Lehrplan PLUS

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Neugriechisch 12 (spätbeginnende Fremdsprache)

gültig ab Schuljahr 2019/20

NGr12 Hör- und Hörsehverstehen
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Kompetenzerwartungen und Inhalte

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • verstehen komplexere Gespräche, Diskussionen und Vorträge zu einem breiten Themenspektrum unter annähernd realistischen Bedingungen (Hintergrundgeräusche) global und in wichtigen Details.
  • entnehmen Hör- und Hörsehtexten (z. B. Nachrichtenmedien, Podcasts, Dokumentar- und Spielfilmen) die wesentlichen Informationen, auch wenn diese teilweise unbekanntes Sprachmaterial enthalten und Neues thematisieren (vgl. Lernbereich 5, z. B. Theater, Musik, Literatur, Politik, Wirtschaft, Staat und Kirche).
  • gleichen die verbal vermittelten mit den optisch und akustisch vermittelten Informationen und Emotionen ab, um z. B. Musikvideos oder Filmausschnitte besser zu verstehen.
NGr12 Leseverstehen
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Kompetenzerwartungen und Inhalte

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • lesen und durchdringen, aufbauend auf einem umfangreichen Wortschatz und differenzierten Kenntnissen der Grammatik und der Prinzipien der Wortbildungslehre, ggf. unter Zuhilfenahme eines ein– oder zweisprachigen Wörterbuches, auch längere, komplexere, überwiegend authentische Texte literarischer (z. B. Kazantzakis, Seferis) und nichtliterarischer (z. B. Texte aus Zeitungen und Zeitschriften) Art zu einem breiten Themenspektrum (vergleiche die in Lernbereich 5 aufgeführten Themen).
  • erfassen literarische und nichtliterarische Texte nach bestimmten Aufgabenstellungen und entnehmen ihnen alle wichtigen Informationen.
NGr12 Sprechen
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Kompetenzerwartungen und Inhalte

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • äußern und beantworten situationsgerecht und adressatenbezogen Fragen und Bitten bzw. Aufforderungen auch in komplexeren Bereichen des Alltagslebens (z. B. beim Arzt, Behördenverkehr, Studium und Arbeitswelt).
  • führen Gespräche und Diskussionen zu einem weiteren Spektrum von Themen (vgl. Lernbereich 5), zu denen sie über Hintergrundinformationen verfügen, wobei sie ihre Ansichten und Gefühle in zusammenhängender, argumentativ strukturierter Rede darstellen, auf die Gesprächspartner flexibel eingehen und sich in deren Lage hineinversetzen.
  • erzählen, informieren und referieren in zusammenhängender, freier Rede, bei Referaten mit (ggf. digitalen) Präsentationsmedien und Handout. Sie greifen Nachfragen flexibel auf und beteiligen sich an einer Diskussion über das Referierte.
NGr12 Schreiben
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Kompetenzerwartungen und Inhalte

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • erstellen auf der Grundlage eines reichhaltigen, kontinuierlich erweiterten Wortschatzes und differenzierter Kenntnisse der Morphologie und Syntax quantitativ umfangreiche, inhaltlich anspruchsvolle und, wo erforderlich, argumentativ strukturierte Texte sowohl zu ihrem persönlichen Lebensumfeld, ihren Erlebnissen und Plänen (z. B. Entwicklung von beruflichen Perspektiven, Vergleich des Lebens in Griechenland mit dem Leben in Deutschland) als auch zu einer Fülle die neugriechische Kultur betreffender Themen (z. B. kritische Stellungnahme zu Ereignissen aus Geschichte und Politik, Auseinandersetzung mit dem kulturellen Erbe).
  • generieren auch längere, auf einem reichhaltigen Wortschatz aufbauende, syntaktisch komplexer strukturierte neugriechische Briefe und E-Mails, zu persönlichen (z. B. Entwicklungen im familiären oder schulischen Bereich) und über den alltäglichen Bereich hinausgehenden Themen (z. B. Literatur, Aspekte der Wirtschaft).
NGr12 Sprachmittlung
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Kompetenzerwartungen und Inhalte

