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PP13 Lernbereich 2: Beeinträchtigten Menschen angemessen begegnen und sie unterstützen Abschnitt zur PDF-Sammlung hinzufügen

Fachoberschule: Pädagogik/Psychologie 13 (S)

Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • verdeutlichen Merkmale des Begriffes Behinderung an ausgewählten Beispielen. Sie unterscheiden die Begriffe Heil- und Sonderpädagogik und sind sich der Problematik dieser Begriffe bewusst.
  • hinterfragen die verschiedenen normenbezogenen Betrachtungsweisen von Behinderung und problematisieren diese an Beispielen aus dem privaten und beruflichen Alltag. Sie erläutern Stigmatisierungsprozesse und sind dadurch zu kritischer Reflexion in Bezug auf eine mögliche Stigmatisierung beeinträchtigter Menschen in unserer Gesellschaft fähig.
  • würdigen Inklusion als Beitrag wertorientierten heil- und sonderpädagogischen Handelns und erläutern Chancen und Risiken inklusiver Bildung für Menschen mit und ohne Behinderung.
  • erläutern unterschiedliche Ursachen von Schädigungen als Auslöser von Behinderungen und erkennen, welche Risikofaktoren individuell und sozial beeinflussbar sind.
  • sind mit Ursachen und Erscheinungsformen einer ausgewählten Behinderung vertraut, um in der Gesellschaft offener und sicherer mit beeinträchtigten Mitmenschen umzugehen.
  • entwickeln auf der Basis einer ökologischen Theorie ein Konzept zur Unterstützung von Menschen mit Behinderungen und zeigen dessen Umsetzung an konkreten Beispielen der pädagogischen Praxis auf.
  • analysieren die Unterschiede zwischen einem ökologischen Konzept und einem verhaltensorientierten Konzept, um diese in Bezug auf ausgewählte Kriterien miteinander zu vergleichen und zu bewerten.

Inhalte zu den Kompetenzen:

  • Begriffe: Heil- und Sonderpädagogik, Behinderung; Problematik der Begriffe Heil- und Sonderpädagogik
  • Problematisieren der Behinderung aus sozialwissenschaftlicher Sicht: Behinderung als Abweichung von Normen
  • Stigma, Stigmatisierung, Ausgrenzung und Schädigung der Identität nach Goffman
  • Begriff Inklusion
  • Chancen inklusiver Bildung nach Kobi, z. B. Steigerung des Lern- und Bildungsniveaus, Verbesserung der sozialen Kompetenzen, geringe Stigmatisierung und Diskriminierung, soziale Teilhabe u. a.
  • Risiken inklusiver Bildung nach Kobi, z. B. Gefahr der Außenseitersituation, Erschwerung des Kontaktes zwischen Schülern gleicher Beeinträchtigungen
  • Risiken und Schädigungen als Ursachen von Behinderung im Überblick
  • Arten von Behinderungen im Überblick
  • multifaktorielle Ursachen und Erscheinungsformen einer ausgewählten Behinderung, z. B. Lernbehinderung, Körperbehinderung, geistige Behinderung
  • zwei Unterstützungskonzepte: ein verhaltensorientiertes Konzept (auf der Grundlage des operanten Konditionierens) und ein ökologisches Konzept (Case Management nach Wendt)
  • Vergleich und Bewertung des ökologischen Konzeptes mit einem verhaltensorientierten Konzept (vgl. FOS 12.3) hinsichtlich verschiedener Kriterien: Menschenbild, Grundannahmen, Gegenstand, Anwendbarkeit, Wirksamkeit