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Ethik 5

gültig ab Schuljahr 2017/18

Eth5 Lernbereich 1: Meine Wirklichkeit und ich (ca. 16 Std.)
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • nehmen grundlegende Gefühle bei der Bewältigung ihrer neuen Situation an der Realschule wahr, schätzen ihre eigenen Stärken und Schwächen realistisch ein und zeigen kritische Selbstreflexion.
  • begreifen die Bedeutung der Sinne für die Wahrnehmung ihrer Lebenswirklichkeit, gehen verantwortungsvoll mit den Folgen von subjektiver Wahrnehmung um und zeigen Verständnis für fremde Sichtweisen.
  • akzeptieren, dass bestimmte Situationen, Dinge und Sachverhalte aus verschiedenen Blickwinkeln unterschiedlich wahrgenommen werden können, und begegnen anderen achtsam und rücksichtsvoll.
  • geben und empfangen Feedback zu Wahrnehmungen auf respektvolle Art.
  • überwinden Kommunikationsbarrieren, indem sie sich in die Erlebenswelt von Menschen mit Beeinträchtigung einer Sinnesfunktion einfühlen, z. B. durch den Kontakt mit Menschen mit Behinderung.
  • verstehen, dass Menschen mit Sinneseinschränkungen ihre Schwäche durch andere Stärken kompensieren können, und nehmen Vielfalt und unterschiedliche Begabungen als Chance wahr.
Inhalte zu den Kompetenzen:
  • Bedürfnisse und Herausforderungen in der neuen Schulsituation, z. B. neue Klassensituation, Stofffülle, Fachlehrerprinzip
  • eigene Stärken und Schwächen, z. B. persönliche Eigenschaften und schulische oder außerschulische Begabungen
  • Möglichkeiten zur Bewältigung der neuen Situation, z. B. Rücksichtnahme, Offenheit, einfache Lernstrategien, Verantwortung für das eigene schulische Handeln, schulische Regeln, Misserfolgstoleranz
  • Goldene Regel als ethischer Maßstab
  • unterschiedliche Leistung der Sinne bei der Wahrnehmung einzelner Bereiche der Lebenswirklichkeit, z. B. Wahrnehmungsspiele
  • Problem der selektiven Wahrnehmung, Sinnestäuschungen
  • Faktoren, die die Wahrnehmung beeinflussen, z. B. Vorwissen, Interessen, Erfahrungen, Einstellungen, Gewohnheiten, Vorurteile, Alter oder Stimmungen
  • Einsatz vielfältiger Sinne, Perspektivwechsel, Offenheit, Neugier, begründete Urteilsfindung
  • Fremd- und Selbstwahrnehmung
  • Feedbackregeln
  • Erlebenswelt von z. B. blinden, gehörlosen oder alten Menschen: Schwierigkeiten im Alltag, z. B. Konfrontation mit Unverständnis und Vorurteilen, mögliche Hilfsbedürftigkeit
  • Hilfsmittel für Menschen mit Behinderung, z. B. Gebärdensprache, Braille-Schrift
  • literarische Texte zum Thema Inklusion

Eth5 Lernbereich 2: Leben in der Familie (ca. 12 Std.)
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • zeigen ausgehend von ihren persönlichen Erfahrungen Aufgeschlossenheit für unterschiedliche Familienkonstellationen.
  • nehmen die Anliegen und Bedürfnisse anderer Familienmitglieder wahr und berücksichtigen sie in ihren Handlungen.
  • zeigen Einsicht in die Notwendigkeit von Regeln und Vereinbarungen innerhalb einer Familie und verfügen über Verhaltensweisen, die zum Gelingen dieser Gemeinschaftsform beitragen.
  • artikulieren in einfachen Konfliktsituationen in der Familie Gefühle und Bedürfnisse auf verantwortungsvolle Weise und wägen mögliche Lösungswege ab.
  • erkennen Konsequenzen, die sich aus spezifischen Situationen in der Familie für das Leben der Familienmitglieder ergeben, versetzen sich in deren Lage, z. B. im szenischen Spiel, und berücksichtigen einfache Strategien der Bewältigung.
Inhalte zu den Kompetenzen:
  • Familie als elementare Gemeinschaftsform des Zusammenlebens, als Ort von Geborgenheit und Vertrauen
  • Bedeutung der Familie für Entwicklung und Werteorientierung, z. B. durch Fürsorge und Erziehung zu Selbständigkeit und Verantwortungsbereitschaft
  • Familienkonstellationen im Wandel der Zeit: z. B. Großfamilie, Alleinerziehende mit Kind(ern), gleichgeschlechtliche Partner mit Kind(ern), Adoptivfamilie, Pflegefamilie, SOS-Kinderdorf-Familie, Kinderheim
  • Rolle der verschiedenen Familienmitglieder und deren Lebenssituation in unterschiedlichen Familienformen, z. B. Alleinerziehende, Patchworkfamilie
  • Anliegen und Bedürfnisse, z. B. Ruhe, Wunsch nach Mithilfe, Freiraum, Abwechslung, Rücksichtnahme, Gehorsam, Regeleinhaltung, gegenseitige Unterstützung im Haushalt oder bei schulischen Problemen
  • typische Konfliktsituationen und -ursachen, z. B. Differenzen zwischen Geschwistern, vernachlässigte Aufgabenerfüllung, unterschiedliche Wünsche
  • sinnvolle Konfliktlösungen: Kompromiss, Entschuldigung, Wiedergutmachung, Versöhnung
  • kindgerechte Strategien zur Konfliktbewältigung, z. B. Ich-Botschaften, Vier-Augen-Gespräch
  • Familienregeln, Rechte und Pflichten von Eltern und Kindern
  • einschneidende Erlebnisse und spezifische Situationen in der Familie (z. B. Geburt, Krankheit, Arbeitslosigkeit, Scheidung, Überbehütung, berufliche Belastung der Eltern, finanzielle Sorgen, Unglücksfall, Tod, Umzug) mit möglichen Auswirkungen
  • kindgerechte Strategien der Bewältigung, z. B. Trost, Rücksichtnahme, Mithilfe, Zuhören; Nutzung außerfamiliärer Hilfsangebote

