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Islamischer Unterricht M7

IU7 Lernbereich 1: Miteinander leben – Hilfsbereitschaft entwickeln
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • nehmen ihre eigenen Schwächen und Stärken und die der anderen als eine Bereicherung und Chance für neue Wege wahr.
  • erkennen die Bedürfnisse anderer Menschen und handeln bei Bedarf angemessen.
  • entdecken in Korantexten und Erzählungen Gebote, Werte und Normen des Engagements für Bedürftige und diskutieren über die Umsetzungsmöglichkeiten in der Gegenwart.
Inhalte zu den Kompetenzen:
  • Schwächen und Stärken als Bereicherung und Chance
  • Menschen, die Hilfe brauchen, z. B. Menschen mit Behinderung, alte Menschen, arme Menschen, Kinder, Minderheiten
  • angemessenes Verhalten angesichts von Bedürfnissen anderer, z. B. Hilfe, Vergebung, Geduld für sich und andere, Selbstkontrolle, islamische Tugendhaftigkeit
  • Möglichkeiten zur Unterstützung, z. B. Pflichtabgabe und Opferfest: Benefiz-Lauf, Spenden sammeln, Flohmarkt, Bazar, Lernpatenschaften, Hausaufgabenhilfe, Anteilnahme, Trost, lokale und internationale Hilfsorganisationen

IU7 Lernbereich 2: Religiöses Leben – Fasten erklären
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • beschreiben mithilfe von Koranversen und Hadithen die Regeln und die Bedeutung des Fastens im Monat Ramadan für Musliminnen und Muslime.
  • nehmen die Bedeutung besonderer Tage und Nächte des islamischen Kalenders für Musliminnen und Muslime wahr.
  • vergleichen das Fasten in unterschiedlichen Religionen.
  • unterscheiden zwischen dem gregorianischen Kalender und dem islamischen Kalender.
Inhalte zu den Kompetenzen:
  • Regeln und Bedeutung des Fastens, z. B. K 2:183-186
  • Besonderheiten im Monat Ramadan
  • Ramadan, die Nacht der Bestimmung
  • Fastenzeit und Fastengebote in anderen Religionen, z. B. Judentum, Christentum, Hinduismus, Buddhismus
  • gregorianischer Kalender und islamischer Kalender

IU7 Lernbereich 3: Glaubenslehre des Islams – Offenbarungen kennen
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • benennen die vier im Koran erwähnten heiligen Schriften, die jeweiligen Propheten und Religionen, ordnen diese einander richtig zu, wobei sie den Propheten Ibrāhīm (Abraham) als Stammvater von Judentum, Christentum und Islam verstehen.
  • vergleichen die heiligen Schriften, wobei sie Gemeinsamkeiten und Unterschiede erläutern.
  • begründen und beschreiben den für Musliminnen und Muslime angemessenen Umgang mit dem Koran.
Inhalte zu den Kompetenzen:
  • Heilige Schriften, Propheten, Religionen: Tora – Moses (Mūsā) – Judentum, Evangelium (Indschīl) – Jesus (Īsā) – Christentum, Koran – Muhammad – Islam, z. B. K 4:136
  • Gemeinsamkeiten und Unterschiede, z. B. abrahamitische Religionen, Offenbarungsbücher, Gebote und Verbote, Gleichnisse, Offenbarungsorte, -zeiträume und -sprachen, Völker, Prophetengeschichten, z. B. Parallelen von Jonas (Yūnus), Josef (Yūsuf)
  • Koran als Bestätigung der vorangegangenen heiligen Schriften und letztes Offenbarungsbuch als Wort Gottes für Musliminnen und Muslime
  • für Musliminnen und Muslime angemessener Umgang mit dem Koran, z. B. körperliche und rituelle Reinheit, gute Absicht, umsichtige Handhabung, z. B. K 7:204

