Lehrplan PLUS

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Musik 12

Der angegebene Fachlehrplan wird derzeit überarbeitet; die überarbeitete Fassung wird nach Abschluss der Anpassung des LehrplanPLUS an das neunjährige Gymnasium veröffentlicht.

Mu12 Lernbereich 1: Entwicklungen abendländischer Instrumentalmusik bis 1950 (12/1)
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • nehmen Instrumentalmusik in ihrer jeweiligen historischen Situation wahr, um Zusammenhänge zwischen Musik und Gesellschaft im Überblick nachzuvollziehen.
  • erkennen hörend und im Notentext lesend das Prinzip des Konzertierens und beschreiben seine Struktur und entsprechende klangliche Wirkungen.
  • kennen das Prinzip der Generalbasspraxis und gehen sicher mit gebräuchlichen Formen der Generalbassschreibweise um (beziffern und aussetzen einzelner Akkorde).
  • analysieren mindestens eine Fuge, um Komplexität und Systematik dieser Gattung zu reflektieren und ihr kompositorisches Prinzip in Werken unterschiedlicher Gattungen und Zeiten wiederzuerkennen.
  • hören und lesen insgesamt mindestens vier Orchesterwerke verschiedener Epochen (ggf. in Ausschnitten) und differenzieren die einzelnen Klangerlebnisse hinsichtlich Besetzung, Melodik, Harmonik, Notationsform und weiteren geeigneten Parametern, um Entwicklungen nachzuvollziehen.
  • beschreiben Form und Gestaltung von Klaviermusik in der Romantik, auch um ihre Bedeutung für das kulturelle Leben der Zeit einzuordnen.
  • definieren und reflektieren unterschiedliche Bedeutungen des Begriffs Konzert, auch um Konzertleben und kulturelle Teilhabe im Wandel der Zeit wahrzunehmen.
  • fertigen zu kurzen Ausschnitten von Instrumentalwerken Bearbeitungen an, z. B. Streichquartettsatz oder Klavierauszug.
  • beschreiben Gemeinsamkeiten und Unterschiede jeweils verschiedener Einspielungen eines Instrumental- und eines Vokalwerkes (ggf. in Ausschnitten) nach dem Höreindruck, um begründet Stellung zum jeweiligen interpretatorischen Ansatz zu nehmen.
Inhalte zu den Kompetenzen:
  • Das orchestrale Bild des Spätbarock: ein Concerto grosso, z. B. von A. Vivaldi, G. Ph. Telemann, G. F. Händel oder J. S. Bach
  • Merkmale in der Wiener Klassik: Mannheimer Manieren, Formen und Gattungen der Wiener Klassik, darunter typische Satzformen in Sonate, Symphonie und Solokonzert (z. B. bei J. Stamitz, W. A. Mozart, J. Haydn oder L. v. Beethoven)
  • Differenzierung in romantischer Orchestermusik: Programmatik, Leitmotivik und Klangfarbe, z. B. bei H. Berlioz, A. Bruckner, J. Brahms, G. Mahler, R. Strauss oder R. Wagner
  • Orchesterwerke von Beginn des 20. Jahrhunderts bis 1950: Neue Musiksprache, Besetzung und Umgang mit Instrumenten, Notationsmöglichkeiten, kompositorische Auseinandersetzung mit dem Zeitgeschehen, z. B. bei C. Ives, A. Schönberg, B. Bartók, I. Strawinsky, A. Webern, A. Berg oder P. Hindemith
  • Ein Soloinstrument im Fokus – das Klavier als Instrument des Bürgertums, z. B. bei F. Mendelssohn Bartholdy, R. Schumann, F. Chopin, F. Liszt oder J. Brahms
  • Konzertbegriffe: Musizierpraxis (venezianische Mehrchörigkeit), Gattungen (z. B. Concerto Grosso, Solokonzert), Konzertveranstaltung (z. B. Symphoniekonzert, Hausmusik, Konzert im Bereich der Popularmusik)

Mu12 Lernbereich 2: Musik nach 1950 (12/2)
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • präsentieren einen Gestaltungsversuch auf Basis eines kompositorischen Konzepts in der Kunstmusik nach 1950, um Wirkungen der musikalischen Mittel und dahinterstehende Prozesse zu erleben und zu beschreiben.
  • identifizieren hörend und im Notentext lesend Kompositionskonzepte, interpretieren Quellentexte und formulieren Zusammenhänge zwischen klingender Musik, Notenbild, Textaussagen und möglichen Komponistenintentionen.
  • nehmen unter Verwendung geeigneten Fachvokabulars begründet Stellung zu Ästhetik, gesellschaftlichen Bezügen und Gestaltungsabsichten in klassischer Musik und Popularmusik und differenzieren dabei zwischen Wert- und Sachurteil.
  • reflektieren und formulieren Zusammenhänge zwischen dem Wandel des ästhetischen Empfindens und des Werkgedankens in der Musikwelt und Veränderungen in der Gesellschaft.
Inhalte zu den Kompetenzen:
  • Konzepte in der Kunstmusik nach 1950: Minimal Music, Klangflächenkompositionen, Neue Einfachheit, Aleatorik, ein weiteres aktuelles Konzept; ein Komponist und sein Personalstil
  • Kompositorische Mittel nach 1950: Grafische Notation, Clusterbildung, Elemente freier Interpretation und Organisation in der Partitur, eine weitere aktuelle Erscheinung
  • Entwicklungen in der Popularmusik: mediengestützte Musikproduktion, z. B. Sampling, Programming; Eigentumsrechte in der Musikwelt; eine weitere aktuelle Entwicklung