Lehrplan PLUS

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Griechisch 9

gültig ab Schuljahr 2021/22

Gr9 Lernbereich 1: Texte
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Kompetenzerwartungen und Inhalte

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • übersetzen altersgemäße griechische Lehrbuchtexte u. a. aus folgenden Themenbereichen in angemessenes Deutsch:
    • Topografie: Ionien, Magna Graecia, Ägäische Inseln; Athen (u. a. Akropolis);
    • Geschichte: Klassik (v. a. Perserkriege, Pentekontaëtie, Peloponnesischer Krieg);
    • Politik und Gesellschaft: die athenische Demokratie unter Perikles;
    • Alltags- und Privatleben: Erziehung und Bildung im 5. Jh. v. Chr. in Athen;
    • Religion und Mythos: bedeutende religiöse Feste in Athen (Panathenäen, Große Dionysien), attische Lokalsagen (u. a. Athene – Poseidon);
    • Griechisches Denken: Aussagen von Vorsokratikern und Sophisten sowie der Philosophen Sokrates und Platon.
  • arbeiten Gliederung und inhaltliche Zusammenhänge der Lehrbuchtexte heraus.
  • nehmen zu ausgewählten in griechischer Sprache formulierten Thesen Stellung (u. a. zu naturphilosophischen und sophistischen Positionen).
  • tragen griechische Lehrbuchtexte zu den Themen der Jahrgangsstufe verständnisgeleitet vor.

Gr9 2.1 Wortschatz
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Kompetenzerwartungen und Inhalte

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • geben zu insgesamt ca. 1100 griechischen Wörtern des Grundwortschatzes die deutschen Bedeutungen an.
  • erschließen zunehmend selbständig die kontextspezifische Bedeutung von (mehrdeutigen) Wörtern.
  • sprechen griechische Wörter des bisher erworbenen Vokabulars lautgerecht und in korrekter Betonung aus.
  • ordnen das erweiterte Vokabular nach Wortarten, Wort- und Sachfeldern oder Wortfamilien und begründen jeweils ihre Zuordnung.
  • erläutern weitere griechische Wendungen in ihrer wörtlichen und übertragenen Bedeutung und übersetzen sie in angemessenes Deutsch.
  • erschließen die Bedeutung weiterer unbekannter Wörter durch Ableitung aus Bekanntem, aus dem Kontext und ggf. unter Anwendung von Wortbildungsregeln.
  • erschließen die Bedeutung weiterer deutscher Fremdwörter sowie Fachbegriffe und weisen deren Herkunft aus griechischen Ursprungswörtern nach.
  • stellen an weiteren ausgewählten Beispielen Bezüge zum Neugriechischen her.

Gr9 2.2 Formenlehre
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Kompetenzerwartungen und Inhalte

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • benennen weitere sprachliche Erscheinungen mit grammatikalischen Fachbegriffen (u. a. verba contracta, Wurzelaorist), ordnen sie in ein differenzierteres grammatikalisches System ein und begründen ihre Entscheidung.
  • weisen griechische Wortformen ihren gemäß dem aktuellen Grammatikstoff fortschreitend spezifizierten grammatikalischen Kategorien zu.
  • erfassen die Bedeutung weiterer Wortbestandteile (u. a. Reduplikation, Moduszeichen, Wurzel).
  • nutzen weitere Lautregeln (u. a. Krasis, weitere Kontraktionsregeln) zur korrekten Übersetzung von Wortformen.
  • übersetzen weitere griechische Wortformen aus folgenden Bereichen:
    • Adjektive (Steigerung), Adverbien (Bildung und Steigerung);
    • Verben und ihre Nominalformen: Tempora: Perfekt mit resultativem Aspekt, attisches Futur, mediales Futur in aktiver und passiver Bedeutung, Wurzelpräsens, Wurzelaorist, Wurzelperfekt; Besonderheiten der Genera verbi; Modi: Konjunktiv und Optativ Präsens und Aorist im Aktiv, Medium und Passiv; verba contracta auf -έω, -άω (-ήω) und -όω; verba liquida; Verben der Mischklasse; Verben der Nasalklasse; Verben mit Präsenserweiterung; Verben der E-Klasse; Stammformen ausgewählter Verben.