IU7 Lernbereich 4: Propheten – Orientierung gewinnen
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • erklären die muslimische Sichtweise auf die Botschaften der Gesandten Gottes an die Menschen.
  • entwickeln aus der Sicht von Musliminnen und Muslimen Möglichkeiten für die aktuelle Umsetzung von prophetischen Botschaften im Koran.
  • erkennen, dass die Botschaften des Propheten Muhammads und des Korans für Musliminnen und Muslime handlungsleitende Impulse haben.
Inhalte zu den Kompetenzen:
  • Botschaften der Gesandten, z. B. Toleranz, Respekt, Orientierung an guten und vernünftigen Zielen
  • Themen in der Gegenwart, z. B. Umweltschutz, Klimaschutz, Verschwendung, Nachhaltigkeit und Ressourcen, Verantwortung für die Schöpfung, Fremdenfeindlichkeit, Arbeitslosigkeit
  • Muhammads Botschaft, z. B. Eingeständnis der Schuld vor Gott, Wiedergutmachung angerichteten Schadens, Nachsicht anderen gegenüber, z. B. K 80:1-10, K 16:82

IU7 Lernbereich 5: Muhammads Leben und Wirken – Konflikte lösen
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • beschreiben die multireligiöse Gemeinschaft von Medina und stellen sie als Vorbild für ein friedliches Zusammenleben dar.
  • reflektieren über den Begriff „Umma“ und erklären die Tatsache, dass damals auch Nichtmusliminnen und Nichtmuslime ein Teil der Gemeinschaft waren.
  • Die Schülerinnen und Schüler differenzieren zwischen der politischen und der gemeinschaftlich-solidarischen Dimension.
  • erläutern die große Auswanderung (Hidschra) Muhammads von Mekka nach Medina in Grundzügen.
  • beschreiben Probleme in der medinensischen Gesellschaft und bewerten die Rolle Muhammads als Streitschlichter.
  • diskutieren darüber, wie Konflikte zwischen verschiedenen Parteien geregelt werden können, und erkennen, dass eine gewaltlose Lösung durch Beratung auch eine religiöse Pflicht darstellt.
Inhalte zu den Kompetenzen:
  • Ursachen, Ablauf und Folgen der Auswanderung (Hidschra) nach Medina 622 n. Chr., Yathrib/Medina, Beginn der islamischen Zeitrechnung
  • Gesellschaftsstruktur in Medina: rivalisierende Stämme (z. B. Aūs und Chasradsch), jüdische Sippen, al-Ansār (medinensische Muslime, Helfer), Muhādschirun (Auswanderer), Gemeindeordnung von Medina, Anerkennung der Religion der „Anderen“, Aufbau des ersten islamischen Gemein- und Staatswesens, medinensische Umma
  • Lösung von Konflikten, z. B. Streitschlichter, Klassenrat; Beratung als religiöse Pflicht
  • Vertrag von Medina

IU7 Lernbereich 6: Koran und Schrifttradition – Überlieferungen nachgehen
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • erschließen anhand ausgewählter Textstellen zentrale Themen und Textarten des Korans.
  • berichten über ausgewählte Hadith-Sammlungen.
  • erläutern die Bedeutung des Überlieferungswegs für die Hadithe.
Inhalte zu den Kompetenzen:
  • zentrale Themen und Textarten des Korans, z. B. Gleichnisse, Schwüre, Erzählungen
  • Hadith-Sammlungen, u. a. Sahīh Bukhari, Sahīh Muslim, Sammlung Maliks, Nisais Sammlung
  • Aufbau: Überlieferer (isnād), Text (matn); Bedeutung des Überlieferungswegs: Aufteilung der Hadithe in drei Kategorien entsprechend der Vollständigkeit der Überlieferungskette und der Zuverlässigkeit der Gewährsleute: sahīh (echt, authentisch), hasan (gut, aber nicht einwandfrei zuverlässig), daīf (schwach, bedenklich)

