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PP13 Lernbereich 4: Organisationen als Systeme von Menschen und Kontexten auf verschiedenen Ebenen begreifen und mitgestalten Abschnitt zur PDF-Sammlung hinzufügen

Fachoberschule: Pädagogik/Psychologie 13 (S)

Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • bestimmen den Gegenstand der Organisationspsychologie und den Begriff soziale Organisation und verdeutlichen dies an Beispielen.
  • bewerten Zielsetzungen dieser Organisationen mithilfe geeigneter Kriterien (wie Menschenbild, Effizienz, ökologischer und sozialer Vereinbarkeit, Gerechtigkeit u. Ä.) und reflektieren (z. B. als Mitglied einer Organisation) eigene Zielsetzungen.
  • setzen sich am Beispiel einer sozialen Organisation mit Kommunikations-, Führungs- und Entscheidungsstrukturen auseinander, um deren Auswirkungen auf das Individuum (Arbeitsmotivation, Gesundheit und Arbeitszufriedenheit) und die Gruppe (Gruppenklima, Teambildung und Teamentwicklung) zu verdeutlichen und zu bewerten. Auf dieser Grundlage analysieren sie Probleme, Defizite, Stärken und Ressourcen innerhalb dieser Organisation.
  • verdeutlichen einen wissenschaftlich fundierten Ansatz zur Beeinflussung von Organisationsprozessen und reflektieren diesen im Hinblick auf dessen Eignung zur Verbesserung von Kommunikationsprozessen.
  • vergleichen und bewerten zwei wissenschaftliche Konzepte der Organisationsentwicklung mithilfe geeigneter Kriterien (wie beispielsweise Plausibilität, Verwendbarkeit, ökonomischer Aufwand und Menschenbild) hinsichtlich deren Eignung zur Lösung einer konkreten Problemstellung.

Inhalte zu den Kompetenzen:

  • Begriffsbestimmungen: Organisationspsychologie und soziale Organisation
  • Merkmale von Organisationen: Zielbezogenheit, Mitarbeiterbezogenheit; Kommunikations- und Entscheidungsstrukturen
  • Formen von Kommunikations-, Führungs- und Entscheidungsstrukturen: Maß an Zentralisierung bzw. Dezentralisierung und der jeweils daraus resultierenden Zufriedenheit der Mitarbeiter und Betroffenen
  • Auswirkungen von Kommunikations-, Führungs- und Entscheidungsstrukturen auf das Individuum (z. B. Theorie von Herzberg) und die Gruppe (z. B. Kasseler Teampyramide)
  • ein Ansatz zur Beeinflussung von Organisationsprozessen und -strukturen, z. B. Supervision, Coaching, Evaluation, Teamentwicklung, Mitarbeitergespräch oder Organisationsmediation
  • Konzept der Organisationsentwicklung (Grid-Organization-Development nach Blake und Mouton): sechs Schritte (Grid-Laboratory-Seminar, Teamentwicklung, Intergruppenarbeit, Aufbau Idealmodell der Organisation, Realisierung des Ideals, Erfolgskontrolle)
  • Harvard-Konzept (Harvard Negotiation Project nach Ury et al.): positionsbezogenes und sachbezogenes Verhandeln, vier Grundprinzipien (Menschen und Probleme getrennt voneinander behandeln, auf Interessen, nicht auf Positionen konzentrieren, Entscheidungsmöglichkeiten, also Optionen zum beiderseitigen Vorteil entwickeln, neutrale Beurteilungskriterien anwenden)