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • geben mündlich und schriftlich in vielfältigen, ein breiteres und komplexeres Themenspektrum betreffenden Kommunikationssituationen die wesentlichen Inhalte neugriechischer bzw. deutscher mündlicher Äußerungen und Hör-/Hörsehtexte adressatengerecht, situationsangemessen und zweckbestimmt in der jeweils anderen Sprache wieder (z. B. Führung in Museum oder archäologischer Stätte, Vorträge zu Themen der Jugend, komplexere Gespräche und Diskussionen, Auszüge aus Rundfunk- und Fernsehsendungen), gehen bei der Vermittlung von Informationen auch auf Nachfragen ein und fügen ggf. selbständig für das Verständnis wichtige Erläuterungen hinzu.
  • fassen mündlich und schriftlich die wesentlichen Inhalte längerer und komplexerer neugriechischer bzw. deutscher schriftlicher Äußerungen und Texte aus einem breiteren Themenspektrum adressatengerecht, situationsangemessen und zweckbestimmt in der jeweils anderen Sprache zusammen (z. B. komplexere literarische Texte, wie Kurzgeschichten oder Romanausschnitte, und Artikel aus Zeitung und Internet), wobei sie auf eine der jeweiligen Kommunikationssituation adäquate Auswahl der Inhalte achten.
  • nutzen bei ihrer sinngemäßen Übertragung der Texte der jeweiligen Kommunikationssituation angemessen Hilfsmittel, Kompensationsstrategien, wie z. B. Paraphrasieren, und ggf. Gestik und Mimik.
  • übersetzen ggf. kurze, komplexe neugriechische Textvorgaben, die für die kontrastive Sprachbetrachtung geeignet sind, punktuell ins Deutsche, um die Besonderheiten der Ziel- und Ausgangssprache zu erfassen (z. B. konditionale Perioden in Verbindung mit der Aspektelehre, Wiedergabe der Partikel να).
  • drücken sich mündlich und schriftlich gemäß den jeweiligen kulturellen und sprachlichen Konventionen angemessen, korrekt und gedanklich strukturiert aus.
NGr12 Grammatik
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Kompetenzerwartungen und Inhalte

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • beschreiben sich selbst und andere Personen, Gegenstände, Orte und Sachverhalte differenziert und detailreich und setzen sie zueinander in Beziehung:
    • weitere Deklinationen der Substantive (z. B. Neutra auf –ιμο, -ίματος)
    • Adjektive auf -ής, -ιά, -ί und -ων, -ουσα, -ον
    • Partizip Perfekt Passiv
    • Abschluss des Pronominalsystems, z. B. Reflexivpronomen (ο εαυτός μου)
  • wenden in argumentativen Rede- und Schreibformen geläufigere Ausdrücke der gehobenen Sprachebene an:
    • Präpositionen mit Genitiv (z. B. δίχως, κατά, έναντι)
    • erstarrte Kasusformen und Präpositionalausdrücke als Präpositionen (z. B. βάσει, λόγω, μέσω, εξαιτίας)
  • drücken zeitlich vorangehende Handlungen und Ereignisse aus, die für die Gegenwart bzw. für einen Zeitpunkt in der Vergangenheit oder Zukunft relevant sind oder einen bleibenden Effekt erzielen:
    • zusammengesetzte Verbformen: Perfekt, Plusquamperfekt und Futur II
  • stellen auch komplexere zeitliche, örtliche und logische Bezüge her, begründen differenziert, grenzen Informationen, Meinungen und Argumente voneinander ab, äußern Wünsche, geben Ratschläge und drücken reale und hypothetische Sachverhalte und Bedingungen (auch in der Vergangenheit) aus:
    • weitere Temporalsätze (z. B. ώσπου, καθώς, όποτε)
    • weitere Kausalsätze (z. B. αφού, μια και)
    • Adversativsätze mit ενώ
    • Konditionalperioden (Konditional II)
    • Konzessivsätze mit αν και, και αν, και ας
NGr12 Wortschatz
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Kompetenzerwartungen und Inhalte

