Lehrplan PLUS

Direkt zur Hauptnavigation springen, zur Servicenavigation springen, zur Seitennavigation springen, zu den Serviceboxen springen, zum Inhalt springen

Geologie 12

Der angegebene Fachlehrplan wird derzeit überarbeitet; die überarbeitete Fassung wird nach Abschluss der Anpassung des LehrplanPLUS an das neunjährige Gymnasium veröffentlicht.

Geol12 Lernbereich 1: Geologische Arbeitstechniken für Jahrgangstufe 12
Abschnitt zur PDF-Sammlung hinzufügen

Dieser Lernbereich stellt wichtige Kompetenzen dar, die mittels geologischer Arbeitstechniken über das ganze Schuljahr hinweg erworben werden. Die Lernbereiche und Inhalte, in denen sie angewendet werden, sind von der Lehrkraft frei wählbar.
Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • erfassen und beschreiben eine Landschaft in ihren Grundstrukturen.
  • führen Geländeaufnahmen und eine Kartierung durch, zeichnen einen Aufschluss und erstellen eine Aufschlussarbeit.
  • analysieren und interpretieren geologische Karten, Profile und Schnitte.
  • analysieren und überprüfen modelltheoretische Vorstellungen.
  • recherchieren mittels geologischer Informationssysteme, (z. B. Bodeninformationssystem – BIS) und werten 3D-Darstellungen aus.
  • führen geologische und bodenkundliche Versuche durch.
  • bestimmen Gesteine im Gelände und ggf. in einem außerschulischen Labor (z. B. Geozentrum an der KTB) und wenden dabei geologische Bestimmungstechniken an.
  • wenden geologische Werkzeuge (Lupe, Geologenhammer, Geologischer Kompass) unter Berücksichtigung relevanter Sicherheitsvorschriften sachgerecht an.
  • planen Teilschritte einer Exkursion und werten Ergebnisse aus der Exkursion aus.

Geol12 Lernbereich 2: Das System Erde: Grundlagen der Geologie
Abschnitt zur PDF-Sammlung hinzufügen

Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • analysieren grundlegende Prozesse der Gesteinsbildung, um die Eigenschaften von Mineralien und Gesteinen zu erläutern.
  • stellen Entstehung und Aufbau der Erde in Grundzügen dar.
  • analysieren das Zusammenspiel endogener und exogener Strukturen, um so ein Verständnis grundlegender geologischer Prozesse und Landschaftsentwicklungen zu erhalten.
  • werten geologische Modelle aus und bestimmen mit einfachen Arbeitsmethoden der Fachdisziplin Gesteine.
  • ordnen Gesteine und Fossilien den Erdzeitaltern zu und gewinnen so ein Bewusstsein für die zeitlichen Dimensionen der Erdgeschichte.
Inhalte zu den Kompetenzen:
  • Mineralien: Strukturen, Entstehungsbedingungen und Systematik der gesteinsbildenden Mineralien; Eigenschaften ausgewählter Mineralien, Erze und Salze
  • Kreislauf der Gesteine: Gesteinsarten und deren Entstehung durch endogene und exogene Kräfte, relative Häufigkeit der Gesteinsarten
  • Entstehung und Aufbau unseres Planeten: Stellung innerhalb des Sonnensystems; Entstehungsbedingungen; Schalenbau, Vergleich von endogenen und exogenen Strukturen auf anderen Planeten und planetenähnlichen Körpern des Sonnensystems
  • Erdgeschichte und Entwicklung des Lebens: geologische Erdzeitalter und deren Umweltbedingungen, Evolution, Leitfossilien; typische Gesteine aus erdgeschichtlichen Epochen

Geol12 Lernbereich 3: Das endogene System: Geologische Prozesse im Erdinneren
Abschnitt zur PDF-Sammlung hinzufügen

Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • untersuchen die dynamischen Abläufe im Erdinneren und erkennen so endogene Prozesse als Voraussetzung für die Landschaftsentwicklung an der Erdoberfläche.
  • analysieren geologische Karten und interpretieren geologische Profile, um so geologische Sachverhalte verbalisieren und präsentieren zu können.
  • grenzen durch endogene Dynamik geprägte Landschaften in Deutschland voneinander ab, um einen Überblick über die geologische Gliederung Deutschlands zu erhalten.
  • überprüfen modelltheoretische Vorstellungen, u. a. das Modell der Plattentektonik.
  • stellen Schutzmaßnahmen und Vorhersagemöglichkeiten von ausgewählten endogen bedingten Naturereignissen dar.
Inhalte zu den Kompetenzen:
  • Plattentektonik: Konvektion; Plattentypen und Prozesse an Plattengrenzen; vermutete Antriebskräfte an Plattengrenzen; Bewegungszyklen; Theorie der Kontinentaldrift und deren Weiterentwicklung, ungeklärte Fragen der Theorie der Plattentektonik; Erd- und Seebeben, Schutzmaßnahmen
  • Magmatismus: Vulkanismus (Vulkantypen, Hot Spots und Mantle Plumes, mariner Vulkanismus, Prognosemöglichkeiten), Entstehung von Tiefengesteinen
  • Gesteinsmetamorphose: Umwandlung von ausgewählten Gesteinen unter unterschiedlichen Druck- und Temperaturbedingungen
  • Tektonik: Überblick über die tektonische Gliederung Deutschlands und Bayerns, Entstehungsprozesse und Formenschatz
  • Gebirgsbildung: Entstehung eines Faltengebirges am Beispiel der Alpen

Geol12 Lernbereich 4: Das exogene System: Dynamik an der Erdoberfläche
Abschnitt zur PDF-Sammlung hinzufügen

Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • untersuchen die dynamischen Abläufe an der Erdoberfläche und erkennen so exogene Prozesse als Voraussetzung für Landschaftsentwicklung durch Landschaftsüberformung.
  • führen einfache Versuche zur Verwitterung durch und werten Daten von Bodeninformationssystemen aus.
  • ordnen ausgewählte Verwitterungs-, Abtragungs- und Sedimentationsprozesse unterschiedlichen Räumen zu.
  • gewinnen mittels Vorhersagekarten Einblicke in die Bedeutung exogener Kräfte als Verursacher von Naturkatastrophen und erläutern anhand ausgewählter Raumbeispiele Schutzmaßnahmen.
Inhalte zu den Kompetenzen:
  • Verwitterung: chemisch, physikalisch, biologisch
    Karst, Gebäudeverwitterung
  • Abtragung und Transport: Kräfte und Formen, Massenbewegungen und Schutzmaßnahmen an einem Beispiel, z. B. Felssturz, Lawinen
  • Sedimentation: Ablagerung, Diagenese und Einteilung von Sedimentgesteinen

Geol12 Lernbereich 5: Landschaftsentwicklung in Bayern an einem ausgewählten Raumbeispiel
Abschnitt zur PDF-Sammlung hinzufügen

Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • analysieren ausgehend von Beispielen aus dem Heimatraum und aufbauend auf ihren bisher erworbenen Kompetenzen Entstehungsprozesse der Landschaftsentwicklung als komplexes Miteinander von endogenen und exogenen Prozessen.
  • erläutern die zeitliche Dimension der Landschaftsentwicklung und lernen so die Erdgeschichte ihrer Region kennen.
  • vergleichen ihre Erkenntnisse zur Landschaftsentwicklung Bayerns mit ähnlichen Strukturen in anderen Regionen der Erde.
  • erfassen grundlegende geologische Strukturen mittels Beschreibung und Interpretation geologischer Karten, Profile und Schnitte sowie eigener Skizzen.
  • überprüfen modellhafte Darstellungen mittels originaler Begegnung im Gelände.
Inhalte zu den Kompetenzen:
  • Bayerische Alpen:
    Entstehung und Landschaftsgeschichte: Auffaltung und glaziale Überprägung
    Gesteine und Lagerung: Kalk, Dolomit, Flysch, Helvetikum
    Formenschatz und Gliederung: glaziale Überformung eines Faltengebirges; Flyschzone, Kalkalpen
    weltweite Vergleiche (z. B. Himalaya, Australische Alpen)
  • Bayerisches Alpenvorland:
    Entstehung und Landschaftsgeschichte: Molassebecken und eiszeitliche Überprägung; Eisstromnetz und seine Bewegung; Löss
    Gesteine und Lagerung: Molasse und Quartärgesteine
    Formenschatz und Gliederung: glaziale Serie; tertiäres Hügelland; Flussterrassen
    weltweite Vergleiche (z. B. Po-Ebene, Nordische Vereisung)
  • Süddeutsches Schichtstufenland:
    Entstehung und Landschaftsgeschichte: Land-Meer-Verteilung; Einbruch des Oberrheingrabens
    Gesteine und Lagerung: marine und terrestrische Sedimente und deren Schichtung
    Formenschatz und Gliederung: Flächen, Stufen und Rückverlagerung, Zeugenberge; West-Ost-Abfolge; Karst
    weltweite Vergleiche (z. B. Französisches Schichtstufenland, Schichtstufenland in Großbritannien oder den Vereinigten Staaten)
  • Ostbayerisches Grundgebirge:
    Entstehung und Landschaftsgeschichte: Gebirgsbildung; Einrumpfung; Bruchtektonik; junger Vulkanismus
    Gesteine und Lagerung: Tiefen- und Ergussgesteine
    Formenschatz und Gliederung: glaziale und periglaziale Formen; Verwitterungsformen
    weltweite Vergleiche (z. B. Ural, Appalachen)

