Lehrplan PLUS

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Sozialkunde 12 (eigenständig, WSG-W, WSG-S)

Der angegebene Fachlehrplan wird derzeit überarbeitet; die überarbeitete Fassung wird nach Abschluss der Anpassung des LehrplanPLUS an das neunjährige Gymnasium veröffentlicht.

Sk12 1.1 Grundlagen internationaler Politik und die Rolle der deutschen Außenpolitik (ca. 10 Std.)
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • ermitteln anhand von aktuellen Beispielen Akteure und zentrale Handlungsfelder der internationalen Politik und schätzen Möglichkeiten verschiedener Handlungsebenen sowie Chancen und Grenzen der internationalen Zusammenarbeit ein.
  • beschreiben, u. a. mithilfe des Grundgesetzes, die verfassungsrechtlichen Grundlagen der deutschen Außenpolitik und stellen Verknüpfungen zum Völkerrecht her.
  • nutzen ihre Kenntnis der Einflussfaktoren auf außenpolitische Entscheidungen, um z. B. bezogen auf einen Auslandseinsatz der Bundeswehr die Handlungsspielräume der deutschen Außenpolitik zu beurteilen.
  • ermitteln Konzepte und Begründungen für außenpolitische Entscheidungen und die zur Verfügung stehenden Instrumente, um Diskussionen in Parlament und Öffentlichkeit in ihrem politischen und historischen Kontext zu verstehen und sich ggf. an Diskussionen im eigenen Umfeld zu beteiligen.
Inhalte zu den Kompetenzen:
  • Akteure, Handlungsfelder und Handlungsebenen in der internationalen Politik
  • Verfassungs- und völkerrechtliche Grundlagen (z. B. „Responsibility to Protect“) der deutschen Außenpolitik
  • Konzepte und Instrumente der deutschen Außenpolitik (z. B. diplomatische und militärische Maßnahmen)
  • Bündnispolitische, innenpolitische und historische Einflüsse auf außenpolitische Entscheidungen
  • Entscheidungen der deutschen Außenpolitik als Beiträge zu einer kooperativen Sicherheitsordnung

Sk12 1.2 Internationale Zusammenarbeit am Beispiel der Europäischen Union (ca. 12 Std.)
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • erkennen die Bedeutung der europäischen Verständigung in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts und wägen Vor- und Nachteile der Europäisierung politischer Entscheidungsfindungen in Deutschland an geeigneten Beispielen ab.
  • analysieren Entwicklungen und Herausforderungen für den europäischen Integrationsprozess seit dem Vertrag von Maastricht und erkennen dabei aktuelle und künftige Handlungsfelder in diesem Prozess.
  • ermitteln mithilfe geeigneter Materialien den institutionellen Aufbau der EU und begreifen die Komplexität von Entscheidungsprozessen in einer supranationalen Organisation, um Diskussionen zur weiteren Demokratisierung und Konsensbildung in der EU nachzuvollziehen und sich ggf. daran mit gesicherten Kenntnissen zu beteiligen.
  • analysieren an aktuellen Beispielen der Gesetzgebung den Prozess der Rechtssetzung in der EU mit dem Ziel, ihre Bedeutung als supranationale Organisation und ihren Einfluss auf die nationale Rechtsordnung zu erkennen.
  • diskutieren unter Zuhilfenahme von aktuellen Beispielen Möglichkeiten und Grenzen einer Gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik und wägen dabei ab, inwieweit sich die EU als einflussreicher Akteur in der internationalen Politik positionieren kann.
  • erkennen trotz politischer Interessengegensätze innerhalb der EU das Bemühen, nationale und supranationale Ansprüche miteinander zu vereinbaren, und vollziehen EU-Entscheidungen und mögliche Perspektiven für die Weiterentwicklung der Union nach.
  • erfassen die Bedeutung gemeinsamen europäischen Handelns in der Welt hinsichtlich verschiedener Politikfelder und diskutieren, inwieweit sie selbst einen Beitrag für eine starke europäische Stimme und zur Weiterentwicklung der europäischen Wertegemeinschaft leisten können.
Inhalte zu den Kompetenzen:
  • Integrationsprozess seit Maastricht und aktueller Stand, Bedeutung gemeinsamen europäischen Handelns
  • Aufbau und Zusammenwirken der Institutionen der EU auf verschiedenen Ebenen als supranationale Organisation, Stellung der Regionen in der EU
  • Europäisierung des Rechts (u. a. die Funktionsweise der Mehrebenenarchitektur) und ihre Auswirkungen
  • Rolle der EU in der internationalen Politik, v. a. Chancen für eine Gemeinsame Außen– und Sicherheitspolitik
  • Perspektiven der EU: Herausforderungen, Spannungsfelder und Vorschläge für Reformen bei Institutionen und Entscheidungsfindung; europapolitischer Diskurs zu Fragen der Vertiefung und Erweiterung
  • mögliche Beiträge des Individuums zur Weiterentwicklung eines europäischen Bewusstseins