Gr9 2.3 Satzlehre
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Kompetenzerwartungen und Inhalte

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • erkennen und unterscheiden weitere Erscheinungen der Satzlehre, benennen sie mit Fachbegriffen, ordnen sie in ein differenzierteres grammatikalisches System ein und begründen ihre Entscheidung:
    • Kasusfunktionen: Genitiv der Beschaffenheit, des Grundes, des Vergleichs, des Wertes, Genitiv bei Ausdrücken des Gerichtswesens, genitivus subiectivus, genitivus obiectivus; Dativ des Unterschieds, des Vorteils/Nachteils; Akkusativ der Beziehung; Zeitangaben im Genitiv und im Dativ;
    • Modi: Konjunktiv und Optativ in Haupt- und Nebensatz; obliquer Optativ;
    • Nebensätze: Adverbialsätze unterschiedlicher Sinnrichtungen (u. a. final, konditional); Subjunktionen mit Indikativ und mit Konjunktiv (u. a. ὡς).
  • erfassen und beschreiben aufgrund ihrer Kenntnis elementarer Regeln der Formen-, Kasus- und Satzlehre Zusammenhänge auch in komplexeren Sätzen.
  • übersetzen weitere für das Griechische charakteristische syntaktische Phänomene (u. a. Infinitivverwendung, auch bei ὥστε und πρίν; Verben mit prädikativem Partizip oder Infinitiv) und erfassen deren Funktion im Satzganzen.
  • nutzen die Ergebnisse ihrer erweiterten Sprachbetrachtung bei der Wahl des treffenden Ausdrucks und zur Steigerung ihrer sprachlichen Gewandtheit im Deutschen.

Gr9 Lernbereich 3: Kultureller Kontext
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Kompetenzerwartungen und Inhalte

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • erkennen und benennen in der Topografie der antiken griechischen Welt bedeutende Städte (u. a. Athen, Milet, Syrakus) und Regionen (u. a. Ionien, Magna Graecia; Ägäische Inseln) und geben die Lage anderer in der Antike wichtiger Orte der griechischen Welt (u. a. Marathon, Thermopylen, Salamis) an.
  • erkennen, benennen und beschreiben weitere der sieben Weltwunder (u. a. in Ephesos).
  • erkennen, benennen und beschreiben im antiken Athen wichtige Bauwerke auf der Akropolis sowie auf der Agora und erläutern deren Bedeutung für das religiöse und politische Leben im 5. Jh. v. Chr.
  • erkennen in Abbildungen von Funden herausragender Ausgrabungsstätten (u. a. Athen) und von Exponaten in Antikenmuseen Beispiele für die Ausdrucksformen griechischer Kunst (u a. griechische Plastik).
  • erfassen durch Abbildungen geeigneter Beispiele (u. a. aus dem perikleischen Athen) die charakteristischen Merkmale der griechischen Tempelarchitektur (dorisch, ionisch, korinthisch).
  • ordnen die Gegenstände der griechischen Kunst in übergeordnete Epochenbegriffe (Archaik, Klassik) bzw. Stilrichtungen ein.
  • stellen aufbauend auf ihren bisherigen Kenntnissen der griechischen Geschichte Informationen über wesentliche Ereignisse und Personen der klassischen Zeit zu einem nach Epochen gegliederten historischen Überblick zusammen.
  • beschreiben die wichtigsten Ereignisse der Perserkriege 490 und 480/479 v. Chr. und erläutern deren Bedeutung für den Aufstieg Athens zum kulturellen Mittelpunkt des antiken Griechenlands.
  • ordnen die Pentekontaëtie, insbesondere die Blütezeit Athens unter Perikles, und den politisch-militärischen Niedergang der athenischen Macht im Peloponnesischen Krieg in die griechische Geschichte ein.
  • beschreiben das Wesen der Polis als Stadtstaat, entwickeln grundlegende Merkmale der griechischen Gesellschaft (u. a. Beteiligungsmöglichkeiten der Bürger an der athenischen Demokratie) und geben zentrale Organe der Politik im Athen des 5. Jh. v. Chr. an (u. a. Volksversammlung, Rat der 500, Archonten, Volksgerichte).
  • beschreiben weitere Charakteristika des Alltags- und Privatlebens in Athen (u. a. Erziehung und Bildung durch die Sophisten; Symposion).
  • erläutern weitere Charakteristika der griechischen Religion im öffentlichen Leben vor allem der Stadt Athen (u. a. Panathenäen), erkennen die Bedeutung des Mythos als Stoff der tragischen Agone im Zusammenhang der Götterfeste (u. a. Große Dionysien) und beschreiben die Elemente des griechischen Theaterbaus.
  • beschreiben u. a. in Anknüpfung an die Beschäftigung mit griechischen Siedlungen (u. a. in Ionien: Milet, Ephesos; in Syrakus und auf Kos) bedeutende Errungenschaften des griechischen Denkens (u. a. bei den Vorsokratikern, Archimedes, Hippokrates).
  • erkennen in den Fragestellungen und Antworten der Vorsokratiker (u. a. Thales von Milet, Heraklit) den Beginn des naturwissenschaftlichen Denkens und philosophischen Fragens.
  • geben Vorstellungen der griechischen Sophistik und Philosophie (v. a. Gorgias, Protagoras, Sokrates und Platon) u. a. zur Rhetorik und zu Werthaltungen wieder, vergleichen sie mit denen ihrer persönlichen Erfahrungswelt und nehmen dazu Stellung.
  • stellen Bezüge zwischen Erscheinungen ihrer Gegenwart (u. a. griechische Ausdrücke und Sentenzen; Motive in Literatur, Film und Werbung) und griechischer Antike her und weisen an ihnen exemplarisch das griechische Fundament europäischer Kultur nach.

