Lehrplan PLUS

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Sozialwissenschaftliche Arbeitsfelder 12

Der angegebene Fachlehrplan wird derzeit überarbeitet; die überarbeitete Fassung wird nach Abschluss der Anpassung des LehrplanPLUS an das neunjährige Gymnasium veröffentlicht.

SwA12 1 Soziokulturelle Heterogenität als Herausforderung für Staat und Gesellschaft (ca. 6 Std.)
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • vergleichen traditionelle und neue Dimensionen sozialer Ungleichheit, um sie als Bedingungen für die Erforschung der heterogenen sozialen Zusammensetzung unserer Gesellschaft und deren Ursachen und Formen zu begreifen.
  • diskutieren bereichernde und konfliktträchtige Auswirkungen soziokultureller Heterogenität (z. B. wegen ethnischer, sozialer, religiöser Unterschiede), um Hintergründe und gesellschaftliche Wirkungen (z. B. verschiedene Traditionen, Wertesysteme) daraus abzuleiten.
  • vergleichen Lösungsansätze zur Minderung von Spannungen und Konflikten (z. B. Integrationsbemühungen in Kommunen, soziales Lernen) und beurteilen deren Erfolgsaussichten und Wertegrundlagen.
  • untersuchen mithilfe eines Beispiels sozialer Einbindung (z. B. Inklusion in Schule und Arbeitswelt) Chancen und Grenzen staatlicher, gesellschaftlicher und individueller Bemühungen zur gleichberechtigten Teilhabe aller.
Inhalte zu den Kompetenzen:
  • Bedeutung sozialer Ungleichheit und ihr Zusammenhang mit der Heterogenität der modernen Gesellschaft
  • Heterogenität der Gesellschaft als Aufgabe für Staat und Gesellschaft: Konfliktpotenziale und ihre Ursachen
  • soziale und politische Teilhabe als Ziel staatlicher und gesellschaftlicher Bemühungen: Konzepte und ihre Umsetzung (z. B. Integration, Inklusion)

SwA12 2 Zeitdiagnosen und Trends (ca. 16 Std.)
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • analysieren Ursachen und Folgen einer beschleunigten Lebensführung im Privatleben (z. B. in der „Rush-hour“ des Lebens), um Zusammenhänge zwischen gesellschaftlichen Bedingungen und privaten Lebensumständen zu erkennen (z. B. hinsichtlich von Anforderungen an die individuelle Mobilität im Arbeitsleben).
  • diskutieren individuelle Lösungen zur Entschleunigung in Privatleben und Arbeitswelt und überprüfen, inwieweit sie für die eigene Lebensplanung umsetzbar und hilfreich sind.
  • wägen die im Rahmen einer Zeitpolitik in der Öffentlichkeit diskutierten Ansätze zur Entschärfung von Zeitkonflikten ab, um deren Auswirkungen auf die Lebensqualität des Einzelnen zu beurteilen (z. B. für Beruf, Partnerschaft, Familie, Gesundheit).
  • erschließen anhand von diesbezüglichen wissenschaftlichen Konzepten Ziele und Methoden einer nachhaltigen Gesellschaft und entwickeln daraus Grundlagen für eine an diesen Zielen orientierte Lebensweise.
  • untersuchen unter dem Aspekt einer nachhaltigen Lebensweise ein Handlungsfeld (z. B. Ernährung, Verkehr, Freizeit) in der Gesellschaft, um die unterschiedlichen Einflussmöglichkeiten des Einzelnen abzuschätzen und ggf. selbst zu nutzen.
  • vergleichen Lösungsansätze der Politik zu nachhaltigem Handeln (z. B. Energiepolitik, Ressourcenpolitik) und erkennen so mögliche Interessenkonflikte sowie deren Bedeutung für die Weiterentwicklung zu einer nachhaltigen Gesellschaft.
  • analysieren anhand einer aktuellen Studie (z. B. zum Umgang mit Lebenszeit oder zu nachhaltigem Handeln) Methoden, Schwierigkeiten und Ergebnisse und vollziehen Vorgehensweise und wissenschaftliche Standards nach.
  • werten eine eigene kleine Erhebung aus (z. B. zum Konsumverhalten in verschiedenen Generationen der eigenen Familie) und entwickeln unter Einbeziehung ihrer zeitgeschichtlichen Kenntnisse Erklärungsansätze für Veränderungen.
Inhalte zu den Kompetenzen:
  • soziale Dimensionen des Umgangs mit der Zeit: Ursachen, Formen und Auswirkungen eines beschleunigten Lebens
  • individuelle Handlungsspielräume und Strategien zugunsten eines entschleunigten Lebensrhythmus´
  • Ansätze zur Entschärfung von Zeitkonflikten in Politik und Gesellschaft
  • nachhaltige Gesellschaft als Beispiel für einen die Gesellschaft typisierenden Beschreibungsansatz
  • Lebensbereiche und Formen nachhaltigen Handelns
  • Chancen und Grenzen der Verwirklichung durch Verhaltensänderungen des Einzelnen und durch politische Maßnahmen
  • Analyse einer Studie (z. B. zu Aspekten nachhaltigen Handelns)
  • Blick in die Forschungspraxis: selbsttätige Datenerhebung (z. B. zu Lebensphasen in der Biografie verschiedener Generationen) mit Auswertung und Erklärungsansätzen für Unterschiede bei den Ergebnissen in Anlehnung an eine Studie zum Zeitmanagement bzw. zum nachhaltigen Handeln