Geol12 Lernbereich 6: Mensch-Umwelt-System im geologischen Umfeld
Abschnitt zur PDF-Sammlung hinzufügen

Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • erkennen anhand von verschiedenen Beispielen, dass neben endogenen und exogenen Kräften auch der Mensch als Gestalter von Landschaften auftreten kann.
  • analysieren die Wechselbeziehungen zwischen dem Menschen und den geologischen Bedingungen, um Möglichkeiten der menschlichen Nutzung von Landschaften zu erkennen.
  • verorten Lagerstätten, geothermische Tiefenstufen und Grundwasservorkommen, um ihre Nutzungsmöglichkeiten zu bewerten.
  • erörtern Chancen und Folgen menschlicher Nutzung geologischer Ressourcen und beurteilen die Rentabilität der Förderung von Rohstoffen.
  • diskutieren Chancen und Risiken von Rohstoffnutzung.
  • entwickeln ökologisches Verantwortungsgefühl und setzen sich für einen nachhaltigen Umgang mit dem System Erde ein.
Inhalte zu den Kompetenzen:
  • Lagerstätten (z. B. Ton/Sand/Kies, Natursteine, Erdöl/Erdgas, Kohle, Salze, Erze, Kaolin): Aspekte ihrer wirtschaftlichen Nutzung (Abbauwürdigkeit, Preisabhängigkeit, Prospektion); Abbau und Rekultivierung
  • Geothermie: oberflächennahe und tiefe Form, Grundlagen und Nutzungsmöglichkeiten
  • Hydrogeologie: Grundwasserproblematik bezüglich Menge und Qualität, Nachhaltigkeit der Nutzung
  • Baugrund: Eigenschaften des Untergrunds, Gefährdung von Bauwerken

Geol12 Lernbereich 7: Exkursionen
Abschnitt zur PDF-Sammlung hinzufügen

Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • wenden ihre Erkenntnisse vor Ort auf unterschiedlichen Maßstabsebenen an.
  • führen eine einfache Kartierung durch, zeichnen einen Aufschluss und erstellen eine Aufschlussarbeit.
  • entnehmen Gesteinsproben, wenden geologisches Werkzeug sowie ggf. Bestimmungstechniken im Labor unter der Einhaltung von Sicherheitsvorschriften an und führen Stichproben durch.
  • bereiten Teile einer Exkursion vor, fassen Untersuchungsergebnisse zusammen und präsentieren ihre Ergebnisse in der Gruppe.
  • bewerten Räume aus geologischer Sicht, um eine „Nutzungsanfrage“ zu beantworten.
  • lernen durch die reale Begegnung vor Ort Landschaft als schützenswerte Ressource zu schätzen und setzen sich für deren Erhalt auch durch persönliches Engagement ein.
Inhalte zu den Kompetenzen:
  • Arbeit an einem Aufschluss; Studium des Reliefs im Heimatraum
  • Besuch eines Museums, einer Forschungsstätte (z. B. Kontinentale Tiefbohrung) oder einer Universitätssammlung zum Kennenlernen verschiedener Mineralien, Gesteine und Fossilien
  • Durchführen einer mehrtägigen Exkursion zur Vertiefung der geologischen Kenntnisse; Zusammenwirken der Aspekte Gestein, Landschaftsentwicklung und Mensch
Alltagskompetenzen Alltagskompetenzen