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Evangelische Religionslehre 7

wird überarbeitet

ER7 Lernbereich 1: Glaube findet Sprache (ca. 10 Std.)
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • beschreiben Symbole für den Heiligen Geist in der Pfingstgeschichte und deuten diese.
  • beziehen Aussagen des 3. Artikels des Apostolischen Glaubensbekenntnisses auf Glaubensfragen und geben diesen im Wortlaut wieder.
  • unterscheiden das Bekenntnis von anderen Sprachformen und erproben eigene Formulierungen.
  • beschreiben an Beispielen die Gestaltung von Kirchenräumen und den Wandel von Baustilen und zeigen, wie Glaube in Architektur ausgedrückt wird.
  • geben Auskunft über wichtige Elemente des Gottesdienstes und tauschen sich über Erfahrungen mit unterschiedlichen Möglichkeiten der Gottesdienstgestaltung aus.
  • geben das Vaterunser im Wortlaut wieder und erschließen mithilfe von Psalmen, Liedern und Gebeten Sprachformen christlichen Glaubens; sie gehen eigenständig mit Formulierungen von Gebeten um.
Inhalte zu den Kompetenzen:
  • Symbole aus Apg 2 (Feuerzungen und Sturm) und ihre Bedeutung, z. B. Eröffnung neuer Sprach- und Lebensräume, Pfingsten als Beginn einer Bewegung, die Grenzen zwischen Menschen, Ländern und über den Tod hinaus überwindet
  • Memoriertext: 3. Artikel des Apostolischen Glaubensbekenntnisses
  • Bedeutung einzelner Aussagen des 3. Glaubensartikels in Bezug zu eigenen Fragen des Glaubens
  • die drei Artikel des Apostolischen Glaubensbekenntnisses als ein grundlegendes Bekenntnis des christlichen Gottesglaubens; seine Funktion als gemeinschaftsstiftender Glaubenstext, inhaltliche Orientierungshilfe und Richtschnur, als Reibungsfläche für die persönliche Auseinandersetzung mit dem christlichen Glauben
  • Gestaltung von Kirchen in unterschiedlichen Epochen, z. B. Romanik, Gotik, Renaissance, Barock, Moderne
  • wichtige Elemente des Gottesdienstes, z. B. Gebete, Predigt, Sakramente, Symbole, alte und neue Musik
  • Memoriertext: Vaterunser

ER7 Lernbereich 2: Kirche hat Geschichte (ca. 14 Std.)
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • ordnen die Pfingstgeschichte in ihren biblischen Kontext ein und geben über die Bedeutung von Pfingsten für die Entwicklung des christlichen Glaubens Auskunft.
  • beschreiben Leben und Wirken des Paulus in Grundzügen und erklären seine Rolle bei der Entwicklung des christlichen Glaubens.
  • stellen wichtige Etappen von der Entstehung des Urchristentums bis zur Konstantinischen Wende dar und deuten diese als Weichenstellungen auf dem Weg der Kirche, die Auswirkungen bis heute haben.
  • entdecken an Beispielen aus der Kirchengeschichte bis zum Mittelalter, welche Auswirkungen der christliche Glaube für den Einzelnen und die Gesellschaft haben kann, und setzen sich kritisch damit auseinander.
Inhalte zu den Kompetenzen:
  • Pfingsten im biblischen Kontext zwischen Auferstehung und dem Entstehen der ersten Gemeinden; ggf. Bezug zum Turmbau zu Babel
  • Pfingsten als Geburtsstunde der Kirche
  • ausgewählte Aspekte aus Leben und theologischem Wirken des Paulus anhand von Berichten in der Apostelgeschichte und Beispielen aus den Briefen
  • wichtige Etappen als Weichenstellung: Leben und Konflikte in den ersten Gemeinden, Entwicklung von Strukturen, Christenverfolgung, konstantinische Wende
  • Ausgestaltungen des christlichen Lebens an einem oder mehreren Beispiele aus der Kirchengeschichte, z. B. Bedeutung der Klöster im Mittelalter, Bonifatius und die iro-schottische Mission; ggf. mit regionalem Bezug
  • ggf. kritische Aspekte wie Betonung der Machtpolitik, Kreuzzüge

