Griechenlands im Zweiten Weltkrieg, Militärdiktatur), um die aktuelle soziokulturelle Situation Griechenlands zu verstehen (z. B. problematisches Verhältnis zum „Nachbarn“ Türkei).
  • durchschauen bestimmte Aspekte eines in Deutschland v. a. durch die Medien verbreiteten Bildes von Griechen und Deutschen als gängige Vorurteile und Stereotype, um Griechen offen und unvoreingenommen zu begegnen.
  • handeln in interkulturellen Begegnungssituationen (z. B. Schüleraustausch) angemessen, indem sie ihr sprachliches und soziokulturelles Wissen gezielt zur Vermeidung interkultureller Missverständnisse und Konflikte einsetzen (z. B. besonnener Umgang mit dem Deutschlandbild in griechischen Medien, respektvolles Verhalten an Gedenkstätten und bei Gedenkveranstaltungen anlässlich von Geschehnissen des Zweiten Weltkriegs).

NGr11 3 Text- und Medienkompetenzen
Abschnitt zur PDF-Sammlung hinzufügen

Kompetenzerwartungen und Inhalte

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • verstehen einfache (auch bereits längere) literarische und nicht-literarische neugriechische Texte zu altersgemäßen Themen (vgl. Lernbereich 5) und fassen deren Inhalt, Aufbau und Aussageabsicht, ggf. mithilfe lenkender Fragen, mündlich und schriftlich strukturiert zusammen, z. B.:
    • Lehrbuchtexte (auch in Form von Hör- und Hörsehtexten)
    • ggf. erste - auch didaktisierte - Lektüre (z. B. Neni Kolethra: Ξενοδοχείο Ατλαντίς, παρακαλώ.)
    • einfache (auch längere) persönliche Briefe
    • einfache - ggf. mit Anmerkungen versehene - literarische Formen (z. B. Kurzprosa, Romanausschnitte, Auszüge aus Kinderbüchern, Comics, Gedichte und Lieder, Dialoge und szenische Texte)
    • übersichtliche Gebrauchs- und Sachtexte (z. B. Infotafeln, Fahrpläne, - ggf. bildgestützte - Spielanleitungen oder Gebrauchsanweisungen, einfache Artikel aus Zeitungen, Zeitschriften, Jugendmagazinen oder Reiseführern, kurze Interviews)
    • leicht verständliche (ggf. auch längere) Filmsequenzen, Fernseh- bzw. Radioausschnitte (z. B. Kindersendungen, Reisemagazine), Grafiken, Bilder, Fotos, einfache Internetbeiträge (z. B. Homepages, Websites, Blogs)
  • erschließen bzw. analysieren mithilfe erweiterter sprachlicher, inhaltlicher sowie ggf. textsortenspezifischer und stilistisch-rhetorischer Kenntnisse (z. B. Stilmittel und ihre Wirkung) mündlich und schriftlich einfache (ggf. auch bereits längere) literarische und nicht-literarische neugriechische Texte zu altersgemäßen Themen (vgl. Lernbereich 5), indem sie z. B. auch komplexere und detailliertere, das Verständnis sichernde Fragen (z. B. zu Schauplatz, Handlungsführung, Figurenkonstellationen, Thematik und Motivgestaltung) beantworten und stellen, Kernaussagen, zentrale Begriffe und ggf. Argumentationslinien herausarbeiten, mit einfachen Mitteln Objekte, Figuren und Charaktere beschreiben sowie Wirkung und Intention der Texte darstellen und dabei die gewonnenen Aussagen am Text belegen.
  • verfügen über ein vertieftes, z. T. auch in anderen Fremdsprachen, dem Deutschunterricht und ggf. weiteren Fächern (z. B. Kunst, Religionslehre, Geschichte) erworbenes, Repertoire an Techniken zu Textarbeit und Textdeutung sowie über erweiterte Kenntnisse neugriechischer Fachbegriffe (z. B. zu Textarten und Texterschließung/-analyse) und der kulturspezifischen, historischen, sozialen und biografischen Kontexte und wenden dies bei ihrer Beschäftigung mit den neugriechischen Texten korrekt und sicher an.
  • formulieren bei der Textarbeit eigene Eindrücke, artikulieren den eigenen Standpunkt (ggf. auch in kritischer Auseinandersetzung mit anderen Sichtweisen), arbeiten bei der Deutung ggf. eine eigene Perspektive heraus und stellen dies mündlich und schriftlich in einfacher Form sprachlich und inhaltlich kohärent und korrekt dar.
  • gehen mit einfachen sprachlichen Mitteln gestaltend mit ihnen vertrauten neugriechischen Texten um (z. B. gestaltender Vortrag, szenisches Spiel) und erstellen in schlichter, auch bereits längerer Form eigene, auch kreative neugriechische Texte, die sich auf altersgemäße Kommunikationssituationen beziehen oder an bereits bekanntes Textmaterial anknüpfen und zu dessen Erschließung, Interpretation und ggf. Weiterführung beitragen (z. B. persönlicher und sachlicher Brief; Lebenslauf und einfache Bewerbungsschreiben; einfache Diskussionen und Kurzreferate; einfache begründete Stellungnahmen; kurze Berichte, Leserbriefe oder Interviews für die Schülerzeitung; schlichte Bild-, Orts- und Personenbeschreibungen sowie Tagebucheinträge; einfache Erlebnis- und Fantasieerzählungen; Umwandlung einer Textvorlage in andere Textarten, Erzählen aus einer anderen Perspektive, Veränderung einer Geschichte). Sie berücksichtigen bei der mündlichen und schriftlichen Produktion eigener Texte in angemessenem Umfang Situation, Adressatenkreis und Merkmale der Textgattung.

