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Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung München

B10 Lernbereich 2: Genetik (ca. 20 Std.) Abschnitt zur PDF-Sammlung hinzufügen

Realschule: Biologie 10

Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • beschreiben den Aufbau von Transport- und Arbeitsform der Erbsubstanz und deren strukturellen Zusammenhang. Damit erlangen sie eine Vorstellung über die Organisation der Erbsubstanz und die Funktion der Transport- bzw. Arbeitsform.
  • nutzen Modelle oder Modellvorstellungen, um einerseits den Aufbau der DNA, andererseits ihre Replikation als selbsterhaltendes System darzustellen.
  • charakterisieren mithilfe von einfachen Modellvorstellungen den Aufbau von Proteinen und legen deren Bedeutung als Wirk- und Bausubstanzen im Organismus dar.
  • weisen den Zusammenhang zwischen einem Gen und einem Protein aus, indem sie wesentliche Schritte der Proteinbiosynthese darstellen. Dadurch gewinnen sie Einblicke in ein natürliches Codierungs- und universelles Produktionssystem.
  • veranschaulichen (z. B. anhand von Originalen, Abbildungen oder Modellen) den Ablauf der Mitose und begründen deren Bedeutung für die Wachstums- und Reparaturvorgänge.
  • unterscheiden den Ablauf der Mitose von der Meiose und verdeutlichen die Bedeutung der Keimzellenentwicklung für die Fortpflanzung und die Variabilität von Merkmalen.
  • leiten mögliche Auswirkungen somatischer Mutationen innerhalb eines Gens ab, um über mögliche Folgen von Mutagenen zu reflektieren und diese im Sinne der Gesunderhaltung des eigenen Körpers zu meiden.
  • erläutern an Beispielen Ursachen, Symptome und Therapiemöglichkeiten von erblich bedingten Krankheiten, die durch Mutationen in Keimzellen ausgelöst und weitervererbt werden, um zum einen einen natürlichen Umgang mit Betroffenen zu ermöglichen und zum anderen kompetent über ethisch-moralische Aspekte zu diskutieren.
  • grenzen Mutationen gegen Modifikationen ab und ordnen ausgewählten Merkmalen wissenschaftlich erwiesene angeborene und erworbene Anteile zu, um Merkmale im Zusammenhang von Vererbbarkeit und Anpassung zu interpretieren.
  • stellen auf Grundlage der Mendelschen Regeln mithilfe von Symbolen Erbgänge auf und wenden diese in Stammbaumanalysen an, um Chancen in der Züchtung einerseits und das Risiko der Vererbung einer Krankheit andererseits abzuschätzen.
  • legen Chancen und Risiken gentechnischer Verfahren dar, wodurch sie mit fundierten sachlichen Argumenten deren Einsatz befürworten oder ablehnen. Sie nehmen an der gesellschaftlichen Bewertung mit Verantwortung teil.

Inhalte zu den Kompetenzen:

  • Aufbau von DNA, Arbeits- und Transportform; Bedeutung als Träger der Erbinformation
  • Karyogramm des Menschen
  • Gen und intergenische Bereiche, genetischer Code, Proteinbiosynthese im Überblick
  • Zellzyklus: Replikation, Mitose, Ablauf und Bedeutung
  • Meiose: Ablauf und Bedeutung
  • Vererbungsregeln nach Mendel
  • Vererbung beim Menschen: erblich bedingte Krankheiten und Stammbaumanalyse
  • Modifikation und Mutation; ausgewählte Beispiele zu somatischen Mutationen und Keimbahnmutationen: Ursachen, Folgen und Therapiemöglichkeiten
  • gentechnische Verfahren (z. B. gentechnisch veränderte Organismen, Klonen, Polymerase-Kettenreaktion, Gentests)
  • Bedeutung von Stammzellen
  • Züchtung: Möglichkeiten und Grenzen