Gr9 Lernbereich 4: Methodik
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Kompetenzerwartungen und Inhalte

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • analysieren sprachliche Phänomene (u. a. Modi in Konditionalsätzen) v. a. aus dem aktuellen Grammatikstoff und stellen durch folgerichtiges Kombinieren und gedankliches Strukturieren korrekte Bezüge her.
  • wenden verschiedene Übersetzungstechniken (z. B. Konstruktions-, Wortblock- oder Wort-für-Wort-Methode) an.
  • überprüfen ihre Übersetzungsergebnisse und benennen und analysieren ggf. sprachliche Fehler zunehmend selbständig sowie in der Interaktion miteinander.
  • arbeiten u. a. mithilfe von Erschließungsfragen und anhand von Leitbegriffen Gliederung, gedankliche Zusammenhänge und Kernaussagen von Texten heraus.
  • wenden bei einer Auseinandersetzung mit Texten altersgemäße Methoden der produktiven oder kreativen Rezeption (z. B. bildliche Darstellungen, Rollenspiele, szenische Gestaltungen, auch unter Nutzung geeigneter digitaler Medien) an.
  • nutzen zunehmend selbständig Hilfsmittel (z. B. Lehrbuch, Wörterbuch, ergänzende Materialien, digitale Medien) zum Lernen, Nachschlagen, Üben, Wiederholen, zum Recherchieren und zum Bewältigen von fachlichen Aufgabenstellungen.
  • wenden Techniken des Lernens (z. B. Arbeit mit einer Vokabelkartei oder einem digitalen Lernprogramm, Vernetzung von Neuem mit Bekanntem, Analogieschlüsse und Transfer anhand von Prinzipien der Wortbildung, Bilden von „Eselsbrücken“) nach den Erfordernissen des aktuellen Lernstoffs sowie der individuellen Lernbedürfnisse und Lernstile (z. B. Berücksichtigung verschiedener Sinneskanäle) an.
  • ordnen ihre Lernprozesse zunehmend selbständig mithilfe von Strategien der Arbeitsorganisation (z. B. Erstellen von Plänen mit realistischer Einteilung von Zeit, Arbeitsschritten und Arbeitspensen; Strukturierung von Prüfungsvorbereitungen).
  • wählen zur Sicherung und Präsentation von Arbeitsergebnissen zunehmend selbständig verschiedene Verfahren (z. B. Visualisierungstechniken unter Nutzung geeigneter digitaler Medien) aus.
  • wenden Strategien der Lern- und Selbstorganisation an, um offene Formen des Unterrichts (z. B. Freiarbeit, Lernzirkel, Wochenplanarbeit) mit größerer Selbständigkeit und Ausdauer für den eigenen Lernfortschritt zu nutzen.
  • leisten verantwortungsvoll ihren persönlichen Beitrag (z. B. durch konstruktive Kritik, wertschätzende Diskussionshaltung, auch beim Austausch auf digitalen Lernplattformen) zum Gelingen sozial-integrativer Arbeitsformen (z. B. Partnerarbeit, Gruppenarbeit, Projekte).