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PP12 Lernbereich 2: Persönlichkeit und Identität beschreiben, erklären und reflektieren Abschnitt zur PDF-Sammlung hinzufügen

Fachoberschule: Pädagogik/Psychologie 12 (S)

Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • erkennen und verdeutlichen Stabilität, Veränderbarkeit und Einzigartigkeit als zentrale Merkmale der Persönlichkeitspsychologie. Sie reflektieren in Bezug auf die eigene Persönlichkeit charakteristische Muster des Denkens, Fühlens und Handelns.
  • erfassen mithilfe der fünf Dimensionen („Big Five“) die Strukturen von Persönlichkeit, um deren Relevanz für das Erleben und Verhalten in verschiedenen Bereichen des Lebens zu deuten.
  • beschreiben und erklären „Persönlichkeit“ mithilfe der personenzentrierten Theorie und der sozialkognitiven Theorie. Ausgehend von der personenzentrierten Theorie sind sie sich darüber im Klaren, dass die Bildung des Selbstkonzepts in Zusammenhang mit Rückmeldungen durch Bezugspersonen sowie der Bewältigung von Erfahrungen steht und erkennen die Relevanz dieser Theorie für Erziehung, Beratung und Therapie. Sie reflektieren ihr eigenes Selbst und Selbstkonzept und leiten daraus Ziele für ihre eigene Lebensgestaltung ab. Auf der Grundlage der sozialkognitiven Theorie erkennen sie die Veränderbarkeit ihrer Selbstwirksamkeitserwartungen, um im Sinne der Selbstregulation eigenverantwortlich zu handeln.
  • verdeutlichen das Identitätsmodell nach Marcia anhand eines Bereichs der Identitätsentwicklung, um mögliche Chancen und Probleme in der eigenen Persönlichkeitsfindung zu erfassen.
  • reflektieren den Zusammenhang von Bewusstsein, Selbstreflexion und Identität, um die eigene Identitätsfindung als Konstruktion und Prozess von individuellen Entscheidungen zu verstehen.

Inhalte zu den Kompetenzen:

  • Begriff Persönlichkeitspsychologie, zentrale Merkmale des Begriffs Persönlichkeit (Stabilität, Veränderbarkeit, Einzigartigkeit)
  • Persönlichkeitsstruktur: Persönlichkeitseigenschaften und Verhaltensdispositionen („Big Five“ nach Costa, Mc Crae, Auszüge aus Persönlichkeitsinventaren)
  • personenzentrierte Theorie nach Rogers: Aktualisierungstendenz, Selbstaktualisierung, organismischer Bewertungsprozess, Bewertungsbedingungen, Selbst, Selbstkonzept (Real- und Idealselbst), Kongruenzen und Inkongruenzen (zwischen Selbstkonzept und Erfahrung sowie Ideal- und Realselbst), Wahrnehmungsverzerrung und Wahrnehmungsverleugnung, Selbstachtung
  • sozialkognitive Theorie nach Bandura: Überzeugungen, Selbstwirksamkeits-, Ergebnis- und Kompetenzerwartungen, Selbstregulation (Self-Evaluative- und Self-Efficacy-Mechanismen)
  • Identitätsfindung: Begriff Identität, Identitätsmodell nach Marcia (diffuse Identität, übernommene Identität, Moratorium, erarbeitete Identität) an einem Beispiel aus dem Jugendalter, wie z. B. sexuelle, ethnische oder berufliche Identität