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ExGe12/13 Lernbereich 5: Aktionskunst (optional) Abschnitt zur PDF-Sammlung hinzufügen

Fachoberschule: Experimentielles Gestalten 12 und/oder 13 (vertiefendes Wahlpflichtfach G)

Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • recherchieren zu wichtigen Künstlern und Künstlergruppen, die im Bereich Aktionskunst und Performance innovative und interdisziplinäre Ausdrucks- und Rezeptionsformen prägen. Im Zusammenhang mit kunstgeschichtlichen und gesellschaftlichen Kontexten interpretieren und diskutieren sie die jeweilige künstlerische Programmatik.
  • erproben in improvisierenden Übungen Bewegungs- und Ausdrucksmöglichkeiten des eigenen Körpers. In Interaktionen mit Mitspielern erweitern sie das Ausdrucksspektrum und beziehen dabei mitunter Objekte, Licht, Klang, Sprache oder audiovisuelle Medien als Gestaltungsmittel ein.
  • planen Choreografien für Performances und verwandte Darstellungsformen. In Bezug auf ein Rahmenthema klären sie in zeichnerischen, fotografischen oder schriftlichen Konzepten die inhaltlichen, räumlichen und zeitlichen Bedingungen sowie sonstige Parameter der Inszenierung, z. B. technische Mittel, Beleuchtung.
  • übersetzen individuelle, soziale und kulturelle Erfahrungen, Beobachtungen oder Konflikte in eine bildhaft-ästhetische oder auch symbolische Sprache. Einer erstrebten Aussage nähern sie sich durch die Verdichtung der Ausdrucksmittel an.
  • bestimmen eigenverantwortlich Ort, Zeit und Durchführungsrahmen einer Performance oder Aktion. Sie reflektieren unmittelbar den Aktions- oder Aufführungsverlauf und beziehen dabei im Besonderen Reaktionen von Mitwirkenden und Publikum mit ein und entscheiden sich für eine adäquate Form der Dokumentation.

Inhalte zu den Kompetenzen:

  • Stile, z. B. Dada, Bauhausbühne (Triadisches Ballett), Happening und Fluxus, Performancebewegung der 1970er-Jahre (Allan Kaprow, Joseph Beuys, Marina Abramović)
  • verwandte Genres, z. B. modernes Tanztheater (Pina Bausch), experimentelle Musikaufführungen (John Cage)
  • elementare Übungen zu bewusster Körper- und Raumwahrnehmung und sprachlicher Artikulation, z. B. lebende Kunstwerke, Pantomime, Improvisationstheater, Flashmob
  • Performanceformen, z. B. Zeichen- oder Malperformances, multimediale Performance, partizipative Aktionsformen
  • konzeptionelle Vorarbeiten, z. B. Portfolio, grafische Partitur, Projektzeichnungen, Storyboard, Moodboard
  • Dokumentationsmöglichkeiten, z. B. zeichnerische, fotografische, filmische Dokumentation, schriftliches Resümee, Ausstellung mit Dokumentationsmaterial und Aktionsrelikten