Lehrplan PLUS

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Französisch 9 (3. Fremdsprache)

gültig ab Schuljahr 2021/22

F9 Hör- und Hörsehverstehen
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Kompetenzerwartungen und Inhalte

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • verstehen relativ einfache, deutlich und in zunehmend natürlichem Tempo gesprochene und realistische Bedingungen (z. B. Hintergrundgeräusche) widerspiegelnde Hör- und Hörsehtexte (z. B. Filmausschnitte, ggf. mit französischen Untertiteln, kurze Radiointerviews/Podcasts, Nachrichtenmeldungen, Ansagen in öffentlichen Gebäuden) zu im Unterricht behandelten Themen mit weitgehend bekanntem bzw. erschließbarem Wortschatz global und entnehmen gezielt Detailinformationen.
F9 Leseverstehen
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Kompetenzerwartungen und Inhalte

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • verstehen global oder im Detail einfache, ggf. didaktisierte Texte aus authentischen Quellen (z. B. faits divers, einfache fiktionale Texte, ggf. auch digital aufbereitete Artikel aus Jugendzeitschriften und Informationsbroschüren) zu altersgemäßen Themen mit weitgehend erschließbarem unbekanntem Sprachmaterial.
  • entnehmen gezielt Informationen, ggf. auch aus verschiedenen kurzen Texten bzw. Textteilen.
F9 Sprechen
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Kompetenzerwartungen und Inhalte

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • beschreiben mit einfachen grammatikalischen Strukturen und Worten Gegenstände, Orte, Personen und Vorgänge des Alltags und äußern sich zu Vergangenem sowie zu Vorlieben und Abneigungen (z. B. Musik, Sport, Spiel, Freundeskreis) in mehreren zusammenhängenden Sätzen.
  • äußern sich in kurzen Vorträgen zu alltäglichen Ereignissen und vertrauten Themen mithilfe von kurzen Notizen und ggf. unter Verwendung von digitalen Präsentationsformen.
  • agieren und reagieren in Gesprächen, indem sie Fragen stellen und in mehreren zusammenhängenden Sätzen Antworten zur eigenen Person und zu ihrem Lebensumfeld geben.
  • nehmen in Gesprächen kurz zu den Standpunkten anderer Stellung und drücken Zustimmung und Ablehnung aus.
F9 Schreiben
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Kompetenzerwartungen und Inhalte

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • nutzen ihre Kenntnisse der regelmäßigen Phonem-Graphem-Beziehungen, um Wörter, die im Unterricht besprochen und eingeübt wurden, korrekt zu schreiben.
  • verfassen einfache, zusammenhängende, logisch strukturierte Texte zu altersgemäßen und vertrauten Themen und erzählen von Vergangenem, z. B. persönliche Mitteilungen, kurze Geschichten.
  • achten beim Erstellen ihrer Texte auf klare Gedankenführung sowie der jeweiligen Textart und Kommunikationssituation angemessene Gestaltungskriterien.
F9 Sprachmittlung
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Kompetenzerwartungen und Inhalte

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • dolmetschen etwas längere, relativ einfache Gespräche in gängigen Standardsituationen bzw. geben deren Inhalte zusammenfassend wieder, z. B. im Rahmen internationaler Begegnungen.
  • übertragen, hauptsächlich vom Deutschen ins Französische, mündlich bzw. schriftlich sinngemäß sowie situations- und adressatengerecht auch etwas längere Textpassagen (z. B. einfache Artikel aus Jugendzeitschriften in gedruckter oder digitaler Form, Beiträge in Internetforen, Informationsbroschüren, Interviews), wenn diese sich auf bekannte Sachverhalte und altersgemäße Themen beziehen.
  • kompensieren ggf. sprachliche Defizite auf einfache Weise, z. B. durch einfache Umschreibungen sowie Synonyme und Antonyme.
F9 Wortschatz
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Nachfolgend werden mit Ausnahme des individuellen Wortschatzes die für die jeweilige Jahrgangsstufe spezifischen lexikalischen Elemente angeführt. Um nachhaltiges Lernen zu gewährleisten, ist ein regelmäßiges Wiederholen und Anwenden der Lexik in neuen Kontexten, auch in darauf folgenden Jahrgangsstufen, unabdingbar.
Kompetenzerwartungen und Inhalte