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • verfügen über einen breiten allgemeinen und einen an den Themenbereichen der Jahrgangsstufe 12 orientierten thematischen Wortschatz und wenden ihn zur Bewältigung komplexerer sprachlicher Situationen kontextorientiert, adressatengerecht und stilistisch adäquat an:
    • weitere Wörter und Wendungen im Rahmen der im Lernbereich 5 aufgeführten Themen
    • weitere idiomatische und phraseologische Wendungen sowie Kollokationen
    • Ausdrücke zu einer differenzierteren Äußerung und Begründung der Meinung und Darstellung der Gefühle
  • wenden einen entsprechend den sprachlichen und kommunikativen Anforderungen der Jahrgangsstufe 12 breit gefächerten Funktions- und Interpretationswortschatz im Unterrichtsgespräch und bei der Textarbeit korrekt, sicher und differenziert an:
    • weitere Tempora
    • Fachbegriffe für eine differenzierte (auch kommentierende) Beschreibung von Objekten und detaillierte Charakterisierung von Personen
    • weitere Termini zu Textarten, zur Analyse, Erschließung und Interpretation von Texten (entsprechend den Anforderungen des Lernbereichs „Text- und Medienkompetenzen“)
    • Fachwortschatz zu einem erörternden Umgang mit Texten und Problemstellungen (entsprechend den Anforderungen des Lernbereichs „Text- und Medienkompetenzen“)
    • weitere Mittel der Textkohärenz (entsprechend den Anforderungen des Lernbereichs „Text- und Medienkompetenzen“)
  • erschließen - überwiegend selbständig - Sprachmaterial unter Berücksichtigung des Kontexts, mithilfe des Transfers aus anderen, bereits bekannten Sprachen sowie durch vertiefte und erweiterte Kenntnisse wichtiger Regeln der neugriechischen Wortbildung und Etymologie und nutzen bei Wortschatzerschließung und Wortschatzerwerb ein breites Repertoire an Techniken und Methoden des Wörterlernens, der Wortschatzerweiterung und -festigung:
    • Wortschatz, der aus bekannten Fremdsprachen, dem Deutschen und aus Fremdwörtern ableitbar ist
    • Interferenzphänomene
    • weitere wichtige Regeln der Wortbildung und Etymologie
    • Grammatiken und zweisprachige (ggf. einsprachige) Wörterbücher
    • systematische Wortschatzstrukturierung (z. B. nach Wortfamilien, Wortfeldern/Sachgruppen, Synonymen, Antonymen)
    • Synopsen zu wichtigen Begriffen und lexikalischen Phänomenen: z. B. zu den Partikeln να und θα; Verben, die ausschließlich mit dem Konjunktiv Präsens oder ausschließlich mit dem Konjunktiv Aorist verwendet werden; Verben mit unterschiedlichen Konstruktionen bei gleicher (z. B. ακούω, βλέπω, βρίσκω να/που) oder unterschiedlicher Bedeutung (z. B. ξέρω ότι im Unterschied zu ξέρω να)
  • verfügen über detailliertere Kenntnisse der diachronen und synchronen Dimensionen des Griechischen und verstehen und verwenden weitgehend sicher dadurch bedingte unterschiedliche stilistische Ebenen und Nuancierungen des Wortschatzes:
    • aktuelle Einflüsse anderer Sprachen, insbesondere des Englischen
    • weitere Ausprägungen der griechischen Sprache, wie regionale Varianten und Dialekte sowie Soziolekte (z. B. Sprache der Jugend, des Internet)
    • Sprache der Kirche
    • Einsatz, Funktion und Intention unterschiedlicher Stilebenen des Wortschatzes, z. B. in diversen Formen von Presse und Literatur
NGr12 Aussprache und Intonation
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Kompetenzerwartungen und Inhalte

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • sprechen auch bei längeren, freien Äußerungen und beim Vortrag komplexerer unbekannter neugriechischer Texte phonetisch korrekt, flüssig und in annähernd natürlichem Tempo und artikulieren und betonen dabei angemessen, Sinn erfassend und nahezu authentisch:
    • weitere Festigung der Aussprache der Buchstaben und Buchstabenkombinationen
    • Vermeidung von Interferenzen mit der Muttersprache und anderen Sprachen
    • Beachten von Satzmelodie und Satzrhythmus
    • weitere wichtige Intonationsmuster
    • Bindungen und Verschleifungen, Lautveränderungen in der laufenden Rede, z. B. Apokope, Synkope, Kontaktassimilationen (Sandhis), Elisionen, Aphäresen, Kontraktionen (z. B. δεκαέξι > δεκάξι)
NGr12 Orthographie
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Kompetenzerwartungen und Inhalte

