Lehrplan PLUS

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Geschichte 6

gültig ab Schuljahr 2018/19

G6 Lernbereich 1: Methoden und Arbeitstechniken
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Die Schülerinnen und Schüler wenden grundlegende Methoden und Arbeitstechniken des Faches Geschichte bei der Umsetzung der Lernbereiche G 6.2 bis G 6.8 an. Sie nutzen die Grundlegenden Daten und Begriffe zum Zeitraum von der Vor- und Frühgeschichte bis zum Frühmittelalter, um sich in der Zeit zu orientieren und um eine sinnvolle Narration zur Chronologie der Jahrgangsstufe bilden zu können.
Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • beantworten einfache, u. a. selbst entwickelte historische Fragestellungen mithilfe ausgewählter Text-, Bild- oder Sachquellen. Sie unterscheiden diese Quellen von Darstellungen. Insbesondere bewerten sie historische Persönlichkeiten, indem sie sich z. B. mit perspektivischen Urteilen in Quellen und Darstellungen beschäftigen.
  • bilden mithilfe von Quellen und Darstellungen einfache historische Narrationen, ggf. auch mit gestalterisch-kreativem Anspruch, wie z. B. Comic, Rekonstruktionsbild, Dialog, Rollenspiel, Erzählung.
  • verwenden einfache Schaubilder oder Geschichtskarten (z. B. zum Feldzug Alexanders des Großen) zur Veranschaulichung und Information. Außerdem nutzen und erstellen sie Darstellungen der geschichtlichen Chronologie zur Orientierung in der Zeit, wie z. B. Zeitleiste, Geschichtsfries.
  • lernen archäologische Arbeitstechniken kennen, um beispielhaft den Weg vom archäologischen Befund zur Aussage über die Lebensumstände der damaligen Menschen nachvollziehen zu können, wie z. B. bei der Deutung steinzeitlicher Funde (Ötzi).
  • nutzen ihr Wissen um den Aufbau ihres Schulbuchs, aber auch von altersgemäßen historischen Sachbüchern oder über entsprechende Medienbeiträge (z. B. historische Spielfilme, Dokumentationen), um gezielt Antworten auf ausgesuchte historische Fragen zu finden.

G6 Lernbereich 2: Der Mensch und seine Geschichte (ca. 8 Std.)
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • erfassen die Dimensionen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft als grundlegendes Muster der menschlichen Orientierung und begreifen sich damit selbst als Mensch mit eigener Geschichte.
  • vergleichen an anschaulichen Beispielen (z. B. anhand archäologischer Bodenfunde, Sachquellen, Ausstellungsgegenständen) die Lebensumstände in Altsteinzeit und Jungsteinzeit, um die Bedeutung der neolithischen Revolution zu erklären.
  • erfassen die historische Bedeutung der Kelten, indem sie sich der zahlreichen Spuren dieses Volkes in Europa anhand archäologischer Relikte bewusst werden.
  • verwenden bei der Darstellung einfacher historischer Zusammenhänge folgende Grundlegende Begriffe: Quelle, Altsteinzeit, Jungsteinzeit.
Inhalte zu den Kompetenzen:
  • Zeit als zentrale Dimension von Geschichte
  • Formen geschichtlicher Überlieferung: schriftliche, mündliche, bildliche und gegenständliche Quellen; Überreste und Überlieferung; Bedeutung der Archäologie
  • Jäger und Sammler der Altsteinzeit
  • Bauern der Jungsteinzeit
  • Kelten in Süddeutschland (ggf. regionaler Bezug)