Sk12 2.1 Frieden und Sicherheit als Auftrag internationaler Politik (ca. 12 Std.)
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • unterscheiden zwischen der Abwesenheit von Gewalt und einem erweiterten Friedensbegriff und bewerten Gefährdungen für den Frieden nach Ursachen, Ausmaß und Wechselwirkungen.
  • ermitteln anhand eines Struktogramms den Aufbau der UNO und ihrer Handlungsmöglichkeiten und beurteilen deren weltweite Bedeutung als friedenssichernde Organisation.
  • vollziehen vor dem Hintergrund ihrer Kenntnisse um die NATO als politisch-militärisches Bündnis die Weiterentwicklung ihrer Strategie und die Konzipierung sowie Durchführung möglicher Einsätze im Kontext weltpolitischer Entwicklungen nach.
  • beschreiben die verfassungsrechtlichen Grundlagen in Deutschland bei militärischen Einsätzen und vollziehen die Diskussionen über die besondere Bedeutung demokratischen Legitimation der Bundeswehr als sog. Parlamentsarmee nach.
  • diskutieren Entwicklungen in der Bundeswehr (z. B. technologische Fortentwicklungen, Professionalisierung der Soldaten) auf der Basis ihres Wissens hinsichtlich von Aufgaben und Erfahrungen der Bundeswehr bei internationalen Einsätzen.
  • entwickeln Kriterien zur Analyse internationaler Konflikte (z. B. bezogen auf beteiligte Akteure oder versteckte bzw. offene Interessen) und wenden diese an einem aktuellen Beispiel an.
  • diskutieren Bedeutung und Grenzen von entwicklungspolitischen Maßnahmen vor dem Hintergrund des intendierten Beitrags zu einer friedlichen Welt.
  • analysieren verschiedene Formen von internationalen Regimen und „global governance“ und beurteilen deren Beitrag zur Verminderung von globalen Gefährdungen.
Inhalte zu den Kompetenzen:
  • erweiterter Friedensbegriff in seinen verschiedenen Dimensionen und seiner Prozesshaftigkeit
  • Gefährdungen von Frieden und Sicherheit weltweit
  • UNO als Akteur einer kollektiven Friedenssicherung: Strukturen, Probleme, Reformansätze
  • NATO als politisch-militärisches Bündnis: Entscheidungsstrukturen, Herausforderungen, Aufgaben
  • Aufgaben und Erfahrungen der Bundeswehr bei multinationalen Mandaten und aktuelle Entwicklungen
  • Konflikt- und Kooperationspotenziale eines aktuellen internationalen Konflikts
  • Chancen und Grenzen der deutschen Entwicklungspolitik
  • multilaterale Zusammenarbeit in „global governance“-Regimen und ihre Aktivitäten anhand aktueller Beispiele

Sk12 2.2 Globalisierung als Herausforderung für die Politik im 21. Jahrhundert (ca. 8 Std.)
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • strukturieren Merkmale und Dimensionen der Globalisierung und verstehen deren Chancen und Risiken für weltweite Entwicklungen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.
  • diskutieren auf der Basis ihrer Kenntnisse um globale wirtschaftliche Zusammenhänge deren soziale Auswirkungen in verschiedenen Regionen der Welt (u. a. am Beispiel von Arbeitsplatzverlagerungen).
  • analysieren die Bedeutung der kulturellen Globalisierung für Konsum und Lebensstile in Deutschland, um sich anhand dieses Aspektes der weitreichenden globalen Einflüsse auf ihr eigenes Leben bewusst zu werden.
  • diskutieren die Globalisierung als wesentliche Ursache für die Begrenztheit nationaler politischer Entscheidungen und beurteilen an Beispielen die zunehmende Orientierung der nationalen Politik an internationalen Zusammenhängen.
  • verstehen Tendenzen zur Renationalisierung und Regionalisierung als Reaktion auf Auswirkungen der Globalisierung und beurteilen ihren Beitrag zur Bewahrung nationaler bzw. regionaler Identitäten.
Inhalte zu den Kompetenzen:
  • Merkmale und Dimensionen der Globalisierung und ihre Bedeutung für Wirtschaft, Ökologie, Gesellschaft und Politik, insbesondere Auflösung der traditionellen politischen Räume und Orientierung der nationalen Politik an internationalen Kontexten
  • soziale Folgen der wirtschaftlichen Globalisierung, u. a. am Beispiel von Arbeitsplatzverlagerungen
  • kulturelle Globalisierung in ihren Auswirkungen auf Konsum und Lebensstile in Deutschland
  • Renationalisierung- und Regionalisierung als Gegenbewegungen zu Globalisierungstendenzen