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S7 4.6 Sich auf Eis und Schnee bewegen / Wintersport Abschnitt zur PDF-Sammlung hinzufügen

Förderschule: Sport 7

Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • kontrollieren Gleichgewicht und Geschwindigkeit durch Ausnutzung des Schnee-/Eiswiderstands bei zunehmend rhythmischer Fahrweise mit mindestens einem Gleitgerät.
  • bewältigen die Herausforderungen unterschiedlicher Gelände- und Schneebeschaffenheiten mithilfe von Fahr- und Bremstechniken und zeigen dabei Mut und Selbsteinschätzungsvermögen.
  • zeigen eine ökonomische und zielgerichtete Fahrweise in ständig wechselnden Situationen durch die vermehrte Ausnutzung der Bewegungsspielräume bezüglich Timing, Umfang, Richtung und Dynamik.
  • bewegen sich sicher und gewandt auf Schnee und Eis durch die Nutzung äußerer Kräfte und den Einsatz ihrer koordinativen Fähigkeiten bei zunehmender Bewegungsbereitschaft.
  • fahren geländeangepasst unter Ausnutzung von Geländeformen für die Gestaltung der eigenen Spuranlage, die zunehmend auch als Ausdruck individueller persönlicher Fahrfreude gestaltet und variiert wird.
  • verhalten sich stets sicherheits- und umweltbewusst, um für sich und andere Gefahren zu vermeiden und die Umwelt zu schonen.
  • gestalten mit Freude kreativ und ausdauernd ihre Bewegungen in der winterlichen Natur.

Inhalte zu den Kompetenzen:

  • Gleiten auf Schnee und Eis, z. B.
    Ski Alpin: Rollerfahren, Beidbeingleiten mit Zusatzaufgaben, Einbeingleiten
    Snowboard: Rollerfahren, Gleiten mit Zusatzaufgaben
    Langlauf: je nach Ausrüstung Grundelemente der klassischen Technik wie Diagonalschritt, Doppelstockschub oder Grundelemente der Skatingtechnik wie Schlittschuhschritt, Diagonalskating, 1-2-Technik, 1-1-Technik
    Eislauf: rhythmisches Vor- und Rückwärtslaufen
  • Bremsen und Anhalten, z. B.
    Ski Alpin: Bremspflug, Seitrutschen, Stoppschwung, Notsturz
    Snowboard: Seitrutschen, Stoppschwung, Kurve bergwärts, Notsturz
    Langlauf: Bremspflug, Bogentreten, Stoppschwung, Notsturz
    Eislauf: Bremspflug, Hockeystopp
    Rodeln: ohne/mit Anheben des Rodels
  • kleine und große Richtungsänderungen verbunden zu einer flüssigen (Ab-)Fahrt, z. B.
    Ski Alpin: Bogentreten, Pflugkurven, Kurvenfahren in paralleler Skistellung
    Snowboard: Kurvenfahren mit Vorausdrehen, Frontsidekurve, Backsidekurve
    Langlauf: sicheres Abfahren in der Loipe, Bogentreten
    Eislauf: Kanadierbogen, Übersetzen
    Rodeln: Fuß-/Handlenkung
  • Auf- und Abkanten, Körperschwerpunktverlagerungen, Drehbewegungen, z. B.
    Ski Alpin / Snowboard: Knie-/Ganzkörperkippen, Belastungswechsel nach vorne zum Kurvenwechsel, Ganzkörperdrehen
    Langlauf: Abstoßen, Belastungswechsel, Gleiten
  • Verfeinerung des Kurvenfahrens, z. B.
    Ski Alpin: Stockeinsatz, Ausgleichsbewegung des Oberkörpers, Anpassung der Kurvenlage
    Snowboard: Kurvenfahren mit Beugen der Beine, Kurvenfahren mit Strecken der Beine
  • Koordinative Fahrformen, z. B.
    Ski Alpin: Einbeinfahren, Fahren vorgegebener Spuren, Verschmelzen von Kurven
    Snowboard: Fahren vorgegebener Spuren, Verschmelzen von Kurven, erste Freestyle-Elemente
    Langlauf: Ausweichen von Hindernissen, Technikwechsel, z. B. Wechsel von 1-2 auf 1-1
    Eislauf: Drehungen
  • situative, sichere Fahrweise, z. B.
    Ski Alpin / Snowboard: Fahren mit ausgeprägtem Kanteneinsatz, Einhalten von Sicherheitsabständen, Schattenfahren, Synchronfahren, Bremswegschätzübungen, Kleine Spiele
  • kreative Spuranlage, z. B.
    Ski Alpin / Snowboard: Befahren von Mulden, Kanten und Buckeln, kleine Sprünge, Drehungen, Fahrsinnwechsel
  • kooperative Fahrformen, z. B.
    Ski Alpin / Snowboard: Partneraufgaben, gemeinsame Gestaltung von Formationen
  • Sicherheitsregeln und verantwortungsbewusstes Verhalten (z. B. FIS-Regeln, situative Anpassung der Fahrweise)
  • sicheres Verhalten im alpinen Gelände (z. B. Nutzung des gesicherten Pistenraums, Lawinenlagebericht, Vermeidung alpiner Gefahren)
  • Erlebnisse in Natur und Schnee (z. B. durch Spiele im Schnee, intensive sportliche Bewegung beim Zurücklegen längerer Strecken, Orientierungsspiele in winterlicher Umgebung)
  • Zusammenhang von Sport, Freizeitgestaltung, Natur und Nachhaltiger Entwicklung in Wintersportregionen
Für den Förderschwerpunkt Sehen