G6 Lernbereich 3: Ägypten – eine frühe Hochkultur (ca. 6 Std.)
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • erfassen am Beispiel des alten Ägypten zentrale Merkmale einer frühen Hochkultur, ordnen die Leistungen vor dem Hintergrund der damaligen Zeit ein und sind in der Lage, diese Kriterien auf andere Kulturen zu übertragen.
  • nutzen ihre Kenntnisse zu den geographischen und klimatischen Gegebenheiten des alten Ägypten, um den Nil als Lebensader des Landes und seiner Gesellschaft zu begreifen.
  • untersuchen mithilfe eines vorgegebenen knappen Kriterienkatalogs Bau- und Kunstwerke (u. a. Pyramiden) und ziehen daraus Rückschlüsse auf Gesellschaftsordnung, Kultur und Religion.
  • nutzen ihre Kenntnisse über die Herrschaft der Pharaonen, um wesentliche Merkmale von Monarchie herauszuarbeiten und die göttliche Herrschaftsvorstellung auf der Basis eigener Wertvorstellungen zu beurteilen.
  • wenden folgende Grundlegende Daten und Begriffe bei der Beschäftigung mit Quellen und Darstellungen sowie bei kurzen eigenen Beschreibungen von historischen Zusammenhängen an: um 3000 v. Chr. Hochkultur in Ägypten; Pharao, Pyramide.
Inhalte zu den Kompetenzen:
  • Nutzung der Stromlandschaft
  • Kennzeichen einer Hochkultur: u. a. Herrschaft, Religion und Gesellschaft

G6 Lernbereich 4: Die griechische Antike (ca. 10 Std.)
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • nutzen die Erkenntnis, dass im antiken Griechenland wichtige Grundlagen der europäischen Kultur geschaffen worden sind, um z. B. Spuren antiker Bezüge in ihrer unmittelbaren Lebenswelt zu erfassen und in den historischen Kontext einzuordnen.
  • untersuchen an anschaulichen Beispielen und anhand eines knappen vorgegebenen Kriterienkatalogs antike Kunstwerke (z. B. Tempel, Statuen), um die kulturellen Leistungen der griechischen Antike zu erfassen.
  • erarbeiten zentrale Aussagen einer einfachen Geschichtskarte, um u. a. aufzuzeigen, wie die landschaftliche Beschaffenheit Griechenlands das Entstehen der Poleis begünstigte.
  • vergleichen in Grundzügen die griechische Kolonisation mit Migrationsbewegungen der Gegenwart, um an anschaulichen und kindgerechten Beispielen (ggf. familiären Erfahrungen) Gemeinsamkeiten und Unterschiede herauszuarbeiten.
  • erklären den Zusammenhang zwischen der Entwicklung der attischen Demokratie und den Perserkriegen.
  • beurteilen in altersgerechter Weise die Demokratie in der attischen Polis vor dem Hintergrund moderner demokratischer Vorstellungen.
  • wenden folgende Grundlegende Daten und Begriffe bei der Beschäftigung mit Quellen und Darstellungen sowie bei kurzen eigenen Beschreibungen von historischen Zusammenhängen an: 5. Jh. v. Chr. Blütezeit Athens; Antike, Migration, Polis, Verfassung, Monarchie, Aristokratie, Demokratie.
Inhalte zu den Kompetenzen:
  • Landesnatur, Polis, Kolonisation
  • Kultur der griechischen Antike (z. B. Olympische Spiele, Theater)
  • Entwicklung der attischen Polis ab Solon (Gesellschaft, Prinzip der Demokratie, Einfluss der Perserkriege); Blütezeit Athens unter Perikles