IU7 Lernbereich 7: Geschichte und Geographie des Islams – Kulturelle Bereicherung schätzen
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • beschreiben die wissenschaftlichen und kulturellen Errungenschaften in der islamischen Welt des Mittelalters.
  • vergleichen das Verhältnis von Religion und Wissenschaft im islamischen Kulturkreis und in Europa während des Mittelalters.
  • erläutern die Auswirkungen der Errungenschaften auf das Abendland.
  • reflektieren unter Einsatz angemessener Terminologie darüber, wie heute der Austausch zwischen Religionen und Kulturen stattfinden kann.
Inhalte zu den Kompetenzen:
  • Ziele und Anliegen, z. B. Friede und Wertschätzung des Anderen als Voraussetzung für kulturelle Bereicherung
  • Mathematik, z. B. Algebra, arabische Zahlen, Geometrie, Medizin, z. B. Blutkreislauf, Ärzteausbildung, Organfunktionen, Mechanik, z. B. Windmühlen, Wassermühlen, Springbrunnen, Seefahrt, z. B. Kartographie, Astronomie, Astrolabium, Chemie, z. B. Destillation, Namen chemischer Elemente, Lehnworte, z. B. Safari, Alkohol, Sofa, Orte des Wissenstransfers, u. a. Toledo, Cordoba, Venedig, Jerusalem, Bagdad
  • Auswirkungen auf das Abendland, z. B. medizinische Heilung und verbesserte Behandlungsmöglichkeiten, arabische Zahlen, Erfindung der Zahl 0, preiswertes Schreibmaterial für breitere Bevölkerungsschichten infolge der Ausweitung der Papierherstellung
  • Orte interkulturellen und interreligiösen Dialogs in Europa in Geschichte und Gegenwart, z. B. Berlin, Cordoba, Istanbul, Sarajewo

IU7 Lernbereich 8: Religionen und Weltanschauungen – Christentum verstehen
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • geben wesentliche Glaubensinhalte des Christentums wieder und kennen christliche Konfessionen.
  • beschreiben Wesentliches aus dem Leben und Wirken Jesu, z. B. seinen Umgang mit Armen und Schwachen in der Gesellschaft und reflektieren den heutigen Umgang mit solchen Menschen.
  • verstehen die Bedeutung des Evangeliums im Christentum als „gute Nachricht“ oder „frohe Botschaft“.
  • erklären wesentliche Unterschiede zwischen Altem und Neuem Testament.
  • vergleichen ausgewählte Stellen über Jesus in der Bibel und im Koran.
  • nehmen das Kirchengebäude als christliches Gotteshaus wahr und beschreiben die Aufgaben von ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einer Kirche.
Inhalte zu den Kompetenzen:
  • Glaubensinhalte, z. B. Dreifaltigkeit, Zehn Gebote, apostolisches Glaubensbekenntnis, Vater Unser; wesentliche Unterscheidungsmerkmale christlicher Konfessionen
  • Leben und Wirken Jesu, z. B. Eltern, Jungfrauengeburt, Bethlehem, Jerusalem, Wunder, 12 Apostel
  • Jesu Umgang z. B. mit einer Prostituierten (Lk 7,36-50), mit Maria Magdalena, mit Aussätzigen (Mk 1,40-45)
  • das Evangelium als “frohe Botschaft”, die Evangelien des Neuen Testaments als Zeugnis des Lebens und Wirkens Jesu
  • Jesus in Bibel und Koran – Gemeinsamkeiten und Unterschiede, z. B. Gottes Sohn vs. Prophet, z. B. K 19:16-40, Kreuzigung, z. B. Mk 15,20b-41, Auferstehung, z. B. Mt 28,1-8
  • Elemente eines Kirchengebäudes; Aufgaben kirchlicher Mitarbeitender, z. B. Priester, Pfarrerinnen und Pfarrer, Mesnerinnen und Mesner, Ministrantinnen und Ministranten