ER7 Lernbereich 3: Islam (ca. 12 Std.)
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • identifizieren Spuren islamischer Religion und Kultur in ihrem Umfeld und ggf. in Medien oder bei Reisen, beschreiben diese Spuren und setzen sie in Bezug zum islamischen Glauben.
  • erläutern Grundzüge des islamischen Glaubens und den Einfluss von islamischem Glauben auf die Lebensführung.
  • geben einen Überblick über Mohammeds Leben und erklären seine Bedeutung für muslimisches Selbstverständnis.
  • beschreiben die gegenwärtige Ausbreitung des islamischen Glaubens in der Welt und seine Vielgestaltigkeit und nehmen seine prägende Kraft in verschiedenen Regionen wahr.
  • erläutern kontroverse Gesprächsthemen und verhalten sich in Begegnung und Gespräch mit Muslimen respektvoll.
  • entdecken in der Begegnung mit dem Islam eigene kulturelle Prägungen und Glaubensvorstellungen und bringen Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen christlichem und islamischem Glauben angemessen zum Ausdruck.
Inhalte zu den Kompetenzen:
  • Spuren islamischer Religion und Kultur, z. B. in Alltagserfahrungen mit Menschen islamischer Glaubenszugehörigkeit, bei Gebäuden (insbesondere Moscheen), in Nachrichten, Filmen, Musik
  • Grundzüge islamischen Glaubens: Gottesverständnis des Islam; die Fünf Säulen, ihre Glaubensbedeutung und ihre Bedeutung im Alltag; Offenbarung des Koran, Schriftverständnis
  • Leben und Wirken Mohammeds, z. B. Mohammed in Mekka und Medina, Kampf gegen Polytheismus, Mohammed als Prophet und politischer Führer
  • Ausbreitung in der Welt: Länder mit überwiegend muslimischer Bevölkerung im Überblick, Verbreitung des Islam in Europa
  • Vielgestaltigkeit des Islam: islamische Richtungen, ggf. fundamentalistische Strömungen
  • kontroverse Gesprächsthemen, z. B. Frage des Kopftuchtragens, Geschlechterrollen, Umgang mit Speisegesetzen
  • christliche Glaubensvorstellungen in Auseinandersetzung mit muslimischen, z. B. Bedeutung Jesu, Verständnis von Offenbarung, Schriftverständnis