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • wenden im Rahmen der erarbeiteten Kommunikationssituationen und Themen einen umfangreicheren Wortschatz im Zusammenhang mit routinemäßigen, alltäglichen Angelegenheiten und vertrauten Situationen adressatengerecht an.
  • wenden in begrenztem Umfang einen an ihren Interessen orientierten individuellen Wortschatz an, z. B. Musik, Freunde, Vorlieben und Abneigungen.
  • verwenden einfache Umschreibungen, Synonyme und Antonyme.
  • führen gängige Arbeitsanweisungen aus und verwenden die Begriffe des vocabulaire de classe und des Lernbereiches Grammatik, um sich im Unterricht zu verständigen.
  • äußern einfache Vorschläge bzw. Wünsche und Vorlieben (on voudrait, nous pourrions).
  • formulieren auf einfache Weise die eigene Meinung, u. a. à mon avis, je crois que, c’est dommage, c’est parfait, je pense que, je trouve que.
  • formulieren zeitliche Bezüge verbal (venir de faire qc / être en train de faire qc).
  • geben Zahlen und Mengen genau an, auch in Form von einfachen Brüchen (un/e demi/e, un tiers, un quart, fractions en -ième).
  • verwenden déterminants et pronoms indéfinis (certain/e/s, chaque, chacun/e, différent/e/s, divers/e/s, la plupart de, plusieurs, quelque/s, tout/e/s).
  • wenden erste Wortbildungsstrategien an (préfixes, suffixes, noms composés).
  • verwenden den erforderlichen Funktionswortschatz, um diskontinuierliche Texte (z. B. Schaubilder, Statistiken) und Abbildungen genauer zu beschreiben.
  • erschließen Sprachmaterial aus dem situativen Kontext sowie aufgrund ihres Weltwissens und ihrer Vorkenntnisse aus anderen Sprachen, sofern der Umfang des neuen Wortmaterials begrenzt ist.
F9 Grammatik
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Jedes grammatikalische Phänomen erscheint im Folgenden nur in der Kategorie, die es am treffendsten beschreibt, und nur in der Jahrgangsstufe, in der es erstmals vorkommt. Um nachhaltiges Lernen zu gewährleisten, ist in angemessenen Abständen das Wiederholen und Üben einzelner Phänomene, auch in darauf folgenden Jahrgangsstufen, unabdingbar. Alle genannten Phänomene müssen, soweit nicht anders vermerkt, im schriftlichen und mündlichen Bereich rezeptiv und produktiv beherrscht werden.
Kompetenzerwartungen und Inhalte

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • beschreiben Personen, Gegenstände, Orte und Sachverhalte etwas differenzierter, setzen sie zueinander in Beziehung und vergleichen sie:
    • prépositions + noms de pays
    • comparatif et superlatif de l’adjectif
    • les adverbes en « -ment » et les adverbes fréquents en « -emment », « -amment », « -ément » + comparatif/superlatif
    • emplois fréquents des adverbes
    • article partitif et expression de la quantité + « de »
    • « personne ne », « rien ne », « ne ... rien », « ne ... personne »
    • mise en relief
    • adjectif indéfini « tout »
  • sprechen über bereits Genanntes und vermeiden Wiederholungen:
    • « en » partitif
    • pronoms adverbiaux « y » / « en »
  • treten mit anderen Menschen in Beziehung, formulieren Aufforderungen und stellen Fragen:
    • impératif avec un pronom
    • interrogation par inversion avec pronom sujet
    • interrogation avec « Qu’est-ce qui ? » et « Qui est-ce que ? »
    • pronom interrogatif « lequel »
  • stellen erfüllbare und nicht erfüllbare Bedingungen und Hypothesen, auch in der Vergangenheit, auf:
    • conditionnel présent et passé
    • les propositions de condition (types I, II et III)
  • drücken zeitliche Bezüge zwischen Handlungen und Zuständen/Gewohnheiten aus und stellen zeitliche und logische Bezüge zwischen Handlungen her:
    • imparfait et passé composé (opposition : description/habitude – action)
    • plus-que-parfait
    • révision des temps du passé
    • futur simple
    • verbes pronominaux
    • verbes irréguliers : « devoir » ; « boire », « connaître », « croire », « ouvrir », « rire », « venir », « vivre », « voir »
F9 Aussprache und Intonation
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Kompetenzerwartungen und Inhalte

