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ER11 Lernbereich 2: Woran dein Herz hängt – Sinnfrage und Gottesfrage (ca. 18 Std.) Abschnitt zur PDF-Sammlung hinzufügen

Gymnasium: Evangelische Religionslehre 11

Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • artikulieren Fragen nach Sinn und Grund des Lebens und identifizieren Sinnfragen und ‑angebote in Kultur und Gesellschaft.
  • beziehen die Frage nach Sinn und Lebensorientierung auf die Frage nach Gott und reflektieren Veränderungen von Gottesvorstellungen im (eigenen) Lebenslauf.
  • beschreiben die Beziehung zwischen Gott und Mensch in exemplarischen biblischen Traditionen und leiten daraus Grundelemente biblischen Gottesverständnisses ab.
  • reflektieren das Verhältnis von Allmacht und Liebe Gottes in christlicher Rede von Gott und erörtern Konsequenzen für menschliches Selbstverständnis.
  • formulieren die Theodizeefrage präzise, beziehen sie auf eigene und gesellschaftliche Erfahrungen und erörtern philosophische und theologische Antwortversuche.
  • erklären in Grundzügen die Bedeutung eines trinitarischen Gottesglaubens (im Sinne des Apostolischen Glaubensbekenntnisses) und bringen das darin ausgedrückte Verständnis von Gott und Wirklichkeit ins Gespräch mit anderen Vorstellungen.
  • setzen sich mit einer Position des philosophischen Atheismus aus christlicher Sicht auseinander und vertreten begründet einen Standpunkt.

Inhalte zu den Kompetenzen:

  • Situationen, in denen sich Fragen nach Sinn und Transzendenz stellen; Sinnfragen und -angebote z. B. in Kunst, Musik, Literatur, Filmen, Werbung
  • die Frage nach Gott als existenzielle Frage, z. B. „woran dein Herz hängt“ (Luther), wovon der Mensch „schlechthin abhängt“ (Schleiermacher); als lebensbegleitende Frage, dazu ggf. Einsichten aus Entwicklungspsychologie oder Religionspsychologie
  • die Beziehung Gottes zu den Menschen in der Bibel: grundlegende Merkmale, z. B. Gott als Schöpfer, Befreier, Wegbegleiter, Richter, seine Unverfügbarkeit und Nähe, Menschwerdung, Passion und Auferstehung
  • das Verhältnis von Allmacht und Liebe Gottes in Beispielen christlicher Theologie: bei Martin Luther und in moderner Theologie
  • die Theodizeefrage: Anlässe, Definition, Antwortversuche (z. B. Hiob, Leibniz, Theologie nach Auschwitz)
  • Trinität als Wesensmerkmal christlichen Verständnisses von Gott und Wirklichkeit: Deutungen wie Gott in Bewegung, Gott als Liebe; trinitarisches Gottesverständnis im Gespräch mit anderen religiösen Vorstellungen, z. B. aus Islam oder Judentum; ggf. als kritische Infragestellung von geschlossenen Sinnkonzepten
  • philosophischer Atheismus: die Projektionstheorie Feuerbachs, ggf. eine weitere Position, z. B. Marx oder Nietzsche