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Gr12 1.3: Platon, Politeia – die Suche nach der Gerechtigkeit Abschnitt zur PDF-Sammlung hinzufügen

Gymnasium: Griechisch 12

Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • übersetzen Originaltexte aus Platons Politeia.
  • arbeiten Gliederung, Gedankenführung und zentrale Aussagen von Originaltexten aus der Politeia heraus.
  • erkennen und benennen sprachliche und stilistische Gestaltungsmerkmale von Originaltexten aus der Politeia als einem philosophischen Dialog und erläutern das Zusammenspiel von Textform (dialektisches Gespräch: u. a. Häufung der 1. und 2. Person, formelhafte Wendungen, verkürzte Sätze) und Inhalt für die Gesamtaussage der entsprechenden Textpassage.
  • geben überblickshaft den Inhalt der Politeia wieder und erläutern den Aufbau des Werkes.
  • beschreiben die Politeia als ein philosophisches Werk, in dem sich u. a. Platons Vorstellungen von Staatstheorie, Pädagogik, Psychologie und Philosophie miteinander verbinden.
  • beschreiben den Zusammenhang zwischen wichtigen biografischen Ereignissen im Leben Platons (u. a. Zeit der 30 Tyrannen, Prozess und Tod des Sokrates, Aufenthalte auf Sizilien) und seinen staatsphilosophischen Überlegungen.
  • erklären Platons Konzept von Gerechtigkeit als einer gemeinsamen Eigenschaft von Staat und Individuum.
  • stellen wesentliche Entwicklungsstufen (u. a. Ursache der Staatsgründung, auch im Vergleich zu Aristoteles, Politika) und Merkmale (u. a. Arbeitsteilung) des Staatsmodells zusammen.
  • erfassen unterschiedliche Begabung und Ausbildung der Menschen als Voraussetzungen für die Zuordnung zu einzelnen Ständen im platonischen Staatsmodell und nehmen Stellung zu diesem Konzept.
  • beschreiben Platons Auffassung von Gerechtigkeit als Akzeptanz der jeweils eigenen Position im Staat und vergleichen damit moderne Konzepte von Gerechtigkeit.
  • erklären die analoge Zuordnung der Kardinaltugenden zu den drei Ständen und den drei Seelenteilen.
  • arbeiten aus der Politeia den utopischen Charakter des platonischen Staatsmodells (u. a. Philosophenkönige als Lenker idealer Staaten) heraus, geben kritische Gegenpositionen wieder und nehmen selbst Stellung zu diesem Modell.
  • belegen die Bedeutung der Ideenlehre als philosophische Grundlage des platonischen Idealstaates.
  • arbeiten aus der Politeia die Grundzüge und die zentralen Begriffe der Ideenlehre heraus.
  • beschreiben Inhalt und Aufbau des Höhlengleichnisses, interpretieren die Darstellung als Erkenntnisweg des Philosophen bis zur Schau der Ideen und arbeiten die erkenntnistheoretische Position Platons und den Dualismus seiner Weltsicht heraus.
  • vergleichen die Erkenntnisse aus der Ideenlehre (u. a. absolute Werte, Idee des Guten, dualistische Weltsicht) mit Positionen sophistischen Denkens (u. a. Relativismus, Subjektivismus).
  • untersuchen an ausgewählten Rezeptionsdokumenten die Wirkung der platonischen Philosophie (u. a. Staatstheorie) und weisen dabei exemplarisch den Einfluss der griechischen Antike auf die europäische Kultur- und Geistesgeschichte nach.