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Sow7 Lernbereich 2: Sekundärsozialisation in der Schule (ca. 30 Std.) Abschnitt zur PDF-Sammlung hinzufügen

Realschule: Sozialwesen 7

Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • analysieren u. a. durch Beobachtung und anhand von Fallbeispielen die verschiedenen Gruppen, Rollen und Positionen innerhalb einer Schulgemeinschaft, um ihre eigene Position reflektieren und das Gemeinschaftsgefüge besser verstehen zu können.
  • erfassen Normen als Rahmenbedingung für ein erfolgreiches Lernen und ein positives Schul- und Klassenklima, indem sie die Notwendigkeit der Einhaltung von Regeln und deren Durchsetzung in der Schulgemeinschaft anerkennen und diese Regeln in ihrem Schulalltag umsetzen.
  • erkunden ihr persönliches Lernverhalten (z. B. in Selbsttests), indem sie ihr Wissen über lernpsychologische Grundlagen (verschiedene Arten des Lernens, Lerntypen) anwenden, um Strategien für die Steuerung ihres persönlichen Lernverhaltens zu entwickeln.
  • erkennen u. a. im Vergleich mit Entwicklungsländern bestehende Gemeinsamkeiten und Unterschiede in den Bildungssystemen (z. B. Recht auf Bildung, freie Wahl der Ausbildung) und lernen dabei ihre eigenen Bildungs- und Zukunftsmöglichkeiten wertzuschätzen.
  • analysieren das Berufsbild des/der Schulpsychologen/Schulpsychologin, der/die bei Bedarf alle Mitglieder der Schulgemeinschaft (Schüler, Eltern, Lehrer) berät und unterstützt. Dabei erkennen sie, dass sie in Krisensituationen auch für sich selbst Hilfsangebote (z. B. schulpsychologische Betreuung) in Anspruch nehmen können.
  • wenden die Grundlegenden Begriffe Gruppe (formelle Gruppe, informelle Gruppe, Großgruppe, Kleingruppe), Klassenklima, Normen, Sanktion, Sekundärgruppe, Sekundäre Sozialisation, Werte und die rechtlichen Bestimmungen aus der Bayerischen Schulordnung (§ 8-10, 12, 17 BaySchO), der Bayerischen Verfassung (Art. 129–131 BV) und der Hausordnung ihrer Schule im sozialwissenschaftlichen Kontext sicher an.

Inhalte zu den Kompetenzen:

  • Gruppen in der Schule: Arten (Sekundärgruppen, formelle und informelle Gruppen, Groß- und Kleingruppen), Rollen (formelle und informelle Rollen), gruppendynamische Phasen (nach Tuckman), Möglichkeiten der Mitbestimmung (§ 8-10, 12, 17 BaySchO)
  • grundlegende Normen und Werte im schulischen Zusammenleben: Kann-, Soll- und Muss-Normen (Art. 129–131 BV, Hausordnung der Schule), Ursprung und Notwendigkeit von Regeln; Wechselwirkung von Werten, Normen und Sanktionen (positiv und negativ); Klassenklima, Schule als sekundäre Sozialisationsinstanz (nach Döbert)
  • lernpsychologische Grundlagen für eine erfolgreiche schulische Sozialisation: kognitive Entwicklung (nach Piaget), klassisches Konditionieren (nach Pawlow), Lernen am Modell (nach Bandura), operante Konditionierung (nach Skinner); unterschiedliche Lerntypen (visuell, auditiv, haptisch, Mischformen), Arten und Bedeutung der Motivation (intrinsisch, extrinsisch)
  • Schule und Bildung in anderen Ländern: Stellenwert und Bedeutung der Schulbildung, Schul- und Lernbedingungen
  • schulunterstützender Beruf (schulische und persönliche Voraussetzungen, Einsatz-/Tätigkeitsbereiche): Schulpsychologe/Schulpsychologin