ER7 Lernbereich 4: Wünsche und Visionen (ca. 10 Std.)
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • formulieren eigene Wünsche, Träume, Sehnsüchte und diskutieren über Möglichkeiten und Grenzen ihrer Erfüllbarkeit.
  • nehmen wahr, wie Medien die Wünsche und Träume von Jugendlichen beeinflussen, und beziehen kritisch Stellung dazu.
  • erörtern positive und negative Wirkungen von Vorbildern und Idolen.
  • erklären den Zusammenhang zwischen Sucht und Sehnsucht und beschreiben an einem Beispiel Ursachen, Symptome und Folgen von Sucht sowie mögliche Auswege.
  • entdecken Impulse des Glaubens für einen lebensdienlichen Umgang mit Wünschen und Visionen und bringen sie ins Gespräch mit anderen ein.
  • erläutern biblische und nichtbiblische Visionen von einer besseren Welt und setzen diese in Beziehung zu eigenen Zukunfts- und Hoffnungsbildern.
Inhalte zu den Kompetenzen:
  • Wünsche, Träume, Sehnsüchte, z. B. in ihrer realitätsübersteigenden und wirklichkeitsverändernden Kraft, dazu Beispiele und Erfahrungen
  • Einfluss von Medien auf die Wünsche und Träume Jugendlicher: Erzeugung von Bedürfnissen, z. B. durch Schönheitsideale, Starkult, Werbung
  • positive Wirkungen von Vorbildern und Idolen, z. B. Hilfe beim Entwickeln einer eigenen Persönlichkeit, und beim Formulieren von Lebenszielen; negative Wirkungen, z. B. Abhängigkeit, Leistungsdruck, unrealistische Ziele, Personenkult
  • Ursachen, Symptome und Folgen von Sucht: Sucht als Umschlagen von Sehnsucht in Abhängigkeit, gefährliche Wunscherfüllung; ein Beispiel für Sucht wie Alkoholsucht, Computersucht, Essstörung
  • Auswege, z. B. Hilfsangebote von Beratungsstellen
  • christliche Impulse für einen lebensdienlichen Umgang mit Wünschen und Visionen, z. B. Erfahrungen von Vertrauen, Vergebung und Hoffnung, der Mensch als fantasiebegabtes Geschöpf, das 1. Gebot in seiner kritischen Funktion, die Möglichkeit, Wünsche im Gebet vor Gott zu bringen, Veränderungen von Wünschen im Gebet
  • Visionen als Entwürfe einer besseren Welt, z. B. in der Literatur oder im Film; dazu biblische Texte wie Jes 11, Mi 4, Offb 21; ggf. Gestaltung eigener Visionen in Wort oder Bild
  • eine Vision, die die Geschichte beeinflusst hat, z. B. von Martin Luther King, Nelson Mandela, Friedensgebete in der DDR

ER7 Lernbereich 5: Nächstenliebe und Diakonie (ca. 10 Std.)
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • reflektieren vor dem Hintergrund der Not und Bedürftigkeit im engeren Lebensumfeld eigene Möglichkeiten der Hilfe, aber auch Grenzen des Helfens.
  • erklären die zentrale Bedeutung von Nächstenliebe für den christlichen Glauben anhand biblischer Überlieferungen und stellen Bezüge zu eigenen Erfahrungen mit Helfen und Sich-helfen-lassen her.
  • beschreiben an Beispielen aus Geschichte und Gegenwart die Umsetzung des Gedankens der Nächstenliebe im diakonischen Handeln von Kirche.
  • entwickeln Ideen für christlich motiviertes Handeln und aktive Nächstenliebe und prüfen Möglichkeiten und Grenzen der Verwirklichung im näheren gesellschaftlichen Umfeld.
Inhalte zu den Kompetenzen:
  • Beispiele von Not und Bedürftigkeit im engeren Lebensumfeld, z. B. in Familie, Freundeskreis, Schule
  • Möglichkeiten und Grenzen des Helfens, z. B. angesichts von eigenen Begabungen und Talenten, Gefühlen; dazu auch Schwierigkeiten wie Verpflichtung, Abhängigkeit, eigene Hilfsbedürftigkeit
  • zentrale Bedeutung von Nächstenliebe: Nächstenliebe als Konsequenz und Ausdruck von Gottesliebe, biblische Überlieferungen wie Lev 19,18, Lk 10,25-27, Mt 25,31-46
  • Nächstenliebe im diakonischen Handeln von Kirche in Geschichte und Gegenwart: Anfänge der Diakonie als Institution (z. B. Johann Hinrich Wichern, Wilhelm Löhe, Friedrich von Bodelschwingh), ein ausgewähltes Arbeitsfeld der Diakonie, diakonische Einrichtungen im lokalen Umfeld
  • Möglichkeiten, Grenzen und persönlicher Gewinn angemessenen Helfens im näheren gesellschaftlichen Umfeld anhand eines aktuellen Beispiels christlich motivierter Nächstenliebe, z. B. im Seniorenheim, als Lern- und Hausaufgabenhilfe; dazu ggf. ein Projekt diakonischen Lernens an einem außerschulischen Lernort