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Latein 6 (1. Fremdsprache)

gültig ab Schuljahr 2018/19

L6 Lernbereich 1: Texte
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Kompetenzerwartungen und Inhalte

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • übersetzen altersgemäße Lehrbuchtexte u. a. aus folgenden Themenbereichen in angemessenes Deutsch:
    • Topografie: Italien (u. a. Pompeji, Herkuláneum, Vesuv) mit Magna Graecia und Mittelmeerraum;
    • Geschichte: frühe und mittlere Republik, Rom und Karthago;
    • Politik und Gesellschaft: römische Ständegesellschaft, römische Werte (u. a. fides);
    • Religion und Mythos: u. a. Opfer; Tod und Unterwelt am Beispiel weiterer Mythen; Europa, Theseus, Daedalus und Ikarus, Orpheus und Eurydike, Trojanischer Krieg, Irrfahrten des Odysseus.
  • arbeiten Aufbau und inhaltliche Zusammenhänge von Lehrbuchtexten heraus.
  • nehmen zu ausgewählten in lateinischer Sprache formulierten Textaussagen Stellung.
  • tragen lateinische Texte zu den Themen der Jahrgangsstufe verständnisgeleitet vor.

L6 2.1 Wortschatz
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Kompetenzerwartungen und Inhalte

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • geben zu insgesamt ca. 900 lateinischen Wörtern des Grundwortschatzes und zu weiteren Wörtern des Kulturwortschatzes die deutschen Bedeutungen an.
  • erschließen zunehmend selbständig die kontextspezifische Bedeutung von (mehrdeutigen) Wörtern.
  • sprechen lateinische Wörter des bisher erworbenen Vokabulars quantitätsgerecht und in korrekter Betonung aus.
  • ordnen das erweiterte Vokabular nach Wortarten, Wort- und Sachfeldern oder Wortfamilien und begründen jeweils ihre Zuordnung.
  • erläutern weitere lateinische Wendungen in ihrer wörtlichen und übertragenen Bedeutung und übersetzen sie in angemessenes Deutsch.
  • analysieren Wörter gemäß weiteren Regeln der Wortbildung im Hinblick auf ihre Bestandteile.
  • erschließen aufbauend auf ihren Kenntnissen im Wortschatz und in der Wortbildungslehre und unter Berücksichtigung des Kontextes die Bedeutung unbekannter Wörter.
  • erschließen aufgrund ihrer Kenntnis der lateinischen Ursprungswörter die Bedeutung weiterer deutscher Lehn- und Fremdwörter sowie von Wörtern aus modernen Fremdsprachen, v. a. aus dem Englischen als zweiter Fremdsprache.
  • erkennen bei weiteren Wörtern deren Verwandtschaft im Lateinischen, Deutschen, Englischen und in den romanischen Sprachen.
  • erkennen in ihrer Umwelt die Verwendung römischer Zahlen, lateinischer Inschriften sowie Abkürzungen und geben in einfachen Fällen deren Bedeutung an.

L6 2.2 Formenlehre
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Kompetenzerwartungen und Inhalte

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • benennen weitere sprachliche Erscheinungen mit grammatikalischen Fachbegriffen (u. a. Genus Verbi, Passiv; Konjunktiv; Partizip), ordnen sie in ein differenzierteres grammatikalisches System ein und begründen ihre Einordnung.
  • weisen Wortformen v. a. des aktuellen Grammatikstoffs den fortschreitend spezifizierten grammatikalischen Kategorien zu.
  • analysieren und bestimmen weitere Wortformen aus folgenden Bereichen:
    • Nomina: weitere Substantive v. a. der 3. Deklination, weitere Adjektive (u. a. dives, pauper, vetus);
    • Pronomina: Demonstrativpronomina hic, ille, iste; idem; ipse;
    • Numeralia: Kardinalia im Zahlenraum bis 1000 mit Zahlzeichen; ausgewählte Ordinalia;
    • Verben und ihre Nominalformen: ire; alle Tempora im Passiv, dazu die Infinitive Präsens Passiv und Perfekt Passiv; Konjunktiv Imperfekt und Plusquamperfekt im Aktiv und Passiv; Partizip Präsens und Perfekt; Stammformen weiterer Verben.
  • erfassen die Bedeutung weiterer Wortbestandteile (u. a. Moduszeichen, Passivendungen).
  • bilden v. a. entsprechend dem aktuellen Grammatikstoff lateinische Wortformen und Wendungen.