SwA12 3 Interkulturalität als zentraler Aspekt einer globalen Gesellschaft (ca. 10 Std.)
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • erschließen aus unterschiedlichen Lebensweisen und Normen in Bevölkerungsgruppen mit verschiedenen religiösen oder soziokulturellen Hintergründen die diesen zugrunde liegenden Ursachen und vergleichen sie miteinander.
  • überprüfen an Beispielen, inwieweit kulturell oder religiös begründete Unterschiede gesellschaftlich akzeptiert oder begrüßt werden bzw. unsere Rechtsordnung berühren, um Grenzen für die Akzeptanz kultureller Unterschiede zu ermitteln und Gefährdungen für die Werteordnung zu erkennen.
  • vergleichen verschiedene Ausprägungen kultureller Identitäten (z. B. im Zusammenhang mit Speisevorschriften) und erkennen dadurch die Notwendigkeit wechselseitiger Kommunikation und das Überwinden von Vorurteilen als Grundlage für einen respektvollen Umgang miteinander.
  • identifizieren Ursachen und Formen interkultureller Konflikte (z. B. Bedeutung der persönlichen oder familiären Ehre, Stellung der Frau) und bewerten deren Gefährdungspotenzial für Frieden und Sicherheit auf globaler Ebene (z. B. die Einhaltung und Durchsetzung der Menschenrechte).
  • analysieren an Beispielen den Beitrag interkultureller Kontakte und Dialoge (z. B. zwischen Regierungen oder Religionen) zur Verminderung von Fehleinschätzungen und Spannungen sowie zur Lösung aktueller Probleme.
  • entwerfen Grundzüge eines Konzepts zur Förderung interkulturellen Lernens in Schule oder Berufsleben und beurteilen grundsätzlich Mitwirkungsmöglichkeiten des Einzelnen unter dem Aspekt ihres Beitrags zum Gelingen interkulturellen Zusammenlebens.
Inhalte zu den Kompetenzen:
  • Akzeptanz interkultureller Unterschiede in einer Gesellschaft als Grundlage für Interkulturalität
  • Chancen und Grenzen für die Akzeptanz unterschiedlicher Werte und Traditionen
  • Merkmale und Formen kultureller Identität und mögliche Auswirkungen auf interkulturelles Verhalten weltweit
  • Konflikte zwischen Kulturen: Ursachen und Ansätze zur Konfliktminderung
  • interkulturelles Lernen in Schule bzw. Berufsleben

SwA12 4 Soziale Aspekte der Globalisierung (ca. 10 Std.)
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • erschließen an Beispielen unterschiedliche soziale Auswirkungen der wirtschaftlichen Globalisierung, um Gewinner und Verlierer in verschiedenen Weltregionen zu identifizieren.
  • analysieren ein globales Problem (z. B. Bevölkerungswachstum) unter dem Aspekt der sozialen und politischen Hintergründe und beurteilen Bedingungen und Wirksamkeit von Lösungsansätzen (z. B. UNO-Programm zu einem der Millenniumsziele).
  • ermitteln aus Konzepten zu einer „fairen Globalisierung“ Motive und Maßnahmen (z. B. Verbraucheraufklärung, Lobbyismus, Gesetze) und beurteilen die Chancen ihrer Umsetzung (z. B. bei ökologischen oder sozialen Standards) durch politische Maßnahmen und eigenes Verhalten.
  • bewerten Methoden und Ergebnisse einer inter- bzw. transnationalen Vergleichsstudie zu einem sozialen Thema (z. B. Bildung, Armut) unter einzelnen Aspekten, z. B. inwieweit die Aussagekraft der Studie trotz unterschiedlicher Bedingungen in den Ländern gesichert ist.
  • vergleichen den Umgang mit den Ergebnissen einer Studie in der öffentlichen Diskussion, um Interpretation und Nutzung sozialwissenschaftlicher Resultate kritisch zu beurteilen und ggf. als interessengebunden einschätzen zu können.
Inhalte zu den Kompetenzen:
  • weltweite soziale Auswirkungen der Globalisierung: Gewinner und Verlierer insbesondere der wirtschaftlichen Globalisierung an Beispielen
  • Hintergründe eines globalen Problems und Ansätze zu seiner Lösung (z. B. Bevölkerungswachstum, Analphabetismus, Migration)
  • Konzepte für eine „faire Globalisierung“, Motive und Maßnahmen (z. B. Regeln für Arbeitswelt und Handel)
  • Blick in die Forschungspraxis: internationale bzw. transnationale Vergleichsstudie (z. B. zu Bildung, Armut) und ggf. interessenbezogene Verwendung der Ergebnisse