NGr11 4 Methodische Kompetenzen
Abschnitt zur PDF-Sammlung hinzufügen

Kompetenzerwartungen und Inhalte

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • organisieren die festigende Wiederholung lexikalischer, grammatikalischer und thematischer Inhalte und die individuelle, über den Unterricht hinausgehende sprachliche Weiterentwicklung auch selbständig (z. B. durch Internetgebrauch, private Lektüre).
  • verknüpfen ihr lexikalisches und grammatikalisches Wissen in verschiedenen Fremdsprachen miteinander und wenden ihre Kenntnisse über die synchrone Vielfalt (z. B. Dialekte) und diachrone Entwicklung (z. B. Varietäten der antiken Schriftsprache, κοινή, γλωσσικό ζήτημα im 18. bis 20. Jh.) u. a. beim Wörterlernen und der Textarbeit an (vgl. Lernbereich 5: Sprachreflexion).
  • verwenden zweisprachige (ggf. einsprachige) Wörterbücher und die Systemgrammatik gezielt, sowohl um mündliche und schriftliche Texte zu verstehen und interpretatorisch auszuwerten (z. B. bezüglich Sprachebene und Aussageintention) als auch um eigene Texte zu erstellen.
  • kennen und nutzen originalsprachige Printmedien (Bücher, Zeitungen, Zeitschriften), Filme, Musikvideos, Radio-/Fernsehkanäle und Internetportale, um sich anhand des authentischen Sprachmaterials weiterzubilden (vgl. Lernbereich 5: Wissenschaft, Kultur, Medien).
  • sprechen bei kurzen Referaten und Präsentationen von Einzel-, Partner- und Gruppenarbeit möglichst frei, nachdem sie zuvor wichtige Formulierungen memoriert haben, und veranschaulichen die Inhalte mit Präsentationsmedien.

NGr11 5 Themengebiete
Abschnitt zur PDF-Sammlung hinzufügen

Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • bewältigen Kommunikationssituationen innerhalb der angegebenen Themengebiete mithilfe der in den Lernbereichen 1 – 4 ausgewiesenen Kompetenzen.
  • setzen sich auf der Grundlage ihrer Kenntnisse bewusst mit der neugriechischen Sprache und dem mit ihr verbundenen Kulturraum auseinander.
Inhalte zu den Kompetenzen:
  • Alltagsleben: zwischenmenschliche Beziehungen (z. B. Familie, Freundschaften); Leben auf dem Land und in der Stadt; Schulsystem, ιδιαίτερα μαθήματα; Orientierung in Zeit und Raum (z. B. Datums- und Jahresangaben, Wetter, komplexere Zeit-, Orts- und Häufigkeitsangaben); Einkaufen: Kleidung, Mode, Farben, Muster, Qualität, Größen, Rabatte, Prozente; Reservierungen, Buchungen, Tickets, Passkontrolle; griechische Küche; Hobbys, Freizeitbeschäftigungen, Sport, Musik, Reisen; Nutzung von überregionalen Verkehrsmitteln
  • Brauchtum, Feste, Religion: politisch bedingte Feiertage (z. B. 25. März, 28. Oktober) und ihr Hintergrund; Familienfeste (z. B. Taufe, Hochzeit, Beerdigung); die griechisch-orthodoxe Kirche (z. B. bekannte Klöster, byzantinische Kunst)
  • Gesellschaft: Situation der Jugend (z. B. Umgang mit Tradition, Arbeitslosigkeit); als Grieche/Griechin in Deutschland (z. B. als Student/Studentin)
  • Geographie, Sehenswürdigkeiten: zwei wichtige Regionen Griechenlands (z. B. Peloponnes, Kreta): z. B. Topografie, Klima, Flora und Fauna
  • Wirtschaft, Tourismus, Umwelt: Made in Greece (Produkte und wichtige Marken; z. B. Kunsthandwerk, Schmuck, Schuhe, Leder, Pelze); Vor- und Nachteile des Tourismus; Umweltproblematik (z. B. Brände, Tierschutz, Müll)
  • Politik, Geschichte: prägende Phasen und Persönlichkeiten der griechischen Geschichte im 20. Jh. und ihre Auswirkungen auf die heutige Gesellschaft Griechenlands (z. B. Eleftherios Venizelos, Balkankriege, „Kleinasiatische Katastrophe“, Zweiter Weltkrieg, Bürgerkrieg, Militärdiktatur, Wiederherstellung der Demokratie, Mitgliedschaft in NATO und EU); administrative Gliederung des griechischen Staates, Überblick über zentrale politische Institutionen
  • Wissenschaft, Kultur, Medien: Griechen und Griechenland im Film, griechische Filme; griechische Musik: Rembetiko - Musik und Geschichte, wichtige Komponisten (z. B. Vangelis) und Interpreten zeitgenössischer griechischer Musik; ggf. weitere griechische Volkstänze (z. B. Kalamatianos) und Volkslieder
  • Literatur: Einblick in die griechische Unterhaltungsliteratur der Gegenwart (z. B. Kriminalromane von Markaris); τα μέσα μαζικής ενημέρωσης (MME): Medien und ihre Stellung in der Gesellschaft (z. B. Zeitungen, Radio, Fernsehen)
  • Sprachreflexion: Verbreitung der griechischen Sprache in Vergangenheit und Gegenwart; καθαρεύουσα - δημοτική (γλωσσικό ζήτημα); Mechanismen gegenseitiger Sprachübernahme
Alltagskompetenzen Alltagskompetenzen