L6 2.3 Satzlehre
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Kompetenzerwartungen und Inhalte

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • erkennen und unterscheiden weitere Erscheinungen der Satzlehre, benennen sie mit Fachbegriffen und ordnen sie in ein differenzierteres grammatikalisches System ein:
    • Satzglieder und Satzgliedteile: Prädikativum, weitere Füllungsarten (u. a. Partizipialformen);
    • Kasusfunktionen: doppelter Nominativ, Genitiv der Beschaffenheit, genitivus subiectivus, genitivus obiectivus, Dativ des Zwecks, Dativ des Vorteils, doppelter Akkusativ, Ablativ der Beschaffenheit;
    • Modi: Konjunktiv im Hauptsatz (Irrealis), Konjunktiv im Nebensatz (nach Subjunktionen);
    • Nebensätze: Adverbialsätze weiterer Sinnrichtungen (final, konsekutiv); Subjunktionen mit Indikativ und mit Konjunktiv (u. a. cum, ut);
    • satzwertige Konstruktionen: AcI (gleichzeitig, vorzeitig; passiv); Partizip (gleichzeitig, vorzeitig; participium coniunctum als Adverbiale, auch als Attribut).
  • analysieren den Binnenaufbau syntaktischer Phänomene (u. a. AcI, participium coniunctum) und erfassen deren Funktion im Satzganzen.
  • erfassen und beschreiben aufgrund ihrer Kenntnis elementarer Regeln der Formen-, Kasus- und Satzlehre Zusammenhänge auch in etwas komplexeren Sätzen.
  • erkennen am Beispiel weiterer Phänomene (u. a. participium coniunctum) Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen lateinischem und deutschem Satzbau.
  • nutzen die Ergebnisse ihrer erweiterten Sprachbetrachtung bei der Wahl des treffenden Ausdrucks und zur Steigerung ihrer sprachlichen Gewandtheit im Deutschen.

L6 Lernbereich 3: Kultureller Kontext
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Kompetenzerwartungen und Inhalte

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • erkennen und benennen in der Topografie des antiken Italiens bedeutende Stätten (u. a. Pompeji, Herkuláneum, Vesuv) und Regionen (u. a. Magna Graecia) und geben die Lage anderer in der Antike wichtiger Orte des Mittelmeerraumes (u. a. Athen, Karthago) an.
  • beschreiben die Ereignisse beim Vesuvausbruch des Jahres 79 n. Chr. und erläutern deren Bedeutung für die Erforschung der römischen Kultur.
  • erkennen in Abbildungen von Funden herausragender Ausgrabungsstätten (u. a. Pompeji) und Exponaten in Antikenmuseen (z. B. in Athen) Beispiele für die Ausdrucksformen griechischer und römischer Kunst.
  • stellen aufbauend auf ihren Kenntnissen der Erzählungen zu Roms Gründung und Königszeit Informationen über wesentliche Ereignisse und Personen der Geschichte der frühen Republik (Ständekämpfe, Ausdehnung der Herrschaft auf Mittel- und Unteritalien) und der mittleren Republik (u. a. die Auseinandersetzung Roms mit Hannibal im 2. Punischen Krieg) zu einem nach Epochen gegliederten historischen Überblick zusammen.
  • ordnen insbesondere die Auseinandersetzung Roms mit Hannibal im 2. Punischen Krieg in die römische Geschichte ein.
  • beschreiben bedeutende Ereignisse der Geschichte Roms in der frühen und mittleren Republik.
  • beschreiben bedeutende Errungenschaften des griechischen Geisteslebens (u. a. Attische Demokratie, Denkleistungen des Archimedes).
  • erfassen grundlegende Merkmale der römischen Gesellschaft (u. a. Ständegesellschaft, Klientelwesen) und geben zentrale Organe der Politik im Rom der frühen und mittleren Republik (u. a. Volksversammlung, Volkstribunat) an.
  • nennen und erklären weitere wichtige römische Wertbegriffe.
  • erfassen weitere Charakteristika römischer Religion (u. a. Opfer).
  • geben Inhalte weiterer griechischer Mythen (u. a. von Europa, Theseus, Daedalus und Ikarus, Orpheus und Eurydike sowie vom Trojanischen Krieg, und zwar vom Paris-Urteil bis zur Heimkehr des Odysseus) wieder und erfassen den Einfluss der griechischen Kultur in Rom sowie die Bedeutung des Mythos für die Erklärung der Welt und des Verhältnisses Mensch – Gott.
  • erfassen aufbauend auf ihren Kenntnissen über römische Unterweltsvorstellungen die Darstellung von Tod und Unterwelt im Mythos.
  • erkennen bedeutende Inhalte aus Mythos und Geschichte in bildlichen Darstellungen wieder und vergleichen diese mit den Aussagen von Texten.
  • erkennen in Ovid eine bedeutende literarische Quelle zu antiken Mythenstoffen.
  • erkennen in Plinius d. J. eine bedeutende literarische Quelle zum Vesuvausbruch 79 n. Chr.
  • stellen Bezüge zwischen Erscheinungen ihrer Gegenwart (u. a. lateinischen Ausdrücken, Sentenzen, Werbesprüchen, Filmmotiven) und römischer Antike her und weisen an ihnen exemplarisch das römische Fundament europäischer Kultur nach.
  • vergleichen römische Vorstellungen (u. a. Wertbegriffe, Weltdeutungen in Mythen) mit denen ihrer persönlichen Erfahrungswelt und begründen aufgrund einer bewussten Auseinandersetzung eigene Positionen.