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • sprechen auch einfache fremde Wörter, die bekannten Aussprachemustern folgen, korrekt aus und nutzen dabei ihre Kenntnisse der regelmäßigen Graphem-Phonem-Beziehungen sowie der internationalen Lautschrift.
  • sprechen Sinneinheiten weitgehend flüssig, artikulieren und betonen auch in Äußerungen, die mehrere Sätze umfassen, verständlich.
  • nutzen zunehmend selbständig ihre Kenntnisse der Lautschrift sowie Hörbeispiele, um auch unbekannte Wörter korrekt auszusprechen.

F9 2 Interkulturelle Kompetenzen
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Kompetenzerwartungen und Inhalte

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • sind mit der Gliederung Frankreichs so vertraut, dass sie einige Regionen einordnen können.
  • nehmen die Vielfalt des Lebens in städtischen Ballungsräumen (u. a. immigration, intégration) bewusst wahr.
  • vergleichen soziale, politische und kulturelle Gegebenheiten in verschiedenen Lebensbereichen auf der Grundlage ihrer Kenntnisse über französische Regionen, die Schweiz und die bayerische Partnerprovinz Québec.
  • ordnen auf der Grundlage ihres Wissens über kulturspezifische Verhaltensweisen im Alltag neue Erfahrungen richtig ein, begegnen in privaten oder schulischen Kontakten, auch virtuell, frankophonen Gesprächspartnerinnen und -partnern offen, nehmen interkulturelle Unterschiede bewusst wahr, gehen damit verständnisvoll um und vermeiden so Missverständnisse, z. B. Ankunftszeit bei Einladungen.
  • zeigen in Austauschsituationen (ggf. im Rollenspiel) Verständnis, Empathie und Toleranz gegenüber frankophonen Jugendlichen und Erwachsenen.
  • nehmen bei der Verwendung von Jugendjargon und Umgangssprache Rücksicht auf die Gesprächssituation.

F9 3 Text- und Medienkompetenzen
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Kompetenzerwartungen und Inhalte

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • nutzen zur Erschließung von Texten sprachliche und außersprachliche Entschlüsselungshilfen, z. B. einfache Wortbildungsregeln, Bilder, Diagramme und unter Anleitung das zweisprachige Wörterbuch.
  • beantworten auch differenziertere Fragen zum Inhalt von Texten und benennen grundlegende formale und sprachliche Gestaltungsmerkmale, z. B. Zitate, gesprochene Sprache.
  • erfassen in fiktionalen Texten Personen in ihren wesentlichen Charakterzügen und beschreiben explizite Beziehungen zwischen den Protagonisten.
  • arbeiten Texte unter bestimmten Vorgaben aus (z. B. Fortführung von Erzählungen, Beiträge zu Internetforen) und setzen dabei ein begrenztes Repertoire an gestalterischen Mitteln ein (z. B. Fotos, Bilder), wobei sie korrektes Verhalten im Umgang mit diversen Medien (u. a. Netiquette, Datenschutz) beachten.
  • stellen im Rollenspiel vertraute Kommunikationssituationen, ggf. in Anlehnung an Textvorlagen, nach.
Alltagskompetenzen Alltagskompetenzen

F9 4 Methodische Kompetenzen
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Kompetenzerwartungen und Inhalte

