Lehrplan PLUS

Direkt zur Hauptnavigation springen, zur Servicenavigation springen, zur Seitennavigation springen, zu den Serviceboxen springen, zum Inhalt springen

Islamischer Unterricht R8

IU8 Lernbereich 1: Miteinander leben – Partnerschaft verstehen
Abschnitt zur PDF-Sammlung hinzufügen

Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • nehmen die Vielfalt von Freundschaft und Liebe wahr und diskutieren über Maximen und Voraussetzungen für eine anhaltende und gelingende Freundschaft und Liebe.
  • reflektieren über das Rollenverständnis von Mann und Frau in Koran und Gesellschaft.
  • vergleichen anhand von konkreten Beispielen verschiedene Lebensstile und entwickeln Haltungen, um für ein gelingendes Leben Orientierung zu finden.
Inhalte zu den Kompetenzen:
  • Vielfalt von Freundschaft und Liebe, z. B. gegenüber der Familie, der Verwandtschaft, den Mitmenschen
  • Maximen und Voraussetzungen in Freundschaft und Liebe, z. B. Gleichberechtigung, Einfühlsamkeit, Menschen mit Achtung und Wertschätzung begegnen, Verantwortung tragen
  • Rollenverständnis von Mann und Frau in der Gesellschaft, z. B. in der Familie, bei der Wahl des Ehepartners, bei der Berufswahl, im Berufsleben, in den Medien, in der Mode
  • Rollenverständnis von Mann und Frau in Koran und Hadithen, z. B. Gleichberechtigung als Grundrecht und islamisches Grundprinzip in der Familie, bei der Wahl des Ehepartners, unter den Geschwistern, im Beruf, Partnerschaft, Liebe und Freundschaft, auch mit Andersgläubigen, Vergleich positiver und negativer Lebensstile
  • Umgang mit Herausforderungen und Enttäuschungen: z. B. Neubeginn, Hoffnung, Reue, Vergebung, Glaube, Ausgleichmöglichkeiten finden, Beratung und Unterstützung suchen, Abwehr

IU8 Lernbereich 2: Religiöses Leben – Hilfsbereitschaft entwickeln
Abschnitt zur PDF-Sammlung hinzufügen

Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • diskutieren über Gründe und Folgen von Armut sowie über mögliche Maßnahmen zu ihrer Bekämpfung.
  • unterscheiden unter Rückgriff auf die Theologie zwischen Pflichtabgabe (Zakat/zakā) und freiwilliger Spende (sadaqa), erkennen die Pflichtabgabe (Zakat/zakā) und die freiwillige Spende (sadaqa) als religiöse Pflicht und persönliche Verpflichtung für Musliminnen und Muslime und entwickeln mögliche Haltungen des eigenen Engagements.
  • erklären die Gründe und Regeln sowie den Nutzen der Pflichtabgabe (Zakat/zakā).
Inhalte zu den Kompetenzen:
  • Gründe und Folgen von Armut: z. B. ungleiche Verteilung des Vermögens auf der Welt, Habgier und Egoismus, Klimawandel, Verschwendung, eingeschränkte Lebensverhältnisse der von Armut Betroffenen, Gefährdung der Gesundheit
  • Maßnahmen zur Bekämpfung von Armut, z. B. Ausbau des sozialen Systems, Steuern und Abgaben, Spenden, Hilfsorganisationen, Bildung
  • Möglichkeiten eigenen gesellschaftlichen Engagements, z. B. Übernahme von Aufgaben in Sozialeinrichtungen, Spendenaktionen, Hilfestellung im Alltag
  • Gründe, Vorteile, Regeln der Zakat, z. B. Hilfe und Schutz vor Egoismus und Habgier, Verstärkung des Verantwortungsgefühls und Zusammenhalts in der Gesellschaft, Umverteilung des Vermögens, Pflichtabgabe (Zakat/zakā) für bestimmte Menschen, K 9:60, festgesetzte Abgabe, K 2:177

