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Ethik 7

gültig ab Schuljahr 2019/20

Eth7 Lernbereich 1: Islam (ca. 12 Std.)
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • verstehen die Grundlagen des islamischen Glaubens und zeigen Respekt vor den Muslimen bei deren Erfüllung ihrer religiösen Aufgaben.
  • achten die Überzeugung islamischer Gläubiger, dass es sich bei ihren heiligen Texten um die Offenbarung Gottes handelt.
  • identifizieren ein gemeinsames ethisches Fundament von Judentum, Christentum und Islam und achten in interkulturellen Begegnungen nicht nur auf Unterschiede, sondern auch auf Gemeinsamkeiten.
  • haben eine Vorstellung vom Gerechten und Guten im Islam und stellen einen Bezug zum eigenen Leben her.
  • unterscheiden zwischen Muslimen und Islamisten.
  • machen sich ein differenziertes Bild vom Alltagsleben der Muslime in Deutschland.
Inhalte zu den Kompetenzen:
  • Grundlagen des Islam: Bedeutung und Leben Mohammeds, der Koran als Offenbarung Gottes, die Fünf Säulen des Islam
  • Hauptkonfessionen des Islam in Grundzügen: Sunna, Schia und Alevitentum
  • ethische Grundaussagen des Islam und deren Gemeinsamkeiten mit Judentum und Christentum
  • Muslime und Islamisten
  • Alltagsfragen von Muslimen in Deutschland, z. B. Kopftuch-Debatte, Alkoholverbot, Rolle der Frau, Integration in die deutsche Gesellschaft

Eth7 Lernbereich 2: Konflikte und ihre Regelung (ca. 26 Std.)
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • akzeptieren Konflikte als alltägliche Herausforderung ihres Menschseins und nutzen die Entwicklungsmöglichkeiten, die sie bieten.
  • erkennen mögliche Ursachen von Konflikten, indem sie Motive und Interessen sowie ggf. Vorurteile, unterschiedliche Wahrnehmungen und einfach strukturierte Kommunikationsprobleme analysieren.
  • sprechen Konflikte offen an und geben sich nicht mit Scheinlösungen zufrieden.
  • lösen einfach strukturierte Konflikte gewaltfrei, indem sie Kompromisse herbeiführen und Vereinbarungen für die Zukunft treffen. Als Außenstehende greifen sie mäßigend in Konflikte ein und vermitteln.
  • vollziehen in Konfliktsituationen Gefühle, Gedanken und Probleme von anderen nach und berücksichtigen diese bei der Lösungssuche.
  • spiegeln ihrem Gesprächspartner Inhalte und Gefühle, hören ihrem Gegenüber gut zu, verwenden Ich-Botschaften, geben und empfangen Feedback auf wertschätzende Art und verzichten auf Killerphrasen, insbesondere in Konfliktsituationen.
  • argumentieren in Streitgesprächen begründet sowie widerspruchsfrei und vertreten ihren Standpunkt, gehen aber auch auf andere Argumente ein und differenzieren bzw. revidieren ihre Urteile ggf. im Gespräch. Ebenso überprüfen sie mündliche und schriftliche Beiträge anderer im Hinblick auf die Grundprinzipien rationalen Argumentierens.
  • kontrollieren in Konfliktsituationen ihre Wut.
  • versetzen sich in die Situation von Mobbingopfern. Sie sind sich der Bedeutung der Zuschauer bewusst und tragen zur Beendigung von Mobbingfällen bei.
Inhalte zu den Kompetenzen:
  • Sach- und Beziehungsebene in der Kommunikation
  • Ursachen von Konflikten: unterschiedliche Wahrnehmung, Interessen, Motive und Erwartungen, Vorurteile, Kommunikations- und Beziehungsprobleme
  • Konflikte als Chance: Klärung zwischenmenschlicher Beziehungen, Interessenausgleich, persönliche Weiterentwicklung
  • Konflikte in der eigenen Lebenswelt (Eltern, Lehrer, Gleichaltrige) und in der Literatur (z. B. Jugendbuch), Analyse von Dialogen und Rollenspielen
  • konstruktive Kommunikation in Konflikten: Spiegeln, gutes Zuhören, Ich-Botschaften, Killerphrasen, Feedbackregeln
  • Scheinlösungen im Umgang mit Konflikten: verbale und körperliche Gewalt, Leugnung, z. B. unaufrichtiges Nachgeben
  • Mobbing: Wirkung auf die Betroffenen, Rollenverteilung, Möglichkeiten zur Vermeidung bzw. Beendigung, Cybermobbing
  • ein Konfliktlösungsmodell
  • Strategien zur Selbstkontrolle von Wut, z. B. Selbstinstruktionen, Wutprotokoll, körperliche Aktivität
  • Grundprinzipien rationalen Argumentierens: Folgerichtigkeit, Widerspruchsfreiheit, Wahrheitsverpflichtung und Überprüfbarkeit

Eth7 Lernbereich 3: Erwachsen werden (ca. 18 Std.)
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • reflektieren die Veränderungen, die in der Pubertät mit ihrem Körper, ihren Beziehungen zu wichtigen Bezugspersonen und mit ihren Interessen und Zielen eintreten.
  • nutzen für ihre Identitätsfindung Meinungen, Haltungen und Lebensentwürfe anderer als Orientierungshilfe; in der damit einhergehenden Unsicherheit finden sie Herausforderungen und Chancen.
  • betrachten sich selbst aus der Perspektive anderer und modifizieren ggf. ihre Selbsteinschätzung.
  • schließen sich in einer Gruppe begründet einer Meinung an oder lehnen diese begründet ab und widersetzen sich Gruppendruck ggf. effektiv und in angemessener Form; dabei finden sie eine Balance zwischen Anpassung und Selbstbestimmung.
  • nehmen die wachsende Verantwortung an, die mit der zunehmenden Freiheit im Jugendalter verbunden ist.
Inhalte zu den Kompetenzen:
  • körperliche, psychische und soziale Veränderungen in der Pubertät, u. a. Entwicklung der Sexualität
  • Identitätsbildung und die damit verbundene Unsicherheit
  • Spannungsverhältnis zwischen selbstverantwortlicher Lebensgestaltung und Anpassung an andere, u. a. Peergroup: Gruppenzwang, z. B. Solidarität, Anerkennung, Normenbildung, Ideale, Idole, Kleiderordnung
  • angemessenes Selbstwertgefühl durch den Vergleich von Fremd- und Selbstwahrnehmung: eigene Stärken und Schwächen
  • Rechte und Pflichten im Jugendalter, u. a. Jugendschutzgesetz, Strafmündigkeit; Zusammenhang von Freiheit und moralischer Verantwortung
  • eigene und fremde Lebensentwürfe