G6 Lernbereich 5: Das Imperium Romanum (ca. 12 Std.)
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • erkennen, dass durch das Imperium Romanum wichtige Grundlagen der europäischen Kultur geschaffen wurden, und erörtern europaweite kulturelle Gemeinsamkeiten (z. B. Sprache, Rechtssystem).
  • erfassen die Ausdehnung des Imperium Romanum in verschiedenen Etappen seiner Geschichte, indem sie Geschichtskarten anhand eines vorgegebenen knappen Fragenkatalogs auswerten.
  • nutzen ihre Kenntnisse über das Leben in der Stadt Rom, um die Herausforderungen einer antiken Großstadt (z. B. Wohnungen, Verkehr, Hygienebedingungen, Wasserversorgung, Umweltverschmutzung) im Vergleich mit heutigen Metropolen einschätzen zu können.
  • untersuchen den Aufbau der römischen Familie und vergleichen die sie prägenden Werte mit heutigen Familienformen, Rollenbildern und Wertvorstellungen.
  • zeigen Prozesse der Romanisierung auf (u. a. am Beispiel Bayerns), um Spuren antiker Bezüge in Europa und in ihrem Heimatraum zu erfassen und einzuordnen. Sie begreifen z. B. im Rahmen einer Exkursion, wie das Imperium Romanum das Leben in den Provinzen geprägt hat.
  • untersuchen den Umgang mit Juden im Römischen Reich, um einen ersten Einblick in die Bedeutung der Diaspora für das Judentum zu gewinnen und ein Gespür für die besondere Bedeutung des Glaubens und der Kultur für die jüdische Identität zu entwickeln.
  • beschreiben die Entwicklungen von der Republik zum Prinzipat und des Christentums zur Staatsreligion als entscheidende Umbrüche in der Geschichte des Imperium Romanum.
  • gliedern die römische Geschichte u. a. mithilfe der Grundlegenden Daten 753 v. Chr. mythische Gründung Roms; 1. Jh. v. Chr. Übergang von der Republik zur Kaiserzeit; um Christi Geburt Zeitalter des Augustus.
  • erfassen anhand der Geschichte Roms die Grundlegenden Begriffe Senat, Republik, Diktator, Caesar, Limes, Judentum, Christentum, Romanisierung, Provinz, um sie zu verstehen und in eigenen Darstellungen fachsprachlich richtig zu verwenden.
Inhalte zu den Kompetenzen:
  • Anfänge Roms und Aufstieg zur Weltmacht
  • römische Republik: Gesellschaft, Machtverhältnisse
  • von der Republik zum Prinzipat, Herrschaft und Gesellschaft im Zeitalter des Augustus
  • römische Herrschaft in den Provinzen
  • Juden im Römischen Reich: Aspekte des kulturellen, politischen und sozialen Lebens; Zerstörung des Tempels, Diaspora
  • Christentum und Christen im Römischen Reich: Verfolgung, Entwicklung zur Staatsreligion

G6 Lernbereich 6: Von der Antike zum Frühmittelalter (ca. 10 Std.)
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Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • erkennen in der Zeit des Übergangs von der Antike zum Mittelalter das Nebeneinander von Veränderungen und Kontinuitäten (z. B. Gesellschaftsaufbau, Kaiserprinzip, Verwaltung und Recht). Sie nutzen ihr Wissen über Tradition und Wandel für ihre lebensweltliche Orientierung, indem sie z. B. erkennen, dass auch Neuanfänge immer von Elementen der Kontinuität geprägt sind.
  • analysieren am Beispiel Roms die inneren und äußeren Ursachen des Zusammenbruchs des antiken Reichs und des Beginns einer neuen Epoche.
  • beschreiben anhand von einfachen Geschichtskarten die „Völkerwanderung“ und die Dreiteilung der Mittelmeerwelt, um das Ausmaß der Veränderungen von der Antike zum Mittelalter zu erfassen. Sie stellen dabei anschauliche und kindgerechte Vergleiche mit gegenwärtigen Migrationsbewegungen an.
  • untersuchen die Voraussetzungen für die Ausbreitung des Islam.
  • erfassen Kontinuität und Wandel als zentrale historische Kategorien, indem sie z. B. das antike Kaisertum und das Kaisertum Karls des Großen miteinander vergleichen und die Rolle von Missionierung und Christianisierung im Frankenreich untersuchen.
  • verstehen zentrale Grundlegende Daten und Begriffe, wie um 500 Reichsbildung der Franken; 800 Kaiserkrönung Karls des Großen; Islam, Mittelalter, König, Kaiser sowie Karl der Große, um sie fachsprachlich in eigenen Darstellungen richtig zu verwenden.
Inhalte zu den Kompetenzen:
  • „Völkerwanderung“ und Zerfall des Römischen Reiches, Dreiteilung der Mittelmeerwelt
  • Ausbreitung des Islam
  • Reichsbildung der Franken; Verbindung germanischer, christlicher und römischer Traditionen; Missionierung
  • Entstehung des mittelalterlichen Kaisertums: karolingisches Großreich, Kaiserkrönung Karls des Großen