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • lesen griechische Texte in unterschiedlichen Ausprägungen der griechischen Druck- und Schreibschrift, auch in der bis 1982 gültigen historischen Schreibung und Akzentsetzung oder in authentischer griechischer Schreibschrift:
    • Drei-Akzent-System (Akut, Gravis, Zirkumflex) und Spirituszeichen (Spiritus lenis und asper) der historischen Schreibung
    • einige wichtige Besonderheiten der griechischen Schreibschrift (z. B. Schreibung des π)
  • verwenden ihren aktiven Wortschatz aufgrund ihrer Kenntnisse der Regelmäßigkeiten der Rechtschreibung (z. B. Wiedergabe der Laute /i/, /ε/ und /ɔ/ in geschriebener Form) und Zeichensetzung in schriftlichen Kommunikationssituationen regelkonform und sicher und erschließen aufgrund dieser Kenntnisse und unter Hinzuziehung weiterer Regeln (z. B. der Etymologie und Wortbildung) ggf. auch die korrekte Schreibung ihnen unbekannter Wörter.

NGr12 2 Interkulturelle Kompetenzen
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Kompetenzerwartungen und Inhalte

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • beurteilen auf der Grundlage ihres breitgefächerten Wissens über politische, gesellschaftliche und kulturelle Gegebenheiten (vergleiche die in Lernbereich 5 aufgeführten Themen) die vorherrschenden Verhältnisse, Haltungen und Einstellungen v. a. der Jugendlichen in Griechenland im Vergleich zu Deutschland differenziert und sicher (z. B. Phänomen der Migration, breites Spektrum von Reaktionen auf Entwicklungen in Wirtschaft und Arbeitswelt).
  • betrachten die Zielkultur unter anderem durch die kritische Auseinandersetzung mit neugriechischen literarischen und künstlerischen Werken aus verschiedenen Perspektiven und hinterfragen im Vergleich mit ihrer eigenen Welt kritisch Klischees und Vorurteile gegenüber Griechen (z. B. in einem Werk von Markaris oder Dimou) sowie eigene Wertvorstellungen.
  • agieren bei interkulturellen Begegnungen – auch im außerschulischen Bereich - durchweg versiert und situationsangemessen, indem sie aufgrund ihrer sprachlichen und soziokulturellen Kenntnisse interkulturelle Missverständnisse und Konflikte im Vorfeld vermeiden oder mit Respekt und Empathie beilegen und dabei ggf. die Mittlerrolle übernehmen (z. B. Rücksichtnahme auf das griechische Nationalgefühl, sensibler Umgang mit Ressentiments gegen Ausländer).

NGr12 3 Text- und Medienkompetenzen
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Kompetenzerwartungen und Inhalte