L6 Lernbereich 4: Methodik
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Kompetenzerwartungen und Inhalte

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • analysieren sprachliche Einheiten (u. a. participia coniuncta, Adverbialsätze) v. a. aus dem aktuellen Grammatikstoff und stellen durch folgerichtiges Kombinieren und gedankliches Strukturieren korrekte Bezüge her.
  • wenden unter Anleitung verschiedene Übersetzungstechniken (z. B. Konstruktions-, Wortblock- oder Wort-für-Wort-Methode) an.
  • überprüfen ihre Übersetzungsergebnisse und benennen und analysieren ggf. sprachliche Fehler zunehmend selbständig sowie in der Interaktion miteinander.
  • arbeiten u. a. mithilfe von Erschließungsfragen und anhand von Leitbegriffen gedankliche Zusammenhänge und Kernaussagen von Texten heraus.
  • wenden bei einer Auseinandersetzung mit Texten altersgemäße Methoden der produktiven oder kreativen Rezeption (z. B. bildliche Darstellungen, Rollenspiele, szenische Gestaltungen, auch unter Nutzung geeigneter digitaler Medien) an.
  • nutzen zunehmend selbständig Hilfsmittel (z. B. Lehrbuch, digitale Medien) zum Lernen, Nachschlagen, Üben, Wiederholen, zum Recherchieren und zum Bewältigen von fachlichen Aufgabenstellungen.
  • wenden Techniken des Lernens (z. B. Arbeiten mit einer Vokabelkartei oder einem digitalen Lernprogramm, Vernetzung von Neuem mit Bekanntem, Analogieschlüsse und Transfer anhand von Prinzipien der Wortbildung, Bilden von „Eselsbrücken“) nach den Erfordernissen des aktuellen Lernstoffs sowie gemäß den individuellen Lernbedürfnissen und Lernstilen (z. B. Berücksichtigung verschiedener Sinneskanäle) zielführend an.
  • ordnen ihre Lernprozesse zunehmend selbständig mithilfe von Strategien der Arbeitsorganisation (z. B. Erstellen von Plänen mit realistischer Einteilung von Zeit, Arbeitsschritten und Arbeitspensen; Strukturierung von Prüfungsvorbereitungen).
  • wählen zur Sicherung und Präsentation von Arbeitsergebnissen verschiedene Verfahren (z. B. Visualisierungstechniken unter Nutzung geeigneter digitaler Medien) aus.
  • wenden Strategien der Lern- und Selbstorganisation an, um offene Formen des Unterrichts (z. B. Freiarbeit, Lernzirkel, Wochenplanarbeit) mit größerer Selbständigkeit und Ausdauer für den eigenen Lernfortschritt zu nutzen.
  • leisten verantwortungsvoll ihren persönlichen Beitrag (z. B. durch konstruktive Kritik, wertschätzende Diskussionshaltung, auch beim Austausch auf digitalen Lernplattformen) zum Gelingen sozial-integrativer Arbeitsformen (z. B. Partnerarbeit, Gruppenarbeit, Projekte).