G6 Lernbereich 7: Technik verändert das Leben der Menschen (Längsschnitt) (ca. 5 Std.)
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Im Längsschnitt „Technik verändert das Leben der Menschen“ wiederholen, vernetzen und vertiefen die Schülerinnen und Schüler historische Kenntnisse und Fertigkeiten und wenden insbesondere die Grundlegenden Daten und Begriffe in einem neuen Zusammenhang an.
Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • nutzen ihre Kenntnisse über den technischen Fortschritt von der Vor- und Frühgeschichte bis zum Frühmittelalter, um die Bedeutung von technischen Erfindungen und Entwicklungen für den Alltag der Menschen und für die Ausübung von Herrschaft zu begreifen und zu beurteilen.
  • erkennen die Bedeutung von Überlebenstechniken (z. B. Beherrschung des Feuers, Herstellung von Kleidung, Hausbau, Werkzeug-/Waffentechnik) für die menschliche Kultur an Beispielen aus vorgeschichtlicher Zeit.
  • zeigen an Beispielen auf, dass technische Entwicklungen Weichenstellungen für den Verlauf der Geschichte darstellen (z. B. Bewässerungstechnik bei den Ägyptern, Gewölbe-/Straßenbau bei den Römern, Folgen technischer Entwicklungen für die Umwelt).
  • nutzen für die Herstellung von historischen Zusammenhängen z. B. folgende Grundlegende Daten und Begriffe: ab 3000 v. Chr. Hochkultur in Ägypten; 5. Jh.  v. Chr. Blütezeit Athens; 753 v. Chr. mythische Gründung Roms; um Christi Geburt Zeitalter des Augustus; Altsteinzeit, Jungsteinzeit, Pharao, Pyramide, Antike, Polis, Limes.
Inhalte zu den Kompetenzen:
  • Überlebenstechniken in vorgeschichtlicher Zeit (z. B. Jagdtechniken)
  • technische Erfindungen im alten Ägypten (z. B. Bewässerungstechnik)
  • Bedeutung der Technik bei den Griechen und Römern (z. B. Kriegs-/Bautechnik)
  • aktuelle technische Entwicklungen (ausgewählte Beispiele)

G6 Lernbereich 8: Menschen machen Geschichte (Längsschnitt) (ca. 5 Std.)
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Im Längsschnitt „Menschen machen Geschichte“ wiederholen, vernetzen und vertiefen die Schülerinnen und Schüler historische Kenntnisse und Fertigkeiten und wenden insbesondere die Grundlegenden Daten und Begriffe in einem neuen Zusammenhang an.
Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • bewerten die Einflussmöglichkeiten einer einzelnen historischen Persönlichkeit auf die Geschichte, indem sie sich an einfachen Beispielen und anhand von konkreten Situationen mit Möglichkeiten und Grenzen menschlichen Handelns (z. B. auch aus genderspezifischer Perspektive) auseinandersetzen.
  • vergleichen und beurteilen berühmte Personen der Geschichte vor dem Hintergrund ihrer Zeit (z. B. Selbstdarstellung: Münzen, Bauten, Denkmäler) und aus heutiger Perspektive (z. B. Erinnerung: Städte-/Straßennamen). Sie erkennen dabei, dass eine Person je nach Standpunkt des Betrachters durchaus kontrovers gesehen werden kann.
  • reflektieren die Leistungen Alexanders des Großen (u. a. Eroberungen, Städtegründungen, Kulturtransfer) aus historischer und aktueller Perspektive, um seine Persönlichkeit bewerten und das spätere Zerbrechen seines antiken Weltreichs erklären zu können.
  • nutzen für diesen Längsschnitt z. B. die folgenden Grundlegenden Daten und Begriffe: ab 3000 v. Chr. Hochkultur in Ägypten; 1. Jh. v. Chr. Übergang von der Republik zur Kaiserzeit; 800 Kaiserkrönung Karls des Großen; Pharao, Antike, Monarchie, Demokratie, Senat, Republik, Diktator, Caesar, Mittelalter, Karl der Große, Kaiser.
Inhalte zu den Kompetenzen:
  • Portrait einer Herrscherin (z. B. Hatschepsut)
  • Portrait eines Feldherrn und Eroberers: Alexander der Große
  • Portrait eines Staatsmannes (z. B. Caesar, Augustus, Karl der Große)