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • verstehen auch längere und komplexere literarische und nicht-literarische neugriechische Texte zu anspruchsvolleren Themen (vgl. Lernbereich 5) und fassen deren Inhalt, Aufbau und Aussageabsicht – ggf. auch mithilfe lenkender Fragen – mündlich und schriftlich strukturiert, präzise und differenziert zusammen, z. B.:
    • Lehrbuchtexte (auch in Form von Hör- und Hörsehtexten)
    • ggf. - auch didaktisierte - Lektüre (z. B. Kleanthis Arvanitakis: Έναν Αύγουστο στις Σπέτσες)
    • Briefe und Reden
    • auch komplexere - ggf. mit Anmerkungen versehene, gekürzte oder in Auszügen vorgelegte - literarische Formen (z. B. Kurzprosa, längere Erzählungen, Romane, Jugendbücher, Comics, Gedichte und Lieder, Theaterstücke, Filmskripte)
    • Gebrauchs- und Sachtexte (z. B. Spielanleitungen oder Gebrauchsanweisungen; Artikel aus Reiseführern oder Lexika; einfache, populärwissenschaftliche Aufsätze; informierende und argumentative Beiträge aus Zeitungen, Zeitschriften oder Jugendmagazinen; Interviews)
    • in Bezug auf Alter und Schwierigkeitsgrad angemessene, auch längere Filme und Filmsequenzen, Fernseh- bzw. Radioausschnitte (z. B. Reportagen, Dokumentationen, TV-Diskussionen zu vertrauten, ggf. vorentlasteten, Themen, Soaps), Grafiken, Bilder, Karikaturen, Fotos, darstellende Kunst, Internetbeiträge (z. B. Homepages, Websites, Blogs, Kino-Trailer)
  • erschließen bzw. analysieren mithilfe vertiefter sprachlicher, inhaltlicher sowie textsortenspezifischer und stilistisch-rhetorischer Kenntnisse (z. B. Stilmittel und ihre Wirkung, Zusammenhang zwischen Textart und gestalterischen Mitteln, lexikalische Besonderheiten) mündlich und schriftlich auch längere und komplexere literarische sowie nicht-literarische neugriechische Texte zu anspruchsvolleren Themen (vgl. Lernbereich 5). Dabei beantworten und stellen sie z. B. auch komplexe und detaillierte, das Verständnis sichernde Fragen (z. B. zu Figuren-, Zeit- und Raumgestaltung, Motivik, Erzählperspektiven, Entstehungsbedingungen, Adressatenbezug), arbeiten Kernaussagen, zentrale Begriffe und ggf. Argumentationslinien heraus, beschreiben mit anspruchsvolleren Mitteln Objekte, Figuren und Charaktere, setzen sich mit den Inhalten der Texte (kritisch) auseinander, stellen deren Wirkung und Intention dar und belegen dabei die gewonnenen Aussagen am Text.
  • verfügen über ein breites, z. T. auch in anderen Fremdsprachen, dem Deutschunterricht und ggf. weiteren Fächern (wie z. B. Kunst, Religionslehre und Geschichte) erworbenes, Repertoire an Techniken zu Textarbeit und Interpretation sowie über vertiefte Kenntnisse neugriechischer Fachbegriffe (z. B. zu Textarten, Texterschließung/-analyse, Interpretation) und der kulturspezifischen, historischen, sozialen und biografischen Kontexte und wenden dies bei ihrer Beschäftigung mit den neugriechischen Texten korrekt, sicher und differenziert an.
  • formulieren dabei eigene Eindrücke, artikulieren den eigenen Standpunkt (ggf. auch in kritischer Auseinandersetzung mit anderen Sichtweisen), arbeiten bei der Deutung eine eigene Perspektive heraus und stellen dies in mündlicher und schriftlicher Form sprachlich und inhaltlich korrekt, kohärent und plausibel dar. Dabei sind sie auch in der Lage, erste Eindrücke und den eigenen Standpunkt kritisch zu reflektieren, zu relativieren und ggf. zu revidieren.
  • gehen mit anspruchsvolleren sprachlichen Mitteln gestaltend mit ihnen vertrauten neugriechischen Texten um (z. B. gestaltender Vortrag, szenisches Spiel) und erstellen komplexere und ggf. längere eigene, auch kreative neugriechische Texte, die sich auf ein breiteres Spektrum an Themen und Kommunikationssituationen beziehen oder an bereits bekanntes - auch anspruchsvolleres - Textmaterial anknüpfen und zu dessen Erschließung, Interpretation und ggf. Weiterführung beitragen (z. B. Diskussionen, Debatten; Kurzreferate; Berichte, Leserbriefe oder Interviews für die Schülerzeitung, Blogbeiträge, Rezensionen; einfache Erörterungen; Bild-, Orts- und Personenbeschreibungen; Erlebnis- und Fantasieerzählungen; Umwandlung einer Textvorlage in andere Textarten, Erzählen aus einer anderen Perspektive, Veränderung von Geschichten; kurze Audio- oder Videoreportagen). Sie berücksichtigen bei der mündlichen und schriftlichen Produktion eigener Texte in angemessenem Umfang situations-, adressaten- und textsortenspezifische Merkmale und wenden bei Bedarf in begrenztem Maße auch unterschiedliche stilistische Ebenen und Nuancierungen der neugriechischen Sprache an.