Eth5 Lernbereich 3: Spielen (ca. 12 Std.)
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • nutzen und schätzen verschiedenartige Spiele als vergnügliche und sinnvolle Freizeitbeschäftigung für sich selbst sowie mit anderen.
  • verstehen die Bedeutung von Regeln und Fairness für das Gelingen eines Spiels sowie allgemein des Zusammenlebens.
  • halten beim Spielen Regeln ein und zeigen angemessene Emotionen, z. B. bei Sieg und Niederlage.
  • spielen ausgewählte Spiele (z. B. aus unterschiedlichen Kulturen) und nehmen diese als bereichernde Möglichkeit der interkulturellen Begegnung und als gemeinschaftsfördernde Aktivität wahr.
Inhalte zu den Kompetenzen:
  • Vorzüge von Spielen, z. B. Ablenkung, Vertreiben der Langeweile, Entspannung, kurzweilige Beschäftigung, Eintauchen in eine andere Realität, Freude und Entfaltung der Kreativität, spielerisches Lernen, Gesundheitsförderung
  • verschiedene Arten und Sozialformen von Spielen, z. B. Würfel- und Glücksspiele, Legespiele, Denkspiele, Rollenspiele, Bewegungsspiele, Lern- und Geschicklichkeitsspiele
  • Spielregeln als Grundlage für das Funktionieren eines Spiels
  • Bedeutsamkeit von Regeln für das Zusammenleben: z. B. Sicherheit, Ordnung, Handlungsrahmen
  • ethische Kriterien beim Spielen: angemessener Umgang mit den eigenen Emotionen bei Sieg und Niederlage, Regelbeachtung und Fairplay
  • Spiele aus aller Welt bzw. unterschiedlichen Kulturkreisen, z. B. Kalaha, Boule, Backgammon
  • historische und kulturelle Wurzeln sowie Bedeutung von Spielen, z. B. die Olympischen Spiele

Eth5 Lernbereich 4: Feste und Riten in Religion und Brauchtum (ca. 16 Std.)
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • sind sich der Anlässe und der Bedeutung von Festen in ihrem Leben bewusst und schätzen diese als Bereicherung ihres Lebens, z. B. bei der Vorbereitung und Feier eines interkulturellen Festes in der Schule.
  • setzen typische Feste des Judentums, Christentums und Islams mit ihrem religiösen Ursprung in Beziehung und respektieren ihre Bedeutsamkeit im Leben der Gläubigen.
  • achten die religiöse Bedeutung eines wöchentlichen Feiertags in Judentum, Christentum und Islam und schätzen ihn als wiederkehrenden Ruhetag.
  • zeigen Verständnis für Rituale und Ordnungen und gestalten dementsprechend ihr Zusammenleben mit anderen, z. B. in ihrem schulischen Umfeld.
  • begreifen und respektieren das Beten im Judentum, Christentum und Islam als eine existenzielle menschliche Äußerungsform gegenüber Gott.
Inhalte zu den Kompetenzen:
  • Anlässe zum Feiern im Leben der Schüler: private, kulturelle, religiöse Feste
  • staatliche und religiöse Feiertage
  • je ein bedeutsames Fest im Judentum, Christentum und Islam und dessen Bräuche und Symbolik: z. B. Fastenbrechen, Opferfest, Pessachfest, Laubhüttenfest, Ostern, Weihnachten
  • religiöse Feste als Höhepunkte des Jahrs: Zusammenkunft mit Gleichgesinnten aus Familie und Freundeskreis, gemeinsames Feiern, Konzentration auf Gott
  • Ursprung und religiöse Bedeutung des wöchentlichen Feiertags: Sonntag im Christentum, Sabbat im Judentum, Freitag im Islam
  • weltliche Bedeutung des wöchentlichen Ruhetags für das Zusammenleben, z. B. positive Auswirkungen auf die Gesundheit, Vereinbarkeit von Beruf und Familienleben, Stärkung des sozialen Zusammenhalts
  • Rituale im Lebensalltag religiöser Menschen (z. B. Gebete, Gottesdienstbesuche, Speisenzubereitung) und deren Bedeutung
  • weltliche, ritualisierte Handlungsweisen (z. B. gemeinsame Mahlzeiten, Rituale beim Zubettgehen) und deren positive und negative Auswirkungen, z. B. Entlastung, Ordnung, Sicherheit bzw. Mangel an Flexibilität
  • Gebetsanlässe und -haltungen
  • drei tägliche Gebete im Judentum, christliches Vaterunser und Familiengebete (z. B. Tischgebet), Salat im Islam