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • wenden ein differenziertes Inventar verschiedener Sprachlerntechniken (z. B. Erarbeiten und Wiederholen von Wortschatz und Grammatik auch mit lehrbuchunabhängigem Material) und insbesondere vernetzte Verfahren der Wortschatzarbeit selbständig an.
  • evaluieren und beurteilen den eigenen Lernfortschritt im Französischen und stellen ggf. Querbezüge zu anderen Fremdsprachen her.
  • benutzen zweisprachige Wörterbücher nach entsprechender Einführung relativ selbständig.
  • gehen mit verschiedenen Medien, auch mit den Hilfen und Informationen, die ihnen das Internet bietet (z. B. Online-Wörterbücher, Übersetzungsprogramme) relativ kritisch um, z. B. Nutzung verlässlicher Quellen bei der Recherche.
  • nutzen zum Erlernen des Französischen ihr auf den Kenntnissen der Erstsprache und weiterer Fremdsprachen beruhendes Verständnis für den Systemcharakter von Sprache, z. B. Plusquamperfekt / plus-que-parfait / past perfect, Konditionalsätze mit if und si.
  • setzen Strategien zum Hör-/Hörseh- und Leseverstehen (z. B. orientierend, selektiv, kombinierend) sowie zur mündlichen und schriftlichen Sprachproduktion selbständig ein.

F9 5 Themengebiete
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • bewältigen Kommunikationssituationen innerhalb der angegebenen Themengebiete mithilfe der in den Lernbereichen 1 – 4 ausgewiesenen Kompetenzen.
  • setzen sich auf der Grundlage ihrer Kenntnisse bewusst mit der französischen Sprache und Kultur auseinander.
Inhalte zu den Kompetenzen:
  • weitere Feste und Traditionen, z. B. Ostern, la Saint-Valentin
  • Alltag und persönliches Umfeld:
    Alltag Jugendlicher, z. B. Familie und Freundeskreis, Verabredungen zu Kino und Popkonzert, Mediennutzung, Umgang mit Konflikten
    körperliches und seelisches Befinden, u. a. Arztbesuch
    das französische Schulsystem, auch im Vergleich zu Deutschland
  • Anbahnung und Planung eines Austausches, z. B. Brigitte-Sauzay-Programm, Voltaire-Programm
  • Geographie:
    erste Einblicke in die administrative und politische Gliederung Frankreichs in régions, u. a. anhand der Regionen Grand Est (u. a. Strasbourg, auch als Standort des Europäischen Parlaments) und Provence-Alpes-Côte d’Azur, sowie Vergleich mit der föderalen Struktur Deutschlands
    Begegnung mit der bayerischen Partnerprovinz Québec, u. a. Montréal, Québec
    erster Einblick in die Schweiz als weiteres frankophones Land Europas
    Vielfalt des Lebens in Großstädten am Beispiel von Marseille (immigration, intégration)
  • Reisen/Unterwegssein in Frankreich:
    Anbahnung und Planung einer Reise, z. B. Beratung oder Informationsbeschaffung im Fremdenverkehrsamt bzw. im Internet
    Frankreich als Urlaubsland
  • Politik und Geschichte:
    deutsch-französische Freundschaft und ihre Bedeutung für beide Länder, 22. Januar in seiner historischen, politischen und gesellschaftlichen Dimension
    Sonnenkönig, Versailles damals und heute
  • altersgemäßes Aufgreifen von aktuellen Anlässen, z. B. kulturelle Veranstaltungen, Sportereignisse, Wahlen
  • Kunst, Kultur und Literatur:
    Begegnung mit aktueller Unterhaltungsmusik sowie BD
    Medien (Buch, Film, TV, digitale Medien)
  • Sprachreflexion:
    Unterschiede zwischen français standard und français familier
    Zurückhaltung in der Verwendung des Jugendjargons
    Begegnung mit einer Varietät des Französischen: Südfranzösisch, kanadisches Französisch oder Schweizer Französisch
    Verbvalenzen des Französischen