NGr12 4 Methodische Kompetenzen
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Kompetenzerwartungen und Inhalte

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • verwenden reflektiert und eigenverantwortlich individuelle Lernstrategien, die auf ihre Fähigkeiten und Interessen abgestimmt sind. Sie setzen ihr methodisches Repertoire zur Bewältigung auch umfangreicher Arbeitsaufträge einzeln und im Team ein.
  • erkennen in Grundzügen die in den ihnen bekannten Sprachen wirkenden gemeinsamen (z. B. phonetischen, idiomatischen und grammatikalischen) Entwicklungstendenzen und die gegenseitige Beeinflussung der Sprachen, besonders im Wortschatz.
  • nutzen beim Verstehen von Texten und bei der eigenen Sprachproduktion ggf. auch ein einsprachiges Wörterbuch zur genaueren Erfassung von Konnotationen, Redensarten und Sprachebenen.
  • präsentieren Arbeitsergebnisse themengerecht und adressatenorientiert und setzen dabei unterschiedliche Medien und ein Handout zur nachhaltigen Ergebnissicherung ein.

NGr12 5 Themengebiete
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • bewältigen Kommunikationssituationen innerhalb der angegebenen Themengebiete mithilfe der in den Lernbereichen 1 – 4 ausgewiesenen Kompetenzen.
  • setzen sich auf der Grundlage ihrer Kenntnisse bewusst mit der neugriechischen Sprache und dem mit ihr verbundenen Kulturraum auseinander.
Inhalte zu den Kompetenzen:
  • Alltagsleben: Leben in einer größeren griechischen oder zypriotischen Stadt – Chancen und Probleme (Verkehr, Mieten und Wohnraum, ethnische und soziale Vielfalt, Arbeit, Kultur, Tourismus, Kriminalität etc.); Studium und Arbeitswelt, das griechische Bildungssystem; Verkehr mit Ämtern und Behörden (z. B. Ärzte, Banken, Post); Gesundheit, Körper, bewusste Ernährung; Nutzung internationaler Verkehrsmittel
  • Brauchtum, Feste, Religion: Rolle und Feste der Heiligen; die griechisch-orthodoxe Kirche (z. B. Unterschiede zur evangelischen und katholischen Kirche, Rolle der παπάδες, Ikonenverehrung, Mönchsrepublik Athos)
  • Gesellschaft: Familienstruktur und Genderfragen in Griechenland; Immigration und Emigration: Geschichte (z. B. „Bevölkerungsaustausch“ nach 1922 in Griechenland und 1974 nach der türkischen Besetzung Nordzyperns) und aktuelle Phänomene (z. B. Einwanderer aus Albanien, Bulgarien, Pakistan; Rückkehrer aus Deutschland, USA etc.; griechischstämmige Einwanderer aus Russland und der Türkei); Integration gesellschaftlicher Minderheiten (z. B. τζιγγάνοι, türkischstämmige Muslime in Nordgriechenland); Sozialsysteme in Griechenland
  • Geographie, Sehenswürdigkeiten: Athen und Thessaloniki (τοπικισμός)
  • Wirtschaft, Tourismus, Umwelt: Wirtschaft und Ökologie; Umgang mit dem kulturellen Erbe, nachhaltiger Tourismus; Leben mit dem Meer (z. B. Auswirkungen auf Wirtschaft, Tourismus, Umwelt)
  • Politik, Geschichte: aktuelle Entwicklungen, Ereignisse und Probleme in Griechenland (z. B. Rolle von Kirche und Staat, Zypernfrage, Griechenland und Europa, Griechenland und die Türkei); Phänomen der „Politikerdynastien“ (z. B. Venizelos, Karamanlis, Papandreou), griechisches Parteien- und Wahlsystem
  • Wissenschaft, Kultur, Medien: Einblicke in das griechische Theater, auch im historischen Kontext, Theaterfestspiele in Epidauros; griechische Musik: Musik in ihrer politisch-gesellschaftlichen Dimension (z. B. griechische Nationalhymne; Lieder von Mikis Theodorakis; Charis Alexiou: το τραγούδι του χελιδονιού); Literatur: Überblick über die wichtigsten Vertreter griechischer Literatur des 19., 20. und ggf. des 21. Jahrhunderts und ihre Werke (u. a. Kavafis, Kazantzakis, Seferis, Elytis); τα μέσα μαζικής ενημέρωσης(MME): Griechenland im Spiegel der Medien (z. B. in der griechischen und ausländischen Presse)
  • Sprachreflexion: regionale Ausprägungen der griechischen Sprache, Dialekte (z. B. auf Ionischen Inseln, Kreta, Zypern); Soziolekte
Alltagskompetenzen Alltagskompetenzen