IU8 Lernbereich 3: Glaubenslehre des Islams – Göttliche Botschaften entdecken
Abschnitt zur PDF-Sammlung hinzufügen

Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • erkennen den Glauben an die Gesandten als einen Glaubensartikel im Islam.
  • erkennen auf Grundlage koranischer Lektüre, dass Musliminnen und Muslime alle von Gott gesandten Propheten anerkennen, ohne einen Unterschied zwischen ihnen zu machen, und verstehen ihre gemeinsame Kernbotschaft.
  • interpretieren altersgemäß sozialkritische Gesichtspunkte in Prophetenreden.
Inhalte zu den Kompetenzen:
  • Anerkennung aller Propheten im Islam z. B. K 4:136
  • Kernbotschaft aller Gesandten, z. B. Einzigkeit von Gott, Vergänglichkeit des Diesseits und Ewigkeit des Jenseits, Verantwortung der Menschen für sich und die Schöpfung
  • sozialkritische Gesichtspunkte, z. B. ungerechte Verteilung der Güter, Nūh (Noah), der Missbrauch der Schöpfung Gottes, Salih, der respektlose zwischenmenschliche Umgang, Īsā (Jesus)

IU8 Lernbereich 4: Propheten – Weisheit wahrnehmen
Abschnitt zur PDF-Sammlung hinzufügen

Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • definieren die Begriffe Weisheit und Wissen.
  • erkennen mithilfe der Korantexte, was Weisheit im Islam bedeutet.
  • reflektieren anhand konkreter Beispiele über die Notwendigkeit weisen Handelns.
Inhalte zu den Kompetenzen:
  • Begriffe aus dem Wortfeld Weisheit und Wissen, z. B. Einsicht, Erkenntnis, Klugheit, Vorausschau, Urteilskraft, Umsicht, Weitsicht, Kenntnis
  • Korantexte, z. B. Luqman und sein Sohn, z. B. K 31:12-19
  • Bedeutung der Weisheit, z. B. Weisheit als besondere Gabe den Propheten von Gott gegeben, Autorität, Macht, Einsicht, Voraussicht, Geduld, Unbeirrbarkeit, Selbstbewusstsein, Ruhe, Gerechtigkeit, allgemeine Werte, Regeln für das Zusammenleben in einer Gesellschaft
  • Notwendigkeit weisen Handelns, z. B. bei der Umsetzung wissenschaftlicher und technischer Entwicklungen wie Atomkraft, Gentechnik, Medizin

IU8 Lernbereich 5: Muhammads Leben und Wirken – Familiengeschichte(n) verstehen
Abschnitt zur PDF-Sammlung hinzufügen

Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • nennen die Namen von wichtigen Persönlichkeiten in Muhammads Leben und beschreiben ihre Rolle für die weitere islamische Frühgeschichte.
  • erklären die historische und theologische Bedeutung von Muhammads Ehen.
  • verstehen den Umgang von Muhammad mit seinen Familienmitgliedern.
Inhalte zu den Kompetenzen:
  • wichtige Persönlichkeiten, z. B. Abu Bakr, Omar, Uthmān, Ali, Umm Kulthum bint Uqbah
  • Muhammads Frauen als Mütter der Gläubigen, z. B. Aischa, Chadīdscha, Hafsa
  • weitere Familienmitglieder, z. B. Tochter Fatima, Adoptivsohn Zaid, Enkelkinder Hassan und Husain

IU8 Lernbereich 6: Koran und Schrifttradition – Überlieferungen aktualisieren
Abschnitt zur PDF-Sammlung hinzufügen

Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • beschreiben die Sīra als eine literarische Gattung der islamischen Geschichtsschreibung, die sich mit dem Leben des Propheten Muhammad befasst.
  • nennen wesentliche Unterschiede zwischen Hadith, Sīra und Sunna.
  • verstehen die Gebote und Verbote im Koran historisch und aktualisieren sie für die Gegenwart.
  • reflektieren über Gründe und Folgen von Sucht für die Betroffenen und für Personen aus deren Umfeld.
  • erläutern die Koranverse und Hadithe über Sucht und diskutieren über Nutzen von Alkohol und Drogen für medizinische Zwecke.
Inhalte zu den Kompetenzen:
  • Sīra: Prophetenbiographie auf Basis von Hadithen
  • „Sucht“ als Beispiel für die Entstehung von Geboten und Verboten in der Entstehungsgeschichte des Korans
  • Gründe und Folgen von Sucht, z. B. Einsamkeit, Neugier, Gruppendruck, Wahrnehmung, Bewusstsein, Wille, Verhalten, soziales und schulisches Umfeld, Zusammenleben, Straßenverkehr, Gesundheit, Familie
  • Koranverse und Hadithe zur Sucht, z. B. K 5:90, Nutzen von Alkohol und Drogen für medizinische Zwecke, z. B. Sterilisierung, Betäubung, Schmerzlinderung
  • Alkohol und Suchtmittelverbot im Koran

IU8 Lernbereich 7: Geschichte und Geographie des Islams – Geschichte als Rekonstruktion erkennen
Abschnitt zur PDF-Sammlung hinzufügen

Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • reflektieren altersgemäß über die Problematik der Konstruktion von Geschichte.
  • beschreiben die beiden großen Kalifate der Umayyaden und Abbasiden hinsichtlich ihrer Ausbreitung und Errungenschaften.
  • beurteilen differenziert, wie sich Herrschaftsstrukturen auf das Leben der Menschen auswirken.
Inhalte zu den Kompetenzen:
  • Konstruktion von Geschichte bzw. der Vergangenheit, z. B. anhand eines aktuellen Beispiels aus dem Schulalltag, Rekonstruktion aus unterschiedlichen Perspektiven, Veränderung von Perspektiven mit zeitlichem Abstand
  • Umayyaden (661-750): Damaskus als Hauptstadt, sunnitische Erbfolge, Eroberungen in Spanien und Frankreich, erstes öffentliches Krankenhaus, Kalifat von Cordoba; Abbasiden (750-1258): goldenes Zeitalter, Bagdad als Hauptstadt, Kodifizierung der Hadithe und Kanonisierung des Rechts, erste Papierfabrik, Bibliotheken
  • Wahlsystem, dynastisches Prinzip; ggf. aktuelle Beispiele

IU8 Lernbereich 8: Religionen und Weltanschauungen – Judentum verstehen
Abschnitt zur PDF-Sammlung hinzufügen

Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • geben Auskunft über wesentliche Schriften, Glaubensinhalte, Gebetsstätten, religiöse Vorschriften und wichtige Feste im Judentum.
  • erzählen in groben Zügen die Geschichte des Judentums.
  • erläutern, was Antisemitismus ist, und setzen sich kritisch mit Vorurteilen gegenüber dem Judentum auseinander.
  • vergleichen ausgewählte Elemente des islamischen und jüdischen Glaubens.
Inhalte zu den Kompetenzen:
  • Schriften der Juden, z. B. Hebräische Bibel (Tora), Talmud
  • Glaubensinhalte, z. B. Zehn Gebote, Schma Israel
  • Gebetsstätten, z. B. Elemente und Mitarbeiter einer Synagoge, z. B. Vorlesepodium, Toraschrein, Rabbiner, Kantor, Synagogendiener, Laienvorsteher
  • religiöse Vorschriften, z. B. Speisevorschriften; wichtige Feste im Judentum, z. B. Rosch HaSchana, Jom Kippur, Chanukka und Pessach
  • Geschichte des Judentums, z. B. Vertreibung aus Ägypten, Ausgrenzung im Mittelalter, Antijudaismus, Antisemitismus, Shoah