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G12 1.2: „Nation“ zwischen Identifikationsmuster und Konfliktpotenzial (ca. 10 Std.) Abschnitt zur PDF-Sammlung hinzufügen

Gymnasium: Geschichte 12

Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • erkennen am Beispiel des deutsch-französischen Verhältnisses die Bedeutung und Problematik des Nationalismus für die Geschichte Europas im 19. und 20. Jh. Sie nutzen ihre Erkenntnisse für die Orientierung in Geschichte und Gegenwart, um z. B. einen eigenen Standpunkt zum Begriff „Nation“ im Spannungsfeld zwischen Identifikationsmuster und Konfliktpotenzial zu vertreten.
  • analysieren Geschichtskarten und komplexe Quellen mit Konzentration auf die Jahre 1848/49 und 1871, um zentrale Probleme der deutschen Nationalstaatsbildung, wie die verspätete Nationalstaatsgründung, in schlüssigen Argumentationen zu erörtern.
  • verfassen zu Auswirkungen nationaler Selbst- und Fremdbilder auf das deutsch-französische Verhältnis komplexe Narrationen und diskutieren dabei anhand aktueller Problemstellungen Strategien für ein friedliches Miteinander in Europa.
  • diskutieren den Stellenwert der deutsch-französischen Verständigung für den europäischen Integrationsprozess auch in Hinblick auf gegenwärtige Fragestellungen.
  • wenden zentrale Daten und Begriffe sicher und reflektiert an und verknüpfen sie mit neuen Kontexten. Einen besonderen Stellenwert haben dabei folgende Grundlegende Daten und Begriffe: 1789 Beginn der Französischen Revolution, 1806 Ende des Heiligen Römischen Reichs, 1848/49 Revolution in Deutschland, 1871 Reichsgründung,1914-18 Erster Weltkrieg, 1963 deutsch-französischer Freundschaftsvertrag, 1992 Vertrag von Maastricht; Bürgertum, Nation, Nationalismus, Liberalismus, Deutscher Bund, Deutsches Kaiserreich, Vertrag von Versailles, Europäische Integration.

Inhalte zu den Kompetenzen:

  • gegensätzliche Nationsvorstellungen in Deutschland und Frankreich im Zeitalter der Französischen Revolution: „Staatsnation“ und „Kulturnation“
  • Probleme der Nationalstaatsbildung am Beispiel der deutschen Einigung im 19. Jahrhundert: Gebietsfragen, Dualismus zwischen Preußen und Österreich, Staatsform (u. a. Föderalismus vs. Zentralismus), Reichsgründung von oben
  • nationale Fremd- und Selbstbilder: Funktion und Wirkung am Beispiel des deutsch-französischen Verhältnisses im 19. und der ersten Hälfte des 20. Jh.
  • Überwindung nationalistischer Konfrontation im Zuge der europäischen Einigung nach 1945: Europaidee als gemeinsames Streben nach Frieden, Freiheit und Wohlstand; Bedeutung der deutsch-französischen Verständigung für den Integrationsprozess bis 1992