Inhalte zu den Kompetenzen:

  • vielfältige Übungen zur Schulung des dynamischen Gleichgewichts als Vorbereitung, z. B. Pedalo, Balancieren, Skateboard
  • bei Bedarf Begleitung durch einen sehenden Partner bei allen Wintersportaktivitäten (z. B. speziell ausgebildete Skilehrkraft), genaue, verbale Ankündigungen und Kommandos zu Geländebeschaffenheit, Richtungsangaben durch Zurufe, per Funkkopfhörer
  • Grunderfahrungen im Gleiten auf Schnee und Eis, z. B.
    Ski Alpin: Vermittlung von Grundfertigkeiten mithilfe von z. B. Bigfoot und Carvingski
    Langlauf: je nach Ausrüstung Grundelemente der klassischen Technik, wie erste Gleiterfahrungen, Belastung, Grätenschritte zum Aufsteigen, Halbseitenpflug zum Bremsen, Ankündigen von Gefällen, Steigungen, Kurven
    Eislauf: mit sehender Begleitung (Kontakt durch Hand, Band, verbale Anweisung bei Tempoänderung und Kurven)
  • kleine und große Richtungsänderungen verbunden zu einer flüssigen (Ab-)Fahrt, z. B.
    Langlauf: bei Abfahrt und in Kurven einen Skier leicht nach vorne schieben zur Abklärung der weiteren Geländebeschaffenheit
    Eislauf: Kurven ankündigen, Verfeinerung des Kurvenfahrens
    Ski Alpin: Vermeiden von Schrägfahrten zwischen den Kurven
  • koordinative Fahrformen, z. B.
    Snowboard: ggf. Verzicht auf erste Freestyle-Elemente
    Eislauf: ggf. Verzicht auf Drehungen
  • situative, sichere Fahrweise, z. B.
    Ski Alpin/Snowboard: ggf. Verzicht auf Schattenfahren, Synchronfahren, Bremswegschätzübungen
  • ggf. Verzicht auf kreative Spuranlage
  • alternative Fahrformen, z. B. Tandem-Snowboarden
  • Förderung der Begriffsbildung, korrekte Begrifflichkeiten, bildhafte Sprache der Skilehrkraft, verbale Korrekturen